Auch Mercedes Werk in Bremen fehlen die Computerchips

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Nach dem Werk Rastatt gibt es auch Produktionseinschränkungen im Mercedes Werk Bremen

 

Die Computerchips bzw. Halbleiter die in Hülle und Fülle in den modernen Fahrzeugen zum Einsatz kommen stehen nicht zur Verfügung.

Die Halbleiterproduzenten haben die Produktion zu Gunsten der Elektronikriesen Samsung, Apple etc. umgeschichtet, da die Autohersteller in der Corona-Krise sehr zurückhaltend/konservativ mit den Bestellungen waren.

Allein Samsung hat im letzten Quartal 2020 ein Umsatzplus von 20% bei der Unterhaltungselektronik verbucht.

Die komplexen Halbleiter benötigen in der Produktion inkl. aller vorbereitenden Schritte rund 3 Monate bis sie beim Autohersteller sind. Diese Zeit lässt sich jetzt nicht mehr aufholen.

Als erster war VW von dem Engpass betroffen. In Wolfsburg und Emden sind tausende Arbeiter in Kurzarbeit. Allein im ersten Quartal 2021 sollen 100.000 Fahrzeuge entfallen.

Danach musste auch Nissan in Japan die Produktion drosseln. Nun trifft es auch Ford und Honda. Audi wird nun 2 Wochen Kurzarbeit bei der Produktion des Audi A4 und A5 in den Werken Neckarsulm und Ingolstadt beantragen.

Auch bei Mercedes-Benz spitzt sich die Lage nun zu. Ab Morgen, Freitag den 15.01.2021 gibt es Kurzarbeit im Werk Rastatt.

Zudem wurde die Produktionsweise im Kompaktwagenwerk Kecskemét in Ungarn angepasst (reduziert).

Mercedes-Benz CLA
Die Mercedes CLA Modelle werden in Ungarn Kecskemet produziert

Aber auch das größte Mercedes-Benz Werk Deutschlands in Bremen ist nun vom Halbleiterengpass betroffen. Geplante Sonderschichten im Januar entfallen. Zudem ist ab dem 01. Februar 2021 Kurzarbeit vorgesehen. Dies betrifft weitere 12.500 Mitarbeiter. Die Produktion der C-Klasse wird in diesen Tagen auf die neue C-Klasse W206 umgestellt.

 

Foto Mercedes W206  Jens Walko

Mercedes C-Klasse W206 Erprobung
neue Mercedes C-Klasse W206 - Weltpremiere ab dem 23.02.2021

Aber insbesondere beim GLC und EQC gibt es somit Lieferverzögerungen. Offensichtlich versucht Mercedes alles dafür zu tun, die Produktion der margenstarken Modelle aus der Sindelfinger Produktion AMG GT, CLS, E-Klasse und S-Klasse aufrecht zu erhalten.

Wie lange die Kurzarbeit in den Werken Rastatt und Bremen durchgeführt werden muss ist noch nicht bekannt so Daimler.

Unterdessen sind die Aktien von Halbleiter Herstellern stark nachgefragt. Die Hersteller weisen im Übrigen alle Schuld von sich und beteuern, dass die Automobilhersteller einfach zu spät bestellt hätten und die lange Vorlaufzeit in der Halbleiterproduktion „vergessen“ hätten.

 

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