Immer mehr Details sind vom neuen Facelift des EQS bekannt
Mercedes gibt weiter Vollgas: 40 neue Modelle in den Jahren 2026 und 2027.
Dieses Jahr ist man Ende Januar 2026 mit dem S-Klasse Facelift gestartet. Dann kam der neue VLE, die S-Klasse Maybach sowie das Facelift für GLE und GLS.
Am 21. April 2026 kommt die lang erwartete elektrische C-Klasse.
Ebenfalls im April wird das Facelift von der Mercedes EQS Limousine (V297) präsentiert.
Durch die Umstellung von den PSM Motoren von Siemens Valeo auf die Mercedes 800 Volt E-Maschinen mit SiC Inverter inkl. 2-Ganggetriebe an der Hinterachse reduziert sich der Verbrauch. Aktuell benötigt der EQS 580 4matic 17,2 kWh/100 km. In Zukunft wird der Verbrauch bei 16,2 kWh/ 100 km liegen. Eine Einsparung von 5,8%.
Für den EQS 450+ wird ein Verbrauch von 15,7 kWh / 100 km inkl. Ladeverluste erwartet.
Durch die Umstellung der Plattform von EVA2 auf EVA2M benötigt der EQS eine neue Batterie. Die aktuelle Batterie liefert „nur“ 400 Volt. Die neue Batterie erhält verbesserte Zellen mit einer erhöhten Energiedichte. Sie werden anders verschaltet, dass man nun statt 400 Volt 800 Volt erzielt.
Wenn die Batteriegröße bei den 118 kWh bleibt, erhöht sich die Reichweite durch die verbesserte Effizienz beim EQS 450+ auf ca. 870 km und beim EQS 580 4matic auf ca. 840 km.
Die Ladeleistung wird beim EQS, durch die 800 Volt Technik, über 330 kW liegen. Die aktuellen Modelle sind aufgrund der 400 Volt Technologie auf 200 kW begrenzt.
Die Zeit für den Ladehub von 10-80% wird sich von derzeit 31min auf ca. 22 min verkürzen.
Während der EQS derzeit 195 bis 200 km in 10 min nachladen kann, wird sich dies durch die 800 Volt Technik um rund 50% erhöhen. Zukünftig werden hier über 300 km in 10 min nachgeladen.
Neue Fahrassistenzsysteme mit nvidia
Der neue EQS hat in Summe drei Kameras im Außenspiegel (eine davon im Spiegelfuß) damit kann er via OTA auch den MB.Assist Pro (Level 2++) erhalten. In USA und China hat er bereits die Genehmigung. In Europa soll das System Anfang 2027 die Freigabe der Behörden erhalten.
Das Level 3 System wird mit dem Facelift erst einmal wieder verschwinden. Vermutlich erst mit der elektrischen E-Klasse soll es Ende 2027 zurückkehren.
Neu im EQS wird ebenfalls die 3-Quellen Wärmepumpe die im Winter die Praxisreichweite verbessern wird. Sie entscheidet ganz intelligent welche Quelle (Umgebungsluft, Kühlkreislauf Batterie, Kühlkreislauf E-Motor) am meisten gratis Energie liefert.
Das Digital Light im EQS wird von den 1 Mio. Spiegeln auf Mikro-LED Technik (25.000 LED) umgestellt. Dies spart Strom und Gewicht. Das Ultra Range Fernlicht geht bis zu 600m.
Die Front wird am deutlichsten überarbeitet. Neben einer neuen Frontmaske mit Mercedes Pattern-Sternen (beleuchtet) leuchten in den Hauptscheinwerfern je zwei Mercedes Sterne als LED Tagfahrlicht bzw. als Blinker.
Vom S-Klasse Facelift übernimmt der EQS die neue Außenlackierung MANUFAKTUR black sparkling. Der Klarlack über dem tiefschwarzen Lack enthält echte Glasflocken und funkelt wie ein Sternenhimmel.
Wie beim S-Klasse Facelift wird auch beim EQS in Zukunft die Hinterachslenkung serienmäßig verbaut.
Optional für ca. 2.500 EUR wird es die Steer-by-Wire Lenkung geben. Gemäß den neusten Gesetzen benötigt man als Back-Up keine vorhandene Lenkstange. Somit kann man die Vorteile des Systems voll ausspielen. Bei geringen Geschwindigkeiten hat man eine sehr direkte Übersetzung. Auf der Autobahn wird die Übersetzung der Lenkung deutlich indirekter.
Der Lenkradwinkel beträgt nur noch 170 Grad. Da hier kein Umgreifen mehr erforderlich ist, kann man ohne Probleme das flache Formel 1 Lenkrad verbauen. Egal ob man das flache Formel 1 Lenkrad oder das konventionelle runde serienmäßige Lenkrad wählt, beide kommen nun wieder mit Distronic Wippe und Volume Walze zurück.
Bzgl. der Sicherheit hat Mercedes zwei Computer und Datenleitungen zwischen dem Lenkrad und dem Motor an der Lenkung verbaut. Sollten in einem unwahrscheinlichen Fall beide ausfallen, lenkt der EQS mit der Hinterachslenkung weiter. Sollte das nicht reichen, übernimmt ESP weitere Bremseingriffe an einzelnen Rädern um das Fahrzeug sicher zum Stehen zu bringen.
Das gesamte Infotainment wird umgestellt auf MB.OS. Eine Webcam ist auf dem Armaturenträger verbaut und ermöglicht Videokonferenzen aus dem Auto während der Fahrt.
Auch der Parkassistent wird Dank MB.OS neue Funktionen erhalten. Neben einer Felgenschutzkamera wird der EQS auch automatisch rund 120 m rückwärtsfahren können (er speichert sich die Lenkbewegungen des Hinwegs). Durch die neue Sensorik erhöht sich auch die Einparkgeschwindigkeit.
Der neue EQS ist mit der Luftfederung AIRMATIC mit intelligenter Dämpferregelung ausgestattet. Sie bietet deutlich mehr Komfort auf langen Bodenwellen, wie sie vor allem in Südeuropa und den USA vorkommen. Bei aktivierter intelligenter Dämpferregelung wird die Dämpfung kurz vor den jeweiligen Bodenwellen elektronisch angepasst und reduziert so die Aufbaubewegungen. Die bessere Fahrqualität spüren vor allem die Fondpassagiere. Das System unterscheidet zwischen kurzen, abrupten Fahrbahnunebenheiten wie Schlaglöchern – die erkannt und als Warnhinweise kommuniziert werden – und längeren Bodenwellen, die vertikale Aufbaubewegungen verursachen und bei denen eine proaktive Anpassung der Dämpfung den Komfort messbar verbessern kann. Bodenwellen werden über spezielle Fahrzeugsensoren erkannt und für bis zu 14 Tage in der Mercedes-Benz Intelligent Cloud gespeichert, sodass das System die Federung vorausschauend vorbereiten kann, sobald sich ein weiteres entsprechend ausgestattetes Fahrzeug demselben Hindernis nähert.
Das MBUX High-End Fond-Entertainment wird wie in der S-Klasse von 11,6 auf 13,1 Zoll vergrößert und enthält zwei MBUX Fernbedienungen.
Weitere Informationen:






















4 Responses
Das Schöne -aber auch physikalisch Erwartbare- ist auch, dass man mit einem Umstieg auf ein viel schwereres und viel stärkeres Modell eben kaum noch mehr Energie verbraucht.
Das war einst ganz anders 🙂
Für den extrem guten cW-Wert und die eher niedrige Stirnfläche ist der Verbrauch aber gar nicht mal so gut beim EQS mit der neuen Technik.
Der GLC 400 4Matic EQ hat einen deutlich schlechteren cW-Wert und eine größere Stirnfläche und einen Verbrauch von 15,8 kWh (bzw. 14,9 kWh mit Long Range Paket). Und der GLC wiegt auch über 2,5T ist also nicht so viel leichter als der EQS. Die Basisräder vom EQS sind auch schmaler als die des GLC.
Ja erstmal verwunderlich.
Denke wir warten einfach mal den April ab und dann haben wir die finalen Werte.
Bei der Stirnfläche ist gar nicht so viel Unterschied. Vermutlich weil der EQS sehr breit ist.
Der GLC 400 4matic EQ hat eine Stirnfläche von 2,60m². Die EQS Limousine kommt auf 2,51m². Er ist aber nochmal 100 kg schwerer als der GLC EQ.
D.h. im WLTP ist der GLC nicht so schlecht, aber auf der Autobahn könnte sich der EQS dann absetzen…
In der Summe aller Eigenschaften das beste Auto im E-Segment. Typisch MB halt. Was ich mir wünsche, sind die beim EQS optional lieferbaren automatischen Komforttüren bei den Verbrennermodellen.