Mercedes jetzt mit bidirektionalem Laden in Deutschland

Mit dem Elektrofahrzeug zu Hause Geld verdienen: Mercedes-Benz startet bidirektionales Laden in Deutschland

  • Für die Vehicle-to-Grid-(V2G)-Nutzung zu Hause bieten Mercedes‑Benz und The Mobility House Energy ein kundenorientiertes Gesamtpaket an, bestehend aus einer interoperablen bidirektionalen Wallbox, einer App und einem Stromtarif.
  • Die ersten 500 Kundinnen und Kunden in Deutschland erhalten die bidirektionale Wallbox zum Einführungspreis von 1.990 Euro. Jede angeschlossene Stunde wird vergütet – ohne tägliche, monatliche oder jährliche Begrenzung. Je nach individueller Anschlussdauer ist damit über vier Jahre hinweg ein jährlicher Bonus von 500 Euro oder mehr erzielbar.
  • Die ersten 500 Kundinnen und Kunden erhalten ein Ladeguthaben im Wert von 250 Euro für das öffentliche Laden mit MB.CHARGE Public2.
  • Der vollelektrische GLC und die C‑Klasse sind die ersten Modelle, für die das Angebot zum bidirektionalen Laden verfügbar ist. Anschließend wird es schrittweise auf weitere vollelektrische Modelle ausgeweitet.

Mercedes‑Benz erweitert sein ganzheitliches Ladeökosystem und bringt gemeinsam mit The Mobility House Energy ein intelligentes Angebot für bidirektionales Laden auf den deutschen Markt. Mercedes‑Benz Kundinnen und Kunden erhalten mit MB.CHARGE Home Pro Intelligent erstmals die Möglichkeit, ihre vollelektrischen Fahrzeuge nicht nur zu laden, sondern aktiv in das Energiesystem einzubinden – und damit im Alltag Geld mit ihrem Elektrofahrzeug zu verdienen. Als Teil dieses integrierten Ökosystems erhalten Kundinnen und Kunden ein aufeinander abgestimmtes Gesamtpaket aus einer interoperablen bidirektionalen DC-Wallbox und dem Mercedes‑Benz Intelligent Pro Eco Tarif. Dabei ermöglicht die App Mercedes‑Benz Charge Home einen transparenten Überblick über Ladevorgänge, Rückspeisungen und daraus resultierende Gutschriften. 

Das Angebot für bidirektionales Laden startet in Deutschland mit dem vollelektrischen GLC und der neuen C‑Klasse. Es wird bereits kurz darauf auf viele weitere Elektrofahrzeuge von Mercedes‑Benz erweitert, darunter VLE, GLA, EQS, CLA, CLA Shooting Brake sowie GLB. Abhängig vom Fahrzeugmodell wird die Funktion für bidirektionales Laden nach Marktstart per Over-the-Air-Update freigeschaltet. Geplant ist die Einführung dieses Angebots in weiteren ausgewählten Märkten. 

Exklusives Einführungsangebot für bidirektionales Laden zu Hause

Zum Marktstart profitieren die ersten 500 Mercedes‑Benz Kundinnen und Kunden in Deutschland bei Vertragsabschluss von einem zeitlich bis Ende März 2027 begrenzten Startangebot: Sie erhalten die bidirektionale Wallbox ChargeLine Bidi von The Mobility House zum Einführungspreis von 1.990 Euro statt regulär 2.990 Euro. Darüber hinaus wird jede Stunde vergütet, in der das Fahrzeug zu Hause an die Wallbox angeschlossen ist – unabhängig davon, ob gerade geladen, entladen oder pausiert wird. Wer sein Fahrzeug im Alltag durchschnittlich zwölf Stunden täglich einsteckt, kann aktuell mit mehr als 500 Euro4 Bonus pro Jahr rechnen. Bei regelmäßiger Nutzung kann sich die Investition für die Wallbox innerhalb von vier Jahren amortisieren. Zusätzlich erhalten die ersten 500 Kundinnen und Kunden bei Vertragsabschluss einen Gutschein im Wert von 250 Euro für das öffentliche Laden mit MB.CHARGE Public. Nach Ende des Angebots zum Marktstart richtet sich die konkrete Vergütung jeweils nach den geltenden Konditionen. 

Offene Standards für maximale Kompatibilität

Die bidirektionale 11-kW-DC-Wallbox ist für den Einsatz zu Hause konzipiert und unterstützt das Laden sämtlicher Elektrofahrzeuge mit 400- und 800-Volt-Technologie. Sie kann per Over-the-Air-Updates an neue technische Anforderungen angepasst werden. Als weltweit erster Automobilhersteller bietet Mercedes‑Benz in Deutschland eine marktreife Lösung für bidirektionales Laden auf Basis offener und standardisierter Technologien an. Ziel ist eine hohe Interoperabilität zwischen bidirektional ladefähigen Mercedes‑Benz Fahrzeugen, Ladeinfrastruktur und kompatiblen Energiemanagementsystemen. Mercedes‑Benz setzt dabei auf offene Standards wie ISO 15118-20.

„Bidirektionales Laden ist für uns der nächste konsequente Schritt der Elektromobilität. Wir entwickeln das Fahrzeug vom reinen Verbraucher zu einem aktiven Bestandteil des Energiesystems. So verbinden wir innovative Fahrzeugtechnologie mit einer effizienteren Nutzung erneuerbarer Energien und schaffen einen nachhaltigen Mehrwert – für unsere Kundinnen und Kunden ebenso wie für die Energieinfrastruktur.“
Jörg Bartels, Leiter Antriebssysteme der Mercedes‑Benz AG

„Das Elektroauto ist mehr als ein Fahrzeug – es ist der Batteriespeicher der Zukunft. Gemeinsam mit Mercedes‑Benz machen wir bidirektionales Laden alltagstauglich. Mercedes‑Benz Kundinnen und Kunden können mit ihrem Fahrzeug künftig Geld verdienen und ihre Energiekosten senken. Gleichzeitig tragen sie zur Entlastung des Stromnetzes und zum Klimaschutz bei.“
Thomas Raffeiner, CEO von The Mobility House

Intelligente Ladeangebote fördern die Energiewende

Intelligentes Laden schafft Mehrwert für Kundinnen und Kunden und unterstützt zugleich die Energiewende. Eine gemeinsame Analyse von The Mobility House Energy und Mercedes‑Benz zeigt: Bereits zwei Millionen bidirektional ladefähige Fahrzeuge in Deutschland könnten nahezu die Hälfte der heutigen Abregelungen erneuerbarer Energien vermeiden und die Stromkosten des Stromsystems um einen dreistelligen Millionenbetrag senken. Das würde sowohl die Integration erneuerbarer Energien fördern als auch langfristig niedrigere Stromkosten ermöglichen. 

Weitere Informationen zum Mercedes‑Benz Angebot für bidirektionales Laden sind unter MB.CHARGE Home Pro Intelligent verfügbar. 

Über The Mobility House Energy 

Zero Zero. Zwei Worte, ein Versprechen: CO₂-frei Autofahren und das zum Nulltarif. Das ist die Vision von The Mobility House Energy. Den technologischen Kern bildet die Aggregation und Vermarktung von Batterien im Energiesystem. Seit 2016, mit einem der längsten Track Records der Branche, holt das Unternehmen mit eigens entwickelter Optimierungs- und Trading-Technologie den maximalen Ertrag aus jedem Speicher heraus. Als unabhängiger, vertikal integrierter Optimierer vermarktet es heute über 1 GW Speicherleistung und gehört damit zu den führenden Anbietern Europas. Dieselbe Optimierungslogik überträgt The Mobility House Energy mit Vehicle-to-Grid (V2G) auf Elektrofahrzeuge. So werden sie zu flexiblen Speichern, die erneuerbaren Strom aufnehmen, das Netz stabilisieren und die Energiewende für alle günstiger machen. 2024 startete das Unternehmen in Frankreich das weltweit erste kommerzielle V2G-Produkt. Die dafür entwickelte V2G-Plattform umfasst alle Bestandteile des notwendigen Ökosystems für Automobilhersteller und Energieversorger.

 

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12 Responses

      1. Das muss Mercedes nur auch erlauben. Theoretisch möglich wird V2H auch mit der Mobility House Wallbox sein, die Frage ist allerdings ob es freigeschaltet ist oder nicht.

  1. Sie haben bereits eine PV-Anlage auf dem Dach?
    MB.CHARGE Home Pro Intelligent ist aktuell für Haushalte ohne Photovoltaikanlage sowie für Haushalte verfügbar, deren PV-Anlage den erzeugten Strom vollständig ins öffentliche Stromnetz einspeist. Auch für Haushalte mit eigener Solarstromnutzung entsteht bereits die passende Lösung: Mit der Home Energy Solution entwickelt The Mobility House Energy das intelligente Energiemanagement zuhause gezielt weiter. Künftig wird Ihre Photovoltaikanlage in die Optimierung einbezogen, sodass selbst erzeugter Solarstrom intelligent für Ihren Eigenverbrauch zuhause und das Laden Ihres Fahrzeugs genutzt werden kann. So wird neben Ihrem Fahrzeug auch Ihre eigene Energieerzeugung Teil eines intelligent optimierten Energiesystems zuhause.

    1. Hallo, meine PV-Anlage ist in Planung, meine Frage dazu wäre ob ich nur die Wallbox die angegeben wurde, nehmen muss, oder kann ich auch eine andere wählen, die für die Bidirektionales Laden kompatibel ist, nehmen?Und wenn ja, ist es möglich diese für den Eigenverbrauch zuhause zu nutzen?

  2. Lese auch nichts von V2H, was sehr schade ist. Auch V2L fehlt bei Mercedes leider komplett. Ist bei Skoda, VW, Smart, Hyundai, etc. möglich. V2L wäre mir persönlich sogar noch wichtiger als V2H. Im Falle eines Stromausfalls können mit V2L bei der Konkurrenz locker die wichtigsten Verbraucher genutzt werden und man benötigt keine teure DC Wallbox, die sich auch erstmal amortisieren muss. Der erzwungene Stromvertrag in Kooperation mit Mobility House und den Gutschriften klingt da leider auch nicht wirklich verlockend für mich. Zahle aktuell 27 Cent, dort sind es über 30 Cent. Grundgebühr auch leicht teurer als in meinem Tarif. Ich wünsche mir, dass sich Mercedes da in Zukunft öffnet und andere Wallboxen und Stromanbieter zulässt.

        1. Ich verstehe die Diskussion bzgl V2L hier nicht ganz, aber klärt mich gerne auf. 🙂 Wieso sollte bei V2L die Umwandlung des Stroms in der Wallbox stattfinden? Die typischen V2L Adapter, die sämtliche Automobilhersteller anbieten, werden in den Typ2 Stecker im Fahrzeug gesteckt und haben auf der anderen Seite eine klassische Schuko Steckdose, welche typischerweise 3.000 Watt Dauerlast bietet. Klar, nicht so flexibel wie die Bidi fähige Wallbox die V2H kann, weil ich abends (wenn die PV Anlage keinen Strom mehr erzeugt) umstecken müsste und auch nicht so einfach das ganze Haus mit einer Steckdose versorgen kann. Für die wichtigsten Geräte wie Kühlschrank, TV, Konsole dürfte es aber locker reichen und ich habe mit V2L eben noch mehr Flexibilität. Egal wo ich mit meinem Auto bin, mit dem relativ handlichen V2L Adapter kann ich überall Strom aus dem Fahrzeug Akku entnehmen.

  3. Also kann der Vertrag eben nur Strom aus PV zu 100% ins Netz speisen was ja gerade künftig keinen Sinn mehr macht wenn die Förderung zunehmend abgeschmolzen wird. Gerade die eigenoptimierung des selbst erzeugten PV Strom mittels des großen Kfz Akkus ist doch das attraktive an der V2H Geschichte.

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