Mercedes EQE und EQS: wer bekommt noch 800 Volt?

EVA2M wird derzeit intensiv erprobt – wer bekommt das Technik-Update

 

Der neue CLA ist der Frontrunner für die MMA Plattform. Sie wurde unter dem Credo Electric First entwickelt. 10 min laden bringen zusätzliche 325 km Reichweite. Wer will da noch einen EQE und EQS. Kann man die Luxus-E-Modelle noch an die Frau und den Mann bringen mit 400 Volt Technik wenn die Entry Modelle bereits die über 800 Volt und zahlreiche Hightech Komponenten wie SiC Leistungselektronik, 2-Gang-Getriebe und einen extrem effizienten Mercedes-E-Motor verfügen?

 

Das Update für die EVA2 Plattform (EQE, EQE SUV, EQS, EQS SUV) wird schon seit einiger Zeit entwickelt. Durch das Update auf EVA2M gibt es die folgenden Features:

 

  • Gen5 Batterie aus der neuen Familie (wie CLA), d.h. mehr Energiedichte, höhere Ladeleistung
  • 800 Volt statt 400 Volt, Ladezeit reduziert sich um rund 10 min auf rund 20 min.
  • Ladeleistung erhöht sich auf über 320 kW
  • SiC Leistungselektronik für 5% weniger Wärmeverlust und dadurch 5% mehr Reichweite
  • SiemensValeo E-Motoren an der Hinterachse wird durch die Mercedes Eigenentwicklung eATS 2.0 Large ersetzt inkl. 2-Gang-Getriebe an der Hinterachse mit rund 340 PS
  • In Kombination mit 4matic ist deutlich mehr möglich
  • Statt 1-Quellen Kühlkreislauf- erfolgt die Umstellung auf die 3-Quellen Wärmepumpe für eine erhöhte Effizienz
  • Umstellung auf MB.OS
  • EQS Limousine erhält Steer-by-Wire
  • Level 3 für EQS Limousine mit Gen6 Hardware für autonomes Fahren auf der Autobahn bis 110 km/h.
  • Level 2+ Dank neusten nvidia SuperComputer

Zwischenzeitlich hat Ola Källenius eine E-Klasse EQ für 2027 angekündigt. Auf welcher Plattform sie basiert, wird nicht verraten.

Wie stellen sich die Frage, wird die EQE Limousine daher noch das Update auf EVA2M erleben, wenn in 2027 eine elektrische E-Klasse erscheint.

Aber stellt sich die Frage noch? Die elektrische S-Klasse auf MB.EA-Large ist für 2028 angekündigt. Wenn das EQS Facelift im Frühjahr 2026 mit EVA2M anläuft sind es auch nur noch maximal 2,5 Jahre Bauzeit.

Die Frage bei der EQE Limousine ist, ob die ab Ende 2026 verfügbare C-Klasse EQ (auch Dank Frunk) nicht mehr Kofferraum bietet als eine EQE Limousine.

Aber mit EVA2M könnte aus auch eine Frunk geben.

Die EQE mit EVA2M würde nur maximal 1,5 Jahre produziert bis die E-Klasse EQ anläuft. Lohnt sich das? Eigentlich nicht, aber man muss es vermutlich machen um keinen Boden gegenüber dem Wettbewerb zu verlieren.

Die EQS Limousine wird intensiv erprobt. Kürzlich sind EQS SUV Erlkönige abgelichtet worden. Vom EQE SUV und der EQE Limousine gibt es derzeit keine Aufnahmen.

Das EQE SUV ist das jüngste EVA2 Mitglied, auch hier sollte das EVA2M Update erscheinen.

Durch die Erprobung der neuen EVA2M auf den Prüfständen sowie Hardware in the Loop und Software in the Loop sowie den Batterieprüfständen, ist es durchaus denkbar, dass jeweils nur EQS und EQS SUV erprobt werden und das für die EQE reicht, da sich durch EVA2M keine großartige Veränderung der Außenhülle erwartet wird.

jesmb geht davon aus, auch wenn die Mercedes sich derzeit sehr bedeckt zu dieser Thematik verhalten, dass mit der Zeit alle aktuellen EVA2 Derivate die Technikleckerbissen der neuen MMA bzw. MB.EA-M (GLC EQ) sukzessive auch in der EVA2M Form erhalten.

Mercedes Steer-by-wire Lenkung EQS Facelift 2026
Mercedes EQS Limousine erhält Steer by Wire Lenkung

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17 Responses

  1. Mein Gedanke:
    EQE wird durch den C EQ und das EQE SUV durch den GLC EQ ersetzt. Maße, Preise, Design passen dann und moderner sind sie auch. (Technisch ist von Luftfederung über Hinterachslenkung und Hyperscreen alles dabei.)
    Bei den Verkaufszahlen aktuell (und so viel besser werden sie vermutlich nicht werden) wäre die Einstellung vermutlich kein Verlust.
    Selbst beim EQS könnte man sich die Frage stellen, aber da kommt so schnell nichts als Ersatz.

    1. Ich denke es ist bekannt, dass die Neuwagenverkäufe in Europa in der oberen Mittelklasse vor allem aus Dienstwagen bestehen. Nun besteht sicher die Möglichkeit, dass manch Firmenwagenfahrer mit dem Budget für EQE / EQE SUV eine Klasse nach unten geht, um den Stern weiterhin zu fahren. Wahrscheinlicher ist aber, dass man in der gleichen Klasse bleibt und dann eben in technologisch schon aufneustem Stand stehende Konkurrenzmodelle wie A6, iX5 (ab 2026) einsteigt.

    1. Es ist erstaunlich, wie hartnäckig sich das Gerücht hält, dass die BR222 die identische Bodengruppe wie der Vorgänger hatte. Nur, weil der Radstand identisch war, und das mal jemand behauptet hat. Dabei war das schlicht ein kreativer Ansatz, eine Neuzertifizierung zu vermeiden.

  2. EVA2M mit der Bodengruppe des EQE, darüber aber eine Karosserie im W214-Stil.
    Das könnte zünden.
    Der Superzünder wäre die Langversion mit dem S214-Heck. Und als Ultrazünder auf ebendieser Plattform ein Shooting Brake mit der SL-Front und einem verfeinerten X218-Heck….

      1. Wer braucht schon EVs die man mit der eigenen PV Anlage kostenlos laden kann, wenn man doch so brav 1 Euro Steuern pro Liter Sprit an der Tankstelle zahlen kann, richtig?
        Und genieß deine Co2 Steuer die zukünftig nochmal oben drauf kommt.

        Verbrenner sind tot.

  3. EVA2M EQS = S-class (EQ)
    EVA2M EQS SUV = GLS (EQ)
    EVA2M EQE = Cancelled because of the upcoming MB.EA based E-class (EQ) in 2027
    EVA2M EQE SUV = Cancelled because of the upcoming MB.EA based GLE and GLS

    MB.EA-M : C-class (EQ) and GLC (EQ)
    MB.EA-L : E-class (EQ) and S-class (EQ)
    MB.EA-H : GLE (EQ) and GLS (EQ)

  4. Aus welchem Grund verzichtet Mercedes beim EQE auf einen Shootingbrake oder ein T-Modell? Bei Audi verkauft sich der Avant am besten. Dass es auch einen EQE SUV gibt, kann kaum die Antwort sein. Bei Audi gibt es auch den Q6. Ich halte das für einen großen Fehler von Mercedes.

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