Mercedes hat nun eingeräumt, dass man die CO2 Ziele in 2025 verfehlen könnte
In 2025 werden die EU-Flottengrenzwerte verschärft. Mercedes verkauft sehr viele Plug-in-Hybrids, liegt aber bei den reinen E-Auto Verkäufen zurück.
CFO Harald Wilhelm hat nun eingeräumt, dass die Möglichkeit besteht, dass man erstmalig die CO2-Flottenziele der EU in 2025 nicht einhalten könnte.
Die Pipeline ist zwar voll mit neuen elektrischen Modellen wie CLA (bis zu 750 km), elektrischer C-Klasse (bis zu 850 km) sowie dem elektrischen GLC, aber ein Großteil der Modelle ist erst voll in 2026 verfügbar.
Der elektrische CLA wurde vor kurzem schon als Erlkönig angeteasert, jedoch scheint es entweder Verzögerungen zu geben, oder der Hochlauf ist zu flach in 2025, sodass man derzeit nicht von einem Erreichen der CO2-Flottenziele ausgeht. Für 2026 will man sie dann aus eigener Kraft wieder einhalten.
Abhängig von den konkreten Verkaufszahlen in 2025 sowie Verkaufmix, könnte die Strafe nach heutigem Stand bis zu 912 Mio. EUR ausmachen.
Mercedes wird es aber nicht so weit kommen lassen und hat als Lösung für das Jahr 2025 schon das Pooling angekündigt. Formal auf dem Papier bildet man dann eine Fahrzeugflotte mit einem anderen Hersteller, der sein Ziel übererfüllt. Das wird dann mit dem Hersteller finanziell geregelt und ist günstiger als die Strafe gegenüber der EU. Hier würde sich bspw. Volvo anbieten, die schon heute das 2025er CO2-Ziel erreichen. Mercedes könnte hier die Kontakte über Geely nutzen, denn Geely ist ja Joint Venture Partner bei smart, hält rund 10% Aktien an Mercedes-Benz und ist gleichzeitig Eigentümer von Volvo.
Alternativ könnte man das Geld, welches man dann dem anderen Hersteller zahlt auch in günstigere Leasing-Raten für E-Autos investieren und das Ziel selbst erreichen.
Diesen Weg scheinen derzeit viele Hersteller zu gehen. So gibt es deutliche Preissenkungen bei zahlreichen Herstellern bei den E-Autos:
- Kia EV3 (deutlich günstiger als der Vorgänger eNiro)
- Kia EV6 (Facelift wurde um 2.000 EUR gesenkt)
- Hyundai inoq5 (Preisreduktion um 2.500 EUR)
- Hyundai insta (neu ab ca. 24.000 EUR)
- Opel eCorsa (rund 4.600 EUR)
- Opel eMokka (über 7.980 EUR)
- VW ID3 (jetzt unter 30.000 EUR erhätlich)
- smart mit Prämien bis zu 8.000 EUR Nachlass
Mercedes bietet derzeit für den EQA und EQB 11% Nachlass an.
Derzeit sieht es so aus, dass die smart Verkaufszahlen in Europa nicht groß genug sind, dass sich auch mit der Einführung des #5 das Problem für 2025 für Mercedes in Luft auflöst.




















