Mercedes A-Klasse ab Q2 2026 nur noch aus Ungarn

Mercedes stoppt die Produktion der A-Klasse (W177) im Werk Rastatt

Die aktuelle A-Klassen Generation W177 ist im Mai 2018 zu den Kunden gekommen. Die Produktion lief im Lead-Werk in Rastatt an. Kurze Zeit später hat auch das Mercedes Werk in Kecskemét (Ungarn) die A-Klasse produziert. Für den chinesischen Markt wurde sie in Peking gebaut. Gerade in den ersten Jahren war die A-Klasse mit der neuen Einführung des MBUX System ein richtiges Highlight in der Mercedes Produktwelt. Selbst die höheren Baureihen wie C-Klasse und E-Klasse bekamen das MBUX System erst später.

Da die A-Klasse so beliebt war, gab es eine weitere Produktion (damit die Lieferzeiten nicht zu lang wurden) beim Auftragsfertiger Valmet in Finnland.

Ursprünglich sollte die A-Klasse keinen Nachfolger erhalten. Die MMA Plattform sollte lediglich aus dem CLA Coupé, CLA Shooting Brake, dem GLA und dem GLB bestehen.

Mercedes hat die ursprüngliche – stark auf Luxus ausgerichtete Strategie – an die neuen Marktgegebenheiten angepasst. Die A-Klasse auf der alten MFA2 Plattform wird nun knapp 2 Jahre länger als geplant gebaut (bis Anfang 2028).

Die Stückzahlen am Ende vom Lebenszyklus eines Produkts sind jedoch niedriger. Daher wird die parallele Produktion in Rastatt und Kecskemét beendet. Im Q2 2026 wird die Produktion in Rastatt auslaufen und nur noch im ungarischen Werk fortgeführt.

Eine A-Klasse Nachfolgemodelle soll nun entgegen der ursprünglichen Planung auf der MMA Plattform im Jahr 2028 erscheinen. Ob es sich dabei um einen GLA „Light“ oder wieder eine klassische A-Klasse im Hot Hatch Segment handelt ist noch nicht klar.

Mercedes A-Klasse Special Edition
Die A-Klasse Limousine ist im Frühjahr 2025 bereits aus der Produktion ausgelaufen

In Rastatt hat man im Jahr 2025 zwei Produktionsanläufe gefeiert. Neben dem neuen CLA Coupé ist auch die Produktion vom neuen CLA Shooting Brake angelaufen. Der nächste Anlauf wird im Q3 2026 mit dem neuen GLA auf der MMA Plattform erfolgen. Er soll im August 2026 seine Weltpremiere feiern (erst als EQ Modell und 2027 auch als GLA 48 Volt Mild-Hybrid).

In 2025 hat man sich aber auch von zwei Produkten verabschiedet. So wurde im Frühjahr 2025 die Produktion der A-Klasse Limousine sowie Ende 2025 die Produktion der B-Klasse eingestellt. Beide Fahrzeuge sind als Top Angebot (Lagerneuwagen) mit 25% noch erhältlich.

Offiziell ist der Produktionsort für die Baby G-Klasse noch nicht kommuniziert. Dabei soll das Werk Rastatt als auch das Werk in Ungarn im Rennen sein.

Ungarn fertig derzeit also nicht nur die A-Klasse weiter, sondern bekommt auch die Produktion vom GLB EQ und GLB Hybrid. Der GLB EQ löst die Produktion des EQB in Ungarn ab, während man die Produktion des GLB Hybrid aus dem geschlossenen Gemeinschaftswerk in Mexiko (mit Nissan) erhalten hat. Die Produktion des GLB EQ ist in Ungarn bereits im Dezember 2025 angelaufen.

Zukünftig erhält das Mercedes Werk in Ungarn erstmal ein Core Produkt. Die Produktion der elektrischen C-Klasse EQ soll noch im Q2 2026 starten (die Weltpremiere ist für Juli 2026 vorgesehen).

Im Rahmen der Zukunftsausrichtigung hat Mercedes entschieden das bisherige Produktionsvolumen in Deutschland von bislang 1 Mio. Pkw auf 900.000 Pkw zu reduzieren. Das Werk in Ungarn wurde ausgebaut um die zusätzlichen 100.000 Einheiten produzieren zu können.

Weitere Informationen:

Mercedes Neuheiten 2026

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18 Responses

  1. Insgesamt eine traurige Entwicklung. Immer mehr Wertschöpfung wandert ab und in Deutschland wird weniger produziert. Stattdessen mehr Kapazitäten in Ungarn. Orban freut sich!
    Von den Einsparungen profitiert letztlich nicht der Kunde sondern wenn dann nur der Aktionär.

    1. Ja natürlich freut sich Orban, warum auch nicht?
      Super Typ👍

      Dank Orban hat Ungarn nicht die Probleme wie wir in Deutschland. Dort können Mädels ungefährdet nachts durch die Straßen laufen während bei uns Straftäter importiert und geschützt werden.

      1. Oh ein Feminist 😉

        Wenn wir erst auf das KKP der Ungarn gesunken sind ( 46.613 USD vs. 71.797 USD) nicht-rechte Presse massiv unterdrücken und einen Langzeitherrscher und Kleptokraten wie Orban und seine Familie haben, wird es uns bestimmt besser gehen…

        Nur wer kann dann noch Mercedes kaufen?

    2. ich finde es eher beeindruckend, dass der „entry“ cla in Deutschland gebaut wird. Dass die A klasse aus Ungarn kommt ist kostentechnisch und wenn man bedenkt dass es recht spontan entschieden wurde den A fortzuführen, logisch.

      BMW baut den ix3 auch günstig in Ungarn und die Reviewer juckt es nicht. Die sagen nur „schau mal Mercedes warum bekommt BMW so eine Batterie zu dem Preis hin“.

  2. Deutschland ist nicht mehr wettbewerbsfähig, aber weder Politik noch die Menschen wollen das akzeptieren.
    Das Land muss um gut 25 % mit den Kosten runter. So ungefähr sehen die Benchmarks aus. Eigentlich noch mehr, weil wir die Zukunftstrends verpennt haben, bzw. extrem abhängig sind (KI, Energie, Robotik..).
    Zur Zeit lebt die Politik Vollgas auf Pump ..und meint Reformen wären überflüssig.

    Was mich am meisten ärgert, da ich 3 Söhne habe…jeder Ältere meint sich in die Rente retten zu können, und die Jungen sind egal.
    Dabei geht es vor allen Dingen jetzt darum, was für die Jungen zu tun (= Wirtschaft)…damit für die Älteren überhaupt was generiert werden kann.

    Da die Politik nicht mehr viel mit Wirtschaft zu tun hat, und auch „Krise“ nicht kann („Wegner spielt Tennis“), sind die Aussicht düster.
    Wir sind aber auch aus 45 rausgekrochen.. nicht alle, aber viele.

    1. ohne einen neuen Bombenregen werden sich die Leute nicht dazu bewegen lassen.

      Die kaufen lieber weiter für 3.000€ Feuerwerke an Silvester und beschweren sich am Stammtisch über gestiegene Essenspreise und Migranten.

      Wirklich tiefgründig auf die Probleme eingehen zu wollen scheint keine Wählerstimmen zu generieren.

      Unsere Politiker haben sich da an die Wähler angepasst wie mir scheint.

    2. @Markus

      die Menschen(viele, leider nicht alle) wissen doch das wir nicht mehr wettbewerbsfähig sind, aber wer veränderung fordert wird in DE ganz schnell als ….-ist beleidigt und abgestempelt.
      Das Problem liegt überwiegend in der teuren Energie. Das ist keine Raketenwissenschaft. Wir haben es der kranken ideologie der SPD und Grünen zu verdanken, dass wir jetzt teurere Energie haben nur damit andere noch mehr dreckige Energie fördern können. Günstige Energie = mehr Wohlstand steht kontra zum Sozialismus, der in Deutschland von allen Altparteien massiv gefördert wird.

      1. Weil Atomkraft ja so viel günstiger ist als erneuerbare Energie aus Wind und Sonne. Aber diese Diskussion führt doch hier zu nichts..
        Ich stimme voll zu: Deutschland ist zu „teuer und bequem“ geworden. Aber statt rückwärts gewandt zu denken, sollten wir uns der Transformation, die die Welt um uns herum macht als Herausforderung stellen.

        1. @Schmack. Ich habe seit knapp 20 Jahren PV, Batterie seit 6, und noch eine Beteiligung an einer PV Firma. Aber PV-Strom und Windstrom sind in D nicht günstig, auf der Netzseite !!! Also dort wo Strom 24×365 verfügbar sein muss. Leistung NICHT Energie. Das können PV und Wind nicht. Dafür ist der Standort viel zu schwierig. Deshalb wird PV immer noch subvenioniert und das alles zusammen macht den Strom so teuer.

          Diese einfachtsen Zusammenhänge bekommt man aber in D auch nicht in die Köpfe rein. Was die Atomkraft angeht gibt es in D eine vollkommen irrationale Gegenwehr, die ja ausserhalb Ds auch niemand versteht. AKWS für 250 MRd stillgelegt. Ich bin gerade in Spanien. Ja, da ist PV günstig, mit Batterie fast 24×365. In D ist das ummöglich.. Alleine den Windstrom aus dem Norden in den Süden zu leiten kostet 10 Cent pro KWH.

          1. Es einfach damit abzutun, dass der Standort zu schwierig ist verkürzt etwas die Bewertung. Und ja, klar ist Deutschland nicht Spanien aber auch hier kann man mit den richtigen Investitionen die Voraussetzungen für genau das schaffen was du beschreibst: Verfügbarkeit der Leistung.
            Batterien und Überkapazitäten wären hier sicher passende Stichworte.
            Atomkraft kann man sich schön rechnen. Eine wirtschaftliche Betrachtung inkl. aller Folgekosten ist dagegen schwierig, egal ob man nun die explodierenden Kosten der Neuinstallation sich anschaut oder über die Endlagerung redet.
            Auch hier hat sich Deutschland zu lange ausgeruht auf dem Status quo analog weiterer Infrastruktur, sei es die Schiene, die Straße, die Brücken oder eben das Verteilnetz.
            Aber genau da müssen wir ran, wenn wir hier weiter so leben wollen.
            Deshalb auch mein zum Artikel zugehöriger Kommentar, dass es schade ist, Arbeitskräfte in Deutschland abzubauen. Nachvollziehbar aus unternehmerischer Sicht, aber eben ungünstig für den Standort Deutschland.

          2. @Schmack Ihr 2. Kommentar. Schauen Sie mal. Die deutsche Industrie verlegt ja nicht umsonst aus D raus, weil so Argumentation wie sie Sie vorbringen genau der Grund dafür sind. Kosten werden einfach NICHT berücksichtigt. Es geht nicht darum, ob man den deutschen Irrsinn der Energiewende technisch realisieren kann, wie uns Mainstream und Rot/Grün suggerieren, es geht darum, das die Energie gleichzeitig billig ist. PV Strom ist nur billig am Modul, aber nicht am Stecker eines Kunden :)) Bei Wind ist es noch schlimmer…
            Jetzt kann aber niemand bei Rot/Grün – leider auch der CDU rechnen, oder hätte auch nur das geringste technische Verständnis + Marktkenntnisse.

            Das weiss doch jeder der Arbeitsplätze verantwortet und ganz sicher auch das Mercedes Management. Wird nur so teuer wie eine Kugel Eis. Klar, wieviele Gaskraftwerke müssen wir noch bauen. Und wer hat, aus ideologsichen Gründen den Begriff „Grundlast“ (darum geht es) gecancelt ???

            Die Energie in D kann nie billig sein, bei dem Konezpt. Weil PV und Wind nur am Modul oder Windrad billig sind, aber im Netzverbund die Preise hoffnunglos nicht wettbewerbsfähig sein können.

            Das kann man auf jedem Excel-Sheet in 20 Minuten durchrechnen.

            Niemand in der Politik beschäftigt sich 20 Minuten mit einem Excel-Sheet oder gar unliebsamen Details, die die Narrative stören.

            Es ist zum Ko…

    1. Ich hoffe doch, bzw. ist doch mehr oder minder schon so von OK bestätigt. Wer will sich denn in 2028 noch ernsthaft einen China-Dino zulegen?

      Man muss ja nur ein passendes Kleid auf die CLA-Plattform stellen und gut ist. So ein Hexenwerk sollte das nicht sein. Und weil bis dann ja schon +/- ein Facelift beim CLA ansteht kann man die A-Klasse dann hoffentlich auch gleich ohne Displays im 2000er Style und ohne übermässige Kirmesbeleuchtung bringen. Ein Auto aus Europa für Europa, da brauchts auch kein fancy Beifahrerdisplay. Dafür wieder 4 Tasten Fensterheber vorne links, falls man nicht weiss wie die da Platz haben sollen – fragt mal bei VW nach…

    2. Ich denke, da sie bis 2028 relativ kurzfristig kommen wird, dass man auf dem MMA aufbauen muss. DAher kann man alles nutzen was MMA bietet.
      Die Frage ist dann was man einbauen will in Bezug auf die Kosten.
      Soweit man gehört habe, soll das Modell wohl nur in Europa angeboten werden.

      1. Das war ja auch nur ein Witz. 😎 Wenn man die Kommentare mit den energiepolitischen und technischen Anmerkungen liest, kommt man schnell zu der Erkenntnis, dass die Urheber keine Koryphäen sein können.

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