Mit einer angepassten Strategie will man in 2027 auf 2,2 Mio. Einheiten wachsen
Mercedes tätigt derzeit hohe Investitionen. Bis 2027 sollen rund 40 neue Modelle (inkl. Facelifts) kommen.
Diese Investitionen kosten Geld. Neben den neuen Modellen, investiert man viel Geld in das neue Betriebssystem MB.OS und auch die neuen Assistenzsysteme für Level 3 autonomes Fahren aber auch Systeme wie das Level 2++.
Auch bei den Antrieben gibt es viele Innovationen. Der neue Triebstrang mit dem neuen Batteriebaukasten ist mit dem CLA gerade angelaufen und auch der neue Antriebsbaukasten wie eATS2.0 wird derzeit ausgerollt.
Diese Investitionsfixkosten schreien nach Degression. Bislang wollte man dies durch eine selbstbewusste Preisdurchsetzung erzielen (Marge vor Menge). Der chinesische Markt wird laut Ola Källenius jedoch in den nächsten Jahren sehr hart werden. Mercedes wird sich darauf einstellen müssen Marktanteile dort zu verlieren.
Daher gibt es nun Kurzkorrekturen bei der Strategie.
Mercedes will dies jedoch nicht als scheitern verstanden wissen. Mercedes teilt mit: „Die Welt steht nicht still unser Unternehmen auch nicht.“
Mercedes passt sich also an die geänderten Rahmenbedingungen (vor allem in China) an.
Man will zwar die Top End Vehicle Position verteidigen, sich aber auch durch die Wahl des neuen Claims „Welcome Home“ auf eine breitere Kundengruppe fokussieren.
Neue A-Klasse ist bereits in der Entwicklung
Mercedes arbeitet bereits an einem Nachfolger der A-Klasse. Sie wird auf der MMA Plattform basieren. Die Zutaten sind durch den CLA EQ und den CLA Hybrid bereits bekannt. Die Art der Karosserie ist jedoch noch nicht bekannt, da Karosserieform Hatchback nur gut in Europa funktioniert.
Durch ein anderes Pricing für Großkunden wie Autovermieter will man dann wieder deutlich wachsen. In 2027 sind 2,2 Mio. Einheiten angepeilt. Sie sollen helfen die großen Investitionen in die Transformation auf breite Schultern zu verteilen (Fixkostendegression).
In 2024 waren es 1,98 Mio. Pkw. Für 2025 wird ein leichter Rückgang im Vergleich zu 2024 erwartet.
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11 Responses
Sorry to say, aber jeder normal denkende Mensch hat den Kopf geschüttelt, als die „Luxury first“ Strategie vorgestellt wurde und dazu den EQE und EQS, die das stützen und treiben sollten… das Scheitern war vorprogrammiert…
Das war eine strategische Fehlentscheidung aus dem Bilderbuch… Konsequenzen für Källenius? Keine… und das ist auch das Problem heutzutage… fehlendes Verantwortungsbewusstsein und Rücktritte an berechtigter Stelle…
Exactly!!!!
Ich frage mich auch immer wieder warum OK so fest im Sattel sitzt, bei ähnlichen Fehlentscheidungen würde ihn zB der Quandt Clan in MUC schon lange zum Teufel gejagt haben, man merkt immer wieder dass bei MB ein strategisch agierender Kernaktionär fehlt
Das ist eine gute Frage, die ich mir auch gestellt hatte. Antwort von einigen Internen: Mercedes hat eine gewisse Wohlfühl- oder Kuschelkultur. Soll heißen: Man sitzt recht fest im Sattel, wenn man mal so weit oben ist. Das ist ja auch ganz nett, dass man nicht bei dem kleinsten Dip USA-mäßig durchdreht und alle rausschmeißt, aber OK und vor allem Wagener, der hunderte von Leuten unter sich hat und der trotzdem primär in Kalifornien lebt, hätte man in Frage stellen müssen. Insbesondere was das Design angeht, stimmt der Spruch „neue Besen kehren gut“ absolut. Zumal das EQ-Design völlig verkackt war. Kam ja 0 am
Markt an. Naja, vielleicht können sie sich mit neuem CLA und GLC retten.
Also ich fand das EQ Design am Anfang auch grausam.
Aber ich dachte mir „Warum nicht einfach mal testen?“
Ende vorlief: Ich bin von einem E53 auf den EQE500SUV und dann auf den EQE53 umgestiegen. Den nächsten EQE53 hab ich auch schon bestellt. Warum? Weil ich (leider) davon ausgehe, dass es den CLA AMG und den GLC AMG nicht bis Mitte 2026 zu bestellen geben wird
GW kommt in die hall of fame, ganz sicher.
Wenn man mal das ganze (!) Spektrum hinstellt, mit der Historie vergleicht, und dann die sprunghaften Wettbewerber betrachtet, dann weiß man warum.
Das aktuelle Scheitern hat andere Gründe.
Falsche Positionierung (SL; AMG 4-Zyl.), dämliches Geschwafel „Luxus, also ihr da nicht“, Diskrepanz von Wollen „designo Plus“ und Können, siehe Spaltmaße, siehe Rückrufe; überhöhte Preise, überforderter Service.
Und dann kassiert man Urmeter ein „Bediensicherheit“, spart Essentielles „Schiebedach“. Echt, nein danke, aber später gerne mal wieder.
Jeder normal denkende Mensch hat den Kopf geschüttelt? Ist das so? Was ist denn verkehrt daran, zu versuchen, das Geschäft mit den margenstarken Baureihen auszubauen und dafür das mit den Baureihen, an denen man wenig bis gar nichts verdient, eher zurückzufahren? BMW und Audi haben übrigens in den letzten Jahren die Preise auch spürbar angehoben. Audi hat bspw. angekündigt, den A1 einzustellen, der TT ist bereits weg. BMW hat beim 1er und 2er das Modellportfolio ausgedünnt. Im Gegenzug hat bspw. BMW versucht, mit dem 8er im Luxussegment stärker Fuß zu fassen. Hat sich wohl auch nicht rentiert, der wurde schon wieder eingestellt. Im Prinzip ist die Strategie von Audi und BMW also auch nicht großartig anders als die „Luxusstrategie“ von Ola, nur wurde es dort halt nicht so bezeichnet. Und sicherlich hat Ola es im Vergleich zu den Wettbewerbern auch ein bisschen übertrieben. Kombiniert mit der sich eintrübenden Weltwirtschaftslage war das natürlich nicht ideal.
Was aber ausgerechnet EQE und EQS mit der Luxusstrategie zu tun haben sollen, erschließt sich mir nicht. Der EQS wurde anfangs bewusst zwischen E- und S-Klasse positioniert, der EQE zwischen C- und E-Klasse. So hat man sich eine zusätzliche dritte Modellfamilie gespart, weil man sich unsicher war, wie schnell die Kunden tatsächlich auf Elektroautos umsteigen werden. Und sind wir mal ehrlich, der EQS ist im Interieur von der Wertigkeit teilweise nicht mal auf E-Klasse-Niveau, es sei denn vielleicht, man haut die diversen Manufaktur-SAs rein, die größtenteils erst später nachgeschoben wurden. Bei EQE und EQS war man eben relativ früh dran mit „großen“ Elektroautos im Vergleich zu den Wettbewerbern. Man hat sich zu sehr darauf verlassen, dass die Politik vor allem in Europa die Rahmenbedingungen für die Elektromobilität entsprechend anpasst, wie es bspw. in Ländern, wo EVs boomen, passiert ist: Norwegen, China, z.T. auch Schweden und Dänemark. Und die Idee, dass die Kunden Elektroautos wollen, die sich designtechnisch erkennbar von traditionellen Verbrennern abheben, war halt ein Griff ins Klo. Entworfen vom selben Gorden Wagener, der auch für die ganzen Erfolgsmodelle der letzten 15 Jahre verantwortlich ist. Mit Aerodynamik hat das Design übrigens auch nur bedingt zu tun: Der cw-Wert des 7ers ist gar nicht so viel schlechter als der des EQS, obwohl der 7er von den Proportionen her aussieht wie ein rollender Sarg (mit überdimensionierter Niere). Und auch der recht kantig (aber hübsch) daherkommende neue GLC EQ hat fast denselben cw-Wert wie ein rundgelutschter EQE SUV.
„Und sind wir mal ehrlich, der EQS ist im Interieur von der Wertigkeit teilweise nicht mal auf E-Klasse-Niveau“
Damit hast du deine Fragen vom Beginn selbst beantwortet 😉
Man kann keine „Luxury first“-Strategie fahren mit nicht luxuriösen Produkten… das schlimme Design von EQE und EQS kamen noch oben drauf… die liefen in China Null…
Besser kann man es nicht sagen!
Somit ist auch der letzte Punkt von Ola Kallenius Strategie einkassiert worden. OK ist komplett gescheitert mit all seinen Zielen. Warum der noch weiterhin die Firma führen darf, weiß auch niemand.
Ich fahre bewusst Bj. 2016 – ohne Riesenbildschirm. Und PKW’s mit solchen ablenkenden Bildschirmen kaufe ich grundsätzlich nicht. Große Blechkisten sind nur für Familien da und die haben meistens wenig Geld und kaufen Kombis. Also für WEN sind Edelkisten da ? Für ganz wenige Menschen !