Mercedes arbeitet an einem Autobahnassistenten

Weitere News zu den Mercedes-Benz Assistenzsystemen nach Level 2++

 

In diesem Artikel klären wir weitere Details zu der neuen Generation der Mercedes Assistenzsystemen.

 

Bei welchen aktuellen Fahrzeugen kann man den MB.Assist Pro (Level 2++ Point-2-Point Navigation) Over-the-Air Update nachrüsten?

 

Mit dem Facelift der S-Klasse und dem EQS kann man das System Anfang 2027 Over-The-Air (OTA) freischalten. Die Hardware ist bereits verbaut. Die Bestellfreigabe für das S-Klasse Facelift ist bereits am 30.01.2026 sowie für den EQS am 14.04.2026 erfolgt. Des Weiteren werden die Modelle GLE SUV, GLE Coupé und GLS SUV mit ihrer Bestellfreigabe, vermutlich noch im Mai 2026, ab Werk die Hardware (10 Kameras) ab Werk verbaut sein. Somit kann man auch hier mittels OTA-Update den Level 2++ Assistenten erhalten.

Mercedes S-Klasse Facelift 2026
S-Klasse mit serienmäßig mit zusätzlichen Kameras im Kotflügel
Mercedes GLE Spiegel mit Level 2++
beim GLE und GLS ist die 3. Kamera im Spiegelfuß

Wie sieht es mit den weiteren Modellen wie bspw. CLA, GLB, GLC EQ und C-Klasse EQ aus?

Derzeit prüft Mercedes verschiedene Markteinführungsszenarien für diese Modelle. Die nötige Regularie, die das Level 2++ System in der EU erlaubt, soll ab Anfang 2027 gültig sein. Damit erhält Mercedes die Freigabe für den MB.Drive Assist Pro für die gesamte EU.

 

Mercedes CLA mit MB.Assit Pro zusätzliche Kameras am Kotflügel
Der CLA erhält die 3. Kamera am Kotflügel nicht serienmäßig. Ein OTA ist derzeit nicht möglich

Kann man mit dem Level 2++ MB.Drive Pro freihändig fahren?

Das Mercedes Level 2++ ist auf Sicherheit ausgelegt. Bei der Point-2-Point Assistenz in der Innenstadt muss eine Hand grundsätzlich am oberen oder unteren Lenkradkranz sein und der Fahrer das Geschehen aufmerksam verfolgen. Das System toleriert kurzzeitiges Loslassen des Lenkrads.

Wir Mercedes auch ein Level 2 System anbieten welches das freihändige Fahren – bspw. auf der Autobahn – ermöglicht?

Mercedes-Benz arbeitet an einem System, das unter bestimmten Umständen das Loslassen des Lenkrads auf der Autobahn ermöglicht. Allerdings muss die Aufmerksamkeit weiter auf die Straße gerichtet sein. Bei einem solchen Level 2 Assistenzsystem bleibt die Verantwortung vollständig bei dem Fahrer. Nebentätigkeiten sind im Gegensatz zu einem Level 3 System nicht zulässig.  

Weitere Informationen:

IAA25: Mitfahrt im Mercedes CLA mit Level 2++

Mercedes zeigt den CLA mit Level 2++ in San Francisco

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15 Responses

  1. Ist bekannt wann man ungefähr mit der Einführung des Autobahnassistenten rechnen kann und ob das OTA für alle Fahrzeuge kommt?
    Ich vermute sehr stark, dass die E-Klasse EQ den Autobahnassistenten bekommen wird.
    Hoffentlich wird es aber auch für die Fahrzeuge mit bestehender Hardware (zum Beispiel als Teil vom MB.Drive Assist Plus) freigeschaltet und nicht erst mit der nächten Mopf, die bei MB.EA-M und MMA noch weit entfernt ist.

  2. Ich hätte mir den Artikel etwas ausführlicher und technischer gewünscht. Auf die eigens gestellte Fragte “ Wie sieht es mit den weiteren Modellen wie bspw. CLA, GLB, GLC EQ und C-Klasse EQ aus?” ist man nur sehr beschränkt eingegangen. Schade. Eine Art Roadmap welches Fahrzeug bekommt bis wann die Nachrüstoption über OTA oder Hardware wäre gut gewesen.

  3. Mir ist nicht verständlich, wie man bei MB die Entscheidung treffen konnte, alle sündhaftteure Hardware im GLC EQ zu verbauen, und anschließend 2 Kameras wegzulassen. Ärgerlich für die Kunden und vermutlich verlorenes Umsatzpotential für MB. Der Assist Pro ist – so er denn funktioniert – ein Killer-Feature. Warum zum Preis von 2 eingesparten Kameras auf Umsatz verzichten und Kunden verärgern?

    Wäre der Autobahnassistent ein eigenes Produkt oder Teil des Assist Pro?

    1. Ja, ärgerlich. Aber welche sündhaft teuere Hardware denn? Der Rechner für die Fahrassistenzsysteme ist der gleiche wie im MMA, der muss sowieso immer verbaut sein. (Und ja, der ist teuer, aber den kann man halt nicht weglassen.) Und der unterstützt ja zusätzlich zur serienmäßigen Distronic immerhin den „normalen“ Drive Assist und den Drive Assist Plus, falls der denn irgendwann noch kommt.

      Mal sehen, ob es für den Autobahnassistenten nicht sowieso noch zusätzliche Hardware für eine verbesserte Fahrerüberwachung braucht, die es heute bei Mercedes noch gar nicht gibt.

      1. Wir wissen aber nicht ob es an der Fahrerüberwachung liegt.
        Aktuell gibt es bei Mercedes bei keinem Modell einen Automatischen Spurwechsel (bei E-Klasse usw. wurde der glaube ich im letzten Jahr eingestellt und die neuen Modelle haben den noch nicht) außerdem Pendelt das system oft zwischen den Spurmarkierungen und hält die Spur nicht perfekt mittig was nicht von Vorteil ist wenn man eine Hands-free Zulassung will.
        Die Softwareprobleme wegen während der Fahrt unangekündigt ausfallenden Assistenzsystemen werden es Mercedes auch nicht einfacher machen.
        Gibt also viele Gründe, die aber zum Glück behoben werden, die aktuell noch gegen eine Hands-free Zulassung sprechen. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass Mercedes versucht alles mit der aktuellen Hardware zu lösen, sonst muss man in den Volumenmodellen (C-Klasse, GLC, CLA, GLA, GLB) noch sehr lange warten bis man in einem Facelift neue Hardware verbaut. Und ich denke auch bei der Fahrerüberwachung wird sich bestimmt vieles Softwareseitig lösen lassen

  4. Gibt es denn auch Informationen, was Käufer des Drive Assist (ohne Plus und Pro) noch erwarten dürfen? Denn der aktuelle Spurwechselassistent ist ein ziemlicher Scherz, wenn man das Lenkrad sowieso selbst bewegen muss. Für das Gebotene sind 1.700€ Aufpreis (beim CLA) ziemlich deftig.

    Und ich finde es auch übel, dass Mercedes die ganzen MMA-Fahrzeuge mit Technik ohne Ende voll packt, auch wenn der Kunde die Pakete gar nicht bestellt (z. B. 360° Kamera), aber dann die Kameras an den Kotflügeln weglässt. Erstkäufer vom CLA sind damit gekniffen, obwohl Mercedes vorher sehr vollmundig versprochen hat, dass die Autos auf Jahre aktuell sind und besser werden.

  5. ..was man benötigt, ist eine Fahrfunktion die automatisch auf der Autobahn selbstständig überholen kann. Kann es das ? Wenn das nicht erfüllt ist, kann man sowas in die Tonne treten (habe FahrassistenzPlus im EQE..) Und nie vergessen, die Konkurrenz ist weit voraus….FSD etc. Verstehe bis heute nicht, weshalb die deutschen Autokonzerne nicht gemeinsam an einer Lösung arbeiten, Mercedes hinterlässt nicht den Eindruck vorne dabei zusein, wenn schon die Basislösung bei TESLA (ohne jeden Aufpreis) nicht weit von der EQE-Funktionalität entfernt ist…

    1. Automatisches Überholen soll mit dem Drive Assist Plus kommen, dann wäre man (wenn keine verbesserte Hardware für Fahrerüberwachung oder bessere zuverlässigkeit erforderlich ist) bereit eine Hands-Free Funktion auf der Autobahn mit dem Drive Assist Plus anzubieten, so zumindest meine Hoffnung.

  6. Hallo zusammen,

    ich fahre einen CLA EQ. Der Überholassi ist da sinnfrei. Zu träge und man muss die Hände am Lenkrad lasseen. Bei meiner vorherigen A Klasse konnte man den Blinker antippen und die Hände vom Lenkrad nehmen. Das Auto hat überholt und ist wieder zurück auf die ursprüngliche Spur.
    Ich kann mir das nur so erklären, dass sich irgendwelche Regularien geändert haben.

    Der aktive Spurhalteassi funktioniert im CLA EQ super. Kostet aber auch schon weit über 30 Euro im Monat. Da überlege ich den nur noch für Urlaubsfahrten zu buchen. Ist aber schon praktisch wenn man auf unbekannten Straßen unterwegs ist, es dunkel ist und Markierungen noch durch Regen und Blendungen schwer zu sehen sind. Da Begrüße ich die Assistenz sehr.

    Full Self Driving interessiert mich erst dann, wenn ich autonom von A nach B komme. So lange ich eingreifen muss, kann ich auch gleich selbst lenken.

    1. Ein 2019er-213 (ebenso wie der GLE Vormopf) dürfte, was Bedienbarkeit (Lenkrad, touchpad !), Infofülle (Varianten der Instrumente) und Kartendarstellung anbetrifft, schlicht unerreicht sein.
      Alles, was ich später sah, ist für mich ein klarer Rückschritt.

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