Mercedes CLA lädt nun mit 350 kW statt 320 kW

In der neusten Version schafft der CLA nun bis zu 350 kW Ladeleistung

 

Mercedes-Benz gibt für den CLA und CLA Shooting Brake als maximale Ladeleistung 320 kW an. jesmb.de konnte den Ladevorgang von einem CLA Coupé (C174) Vorserienmodell an der Ladesäule beobachten (blaue Kurve). Die Kurve passte zur Pressemitteilung. Es wurde mit maximal 325 kW geladen (angegeben 320 kW). Nun hat Carmaniac den CLA auf der Fahrveranstaltung ebenfalls von 10-80% vollgeladen. Die Ladekurve zeigte nun eine leicht geänderte Charakteristik.

Von 9-20% lud der CLA mit 350 kW! Das sind 30 kW mehr als von Mercedes für den CLA angegeben. Erstaunlich gibt Mercedes auch für den CLA Shooting Brake (Weltpremiere am 15.07.2025) weiterhin 320 kW DC Ladeleistung an.

Interessant sind aber auch die Unterschiede nach 20%. Die neue Ladekurve fällt teilweise unter die alte CLA Ladekurve ab. Die Zeit für den ermittelten 10-80% Ladehub bliebt aber mit beim Vorserienmodell mit 22 min identisch.

 

Elektronerds können sich das zu nutzen machen und generell immer nur von 10-45% laden. Dann ist man extrem schnell unterwegs auf der Langstrecke. Denn 2*7 min für 70% (2*10%-45% = 2*35% =70 %) nachladen ist halt 8 min schneller als einmal von 10-80% nachladen.

Warum nun der eine CLA mit 325 kW lädt und der andere mit 350 kW ist nicht bekannt. Es könnte eine neue Softwareversion sein, es könnte aber auch sein, dass Mercedes die Batteriezellen von zwei unterschiedlichen Lieferanten bezieht und die Zellen eine leicht andere Charakteristik haben. Das würde dafürsprechen, dass man in der neusten Meldung zum Shooting Brake weiterhin von 320 kW spricht, weil der Kunde keinen Einfluss darauf hat welchen Batteriezellhersteller er im Auto haben wird.

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22 Responses

  1. Ob man mit 2x von 10–45% statt 1x von 10–80% in der Praxis tatsächlich schneller ist, bezweifle ich. Selbst wenn man an Stationen lädt, bei denen man genau weiß, wo sie sich befinden, dauert es mit Einparken, Einstecken und Authentifizieren trotzdem kurz, bis der Ladevorgang tatsächlich beginnt. Und dann am Ende wieder Ladevorgang stoppen, ausstecken, ausparken. ABRP setzt für diesen „Ladezeitaufwand“ standardmäßig 5 min an, was meines Erachtens realistisch ist. Außerdem muss man ja erst noch zur Ladestation hin und anschließend wieder zur Route zurück fahren. Selbst wenn die Ladestation sich direkt an einer Autobahnraststätte befindet, geht da ein bisschen Zeit verloren.

    Wenn man nur die 5 min dazu rechnet ohne An-/Abfahrt, dann wären es 2*(7+5) min = 24 min vs 1*(22+5) min = 27 min. Dann hat man noch 3 min für An-/Abfahrt, bis Gleichstand herrscht.

    1. Genau so ist es, die Ladestrategie mit vielen Ladungen kann man nur dann empfehlen wenn man die Realität ausblendet. Ich fahre seit 2016 elektrisch, insgesamt rund 500 tkm, bei manchen Artikeln der letzten Zeit (nicht nur hier) habe ich den Eindruck, dass die Verfasser nicht wirklich viel Praxiserfahrung mit dem Thema E-Mobilität haben.

      Es gibt Ladeparks, bei denen man mit Zu- und Abfahrt, Rangieren, Anschließen und Authentifizierung mal eben 10 min nicht auf der Autobahn ist und trotzdem nicht lädt.

      1. Deswegen habe ich ja geschrieben für Elektronerds man muss es nicht so machen.
        ABer wenn die AUslastung der Ladeparks niedrig ist, geht es schon gut.
        Normalerweise habe ich keine Probleme. Mit der Mercedes me Karte die das freischalten sehr schnell. Ich nutze die App nicht. Nur die Karte.

        WEnn man zur Ferienzeit fährt, sollte man es anders machen. Ich habe einmal 15min benötigt nur um auf die Raststätte Sindelfinger Wald zu kommen, weil die Verbrenner alles blockiert haben, da sie direkt nach an der Raststätte parken wollten.

        1. Genau das ist das Problem, es schreiben immer mehr Elektro-Nerds (damit bist nicht du gemeint), bei allen Aussagen beginnt man natürlich jede Fahrt mit 100% SoC, der reale Verbrauch entspricht dem WLTP Wert (auch hier wurde in den Kommentaren bereits geschrieben dass man im Winter ja ohnehin keine langen Strecken fährt), bei alle Ladeparks kann man selbstverständlich sofort an die nächste freie Säule und die lädt natürlich mit min. 300 kW.

          Meine Erfahrungen nach über 500 tkm mit E-Autos haben mir gezeigt, dass es nur sehr selten eine „ideale Welt“ gibt, aber das wird gern ausgeblendet.

          Mir ist’s egal, ich werde auch die nächsten 500 tkm mit Sternen-E-Autos fahren.

          1. Defekte Säulen oder nicht nachvollziehbar enttäuschende Ladeleistungen (eben: Säule) berühren mich auch nicht mehr.

            Wenn man zuviel Zeit hat, optimiert man halt gerne bis zum Äußersten. Bin mit 89% losgefahren, hatte 350km vor mir. Tatsächlich hat doch mal eine Ladestation (die günstig lag) keinerlei Bank-/Kreditkarten genommen. Eine Ladekarte habe ich wegen des doppelten Preises nicht gezückt. Zu faul, anderswo anzustecken. Trotzdem mit 8% angekommen, manchmal helfen strikte Limits von Stadtautobahnen :))

            Mit dem CLA würde ich vermutlich viele Stationen nicht mehr kennenlernen, an manchen Langstreckentagen auch keine (Lade-)pause machen.
            Trotzdem könnten die Werte manche beeindrucken. Jene Umsteiger, die keine Zeit an den hässlichen Raststätten oder Ladeparks verbringen wollen und ein Gefühl ähnlich des Tankens anstreben. Heißt, alle Stunde eine Raucher-/Lade bzw. alle zwei Stunden eine Kaffee-/Ladepause, keinerlei SoC-Ziel, immer abstecken wenn Pause beendet. Und: je kürzer geladen wird, desto öfter (alle) können, desto erträglicher eine kleine Wartezeit.

            Aktuell benötige ich keine größere Reichweite oder geringeren Verbrauch. Aber wenn, dann 18 statt 30 Minuten, das hat schon was.

  2. Die hohe Effizienz kommt dem CLA so dermaßen entgegen, das es im Prinzip wurscht ist ob er 4 Minuten obenrum länger braucht als ein #5 oder Taycan. Wenn Du einmal 15 Minuten ansteckst nach über 500km bist Du schon vom Bodensee nach Hamburg gefahren. Wo wollt ihr eigentlich alle hin?

    1. Ist diese Frage wirklich ernst gemeint? Mehr als die helfte des DE Bevölkerungs wohnt 1000+ km entfernt von Istrien und Dalmatien. Da ist im sommer alles voll mit DE Kennzeichen. Autobahnen südlich von Zagreb und Budapest richtung Belgrad sind voll mit DE, A, CH… Kennzeichen. Es geht überhaupt nicht darüber ob man 500 km ohne Pausen fahren möchte, es geht darüber wieviel Puffer einer hat wenn Schnelllader nicht so oft zu finden ist wie im DACH. Vor allem im Winter spielt m.m.n grosse Rolle ob bei 130 konstant, 70% für 200 oder 300 km reicht.

  3. Hat sich ja bald erledigt. Der AMG GT XX – dessen Durchschnittliche Ladeleistung soll ja über einen weiten Bereich bei über 850 kW liegen. Stand der Technik 2025. Aber selbst dann wird mir noch jemand vorrechnen wie ich am besten Laden soll, damit ich Zeit spare? Ich möchte aber überhaupt keine Zeit sparen, denn ich habe Zeit.

    1. Bis man eine nennenswert Anzahl Ladesäulen findet an denen der GT XX seine Ladeleistung ausspielen kann werden noch einige Jahre ins Land gehen.

      Spannender wird da sein über welchen Ladehub er durchgehend 300kW kann.

  4. ..wer 2x schnell lädt, anstatt ein mal länger …ist irgendwie noch nie richtig Elektro gefahren. Denn es geht ja gar nicht nur so sehr um die Ladezeit selbst, sondern um die Umwege, Rüstzeiten, Ausfallwahrscheinlichkeiten, Ampeln, nerviges Rückwärtsfahren und Aussteigen, CoffeeToGoOption etc. pp. Das sind meistens 2-3 Minuten – sorry- nerviges Suchen und immer noch eine 5-10 % Wahrscheinlichkeit… „nicht kompatibel“ zu sein, insbesonderen bei der 400V Inkompatibilität des CLA. Nope. Und dann auch nicht vergessen, dass der Unterschied zwischen z.B. 320 und 350 kw praktisch überhaupt keine Rolle spielt. Da ist viel wichtiger, ob man beim Einstecken des Laders, 5-10 Sekunden warten muss (Tesla, keine Karte erforderlich) oder 60 Sekunden, eher so Mercedes plus in 80 % der Fälle „Karte zücken und dranhalten“. Da sollten die mehr dran arbeiten, weil das jeden Ladevorgang initial stark verzögert…und in Teilen auch verunsichert…. (wenn auch in den letzten 3 Jahren stark verbessert :))). Ggf. reicht aber auch hier ein Redakteur (oder Mercedes Redakteur), der mal mindestens 1 Jahre Elektro gefahren ist….

  5. ihr habt wohl alle recht 👍😉👍 Eine Frage, die mich eventuell noch mehr interessiert ist, weiß man schon ab, wann der CL A auch mit der Möglichkeit bei 400 V Säulen zu laden angeboten wird.⁉️danke 🙏

  6. Die Ladekurve ist ein großer Fortschritt, aber wirft dennoch Fragen auf. Wsrum bricht die Ladeleistung schon bei 40% wieder so stark ein?

    Im 24 Stunden Ausdauertest in Nardo als man die 3700km gefahren ist, hat man auch mit sehr vielen Stopps und nur bis ca. 40% geladenen. Hier Mal die wichtigen Eckdaten und korrektem Diagramm mit 0-100% Skala: https://evkx.net/models/mercedes/cla/cla_250plus/chargingcurve/

    Zum Vergleich der neue Rekordhalter, viel größer und schwerer, deutlich weniger effizient im Verbrauch aber trotzdem 3900km in 24h gefahren. Wegen der Ladekurve: https://evkx.net/models/xiaomi/yu7/yu7_max/chargingcurve/

  7. Eigentlich haben sich bei mir und meiner Familie die Langstreckenfahrten im EQE nicht groß geändert, gegenüber dem Diesel vorher.
    Wir fahren eig. immer so los, das wir nach ca. 3-3,5 h eine Frühstückspause oder Mittagspause machen. Die dauerte früher 40min und heute auch.
    Früher habe ich halt mit dem Diesel nur geparkt und heute lade ich den EQE dabei.

    Einzig am Zielort muss ich halt bisschen anders gucken, dass der wieder voll wird. Bisher hat es aber immer gut geklappt. Vielleicht hier und da mal mit 10 min Fußweg verbunden.

    Mit dem CLA ab November wird sich das nicht viel ändern, außer das er wahrscheinlich mit mehr SoC am Zielort ankommt. Mich wird da eher stören, dass er keine 22kW AC Ladeleistung hat. Das ist beim EQE schon klasse.

    Wahrscheinlich wird unser Weihnachtsshopping Trip von Stuttgart nach München hin und zurück ohne Ladestopp möglich sein. Mal gucken.

    Grüße

  8. Hallo Julian, ich bin mir nicht sicher, ob meine Frage von Dir, jetzt so nach längerer Zeit in diesem Treat gelesen wird, aber ich weiß nicht, wo ich sonst meine Frage an Dich loswerde.
    Eigentlich sollten die ersten CLA EQ Ende Juli an die Händler und vielleicht auch an die ersten Endkunden geliefert werden. Leider ließt und hört man darüber nichts mehr. Hast Du nähere Informationen? Insbesondere interessiert mich, wann die ersten Kunden mit der Lieferung rechnen können. Mein Händler weiß nur, dass der Endabnahme-Termin für meinen 250+ für nächste Woche geplant ist, mehr ist leider nicht bekannt. Wäre toll, wenn Du antworten könntest.

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