Mercedes verkauft so viele Diesel wie BMW und Audi zusammen
Nach dem Diesel-Skandal wird der Abgesang auf den Diesel gesungen. Die Zahlen sind auch auch deutlich nach unten gegangen. Aber das gilt nicht so direkt für die Premium Anbieter.
Bei Mercedes ist der Diesel immer noch sehr beliebt, beliebter als der Benzin Motor.
Mercedes hat in Deutschland 2025 praktisch so viele Diesel verkauft wie Audi und BMW zusammen. Der Diesel Anteil liegt bei 45,4% in 2025 und hat sich damit leicht erhöht gegenüber 2023. Dort lag er bei 43,4%
Beim KBA ist es so, dass der Mild-Hybrid Anteil immer weiter steigt. So werden die Diesel mit 12 Volt RSG oder mit 48 Volt ISG (Mercedes) als Hybrid gewertet und tauchen nicht mehr in der Diesel Kategorie auf. Wir haben uns die Mühe gemacht die Diesel aus den Mild-Hybrid und Plug-in-Hybrid Kategorie raus zu rechnen.
Rechnet man nun die Hybrid Modelle mit Diesel Motor in die Dieselkategorie liegt der Dieselanteil bundesweit in 2025 bei 20,3% gegenüber 24,7% von 2023.
| 2025 | % | davon Mild-Hybrid | davon Plug-in-Hybrid | elektrifiziert | |
| Benzin | 107.518 | 41,3% | 76.072 | 27.087 | 95,9% |
| Diesel | 118.178 | 45,4% | 46.534 | 18.817 | 55,3% |
| E-Autos | 34.719 | 13,3% | 100% | ||
| Mercedes | 260.415 | 100,0% | |||
| Benzin | 116.158 | 56,4% | 30.470 | 27.224 | 49,7% |
| Diesel | 49.174 | 23,9% | 38.063 | 0 | 77,4% |
| E-Autos | 40.530 | 19,7% | 100,0% | ||
| Audi | 205.862 | 100,0% | |||
| Benzin | 130.959 | 51,6% | 53.729 | 37.809 | 69,9% |
| Diesel | 70.875 | 27,9% | 65.644 | 92,6% | |
| E-Autos | 51.878 | 20,4% | 100% | ||
| BMW | 253.712 | 100,0% | |||
| Benzin | 1.732.390 | 60,6% | 649.880 | 292.574 | 54,4% |
| Diesel | 580.059 | 20,3% | 166.219 | 18.818 | 31,9% |
| E-Autos | 545.142 | 19,1% | |||
| Deutschland | 2.857.591 | 100,0% |
Ab 2026 wird der Diesel Anteil bei Mercedes aber auch weiter zurückgehen. Während die MFA2 Modelle noch mit 4-Zylinder Diesel erhältlich sind, wird für die Nachfolger Plattform MMA nur mit E-Antrieben und einem neuen 4-Zylinder Benziner M252 geplant.
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8 Responses
Also bin ich ehrlich… was juckt mich denn der „Abgasskandal“?
Hand aufs Herz: Jeder bescheißt irgendwo und mein Gott, dann stimmen die Werte halt nicht. Und? Tut mir das weh. Nein. Laufen muss der Hobel.
Die eigentliche Frage, die man sich stellen sollte, ist: Warum wird denn beschissen? Weil so geniale Leute den Konzernen immer mehr Steine (eher Felsbrocken) in den Weg legen. „Das dürft ihr nicht mehr“, „Dieses nicht“ und „Verbrenner sind ja der Weltuntergang wenn ihr nicht…“
Ganz im Ernst: Lasst Se doch einfach machen. Anstelle dass man die Energie darauf verschwendet wie Mans denen noch schwerer macht, sollte man sich hin setzen und sagen „passt auf, was is denn eure Idee? Wir stellen uns das vor und hätten das, was ist eure Meinung?“
Das finde ich aber eine schwierige Argumentation. Die Grenzwerte sind ja dazu da, die Abgasbelastung zu reduzieren, damit es weniger Smog und Feinstaub, weniger Atemwegserkrankungen etc. gibt.
Mit der gleichen Begründung könnte man ja sagen, die Grenzwerte für Schadstoffe in der Lebensmittelindustrie oder die Hygienevorgaben für Lebensmittelbetriebe und Restaurants legen den Unternehmen auch bloß Steine in den Weg. Da können die ruhig ein bisschen bescheißen. Oder wir schaffen die Regeln gleich ganz ab. Wenn wir Schadstoffe in Lebensmitteln und Gammelfleisch einfach legalisieren, kann es auch keinen Dioxinskandal und keinen Gammelfleischskandal mehr geben. Werden die Leute halt ein bisschen krank davon, was soll’s …
Noch so ein Thema, das Konzerne unglaublich lästig finden: Steuern. Wenn wir den Tatbestand der Steuerhinterziehung einfach abschaffen und den Firmen erlauben, keine Steuern mehr zu bezahlen, dann erledigen sich Probleme wie Steuerflucht in Steueroasen, Steuerhinterziehung etc. komplett. 😉
Es ist ja nicht so, dass es nicht möglich wäre, die Abgasgrenzwerte einzuhalten. Auch wenn das die Automobilindustrie natürlich gerne behauptet. Selbstverständlich wäre es aber aufwendiger und teurer.
Und selbst wenn wir in der EU beschließen würden, die Grenzwerte abzuschaffen: Wichtige Auslandsmärkte wie die USA und China machen da auch Vorgaben, und die sind teilweise noch strenger als die der EU. Lösen müsste die Industrie die Probleme also trotzdem. Einen zweiten Abgasskandal in den USA wird jedenfalls kein Automobilkonzern riskieren wollen.
Volle Zustimmung. Für die Hersteller ist eher die Wankelmütigkeit der Gesetzgeber (Verbrennerverbot ?) ein Dolchstoß.
Porsche will wieder mehr V8-Boliden herstellen.
Was, wenn sich auch deren Klientel die immer höheren Spritpreise (oder DW-Besteuerungen) nicht mehr leisten mag und am Ende erkennt, locker BEV nutzen (und laden) zu können ?
MB ist vernünftig genug, die immer aufwändigere und teure Abgasbehandlung beim Diesel nicht mehr in Klassen unterhalb E anzubieten. Somit lohnt für immer geringere Produktionszahlen keine Weiterentwicklung der 654/656 mehr.
….. gibt es schon EU Vorgaben für den Krieg? Welcher Schadstoffwert muß dabei eingehalten werden?
Fahre aktuell immer noch Diesel, was inzwischen ein Luxus ist. Verbrauch und Haltbarkeit sprechen heute dagegen, solange man nicht dessen Zugkraft benötigt. Der nächste wird weder ein Diesel, geschweige denn ein fahrender Computer sein!
Die Grundregel der Diesel Antriebe liegen die Reichweite Drehmoment und Verbrauch zu den beliebtesten Werten.
Der OM 656 säubert sogar die Abgasluft während der Fahrt, die Wirtschaft und der Wohlstand braucht den Diesel um die nächsten Jahre Deutschland wieder auf Kurs zu bringen.
Jajaja ist klar
Sehe ich auch so. Vor allem sin die OM654M oder OM656M sehr gelungene, sehr gute Motoren. Verbrauch, Reichweite, Leistung sind m. E. Kaum zu toppen
Mercedes ist der einzige Hersteller, der gegen die anderen Hersteller einen Plugin Hybrid anbietet und deshalb bei den Mittelklasse Modellen einen Vorsprung in den Zulassungszahlen der Dienstwagen hat. Ich bin einer davon und liebe meinen 300de ob seines Durchzugs und wegen des Verbrauchs der iwo bei um die sechs Liter liegt. Ich bin zwischen 60 und 70tsd Kilometer im Jahr unterwegs, was mit einem reinen BEV fast nicht möglich ist, es sei denn Stunden spielen keine Rolle. Meine Hoffnung ist, dass Mercedes die Diesel Hybrid noch mindestens 5 Jahre anbietet, denn dann bestelle ich mein letztes Dienstfahrzeug und gehe danach in den Ruhestand und ich denke dann kann’s mir egal sein, ob Benzin, Diesel oder Elektro. Jetzt führt für mich am Diesel kein Weg vorbei.