Mercedes VLE bekommt 115 kWh Batterie

Ola Källenius lässt die Katze aus dem Sack: 115 kWh netto nutzbarer Energiegehalt für den neuen VLE

Am 10.03.2026 ist die Weltpremiere vom neuen Mercedes VLE. Nun hat Ola Källenius weitere Details bestätigt. Am Heck gibt es die umlaufende Rückleuchte (über die 3. Bremsleuchte am Dach) sowie vorne wie bei der S-Klasse zwei Mercedes Pattern Sterne als Tagfahrlicht und Blinker.

Aber als sein ganz persönliches Highlight nennt er die netto nutzbaren 115 kWh Batterie vom neuen VLE.

Die Reichweite wollte er eigentlich auch verraten, aber dabei wird er natürlich unterbrochen 😉

Aber wo bewegen wir uns hier?

Der aktuelle EQV 300 hat eine 90 kWh Batterie und kommt damit nach WLTP 370 km weit. Wenn man nun im Dreisatz auf 115 kWh hochrechnet kommt man auf rund 475 km. Dabei muss man jedoch wissen, dass der EQV von der V-Klasse abgeleitet ist und mit 0,34 einen nicht so tollen cW-Wert aufweist.

Auch wenn Mercedes im neuen VLE den neuen eATS2.0 Antrieb mit 2-Gang Antrieb mit SIC Inverter verbaut ist der Effizienzsprung vermutlich vom Triebstrang nicht ganz so groß, denn der EQV 300 hat eigentlich auch eine sehr effiziente PSM Maschine von ZF die auch im EQA und EQB verbaut wurde/wird.

Mercedes VLE Erprobung Südafrika 2026
Ohne Dachreling und mit leicht abfallendem Dach: Wie viel effizienter ist der neue VLE gegenüber dem EQV?

Erst bei höheren Geschwindigkeiten macht sich dann der Vorteil des zweiten Gangs bemerkbar. Dies wird im WLTP Zyklus vermutlich keinen großen Mehrwert bringen.

Beim Gewicht wird es im Vergleich zum EQV vermutlich keinen Fortschritt geben.

Den größten Fortschritt wird man eher beim cW-Wert vom VLE gegenüber dem EQV erwarten, da der VLE eben kein umgebaute Verbrenner-V-Klasse ist. Auf den Erlkönigbildern sieht man das leicht nach hinten abfallende Dach. Dies und andere Maßnahmen werden sich sicherlich positiv auf den cW-Wert aufweisen.

Wenn man nun unterstellt, dass man mit SiC Inverter sowie durch den cW-Wert in Summe 10% mehr Effizienz herausholen kann, erwarte ich eine Reichweite von ca. 530 km für den neuen VLE.

Neben diesen ca. 160 km zusätzlicher Reichweite gegenüber dem EQV 300 ist aber die größte Verbesserung in der Schnellladefähigkeit zu sehen.

VLE mit halbierter Ladezeit am Schnelllader!

Während der aktuelle EQV 300 für den Ladehub von 10-80 % noch rund 40 min Zeit benötigte, wird der VLE mit der 800 Volt Technologie den gleichen Ladehub im Bereich von um die 20 min schaffen, was grob einer Halbierung der Ladezeit entspricht. Das erhöht die Praxistauglichkeit massiv.

Aber bis Mercedes die finalen Daten zur Reichweite und Ladegeschwindigkeit präsentiert müssen wir uns noch bis zum 10.03.2026 gedulden.

 

Mercedes Vision V
Umlaufende Rückleuchte (bis auf unten an der Ladekante) kommt beim VLE in Serie
Mercedes VLE Grilldesign

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29 Responses

  1. Wozu? Aus meiner Sicht ist das Ressourcenverschwendung. Weshalb sollte so viel Akkumasse in der Hauptsache ungenutzt rumstehen? Insbesondere wenn man in 10 Minuten 200-300 Kilometer Reichweite nachladen kann.

    Hoffe die Leute wachen von der Denke und der Reichweitenangst mal auf.

    Wer es braucht soll gerne seine 1000 Kilometer am Stück fahren. Für alle anderen wünsche ich mir auch Varianten mit kleineren Kapazitäten zu deutlich günstigeren Preisen. Siehe CLA EQ.

    1. Irgendwann wacht jeder auf. Reale 400km und neue 300km in 15min, das muss wirklich reichen.
      Und interessant sind die LFP-Akkus wegen ihrer Robustheit und Vollladefähigkeit allemal.

      Da man kein (großes Fest-)Glasdach sieht: besteht Hoffnung auf ein normales Schiebedach ?

    2. Aus meiner Sicht nicht. Man kauft und zahlt zB 600 WLTP-km und muss im Winter alle 300km laden. Das ist mMn Betrug, denn wenn 300km auf dem Verkaufsschild stehen, würde keiner kaufen. Und nun sollen die Hersteller endlich mal liefern. 500 echte km muss ein E-Auto schon haben. Dann kann man sich mit ordentlicher Vernetzung nach 2h/300 AB-km um eine Lademöglichkeit, die passt (also nicht irgendwo in der Pampa, ohne Dach, WC, als 6er in der Schlange, …) bemühen. Ansonsten werden die Fahrer nicht in der Masse von den Verbrennern wegwechseln – ganz besonders die Vielfahrer…
      Ich fahre ein sehr schnell-ladendes Auto mit großer Batterie und bin dennoch angenervt.

      1. Wieso soll das Betrug sein?

        Die Bedingungen für die Messungen beim WLTP-Zyklus sind bekannt… und der findet nunmal bei Zimmertemperatur und nicht bei minus 10 °C statt…

        Das WLTP-Verfahren dient auch mehr dazu, Fahrzeuge gegeneinander vergleichen zu können auf einer normierten Basis… die Messungen sollen nicht dazu dienen, dir für jede Fahrsituation, jede Wetterbedingungen und jeden Fahrstil einen exakten Realverbrauch zu nennen…

        1. Betrug ist definiert als: Betrug (§ 263 StGB) ist ein …delikt, bei dem der Täter in der Absicht rechtswidriger Bereicherung einen Irrtum beim Opfer erregt oder unterhält …
          Man darf von einem Kunden nicht verlangen (Hersteller/Verkäufer tun es ständig), sich mit den technischen Besonderheiten eines Testzykluses auseinander setzen zu müssen. Rechtlich ist es alles abgesichert. Sonst würde es nicht auf Verkaufsschildern und Prospekten stehen. Moralisch ist es jedoch bedenklich. Wenn alle fair sind, dann schreiben sie besonders bei EVs Verbrauch bei 0°C, 20°C und jeweils Stadt, Land, AB 130km/h, AB 150km/h ran. Macht aber keiner, weil sie wissen, dass dann noch weniger Fahrzeuge verkauft werden.
          Ich fahre selbst EV, bewußt und in voller Kenntnis vom WLTP-Zyklus. Aber ehrlich war bei der Fahrzeugsuche kein Hersteller…und sie alle machen Tests bei arktischen Bedingungen sowie bei Hitze (wie im Text geschrieben)…

          1. Jetzt schwenkst du also schon von Betrug auf Moral… merkste hoffentlich selber 😉

            Die Hersteller machen das, wozu sie per Gesetz verpflichtet sind… wenn, dann musst du an diese Gesetze ran… es steht dir frei, eine Petition einzureichen, dass der Verbrauch bei minus 20 °C bei 200 Km/h und mit einem 1,5 Tonnen Anhänger angegeben werden muss… bin auf den Erfolg gespannt 🙂

          2. Naja wltp Zyklen werden unterschieden nach wltp City, wltp Stadtrand, wltp Landstrasse, wltp Autobahn und wltp kombiniert.
            Man muss es nur lesen.

    3. Für 95% der Leute reichen die 800km WLTP die es in aktuellen Modellen gibt völlig aus, es gibt aber durchaus welche die mehr brauchen. Außerdem geht es dabei auch um Konkurenzfähigkeit. Wenn Mercedes weiter Konkurenzfähig bleiben will dürfen sie nicht deutlich hinter BMW, Tesla und den Chinesischen Herstellern liegen und das tun sie wenn die Batterien nicht noch größer werden. Und es gibt immernoch sehr viele mit Diesel oder Benziner die weiter die möglichkeit haben wollen 1000km zu schaffen

    4. MB hat aber nicht den Auftrag die Leute von irgendwas zu überzeugen sondern möglichst viele Autos zu verkaufen, und das so profitabel als möglich, und da wird man um große bis sehr große Akkus nicht herumkommen.

  2. Weil ich den leuchtenden Grill gerade sehe…

    Beim neuen GLB EQ wird dieser unten durch das Nummernschild unterbrochen… das sieht im Dunkeln im beleuchteten Zustand leider nicht sehr schön aus… das hätte man meines Erachtens vorher merken können… der S-Klasse droht selbiges… da wird der Lichtrahmen auch durch das Nummernschild unten unterbrochen…

  3. Was gerne vergessen wird: Für Haushalte, die wie ich zuhause laden können, bedeutet die Reichweite von 400 km+ nicht mehr zum tanken anhalten zu müssen. Meinen V300-Diesel kann ich zuhause nicht voll machen, und muss daher von der Autobahn runter, um akzeptable Preise vorzufinden. Mit der VLE werde ich vermutlich erst bei Tagesetappen über 400 km einen kurzen Ladestopp einplanen müssen. In meiner Situation ein reeller Zeitgewinn.

  4. Interessanter Punkt. Wie sagte ein Kollege mal: Standzeit ist Ladezeit. Und das funktioniert bei mir sehr gut obwohl ich daheim nicht laden kann.

    Ich würde es schade finden, wenn ein Wettrüsten um größt mögliche Reichweiten und dicke Akkus gibt. Einfach weil das in der Realität nur in wenigen Fällen benötigt wird.
    Es macht BEV unnötig schwer und teuer. Und immer im Hi terkopf, dass bei den meisten Leuten das Auto die meiste Zeit rumsteht.

  5. großer Akku – JA oder NEIN ?
    Man KANN es aber auch ganz anders sehen / als Komfortmerkmal z.B. einer Reiselimousine – ODER sogar als unabdingbare Sache.
    Nämlich DANN, wenn der PRAXIS-Verbrauch auch mal 3x so hoch ist wie nach WLTP.
    (und in einen stundenlangen Schneewinter-/ Glatteis-Stau die ganze Nacht über möchte man schon gar nicht geraten wollen)

    aus jesmb.de/31577/ (vom 19.01.) ist zu entnehmen:
    „Der CLA 200 EQ mit den LFP Zellen kommt mit seinem 58 kWh Akku bis zu 541 km nach WLTP.“ DAS entspricht sehr genau der Reichweite bei Tempo 100 km/h = 540 km (siehe Tabelle dort)

    Und WENN man es dann mal plötzlich sehr eilig hat, man eben gerade KEINE Zeit zum Zwischentanken hat – und die Straße auch frei ist / und man 180 km/h fahren kann und dies auch tun möchte ?
    DANN werden – laut der Tabelle dort – aus den 540 km NUR NOCH 228 km, welche nach 1 ¼ Std. Fahrzeit erreicht wären – und der „Tank“ dann ratzeputz LEER wäre.
    = ein MINUS von 58 %

    Und wenn man dann noch mit voller Beleuchtung fährt, eine leicht nasse Straße hat, mit Scheibenwischerbetrieb und wie derzeit bei max. 8 Grad A-Temp. Man also noch kräftig noch heizen muss ?
    DANN ist auf der BAB nach 180 km statt 228 km schon Schluss.
    = ein MINUS von (geschätzten) 67 %
    Also:
    = NUR EIN DRITTEL der Reichweite. Oder – beim windschnittigen CLA 200 EQ schon nach exakt 1,0 Std., obwohl man erst nach 2 oder 3 Std. eine Pipi-Pause bräuchte.

    1. Deine Feststelltaste scheint einen Wackler zu haben…

      Ansonsten tolle Rechnung, Adam Ries. Ich will mir gar nicht ausmalen, was passiert, wenn ich mit 180 km/h eilig stundenlang im Schneewinter-/Glatteis-Stau stehe. Dann fängt der Akku wahrscheinlich an, Elektronen aus der Umgebung anzusaugen.

  6. Lächerliche Milchmädchenrechnung.
    Mit meinem CLA EQ 250+ komme ich bei Tempomat 160 km/h bei -1 Grad auf der BAB reale 404 Kilometer weit. Das sind echte Praxiswerte.

    1. Für einen schnittigen Delfin mit 85 kWh Akku ist das aber wenig. Der V-Klasse Schrank braucht da ordentlich mehr. Ich warte auf d. Verbrenner. Können kaum warten unseren EQV 300 mit lächerlichen 230 km Autobahn bei 5-10 Grad abzugeben. Verbrenner sind die Zukunft. GM baut den neuen 5,9 L V8, Ford entwickelt Coyote Nachfolger. Dodge hat notfallsmäßig V8 für den neuen Charger ins Entwicklung gebracht, weil sich E Varianten KAUM verkaufen und keiner will popeligen V6.

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