Elektro Mercedes EQS mit über 700 km Reichweite

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Ende 2021 ist es soweit, dann bringt Mercedes-Benz mit dem EQS den ersten Vertreter der völlig neuen Elektroplattform EVA2 mit einer Reichweite von über 700 km nach WLTP auf den Markt.

Das Fahrzeug ist mit einer 800 Volt Architektur ausgestattet, so dass Ladeleistungen von bis zu 350 kW an den ionity Schnellladern möglich sind. Das Nachladen von 100 km dauert dann lediglich 3 min.

Wie sind über 700 km Reichweite möglich ?

  • Die Plattform EVA 2 zeichnet sich durch eine kurze Front und einen langen Radstand (viel Platz im Interieur sowie viel Platz für den Akku zwischen den Achsen) aus. Daneben zeichnet sich der EQS (V297, Ende 2021) durch eine sehr flachstehende Windschutzscheibe aus. Es ist mit absoluten Top cW-Werten zu rechnen. Im Gegensatz zu EQC ist der Kühlergrill komplett geschlossen. Es gibt lediglich über eine schmale Öffnung in der Frontschürze zur Kühlung.
  • Bei den EVA2 Modellen kommt auch eine neuartige Leistungselektronik auf Basis von des Wide-Bandgap-Halbleiters Siliziumkarbid (SiC) zum Einsatz. Dadurch wird die Schaltgeschwindigkeit verbessert sowie die Wärmeverluste reduziert. Die Reichweite soll sich durch diese Maßnahme um rund 6% erhöhen. Aktuell investiert Bosch in Dresden rund eine Milliarde in sein neues Werk.
  • Es wird mit einer Batteriegröße von rund 110 kWh gerechnet.
  • Ab Start kommt eine Variante mit jeweils einem E-Motor pro Achse zum Einsatz (vollvariabler 4matic-Allradantrieb). Die Leistung liegt bei 476 PS. Später sind auch schwächere Varianten mit Heckantrieb sowie eine bis zu 600 PS starke AMG EQS Variante angekündigt. Bei geringer und mittlerer Last wird nur der Heckmotor angetrieben. Hier könnte an der Hinterachse ein sehr effizient PSM E-Motor mit einem Permanentmagnet aus Neodym zum Einsatz kommen. An der Vorderachse kommt dann eine Asychronmaschine zum Einsatz. Sie kann dann aufgrund des Elektromagneten als Stator nur bei höheren Lastanforderungen bestromt werden. Somit kann eine hohe Systemleistung bei geringen Stromverbräuchen darstellen werden.
  • Zudem soll die Flächenheizung (Türinnentaffeln, Armauflagen, Lenkrad- und Sitzheizung) erweitert werden, sodass die sehr sparsame Wärmepumpe seltener zum Einsatz kommen muss

Mercedes-Benz EQS
Mercedes EQS: rahmenlose Scheiben, coupéhafte Silhouette
Mercedes-Benz EQS
Mercedes EQS: geschlossener Kühlergrill für einen Top cW-Wert

Der EQS erhält einen Kofferraumdeckel wie der AMG GT 4-Türer, der direkt am Dach angeschlagen ist (Fließheck). Die 3. Bremsleuchte ist direkt oben in der Heckscheibe.

Die elektrischen Motoren (eATS) wird noch von ZF kommen. Ab dem Jahr 2024 wird das Werk in Untertürkheim dann in die Wertschöpfungskette des eATS einsteigen.

Die Batteriezellen werden zukünftig für den EQS in Bitterfelden von Farasis CO2-neutral hergestellt und dann zur Batterieproduktion in das Mercedes-Benz Werk Untertürkheim geliefert. Anschließend wird im Werk Sindelfingen in der Factory 56 der EQS hergestellt.

Mercedes-Benz Werk Sindelfingen Factory 56
Factory 56 im Werk Sindelfingen baut die neue S-KLasse W/V/X223 und den EQS

Das Interieur orientiert sich bei beiden Modellen am Interieur der neuen S-Klasse (W223) so kommt auch das Head-Up-Display mit Augumented Reality sowie das 3D-LCD Kombiinstrument zum Einsatz. In der Mittelkonsole wird ein 12,8 Zoll Mediadisplay mit OLED Technik verwendet.

Head-Up-Display mit augumented reality
S-Klasse my MBUX W223
12,8 Zoll Media OLED Display in der Mittelkonsole
S-Klasse MBUX 2021
3D-TFT LCD Kombiinstrument
S-Klasse MBUX 2021
digitales Kombiinstrument hier in Level 3 autonomes Fahren

Der EQS wird genau wie die neue S-Klasse myMBUX verwenden und auch hier soll autonomes Fahren nach SAE Level 3 zum Einsatz kommen.

Obwohl der EQS etwas kürzer ist als die S-Klasse (W223) wird der Innenraum etwas größer sein, aufgrund des langen Radstands. Der Wendekreis wird trotzdem sehr gut ausfallen, da im EQS wie in der neuen S-Klasse die innovative Hinterachslenkung zum Einsatz kommt.

Hier geht es zum Erlkönigvideo mit der neuen Hinterachslenkung in Aktion.

Ab Start kommt eine Variante mit jeweils einem E-Motor pro Achse zum Einsatz (vollvariabler 4matic-Allradantrieb). Die Leistung liegt bei 476 PS. Später sind auch schwächere Varianten mit Heckantrieb sowie eine bis zu 600 PS starke AMG EQS Variante angekündigt.

Unter anderem kommt auch das neue Digitale Licht mit über 1 Mio. kleinen Spiegel in jedem Hauptscheinwerfer zum Einsatz. Damit wird das vollvariable Fernlicht vom aktuellen Multibeam noch feiner dosier- und steuerbar.

Der EQS und der EQE (hier ein erster Vergleich) werden dazu führen, dass Modelle wie der CLS und AMG GT 4-Türer (X290) auslaufen werden.

Bilder & Video : Jens Walko (WalkoArt)

Mercedes-Benz EQS
1. Blick auf die EQS Rückleuchtengrafik

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