Mercedes EQE und EQS im Technikvergleich

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
Share on telegram
Share on skype
Share on email

Mercedes bringt in den Jahren 2021 und 2022 die ersten Ableger der nur für Elektroautos entwickelten Plattform EVA2. Sie zeichnet sich durch eine kurze Front und einen langen Radstand (viel Platz im Interieur sowie viel Platz für den Akku zwischen den Achsen) aus. Daneben sind bei den Limousinen EQE (V295, 2022) sowie der EQS (V297, Ende 2021) durch eine sehr flachstehende Windschutzscheibe aus. Beide Limousinen werden mit top cW-Werten glänzen.

Foto WalkoART

Der EQE wird einen konventionellen Kofferraumdeckel (3. Bremsleuchte am unteren Rand der Heckheibe) erhalten. Dagegen erhält der EQS einen Kofferraumdeckel wie der AMG GT 4-Türer, der direkt am Dach angeschlagen ist (Fließheck). Die 3. Bremsleuchte ist direkt oben in der Heckscheibe.

An der A81 wurden an einem Schnellladepark von ionity einige Prototypen gesehen. Die Ladeleistung war im Bereich von 70% SoC (State of Charge der Batterie) bei 106 KW. Es wurde zudem nur 360 Volt angezeigt. Oft wird dies aber bei Prototypen noch nicht ausgereizt, da man der Konkurrenz am öffentlichen Ladepark die Ladeleistung nicht zeigen möchte. Diese Ladetests werden intern im Werk erledigt, oft mit Prüfständen wo nur die Einzelteile getestet werden (Hardware in the Loop). Angekündigt sind beide Fahrzeuge mit 800 Volt, was zu leichteren Kabeln mit dünnerem Querschnitt führt.

Bei beiden Modellen kommt auch eine neuartige Leistungselektronik auf Basis von des Wide-Bandgap-Halbleiters Siliziumkarbid (SiC) zum Einsatz. Dadurch wird die Schaltgeschwindigkeit verbessert sowie die Wärmeverluste reduziert. Die Reichweite soll sich durch diese Maßnahme um rund 6% erhöhen. Aktuell investiert Bosch in Dresden rund eine Milliarde in sein neues Werk.

Die elektrischen Motoren (eATS) wird noch von ZF kommen. Ab dem Jahr 2024 wird das Werk in Untertürkheim dann in die Wertschöpfungskette des eATS einsteigen.

Das Interieur orientiert sich bei beiden Modellen am Interieur der neuen S-Klasse (W223).

Mercedes EQS V297 Interieur (Foto WalkoArt)

 

EQE (V295)

EQS (V297)

Länge

ca. 4,80m

ca. 5,10m

Leistung

272 bis 476 PS

350KW/476 PS

AMG Variante

bis zu 600 PS

bis zu 600 PS

Akku

Bis zu 100 kwh

bis zu 110 kwh

Spannung

800 Volt

800 Volt

Ladeleistung bis zu

?

bis zu 350 kW angepeilt

Ladedauer für 100 km

3-4min

3-4min

Ladedauer 0-80 % SoC

weniger als 20 min

weniger als 20 min

Antrieb

vollvariabler Allrad

vollvariabler Allrad

Hinterachslenkung

bisher noch nicht gesichtet

Ja

0-100 km/h in s

?

weniger als 4,5s

Höchstgeschwindigkeit

über 200 km/h

über 200 km/h

Flächenheizung           

?

Ja

Reichweite nach WLTP

bis zu 600 km

bis zu 700 km

Rahmenlose Türen

ja

Ja

Werk

?

Factory 56, Sindelfingen

E-Motoren

ZF

ZF

Wärmepumpe

ja

Ja

 

An den Bildern kann man auf jeden Fall gut erkennen, dass der EQS bei ähnlicher Bauhöhe im Vergleich zum EQE deutlich gestreckter ist.

Zudem könnte es dazu kommen, dass die Modelle EQE und EQS das Aus vom AMG GT 4-Türer und Mercedes CLS besiegeln, d.h. dass sie keinen Nachfolger mehr erhalten.

Die Konkurrenten des Mercedes EQE:

BMW i4: Schon ein Jahr früher als der EQE, startet Mitte 2021 der BMW i4. Es handelt sich hier ebenfalls um eine 4-türiges Limousinen-Coupé. Die er wird wie der EQE in verschiedenen Antriebskonfigurationen angeboten. Die stärkste soll 530 PS leisten. Der Sprint von 0-100 km/h wird mit 4,0s angegeben. Die Reichweite soll bis zu 600 km betragen. Da er auf dem normalen BMW 4er Verbrenner basiert, hat er eine für ein Elektroauto lange Motorhaube. Die Platzverhältnisse im Interieur sind daher deutlich beengter als im Mercedes EQE.

BMW i4 2021
Foto BMW

Tesla Model 3: Das Tesla Model 3 ist schon seit einiger Zeit verfügbar und besticht mit einer hohen Reichweitweite von bis zu 600 km in der Konfiguration mit großem Akku und Heckantrieb. Wird das Model 3 mit Allrad bestellt, reduziert sich die Reichweite auf 560km. Die Performance Variante (3,4s auf 100 km/h) hat eine Reichweite von 530 km. Die Basisvariante kommt 409 km weit. Das Model 3 hat keine Wärmepumpe. Die Reichweite bricht daher im Winter stärker ein als bei anderen Elektroautos mit Wärmepumpe.

Die Konkurrenten des Mercedes EQS:

Der Porsche Taycan ist sicherlich ein Konkurrent, allerdings ist der Porsche im Interieur sehr eng geschnitten. Eher vergleichen kann man den EQS mit dem Tesla Model S. Hier soll es in naher Zukunft ein Batterieupdate geben (aktuell liegt die Reichweite bei 610 km nach WLTP). Vielleicht erhält es dann auch eine Wärmepumpe.

Der Jaguar XJ, das bisherige Flaggschiff von Jaguar, wurde im Sommer 2019 eingestellt. 2021 soll der neue Jaguar XJ dann als Elektroauto zurückkommen. Die Batterie soll 90 kwh groß sein und für eine Reichweite von 480 km gut sein. Einige Elektrokomponenten sollen aus der Kooperation mit BMW stammen.

Jaguar XF Eltroauto 2021
Jaguar XJ 2021er Teaser , Foto Jaguar

Hier nun das komplette Video zum EQE und EQS Größenvergleich.

Fotos/Video: Jens Walko Walko-art.com

Mehr Beiträge

Schreibe einen Kommentar