Mercedes EQS kommt mit CO2-freier Batteriezellproduktion

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Oft wird dem Elektroauto nachgesagt es rechnet sich nicht, weil die Produktion der Batterien schon so viel CO2 verursacht, dass man dies über die Lebensdauer gar nicht mehr aufholen könne.

Der ADAC hat nun die Break-Even-Kilometer eines kompakten Elektroautos ermittelt. Schon nach rund 20.000 km ist ein Elektroauto in der Kompaktklasse umweltfreundlicher als ein Verbrenner. Dies gilt nicht für eine Fahrleistung im Jahr sondern kumuliert.

Quelle: ADAC

Volkswagen hat bereits bekanntgegeben, dass die Produktion einen VW Golf rund 8 Tonnen CO2 verursacht und die des VW id.3 aufgrund der Batterieproduktion rund 15 Tonnen.

Mercedes hat nun bekanntgegeben das die Produktion in den eigenen Werke ab 2022 CO2-neutral erfolgt. Dies umfasst mehr als 30 Pkw- und Van-Werke weltweit und ist ein weiterer Schritt in der Umsetzung der „Ambition2039“, nach der das Unternehmen ab 2039 eine CO2-neutrale Neuwagenflotte anstrebt. In einem ersten Schritt werden Emissionen, die in der Mercedes-Benz Fahrzeug-Produktion und bei der Energieversorgung der Werke anfallen, konsequent reduziert beziehungsweise wo möglich ganz vermieden. Das Unternehmen setzt dabei auf drei strategische Säulen: kontinuierliche Steigerung der Energieeffizienz, Nutzung von Grünstrom sowie Implementierung einer nachhaltigen Wärmeversorgung.

Damit der EQS nicht einen großen CO2 Rucksack ab Auslieferung hat, hat Mercedes die Zulieferer der Batteriezellen verpflichtet diese ebenfalls CO2-frei zu produzieren. Ab Start der Produktion im Jahr 2021 wird dies teilweise schon der Fall sein. Zudem werden CO2-Ziele ein Schlüsselkriterium für Lieferantenentscheidungen.

Batterieproduktion in Daimler größtem Batteriewerk in Kamenz, Sachsen

Damit Ambition 2039 konsequent umgesetzt werden kann, werden viele 48 Volt- sowie viele Plug-in-Hybrid und Elektroautobatterien benötigt. Dazu werden weltweit 9 Batteriewerke aufgebaut. Die Investitionen betragen über 1 Mrd. EUR. In Kamenz ist der 2. Werksteil wohl nun in Betrieb. Die Fertigungslinie ist rund 170 m lang. Bisher wurden hier über 500.000 Batterien produziert. In naher Zukunft soll diese Zahl jährlich produziert werden.

In der Factory 56 auf dem Werksgelände in Sindelfingen wird, neben der neuen S-Klasse (W223) ab September 2020, im Jahr 2021 auch der neue EQS (V297) vom Band laufen.

Hier gibt es eine Liste der kommenden EQ-Modelle sowie Plug-in-Hybride Modelle.

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2 Gedanken zu „Mercedes EQS kommt mit CO2-freier Batteriezellproduktion“

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