Konjunkturpaket: Elektroautoprämie hoch, Mehrwertsteuer runter

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Nun ist es raus. Es gibt für die Autoindustrie keine Abwrackprämie 2.0 zur Bewältigung der Corona-Krise.

Die Abwrackprämie für Neuwagen mit Verbrennungsmotor mit einem CO2 Ausstoß von bis zu 140g je km war nicht nur sehr umstritten, sie ist nun auch vom Tisch.

Folgende Punkte wurden aber beschlossen:

Der Umweltbonus wird durch das Konjukturpaket bis zum 31.12.2021 verdoppelt. Der Herstelleranteil bleibt gleich hoch. D.h. konkret:

  • Elektroautos mit einem Nettolistenpreis von unter 40.000 EUR erhalten zukünftig vom Bund über die BAFA statt 3.000 EUR rund 6.000 EUR Prämie.
  • Elektroautos mit einem Nettolistenpreis von 40.000 bis 65.000 EUR erhalten nun 5.000 EUR statt 2.500 EUR
  • Plug-In-Hybride bis zu einem Nettolistenpreis von 40.000 EUR erhalten 4.500 EUR statt 2.250 EUR.
  • Plug-in-Hybride mit einem Nettolistenpreis zwischen 40.000 und 65.000 EUR erhalten 3.750 EUR statt 1.875 EUR.

 

D.h. der smart fortwo oder forfour electric drive sind dann ab 12.000 EUR erhältlich (statt 22.000 EUR).

Generell wird im Rahmen des 130 Mrd. EUR schweren Konjunkturpakets die Mehrwertsteuer im Zeitraum vom 01.07.2020 bis zum 31.12.2020 von 19% auf 16% abgesenkt. Der VDA hat angekündigt, dass die Nettolistenpreise nicht angehoben werden sollen um die 3%. D.h. es ergibt eine Abwrackprämie in Höhe von 1.500 EUR bei einem Fahrzeug mit einem Nettolistenpreis von 50.000 EUR.

Die Ministerpräsidenten der Autoländer Niedersachen, Baden-Württemberg und Bayern sind damit zufrieden.

Der Vorteil einer temporär abgesenkten Mehrwertsteuer liegt auch darin, dass es keine großen Bürokratiekosten durch die Bearbeitung von Anträgen gibt.

Die Kfz-Steuer für E-Autos würde weiter befreit. Die Befreiung endet nun am 31.12.2030 statt wie bisher am 31.12.2025.

Zudem wurde der Bruttokaufpreis für die 0,25% Dienstwagenbesteuerung von reinen Elektrofahrzeugen von 40.000 EUR auf 60.000 EUR erhöht.

Das gesamte Konjunkturpaket kann man beim BMF nachlesen.

Die Prämie betrifft alle 250e, 300e, 300de, 350de sowie eVito, eSprinter, EQV 300 und EQC Modelle.

Hier noch einige Beispiele wie sich der Kaufpreis der PHEV und Elektroautos verändert:

Insbesonder die Kompaktwagen sind äußerst interessant durch die hohe Förderung. Dies wird vermutlich die Lieferzeiten aller 250e Modelle (A 250e, A 250e Limousine, B 250e, CLA 250e sowie GLA 250e) lange Lieferzeiten bescheren.

Die Bestellfreigabe für den B 250e und die beien CLA 250e Modelle sollen am Montag erfolgen. Der GLA 250e erhält die Freigabe Anfang Juli.

Denn nach Abzug der Förderung liegt der A 250e mit 28.902 EUR genau zwischen einem A 180 und einem A 200 und das bei deutlich besserer  Systemleistung. D.h. eigentlich dürften jetzt gar keine A180 bzw. A 200 verkauft werden. Gleiches gilt natürlich für die Modelle der B-Klasse etc.

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