Mercedes-AMG CLA 45 setzt Rekord auf dem Nürburgring

  • 7:32.070 Minuten: Neuer Bestwert auf der wohl anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt
  • Drei Axial-Fluss-Motoren mit zusammen bis zu 500 kW (680 PS) sorgen für Performance-Revolution
  • Intelligenter Allradantrieb, adaptives Fahrwerk und ausgeklügeltes Energiemanagement für maximale Fahrdynamik
  • Verkaufsstart am 27. August 2026 geplant

Am 28. Juli 2026 um 11:31 Uhr war es soweit: Der neue Mercedes‑AMG CLA 45 4MATIC+ überquerte die Ziellinie der Nürburgring-Nordschleife und an der Boxenmauer brach Jubel aus. Mit einer offiziell gemessenen und notariell beglaubigten Zeit von 7:32,070 Minuten hat sich die sportliche Limousine zum schnellsten Fahrzeug in ihrem Segment auf der legendären Nordschleife gekrönt. Bei sommerlichen Bedingungen mit Temperaturen von 24 Grad Celsius (Luft) und 30 Grad Celsius (Asphalt) konnte er auf Anhieb seine Performance unter Beweis stellen. 

Der CLA 45 wird dabei von hochinnovativen Axial-Fluss-Motoren angetrieben. Er ist nach dem Mercedes‑AMG GT 4‑Türer Coupé das zweite vollelektrische Fahrzeug überhaupt, das diese High-Performance-Technologie in Serie bringt. Drei besonders leistungsstarken E-Maschinen – zwei an der Hinterachse und eine an der Vorderachse – setzen zusammen bis zu 500 kW (680 PS) frei und beschleunigen den Viersitzer in nur 3,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Damit stößt der CLA 45 4MATIC+ in Sphären vor, die in seinem Segment bisher undenkbar waren. Ergänzt wird der Power-Output durch die Fähigkeit der flüssigkeitsgekühlten Motoren, immer wieder die volle Leistung zu liefern – ideale Voraussetzung für Bestzeiten auf der anspruchsvollen Nordschleife.

Der Vorgänger CLA 45 S AMG 4matic+ mit dem M139 (C118) erreichte im Sport Auto Test eine 7:45,34 min. Der Elektro CLA AMG ist somit rund 13 Sekunden schneller.

Das schnellste Serienauto auf der Nordschleife ist aktuell der Mercedes-AMG ONE mit 6:29,09 min.

 „AMG wurde auf der Rennstrecke geboren. In fast 60 Jahren haben wir mit zahlreichen Fahrzeugen bewiesen, dass diese DNA bis heute Bestand hat. Der CLA 45 schreibt nun das nächste Kapitel dieser Geschichte. Er ist das schnellste Fahrzeug seiner Klasse auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt. Ein großer Dank an die Kolleginnen und Kollegen, die diesen Rekord ermöglicht haben. Ich bin mir sicher: Es wird nicht der letzte AMG-Rekord auf der Nordschleife sein.“ 
Dr. Stefan Weckbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH und Leiter Geschäftsbereiche Mercedes-Benz G-Klasse & Mercedes-Maybach

Die drei kompakten und komplett voneinander entkoppelten Axial-Fluss-Motoren des CLA 45 4MATIC+ erlauben die maximal variable Momentenverteilung auf Vorder- und Hinterräder. Der vordere Antrieb fungiert hauptsächlich als „Boostermotor“, wenn zusätzliche Leistung benötigt wird. Außerdem lässt sich die Antriebskraft individuell zwischen den beiden Hinterrädern verteilen (Torque Vectoring). Hieraus resultiert ein neu konzipierter, vollvariabler AMG Performance 4MATIC+ Allradantrieb. Dabei erfolgt die optimale Antriebsmomentregelung kontinuierlich und situationsbasiert. Der nicht wahrnehmbare Wechsel von Heck- zu Allradantrieb und umgekehrt erfolgt auf Basis einer ausgeklügelten Matrix, welche die Regelalgorithmen in die gesamte Fahrzeugsystemarchitektur einbindet. Da alle E-Maschinen unabhängig voneinander angesteuert werden, bleibt die Antriebskraft stets optimal erhalten.

Für die Rekordfahrt war der Mercedes‑AMG CLA 45 4MATIC+ mit dem Pirelli P Zero Trofeo RS ausgestattet.

Sein hohes Gripniveau und die konstanten Performance-Eigenschaften unterstützten präzises Handling und eine reproduzierbare Performance.

Die Rundenzeit auf der Nordschleife ist nicht das Ergebnis einer einzelnen technischen Maßnahme. Vielmehr greifen Antrieb, Fahrwerk, Aerodynamik und Energiemanagement als vollständig integriertes AMG Performance System ineinander.

AMG RIDE CONTROL Sportfahrwerk für maximale Präzision

Bei seiner Rekordfahrt auf dem 20,832 Kilometer langen Eifelkurs kam dem CLA 45 4MATIC+ auch sein stahlgefedertes AMG RIDE CONTROL Sportfahrwerk mit adaptiver Drei-Wege-Verstelldämpfung zugute. Es basiert auf einer Dreilenker-Vorderachse und einer Raumlenker-Hinterachse. Sämtliche Radführungsbauteile, Feder- und Dämpfungselemente wurden im Vergleich zum Schwestermodell CLA von Mercedes‑Benz grundlegend überarbeitet, um eine höhere maximale Querbeschleunigung bei gleichzeitig einfacher Beherrschbarkeit im Grenzbereich zu erreichen. Die Dämpferkennlinie lässt sich in den drei Stufen „Comfort“, „Sport“ und „AMGFORCE S+“ vorwählen und ermöglicht damit eine spürbare Differenzierung zwischen hohem Komfort und sportlicher Fahrdynamik. Ideal für schnelle Runden auf dem Racetrack: Die Dämpfkraft selbst passt sich in Millisekunden an jedem Rad der Fahrsituation an. 

Fahrprogramm „RACE“: Konsequent für die Rennstrecke entwickelt

Seine Rekordrunde auf der Nürburgring-Nordschleife absolvierte Kevin Berger im Fahrprogramm „RACE“, das Mercedes-AMG für den CLA 45 4MATIC+ im Rahmen des optionalen AMG DYNAMIC PLUS Pakets anbietet. Der speziell für ambitionierte Sportfahrer entwickelte Modus ist kompromisslos für Rennstrecken abgestimmt, um beste Rundenzeiten zu erzielen. Der Allradantrieb 4MATIC+ sorgt für schnelle Kurvengeschwindigkeiten, hohe Traktion und exzellente Beherrschbarkeit. Eine spezielle Triebstrang-Konditionierung gewährleistet spontanes Fahrpedalansprechen und dauerhafte Boost-Leistung. Straffe Federung/Dämpfung minimiert Aufbaubewegungen und unterstreicht die sportliche Ausrichtung.

Aktive Aerodynamik für maximale Dynamik und Effizienz

Auf der Nürburgring-Nordschleife profitierte Kevin Berger außerdem von der aktiven Aerodynamik des CLA 45 4MATIC+: Erstmals in diesem Segment optimiert ein aktiver Heckspoiler die Aero-Balance und damit Dynamik und Effizienz. Abhängig vom gewählten Fahrprogramm nimmt er unterschiedliche Winkelstellungen ein, um entweder die notwendige Fahrstabilität zu garantieren oder den Luftwiderstand zu minimieren und damit die Reichweite passend zu jeder Fahrsituation zu steigern. Im Fahrprogramm „RACE“ ist der Spoiler durchgehend aktiv. Seine Position hängt dabei von verschiedenen Parametern ab, darunter die Längsbeschleunigung und die Position der aktiven Kühlerlamellen. 

Die aktiven Kühlerlamellen lenken den Luftstrom gezielt in Richtung Unterboden, um den Auftrieb an der Vorderachse zu reduzieren. Erst wenn bestimmte Temperaturen an vordefinierten Komponenten erreicht sind und der Kühlluftbedarf besonders hoch ist, öffnen die Lamellen, und es strömt Luft zum Kühlmodul. Die aktive Regelung erfolgt bedarfsgerecht und unabhängig voneinander je nach Kühlanforderung in acht Stufen bis zur vollständigen Öffnung. Wichtigster Unterschied zum Schwestermodell Mercedes‑Benz CLA: Die Lamellen sind so optimiert, dass sie nahezu bis zur Geschwindigkeit von 250 km/h geschlossen bleiben können. Dies ermöglicht einen verringerten Luftwiderstand und daraus resultierend bessere Beschleunigungswerte sowie eine Verbesserung der Reichweite. 

Predictive Performance Manager: Intelligentes Energiemanagement für schnelle Runden

Ein wesentlicher Faktor der Rekordrunde war der Predictive Performance Manager (PPM).
Das System analysiert den Streckenverlauf und optimiert den Energieeinsatz abhängig von Topografie und Fahrsituation. Dadurch steht die verfügbare Leistung genau dort zur Verfügung, wo sie den größten Einfluss auf die Rundenzeit besitzt. Auf anspruchsvollen Strecken wie der Nürburgring-Nordschleife entsteht Performance nicht durch permanente Maximalleistung, sondern durch die intelligente Verteilung verfügbarer Energie über die gesamte Runde. Genau hier setzt der PPM an und schafft die Grundlage für schnelle und gleichzeitig reproduzierbare Rundenzeiten. Der Fahrer kann zwischen zwei möglichen Strategien auswählen. „SPRINT“ für die schnelle Runde. „RACE“ für mehrere Runden und maximaler Konstanz. 

94-kWh-Batterie für hohe Reichweite und konstante Performance

Die Axial-Fluss-Motoren des CLA 45 4MATIC+ beziehen ihre Energie aus einer Lithium-Ionen-Batterie mit einem nutzbaren Energieinhalt von 94 kWh – ein Spitzenwert und entscheidend für die exzellente Reichweite von über 670 Kilometern3 (Limousine) beziehungsweise 640 Kilometern (Shooting Brake). Um eine maximale Leistungsabgabe zu realisieren, passte Mercedes‑AMG das Betriebsfenster des Stromspeichers an die hohen Performance-Anforderungen im CLA 45 4MATIC+ an. Besonderes Augenmerk galt dabei dem Ziel, die Zellen in einem optimalen Temperaturbereich zu halten. Dies ist entscheidend für die konstante Leistungsabgabe und Langlebigkeit der Batterie, selbst unter extremen Bedingungen. 

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10 Responses

  1. Naja Verkaufsstart ist wenn das Ding beim Händler steht und du hingehst und sagst „Hier haste die Kohle, nehm ich direkt mit“ und Bestellstart ist wenn man es bestellen kann.

    1. Na das dürfte aber in Deutschland recht unüblich sein, dass ein (Mercedes-)Händler dir seinen Vorführwagen direkt verkauft. Vor allem bei einem neuen Modell, wo er froh ist, sobald er mal einen da hat. Oder hast du schon mal einen neuen Mercedes auf die Art gekauft?

    1. Das Model S müsste Elektro Oberklasse sein, ich bin mir aber gar nicht mal sicher ob das überhaupt als Serienfahrzeug gefahren wurde oder ob es mit Modifikationen war.
      Der CLA dürfte Elektro Mittelklasse oder Elektro Kompaktklasse sein in denen es soweit ich es herausfinden konnte bisher keine Einträge gab.

    2. Genau, das Model S ist von der Größe her zwischen E- und S-Klasse (näher an der E-Klasse).

      Auf dem Nürburgring war wohl das Model S Plaid mit „Track Package“, das man nicht ab Werk dazu konfigurieren, aber nachträglich bei Tesla kaufen und einbauen lassen kann/konnte (für 18.000 € oder so).

      Abgesehen von dem Klassenunterschied hat das Model S Plaid mit 1020 PS auch noch ein bisschen mehr Leistung als der CLA AMG.

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