Mercedes G 580 EQ bekommt keine 2. Zellchemie mehr

Das Projekt mit SiLa wurde gestoppt

 

Die Resonanz der Kunden auf die elektrische G-Klasse ist noch etwas verhalten. Daher gibt es auch einen guten Leasingfaktor oder 5% Rabatt auf den G 580 EQ.

Die von Markus Schäfer angekündigte zweite High-Tech Zellchemie in Kooperation mit Sila ist nun gestoppt worden (sie sollte Mitte der Dekade verfügbar sein).

Der G 580 EQ verfügt bereits über 116 kWh nutzbare Kapazität. Sie reicht in der G-Klasse für 473 km WLTP Reichweite.

Die neue Super-Zellchemie sollte mit einer Siliziumanode ausgeführt werden. Im Vergleich zu handelsüblichen heutigen Batteriezellen wird ein Anstieg der Energiedichte auf Batteriezellebene von 20-40% angestrebt. Das würde rund 800 Wh/Liter bedeuten (auf Batteriezellebene).

Zum Vergleich die Energiedichte vom CLA in der Top-Type NMC Batterie liegt bei 680 Wh/Liter.

Interessenten der Elektro-G-Klasse brauchen nun also nicht mehr auf die neue Zellchemie warten.

Mercedes überlegt, ob man die Erkenntnisse mit Sila für eine Projekte nutzen kann. Die G-Klasse wird aber davon nicht profitieren. Dies bestätigte Mercedes am Rande der Media Night.

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13 Responses

        1. Soweit ich das mitbekommen, habe waren die Mercedes Pressesprecher alle im Dienst und haben kein Alkohol getrunken 😉
          Die Erkenntnisse können ja anderweitig eingesetzt werden, aber nicht im G.
          Du kannst Dich ja freuen, dann bleibt Deiner länger aktuell.

  1. Die G Klasse ist das Flaggschiff, man hat den 580er bis auf die fehlende Anhängerkupplung und eine vernünftige Ladegeschwindigkeit in der Preisklasse sowie einen eventuell höheren VMax wirklich gut weiterentwickelt.

    Ich hoffe das zumindest bald ein Mopf von dem Elektro G rauskommt und damit auch diese Ikone im Elektrozeitalter ankommt.

    Aktuell da noch kein Range Rover elektrisch rollt und auch der Cybertruck nicht nach Europa kommt, ist der 580er eigentlich in einem perfekten alleingestellten Marktsegment.

    Bitte Mercedes habt ein wenig Geduld bei dem Fahrzeug.

    DJI hat mit Ihren Drohnen auch über ein Jahrzehnt gebraucht um langsam mal in gewisse Märkte zu kommen und auch woanders dauert es einfach.

    Nur weil die erste Version vom Elektro G noch kein Verkaufsschlager ist heißt das nicht, dass es so bleibt.

    1. @sebastian

      Nein. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

      Das hat auch nichts mit Geduld zu tun. Ich habe das damals schon vor der Einführung der G-Klasse gesagt, dass es ein Flop wird. Warum? Ganz einfach, weil das Klientel das G-Klasse fährt, dass hauptsächlich aus emotionalen Gründen tut, weil sie das brachiale gepaart mit dem V8 sound genießen will. Kein Mensch von denen würde sich jemals eine langweilige e-Gklasse kaufen. Das liegt alles auf der Hand, da muss man nur 1+1 zusammen zählen und aufhören zu träumen. Genauso wenig wie jemand der sich einen SL leisten kann, sich keinen 4zyl SL kauft.
      Genauso wie jemand der einen AMG GT nicht als 4zyl kaufen würde, als E-auto schon garnicht. C63 4zyl, wie ging das aus? Machts klick?
      Der nächste Kandidat der voraussichtlich das gleiche Schicksal erleiden wird, wird der neue AMG GT 4türer. Da auch das gleiche Spiel.

      Wenn ich +150k habe die ich zum Fenster rausschmeißen kann, dann kaufe ich mir doch kein emotionsloses E-auto, egal wie viel tausend PS die haben, sie sind einfach emotionslos und langweilig. Das ist was für hipster die ein pseudo Statement setzen wollen oder für Firmenwagen fahrer die gezwungen sind ein e-auto zu kaufen, aber das ist nichts für leute die einfach Autos wegen der emotionen genießen die sie ihnen durch motor, getriebe etc vermitteln.

      Damit die e-Gklasse erfolgreich wird, müsste man die mehrheit der G-Klasse verbrenner käufer dazu bringen auf die e-Gklasse umzusteigen. Es ist wahrscheinlicher einen Spaziergang auf der Sonne zu überleben als das das passiert. Man wird keinen erfolg mit der e-Gklasse haben indem man versucht neue käufer dafür zu begeistern, das kann doch nicht so schwer zu verstehen sein? G-Klasse ist Nische.

      Ich verstehe, dass es Mercedes versuchen musste, aber am Ende ist es genauso gekommen wie es leute mit rationalem denken erwartet haben. Eine Luftnummer.
      Es hätte mehr sinn gemacht eine baby G-Klasse zu bringen als e-auto, geringerer preis = mehr potenzielle käufer und man hätte eine klare trennung ohne die G-Klasse als Marke zu verwässern.

      1. Vielleicht fährst du mal eine G580.
        Ich haben meinen seit 10k km
        Und das Ding ist weit weg von Emotionslosigkeit.
        Und ich habe einen 2015 c63 Cabrio in der Garage stehen.

        Beides sind faszinierende Autos.

        Also setzt Euch mal in einen G580 und probiert es aus. Ihr werdet überrascht sein.
        Er kann laut und leise zugleicht.

        1. Das sehe ich exakt genauso.
          Einfach mal den G580 fahren, bevor man dem Wagen ohne eigene Praxiserfahrung völlig zu Unrecht Emotionslosigkeit unterstellt. Alle, die meinen bislang gefahren sind, waren ausnahmslos positiv überrascht und begeistert. Da war jedesmal Emotion pur. Und das waren ganz überwiegend Besitzer von Verbrenner-G’s, wovon ein Großteil gar nicht wusste, dass es einen vollelektrischen G gibt. Darunter waren übrigens auch diejenigen, die erst jüngst wieder einen angeschafft hatten und ihre Verkäufer offenbar keinen Bock hatten, ihnen das Fahrzeug irgendwie auch nur ansatzweise näher bringen zu wollen.

          Die große G63-Fraktion will halt den (mir zu pompösen) Gesamtauftritt, daher konkurriert der eG viel eher mit den dezenteren 500/450d. In Realität fährt sich der G580 dazu im Vergleich viel agiler, geschmeidiger und komfortabler. Ganz zu schweigen vom unglaublichen Antritt. Verknüpft mit den E-Vorteilen wie Vorklimatisierung des Innenraums im Hochsommer, G-Steering im Offroad (ja, gerade erst in Italien ausprobiert und zu schätzen gelernt) und einer Reichweite, die für mein persönliches Fahrprofil vollkommen ausreicht. Mit 0,5% Versteuerung auch noch für mich persönlich günstiger mit voller Hüte als ein minimalistisch ausgestatteter G500/450d. Zu ziehen hab ich auch nichts, aussehen tut er auch ganz e-untypisch, nämlich so wie seine Verbrenner-Brüder. In Summe ist er aktuell daher der für mich beste G, den ich bisher mein Eigen nennen durfte.

          Braucht halt in der Praxis einfach viel mehr Zeit und Geduld, bis die Kundengruppe (und offensichtlich auch manch MB-Vertriebspartner) an die neue Antriebsform herangeführt ist, als sich das einige erträumt haben. Deshalb muss man das Konzept auch nicht immer gleich voreilig abschreiben, insbesondere nicht von denen, die es nur aus ihren Gedanken bewerten und nicht aus der Praxis kennen.

  2. Volle Zustimmung !
    Gerade artgerecht bewegte G schreien geradezu nach vollelektrisch. Da werden alle Trümpfe (leise, wenig v/cW-Malus, Benefit durch Masse bergab) mal richtig sichtbar.

    Und man stelle sich nur die Verzweifelten vor, die plötzlich einen eCayenne nehmen müssten, mit dessen unterirdischem Cockpit.

    1. Das Problem ist bloß, dass 95% der Leute, die so viel Kohle für eine G-Klasse ausgeben, das Fahrzeug überhaupt nicht offroad bewegen wollen, sondern mit bollerndem V8 durch die Innenstadt fahren. AtomkraftJAbitte kommt zwar gern ein bisschen polemisch daher, aber ganz unrecht hat er eben nicht mit dem Punkt, dass es in dieser Preisklasse hauptsächlich um Emotionen geht. Ich glaube trotzdem, dass sich mit der Zeit mehr Käufer für Fahrzeuge wie die elektrische G-Klasse finden werden, einfach, weil sich das Bewusstsein der Leute wandelt. Aber es wird dauern.

      Ich hatte vor ein paar Monaten mal aus Vertriebskreisen die Info bekommen, dass sich der elektrische G deutlich unter den Erwartungen verkauft, da wurde das noch nicht groß in der Öffentlichkeit diskutiert. Eine weitere sehr spannende Info war da aber auch noch dabei: Von den Verbrennern gibt es anscheinend auch nur ein einziges Modell, das sich gut verkauft, und das ist der 63er, mit riesigem Abstand. Die beiden Sechszylinder, der G 500 und der G 450 d, sind, was die Verkaufszahlen angeht, offenbar sogar noch schlechter als der elektrische. Was die These mit den Emotionen noch mehr unterstreicht. Die Leute wollen den V8 also nicht, weil der Benzin verbrennt oder irgendwie alltauglicher wäre, sondern vor allem wegen der Emotionen. Die ebenfalls alltagstauglichen, aber recht emotionslosen Sechszylinder will dagegen fast kein Mensch. Jedenfalls keiner, der bereit ist, so viel Geld für ein Auto auszugeben wie für eine G-Klasse.

      1. Der G63 Verkauft sich international sicherlich mit Abstand am besten. Das wundert mich auch nicht. Sicherlich spielen hier Emotionen, Statussymbol, etc. gerade beim G63 eine Rolle. Sondermodelle wie der 4×4² sind dann doch zu speziell.
        Was die 6 Zylinder Modelle angeht, da hat Mercedes leider vor langer Zeit beschlossen der (obere) Mittelstand darf im Prinzip schon nicht mehr mitspielen. War die G Klasse doch einst das ultimative Gefähr für Förster und co, kann sich das heute keiner mehr in dieser Schicht leisten. Mit dem Premium Anspruch hat man leider auch die Preise für die 6 Zylinder „Einstiegsmodelle“ der G Klasse so angehoben.
        Der 580er fällt im die gleiche Nische. Für die die ihn sich sinnvollerweise anschaffen würden ist er finanziell ausgeschlossen und die die genug Geld übrig hätten spielen in einer Liege in der momentan Nachhaltigkeit noch kein relevanter Aspekt gegenüber dem Statussymbol Topmodell

    2. Genau richtig.
      VMax über 200km/h egal mit welche G ist eigentlich ein Schwachsinn und wenn auch nur in Deutschland relevant.

      Dahingleiten bei 120-130km/h ist in keine G so entspannt wie im G580.

      Dabei einen Abstecher im Jagdrevier machen mit einer Leichtigkeit im Gelände und Geräuschlosigkeit möchte ich er gar nicht reden.

      Aber ja ein G63 Kaffeeposer brauchen das natürlich nicht. Wäre ja Peinlich unbemerkt durch Berlin zu fahren.

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