Mercedes EQA Wartungskosten

Kurze Intervalle auch bei Mercedes EQA und EQB

Mercedes hat kürzlich aufgrund der geringen Kundennachfrage nach den großen Elektromodellen mit Stern. Ein kostenfreies Wartungspaket allen EQE und EQS Modellen (inkl. deren SUV Derivate) spendiert.

 

Beim EQA und EQB muss der Kunde aber weiterhin die Wartung selbst bezahlen.

Seit dem Änderungsjahr 2023-2 enthalten alle EVA2 Modelle (EQE, EQE SUV, EQS und EQS SUV) das Wartungspaket für 6 Jahre und 90.000 km serienmäßig. Das sind bei den EVA2 Modelle 3 Wartungen.

Mercedes EQE SUV (X294)
EVA2 Modelle 6 Jahre Wartung gratis

Die EQA und EQB Modelle haben weiterhin alle 12 Monate bzw. 25.000 km (was zuerst eintritt).

Zum einen nerven die kurzen Wartungsintervalle – sie kosten Zeit und man muss sich kümmern – und zum anderen kostet die Wartung, obwohl es ein E-Auto ist verhältnismäßig viel Geld.

 

Die Wartungsintervalle im Überblick:

  • Tesla keine Wartung erforderlich (Kunden kann sich Pollenfilter im Internet bestellen und selbst einbauen)
  • VW MEB Modelle (alle 2 Jahre ohne Kilometerbegrenzung)
  • Hyundai Kona electric (alle 15.000 km oder jedes Jahr, Kosten 80 bis 120 EUR)
  • Mercedes EQA/EQB (alle 25.000 km oder jedes Jahr, Kosten NL Köln 305 EUR)
  • Mercedes EVA2 (EQE, EQS) alle 30.000 km oder alle 2 Jahre, bis 6 Jahre / 90.000 km gratis)
  • smart #1 / smart #3: gratis 3 Jahre bzw. bis 45.000 km (Wartungsintervall 2 Jahre oder 30.000 km; also ist quasi die erste Wartung gratis).

Mercedes wechselt bei der ersten Wartung von EQA und EQB den Aktivkohlefilter und prüft u.a. die Kühlflüssigkeit von Motor und Batterie. Mehr wird nicht gemacht. Die Arbeit kostet dann 305 EUR. Eigentlich etwas viel Geld, wenn man bedenkt, dass der Hyundai Kona Electric Kunde den gleichen Umfang für 80 bis 120 EUR erledigt bekommt.

 

Aber in Summe sind die Wartungsintervalle von 12 Monaten egal ob 80 EUR beim Hyundai Kona Electric bzw. Mercedes EQA / EQB für ein E-Auto nicht mehr zeitgemäß und nerven.

 

Früher hat man für ein E 350e (W213) für eine kleine Inspektion 350 EUR (ohne das komische Plus-Paket) gezahlt. 5,5 Liter Öl für gut 35 EUR den Liter würden einen Preis von knapp unter 200 EUR für eine Inspektion für ein E-Auto bei Mercedes rechtfertigen.

Der nächste CO2-Flottenabsenkungsschritt erfolgt 2025 im Durchschnitt auf 80g Co2/km. Die Hersteller sollten daher aufpassen, dass sie die Kunden nicht mit „pseudo“ Wartungen nerven um den Kfz-Handel einen Gefallen zu tun.

 

Das E-Auto sollte gerade auch durch seine geringen Unterhaltskosten (TCO = Total Cost of Ownership) überzeugen. Hohe, nicht begründbare Wartungskosten sind da nicht hilfreich.

 

Beim TÜV merkt man den Vorteil des E-Autos. Da keine Abgasuntersuchung möglich ist, kostet der TÜV für E-Autos nur rund 65 EUR, während Verbrenner rund 120 EUR inkl. AU bezahlen müssen.

Weitere Informationen:

Mercedes EQA und smart #1 im Vergleichstest

Günstiger geht es nicht: 100 km für 1,35 EUR

Mit dem Mercedes EQA 3.500 km durch Frankreich

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