Die neue S-Klasse – das beste Auto der Welt

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Ab Dezember 2020 liefert Mercedes die neue S-Klasse W223 aus – Mercedes legt damit die Meßlatte für das beste Auto der Welt noch einmal höher

„Die S-Klasse ist die meistverkaufte Luxuslimousine der Welt. Mit der neuesten Generation wollen wir unseren Kunden Innovation, Sicherheit, Komfort und Qualität bieten wie noch nie zuvor“, betont Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und der Mercedes-Benz AG. „Die neue S-Klasse untermauert unseren Anspruch, das beste Automobil der Welt zu bauen“, ergänzt Markus Schäfer, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und Mercedes-Benz AG; verantwortlich für Daimler Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars COO. „Hier trifft begehrenswerter Luxus auf größtmögliche Sicherheit und höchsten Komfort.“ Die neue S-Klasse kann in Deutschland ab Mitte September 2020 bestellt werden und kommt im Dezember 2020 zu den Vertriebspartnern.

Im Innenraum der S-Klasse erreicht der moderne Luxus das nächste Niveau. Die Designer haben ein von Eleganz, Hochwertigkeit und Leichtigkeit geprägtes Wohlfühlambiente mit Lounge-Charakter geschaffen. Mit ihrer neuen Architektur, der modernen Flächengestaltung und der ergonomischen Displayanordnung ist die Instrumententafel ein Highlight. Doch das Wohlfühl-Programm geht weiter: Mit hohem Fahr- und Geräuschkomfort sowie einem umfangreichen Angebot an ENERGIZING COMFORT Programmen kümmert sich die S-Klasse um das Wohlbefinden ihrer Passagiere. Fit bleiben diese auch dank der wirkungsvollen Luftfilterung, die ihre hinzugewonnene Leistungsfähigkeit auch durch den neuen Namen ENERGIZING AIR CONTROL signalisiert.

Die neue Mercedes-Benz S-Klasse wird auf vielen Feldern intelligenter, das Fahrerlebnis ist auf der nächsten Stufe. Zu den digitalen Innovationen unter anderem von MBUX (Mercedes-Benz User Experience) kommen Neuheiten, die den Fahrspaß steigern und ihn gleichzeitig noch sicherer machen: Dazu zählen die Hinterachslenkung mit großem Lenkeinschlag und Sicherheitsinnovationen wie der Fondairbag. Als neue Funktion von PRE-SAFE® Impuls Seite kann das aktive Fahrwerk E-ACTIVE BODY CONTROL die Karosserie kurz vor einem erkannten Seitenaufprall (beidseitig) anheben. Die konsequent weiterentwickelten Fahrassistenzsysteme sind ein weiterer Schritt auf dem Weg zum autonomen Fahren. Dank verbesserter Umfeldsensorik können beispielsweise die Parksysteme den Fahrer nun noch besser beim Rangieren unterstützen. Durch die Einbindung in MBUX erreicht die Visualisierung neue Dimensionen.

Der Antrieb: mehr Elektrifizierung, mehr Effizienz

Reihensechszylinder als Otto und Diesel in verschiedenen Leistungsstufen machen den Anfang bei den Motorisierungen der neuen S-Klasse. Ein V8-Motor mit integriertem Starter-Generator (ISG) und 48-Volt-Bordnetz wird bald darauf verfügbar sein. 2021 folgt ein Plug-in-Hybrid mit einer rein elektrischen Reichweite von rund 100 Kilometern. Der OM656 ist noch ohne 48 Volt ISG Unterstützung.

Das Modellangebot zum Start der S-Klasse:

Die zehn wichtigsten Neuerungen:

In der neuen S-Klasse geht die zweite Generation von MBUX (Mercedes-Benz User Experience) an den Start. Wieder ein Meilenstein als Schnittstelle zwischen Fahrer, Passagieren und Fahrzeug: Bis zu fünf Bildschirme, zum Teil mit OLED-Technologie, sind an Bord. Das neue 3D-Fahrer-Display ermöglicht auf Knopfdruck erstmals eine räumliche Szenenwahrnehmung mit echter Tiefenwirkung durch Eye-Tracking. Beeindruckend ist ebenso das sehr große Head-up-Display mit Augmented-Reality-Inhalten. Bei der Navigation werden z.B. animierte Abbiegepfeile virtuell und passgenau über die Fahrbahn gelegt.

Mithilfe von Kameras in der Dachbedieneinheit und lernenden Algorithmen erkennt der MBUX Interieur-Assistent zahlreiche unterschiedliche Bedienwünsche. Dabei interpretiert er Kopfrichtung, Handbewegungen und Körpersprache und reagiert mit entsprechenden Fahrzeugfunktionen. Wenn der Fahrer beispielsweise über die Schulter nach hinten in Richtung Heckscheibe blickt, öffnet der MBUX Interieur-Assistent das Sonnenrollo vor der Heckscheibe automatisch.

Die Aktive Ambientebeleuchtung (Sonderausstattung) ergänzt die serienmäßige Ambientebeleuchtung um eine zusätzliche Lichtebene. Sie ist mit rund 250 LED ist in die Fahrassistenzsysteme eingebunden und kann deren Warnungen optisch unterstützen. Darüber hinaus ist eine Rückmeldung bei der Bedienung der Klimatisierung oder des Sprachassistenten „Hey Mercedes“ möglich.

Die neueste Generation des serienmäßigen Fahrassistenz-Pakets enthält neue und zahlreiche weiterentwickelte Funktionen. Ein Beispiel ist die intelligente Anpassung an Tempolimits. Die neue Assistenzanzeige im Fahrer-Display stellt die Funktionsweise der Fahrassistenzsysteme verständlich und transparent in einer Vollbild-Ansicht dar.

Der Fondairbag (Sonderausstattung für die S-Klasse mit langem Radstand) kann bei schweren Frontalkollisionen die Belastungswerte auf Kopf und Nacken für die angeschnallten Insassen auf den äußeren Rücksitzplätzen deutlich reduzieren. Der Frontalairbag für den Rücksitz entfaltet sich aufgrund seiner neuartigen Bauart mit einer röhrenartigen Struktur besonders schonend.

Dank Hinterachslenkung (Sonderausstattung) fühlt sich die S-Klasse in der Stadt so handlich an wie ein Kompaktwagen. Der Lenkwinkel an der Hinterachse beträgt bis zu zehn Grad. Der Wendekreis der S-Klasse verringert sich mit Hinterachslenkung um bis zu zwei Meter.

Über 50 Elektronik-Komponenten der neuen S-Klasse können over-the-air (OTA) mit neuer Software aktualisiert werden. Darunter sind das komplette MBUX Infotainmentsystem, das Fahrer-Display, die Fahrassistenzsysteme sowie die Lichtsysteme MULTIBEAM LED und DIGITAL LIGHT. Durch diese Technologie spart der Kunde Zeit, da er nicht extra in die Werkstatt fahren muss. Des Weiteren bleibt sein Fahrzeug während der gesamten Lebensdauer auf dem neuesten Stand und ist gerüstet für neue Features. Voraussetzung für OTA-Updates ist immer die explizite Zustimmung des Nutzers.

Bei einem drohenden seitlichen Aufprall eines anderen Fahrzeugs kann die Karosserie durch das E-ACTIVE BODY CONTROL Fahrwerk (Sonderausstattung) innerhalb weniger Zehntelsekunden angehoben werden. Das ist eine neue Funktion von PRE-SAFE® Impuls Seite. Die Belastung der Insassen kann dadurch verringert werden, weil der Stoß so auf besonders widerstandsfähige Strukturen im unteren Teil des Fahrzeugs gelenkt wird.

Voraussichtlich ab dem zweiten Halbjahr 2021 wird die S-Klasse mit dem neuen DRIVE PILOT (Sonderausstattung) bei hohem Verkehrsaufkommen oder Stausituationen auf geeigneten Autobahnabschnitten in Deutschland hochautomatisiert fahren können. Das entlastet den Fahrer und ermöglicht ihm Nebentätigkeiten wie im Internet surfen oder im In-Car-Office E-Mails bearbeiten und schenkt dem Fahrer dadurch Zeit.

Die revolutionäre Scheinwerfertechnologie DIGITAL LIGHT (Sonderausstattung) ermöglicht ganz neue Funktionen, etwa die Projektion von Hilfsmarkierungen oder Warnsymbolen auf die Fahrbahn. DIGITAL LIGHT besitzt in jedem Scheinwerfer ein Lichtmodul mit drei extrem lichtstarken LED, deren Licht mit Hilfe von 1,3 Millionen Mikrospiegeln gebrochen und gerichtet wird. Pro Fahrzeug beträgt die Auflösung also über 2,6 Millionen Pixel.

Interessante Zahlen, Daten, Fakten

 

Um bis zu 2 Meter verringert sich der Wendekreis mit Hinterachslenkung im Vergleich zu einem Modell ohne. Der maximale Lenkwinkel beträgt 10°.

27 Sprachen unterstützt „Hey Mercedes“ mit Natural Language Understanding (NLU).

31 Lautsprecher und acht Körperschallwandler (Exciter) umfasst das Burmester® High-End 4D-Surround-Soundsystem.

Zum bequemen Sitzen verhelfen im Beifahrersitz bis zu 19 Motoren (8 für die Verstellung, 4 für Massage und 5 für die Lüftung, einer für die Lordosenstütze und einer bewegt den Monitor auf der Rückseite).

In der neuen S-Klasse gibt es 10 verschiedene Massageprogramme.

Bis zu 100 Kilometer elektrische Reichweite wird der Plug-in-Hybrid der neuen S-Klasse haben.

Die Anzeigefläche des Augmented-Reality-Head-up-Displays entspricht einem Monitor mit einer Diagonalen von 77 Zoll.

Das Volumen des Kofferraums stieg im Vergleich zum Vorgänger um 20 Liter auf bis zu 550 Liter.

Mit einem cw-Wert ab 0,22  (im Sport+ Modus) gehört die S-Klasse zu den strömungsgünstigsten Fahrzeugen überhaupt. Der Luftwiderstand ist daher trotz größerer Stirnfläche 200 cm² geringer als bisher.

Die Ellenbogenfreiheit konnte für den Fahrer um 38 Millimeter und für die Fondpassagiere um bis zu 23 Millimeter im Vergleich zum Vorgänger vergrößert werden. Im Fond stieg die Kopffreiheit um bis zu 16 Millimeter.

Über 2,6 Millionen Pixel beträgt die Auflösung von DIGITAL LIGHT pro Fahrzeug.

Die Rechenleistung von MBUX (Mercedes-Benz User Experience) stieg um 50 Prozent gegenüber dem System des Vorgängers. Die Speicherbandbreite beträgt 41.790 MB/s.

Um bis zu 8 Zentimeter kann die Karosserie bei einem drohenden Seitenaufprall durch das E-ACTIVE BODY CONTROL Fahrwerk innerhalb weniger Zehntelsekunden angehoben werden. Das ist eine neue Funktion von PRE-SAFE® Impuls Seite.

17 Schrittverstellmotoren regeln bei der THERMOTRONIC Temperatur und Luftverteilung. Die 4-Zonen-Klimatisierung THERMOTRONIC Fond hat sogar 20 Schrittverstellmotoren. Diese elektrischen Motoren betätigen die Luftklappen.

Alle 1,6 Zentimeter sitzt bei der Aktiven Ambientebeleuchtung eine LED in einem Lichtleiter. Insgesamt sind es rund 250 Stück.

Das neue OLED Zentral-Display hat die Abmessungen 239,06 mm x 218,8 mm und bietet eine aktive Bildschirmdiagonale von 12,8 Zoll. Die Bildschirmfläche ist 64 Prozent größer als im Vorgänger. Das Fahrer-Display hat die Abmessungen 291,6 mm x 109,4 mm und eine Diagonale von 12,3 Zoll.

Rund 16 Liter Volumen hat die Röhrenstruktur des neuartigen Fondairbags, das Gesamt-Volumen des aufgespannten Bags umfasst bis zu 70 Liter.

1.000-mal pro Sekunde analysieren die Steuergeräte der E-ACTIVE BODY CONTROL die Fahrsituation und passen das Fahrwerk an.

Die Bezeichnung „S-Klasse“ wurde 1972 mit der Baureihe 116 offiziell eingeführt.

In der S-Klasse kommen Bauteile mit einem Gesamtgewicht von über 98 kg aus ressourcenschonenden Materialien zum Einsatz. Die Zahl der Bauteile, die Rezyklate enthalten, erreicht 120 – mehr als doppelt so viele wie beim Vorgänger. Weitere knapp 40 kg stammen aus nachwachsenden Rohstoffen.

223 lautet die interne Bezeichnung der neuen Baureihe.

Das neue Werkzeug für die Mikroperforation der Sitze arbeitet mit 16.000 Nadeln.

Bei der S-Klasse ist die Loyalitätsrate besonders hoch. So entscheiden sich etwa 80 Prozent der S-Klasse Kunden in Westeuropa erneut für ein Fahrzeug von Mercedes-Benz. In den USA sind es mehr als 70 Prozent.

Von der letzten Generation der S-Klasse (Baureihe 222; Debüt 2013) ging mehr als ein Drittel aller Limousinen nach China. Dort sind die Kunden der S-Klasse mit einem Durchschnittsalter von rund 40 Jahren am jüngsten. Die S-Klasse Limousine wird weltweit überwiegend mit langem Radstand verkauft: Etwa 9 von 10 Kunden entscheiden sich für die Langversion der S-Klasse Limousine. Insgesamt sind seit der Einführung der jetzt auslaufenden Generation mehr als 500.000 S-Klasse Limousinen verkauft worden.

Das Maßkonzept und das Interieurdesign: großzügiges Ambiente mit Lounge-Charakter

Seit jeher ließ es sich in einer S-Klasse angenehm reisen und entspannt arbeiten. Mit der neuen Fahrzeug-Generation hat sich der Innenraum vollends zum „third place“ entwickelt, einem Refugium zwischen Zuhause und Arbeitsplatz. Nahezu alle Komfortmaße beider Varianten, der S-Klasse mit kurzem und mit langem Radstand, auf den vorderen wie hinteren Sitzplätzen wurden verbessert. Entsprechend großzügig fällt das Raumgefühl aus.

Zu den Highlights zählen neben den bis zu fünf Bildschirmen die großen Zierteile in der Instrumententafel und im Fond (bei der Komfortsitz-Variante). Sie umfließen die Passagiere und stellen die konsequente Weiterentwicklung des Wrap-around-Effekts dar. Eine besonders reizvolle Ausführung bei den Zierteilen ist offenporiges Holzfurnier, das von feinen, formfolgenden Intarsien aus echtem Aluminium durchzogen wird. Neues Gestaltungselement sind die flachen Mitteldüsen mit ihrer Vierer-Signatur und horizontal gelagerten Gondeln. Jeweils zwei schmale, vertikale Seitendüsen bilden den formalen Abschluss der Instrumententafel.

Fahrer- und Zentral-Display bieten ein ganzheitliches, ästhetisches Erlebnis. Das Erscheinungsbild der Bildschirme lässt sich mit insgesamt vier Anzeigestilen (Dezent, Sportlich, Exklusiv, Klassisch) und drei Modi (Navigation, Assistenz, Service) individualisieren.

Die Sitze: viel Hightech für höchsten Langstreckenkomfort

Die Sitze laden förmlich zum Platznehmen und Entspannen ein. Das fließende, dreidimensionale Layer-Designthema verleiht ihnen eine optische Leichtigkeit. Die unterschiedliche Verarbeitung führt zu unterschiedlichen Charakteren. So wirken die fließenden Längspfeifen bei Leder Lugano eher edel-avantgardistisch und die progressive Rautensteppung bei Leder Nappa und Nappa Exklusiv eher klassisch-expressiv.

Zum bequemen Sitzen verhelfen bei den Frontsitzen bis zu 19 Motoren – eine Zahl, die auf die Komplexität der in den Sitzen verbauten Technik verweist. Doch Komfort ist nicht genug: Auch bei der Sicherheit spielen die Sitze eine zentrale Rolle. Und natürlich auch beim luxuriösen Wohlfühlen: Alle in der S-Klasse verfügbaren Sitze sind mit dem AGR-Siegel der Aktion Gutes Sitzen1 ausgezeichnet.

In der neuen S-Klasse gibt es zehn verschiedene Massageprogramme. Sie nutzen die Vibrationsmotoren und können den Effekt der entspannenden Massage nach dem Hot-Stone-Prinzip auch mit Wärme steigern. Hierfür wird die Sitzheizung mit den aufblasbaren Luftkammern der Aktiv-Multikontursitze kombiniert. Die Luftblasen sitzen jetzt dichter an der Sitzoberfläche und sind somit noch besser zu steuern und zu spüren.

Fünf verschiedene Fondsitzvarianten ermöglichen es, den Rücksitzraum der S-Klasse stärker als Arbeits- oder Ruheplatz zu konfigurieren. Neu ist ein beheizbares Zusatzkissen für die Kopfstütze, das für die beiden elektrisch einstellbaren Fondsitze verfügbar ist. Verstellweg und -winkel von Beifahrersitz in Chauffeurkonfiguration und dahinter befindlichem Liegesitz wurden vielfach verbessert.

Die ENERGIZING COMFORT Angebote: angenehm reisen und fit bleiben

Der ganzheitliche „Fit & Healthy“-Ansatz von ENERGIZING COMFORT macht die unterschiedlichen Komfortsysteme auf Tastendruck oder per Sprachbefehl erlebbar und bündelt sie in Programmen zu Erlebniswelten. Zugleich wird eine passende Atmosphäre im Innenraum geschaffen – beispielsweise vitalisierend auf monotonen Strecken und entspannend bei höherem Stresspegel. Der ENERGIZING COACH schlägt sogar auf Basis von Fahrzeug- und Fahrtinformationen ein passendes Vitalisierungs- oder Wellness-Programm vor. Trägt der Fahrer ein entsprechendes Wearable, gehen auch die Informationen zu Schlafqualität und Stresslevel in seinen intelligenten Algorithmus ein.

In der neuen S-Klasse hat Mercedes-Benz die ENERGIZING Komfortsteuerung grundlegend weiterentwickelt. Innovationen wie eine Massage auf Basis von Vibrationsmotoren im Sitzkissen und die Körperschall-Übertragung des Burmester® High-End 4D Surround-Soundsystems sind eingebunden. Tiefe Töne werden so erlebbar. Die direkte Wiedergabe des Körperschalls in den Sitzen ergänzt das dreidimensionale Hörerlebnis um eine weitere Ebene – den 4D-Sound, inspiriert von der Klangschalen-Massage. Dabei kann die fühlbare Intensität des Klangs für jeden Sitzplatz individuell eingestellt werden. Die Musik wirkt durch die fühlbare Komponente noch emotionaler. Dazu sind auf jedem Sitzplatz zwei Körperschallwandler (Exciter) in die Rückenlehne integriert.

Das automatisierte Fahren und die Fahrassistenzsysteme: noch mehr Unterstützung für den Fahrer

Homeoffice wird bald mobil – auch für Menschen hinterm Steuer. Zumindest, wenn sie ein Fahrzeug mit Stern bewegen: Denn Mercedes-Benz will den sicheren Betrieb einer hochautomatisiert fahrenden S-Klasse technisch realisieren und den anspruchsvollen gesetzlichen Anforderungen an ein sogenanntes Level-3-System2 gerecht werden. Voraussichtlich ab dem zweiten Halbjahr 2021 wird die S-Klasse mit dem neuen DRIVE PILOT bei hohem Verkehrsaufkommen oder Stausituationen auf geeigneten Autobahnabschnitten in Deutschland hochautomatisiert fahren können. Das entlastet den Fahrer, ermöglicht ihm Nebentätigkeiten3 wie im Internet surfen oder im In-Car-Office E-Mails bearbeiten und schenkt dem Fahrer dadurch Zeit.

Details dazu hier:

Neue S-Klasse fährt ab 2. Halbjahr 2021 autonom

Mit dem Remote Park-Assistenten kann der Fahrer das Fahrzeug per Smartphone ein- und ausparken. Die Bedienung wurde wesentlich vereinfacht. Mit der Vorrüstung für den INTELLIGENT PARK PILOT ist die S-Klasse für Automated Valet Parking (AVP, SAE-Level 4) vorbereitet. Zusammen mit der benötigten Sonderausstattung und dem entsprechenden Connect-Dienst (länderabhängig) hat die neue S-Klasse die Technik an Bord, um vollautomatisiert und fahrerlos in mit AVP-Infrastruktur ausgerüsteten Parkhäusern ein- und auszuparken, sofern die nationalen Gesetze einen solchen Betrieb erlauben.

„Mercedes-Benz geht mit der neuen S-Klasse einen großen Schritt weiter auf dem Weg zum autonomen Fahren: Mit dem DRIVE PILOT wird die Luxuslimousine bei hohem Verkehrsaufkommen oder Stausituationen auf geeigneten Autobahnabschnitten hochautomatisiert bis 60 km/h fahren können. Das entlastet den Fahrer und ermöglicht ihm Nebentätigkeiten wie In-Car-Office. Dieses Level-3-System werden wir zuerst in Deutschland einführen.“ Dr. Michael Hafner, Leiter Automatisiertes Fahren

 

Folgende Sensoren sind bei der S-Klasse mit serienmäßigen Fahrassitenz-Paket (SAE Level 2) an Bord:

 

  • Multimoderadar vorne: 2 Radarsensoren mit Öffnungswinkel 130°
  • Fernbereichsradar vorne: 1 Radarsensor mit Öffnungswinkel 90° und 9°
  • Stereo-Multi-Purpose-Kamera vorn: 1 Kamera mit Öffnungswinkel 70°
  • Multimoderadar hinten: 2 Radarsensoren mit Öffnungswinkel 130°
  • 360°-Kamera (Nahbereich): 4 Kameras mit Öffnungswinkel 180°
  • Ultraschall (Nahbereich): 12 Sensoren mit Öffnungswinkel 120°

Die Fahrwerkssysteme: handlicher und dynamischer mit Hinterachslenkung

Innovative Fahrwerksysteme sorgen in der neuen S-Klasse für ein beeindruckendes Fahrerlebnis. Die Hinterachslenkung (Sonderausstattung) mit einem Lenkwinkel von bis zu 10° steigert die Handlichkeit in der Stadt auf das Niveau eines Kompaktwagens. Der Wendekreis der S-Klasse verringert sich mit Hinterachslenkung um bis zu zwei Meter.

 

„Die Hinterachslenkung macht die S-Klasse so handlich wie einen Kompaktwagen. Der Wendekreis schrumpft selbst bei der S-Klasse mit langem Radstand auf unter 11 Meter. Und dank dem Aktiven Park-Assistenten mit 360°-Kamera schlüpft der Wagen auch in enge Parklücken und erkennt dabei, falls sich jemand im Parkraum bewegt. Und beim Ausparken hat die S-Klasse ein waches Auge auf den querenden Verkehr.“ Jürgen Weissinger, Chefingenieur S-Klasse

S-Klasse mit 10 Grad Hinterachslenkung
Mercedes-Benz S-Klasse (W223)
S-Klasse mit 10 Grad Hinterachslenkung

Das optionale vollaktive Fahrwerk E-ACTIVE BODY CONTROL auf 48-V-Basis bietet eine einzigartige Synthese aus Komfort und Agilität und darüber hinaus noch zusätzlichen Schutz bei einem Seitencrash. Serienmäßig ist die Luftfederung AIRMATIC mit kontinuierlicher Verstelldämpfung ADS+. Eine enge Vernetzung aller Fahrwerk- und Regelsysteme bringt ein Höchstmaß an Stabilität und Sicherheit. Jetzt verstärkt Mercedes-Benz mit einer neuen Funktion von PRE-SAFE® Impuls Seite die Maßnahmen in der Vorunfallphase: Bei einem drohenden Seitenaufprall kann die Karosserie durch das E-ACTIVE BODY CONTROL Fahrwerk innerhalb weniger Zehntelsekunden um bis zu 80 Millimeter angehoben werden. Die Folge ist eine Entlastung der Türstrukturen, da der Schweller durch die erhöhte Position einen größeren Teil der Lasteinleitung übernehmen kann. Somit können sich die Deformationen der Fahrgastzelle und die damit einhergehende Belastung der Insassen verringern. Zum Erkennen eines potenziellen Seitencrashs wird Radarsensorik genutzt.

Die bündig in die Türen eingelassenen Türgriffe (verringert die Breite um ca. 2cm) (Sonderausstattung) wurden komplett neu entwickelt. Sie fahren elektrisch aus, wenn sich der Fahrer nähert oder über die Außenfläche des Türgriffs gestrichen wird. Über KEYLESS-GO erfolgt der schlüssellose Zugang.

Intelligente Rohbaukonzepte und Innovationen bei den Rückhaltesystemen untermauern die Vorreiterrolle der S-Klasse in der passiven Sicherheit. Der neue Aluminium-Hybrid-Rohbau mit einem Aluminiumanteil von über 50 Prozent wird vielen Anforderungen gerecht: Hohe Crashsicherheit, ein um bis zu 60 kg geringeres Gewicht als beim Vorgänger sowie eine überragende Karosseriesteifigkeit für ein hervorragendes Fahrverhalten bei gleichzeitig bestem Geräusch- und Schwingungskomfort.

 

Das Licht: mit innovativer Digitaltechnologie außen wie innen

Erstmals in Großserie bei Mercedes-Benz geht die Sonderausstattung DIGITAL LIGHT. Sie ermöglicht ganz neue Assistenzfunktionen1:

  • Warnung vor erkannten Baustellen durch die Projektion eines Baggersymbols auf die Fahrbahn
  • Warnung und Markierung durch ein Spotlight auf erkannte Fußgänger am Fahrbahnrand
  • Hinweis auf Ampel, Stoppschild oder Einfahrverbot durch Projektion eines Warnsymbols auf die Fahrbahn
  • Unterstützung auf verengten Fahrbahnen (Baustelle) durch Projektion von Führungsmarkierungen auf die Fahrbahn.

 

DIGITAL LIGHT besitzt in jedem Scheinwerfer ein Lichtmodul mit drei extrem lichtstarken LED, deren Licht mit Hilfe von 1,3 Millionen Mikrospiegeln gebrochen und gerichtet wird. Pro Fahrzeug beträgt die Auflösung also über 2,6 Millionen Pixel. Das ermöglicht eine punktgenaue Lichtverteilung. Der Fernlichtassistent ist beim Ausblenden von Gegenverkehr oder Verkehrsschildern somit über 100-mal genauer als das 84-Pixel-Licht. Auch die Hell-Dunkel-Grenzen und die Lichtverteilung aller übrigen adaptiven Lichtfunktionen werden mit einer deutlich verbesserten Präzision dargestellt, was beispielsweise im Nebellicht, Autobahnlicht oder Citylicht die Ausleuchtung optimiert.

Dank LED-Technologie macht die neue S-Klasse bei der Beleuchtung des Innenraums ebenso einen Entwicklungssprung: Erstmals hat Mercedes-Benz eine interaktive Beleuchtung realisiert. Die Aktive Ambientebeleuchtung (Sonderausstattung) ergänzt die serienmäßige Ambientebeleuchtung um eine zusätzliche Lichtebene. Sie ist in die Fahrassistenz-systeme eingebunden und kann deren Warnungen optisch unterstützen. Darüber hinaus ist bei Komfortsystemen eine entsprechende Rückmeldung möglich. Das betrifft die Klimatisierung oder den Sprachassistenten „Hey Mercedes“.

Die Aerodynamik: umfangreiche Strömungssimulationen in der frühen Entwicklungsphase

Mit einem cw-Wert ab 0,22 (Bestwert im Sport+ Fahrprogramm) gehört die S-Klasse zu den strömungsgünstigsten Fahrzeugen überhaupt und besonders im Segment der Luxuslimousinen. Obgleich die Stirnfläche (A) der neuen S-Klasse leicht auf 2,5 m² gestiegen ist, konnte der Luftwiderstand gegenüber dem Vorgänger nochmals gesenkt werden. Das Produkt aus cw und A beträgt 0,56 m² und ist damit 200 cm² niedriger als beim Vorgänger nach der letzten Modellpflege. Aerodynamische Maßnahmen an Karosserie, Unterboden und Anbauteilen ermöglichen das gute Abschneiden in Windkanal und Realverkehr. Bereits in einer frühen Entwicklungsphase wurden umfangreiche Strömungssimulationen auf Hochleistungsrechenclustern durchgeführt.

Auch bei der Aeroakustik hat die S-Klasse noch einmal nachgelegt. Schon die vorherige Generation bot im Innenraum einen sehr hohen Geräuschkomfort. Das neue Modell ist noch leiser. Die hohe Karosseriesteifigkeit war Basis für den ausgezeichneten Geräusch- und Schwingungskomfort. Hinzu kam viel Feinarbeit. So sind die Durchbrüche der Kabeltüllen an der Stirnwand beispielsweise doppelt abgedichtet. Zur Realisierung des im Innenraum als kultiviert und unaufdringlich wahrnehmbaren Motorsounds wurde die Stirnwandisolation bis in den seitlichen Bereich der A-Säule und in den Bodenbereich vergrößert. Erstmals setzt Mercedes-Benz in Großserie zusätzlich Akustikschäume in ausgewählten Rohbauprofilen ein.

Personalisierung ist noch einfacher und komfortabler

Ein persönliches Profil kann direkt in der S-Klasse erstellt und mit bestehenden Profildaten des Mercedes me Accounts synchronisiert werden. Durch Scannen eines QR-Codes mit der Mercedes me App wird das Fahrzeug automatisch mit dem Mercedes me Account verbunden.

Persönliche Präferenzen wie z.B. der Lieblings-Radiosender und Voreinstellungen lassen sich über das eigene Mercedes me Profil zu allen Sitzplätzen mitnehmen. Bis zu sieben verschiedene Profile mit rund 800 Parametern sind im Fahrzeug möglich. Per Remote-Konfiguration z.B. von zuhause kann etwa die Ambientebeleuchtung individuell eingestellt werden. Da die Profile jetzt als Teil von Mercedes me in der Cloud abgespeichert werden, können die Profile auch in anderen Mercedes-Benz Fahrzeugen mit der neuen MBUX Generation genutzt werden.

Neben der klassischen Eingabe einer PIN sorgt ein neues Authentifizierungsverfahren für ein hohes Sicherheitsniveau. Fingerabdruck, Gesichts- und Spracherkennung werden kombiniert. Das ermöglicht zugleich den Abruf individueller Einstellungen und die Absicherung digitaler Bezahlvorgänge aus dem Fahrzeug heraus.

 

Immer auf dem neuesten Stand: Over-the-air-Updates

Über 50 Elektronik-Komponenten der neuen S-Klasse können over-the-air (OTA), also über eine Datenverbindung per Mobilfunk, mit neuer Software aktualisiert werden. Darunter sind das komplette MBUX Infotainmentsystem, das Fahrer-Display, die Fahrassistenzsysteme sowie die Lichtsysteme MULTIBEAM LED und DIGITAL LIGHT. Durch diese Technologie spart der Kunde Zeit, da er nicht extra in die Werkstatt fahren muss. Des Weiteren bleibt sein Fahrzeug während der gesamten Lebensdauer auf dem neuesten Stand und ist sogar gerüstet für Features, die heute noch gar nicht entwickelt sind. Voraussetzung für OTA-Updates ist immer die explizite Zustimmung des Nutzers.

Bereits seit 2016 ist es mit Mercedes me connect möglich, das Kommunikationsmodul sowie die Navigations-Kartendaten over-the-air zu aktualisieren. 2018 folgte die Updatefähigkeit für das MBUX Infotainmentsystem. Allein 2019 hat Mercedes-Benz nahezu 3,7 Millionen Software-Updates auf diese Weise weltweit kostenlos durchgeführt. Seit 2016 fanden 6,3 Millionen OTA-Updates der Navigationskarten statt.

Aktiver Abstands-Assistent DISTRONIC

Dieses intelligente System kann auf allen Straßentypen – Autobahn, Landstraße sowie in der Stadt – automatisch den vorgewählten Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen halten. Neu sind die

  • kollisionsvermeidende Reaktion auf stehende Verkehrsteilnehmer bis maximal 130 km/h (bisher: 60 km/h)
  • Wahl der Dynamik der DISTRONIC in MBUX, unabhängig von DYNAMIC SELECT

 

Aktiver Lenk-Assistent

Er unterstützt den Fahrer im Geschwindigkeitsbereich bis 210 km/h beim Folgen der Fahrspur. Neu sind

  • Spurerkennung zusätzlich mit 360°-Kamera
  • signifikant erhöhte Verfügbarkeit und Kurvenperformance auf Landstraßen
  • erhöhte Fahrbahnzentrierung auf Autobahnen
  • situationsspezifische außerspurmittige Fahrweise (z.B. Bildung einer Rettungsgasse, aber auch Orientierung am Fahrbahnrand auf Landstraßen ohne Mittenmarkierung)

Verkehrszeichen-Assistent

Er erkennt neben herkömmlich ausgeschilderten Geschwindigkeitsbeschränkungen auch Schilderbrücken und Baustellenbeschilderungen. Neu sind

  • Stoppschild-Warnfunktion – Warnung vor Überfahren eines Stoppschilds
  • Rote-Ampel-Warnfunktion – Warnung vor Überfahren einer roten Ampel.

 

Aktiver Spurhalte-Assistent

Der Aktive Spurhalte-Assistent erkennt im Geschwindigkeitsbereich von 60 bis 250 km/h mittels einer Kamera das Überfahren von Fahrbahnmarkierungen sowie Fahrbahnrändern und unterstützt den Fahrer dabei, ein ungewolltes Verlassen der Fahrspur zu vermeiden. Bei Kollisionsgefahr mit erkannten Verkehrsteilnehmern in der Nachbarspur, zum Beispiel überholenden oder entgegenkommenden Fahrzeugen, greift das System ebenfalls ein. Neu sind

  • die Reaktion auf Fahrbahnränder, z.B. eine Grasnarbe
  • besonders intuitiver Eingriff über die Lenkung
  • das Einstellen der Empfindlichkeit über ein Menü (Früh, Mittel, Spät)
  • die Ergänzung der Gefahrenanzeige mithilfe der Aktiven Ambientebeleuchtung und des Augmented-Reality-Head-up-Displays

 

 

Aktiver Spurwechsel-Assistent

Der Aktive Spurwechsel-Assistent unterstützt den Fahrer der neuen S-Klasse kooperativ beim Spurwechsel auf die Nachbarspur. Der Spurwechsel nach links oder rechts wird nur dann unterstützt, wenn laut Sensorik die benachbarte Fahrspur durch eine unterbrochene Spurmarkierung von der eigenen getrennt ist und keine Fahrzeuge im relevanten Sicherheitsbereich erkannt wurden. Neu sind

  • die längere Suchphase (15 s statt 10 s, länderabhängig), in der der Spurwechsel stattfinden kann, und
  • die höhere Querdynamik (länderabhängig)

 

 

Aktiver Nothalt-Assistent

Der Aktive Nothalt-Assistent bremst das Fahrzeug in der eigenen Spur bis zum Stillstand ab, wenn er erkennt, dass der Fahrer während der Fahrt dauerhaft nicht mehr in das Fahrgeschehen eingreift. Dies funktioniert in der neuen S-Klasse selbst dann, wenn der Aktive Abstands-Assistent DISTRONIC mit Lenk-Assistent nicht eingeschaltet ist. Weitere Neuerungen:

  • Gurtstraffer und Bremsruck als letzte Hinweise vor der Bremseinleitung
  • optionaler Spurwechsel um eine Spur (bei 80 km/h, keine Hindernisse auf Nachbarspur)

 

 

ATTENTION ASSIST

Das serienmäßige System kann typische Anzeichen von Ermüdung und starker Unaufmerksamkeit des Fahrers erkennen und fordert ihn mit einer Warnmeldung auf, rechtzeitig zu pausieren. Neu ist die zusätzliche Sekundenschlafwarnung. Sie beinhaltet die Analyse des Lidschlags des Fahrers durch eine Kamera im Fahrer-Display (nur in Verbindung mit bestimmten Sonderausstattungen). Die Sekundenschlafwarnung ist bereits ab einer Geschwindigkeit von 20 km/h aktiv.

Aktiver Brems-Assistent mit Kreuzungsfunktion

Der Aktive Brems-Assistent nutzt die im Fahrzeug installierten Sensoren, um zu registrieren, ob eine Kollisionsgefahr mit vorausfahrenden, kreuzenden oder entgegenkommenden Fahrzeugen besteht. Im Falle einer drohenden Kollision kann das System den Fahrer optisch und akustisch warnen. Bei zu schwacher Bremsung durch den Fahrer ist es zudem möglich, diesen durch eine situationsgerechte Erhöhung des Bremsmoments zu unterstützen sowie eine autonome Notbremsung einzuleiten, wenn keine Reaktion durch den Fahrer erfolgt. Neu sind

  • die Abbiegefunktion (u.a. querende Fußgänger beim Abbiegen)
  • die Erweiterung der Kreuzungsfunktion auf Überlandstrecken (bis 120 km/h statt 72 km/h)
  • die Warnung und Bremsung bei Gegenverkehr

 

Aktiver Totwinkel-Assistent und Ausstiegswarnfunktion

Der Aktive Totwinkel-Assistent kann optisch und bei Blinkerbetätigung auch akustisch im Geschwindigkeitsbereich von circa 10 bis 200 km/h vor seitlichen Kollisionen warnen. Wenn der Fahrer die Warnungen ignoriert und dennoch einen Spurwechsel einleitet, kann das System bei Geschwindigkeiten über 30 km/h im letzten Moment über einseitige Bremsung spurkorrigierend eingreifen. Zusätzlich kann die Ausstiegswarnfunktion im Stillstand vor dem Aussteigen signalisieren, dass ein Fahrzeug (auch Fahrräder) im kritischen Bereich vorbeifährt. Diese Funktion ist im Stillstand und bis zu 3 Minuten nach dem Ausschalten der Zündung verfügbar.

 

Neu sind

  • die Ergänzung der Gefahrenanzeige mithilfe der Aktiven Ambientebeleuchtung (auch bei der Ausstiegswarnung)
  • dank der Kameras des MBUX Interieur-Assistenten kann eine Gefahrenanzeige sogar bereits dann erfolgen, wenn Fahrer oder Beifahrer nur ihre Hand Richtung Türgriff bewegen.

 

Ausweich-Lenk-Assistent

Der Ausweich-Lenk-Assistent kann den Fahrer unterstützen, wenn dieser in einer Gefahrensituation einem vom System erkannten Verkehrsteilnehmer ausweichen will. In der neuen S-Klasse werden, neben stehenden und querenden Fußgängern, nun auch Fußgänger und Fahrzeuge in Längsrichtung sowie Fahrradfahrer berücksichtigt. Der Geschwindigkeitsbereich wurde bis 108 km/h (statt 72 km/h) erweitert, die Unterstützung erfolgt jetzt auch auf Überlandstrecken.

 

PRE-SAFE® Impuls Seite

Zusammen mit den bekannten PRE-SAFE® Schutzkonzepten für Frontal- und Heckcrash bildet PRE-SAFE® Impuls Seite eine Art virtuelle Knautschzone, die sich um das Fahrzeug erstreckt.

Da bei einem Seitenaufprall nur eine begrenzte Knautschzone zur Verfügung steht, kann PRE-SAFE® Impuls Seite den betroffenen Fahrer oder Beifahrer bereits vor dem Crash von der akuten Gefahrenzone wegbewegen, sobald das System eine unmittelbar bevorstehende Seitenkollision erkennt. Dazu werden in Sekundenbruchteilen Luftkammern in den Seitenwangen der Rückenlehne der Vordersitze aufgeblasen. Jetzt kann zusätzlich bei einem drohenden Seitenaufprall eines anderen Fahrzeugs die Karosserie durch das E-ACTIVE BODY CONTROL Fahrwerk (Sonderausstattung) innerhalb weniger Zehntelsekunden angehoben werden. Dadurch wird der Stoß auf besonders widerstandsfähige Strukturen im unteren Teil des Fahrzeugs gelenkt.

Animiertes Lauflicht mit intelligenten Komfort- und Sicherheitsfunktionen

Dank LED-Technologie macht die neue S-Klasse bei der Beleuchtung des Innenraums einen Entwicklungs-sprung: Erstmals bei Mercedes-Benz wurde eine interaktive Beleuchtung realisiert. Die Aktive Ambiente-beleuchtung (Sonderausstattung) ergänzt die serienmäßige Ambientebeleuchtung um eine zusätzliche Lichtebene. Sie ist in die Fahrassistenzsysteme eingebunden und kann deren Warnungen optisch unterstützen. Darüber hinaus ist bei Komfortsystemen eine entsprechende Rückmeldung möglich. Das betrifft die Klimatisierung oder den Sprachassistenten „Hey Mercedes“.

Die Zahl der LED steigt von bisher 40 auf rund 250 (247 im W 223, 263 im V 223). Die Lichtleiter der Aktiven Ambientebeleuchtung befinden sich hinter einer Black-Panel-Fläche verborgen und sind nicht sichtbar, solange sie ausgeschaltet sind. Alle 1,6 Zentimeter sitzt darin eine LED. Wird die Aktive Ambientebeleuchtung eingeschaltet, erscheint ein Lichtstreifen.

Die einzelnen LED werden in Echtzeit via CAN-BUS angesteuert. Das lässt flüssige Darstellungen, einen weichen Übergang innerhalb des Streifens sowie zusätzlich zu den Einzelfarben erstmals Farbverläufe zu. Beim Einstieg ins Fahrzeug wird als Begrüßung das Lauflicht feingranular animiert.

Ergebnis ist nicht nur ein einzigartiges Erscheinungsbild tags und nachts. Hinzu kommen neue, intelligente Funktionen. Eingebunden in die Fahrassistenzsysteme kann die Aktive Ambientebeleuchtung Warnungen visuell unterstützen. So warnt beispielsweise der Aktive Totwinkel-Assistent in einer roten Lichtanimation vor einer drohenden Kollision. Auch bei der Ausstiegswarnfunktion des Aktiven Totwinkel-Assistenten erfolgt eine rote visuelle Warnung im Bereich der Tür, bei der beim Aussteigen Kollisionsgefahr mit dem von hinten herannahenden Verkehr, auch Radfahrern, droht.

Darüber hinaus ist eine Rückmeldung bei der Bedienung von Komfortsystemen möglich. Wenn die Temperatur in einzelnen Zonen kälter oder wärmer gewählt wird, wird ein sichtbarer Impuls ausgelöst. Beim Sprachassistenten „Hey Mercedes“ wird die entsprechende Sitzposition z.B. bei erwarteter Spracheingabe animiert. Zudem sind Ambientebeleuchtung und Aktive Ambientebeleuchtung in ENERGIZING COMFORT (Sonderausstattung, siehe entsprechendes Kapitel) integriert. Je nach Programm wird der Innenraum in entsprechende Farbwelten getaucht.

Komfortabel auch in kleinere Parklücken und enge Einfahrten

Dank leistungsfähigerer Umfeldsensorik können die Park-Systeme den Fahrer besser beim Rangieren unterstützen. Durch die Einbindung in MBUX gestaltet sich die Bedienung intuitiver und schneller. Die optionale Hinterachslenkung ist in die Park-Assistenten integriert, die Berechnung der Fahrspuren (Trajektorien) entsprechend darauf abgestimmt. Notbremsfunktionen dienen besonders dem Schutz anderer Verkehrs-teilnehmer. Mit dem Remote Park-Assistenten kann der Fahrer das Fahrzeug per Smartphone ein- und ausparken. Die Bedienung wurde wesentlich vereinfacht. Mit der Vorrüstung für den INTELLIGENT PARK PILOT ist die S-Klasse für Automated Valet Parking (AVP, SAE-Level 4) vorbereitet. Zusammen mit der benötigten Sonderausstattung und dem entsprechenden Connect Dienst (länderabhängig) hat die neue S-Klasse die Technik an Bord, um vollautomatisiert und fahrerlos in mit AVP-Infrastruktur ausgerüsteten Parkhäusern ein- und auszuparken, sofern die nationalen Gesetze einen solchen Betrieb erlauben.

Serienmäßig besitzt die S-Klasse den Aktiven Park-Assistenten mit Rückfahrkamera, auf Wunsch kann er mit einer 360°-Kamera kombiniert werden. In der S-Klasse werden die Informationen aller Sensoren und Kameras fusioniert. Dadurch können mehr Parkplätze erkannt und angeboten werden. Denn auch durch Linien (und nicht durch Fahrzeuge) begrenzte Parkplätze können erstmalig zum automatisierten Parken genutzt werden.

Hier die Unterschiede zwischen beiden Park-Paketen im Detail:

Dazu beim 360 Grad-Paket:

 

Aus den vier einzelnen Kamerabildern wird ein Bild der Fahrzeugumgebung zusammengesetzt

  • Sieben verschiedene Ansichten und Zoomen möglich
  • Automatische Kamera (ändert situationsbedingt die Perspektive)
  • In Echtzeit gerendertes Fahrzeugmodell

o Zeigt Status wie Blinken oder Bremsen an

o Visualisiert Einschränkungen im Sichtbereich z.B. aufgrund geöffneter Türen

 

Park-Paket mit Remote-Parkfunktionen: bequem per Smartphone ein- und ausparken

Der Remote Park-Assistent ermöglicht dem Fahrer, einen Parkvorgang über sein Smartphone und die Remote Parking App von Mercedes me connect zu steuern, während er sich außerhalb, jedoch in unmittelbarer Nähe des Fahrzeugs befindet. Das bedeutet mehr Komfort beim Ein- und Aussteigen in engen Parklücken und schützt vor Schäden beim Öffnen der Fahrzeugtüren. Voraussetzung für die Nutzung sind die Ausstattung der S-Klasse mit der „Vorrüstung für Remote Park Assistent“ und die Aktivierung des Dienstes bei Mercedes me.

Der Remote Park-Assistent parkt das Fahrzeug auf Fahrerwunsch ein, wenn über das Zentral-Display in der S-Klasse oder die App auf dem Smartphone ein entsprechendes Parkszenario ausgewählt wurde. Ebenso kann die S-Klasse auf den letzten Metern geradeaus ein- und ausparken, zum Beispiel in Garageneinfahrten oder Querparklücken. Der vom Fahrer überwachte Parkvorgang läuft automatisiert, solange der Fahrer die Touch-Fläche auf dem Phone gedrückt hält und es dabei um 90° kippt. Wenn die Bedienfläche nicht mehr gedrückt wird oder das Telefon dabei nicht mehr entsprechend gekippt ist, wird das Fahrzeug automatisch in den Stillstand gebremst.

Nicht nur dadurch wurde die Bedienung gegenüber der vorigen Remote-Park-Generation wesentlich erleichtert. Die Kompatibilität zu verschiedenen Telefonen wurde erhöht. Bisher kommunizierten Fahrzeug und Smartphone über Bluetooth, jetzt steht zusätzlich eine WiFi-Verbindung im 2.4 GHz Band zur Verfügung. Ebenso verbessert wurde das erstmalige Verbinden zwischen Fahrzeug und Smartphone. Mithilfe eines QR Codes kann die Autorisierung nun noch komfortabler und schneller erfolgen.

Grundsätzlich hat der Fahrer beim Remote-Parken weiterhin während des gesamten Parkvorgangs die Verantwortung für sein Fahrzeug und dessen Führung. Er kann jederzeit den Parkvorgang mit dem Smartphone oder dem Fahrzeugschlüssel ab- oder unterbrechen und anschließend das Fahrzeug übernehmen.

Homeoffice wird bald mobil – auch für Menschen hinterm Steuer. Zumindest, wenn sie ein Fahrzeug mit Stern bewegen: Denn Mercedes-Benz will den sicheren Betrieb einer hochautomatisiert fahrenden S-Klasse technisch realisieren und den anspruchsvollen gesetzlichen Anforderungen an ein sogenanntes Level-3-System1 gerecht werden. Voraussichtlich ab dem zweiten Halbjahr 2021 wird die S-Klasse mit dem neuen DRIVE PILOT bei hohem Verkehrsaufkommen oder Stausituationen auf geeigneten Autobahnabschnitten in Deutschland hochautomatisiert fahren können. Das entlastet den Fahrer, ermöglicht ihm Nebentätigkeiten2 wie im Internet surfen oder im In-Car-Office E-Mails bearbeiten und schenkt dem Fahrer dadurch Zeit. Noch einen Schritt weiter geht Mercedes-Benz beim Parken: Mit entsprechender Vorrüstung für den INTELLIGENT PARK PILOT ist die S-Klasse für fahrerloses, vollautomatisiertes Parken (Automated Valet Parking; Level 43) vorbereitet (mehr darüber im entsprechenden Kapitel). Mit diesem Plan geht Mercedes-Benz den entscheidenden Schritt zum hoch- und vollautomatisierten Fahren (SAE-Level 3 und -Level 4) und bietet somit Kunden erstmals die Möglichkeit in einem Serienfahrzeug, die Fahraufgabe an das Fahrzeug übergeben zu können.

Dass autonomes bzw. automatisiertes Fahren keine Utopie, sondern grundsätzlich technisch möglich ist, hat Mercedes-Benz bereits im August 2013 eindrucksvoll gezeigt. Damals fuhr der Mercedes-Benz S 500 INTELLIGENT DRIVE, basierend auf der vorigen S-Klasse, die rund 100 Kilometer lange historische Bertha-Benz-Route von Mannheim nach Pforzheim autonom. Mit dem DRIVE PILOT geht das hochautomatisierte Fahren bei Mercedes-Benz voraussichtlich ab dem zweiten Halbjahr 2021 in Serie.

Auf geeigneten Autobahnabschnitten und bei hohem Verkehrsaufkommen kann der DRIVE PILOT dem Fahrer anbieten, die Fahraufgabe zunächst bis zu den gesetzlich erlaubten 60 km/h zu übernehmen. Die entsprechenden Bedien-elemente dafür sitzen im Lenkradkranz oberhalb der Daumenmulden rechts und links. Aktiviert der Fahrer den DRIVE PILOT, regelt das System Geschwindigkeit und Abstand und führt das Fahrzeug souverän innerhalb der Spur. Streckenverlauf, auftretende Streckenereignisse und Verkehrszeichen werden ausgewertet und entsprechend berücksichtigt. Der DRIVE PILOT kann auch unerwartet auftretende Verkehrssituationen erkennen und durch Ausweichmanöver innerhalb der Spur oder durch Bremsmanöver eigenständig bewältigen.

Paradigmen-Wechsel: Das Fahrzeug übernimmt die Fahraufgabe

Erstmals übernimmt damit das Fahrzeug die Fahraufgabe, solange der DRIVE PILOT in der Mercedes-Benz S-Klasse aktiv ist. Dies ist ein Paradigmen-Wechsel. Aus Sicht von Mercedes-Benz lässt sich der sichere Betrieb eines solchen Systems nur durch den Einsatz eines erweiterten Sensorensets realisieren. Dieses umfasst zusätzlich LiDAR („Light Detection and Ranging“: optische Abstands- und Geschwindigkeitsmessung), hochgenaue Positionierung und eine HD-Map (digitale Karte in High-Definition-Qualität). Damit kann das System auch in schwierigen Situationen eine sichere Übergabe an den Fahrer gewährleisten.

 

Während der Nutzung des DRIVE PILOT kann sich der Fahrer vom Verkehrsgeschehen ab- und bestimmten Neben-tätigkeiten zuwenden, sei es mit den Kollegen via In-Car-Office kommunizieren, im Internet surfen oder entspannt eine Sitzmassage genießen. Denn im DRIVE PILOT Modus können Funktionen freigegeben werden, die sonst während der Fahrt gesperrt sind. Der Fahrer muss dabei jedoch stets übernahmebereit bleiben und bei Bedarf unverzüglich wieder die Fahraufgabe übernehmen, wenn ihn das System dazu auffordert oder er erkennen muss, dass die Voraussetzungen für die bestimmungsgemäße Verwendung des DRIVE PILOT nicht mehr vorliegen.

Hochautomatisiertes Fahren auf geeigneten Autobahnabschnitten bei hohem Verkehrsaufkommen

Nähert sich das Fahrzeug dem Ende des für den DRIVE PILOT geeigneten Streckenabschnitts, beispielsweise einem Tunnel, oder ändern sich andere Umstände, etwa das Wetter oder die Verkehrssituation (beispielsweise, wenn sich der Stau auflöst), wird der Fahrer rechtzeitig zur Übernahme der Fahrzeugsteuerung aufgefordert. Prinzipiell muss der Fahrer stets übernahmebereit bleiben und innerhalb von zehn Sekunden die Fahrzeugsteuerung manuell fortsetzen können –schlafen, dauerhaft nach hinten blicken oder gar den Fahrersitz verlassen, sind deshalb nicht möglich. Um die Übernahmefähigkeit des Fahrers sicherzustellen, beobachten die Kameras von Fahrer-Display und MBUX Interieur-Assistent die Bewegung von Kopf und Augenlidern.

Übernimmt der Fahrer, z.B. aufgrund eines akuten gesundheitlichen Problems, die Fahrzeugsteuerung auch nach eskalierter Übernahmeaufforderung nicht, bremst der DRIVE PILOT das Fahrzeug im Rahmen eines Sicherheitsstopps kontrolliert und mit angemessener Verzögerung bis in den Stillstand. Zugleich werden das Warnblinklicht und im Stand das Mercedes-Benz Notrufsystem aktiviert und die Türen und Fenster entriegelt, um möglichen Ersthelfern den Weg in das Fahrzeug zu erleichtern. Unabhängig von einer Übernahmeaufforderung durch das System kann der Fahrer den DRIVE PILOT natürlich jederzeit deaktivieren. Das ist durch die Lenkradtasten oder beispielsweise durch einen bewussten manuellen Eingriff in die Steuerungseinrichtungen des Fahrzeugs möglich.

Mit LiDAR-Sensor und redundanten Systemen

Der DRIVE PILOT baut auf der Umfeldsensorik des Fahrassistenz-Pakets auf und umfasst zusätzliche Sensoren, die Mercedes-Benz als unerlässlich für sicheres hochautomatisiertes Fahren hält. Dazu gehören LiDAR, eine weitere Kamera in der Heckscheibe und Mikrophone, insbesondere zum Erkennen von Blaulicht und Sondersignalen von Einsatz-fahrzeugen. Ergänzend zu den Sensordaten erhält der DRIVE PILOT Informationen zu Straßengeometrie, Strecken-eigenschaften, Verkehrszeichen sowie besonderen Verkehrsereignissen (z.B. Unfällen oder Baustellen) von einer HD-Map. Diese wird über eine Backend-Anbindung zur Verfügung gestellt. Die Fahrzeugposition wird über ein hochgenaues Positionierungssystem ermittelt, das weit über übliche GPS-Systeme hinausgeht. Darüber hinaus verfügt die S-Klasse mit der Sonderausstattung DRIVE PILOT über redundante Lenk- und Bremssysteme sowie ein redundantes Bordnetz, um auch beim Ausfall eines dieser Systeme manövrierfähig zu bleiben und eine sichere Übergabe an den Fahrer zu gewährleisten.

Ein leistungsstarkes Zentralsteuergerät realisiert die fürs hochautomatisierte Fahren notwendigen, anspruchsvollen Software-Funktionen. Beispielsweise in der Bildverarbeitung kommen hierbei Zukunftstechnologien aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz zum Einsatz. Im Rahmen der modernen Sicherheitsarchitektur werden alle Algorithmen doppelt gerechnet.

 

Das System wird immer besser

Die maximale Geschwindigkeit eines hochautomatisierten Systems ist in Deutschland rechtlich auf 60 km/h begrenzt. Der DRIVE PILOT ist aber dafür vorbereitet, über Over-the-air-Updates auch höhere Geschwindigkeiten oder andere Anwendungsfälle zuzulassen, sobald der rechtliche Rahmen dies vorsieht. Die grundsätzliche Einführung des DRIVE PILOT in weiteren Ländern in Europa, in den USA und China soll Schritt für Schritt erfolgen, sobald es auch dort die nationale Rechtssituation vorsieht, dass eine Abwendung von der Fahraufgabe zulässig ist.

Rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland

Um dem Kunden erstmalig erlauben zu können, während der Fahrt Nebentätigkeiten auszuführen, ist die Einhaltung der europaweit harmonisierten technischen Zulassungsvorschriften erforderlich. Daneben bedarf es aber auch nationaler Straßenverkehrsvorschriften, die dem Fahrer eine bestimmungsgemäße Nutzung des Level-3-Systems einschließlich der Abwendung von der Fahraufgabe erlauben. Der DRIVE PILOT wird zunächst in Deutschland angeboten, da Deutschland mit der Öffnung des Straßenverkehrsgesetzes für Level-3-Systeme im Jahr 2017 als eines der ersten Länder eine rechtliche Grundlage für deren Nutzung geschaffen hat. Das Zulassungsverfahren für Europa, das auch für die Nutzung des DRIVE PILOT in Deutschland erforderlich ist, soll Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein.

S-Klasse Lenkrad mit Level 3 Bedienelemeten im Lenkradkranz

Innovative Fahrwerksysteme sorgen in der neuen S-Klasse für ein beeindruckendes Fahrerlebnis. Die Hinterachslenkung mit einem Lenkwinkel von bis zu 10° an der Hinterachse steigert die Handlichkeit in der Stadt. Das optionale vollaktive Fahrwerk E-ACTIVE BODY CONTROL auf 48-V-Basis bietet eine einzigartige Synthese aus Komfort und Agilität und darüber hinaus noch zusätzlichen Schutz bei einem Seitencrash. Serienmäßig ist die Luftfederung AIRMATIC mit kontinuierlicher Verstelldämpfung ADS+. Eine enge Vernetzung aller Fahrwerk- und Regelsysteme bringt ein Höchstmaß an Stabilität und Sicherheit. Für das hoch-automatisierte Fahren nach SAE-Level 3 sind redundante Lenk- und Bremssysteme vorbereitet.

 

An der Vorderachse besitzt die neue S-Klasse die bewährte Vierlenker-Achse. Alle radführenden Bauteile mit Ausnahme der Radlagerung sind Aluminiumschmiedeteile. Die Raumlenker-Hinterachse wurde zur Integration der Hinterachs-lenkung komplett neu entwickelt. Dazu wurden Kinematik und Elastokinematik angepasst und die Spurstange wurde in der unteren Lenkerebene von vorne nach hinten gelegt. Der Hinterachsträger besteht aus verschweißten Aluminium-blechen und wiegt dank rechnergestützter Strukturoptimierung trotz gestiegenem Kraftniveau nicht mehr als bisher. In dieses nach vorne offene Profil wird eine neu entwickelte Metall-Kunststoff-Hybrid-Querbrücke eingeschraubt, die gegenüber der Aluguss-Querbrücke des Vorgängers deutliche Gewichtsvorteile bietet. Die Fahrschemellager sowie die Elastomerlager der Hinterachsstreben wurden in umfangreichen Simulationen und Fahrerprobungen neu entwickelt, um sie hinsichtlich NVH- und Fahreigenschaften weiter zu verbessern.

 

Das Niveau wird stets gehalten

Die serienmäßige Luftfederung AIRMATIC spricht besonders feinfühlig an. Sie verbindet Luftfederbälge und adaptive ADS+-Dämpfer, deren Kennung vollautomatisch geregelt an jedem Rad individuell veränderlich ist, und zwar in Zug- und Druckstufe getrennt. Eine ausgeklügelte Sensorik und Algorithmik stellen die Dämpfer entsprechend der Fahrbahnbeschaffenheit so ein, dass beispielsweise das Überfahren einer Unebenheit mit nur einem Rad sich nicht auf die ganze Achse und den Fahrgastraum überträgt. Feder und Dämpfer sind an Vorder- und Hinterachse in einem Federbein zusammengefasst. Die Niveauregulierung ist Bestandteil der AIRMATIC. Sie hält die Bodenfreiheit unabhängig von der Beladung des Wagens konstant, nimmt aber bei Bedarf auch Änderungen vor. So wird die Karosserie im Programm COMFORT bei hohen Geschwindigkeiten über 120 km/h um 10 mm und über 160 km/h um weitere 10 mm abgesenkt, um den Luftwiderstand zu verringern und die Fahrstabilität zu erhöhen. Im Fahrprogramm SPORT liegt die Karosserie grundsätzlich 10 mm tiefer, in SPORT+ 17 mm. Bis 60 km/h kann die Karosserie durch Tastendruck um 30 mm angehoben werden.

 

Handlich wie ein Kleinwagen: Beide Achsen können lenken

Ziel der Ingenieure von Mercedes-Benz war es, die neue S-Klasse so handlich wie einen Kompaktwagen zu machen. Realisiert wurde diese beeindruckende Fahrfunktion über eine Hinterachslenkung, die große Lenkwinkel bis 10° zulässt und in die Fahrdynamikregelung von Lenkung, Bremse und Federung integriert ist. Vorne besitzt die S-Klasse eine elektromechanische Direktlenkung. Dabei ermöglichen die Fahrwerkseinstellungen der DYNAMIC SELECT Fahrprogramme eine individuelle Anpassung der Unterstützungscharakteristik. Ein neuartiges Regelungskonzept sorgt unabhängig von Fahrzeuggewicht, Reifengröße und Reibwert für ein gleichbleibendes und komfortables Lenkgefühl. Die Lenkung ist darüber hinaus das zentrale Stellelement für die Umsetzung der Bewegungstrajektorie aus einer Vielzahl von Fahrassistenzfunktionen und Fahrsicherheitssystemen. In Fahrzeugen mit der Sonderausstattung Hinterachslenkung kommt an der Vorderachse eine Lenkungsvariante mit einer um circa 15 % direkteren Lenkübersetzung zum Einsatz, die im Zusammenspiel mit der Hinterachslenkung einen deutlich geringeren Lenkbedarf erfordert.

 

In Kombination mit DRIVE PILOT: Lenkung für hochautomatisiertes Fahren

Voraussichtlich ab dem zweiten Halbjahr 2021 wird die S-Klasse zunächst in Deutschland mit dem neuen DRIVE PILOT bei hohem Verkehrsaufkommen oder Stausituationen auf geeigneten Autobahnabschnitten hochautomatisiert bis 60 km/h fahren können. Teil der Technik dafür ist eine ausfallsichere Lenkung, die die relevanten Stell- und Lenkbefehle vom intelligenten Spurführungssystem mit höchster Genauigkeit und Präzision umsetzt.

Eingebettet in eine zweikanalige Architektur stützt sich diese Lenkung auf eine mehrfach abgesicherte Energie-versorgung und kommuniziert über unabhängige Bussysteme mit den beteiligten Fahrzeugkomponenten. Vorder- und Hinterachse erhalten die doppelte Anzahl von Drehzahlsensoren.

Alle wesentlichen elektronischen und elektromechanischen Bauelemente, Baugruppen und Sensoren sind redundant ausgeführt. Sollte ein Kanal ausfallen, übernimmt das redundante Bauteil die Funktion. Der Elektromotor ist aus vier Teilmotoren aufgebaut, sodass jederzeit mindestens 50 % der Maximalleistung zur Verfügung stehen. So wird sichergestellt, dass beim hochautomatisierten Fahren der gewünschte Fahrpfad in jeder Situation von der Vorderachs-lenkung eingeregelt werden kann.

Für Modelle mit Zusatzausstattungen zum hochautomatisierten Fahren oder beispielsweise den Sonderausstattungen Remote Park-Assistent oder INTELLIGENT PARK PILOT wird ein elektrischer Bremskraftverstärker verwendet. Um den Bremswunsch des Fahrers zu verstärken, wird hier kein Unterdruck, sondern ein Elektromotor mit Untersetzungs-getriebe genutzt. Bei hochautomatisierten Fahr- oder Parkmanövern dient der elektrische Bremskraftverstärker als redundanter Druckerzeuger für das Bremssystem und kann das Fahrzeug auch bei Ausfall der Hydraulikeinheit sicher zum Stehen bringen.

 

Dank Hinterachslenkung (Sonderausstattung) fühlt sich die neue S-Klasse in der Stadt so handlich wie ein Kompaktwagen an. Der Lenkwinkel an der Hinterachse beträgt bis zu zehn Grad. Der Wendekreis der S-Klasse verringert sich mit Hinterachslenkung um bis zu zwei Meter.

Das Zusammenspiel zwischen Vorderachs- und Hinterachslenkung wurde so ausgelegt, dass im Stadt- und Landstraßen-bereich ein agiles Ansprechen mit geringem Lenkaufwand erzielt wird, gleichzeitig aber auch eine sehr hohe Stabilität. Diese drückt sich beispielsweise in geringen Schwimmwinkeln und hoher Gierdämpfung aus. Bei Hochgeschwindigkeit wird der Fokus verstärkt auf Stabilität gelegt, ohne dabei Einbußen an Präzision und Ansprechverhalten in Kauf zu nehmen. Dieser Mehrwert wird durch die integrierte Ansteuerung von Lenkung und Bremse (ESP®) erzielt und steigert dadurch die Fahrsicherheit deutlich.

Kunden haben bei der optionalen Hinterachslenkung die Wahl zwischen zwei Varianten: Hinterachslenkung 4,5° und 10°. Bei der Variante 10° ist die Radgröße auf maximal 255/40 R 20 beschränkt, was einen größeren Radeinschlag ermöglicht. Hier die weiteren Unterschiede:

 

Damit unterschreitet die S-Klasse die kleine A-Klasse (11,0m Wendekreis) um einen halben Meter !

 

S-Klasse Modelle mit Hinterachslenkung besitzen an der Vorderachse eine um circa 15 Prozent direktere Lenk-übersetzung. Dadurch muss der Fahrer das Lenkrad wesentlich weniger stark einschlagen. Im Zentral-Display werden im Fahrprogramm-Menü der jeweilige Winkel an der Hinterachse und die Trajektorien eingeblendet.

Die Funktionsweise der Hinterachslenkung im Detail: Ein Elektromotor treibt über einen Riemen eine Spindelmutter an der Hinterachse an. Dadurch wird die Spindel axial verstellt. Abhängig von der Geschwindigkeit und vom Lenkradwinkel werden die Hinterräder in die gleiche Richtung oder in die entgegengesetzte Richtung wie die Vorderräder eingeschlagen (=gleich- oder gegensinnig). Vereinfacht dargestellt, ergeben sich mehr Agilität und ein kleinerer Wendekreis durch gegensinniges Lenken und mehr Stabilität durch gleichsinniges Lenken. In der S-Klasse kommt der volle Lenkwinkel von zehn Grad besonders bei Parkmanövern zum Einsatz. Die Umgebungsdaten der Fahrzeugsensoren (Radar, Kamera, Ultraschall) werden genutzt, um den maximalen Lenkausschlag an die jeweilige Situation anzupassen. Bei mehr als 60 km/h wird von gegen- auf gleichsinniges Lenken umgestellt.

Nur Schweben ist besser

Noch mehr Fahrkomfort und Agilität sowie innovative Funktionen wie ein Anheben der Karosserie beim Seitencrash bietet das neu entwickelte Aktive Fahrwerk E-ACTIVE BODY CONTROL, das mit der serienmäßigen Luftfederung AIRMATIC kombiniert ist. Es kann die Feder- und Dämpferkräfte an jedem Rad individuell regeln und wirkt so nicht nur Wank-, sondern auch Nick- und Hubbewegungen entgegen. E-ACTIVE BODY CONTROL ermöglicht zusammen mit ROAD SURFACE SCAN und der Kurvenneigefunktion CURVE ein außergewöhnliches Komfort-Niveau und unterstreicht so den Anspruch von Mercedes-Benz, das intelligenteste Fahrwerk der Welt zu bauen.

E-ACTIVE BODY CONTROL setzt diese Tradition auf einzigartige Weise fort. Von Mercedes-Benz entwickelt, arbeitet es mit 48 Volt Spannung und ist in der S-Klasse als Sonderausstattung erhältlich. Das System baut auf dem serienmäßigen, volltragenden Luftfedersystem AIRMATIC auf und bietet damit eine Rundum-Niveauregulierung, die das Fahrzeugniveau unabhängig von der Beladung konstant hält. Zugleich ermöglicht es nach Bedarf eine Anhebung oder Absenkung, um die Bodenfreiheit zu vergrößern oder zu verringern.

Darüber hinaus erzeugt die Luftfederung mit aktivem hydraulischen Dämpfer dynamische Kräfte, die den Kräften der Luftfeder überlagert sind und den Fahrzeugaufbau aktiv abstützen und dämpfen, z.B. bei Längs- und Quer-beschleunigung oder bei der Fahrt auf unebenen Straßen. Beim Bremsen und Beschleunigen taucht die Karosserie nicht mehr ein und auf schlechten Straßen kann das System sogar elektrische Energie zurückgewinnen, so dass der Energiebedarf gegenüber dem Vorgängersystem in der bisherigen S-Klasse etwa halbiert wurde.

Das vollaktive Fahrwerk bietet eine sehr weite Spreizung des Fahrverhaltens, die über das Fahrprogramm eingestellt werden kann – vom Komfort einer Luxus-Limousine bis hin zur Agilität eines Sportwagens. Es ist außerdem mit der Hinterachslenkung und den übrigen Fahrwerk- und Regelsysteme eng vernetzt und erreicht dadurch ein neues Maß an Stabilität und Sicherheit. Mit fünf Mehrkernprozessoren, mehr als 20 Sensoren und unter Nutzung der Stereo-Kamera reagiert E-ACTIVE BODY CONTROL vorausschauend auf jede Fahrsituation und schafft ein völlig neues Fahrerlebnis. 1.000-mal pro Sekunde analysieren die Steuergeräte die Fahrsituation und passen das Fahrwerk entsprechend an. Einzigartig ist die Funktion ROAD SURFACE SCAN: Die Stereo-Multi-Purpose-Kamera erfasst kontinuierlich die Fahrbahnoberfläche vor dem Fahrzeug. Die Federbeine werden dann so angesteuert, dass die Karosseriebewegungen beim Überfahren von Bodenwellen deutlich reduziert werden, denn das Fahrwerk reagiert bereits, bevor die Fahrbahnstörung erreicht ist.

Ebenfalls den Fahrkomfort steigert die Kurvenneigefunktion: Im Fahrmodus CURVE neigt sich die S-Klasse ähnlich einem Motorrad aktiv in drei Stufen um bis zu 3° in die Kurve. Damit werden die Querkräfte reduziert, die auf die Passagiere wirken. Kurvenfahrten werden dadurch deutlich angenehmer, insbesondere für die Beifahrer und Fondpassagiere.

 

Die Regelung von E-ACTIVE BODY CONTROL ist abhängig von:

  • der Fahrweise, z.B. dynamisch
  • der Straßenbeschaffenheit, z.B. Bodenwellen
  • der Fahrzeugbeladung
  • der individuellen Auswahl des Fahrprogramms: sportlich (SPORT), komfortabel (COMFORT), komfortabel mit dynamischer Kurvenneigefunktion (CURVE) oder komfortabel und besonders energiesparend (ECO).

 

Wirkungsweise: So funktioniert E-ACTIVE BODY CONTROL

E-ACTIVE BODY CONTROL ergänzt die Luftfederung um eine teiltragende Hydraulik. Dabei trägt die Luftfeder die Grundlast des Fahrzeugaufbaus und regelt langsam das Niveau ein. Die Hydraulik erzeugt dynamische Kräfte, die den Kräften der Luftfeder überlagert sind und den Fahrzeugaufbau aktiv abstützen und dämpfen. Erreicht werden bis zu 6 kN an den Rädern der Vorderachse und 5 kN an der Hinterachse. Die Stelldynamik beträgt bis zu 20 kN/s. Damit ist auch ein Anheben der Karosserie für den Fall möglich, dass ein drohender Seitenaufprall erkannt wird. Mehr zu dieser Erweiterung von PRE-SAFE® Impuls Seite im Kapitel „Die Schutzmaßnahmen beim Seitencrash“.

An jedem Rad ist innerhalb der Achse ein Dämpfer verbaut, der an beiden Arbeitskammern über ein verstellbares Dämpfungsventil sowie einen Hydraulikspeicher verfügt. Der Dämpfer ist über Hydraulikleitungen mit einer intelligenten Motor-Pumpen-Einheit im 48-Volt-Netz verbunden. Durch eine Ansteuerung der Motor-Pumpen-Einheit kann das Öl derart verschoben werden, dass eine Druckdifferenz innerhalb des Dämpfers entsteht, durch die schnell eine aktive Kraft aufgebaut wird.

Die Koordination der Motor-Pumpen-Einheiten an allen vier Rädern erfolgt über ein zentrales Steuergerät, das auch die Ventile und den Kompressor für die Luftfeder ansteuert und somit immer das gesamte Fahrwerk kontrolliert.

Der Übergang von einer riemengetriebenen hydraulischen Pumpe zu einer elektrischen 48-Volt-Pumpe berücksichtigt auch die zunehmende Elektrifizierung des Antriebsstrangs: Der Verbrennungsmotor steht immer häufiger still – oder fällt ganz weg.

Vier Anzeigestile und drei Modi zur Auswahl

Fahrer- und Zentral-Display bieten ein ganzheitliches, ästhetisches Erlebnis. Das Erscheinungsbild der Bildschirme lässt sich mit insgesamt vier Anzeigestilen (Dezent, Sportlich, Exklusiv, Klassisch) und drei Modi (Navigation, Assistenz, Service) individualisieren. Beispielhafte Neuerungen:

  • In „Dezent“ stehen für die Instrumentierung sieben verschiedene Farbwelten zur Wahl, die 64 Farben der Ambientebeleuchtung wurden entsprechend gebündelt.
  • In „Sportlich“ dominiert die Farbe Rot, der zentrale Drehzahlmesser ist dynamisch inszeniert.
  • Die neue Anzeigewelt „Exklusiv“ in schmuckhafter weißer Perlmutt-Optik ist der S-Klasse vorbehalten. Im Nachtmodus und bei Tunnelfahrten wird automatisch auf ein dunkleres Erscheinungsbild gewechselt.
  • Im Modus „Assistenz“ werden wichtige Ereignisse, die Infrastruktur und andere Verkehrsteilnehmer (Pkw, Motorräder, Lkw) angezeigt.
  • Das Augmented-Reality-Head-up-Display (siehe separates Kapitel) ist eine absolute Neuheit und projiziert wichtige Informationen in die reale Umgebung.
dezent
sportlich
Exklusiv
klassisch
S-Klasse MBUX 2021
Assistenz

In der neuen S-Klasse gibt es zehn verschiedene Massageprogramme. Zwei neue, speziell für die S-Klasse entwickelte Programme nutzen die Vibrationsmotoren. Der Effekt der entspannenden Massage nach dem Hot-Stone-Prinzip wird durch Wärme gesteigert. Hierfür wird die Sitzheizung mit den aufblasbaren Luftkammern der Aktiv-Multikontursitze kombiniert. Die Luftblasen sitzen jetzt dichter an der Sitzoberfläche und sind somit noch besser zu steuern und zu spüren. Die Massageprogramme dauern zwischen acht und achtzehn Minuten. Ihre Intensität ist in zwei Stufen wählbar.

 

  • Hot Relaxing Massage Rücken
  • Hot Relaxing Massage Schulter
  • Activating Massage
  • Classic Massage
  • Mobilizing Massage
  • Wellenmassage
  • Active Workout Lehne
  • Active Workout Kissen
  • Tiefenmassage
  • Tiefenworkout.

 

 

Fünf verschiedene Fondsitzvarianten ermöglichen es, den Rücksitzraum der S-Klasse stärker als Arbeits- oder Ruheplatz zu konfigurieren. Neu ist ein beheizbares Zusatzkissen für die Kopfstütze, das für die beiden elektrisch einstellbaren Fondsitze verfügbar ist. Verstellweg und -winkel von Beifahrersitz in Chauffeur-konfiguration und dahinter befindlichem Liegesitz wurden vielfach verbessert.

Hier die fünf Fondsitzvarianten im Überblick:

Neu ist für die äußeren Einzelsitze ein verstellbares und beheizbares Zusatzkissen an den Kopfstützen. Dieses sorgt mit Hilfe eines integrierten Heizgewebes für eine angenehme Wärme an Kopf und Nacken des Passagiers. Aktiviert wird die Heizfunktion über die Sitzheizung. Die Stromzufuhr erfolgt bequem und sicher über die Druckknöpfe des abnehmbaren Kissens. Das Zusatzkissen ist enthalten im Sitzkomfort-Paket Fond.

Beim Chauffeur-Paket (erhältlich für die S-Klasse mit langem Radstand) können Fahrer und Fondpassagier den Beifahrersitz elektrisch in eine Chauffeur-Position bewegen. Verstellweg und -winkel von Beifahrer- und dahinter befindlichem Liegesitz wurden vielfach verbessert: Die Beifahrerlehne lässt sich unter anderem dank einer modifizierten Kopfstütze 26° weiter nach vorne neigen, die vergrößerte Fersenauflage hat 10 Millimeter mehr Weg und kann wie im Zug jetzt auch als Fußstütze nach unten geklappt werden. Außerdem wurde der Verstellweg der Wadenauflage des Executive Sitzes gegenüber dem Vorgänger um rund 50 mm verlängert.

Die Aktiv-Multikontursitze bilden zusammen mit der Nackenwärme und der 8-Wege-Komfortkopfstütze das Sitzkomfort-Paket Fond. Durch die Aktiv-Multikontursitze können die Seitenwangen der Sitzlehne sowie die Kontur im Bereich der Lordose in Verbindung mit den Einzelsitzen an die individuelle Körperform angepasst werden. Zusätzlich wird eine Massagefunktion angeboten. Zu den Massageprogrammen der Fondsitze gehören: Classic Massage, Workout Rücken und Wellenmassage. Die Massagen sind auch im Rahmen von ENERGIZING Komfort verfügbar.

Bei der Ausstattung First-Class Fond (Mittelkonsole hinten) setzt sich die vordere Konsole auf dem Kardantunnel optisch fort. Zwei Thermo-Cupholder sind integriert und wärmen oder kühlen Getränke auf Wunsch. Neu sind eine Ablagefläche für das MBUX Fond-Tablet, eine Black-Panel-Fläche vor der Armauflage und vier USB-2-Anschlüsse. In der Ablageschale unter der Armauflage befinden sich ein kabelloses Ladesystem für Mobiltelefone sowie der Hörer für

Auto-/Business-Telefonie. Optional beherbergt die Mittelkonsole ähnlich einem Flugzeugsitz zwei Tische, die mit einer Hand leicht ein- und ausgeklappt werden können.

Die Executive Sitze im Fond verfügen über den Sitzkissenairbag. Der Airbag befindet sich unter dem Polster der Sitzfläche, aber auf der Sitzschale aus Kunststoff, die von der Sitzmechanik bewegt wird. Damit ist der Airbag bezogen auf den Insassen stets an der richtigen Position. In der Liegeposition bestünde ohne zusätzliche Maßnahmen bei einem Unfall bei einer ebenen Sitzfläche die Gefahr, dass das Becken des Passagiers unter dem Gurtband durchrutscht (so genanntes Submarining). Durch den Sitzkissenairbag kann dies verhindert werden, denn er hebt den vorderen Bereich der Sitzpolsterung entsprechend an. Gezündet wird der Airbag nur, wenn sich bei einem Crash der Sitz in der Liegeposition befindet. In der aufrechten Stellung besteht das Risiko von Submarining nicht und der Sitzkissenairbag wird nicht ausgelöst.

Bei Ausstattung mit dem Burmester® High-End 4D-Surround-Soundsystem sind auch in die äußeren Rücksitze je zwei Körperschallwandler (Exciter) integriert. Bei der optionalen Sitzklimatisierung befinden sich je Sitz vier Radiallüfter im Polster und zwei in der Lehne. Die über den perforierten Bezug angesaugte Luft durchströmt den Sitzaufbau und wird nach unten und hinten abgeführt. Dadurch umgibt ein angenehmer Luftstrom die Passagiere. Als Teil des Wärme-Komfort-Pakets ist in Verbindung mit elektrisch einstellbaren Fondsitzen eine in drei Stufen einstellbare Flächenheizung für die Armlehnen auch hinten erhältlich.

S-Klasse 4D-Soundsystem mit Hilfe von Körperschall im Sitz

Weitere Details zur neuen S-Klasse

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