Mercedes verbessert stetig die Ladeplanung der Mercedes-EQ Modelle over the air (OTA)
Wie toll die Routenplanung funktioniert stellte ich bereits bei meiner Reise nach Südfrankreich im Jahr 2023 fest:
Die Routenplanung ist im Vergleich zum Wettbewerb ein Traum. Man setzt sich ins Auto, das Naviziel ist schon lange Over-the-Air im Auto angekommen (Ziel via Google Maps teilen und die Mercedes me App auswählen, dies ist gerade im Ausland sehr praktisch, da man hier nicht genau weiß wie man das Ziel eingeben soll) und los geht es. Aber wenn der EQA die Routenplanung abgeschlossen hat, was er wirklich sehr gut macht, dann bleibt er bei seinem Plan. Er ist hier ein gewisser Weise etwas stur. Obwohl der EQA mich nun schon ein paar Tausend Kilometer kennt, kommt er mit der sparsamen Fahrweise (viel Stadtverkehr) nicht so ganz klar 😉. Durch die Landstraßen in der Eifel und später in Frankreich (mit leichtem Rückenwind) ist der Verbrauch sehr sparsam und das scheint das MBUX mit der Electric Intelligence zu überraschen. In der Ladeeinstellung wurde Mindest-SoC 10% (Batterieladestand am Ziel und am Schnelllader) gewählt (No Risk no fun – aber völlig unbegründet, da alle Ladesäulen funktionieren). Eigentlich war der vom MBUX prognostizierte SoC am ersten Ladestopp bei 20%. Während der Fahrt erhöht sich der prognostizierte SoC auf 24% am ersten Ziel-Ladestopp. Der EQA will stattdessen die Targetgeschwindigkeit (dargestellt mit der Zielflagge von 110 auf 120 und später auf 130 km/h anheben). Frankreich hat aber ein überraschend üppiges Schnellladenetz an der Autobahn, warum also nicht weiterfahren? Der EQA will aber nicht, er will lieber die Geschwindigkeit anheben und beim herausgesuchten Ladestopp bleiben. Daher empfiehlt sich ein kleiner Workaround. Routenführung abrechnen und die Zielführung neuberechnen und siehe da, er gibt nun einen weiter entfernten ersten Ladestopp an.
So wurde statt bei ionity Hauconcourt bei Total Energies in Chaudene-sur-Moselle an der A31 nach 340 km geladen.
Hier geht es zum kompletten Reisebericht: Mit dem Mercedes EQA 3.500 km durch Frankreich
Im Jahr 2025 auf dem Weg in die Normandie stellte ich dann fest, dass Mercedes die ganzen Ladeplanungsalgorithmen überarbeitet hatte. Nun stellte die Electric Intelligence selbst fest, dass der SoC der Batterie deutlich höher am geplanten Zwischenstopp sein würde und suchte eigenständig eine weiter entfernte Ladepark. Perfekte interagierte das MBUX als dieser Ladepark in einem Stau lag. Der EQA bekam dann aus der Cloud eine alternative Stauumfahrungsroute und eine ganz neuen Ladepark auf der Umfahrungsroute. Es ist faszinierend wie der Fortschritt hier auch die Bestandsfahrzeuge im Markt von diesen Verbesserungen profitieren lässt.
Bislang erfolgte jedoch noch keine Präferenz von verschiedenen Ladeparkanbietern.
Mercedes Electric Intelligence Ladeplanung um die Kostendimension erweitert
Mit der Einführung der neuen Mercedes Charge Tarife zum 01.12.2025 sind die Mercedes, ionity und das Prefered Partner Network (Aral pulse, Shell und MER) besonders günstig. Daher hat Mercedes ab dem 01.12.2025 die Kosten als neue Dimension in den Algorithmus integriert.
Kostenoptimiertes Laden: Mit der Routenberechnung über die Navigation mit Electric Intelligence werden Ladestationen des eigenen Mercedes-Benz Ladenetzes und IONITY sowie der Preferred Partner priorisiert.
Das sind die wichtigsten Eckpunkte des Mercedes-Benz Ladeangebots ab dem 01.12.2025:
- Drei Monate Grundgebühr frei: Beim Kauf ausgewählter vollelektrischer Mercedes-Benz Neuwagen entfällt die Grundgebühr für den MB.CHARGE Public L Tarif in den ersten drei Monaten. Das gilt für alle Baureihen: Auch für EQS und EQE – ausgenommen sind lediglich Mercedes-Benz eSprinter, Mercedes-Benz eVito und deren Derivate.
- Reduzierte Grundgebühr für Neu- und Bestandskunden: Im Tarif L sinkt die monatliche Grundgebühr in Deutschland von 12,90 Euro auf 9,90 Euro. Die Grundgebühr für Tarif M bleibt bei 4,90 Euro.
- Einführung des „Preferred Partner Network“: Kundinnen und Kunden profitieren künftig von festen kWh-Preisen bei ausgewählten Premium-Partnern wie Aral Pulse, Shell Recharge und Mer (Deutschland: 49 ct/kWh im Tarif L, 55 ct/kWh im Tarif M). Darüber hinaus laden sie im Mercedes-Benz Charging Network (Deutschland: 39 ct/kWh) und bei IONITY (Deutschland: 44 ct/kWh in Tarif L / 49 ct/kWh in Tarif M) zu besonders attraktiven Konditionen.
- Vergünstigtes Laden außerhalb des „Preferred Partner Network“: Bei allen Anbietern, die nicht zum Preferred Partner Network mit Zugang zu über 1.250 Ladestationsbetreiber in Europa mit mehr als 950.000 Ladepunkten gehören, erhalten MB.CHARGE Public-Kunden einen prozentualen Rabatt auf den Standardtarif (10% in Tarif M: 15% in Tarif L).
- Kostenoptimiertes Laden: Mit der Routenberechnung über die Navigation mit Electric Intelligence werden Ladestationen des eigenen Mercedes-Benz Ladenetzes und IONITY sowie der Preferred Partner priorisiert.
- Transparente Preise: Über das Multimediasystem MBUX und die Mercedes-Benz App sind die genauen Ladepreise pro Kilowattstunde oder Minute sowie bei vollelektrischen Fahrzeugen die voraussichtlichen Kosten bis zum Erreichen des maximalen Ladezustands ersichtlich.
Die 270 Stadtwerke sind leider weiterhin nicht mehr Vertragspartner der DCS GmbH.
Die Dienste der DCS GmbH nehmen Hersteller wie BMW, Mercedes, Mini, smart, Hyundai und Kia in Anspruch und bauen darauf ihre eigenen Tarife auf.
Die Mercedes Public Charge lässt die Verträge mit den über 1 Mio. Ladepunktbetreibern über die DCS GmbH regeln. Die gibt nun weitere Einblicke in die aktuelle Situation:
„Smartlab vermarktet als Aggregator den Zugang zu den Ladenetzen von deutschlandweit mehr als 300 Stadtwerken exklusiv für Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen. Eine Direktanbindung einzelner Stadtwerke oder eine Anbindung über andere Aggregatoren ist für Mobilitätsdienstleister wie Digital Charging Solutions (DCS) derzeit nicht möglich. Die von smartlab gebündelten Stadtwerke betreiben deutlich mehr als 10 % der AC-Ladepunkte in Deutschland.
Der Vertrag zwischen smartlab und DCS wurde zum 31.08.2025 einseitig von smartlab gekündigt. Eine Einigung über einen Anschlussvertrag konnte bislang nicht erzielt werden. Seit Anfang September sind daher die über smartlab integrierten Stadtwerke-Ladesäulen bei den DCS-Ladeservices ausgelistet. Unsere Kundinnen und Kunden haben weiterhin Zugang zu mehr als 160.000 öffentlichen Ladepunkten in Deutschland.
Das von smartlab vorgelegte Angebot ist für DCS wirtschaftlich nicht akzeptabel. Die geforderten Preise liegen deutlich über dem Marktniveau und verstoßen aus unserer Sicht gegen regulatorische Vorgaben – insbesondere gegen das Diskriminierungsverbot gemäß der Alternative Fuel and Infrastructure Regulation (AFIR) sowie gegen allgemeine kartellrechtliche Bestimmungen. Im Interesse unserer Kundinnen und Kunden bemüht sich DCS weiterhin um eine einvernehmliche Lösung, behält sich jedoch rechtliche Schritte zur Durchsetzung angemessener Preise ausdrücklich vor.
Ladeservice-Nutzerinnen und -Nutzer, die in den vergangenen drei Monaten mindestens einmal an einem betroffenen Ladepunkt geladen haben, wurden aktiv per E-Mail informiert.“
Weitere Informationen:




















20 Responses
Die Erfahrungen teile ich. Jedoch sind nach dem letzten Update für meinen EQA 250+ die Ladezeiten verschlechtert worden. Zum Beispiel um von 17% auf 92% aufzuladen wird die Zeit 58 Min. angegeben. Stehe aber über 1,15 Std. an der Ladesäule. Das ist im Vergleich zu anderen Fahrzeugen zu lange. Das müßte geändert werden. Unter diesen Bedingungen hätte ich das Fahrzeug nicht erworben.
Wer es eilig hat, steckt nicht schon bei 17% an und lädt auch nicht bis 92%. Jedenfalls nicht mit NCM-Chemie.
Die Ladestationen stehen eben selten genau dort wo man den den optimalen SoC zum Laden hat.
Laber, laber. Wann ich lade müssen sie mir schon überlassen.
Das Update wurde von Mercedes bei den eqa250+ und eqb250+ aufgespielt wegen des Brandrisikos der farasis Zellen.
Mercedes hätte hier die Batterie tauschen sollen. Das ist sehr unglücklich.
Unsere Ladezeiten sind auch inakzeptabel beim EQB nach dem „Update“
Das Fahrzeug brauch jetzt für den regulären Ladehub von 10-80% über 45 Minuten eher 50 Minuten und das ist eine deutliche Verschlechterung im Vergleich zum vorherigen Zustand! Für einen Daimler völlig inakzeptabel was hier aufgrund der Akku Problematik vollzogen wurde!
Die Fahrzeuge wären perfekt für den Gebrauchtwagenmarkt aber so verspielt Mercedes komplett das Vertrauen in die Marke!
Mein 250+ ist jetzt einen Monat alt. Hat der denn auch noch das Akku Problem und verringerte Ladezeit?
War bisher mit der Ladezeit meiner 250er ( gibts ja nicht mehr) sehr zufrieden.
Hat der 300(ab2025)/350(ab2024) nicht eigentlich den gleichen Akku, also auch die Probleme?
Nee mit der MOpf haben sie die Zellen umgestellt.
Der neue 250+ hat vermutlich nicht mehr die FArasis Zellen.
Der 300er und 350er hatten lange die 66,5 kWh Batterie.
Betroffen ist die 70,5 kWh von Farasis.
Schade, hier wird einfach wieder behauptet das Auto sei das Problem. Soweit ich weiss, kann man erst ab dem MMA Batterie etc updaten, was bedeutet, dass es völlig unmöglich ist, dass das Auto jetzt länger ladet als vor dem Update.
Wird Zeit das man sieht warum man nicht schnell laden kann.
Ich habe einen EQA 250 plus und lade jetzt fast doppelt so lange wie vor dem Softwareupdate im Oktober. Es ist also doch möglich. Praxis schlägt Theorie.
Doch es gab wie Julian schreibt einen Rückruf aufgrund verschiedener Brände bei den 250+ Modellen mit farasis Batterie und Resultat daraus ist weniger nutzbarer energiegehalt und reduzierte Ladeströme. Statt die Batterie zu tauschen fährt man weiter mit einem mulmigen Gefühl und einer verringerten Reichweite und schlechter Lade Performance.
Inakzeptabel!
Das Update kam nicht Onair sondern es gab ein Rückruf, in dem unteranderem mitgeteilt wurde, dass sich die Ladezeiten verlänger und man mußte in die Wekstatt. Dankefür den klugen hinweis. Bitte direkt an Mercedes schreiben. Danke
Ionity kostet mit Abo 39 ct in Deutschland. Also warum soll Man zuviel bezahlen mit Mercedes (44 ct), wenn dar gar nicht nötig ist?
Diesen Preisen von Mercedes sind Abzocke.
Weil bei Mercedes auch das eigene Netzwerk mit 0,39 €/kWh und andere Partner inkludiert ist.
Bild 2 zeigt beispielhaft, was uns schon seit Mopf fehlt: detaillierte, ruhige Instrumente.
Dieser ständig zuckende Powermeter bringt doch nur Unruhe rein. Und andere Modi (was ist denn möglich?) -Kartenvollbild oder völlige Reduktion- sind auch keine Lösung.
Schade, denn das Gesamtsystem (Präzision und Zuverlässigkeit der Werte, Ladeplanung mit Einschränkung) sind ja konkurrenzlos.
Mercedes hat den Vertrauensvorschuss, den jeder Kunde mit dem Kauf erteilt, mit der Behandlung des Sicherheitsrückrufs leichtfertig verspielt. Ladezeiten von 50 Minuten (15 bis 80 Prozent) oder gar 1 1/2 Std. bis auf 100 Prozent auf Langstrecke sind unzumutbar. Es sind schon mehrere Klagen gegen Mercedes anhängig. Die Firma wird durch Urteile gezwungen werden, betroffene Fahrzeuge zurückzunehmen bzw. den Kaufpreis zu mindern. Ein Debakel für Mercedes kündigt sich an.
Ja mich wundert es auch. Ein für Mercedes untypisches Verhalten.
Bei einigen Modellen wechseln sie die Hinterachse nach 10 Jahren auf Kulanz.
Die neuen Ladetarife ab 01.12.25 sind für Kunden ohne Lademöglichkeit am Wohnort oder Arbeitsplatz nicht mehr zu gebrauchen. Die Preise für das im Alltag so wichtige AC-Laden (wenn er steht, dann lädt er) sind lächerlich. So verlagert jetzt auch Mercedes den Wettbewerb auf die Kundenseite. Jetzt ist ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil verloren und – zumindest für uns – die Entscheidung zugunsten eines anderen Fabrikats wieder etwas wahrscheinlicher geworden.
Mein EQA 250+ braucht auch ca. 60% länger für’s DC-Laden seit dem Software-Update und ja, das Auto zeigt noch die Ladedauer von früher an und korrigiert dann, wenn es offensichtlich nicht mehr passt. Max. 88 kW und fällt dann schnell unter 70 kW.
Zudem hat sich das Navi schon mehrmals kurz vor Erreichen der Ladestation anders entschieden, obwohl ich schon die Autobahn verlassen hatte und alle Stationen frei waren.
Mercedes hat mir schon beim E-Smart eine Kulanz verweigert (Steuerung, die leider nur mit dem komletten E-Motor getauscht werden kann, 3 Jahre alt, 3.000 €).
„Das beste oder nichts“ stelle ich mir anders vor.
Ein sinnvolles Update wäre endlich das Filtern nach Ladeanbietern einzuführen. Andere Marken können das schon lange!