Seit dem 01.12.2025 ist der große Ladetarif für Mercedes-EQ Modelle nur noch 3 Monate gratis
Früher kostete der MB.Charge Public L Tarif 12,90 EUR Grundgebühr. Mercedes hat die Grundgebühr zum 01.12.2025 auf 9,90 EUR pro Monat gesenkt. Auch weitere Tarifdetails wurden angepasst. Sehr interessant ist das Preferred Partner Network (hier gibt es die weiteren Details).
Jedoch gibt es auch eine Änderung die nicht so schön ist. Bislang gab es den größten und günstigsten Tarif mit dem Erwerb eines neuen Mercedes EQ für 12 Monate gratis dazu.
Seitdem 01.12.2025 ist die Grundgebühr des Tarif L nur noch für 3 Monate (statt 12 Monate) im Fahrzeugpreis inkludiert. So gesehen entspricht dies – für Kunden die überhaupt öffentlichen Laden nutzen und benötigen einer indirekten Fahrzeugpreiserhöhung von 89,10 EUR.
Zu Weihnachten an 3 Standorten gratis laden bei Mercedes
Ab heute gibt es jedoch auch eine komplett „Gratis-Lade-Aktion“ an drei Ladeparks von Mercedes:
- Cloppenburg: Vahrener Damm 10, 49661 Cloppenburg im Zeitraum von 15.12 bis 21.12.2025
- Stuttgart: Heilbronner Str. 339, 70469 Stuttgart (Mercedes Forum) vom 17.12-23.12.2025
- Sindelfingen: Käsbrünnlestraße 1, 71063 Sindelfingen (Kundencenter Mercedes Sindelfingen) vom17.12-23.12.2025






















9 Responses
Das ist natürlich sehr schade. Mein Tipp: Die Ladekarte nach dem Erwerb des Fahrzeugs erst aktivieren, wenn man sie braucht, also vor großen Fahrten. Und dann wieder umstellen auf grundgebührenfrei, falls und wenn man sie nicht mehr braucht, denn das ist monatlich möglich.
Ich habe eine Wallbox zuhause und lade größtenteils über PV-Strom. Es gibt durchaus einige Monate, in denen ich nicht öffentlich lade.
Die Gratis-Aktionen finde ich übrigens entbehrlich. Erstens werden diese nicht wirklich kommuniziert. (außer beispielsweise auf jesmb.de) und zweitens kommen aufgrund der örtlichen Restriktionen immer nur Wenige infrage, die‘s nutzen können.
Ja korrekt. So mache ich das auch.
Ich finde das Preferred Network super.
Was wohl neu ist:
Kostenoptimiertes Laden: Mit der Routenberechnung über die Navigation mit Electric Intelligence werden Ladestationen des eigenen Mercedes-Benz Ladenetzes und IONITY sowie der Preferred Partner priorisiert.
Das ist cool. Es hat mich in der Vergangenheit tatsächlich immer gewundert, dass die Routenberechnung IONITY und den Charging Hub in Mannheim selbst dann nicht priorisiert, wenn man direkt daran vorbei fährt und teilweise das System stattdessen nur wenige Kilometer entfernte Ladepunkte vorschlägt. Da ich eine bestimmte Route öfter im Jahr fahre, konnte ich das meist korrigieren. Aber das hat natürlich auch Nachteile: Vermutlich ist die Vorkonditionierung dann nicht optimal und man muss außerdem während der Fshrt manuell schauen, wie die aktuelle Belegung der Ladepunkte ist.
Prima, wenn‘s die Routenberechnung künftig also dann automatisch macht.
Gibt es diese Option auch bald mal für den EQA etc?
Mercedes me Charge: Die neue Gebührenstruktur – Kostensenkung oder geschickte Umverteilung?
Mercedes-Benz hat seine Ladetarife für „me Charge“ aktualisiert. Während das Unternehmen mit Vereinfachung und attraktiven Konditionen für Langstreckenfahrer wirbt, offenbart ein Blick auf das Kleingedruckte eine bittere Realität für Stadtbewohner und Laternenparker. Trotz sinkender Strombörsenpreise scheint die Kostenschraube an der entscheidenden Stelle – dem AC-Laden – massiv angezogen zu werden.
Der Fokus auf DC: Ein Privileg für die Langstrecke?
Auffällig ist, dass die Preise an den schnellen DC-Ladestationen (Gleichstrom) im Schnitt leicht gesunken sind. Wer viel auf der Autobahn unterwegs ist oder das Glück hat, einen Ionity-Schnelllader in der Nähe zu haben, profitiert oberflächlich. Man könnte den Eindruck gewinnen, Mercedes wolle seine Kunden gezielt an die Schnellladesäulen drängen.
Die „Strafgebühr“ für Stadtbewohner
Doch die Rechnung geht für viele nicht auf. In deutschen Großstädten ist die Infrastruktur vor allem auf AC-Lader (Wechselstrom) angewiesen. Hier zeigt sich das wahre Gesicht der neuen Preispolitik:
Versteckte Preiserhöhungen: Durch eine Kombination aus leicht erhöhten Kilowattstunden-Preisen und neu eingeführten oder verschärften Zeitgebühren (Blockiergebühren) schnellt der effektive Preis pro kWh nach oben.
Die 50-Cent-Marke: Wer keinen Zugriff auf eine private Wallbox hat und öffentlich laden muss, zahlt nun oft über 50 Cent pro kWh. Das entspricht einer Preissteigerung von teilweise über 20 Prozent – und das in einer Phase, in der die Energiepreise am Markt eigentlich wieder sinken.
Zahlenspielerei statt Transparenz
Die monatliche Grundgebühr von etwa 10 bis 12 Euro in den höheren Tarifen (wie dem „L“-Tarif) fällt bei Vielfahrern kaum ins Gewicht. Sie dient jedoch oft als psychologische Hürde, die ein Gefühl von Exklusivität vermitteln soll, während man an der Säule selbst zur Kasse gebeten wird.
Besonders perfide ist die zeitbasierte Komponente. Was als Anreiz gedacht war, Ladesäulen nicht unnötig zu blockieren, wird für Fahrer ohne Eigenheim zur Kostenfalle. Wer über Nacht lädt, weil er tagsüber arbeitet, wird durch die Zeitgebühren zusätzlich bestraft.
Fazit: Eine Politik am Kunden vorbei
Die aktuelle Preisgestaltung wirkt wie eine „Verarsche“ derjenigen, die den Umstieg auf die E-Mobilität ohne eigene Garage gewagt haben. Während die Industrie von der Verkehrswende spricht, machen es die Gebührenstrukturen der Premium-Hersteller immer schwerer, diese wirtschaftlich zu rechtfertigen. Wenn AC-Laden zum Luxusgut wird, wird die Akzeptanz der Elektromobilität in der Breite massiv Schaden nehmen
Mmmh der Tarif L kostet 9,90 EUR.
Kann den Kommentar nicht nachvollziehen. Mercedes kann ja nichts dafür, dass die STadtwerke nicht mehr mit machen wollen.
Ansonsten kann man DAnk neuem Preferred Network bei Aral Pulse DC Laden. Dafür muss man nicht auf die Langstrecke gehen.
Diese Ladesäulen stehen bei REwe, Aral selbst, oder Baumärkten.
Doch, den Kommentar kann ich sehr gut nachvollziehen, denn er entspricht der Wahrheit. Ich bin selbst Leidtragender.
Die Frage ist doch mal, wer hat wen so verärgert, das Ladenetz und Mercedes nicht mehr zusammenarbeiten wollen?
Bisher konnte ich um die Ecke AC für 39cent bei EnBw laden. Jetzt soll der Spaß dank „flexibler Preise“ 65 Cent kosten – DC sogar 73cent. Die nächste Aral Pulse bzw. Shell für 49cent ist 5 km weg und liegt nie auf dem Weg.
Das gleiche im Urlaub an Ost-/Nordsee. Erfahrungsgemäß ist DC da dünn gesät, da war AC für 39 Cent immer eine gute Alternative.
Ich kann die Kommentare absolut nachvollziehen.
Ganz im Gegenteil, ich wundere mich über so wenig Kommentare.
Seit den Tarifumstellungen reden wir über eine Preisteigerung von 20 bis 40% beim AC laden!
Und die Preffered Network Ladesäulen, von wieviel % aller DC Ladesäulen in Deutschland reden wir? 10%?
Und die Stadtwerke haben so gut wie gar keine Auswirkung. Vor der Thematik, dass die Stadtwerke nicht mehr mit MB zusammenarbeiten will, gab es ca. 186.000 Ladesäulen die mit der Charge Public Ladekarte nutzbar waren. Nach dem Streit wurden die Stadtwerke aus der App entfernt und es waren noch 169.000 Ladesäulen übrig.
Also reden wir gerade mal von 17.000 Ladepunkte in D.
Wenn man sich in der MB App an seinem Wohnort mal die AC Ladesäulen anschaut, dann fällt einem auf, dass es zich verschiedene Betreiber für die Ladesäulen gibt.
Und so sehen jetzt auch die Ladepreise aus.
Bestes Beispiel bei mir.
Ich kann zu Hause nicht laden, bin auf öffentliche Ladepunkte angewiesen.
Meine Ladesäule 500m entfernt hatte einen kWh Preis von 0,39€. Jetzt, nach der Umstellung sind es 0,53€. Und das ist der günstigste Preis in der Gegend. EnBW will fürs AC laden weit über 0,60€ haben. Wir reden hier von AC laden!
Seit Tarifumstellung also 50% Preissteigerung!
Vorher die MB Ladekarte ran und für 0,39€ geladen.
Und das kommuniziert MB nicht. Sie schreiben in die App einfach „flexible Ladepreise“ und gut ist. Auch die Zeit nachdem Blockiergebühren anfallen variiert erheblich, je nach Säulenanbieter halt.
Und wie schon richtig erwähnt wurde, die Energiepreise an der Strombörse sind schon lange gesunken. Und bei MB explodieren nun die AC Ladekosten.
Wo ist die Rechtfertigung für so massiv steigende Preise?
Kann darüber vielleicht mal ein Artikel geschrieben werden?
Die Einfachheit der MB Ladekarte, war bei mir ein Argument die E-Mobilität auszuprobieren.
Eine Karte und 169.000 Ladesäulen in Deutschland und über 500.000 in Europa nutzbar.
Immer gleicher Preis, egal bei welchem Betreiber man gerade geladen hat.
Man musste sich keine Gedanken machen, was das aufladen kosten wird.
Einfach Ladekarte ranhalten und gut ist. Einfach und kalkulierbar.
Mit diesem Argument konnte ich einige Menschen überzeugen, auch mal MB BEV auszuprobieren.
Und heute?
Jede Ladesäule hat einen anderen Preis, überall sind die Blockiergebühren unterschiedlich. Der entgültige Preis einer Akkuladung ist kaum noch ausrechenbar.
Inzwischen ist Ionity mit DC-laden (0,44€) günstiger als das AC (mindestens 0,46€) laden!
Das ist zwar gut und schön, kann aber kaum jemand wirklich nutzen. Und jetzt verbringt man quasi die Zeit beim Ladevorgang im Ladepark. (Bist ja nicht auf Langstrecke, sondern 5km von daheim weg)
Beim AC laden hatte ich das Auto einfach an die Ladesäule gehängt und bin dann nach Hause gegangen.
Wie soll ich das jemanden erklären der sich unsicher ist ob er auf E-Mobilität wechseln soll?
Jetzt muss ich ihm erklären, wie er mit der App umgehen muss, wie er bei den angezeigten Ladepreisen 15% abziehen muss (im Tarif L).
Und bloss nicht mehr im Navi einfach so eine Ladesäule aussuchen nur weil sie direkt in der Nähe des Ereignisortes ist. Was früher ganz normal war kann heute für erhebliche Überraschungen in der Tankrechnung sorgen.
Sorry, aber damit überzeuge ich niemanden mehr, dass E-Auto laden so einfach ist wie tanken.