Mercedes CLA Batterien kommen aus Kamenz
- Erfolgreicher Hochlauf der Hightech-Batteriemontage für den neuen vollelektrischen CLA bei der Mercedes-Benz Tochter ACCUMOTIVE in Kamenz
- 13 Jahre Erfahrung und mehr als 2 Millionen Batterien machen Kamenz zum Kompetenzzentrum des globalen Mercedes-Benz Batterie-Produktionsverbunds
- Neue Produktionsumfänge im Bereich Batterie-Instandhaltung ab 2026 stärken den Standort
Mit der Serienproduktion der neuesten Generation Antriebsbatterien von Mercedes-Benz für den vollelektrischen CLA setzt die Mercedes-Benz Tochter ACCUMOTIVE in Kamenz einen großen Meilenstein. Seit Produktionsbeginn im Jahr 2012 hat sich das Unternehmen als Kompetenzzentrum im globalen Mercedes-Benz Produktionsnetzwerk etabliert. Mehr als zwei Millionen Batterien sind seither vom Band gelaufen.
Die ACCUMOTIVE in Kamenz versorgt seit diesem Jahr das Werk Rastatt mit der neuen Batteriegeneration, in dem der neue elektrische CLA zunächst vom Band läuft. Die elektrischen Antriebseinheiten und Achsen stammen aus dem Werk Stuttgart-Untertürkheim und Rohbau-Komponenten, Struktur- und Karosserieteile aus Kuppenheim. Ab 2026 erweitert die ACCUMOTIVE zudem ihr Produktionsportfolio um die Aufbereitung gebrauchter Batterien und untermauert damit die nachhaltige Geschäftsstrategie des Unternehmens im Bereich Kreislaufwirtschaft.
„Als Kompetenzzentrum innerhalb unseres globalen Batterie-Produktionsverbunds kommt Kamenz eine entscheidende Rolle in unserer nachhaltigen Geschäftsstrategie zu. Seit 2012 treiben die hier produzierten Batterien elektrische Fahrzeuge von Mercedes-Benz an. Mit dem erfolgreichen Hochlauf der neusten, hocheffizienten Batteriegeneration schreibt das Werk seine Erfolgsgeschichte weiter.“
Jörg Burzer, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Group AG, verantwortlich für Produktion, Qualität und Supply Chain Management
„Wir müssen technologisch an der Spitze bleiben, damit unsere Automobilindustrie von der Mobilitätswende bestmöglich profitiert. Die ACCUMOTIVE beweist mit ihrer neusten Batteriegeneration, dass große Reichweiten für den vollelektrischen CLA problemlos möglich sind. Das Werk in Kamenz leistet einen wichtigen Beitrag zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit von Mercedes-Benz und stärkt gleichzeitig die Wirtschaft in der Lausitz.“
Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen
Hightech-Produktion in Kamenz für hochwertige Batterien des neuen CLA
Die neue Batteriegeneration überzeugt mit einer hocheffizienten 800-Volt-Elektroarchitektur und innovativen Batteriechemie, die deutlich verkürzte Ladezeiten ermöglicht. So kann der neue CLA 250+ mit EQ Technologie in nur zehn Minuten Energie für bis zu 325 Kilometer Reichweite nachgeladen werden. Insgesamt erreicht der CLA 250+ EQ eine maximale Reichweite von bis zu 792 Kilometern.
Auch die 94,5 kWh große Batterie vom neuen GLC EQ (Weltpremiere auf der IAA 2025 im September in München) wird im Mercedes Werk in Kamenz hergestellt.
Die lokale Batterieproduktion ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die nachhaltige Geschäftsstrategie von Mercedes-Benz. Die Herstellung der hochkomplexen Batterien erfolgt auf einer etwa 350 Meter langen Fertigungslinie. Anhand rund 50 verschiedener manueller und hoch automatisierter Montageprozesse wird eine Vielzahl von Komponenten, Zellmodule, Kühlplatten und Sensoren, präzise im Gehäuse implementiert und anschließend mit verschiedenen Elektronik-Komponenten der Batterie mittels einer integrative Hochvoltverkabelung verbunden. Abschließend erfolgt die elektrische und mechanische Absicherung anhand verschiedener Prüfstände.
Den Batterie-Kreislauf schließen: Batterie-Aufbereitung ergänzt Kamenzer Produktionsportfolio
Ab 2026 erweitert die ACCUMOTIVE ihr Produktionsportfolio und verantwortet zusätzlich zur Montage der neuen Batteriegeneration die Aufbereitung gebrauchter Batterien. Das sogenannte „Battery ReUse Center Europe“ verantwortet künftig werksseitige Reparaturlösungen für frühere Mercedes-Benz Batteriegenerationen, die im Aftersales-Netzwerk des Unternehmens wiederverwendet werden. Die Batterien werden dabei, angelehnt an die Vorgaben der Serienproduktion, ausführlich auf ihre Funktion und Qualität geprüft. Zu diesem Zweck soll ein bestehendes Gebäude auf dem Werksgelände umgebaut und erweitert werden. Die Arbeiten dazu haben bereits begonnen. Die Inbetriebnahme der Anlagen ist für Anfang 2026 geplant.
Mercedes-Benz verfolgt mit Blick auf die Kreislaufwirtschaft von Batteriesystemen einen ganzheitlichen Ansatz und betrachtet dabei drei Kernthemen: zirkuläres Design, Werterhaltung und das Schließen des Wertstoffkreislaufs. Mit dem Ansatz „Design for Circularity“ berücksichtigt das Unternehmen von Anfang an die gesamte Wertschöpfungskette der Batterietechnologie. Im 2024 eröffneten Mercedes-Benz eCampus in Stuttgart-Untertürkheim fließt der Kreislaufgedanke bereits bei der Entwicklung neuer Batteriezellen ein. Die Produktion der Batterien für die elektrischen Mercedes-Benz Fahrzeuge erfolgt bilanziell CO₂-neutral. Neben der Wiederverwendung von Batterien als Ersatzteil sieht der Ansatz von Mercedes-Benz auch die Weiterverwendung vor. Mit dem Tochterunternehmen Mercedes-Benz Energy mit Sitz im sächsischen Großröhrsdorf hat Mercedes-Benz ein erfolgreiches Geschäftsmodell mit stationären Großspeicheranwendungen etabliert. Batterien, die nicht mehr im Fahrzeug einsetzbar sind, lassen sich in einem Second-Life-Speicher weiter nutzen. Am Ende des Lebens einer Batterie steht das stoffliche Recycling als Schlüssel für die Schließung des Wertstoffkreislaufs. Im Oktober 2024 hat Mercedes-Benz im süddeutschen Kuppenheim die erste Batterie-Recyclingfabrik Europas mit integriertem mechanisch-hydrometallurgischem Verfahren eröffnet.
Vorreiter der nachhaltigeren Produktion
Der Standort Kamenz verfügt über eine Produktions- und Logistikfläche von insgesamt rund 125.000 m². Die 2018 in Betrieb genommene Montagehalle, in der die Batterien für den neuen CLA montiert werden, verfolgt ein nachhaltiges Konzept: Ein Blockheizkraftwerk und eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von zwei Megawatt versorgen in Verbindung mit Geothermie die Produktionsanlagen mit Energie.
Seit 2022 sind die eigenen Produktionsstandorte von Mercedes-Benz bilanziell CO₂- neutral3 und bis 2030 ist vorgesehen, mehr als 70 Prozent des Energiebedarfs in der Produktion durch erneuerbare Energien zu decken. Mercedes-Benz setzt dabei auf den Ausbau von Photovoltaikanlagen an den eigenen Standorten und die Erweiterung des Energieportfolios um Windenergie aus On- und Offshore-Windparks.





















3 Responses
Tolle Batterie Entwicklung bei MB!
Ich selbst fahre ein EQA 250 und bin bis auf die veraltete E- Technik.
Wann ist ein EQA kaufbar mit neuer MMA Platform und beinhaltet diese auch die Fähigkeit des Bidirektionalen laden?
Hgrs. Klaus Jakob
Tolle Batterie Entwicklung bei MB!
Ich selbst fahre ein EQA 250 und bin bis auf die veraltete E- Technik sehr zufrieden.
Wann ist ein EQA kaufbar mit neuer MMA Platform und beinhaltet diese auch die Fähigkeit des Bidirektionalen laden?
Hgrs. Klaus Jakob
Der Name wird geändert. Aus Eqa wird wieder GLA mit dem Zusatz EQ.
Der GLA kommt wohl Ende 2026 zu den Kunden