JESMB IAA News: Motoren, Hybrid, Batterien, Kofferraum

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Plug-In-Hybrid, Batterien & Motoren was gibt es neues?
Der neue A 250e, B 250e sowie der GLE 350de sind die neue Benchmark unter den Plug-in-Hybriden. Sie zeichnen sich durch optionales Schnellladen (A/B 24 KW sowie GLE 60KW via CCS), hohe E-Leistung sowie hohe E-Reichweite aus. Das optionale CCS-Schnellladen soll gerade für Mieter die keine eigene Wallbox haben, bei Discountern oder Möbelhäusern die Möglichkeit bieten, in kurzer Zeit den Akku voll zu laden.

Folgende interessante Aussagen wurden bei Mercedes auf dem IAA-Stand getätigt:
– der GLE 350de nutzt praktisch 2 A250e Batterien.
– der GLE hat eine höhere Achslast (Hinterachse) und kann daher einfacher eine Batterie aufnehmen, als die normalen Limousinen (C- und E-Klasse)
– für den Weltmarkt, aber auch Deutschland wird der im GLE 350 (Benziner, derzeit nur in USA und China verfügbar) verwendete M264 2,0 Liter 4-Zylinder für den GLE Benzin-Plug-In-Hybrid eingesetzt
– der GLE 350de mit 194 PS + 136 PS wird später auch im GLE Coupé eingesetzt
– der GLS erhält ebenflass einen Plug-In-Hybrid (wie der aussieht wurde nicht gesagt)
– ob der CLA einen Plug-In-Hybriden erhält wurde nicht bestätigt, Hr. Källenius hat hier betont das die Plug-in-Hybrid Modelle sehr gut ankommen und sie daher ausgebaut werden sollen
– die Geldwerter-Vorteil Regelung von Firmenwagen in Deutschland in Höhe von 0,5% hat Mercedes überrascht. Kamenz produziert die Batterien aktuell am Anschlag. An einer Kapazitätserweiterung wird gearbeitet. Trotz gleicher Batterie im C 300e, C 300de, E 300e, E 300de, GLC 300e, S 560e ist die Lieferzeit in der E- und S-Klasse kürzer als in der C-Klasse. Eine genaue Aussage zu der Liefersitutation bei der C-Klasse Plug-In-Hybrid will Daimler jesmb noch nachliefern.
– mittelfristig werden alle Plug-In-Hybriden bei 100 km elektrischer Reichweite liegen !
– die Nutzbarkeit des Kofferraums ohne störende Stufe wird in den neuen Limousinen der S-Klasse (W223, Frühjahr 2020) sowie neue C-Klasse W206 (Frühjahr 2021) deutlich verbessert.
– die E-Klasse erhält zum Facelift im Frühjahr 2020 eine neue Zellchemie. Die Kapazität / E-Reichweite bleibt jedoch identisch. Ob dadurch aber die Nutzbarkeit des Kofferraums verbessert wird ließ man offen.
– aktuell haben die folgenden Modelle zwar eine Einschränkung bezogen auf die Kofferraumgröße (GLE 490 statt 630 Liter), A-Klasse (310 statt 370 Liter) aber keine störende unpraktische Stufe: A 250e, A 250e Limousine, B 250e, GLE 350de, GLC 300e
– störende Stufen im Kofferraum haben aktuell: C 300e, C 300e 4matic, C 300de, E 300 de, E 300de sowie auch das T-Modell von C-/E-Klasse und der S 560e.

Warum hat der A 250e / B250e keinen 12 Volt Anlasser und der GLE 350de schon ?
Die kompakten Plug-In-Hybrid Modelle der A- und B-Klasse fahren mit ihrem 102 PS E-Motor maximal 140 km/h. Dabei hat der 102 PS E-Motor genügend Kraftreserven um dann bei einer weiteren Beschleunigung oder starken Steigung den Verbrennungsmotor zu starten. Des Weiteren ist die auch erforderlich, da der Auspuff mittig unter dem Auto endet und das Fahrzeug immer elektrisch gestartet wird. Somit ist hier das Brutto/Nettoverhältnis der Batterie rund 11 kwh zu 15,6 kwh etwas schlechter.
Der GLE 350de kann mit seiner 136 PS E-Maschine bis zu 160 km/h fahren. Dann hat die E-Maschine, aufgrund seines Gewichts und Größe, aber keine Reserven mehr den Verbrennungsmotor zu starten. Daher bleibt hier der 12 Volt Anlasser an Bord. Dadurch bleibt aber auch mehr Energie der Batterie für das elektrische Fahren übrig. Hier ist das Brutto/Netto Verhältnis von 31,2 kwh zu 28 kwh deutlich besser.

Reicht für einen großen schweren SUV ein 4-Zylinder Verbrenner aus ?
Der GLE 350de 4matic wiegt 2.655 kg. Kann er souverän von einem 2,0 Liter 194 PS Diesel angetrieben werden ? Mercedes sagt eindeutig ja. Der 136 PS starke E-Motor wird bei der 31,2 kwh großen Batterie dem Diesel immer zur Seite stehen können. Eine leere Batterie ist äußerst selten und unwahrscheinlich, so Mercedes. Die Betriebsstrategie sieht dies quasi gar nicht vor. D.h. durch die intelligente 100 KW Rekuperation sowie effiziente Lastpunktverschiebung des Verbrenners wird die Batterie geladen. Bei normalen Bremsvorgängen werden die mechanischen Bremsen nicht genutzt. Im Vergleich zu den früheren Plug-In-Hybrid mit den sehr kleinen Batterien ist hier eher die Systemleistung zu beachten, als ausschließlich die Leistung des Verbrenners. Hier ist vermutlich ein Umdenken in den Köpfen erforderlich.

Das könnte auch die Erklärung für den neuen C 63 AMG (W206) mit 4-Zylinder sein. Herr Källenius hat hier wiederholt bestätigt, dass AMG unter dem Label EQ Performance ebenfalls Plug-In-Hybride einsetzen wird.

Bei der Reichweite ist der GLE 350de mit 106 km nach NEFZ der König. Dann kommen die Kompaktmodelle des 250e mit rund 75 km. Danach die 300e/300de und 560e Modelle mit rund 50-56 km.

Im Übrigen nutz der GLE 350de die gleiche E-Maschine wie auch die 300e, 300de und 560e Modelle. Sie ist in diesen Modellen jedoch auf 122 PS gedrosselt, da deren Batterie keine 136 PS Peak-Leistung zur Verfügung stellen kann.

Fotos jesmb.de

GLE 350de 4matic Plug-In-Hybrid Triebstrang
MFA2 Plug-In-Hybrid Anordnung
GLE 350de SUV (Kofferraum 630 Liter, GLE 350de 4matic 490 Liter, minus 140 Liter)
GLC 300e SUV (Kofferraum 550 Liter, GLC 300e 4matic 395 Liter, minus 155 Liter)
B 250e (Kofferraum 455 Liter, B 250e ? Liter, minus ? Liter)
A 250e Limousine (Kofferraum 420 Liter, A 250e Limousine 345 Liter, minus 75 Liter)
C 300de T-Modell (neu, 315 Liter, 460 Liter normal, minus 145 Liter):
E 300de Limousine (neu 370 Liter, normal 540, minus 170 Liter):

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