Mercedes EQS hat Nachhaltigkeitsaudit bestanden

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Geprüfte Nachhaltigkeit: Neuer Mercedes EQS (V297) hat Umweltaudit bestanden

Von der Herstellung der Rohstoffe über die Produktion und den Fahrbetrieb bis zum Recycling am Ende des Autolebens: Alle umweltrelevanten Aspekte eines Fahrzeugmodells untersucht Mercedes‑Benz mit einer Ökobilanz. Unabhängige Gutachter prüfen diese umfangreiche Dokumentation.

Als erstes Modell, das auf der elektrischen Architektur für große Fahrzeuge basiert, hat jetzt der EQS 450+ das Validierungsaudit bestanden. Der sogenannte 360° Umweltcheck bietet ausführliche Informationen zu den Themen Verbrauch, Emissionen und Ökobilanz sowie zum Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen und Rezyklate. Hier lässt er sich als pdf-Datei herunterladen.

 

Die Produktion der Hochvoltbatterie und die externen Ladevorgänge im Fahrbetrieb sind wichtige Faktoren, wenn es um die Ökobilanz eines Elektroautos geht. Bei seinen Modellrechnungen geht Mercedes-Benz dabei von zwei unterschiedlichen Voraussetzungen aus: Im Szenario EU Strom-Mix ist der europäische Strom-Mix für das Laden der Hochvoltbatterie berücksichtigt. Im regenerativen Szenario hingegen kommt bei der Fertigung der Batteriezellen und für die Ladevorgänge in der Nutzungsphase erneuerbar erzeugte Energie zum Einsatz. Beiden Szenarien liegt beim EQS eine Laufleistung von 300.000 Kilometern zugrunde.

Interessante Zahlen, Daten, Fakten: Die Nachhaltigkeit des EQS auf einen Blick

 

Der Kobaltanteil an den Kathoden der Batteriezellen des EQS liegt bei zehn Prozent.

 

Über 80 Kilogramm wiegen die Bauteile des EQS, die anteilig aus ressourcenschonenden Materialien (Rezyklate und nachwachsende Rohstoffe) hergestellt sind.

 

Mit seinem cw-Wert ab 0,20 ist der EQS aktuell das aerodynamischste Serienautomobil der Welt. Gegenüber einem aerodynamisch guten Elektroauto (cW-Wert 0,23) bringt das einen Vorteil bei der Reichweite von vier (WLTP-Zyklus) bis fünf Prozent (Mercedes Messung Langstrecke).

 

Das Dach der Factory 56, Produktionsstätte des EQS, ist mit 12.000 Photovoltaik-Modulen bestückt. Diese haben eine maximale Leistung von rund 5.000 kWp und können damit im Jahresdurchschnitt rund 30 Prozent des Energiebedarfs der Fabrik decken. Insgesamt wird in der Factory 56 der benötigte Energiebedarf im Vergleich zu anderen Montagehallen von Mercedes-Benz um 25 Prozent verringert.

 

Etwa 40 Prozent der Dachfläche der Factory 56 sind begrünt, im Kopfbau kam erstmals Recycling-Beton zum Einsatz.

 

Im Jahr 2022 werden insgesamt bereits acht Mercedes-EQ Elektrofahrzeug-Baureihen an sieben Standorten auf drei Kontinenten produziert.

 

Bei den Bodenbelägen wird ein neues Garn aus regeneriertem Nylon verwendet. Eine Tonne dieses Garns (Markenname ECONYL) spart über 6,5 Tonnen CO2 im Vergleich zu Neuware.

 

Nach der Nutzung im Auto ist für Batterien ein zweites Leben möglich: Zum Beispiel in einem Energiespeicher der Mercedes-Benz Energy. Gemeinsam mit seinen Partnern hat das Unternehmen schon drei Großspeicher mit insgesamt rund 50 MWh Energie aus automobilen Batteriesystemen an das deutsche Stromnetz gebracht. Der erste 2nd-Life-Batteriespeicher ging bereits im Oktober 2016 im westfälischen Lünen ans Netz.

 

Ein Großteil der Lieferanten, die für rund 90 Prozent des jährlichen Einkaufsvolumens stehen, wollen künftig nur noch CO2-neutral produzierte Teile liefern. Die Bereitschaft dazu haben sie in einem Ambition Letter erklärt. Spätestens ab 2039 dürfen nur noch Produktionsmaterialien die Werkstore von Mercedes-Benz passieren, die in allen Wertschöpfungsstufen bilanziell CO2-neutral sind.

 

Bereits 2018 hat Mercedes-Benz damit begonnen, Transparenz in den komplexen Kobalt-Lieferketten für die Batteriezellen zu schaffen. Dafür wurden über 183 Betriebe identifiziert und mehr als 60 Audits nach den Leitlinien der OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development/Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) durchgeführt.

 

Die Produktion der hochkomplexen Lithium-Ionen-Batterien im Werk Hedelfingen, Teil des Mercedes-Benz Standorts Stuttgart-Untertürkheim, erfolgt ab 2022 CO2-neutral. Im Rahmen strategischer Partnerschaften hat Mercedes-Benz außerdem den Bezug von CO2-neutral gefertigten Batteriezellen vereinbart, beginnend mit dem EQS.

 

Seit 2005 veröffentlicht Mercedes-Benz 360° Umweltchecks als Ergebnis der systematischen Integration von Umweltaspekten in die Produktentwicklung nach ISO-Richtlinie TR 14062.

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2 Antworten

  1. Guten Morgen,
    was nützt das Ganze Hochloben von Mercedes, wenn bereits fertig produzierte EQS nicht ausgeliefert werden und keine INFO gegeben wird vom Disponenten, warum die Fahrzeuge alle immer noch im Werk stehen?
    Grüße an den Vorstand:
    Electric first, das ich nicht lache. Lieferzeiten von gut und böse. Immer neue E-Modelle, wo soll das denn hinführen mit dieser Lieferzeitproblematik?
    Fühle mich erinnert an Zeiten, wo die Lieferzeiten für einen SL bei 2 Jahren lagen.
    Heute sind fast alle Fahrzeuge, frühestens erst nach 6-9 Monaten lieferbar, E-Modelle noch länger und dann nicht einmal mit der Wunschausstattung, Halbleiterproblematik sei Dank. Hier haben alle Verantwortlichen wohl seit Jahren geschlafen und sich abhängig gemacht von Dritten, Geldgier sei Dank.
    Der Kunde darf dies nun ausbaden.
    Grüße aus Berlin

    1. Ja das mit den Halbleitern ist sehr ärgerlich.
      Das betrifft eigentlich die gesamte Autobranche mit ein paar Ausnahmen.
      Tesla ist relativ wenig betroffen wobei die dann auch einfach Autos ohne induktive Ladeschale und USB STeckplätze ausliefert.

      BMW hat es auch gut hinbekommen, obwohl hier auch Touchscreens auf einmal ohne Touch waren.

      VW und Audi sind aus meiner Sicht genau so schlimm getroffen wie Mercedes.

      Ford in Köln und Opel in Eisenach waren noch massiver betroffen obwohl in den Autos mit Sicherheit nicht so viele Halbleiter stecken.

      Hoffentlich wird es im Sommer 2022 endlich besser.

      Was ich auch Schade finde, dass man den Mercedes Vertrieb mit dem Kunden relativ alleine im Regen stehen lässt.

      Porsche löst das wohl sehr gut. Die Fragen nach möchtest Du die Lenkradheizung haben, dann musst Du noch warten, wenn nicht können wir zeitnah liefern.

      DAs könnte man von einem Premium-Hersteller eigentlich schon erwarten.

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