Mercedes EQS mit Weltrekord Aerodynamik

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Viele weitere Details zum Mercedes EQS mit einem cW-Wert von 0,20 (Weltrekord Aerodynamik)

Designer und Ingenieure haben lange am purpose Design für Elektrofahrzeuge mit eigener Plattform geforscht. Hohe Reichweichte, viel Platz bei hohem Komfort bringt das neue Bow Design. Das Fahrzeug ist somit gespannt wie ein Bogen und sorgt mit optionalen verschlossenen Felgen.

Weltrekord Aerodynamik

Um den cW-Wert von 0,20 zu erreichen muss der Kunde das 19“ AMG-Leichtmetallrad (verfügbar in der EU ab Ende 2021) bestellen und die Luftfederung im Fahrprogramm SPORT betreiben. Dadurch wird das Fahrzeug etwas abgesenkt und in Summe ergibt sich dann der cW-Wert von nur 0,20. D.h. nur 20% der Luft die auf die Stirnfläche des EQS trifft muss durch aktiv verdrängt werden. Die restlichen 80% der Luft werden effizient, ohne den Verbrauch zu erhöhen, um das Fahrzeug geleitet. Dieser Wert ist ein neuer Rekord für ein Serienfahrzeug.

Der neue EQS (V297) ist länger als eine kurze S-Klasse (W223)

Der neue EQS weist einen Radstand von 3,21m auf und ist insgesamt 5,21m lang. Daher ist es auch wichtig, dass die 10 Grand Hinterachslenkung der neuen S-Klasse ebenfalls zum Einsatz kommt. Denn mit den 5,21m ist der EQS rund 3cm länger als die S-Klasse (W223) und nur 8cm kürzer als die S-Klasse mit langem Radstand (5,29m). Beim Radstand überragt der EQS die kurze S-Klasse (3,11) um glatte 10 cm und ist damit exakt so lang wie die S-Klasse mit langem Radstand (V223).

Hier die wichtigsten Stichworte zum Exterieurdesign des EQS:

Purpose-Design: Elektroautos können entweder auf einer bereits vorhandenen (Verbrenner-)Plattform stehen („Conversion-Design“; Umwandlungs-Design) oder wie der EQS auf einer reinen Elektroarchitektur basieren („Purpose-Design“; zweckorientiertes Design). Diese komplette und konsequente Neukonzeption ermöglicht Freiheiten bei der Anordnung der Komponenten und ein radikal anderes Design. Das führt beim EQS zu Vorteilen beim Packaging und bei der Ergonomie. Das Purpose-Design mit glattem Unterboden und meist geschlossener Kühlerjalousie sowie die günstige Grundform waren eine gute Ausgangsbasis für die Strömungsoptimierung. Mit viel akribischer Detailarbeit konnten die Aerodynamiker in enger Kooperation mit den Designern den neuen cw-Bestwert ab 0,20 erzielen.

One-Bow-Design: Die Dachlinie über der Fahrgastzelle, dem sogenannten Greenhouse, ist beim EQS so straff gespannt wie ein Bogen („one bow“). In Kombination mit der sportlich tiefen und flachen Front entsteht eine coupéhafte Silhouette. Dies wird unterstrichen durch die rahmenlosen Türen und eine hohe, geschwungene Bordkante als eigenständiges Gestaltungselement.

Cab-Forward-Design („vorne platzierte Kabine“): Der weit nach vorne gezogene Fuß der A-Säule und die hinten liegende C-Säule schaffen beim EQS Raum für eine großzügig bemessene Fahrgastzelle. Die Überhänge und der Vorbau sind kurz, das Heck ist fließend abgerundet.

Seamless-Design: Die Zeit der Sicken ist bei Mercedes-Benz vorbei. Mit reduzierten Linien, präzisen Fugen und fließenden Übergängen haben die Designer beim EQS den neuen Purismus souverän verwirklicht. Ein beispielhaftes Element ist die Frontgestaltung: Die Fronthaube greift über die Kotflügel. So wird auch die Zahl der sichtbaren Fugen reduziert.

Black Panel-Front: Die tiefschwarze Grillfläche („black panel“) bestimmt das markante Gesicht des EQS. Die Black Panel-Einheit an der Front ist ein Designmerkmal der Mercedes-EQ Modellfamilie.

Mercedes-Benz Pattern: abstrahiertes, dreidimensionales Sternenmuster, basierend auf dem „Urstern“, einem frühen Markenzeichen der Daimler Motorengesellschaft (DMG). Das Unternehmen hatte 1909 Gebrauchsmusterschutz für einen Dreizackstern beantragt, er wurde am 9. Februar 1911 ins Warenzeichenregister eingetragen. Der Dreizackstern wurde sofort verwendet und gehörte schon nach kurzer Zeit zu den bekanntesten Markenzeichen der Welt. Einen Kranz erhielt der Stern erstmals 1916. Das Muster kommt im EQS an mehreren Stellen zum Einsatz, im Exterieur auf Wunsch beispielsweise als besondere Variante der Black Panel-Front oder bei einem Leichtmetallrad-Design. Im Interieur findet sich das Mercedes-Benz Pattern bei den hinterleuchteten Zierteilen mit Lasercut oder auf dem Beifahrer-Display als digitales Zierbild.

Lichtdesign: Die Scheinwerfer besitzen ein auffallendes Tagfahrlicht-Signet mit drei Light-Dots und sind über ein Leuchtband miteinander verbunden. Dies ist für die EQ Familie genauso prägend wie das Licht am Heck: Die Rückleuchten mit einem Innenleben in Form einer geschwungenen 3D-Helix verbindet ebenfalls ein Leuchtband.

 

Aber nicht nur bei der Digitalisierung, dem Exterieur- und Interieurdesign, sondern auch beim Sounderlebnis (erste Hörprobe am Ende des Videos) ist Mercedes-Benz beim EQS neue Wege gegangen.

3 Klangwelten für den EQS

Elektroautos sind von Natur aus geräuscharm. Auf Wunsch wird die Fahrt im EQS dennoch zum akustischen Erlebnis: Die Soundexperten von Mercedes-EQ machen mit einer ganzheitlichen Soundinszenierung den Paradigmenwechsel vom Verbrenner zum Elektroauto hörbar. Optional ist ein Fahrsound im Innenraum verfügbar. Dieser stellt sich adaptiv auf Fahrstil und Fahrprogramm ein.

Verschiedene Klangwelten erlauben ein individuelles akustisches Set-up. Ist das Burmester® Surround-Soundsystem an Bord, verfügt der EQS über die beiden Klangwelten Silver Waves und Vivid Flux. Silver Waves ist ein sinnlicher und cleaner Sound. Vivid Flux wendet sich an EV-Enthusiasten und ist kristallin, synthetisch und dennoch menschlich warm. Als Sound Experiences können sie auf dem Zentral-Display ausgewählt und auch abgeschaltet werden. Die weitere Klangwelt Roaring Pulse kann als Over-the-Air-Update freigeschaltet werden. Diese Sound Experience erinnert an kraftvolle Maschinen, ist sonor und extrovertiert.

Bereits bei der Annäherung ans Fahrzeug und beim Einsteigen werden Fahrer und Passagiere akustisch begrüßt. Ein entsprechender Aura-Sound begleitet ebenso das Verlassen und Verriegeln des EQS. Innerhalb der jeweiligen Klangwelt bewegt sich auch der Fahrsound, der über die Lautsprecher des Soundsystems im Innenraum wiedergegeben wird. Er weckt Emotionen und inspiriert. Zugleich ist der Fahrsound interaktiv, reagiert also auf gut ein Dutzend verschiedener Parameter wie Stellung des Fahrpedals, Geschwindigkeit oder Rekuperation. Die Wahl des Fahrprogramms beeinflusst den Fahrsound ebenso, im Programm SPORT beispielsweise werden die Klänge dynamischer, und es werden weitere Effekte freigeschaltet. Mittels intelligenter Sounddesign-Algorithmen werden die Klänge auf dem Verstärker des Burmester® Surround-Soundsystems in Echtzeit berechnet und von den Lautsprechern wiedergegeben.

Die Algorithmen und Klänge für das Sounddesign entstehen in-house bei Mercedes-EQ. Neben Physikern arbeiten im interdisziplinär ausgerichteten Team auch Sounddesigner, Mediengestalter und Mechatroniker. Im vollständig gegen Außengeräusche und Vibrationen abgeschirmten Akustiklabor tüfteln sie am Sound des EQS und seiner Modellgeschwister. Welche Emotionen die Klangwelten im realen Verkehr hervorrufen, ermitteln die Soundexperten bei Testfahrten. Die mobilen Hörproben finden mit interaktiven Demonstratorfahrzeugen statt, unter anderem auch im neuen Prüf- und Technologiezentrum Immendingen (PTZ).

Um ein Zusammenspiel zwischen der Aktion des Fahrers, der Reaktion des Fahrzeugs und dem Feedback des Sounds zu erreichen, wird nicht nur auf musikalische Komposition wie Harmonielehre aufgebaut. Durch viele klangliche Dimensionen variiert die Lebendigkeit der Geräuschkulisse. Damit schafft das Sounddesign ein gesamtheitliches, mit dem gesamten Fahrzeug interagierendes, multisensuelles Erlebnis. Dieses steht im Spannungsfeld zwischen komfortabler Ruhe und präziser, emotional gestalteter Rückmeldung.

2 Sitzvarianten im EQS

Im Mercedes EQS wird es nebem einem Komfortsitz auch einen Sportsitz geben.

Mercedes EQS Sportsitz
sportlicher Sitz
Mercedes EQS Komfortsitz
Komfort-Sitz

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