Mit dem Anlauf der elektrischen C-Klasse (W520) nimmt Mercedes die Verdoppelung der Produktionskapazität in Betrieb
- Mercedes-Benz verdoppelt die Fläche seines Werks in Kecskemét, Ungarn, das damit zu einem der größten Produktionsstandorte im globalen Produktionsnetzwerk wird
- Mit aktuell mehr als 5.000 qualifizierten Mitarbeitenden ist der Standort der größte Arbeitgeber der Region
- Mercedes-Benz investierte im Rahmen des Mercedes-Benz Businessplans 2022–2026 rund eine Milliarde Euro in den Standort – mit klarem Fokus auf Digitalisierung, Flexibilität und erhöhte Effizienz
- Mit dem erfolgreichen Hochlauf der neuen elektrischen Mercedes-Benz C-Klasse rollt das erste elektrische Core-Modell in Kecskemét vom Band
- Zukünftig kann in Ungarn bei Bedarf auch der elektrische GLC (X540) vom Band rollen
- Die kommende, kompaktere Version der G-Klasse (Baby g) wird künftig exklusiv in Kecskemét produziert
Mercedes-Benz setzt die Transformation seines globalen Produktionsnetzwerks konsequent fort und baut am ungarischen Standort Kecskemét die flexible Fertigung von Modellen im Core- und Kompaktsegment aus. Im Beisein politischer Gäste wurde der neu errichtete Werkteil feierlich eröffnet. Unter den Gästen: Péter Magyar, Ministerpräsident von Ungarn, und István Kapitány, Minister für Wirtschaft und Energie von Ungarn. Mit zwei komplett neuen Hallen für Karosserie- und Montagelinien schafft Mercedes-Benz die Voraussetzungen für die weitere Umsetzung der größten Produktoffensive in der Geschichte des Unternehmens. Zusätzlich wurden ein zweites Presswerk, eine neue hochmoderne Lackiererei und eine Batteriemontage am Standort errichtet.
Mit der offiziellen Eröffnung der neuen Hallen wächst die Werksfläche von 200 auf 440 Hektar. Damit ist Kecskemét künftig der größte Automobilproduktionsstandort in Ungarn und einer der größten im weltweiten Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz. Mit Investitionen in Höhe von rund einer Milliarde Euro im Rahmen des Mercedes-Benz Businessplans 2022–2026 unterstreicht das Unternehmen seinen Anspruch, Wettbewerbsfähigkeit, Effizienz und Zukunftsfähigkeit des gesamten Produktionsnetzwerks nachhaltig zu stärken.
„Mit der Werkserweiterung in Kecskemét erhöhen wir die Resilienz und Flexibilität unseres globalen Produktionsnetzwerks. Der Standort definiert die Zukunft unserer Fertigung: intelligent, vernetzt, digital und konsequent auf Effizienz, Qualität und Nachhaltigkeit ausgerichtet. So können wir Modelle wie den GLB und die neue elektrische C-Klasse wettbewerbsfähig produzieren und stärken gleichzeitig den gesamten Produktionsverbund. Mein ausdrücklicher Dank gilt dem Team vor Ort für seinen außergewöhnlichen und leidenschaftlichen Einsatz.“
Michael Schiebe, Mitglied des Vorstands der Mercedes‑Benz Group AG,
Produktion, Qualität und Supply Chain Management
„Die Erweiterung des Werks und der Produktionsstart der neuen elektrischen C-Klasse sind das Ergebnis einer starken Teamleistung. Unsere Mitarbeitenden haben den Hochlauf mit großem Engagement vorbereitet und umgesetzt. Kecskemét beweist damit eindrucksvoll, wie moderne Produktion, hohe Qualität und gelebte Verantwortung in der Region Hand in Hand gehen.“
Christian Dickert, Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Kecskemét
Produktionsstart der neuen elektrischen C-Klasse
Mit dem symbolischen Hochlauf der neuen elektrischen C-Klasse fertigt Kecskemét erstmalig ein batterieelektrisches Core-Modell und geht damit einen weiteren wichtigen Schritt in der Elektrifizierungsstrategie des Unternehmens. Dabei wird die Umsetzung der „Local-for-Local“-Strategie konsequent fortgeführt. Zentrale Komponenten – darunter Karosserieteile und hochwertige Antriebsbatterien für die am Standort gefertigten Elektrofahrzeuge GLB und C-Klasse – entstehen direkt vor Ort. Dank verkürzter Wege gewinnt die Produktion an Flexibilität und Resilienz in einem von Volatilität geprägten Marktumfeld. Die Fertigung in Kecskemét folgt einem dualen Ansatz: Während in der bestehenden Halle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und batterieelektrische Modelle flexibel auf einer Linie produziert werden, ist die neu entstandene Halle effizient auf die Produktion von vollelektrischen Fahrzeugen ausgerichtet. So lässt sich das Produktionsvolumen schnell und flexibel an die Marktnachfrage anpassen. Analog zum süddeutschen Standort Rastatt, der bereits in einem europäischen MMA‑Produktionsverbund mit dem Werk Kecskemét agiert, werden flexible Produktionsachsen zwischen Ungarn und weiteren deutschen Werken implementiert. So kann künftig beispielsweise der elektrische GLC bedarfsgerecht in den Werken Bremen und Kecskemét produziert werden. Die enge Verzahnung innerhalb des globalen Mercedes-Benz Produktionsnetzwerks erhöht unsere Flexibilität und Effizienz und stärkt zugleich unsere Reaktionsfähigkeit auf Marktanforderungen sowie externe Einflüsse. Gleichzeitig wird die kommende, kompaktere Version der G-Klasse künftig exklusiv in Kecskemét gefertigt und stärkt damit die strategische Bedeutung des Standorts.
Next Level Production: Digitalisierung als Treiber für Effizienz und Qualität
Kecskemét zählt nun zu den modernsten Produktionsstandorten im globalen Mercedes-Benz Produktionsnetzwerk. Die neuen Hallen stehen für hochflexible Fertigungsstrukturen. Digitale Produktionstechnologien, ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze und KI‑gestützte Anwendungen greifen hier nahtlos ineinander und ermöglichen eine moderne und effiziente Produktion.
Die Grundlage bildet das digitale Produktions-Ökosystem Mercedes-Benz Cars Operations 360, kurz MO360. Über die MO360 Data Platform werden Produktions-, Qualitäts- und Lieferkettendaten standortübergreifend vernetzt und weltweit für jeden Mitarbeitenden transparent nutzbar gemacht. Ein weiterer zentraler Baustein der digitalen Produktion ist der „Digital Factory Twin“. In Kecskemét hat Mercedes-Benz erstmals eine komplette Montagehalle im NVIDIA Omniverse vollständig digital abgebildet. Der Digital Factory Twin macht Produktionsprozesse virtuell erleb- und steuerbar: Anlagen können im digitalen Raum laufen, einzelne Produktionsschritte simuliert und Prozessabläufe über die gesamte Fertigung der neuen elektrischen C-Klasse hinweg transparent nachverfolgt werden. So lassen sich Produkt- und Produktionsszenarien bereits vor der Umsetzung in der realen Fertigung planen, absichern und optimieren. Das erhöht die Planungsqualität, reduziert Risiken im Anlauf und schafft zusätzliche Flexibilität bei der Integration neuer Modelle und Technologien.
Zusätzlich stärken KI-gestützte Funktionen Qualität und Effizienz im Produktionsprozess. Das MO360 Vision System unterstützt die Qualitätskontrolle mit kamerabasierten Anwendungen und kann Abweichungen am Fahrzeug in Echtzeit erkennen. Gleichzeitig erleichtern KI-basierte Assistenz- und Analysefunktionen den Mitarbeitenden die Auswertung komplexer Produktionsdaten. Mit MB.OS schafft Mercedes-Benz zudem die technologische Grundlage, um Produktionssysteme, Fahrzeugsoftware und digitale Anwendungen noch enger miteinander zu vernetzen.
Starker Standort mit sozialer Verantwortung
Mit aktuell mehr als 5.000 Mitarbeitenden ist der Standort Kecskemét bereits heute der größte und attraktivste Arbeitgeber in der Region. Dabei investiert Mercedes-Benz Manufacturing Hungary Kft. gezielt in die Ausbildung und Qualifizierung von Fachkräften sowie in eine starke lokale Verankerung. Dazu zählen die Mercedes-Benz Academy Kecskemét, die Mercedes-Benz Schule, die Zusammenarbeit mit der Neumann János Universität und Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, darunter die unternehmenseigene Kinderbetreuung.
Nachhaltige Produktion entlang der gesamten Wertschöpfungskette
Die aktuelle Werkserweiterung ist konsequent auf die Nachhaltigkeitsziele von Mercedes-Benz ausgerichtet. Photovoltaikanlagen sind ein zentraler Baustein der Energieversorgung des Standorts: Im Westen des Werks wurde auf einer Fläche von 240.000 Quadratmetern ein Freiflächenpark mit einer installierten Leistung von 27,4 MWp realisiert. Gemeinsam mit den Photovoltaikanlagen auf den Dächern der neuen Batteriemontage-, Rohbau- und Montagehallen erreicht das Werk eine Gesamtleistung von 42,3 MWp. Damit können rund 25 Prozent des jährlichen Energiebedarfs gedeckt werden. Am Standort Kecskemét setzt das Unternehmen zudem konsequent auf energieeffiziente Fertigungstechnologien. In der neuen Lackiererei senken optimierte Prozesse den Energieverbrauch im Vergleich zur bestehenden Anlage um rund 20 Prozent und reduzieren die CO₂‑Emissionen um etwa 80 Prozent. Zusätzliche Investitionen in Wassereffizienz und Abfallvermeidung tragen dazu bei, Ressourcen über den gesamten Produktionsprozess hinweg zu schonen.





















21 Responses
die IG Metall muss bekloppt sein. Die haben den Schuss immer noch nicht gehört.
VW zeigt wo es lang gehen, wenn man diese Arbeitsplatzvernicht in D nicht endlich einbremst.
Die sind leider schon lange abgehoben
ja ist kaum zu glauben, dass es es ein Mercedes Werk in Europa gibt, was größer ist als Sindelfingen
Wie ist denn das Ranking, wenn man nur die Flächen betrachtet?
(Bei Rastatt ist das Presswerk ja auch ein bisschen außerhalb und könnte man noch mit dazurechnen.)
Nee ich meine Stückzahlen.
Ungarn hat nun 400.000
Die deutschen Werke um 300.000 Einheiten pro Jahr
…. es geht nicht um die Grösse eines Werkes und die Trophäen der Vergangenheit.
Das sind alles olle Kamellen und ist ja eben Teil des Problem ! Man will nicht wahrhaben, dass die Konkurrenz vorbeigezogen ist und hält immer noch ein altes Setup aufrecht, dass so keine Zukunft haben wird. Muss ich mal so deutlich formulieren.
Die müssen sich quasi erfinden…ist aber in D mehr oder minder unmöglich, da man sich für den Nabel der Welt hält und kaum anpassungswillig ist.
Ggf. etwas übertrieben formuliert…. Klar die staatlichen Belastungen (..wurden mit der aktuellen Reform für Firmen in D schon wieder erhöht, was ein Irrsinn – helfen auch nicht).
Also, genauso wie bei der Fussball-WM.
Motoren aus China, C-Klasse EQ, bald GLC-EQ und E-Klasse-EQ aus Ungarn, aber Preise wie Porsche.
Na gut, wie soll ich die vorausgegangen Kommentare einordnen?
Der deutsche Standort muss attraktiv werden. Die fetten Jahre sind vorbei, in denen Unternehmen den Standortnachteil finanziell leicht abfedern konnte. Schaut euch die Kennzahlen an, VW, MB, BMW. Da ist kein Spielraum.
Und egal wie groß das Unternehmen ist: ein Unternehmen kann nicht wie der deutsche Staat Steuererhöhungen als außergewöhnliche Reformen verkaufen. Wenn nichts mehr verkauft wird, ist das Unternehmen weg vom Fenster.
Was KONKRET soll ein Unternehmen machen, wenn im Ausland qualitativ genauso gut aber viel günstiger produziert werden kann?
Die IG Metall bekommt das ja noch immer nicht
mit
In Tschechien wird ja ein große Fabrik für
Mercedes LKW gebaut.
Würde ich auch so machen
Die deutschen Arbeiter wollen doch sowieso am liebsten eine 20 Stundenwoche natürlich bei vollem
Lohnausgleich
Jetzt ist Mal Schluss
Wenn ich so nen Stuss schon wieder lesen muss…in Ungarn verdient der Mercedes Arbeiter in der Montage zwischen 1.300-1.800 € BRUTTO, da sind wir dann bei ca. 1.000-1.300 € Netto. Wie um alles in der Welt soll ein deutscher Arbeiter damit leben können?
Wenn wir mit sowas konkurrieren müssen, dann können wir den Laden gleich zusperren. Wird dann halt witzig, wenn dementsprechend auch die Kaufkraft in Deutschland wegfällt. Aber Hauptsache mal ne Stammtischparole herausposaunt…
Und beim GLB EQ wird nun auch das durchgängige Leuchtband hinten weggespart. Das wird beim CLA auch passieren. Finde ich sehr sehr schade… Warum nicht als kleinen Aufpreis anbieten?
Dafür ist Beech brown back!
Stimmt, weder mit LED High Performance noch mit Multibeam gibt es noch durchgezogene Lichtleisten bei CLA und GLB. Ich verstehe aber nicht wirklich woran das liegt, vielleicht Teilemangel.
Und das Lenkrad ist jetzt beim CLA immer in schwarz gehalten, auch beim Artico in Ivory
Was ich gar nicht sooo schlimm finde, weil der Pralltopf eh auch schwarz war. Ist für mich im GLC EQ stimmiger gelöst, wobei mir da ein schwarzes Lenkrad als Option lieber wäre.
Die Türgriffe haben beim Night-Paket auch kein Chrom mehr…
Schwarzes Lenkrad als Option gibt es in Artico immer. Finde es aber schade, dass vier und im C EQ jetzt kein helles Lenkrad mehr angeboten wird.
Möglich. Denke eher (leider) Marge… Gäbe es die Option zum Aufpreis, ich würde sie nehmen.
Das ein Arbeiter in Deutschland mehr verdienen muß ist ja völlig korrekt
Aber dass ein absolut ungelernter Arbeiter bei
VW sofort 5000€ verdienen muß bei 32 h
Zuzüglich Prämien muss man nicht verstehen
Wie war das: „wir produzieren dort wo die Märkte sin“
Dann bin ich mal gespannt wie viele der 400k Fahrzeuge in Osteuropa verkauft werden.
Oder anders gesagt: wen man hier alle Arbeitsplätze wegrationalisiert hat, bin ich gespannt wer auf der Welt die Karren aus Ungarn dann kaufen wird.
Und zum Thema IG Metall , die ja grade wieder so gross herum hupt:
Wer sitzt denn mit in den Aufsichtsräten und macht den Vorständen den Druck? Lümali und Co sollten am besten ganz still sein. Wer der IgMetall dann noch sein Geld in den Rachen wirft, dem ist nicht mehr zu helfen.
Wie sieht es eigentlich mit Fahrberichten zur C-Klasse EQ aus? Kommen die bald oder muss man darauf noch länger warten?
Die Fahrveranstaltung ist aktuell in Helsinki.
Denke Ende Juli kommen die Berichte…