Mercedes kauft Batteriezellen für die MMA Plattform bei Samsung SDI ein
Erstmalig bezieht Mercedes-Benz Batteriezellen von Samsung SDI. Vor der Weltpremiere der neuen C-Klasse EQ in Seoul, unterzeichnete Ola Källenius und Jörg Burzer den neuen mehrjährigen Liefervertrag über Batteriezellen mit Samsung SDI.
Die Batterien basieren auf einer hoch-nickelhaltigen (rund 90%) NCM-Legierung (Nickel, Kobalt und Mangan) (auch als NMC Batterien bekannt) und bieten dadurch eine sehr hohe Energiedichte, eine große Reichweite, eine lange Lebensdauer und hohe Leistung. Hinzu kommen die von SAMSUNG SDI entwickelten Sicherheitslösungen.
„Mercedes-Benz plant, die Batterien zukünftig in kompakten und mittelgroßen Elektro-SUVs und Coupés einzusetzen. Dies ist Teil der Strategie, den Markt für Elektrofahrzeuge der nächsten Generation zu erschließen.“, so Samsung SDI.
Ob Mercedes die Samsung SDI Zellen als zweiten Lieferanten einsetzt oder einen zusätzlichen Batterietypen mit mehr Energieinhalt anbietet ist nicht klar.
Es scheint auch so zu sein, dass Samsung SDI eine neu entstandene Lücke füllen muss. Mercedes ist Teil des ACC Joint Ventures mit Stellantis und TotalEnergies. ACC ist jedoch hinter seinen ursprünglichen Plänen. Die Kosten sind zu hoch, sodass die weiteren Werke in Kaiserslautern und Italien gestoppt wurden.
Samsung SDI soll nun eine Batterieproduktion für die prismatischen Zellen in Europa für Mercedes aufbauen.
Bislang liefert CATL die prismatischen Zellen für Mercedes aus seinem deutschen Werk in Thüringen.
Die neuen Samsung SDI Zellen werden demnach ab 2028 in folgende der MMA Plattform eingesetzt:
- CLA
- GLA
- GLB
- Baby-G
- Neue A-Klasse
Das Vertragsvolumen soll bei knapp 6 Mrd. EUR liegen.
Mercedes vertieft somit die Lieferbeziehungen mit Südkorea.
Vor kurzem hatte man ebenfalls einen Batteriedeal über 4680er Batteriezellen u.a. für die neue elektrische S-Klasse ab 2028/2029 mit dem südkoreanischen Lieferanten LG abgeschlossen.






















3 Responses
gute Entwicklung und auch, dass CATL die Zellen aus Thüringen beisteuert. Es ist es ja offensichtlich möglich Zellen in Deutschland konkurrenzfähig zu fertigen. Schade und ärgerlich, dass wir den großen Forschungsaufwand (z.B. Jülich, FFT, ZSW, KIT) den wir hier treiben nicht in eine erfolgreiche Industrieauskopplung überführen können. Da sieht man ja einfach wo es hier klemmt. Es wird nur für den Aktenschrank geforscht…
Ich glaube nicht dass die Forschung das Problem ist … hier wird sicher gute Arbeit gemacht … aber die Skallierung ist eher das Problem … siehe Nothvolt, etc.
ganz genau, die Forschung ist sogar Weltspitze. Deswegen die große Tragik.