IAA-News: Weitere Details zum Mercedes EQE

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jesmb hat weitere Details zum EQE erfahren: u.a. AMG Variante vom EQE bekommt 680 PS

Auf der IAA 2021 hat Mercedes den EQE der Weltöffentlichkeit präsentiert. Die Produktion soll noch in 2021 in Bremen anlaufen. Die ersten Fahrzeuge sollen aber erst kurz vor Mitte 2022 an die Kunden ausgeliefert werden.

Mercedes EQE
Mercedes EQE 350 ELECTRIC ART Exterieur mit optionalem Stern-Pattern Kühlermaske

Mercedes EQE mit Farasis Zellen

Der Mercedes EQE hat eine 90,5 kWh große Batterie. Sie besteht im Gegensatz zum EQS, aufgrund des 9 cm kürzeren Radstands, nicht aus 12 Modulen (107,8 kWh), sondern aus 10 Modulen.

Eine kleinere Batterie mit 8 Modulen ist der nächsten Zeit für den EQE (72 kWh) nicht in Planung. Schließlich handelt es sich beim EQE um eine Limousine der oberen Mittelklasse.

Im Gegensatz zu EQS (Batteriezellen von CATL), bezieht Mercedes die Batteriezellen für den EQE vom Batteriezellhersteller Farasis. Da das Werk von Farasis nicht in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) gebaut wird, werden die Zellen aus China importiert.

Das Layout wie viele Zellen zu Modulen verschaltet werden ist zwischen der größeren EQS Batterie (107,8 kWh) sowie der 90,5 kWh Batterie im EQE identisch. Nur werden im EQE 10 Module eingesetzt. Daher ist die Spannung (396 V Nennspannung im EQS mit 12 Modulen bei 10 identischen Modulen 329 V) niedriger.

Aufgrund dieser Tatsache ist die maximale Peakladeleistung im Vergleich zur Batterie mit 12 Modulen (EQS) von 210 kW auf 170 KW reduziert. (500 A * 329 V = 164 KW, aber mit steigendem SoC ist die Spannung in der Zelle leicht höher als die Nennspannung).

Am Ende lädt der EQE 350 250 km in 15 min nach und liegt damit rund 50 km hinter dem EQS 450+ mit 300 km in 15min.

Sehr hohe durchschnittliche Ladeleistung

In 15 min kann der EQE insgesamt 35,55 kWH nachladen (39,3% des Akkus). Das bedeutet eine durchschnittliche Ladegeschwindigkeit von 142 KW. Das ist ein sehr guter Wert. Im Gegensatz zum EQA und EQS erreichen viele andere Elektroautos von anderen Herstellern einen sehr hohen Peakwert und halten diesen aber nur sehr kurz. Wenn man dann nur von 40% auf 60% nachladen will (weil die Abstände zwischen den Schnellladeparks dies nicht anders ermöglichen), kommt man in solchen Fällen nicht in den Genuss der hohen Ladeleistung. Hier ist der Mercedes Ansatz lieber einen nicht ganz so hohen Peak, aber dafür durchschnittlich mit einer deutlich höheren Ladeleistung sehr zu begrüßen.

EQE 350 ist die Basisvariante

Für den EQE stellt der EQE 350 mit 292 PS und 530 NM (Gewicht 2.355 kg) die Basismotorisierung dar. Darunter soll es keine Variante mit weniger Leistung und/oder geringer Akkukapazität geben. Lediglich für einen Markt außerhalb der EU wird es noch eine schwächeren EQE geben (vermutlich China). Da alle EQE Modelle den selben Akku haben, und der EQE 350 gegenüber den anderen Varianten (bspw. 4matic) soll der EQE 350 nicht das + im Namen tragen, obwohl er mit 660 km (gemäß WLTP) sehr gut dasteht. Seine Reichweite ist bspw. größer als beim BMW i4 oder Tesla Model 3.

Später wird Mercedes noch bekannt geben mit welcher weiteren Version der Marktstart des EQE erfolgen wird. Eine AMG Variante mit 680 PS wurden ebenfalls schon bestätigt.

Mercedes EQE Wischwasser
Da die Motorhaube geschlossen bleibt (wegen der Aerodynamik), wird am linken Kotflügel das Wischwasser nachgefüllt

Warum ist der EQE mit 1,96m 3 cm breiter als ein EQS?

Der Mercedes EQS verfügt serienmäßig über die vollversenkbaren Türgriffe (bringt einen Kilometer mehr Reichweite, bzw. verbessert den cW-Wert um 0,5 Punkte also 0,0005). Der EQE erhält die vollversenkbaren Türgriffe optional. Daher ist er in der Serienausstattung um 3 cm breiter als ein EQS. Mit den versenkbaren Türgriffen ist er 2mm schmäler.

Der Kofferraum ist mit 430 Liter eigentlich unter dem Level der E-Klasse (540 Liter), wirkt aber größer und praktisch zu beladen.

Kleines Fach unter dem hinteren Teil des Kofferraumbodens

EQE ohne MBUX Hyperscreen sieht auch gut aus…

und hat aktuell beim EQS kürzere Lieferzeiten.

 

Es ist zwar kein Holzzierteil, fühlt sich aber trotzdem sehr wertig an und ist sauber verarbeitet:

 

Alternativ hierzu der Blick einem EQE mit dunkler Innenausstattung mit MBUX Hyperscreen. Welche Funktionen das MBUX Hyperscreen dem Beifahrer bietet zeigt der folgende Artikel:

JESMB Kurztest Mercedes EQS 580 4matic

Mercedes EQE Türinnentafel
Türinnentafeln nicht im Stil des EQS, sondern im Stil der neuen C-Klasse

Auch die Räder wurden aerodynamisch optimiert. Die 5-Speichenfelgen haben Kunststoff-Inlays zwischen den Speichen. Wenn man genau hinsieht mit kleinen Zwischenräumen in Höhe der Bremsscheiben zur Belüftung. Insgesamt werden so negative Luftverwirbelungen vom Reifen deutlich reduziert.

Mercedes EQE AMG Rad
Auch die AMG Line hat solche Inlays

Der EQE hat deutlich mehr Platz im Fond als ein BMW i4

Mercedes EQE Fond
Für eine bessere Untstützung der Oberschenkel wurde die Sitzfläche im Fond leicht angewinkelt - viel Platz

Fotos: jesmb.de

Weitere Informationen:

Mercedes EQE 350 mit 660 km Reichweite

 

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