Renault hat die Daimler Aktien für 1,1 Mrd EUR verkauft

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Die Kooperationen zwischen Daimler und Renault sollen aber weitergehen

 

Im Jahr 2010 besiegelte Daimler und Renault eine umfangreiche Partnerschaft. Es wurden auch kleine Aktienpakete ausgetauscht.

Durch den Wandel der Automobilindustrie und die Corona Krise benötigt Renault nun Geld um Schulden abzubauen und hat seine 1,5% an Daimler an Investoren (außerhalb der Börse) für 69,60 EUR leicht unter dem Daimler Börsenwert verkauft.

Dies spült 1,1 Mrd. EUR in die leeren Kassen von Renault.

Aufgrund der schwierigen Lage bei Renault und dem damit verbundenen niedrigen Aktienkurs kann Daimler diesen Schritt nicht so einfach gehen. Das Aktienpaket an Renault hat nur noch einen Wert von 360 Mio. EUR.

Die Euphorie bei den Kooperationen ist ebenfalls verflogen.

OM608 Renault Diesel für MFA Modelle - wird nicht mehr verbaut

Mercedes-Benz bezog Einstiegsdieselmotoren für die Kompaktwagen sowie Vito und C-Klasse. Das waren die OM607, OM608 und OM622. Diese Motoren waren im Verbrauch gar nicht schlecht. Zudem waren sie rund 30 kg leichter als der damalige OM651. Hatten jedoch eine andere Charakteristik und hatten so ihre Probleme mit den verschärften Abgasvorschriften. Mercedes verbaut nun mit Euro 6d nur noch Mercedes eigene Triebwerke wie den OM654 und OM654q. Diese hochmodernen Dieseltriebwerke können den scharfen RDE Vorschriften perfekt genügen.

Die X-Klasse basierte ebenfalls auf einem Renault-Nissan Modell. Sie verkaufte sich jedoch nicht gut. Nach nur 14.000 Einheiten zog Daimler auch hier die Reißleine.

Das Gemeinschaftswerk in Mexiko wurde durch die Corona-Pandemie ebenfalls beschnitten. Anfangs wurde hier die A-Klasse Limousine (V177) für den nordamerikanischen Markt produziert. Diese Aufgabe hat mittlerweile das Werk Rastatt übernommen. In Mexiko wird derzeit nur noch der GLB (außer für China) produziert.

Beim smart fortwo/forfour und Renault Twingo wird die Kooperation in ca. 2 Jahren ebenfalls enden.

Lediglich der vom Renault Kangoo abgeleitete Mercedes Citan, bekommt überraschenderweise einen Nachfolger, der ebenfalls auf dem neuen Kangoo basieren soll. Er wird im September 2021 auf der IAA präsentiert und später in 2022 ebenfalls als eCitan erhältlich sein.

Auf derselben Basis führt Mercedes eine Pkw-Version des Citan’s ein. Sie wird T-Klasse heißen und wurde schon offiziell bestätigt.

Mercedes 2021 GLA (H247)
Die MFA2 Modelle als 160, 180, 200 und 250e haben den M282 Kooperationsmotor

Gemeinschaftsentwicklung, lokale Produktion: M282

Zudem gibt es eine Gemeinschaftsentwicklung eines kleinen Benzinmotors der von Renault Nissan und Mercedes gemeinsam entwickelt wurde. Der M282 mit 1,33 Liter Hubraum wird bei sehr vielen Renault, Nissan und MFA2 Modellen angeboten. U.a. auch bei den sehr erfolgreichen 250e Plug-in-Hybrid Modellen. Der Motor wird im Daimler Motoren Werk in Kölleda gefertigt.

Nachdem sich VW aus der Kooperation mit dem Mercedes Sprinter verabschiedet hat, und eine Liaison mit Ford begann, verhandelt Mercedes derzeit in diesem Bereich mit einer Kooperation. Genaue Details gibt es dazu jedoch noch nicht.

Mercedes wird sich, dies zeigt der smart eSUV und der gemeinschaftliche Hybrid-Motor mehr in Richtung Geely umsehen.

Diese Elektroautos kommen bei Mercedes bis 2024

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