Mercedes S-Klasse W140 ab 2021 mit H-Kennzeichen

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  • Mercedes-Benz präsentiert das Fahrzeug 1991 und damit vor 30 Jahren
  • Die Baureihe 140 führt bahnbrechende Sicherheitsinnovation im Automobilbau ein
  • In der Oldtimer-Statistik liegen Klassiker mit Stern an der Spitze

 

Ein besonders attraktiver und mittlerweile selten gewordener Klassiker von Mercedes-Benz feiert im Jahr 2021 seinen dreißigsten Geburtstag. Somit können die ersten Fahrzeuge der S-Klasse der Baureihe 140 das begehrte H-Kennzeichen erhalten. Unter der Voraussetzung eines guten Allgemeinzustands ist für diese Fahrzeuge ein Oldtimergutachten möglich – damit werden sie als historisches Kulturgut eingestuft. Zudem kommen die Eigner in den Genuss einer Steuervergünstigung.

Der Oldtimerboom in Deutschland hält an. Seit vielen Jahren steigt die Zahl der mit einem H-Kennzeichen versehenen Klassiker kontinuierlich um rund zehn Prozent pro Jahr. Mercedes-Benz liegt bei den Zulassungszahlen dieser historischen Fahrzeuge mit einem Anteil von rund einem Viertel an der Spitze. Zum Stichtag am 1. Januar 2020 sind in Deutschland 595.046 Kraftfahrzeuge mit H-Kennzeichen zugelassen. Die meisten von ihnen befinden sich in einem guten Zustand. So geht aus Statistiken von Überwachungsorganisationen hervor, dass die Zahl der bei der Hauptuntersuchung festgestellten Fehler bei Oldtimern mit zunehmendem Alter der Fahrzeuge sinkt. Nicht zuletzt wegen einer seit Jahrzehnten kontinuierlich verbesserten Korrosionsvorsorge erreichen immer mehr Automobile tatsächlich die aus Sicht eines Oldtimerliebhabers magische Altersgrenze von 30 Jahren.

Revolutionäre S-Klasse

Die 1991 präsentierte S-Klasse der Baureihe 140 ist in vielerlei Hinsicht ein großer Wurf. Dass es in Deutschland vor dreißig Jahren kritische Stimmen zu ihren Außenabmessungen gegeben hat, ist vergessen und hat sich über die Zeit zudem relativiert: Nicht viele der aktuell angebotenen Automobile sind kleiner und leichter. Wie unterschiedlich Märkte Fahrzeuge aufnehmen, zeigt der Blick auf Mercedes-Benz Kunden beispielsweise aus den USA oder Asien: Sie begrüßen 1991 diese S-Klasse begeistert. Denn dieser Mercedes-Benz überzeugt mit seinem Design, vielen Innovationen und einem überragenden Raum- und Fahrkomfort.

Bei dieser S-Klasse ist die Kühlermaske als charakteristisches Markenzeichen neu interpretiert – unter Beibehaltung der traditionellen Grundform und wie bereits bei den SL-Typen der Baureihe 129. Erstmals ist bei diesem „Plakettenkühler“, wie er bezeichnet wird, die Umrandung mit ihrem wesentlich schmaleren Chromrahmen organisch in die Motorhaube integriert. Der Mercedes-Stern sitzt jetzt nicht mehr auf der Kühlermaske, sondern leicht nach hinten versetzt auf der Motorhaube.

Der Fahrkomfort ist noch einmal deutlich höher als bei der Vorgängerbaureihe 126. Dazu gehört neben vielen anderen Parametern, dass die in den Fahrgastraum übertragenen Abrollgeräusche und Abrollschwingungen stark reduziert sind oder die erstmals in einer Personenwagenbaureihe verwendeten Isolierglasscheiben kaum beschlagen oder Kondenswasser bilden, sondern auch ihrerseits erheblich zur Geräuschdämmung und Wärmeisolierung beitragen. Die Baureihe 140 gilt als Vorreiter einer umweltgerechten Automobilfertigung. So sind alle Kunststoffbauteile wiederverwertbar und eindeutig gekennzeichnet. Wie seit Einführung des 300 SE lang (Baureihe W 112) im Jahr 1963 und allen darauffolgenden Generationen der S-Klasse üblich, wird auch von der Baureihe 140 eine Variante mit verlängertem Radstand angeboten, der ausschließlich der Beinfreiheit im Fond zugutekommt.

600 SE und 600 SEL mit Zwölfzylindermotor

Die Leistungsspitze markiert 1991 ein Zwölfzylinder: Der neu konstruierte 6,0-Liter-V12-Motor M 120 ist der erste serienmäßig produzierte Zwölfzylinder-Personenwagen von Mercedes-Benz. Er bietet eine Leistung von 300 kW (408 PS) und ein Drehmoment von 580 Newtonmetern. Dieses Triebwerk ist wie die beiden V8-Motoren mit 4,2 Litern (210 kW/286 PS) und 5,0 Litern Hubraum (240 kW/320 PS) sowie der 3,2-Liter-Sechszylinder (170 kW/231 PS) mit Vierventiltechnik und verstellbaren Einlassnockenwellen ausgerüstet. Von Oktober 1992 an runden die Typen 300 SE 2.8 (142 kW/193 PS) und 300 SD Turbodiesel (110 kW/150 PS) das Programm um zwei preisgünstigere und sparsamere Varianten ab. Angetrieben wird der 300 SD (ab 1993 heißt er S 350 Turbodiesel) von einem 3,5-Liter-Sechszylinder mit Abgasturbolader, er ist als erstes Dieselmodell der S-Klasse nicht nur in den USA, sondern auch in Europa erhältlich. Völlig neu sind auch das Motor- und Antriebsmanagement, bei dem alle Steuermodule über einen gemeinsamen Datenkanal miteinander kommunizieren. Auf dem Genfer Autosalon im März 1994 präsentiert Mercedes-Benz die modellgepflegte S-Klasse.

Bahnbrechende Sicherheitsinnovationen

Auch diese Generation der S-Klasse führt bahnbrechende Sicherheitsinnovationen in den Automobilbau ein: das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP®, das seit 1995 in den V12-Versionen zum Serienumfang gehört und für die V8-Modelle optional erhältlich ist – für die Sechszylinder-Modelle ab dem Folgejahr. Gleichzeitig kommt als Weltneuheit eine weitere Innovation der aktiven Sicherheit zum Einsatz: der Bremsassistent BAS, der ab Dezember 1996 serienmäßig in alle Modelle der Baureihen 129 und 140 eingebaut ist. Der Bremsassistent BAS ist in der Lage, Notbremsungen zu erkennen und bei Bedarf automatisch und in kürzerer Zeit als bisher die maximale Bremskraftunterstützung aufzubauen. Der Bremsweg des Fahrzeugs wird dadurch entscheidend verkürzt.

Die Mercedes-Benz S-Klasse der Baureihe 140 wird bis September 1998 gefertigt. Insgesamt entstehen 406.532 Limousinen, davon 28.101 Einheiten mit Dieselmotor.

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