Die Historie der Mercedes-Benz S-Klasse

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Was macht ein Fahrzeug in seiner Zeit zum Automobil schlechthin? Die Mercedes-Benz S-Klasse und ihre Vorgänger geben seit den Anfängen der Markengeschichte die Antwort auf diese Frage. Nahtlos beginnt die Tradition der Luxusfahrzeuge von Mercedes-Benz im Jahr 1951, doch schon lange vor dem Zweiten Weltkrieg sind Oberklasse- und Luxusklasse-Limousinen fester Bestandteil des Modellprogramms. Die jüngste Generation dieser einzigartigen Tradition ist die neue Mercedes-Benz S-Klasse der Baureihe 223. Sie kommt im Herbst 2020 auf dem Markt.

Die S-Klasse von Mercedes-Benz steht in einer langen und reichhaltigen Tradition, die zurückreicht bis zu den Anfängen der Marke Mercedes zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Luxus, Komfort und Sicherheit: Fahrzeuge der Ober- und Luxusklasse bilden schon lange vor der 1972 eingeführten offiziellen Bezeichnung S-Klasse den Schwerpunkt des Lieferprogramms der Stuttgarter Marke.

Mercedes-Benz gibt mit jeder Generation seiner Spitzenautomobile stets überzeugende Antworten auf die Wünsche und Anforderungen der jeweiligen Zeit. Jedes einzelne Modell in der Historie der S-Klasse prägt mit individuellen Stärken die Automobilentwicklung seiner Epoche und ist somit immer auch ein Spiegel seiner Ära. Eine Mercedes-Benz S-Klasse, so lässt sich die Bedeutung der Entwicklungslinie zusammenfassen, ist stets der Inbegriff des Automobils – das gilt genauso für die Vorgängerbaureihen.

Überragend in der Summe aller Qualitäten

Das Topmodell von Mercedes-Benz gilt dank innovativer Technik, höchstem Komfort und wegweisender Sicherheitssysteme in jeder Generation als Vorreiter für die Automobilentwicklung – und das branchenweit. Denn viele Technikmerkmale, die Mercedes-Benz in der S-Klasse erstmals in einem Serienautomobil anbietet, kommen in der Folge nicht nur in anderen Mercedes-Benz Modellreihen zum Einsatz, sondern werden schließlich auch von anderen Automobilherstellern aufgegriffen.

Diese Vorbildrolle ist die Konstante in der Geschichte, aber auch in der Gegenwart von Mercedes-Benz. Es gibt wohl kein Fahrzeug, mit dem die Stuttgarter Marke stärker identifiziert wird als mit der S-Klasse. Durch die Summe ihrer Eigenschaften ist sie der Orientierungspunkt für die Marke Mercedes-Benz und für die gesamte Welt des Automobils.

Weltweit das meistverkaufte Fahrzeug der Luxusklasse

Die S-Klasse verkörpert das Bild der Luxusklassefahrzeuge von Mercedes-Benz: Sie ist die automobil gewordene Essenz eines Lebensstils, der von höchsten Ansprüchen an Mobilität und Individualität geprägt ist, der für Erfolg steht und für guten Geschmack. Nicht von ungefähr wird die S-Klasse inklusive der Mercedes-AMG Performance-Modelle, immer wieder als das beste Automobil der Welt wahrgenommen.

Allein seit 1951, als die Produktion von Oberklasse-Limousinen zum ersten Mal seit Ende des Zweiten Weltkriegs erneut beginnt, hat Mercedes-Benz weltweit knapp 4 Millionen Limousinen der Luxusklasse verkauft. Die S-Klasse und ihre Vorgänger sind damit die erfolgreichste Modellreihe in diesem Segment. Die Baureihe 223 schreibt diese Erfolgsgeschichte ab September 2020 fort.

Die Wurzeln der S-Klasse

Die einzigartige Tradition der Mercedes-Benz S-Klasse beginnt nicht erst mit dem Typ 220 (W 187) im Jahr 1951, sondern reicht in ihren Wurzeln sehr viel weiter zurück – bis auf die Ursprünge der Marke Mercedes zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein frühes und sehr prägnantes Beispiel ist der Mercedes-Simplex 60 PS, vorgestellt im Jahr 1903. Das damalige Topmodell der Marke ist in der Sammlung von Mercedes-Benz Classic als besonders spektakuläres Exponat vorhanden: in der Form des eleganten und luxuriösen Reisewagens aus dem Besitz von Emil Jellinek, der die Frühzeit der Marke Mercedes nicht nur als Namensgeber geprägt und entscheidend beeinflusst hat.

In den Folgejahren umfasst das Verkaufsprogramm der Marken Mercedes und Benz stets mehrere Modelle der Oberklasse und Luxusklasse. Auch wenn offene Tourenwagen die bei weitem häufigste Karosserieform dieser Zeit bilden, werden gerade die leistungsstärkeren Modelle auch als luxuriöse Limousinen angeboten, die höchsten Reisekomfort gewährleisten.

Mitte der 1920er-Jahre wandelt sich das Bild. Im Zeichen zunehmender Motorisierung und steigenden Verkehrs, dem die Entwicklung des Straßennetzes nicht im gleichen Tempo folgen kann, werden sichere Fahreigenschaften, ein komfortables Interieur sowie bestmöglicher Schutz vor Wind, Regen und Staub immer wichtiger. Limousinen und Pullman-Limousinen setzen sich allmählich gegenüber den offenen Tourenwagen durch. Wichtige Modelle der Oberklasse und Luxusklasse dieser Epoche sind die Mercedes Sechszylinder-Kompressorwagen 15/70/100 PS und 24/100/140 PS, die Ende 1924 erscheinen.

1926 entsteht durch Fusion der beiden von Carl Benz und Gottlieb Daimler gegründeten und bis dahin eigenständigen Unternehmen die Daimler-Benz AG, deren Modellpalette 1928 der Typ Nürburg 460 (W 08) als erster Mercedes-Benz Serienwagen mit Achtzylindermotor ergänzt. Er bleibt – bei kontinuierlicher Weiterentwicklung – bis 1939 im Verkaufsprogramm, zuletzt als Typ 500. Das Einstiegssegment in die Mercedes-Benz Oberklasse bildet ab 1926 der Sechszylindertyp 12/55 PS, der bis zum 1931 eingeführten Mercedes-Benz Mannheim 370 (W 10) weiterentwickelt wird. 1933 folgt als grundlegende Neukonstruktion der Mercedes-Benz 290 (W 18), den 1937 der Typ 320 (W 142) ablöst.

Tradition: Die Bezeichnung „S-Klasse“ wird 1972 offiziell eingeführt, doch die Ahnenreihe geht lückenlos bis 1951 zurück. Vor dem Zweiten Weltkrieg sind Modelle der Oberklasse und Luxusklasse seit Beginn des 20. Jahrhunderts stets ein wichtiger Bestandteil der Modellpalette von Mercedes-Benz und den Ursprungsmarken.

Das „S“: Bei der Erweiterung des Modellprogramms um den Typ 170 S aus der Ahnenreihe der E-Klasse prägt der damalige Vorstandsvorsitzende Wilhelm Haspel Anfang 1949 die neue Modellbezeichnung mit dem S und gibt auch gleich die Erklärung, dass der Buchstabe für „Super“ oder „Spezial“ steht. Seit dem 1956 eingeführten 220 S wird er in der Mercedes-Benz Oberklasse kontinuierlich verwendet.

Perfektion in allen Details: Mercedes-Benz gibt mit jeder Generation seiner Spitzenautomobile überzeugende Antworten auf die Wünsche und Anforderungen der jeweiligen Zeit. Jede Generation der S-Klasse und ihrer Vorgängermodelle prägt mit individuellen Stärken die Automobilentwicklung ihrer Epoche.

Luxus und Komfort: Angenehmer als in einer S-Klasse kann man selbst auf langen Fahrten kaum unterwegs sein. Das Auto umschmeichelt – als Gesamtentwurf und mit jedem seiner herausragenden Ausstattungsmerkmale.

Design: Souveränität, Innovation, Sportlichkeit, Progressivität – diese Kernmerkmale setzen die Designer in der S-Klasse ausdrucksstark um. Im Exterieur wie im Interieur.

Technologie-Trendsetter: Die S-Klasse inklusive ihrer Vorgängerbaureihen führt immer wieder bahnbrechende Innovationen wie beispielsweise die Sicherheitskarosserie (1959), das Anti-Blockier-System ABS (1978), den Airbag (1981) und das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP® (1995) in den Automobilbau ein – Technologien, die heute in (fast) jedem neuen Auto zum Einsatz kommen.

Spektakuläre Motorsporterfolge: Die Modelle 220 SE und 300 SE aus der „Heckflosse“-Baureihe W 111/W 112 erringen zahlreiche Siege bei Rallyes und Straßenrennen, beispielsweise bei der Rallye Monte Carlo 1960 und der Rallye Akropolis 1960, der Rallye Algier-Zentralafrika 1961, der Tour d’Europe und der Rallye Lüttich–Sofia–Lüttich 1962 sowie – vier Mal in Folge von 1961 bis 1964 – beim Großen Straßenpreis von Argentinien.

Starker Luxus: Der 300 SEL 6.3 aus der Oberklasse-Baureihe W 109 gilt mit seinen Fahrleistungen auf Sportwagenniveau als Urtyp der luxuriösen und komfortablen Hochleistungslimousine und begründete damit eine bis heute fortgesetzte sehr erfolgreiche Tradition.

Erfolgsgeschichte AMG: Der spektakuläre Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps mit dem 300 SEL 6.8 AMG macht die damals junge Marke aus Affalterbach auf einen Schlag weltbekannt und bildet den Auftakt zu einer einzigartigen Entwicklung.

Leistung satt: Die Performance-Limousinen der S-Klasse kommen aus Affalterbach. Mercedes-AMG ist vor keinem Gipfel bange. Das dokumentiert erstmals in der Geschichte der S-Klasse im Jahr 1999 die Baureihe 220 mit dem S 55 AMG (5,5-Liter-V8-Motor und 265 kW/360 PS Leistung) und natürlich 2003 mit dem S 65 AMG (Zwölfzylindermotor, 450 kW/612 PS und satte 1.000 Newtonmeter Drehmoment).

Verkaufserfolg: Angefangen mit dem Typ 220 (W 187) von 1951 bis hin zur Baureihe 222 sind insgesamt rund 4 Millionen Limousinen der S-Klasse produziert worden. Zählt man die Coupés und Cabriolets ebenfalls dazu, sind es sogar 4,29 Millionen Fahrzeuge. Aus dem Zeitraum vor 1945 kommen noch gut 25.000 Fahrzeuge hinzu.

Stückzahlrekord: Von der 1979 eingeführten Baureihe 126 werden innerhalb von fast zwölf Jahren insgesamt gut 818.000 Limousinen produziert. Die aus der Limousine abgeleiteten SEC-Coupés, ebenfalls der Baureihe 126 zugeordnet, entstehen in gut 74.000 Exemplaren.

Meistgebautes Modell: Insgesamt 150.593 Exemplare des Mercedes-Benz 280 SE (Baureihe 116) werden von 1972 bis 1980 gebaut. Er hat gute Chancen, dass nie mehr ein einzelnes S-Klasse Modell eine höhere Stückzahl erreicht – vor allem, weil die Modellpalette sich stetig vergrößert und die Lebenszyklen einzelner Modelle sich verkürzen, etwa durch neue Motoren.

China, derzeit der größte Einzelmarkt der Welt: Für zehn Prozent der dortigen Käufer einer S-Klasse ist es das erste eigene Auto überhaupt – bei einem Durchschnittsalter von 40 Jahren. Kein schlechter Start ins Autofahrerleben.

Die S-Klasse Baureihen im Überblick:

Mercedes Simplex mit 60 PS
Mercedes W08 Typ Nürburg 460
Mercedes W142 Typ 320

Vom W 187 zum „Ponton-Mercedes“ (1951 bis 1959)
In der Nachkriegszeit beginnt die direkte Ahnenreihe der S-Klasse mit dem Typ 220 (W 187), mit dem Mercedes-Benz 1951 – sechs Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs und nachdem die erste Phase des Wiederaufbaus abgeschlossen ist – das Segment der Oberklasse wieder besetzt. 1954 folgt ein grundlegend neues Modell mit der gleichen Typenbezeichnung. Dieser neue Typ 220, intern auch 220 a (W 180) genannt, ist das erste Mercedes-Benz Sechszylindermodell in selbsttragender Bauweise. Seine moderne und geräumige Ponton-Karosserie bietet einen bislang nicht gekannten Raumkomfort. Mit dem überarbeiteten, leistungsstärkeren Typ 220 S hält 1956 der Buchstabe „S“ dauerhaft Einzug in die Nomenklatur der Mercedes-Benz Oberklasse und unterstreicht den Sonderklasse-Status des Ponton-Sechszylinders. 1958 debütiert der 220 SE (W 128) und damit eine weitere, dank Benzineinspritzung noch leistungsstärkere Variante des Oberklassemodells. Wie bei der ein Jahr zuvor eingeführten neuen Variante der Repräsentationslimousine Mercedes-Benz 300 (intern 300 d, W 189) ist die leistungs- und effizienzsteigernde Technologie als Saugrohreinspritzung ausgeführt.

Mercedes 220 W180

Von der „Heckflosse“ zur Hochleistungslimousine (1959 bis 1972)
Die 1959 eingeführten „Heckflosse“-Modelle“ 220, 220 S und 220 SE (W 111) erhalten ihren Beinamen nach den dezenten Heckflossen, welche die hinteren Kotflügel zieren und die wegen ihrer Funktion als Einparkhilfe offiziell „Peilstege“ genannt werden. Die neue Oberklasse-Generation ist ein ganz besonderer Meilenstein der Automobilgeschichte, weil hier die von Béla Barényi erdachte Sicherheitskarosserie mit Knautschzonen und stabiler Fahrgastzelle erstmals in einem Serienautomobil umgesetzt wird. Das 1961 präsentierte Topmodell der Modellreihe 300 SE (W 112) ist serienmäßig mit Luftfederung und dem neu entwickelten Automatikgetriebe von Mercedes-Benz ausgerüstet. Dieser Typ begründet 1963 in seiner Langausführung eine neue Tradition in den Oberklasse-Limousinen von Mercedes-Benz: Der 100 Millimeter längere Radstand bietet den Fondpassagieren ein deutliches Plus an Beinfreiheit und Reisekomfort. Die Limousinen der Baureihe 108 und 109, welche die „Heckflossen-Modelle“ 1965 ablösen, zeichnen sich durch ein zeitlos-elegantes Design und großzügig dimensionierte Fensterflächen aus. Neben den Modellen mit konventioneller Stahlfederung – intern der Baureihe 108 zugeordnet – gibt es luftgefederte Varianten (Baureihe 109), die von Beginn an auch mit 100 Millimeter längerem Radstand erhältlich sind. Ein besonderes Highlight ist der 1968 präsentierte 300 SEL 6.3. Das Topmodell der Baureihe verfügt über den leistungsstarken V8-Motor der Highend-Limousine Mercedes-Benz 600 und bietet neben höchstem Komfort und luxuriöser Ausstattung Fahrleistungen auf Sportwagenniveau.

Mercedes W111 220 Heckflosse
Mercedes W108

Automobile Trendsetter: die Baureihen 116 und 126 (1972 bis 1991)
Die 1972 präsentierte Nachfolge-Baureihe 116 wird erstmals offiziell unter dem Begriff „S-Klasse“ geführt. Damit bringt Mercedes-Benz zum Ausdruck, was seit Jahrzehnten bei den Oberklasse-Limousinen mit dem „S“ in der Typenbezeichnung Programm ist. Die neue Bezeichnung geht einher mit einem ganzen Bündel an Innovationen, die hinsichtlich Sicherheit und Komfort neue Maßstäbe setzen. Zum umfassenden Sicherheitskonzept gehören zum Beispiel ein kollisionsgeschützter Tank, ein Vierspeichen-Sicherheitslenkrad, verschmutzungsarme Seitenscheiben, großflächige Scheinwerfer, auffällige Blinkleuchten und Schmutz abweisende, gerippte Heckleuchten. 1977 beginnt mit dem 300 SD das Dieselzeitalter in der Luxusklasse, zunächst jedoch nur auf den nordamerikanischen Märkten. Der Luxus-Diesel ist zugleich der erste Serien-Pkw mit Turbodieselmotor. Ab 1978 ist die S-Klasse als weltweit erstes Serienfahrzeug mit Anti-Blockier-System (ABS) erhältlich, das die Lenkfähigkeit auch bei einer Vollbremsung sicherstellt. Damals eine Weltsensation, zählt diese richtungweisende Innovation heute zum automobilen Standard aller Fahrzeugklassen. Die S-Klasse unterstreicht ihren Status als Maßstab des Automobilbaus und macht ihre Modellbezeichnung zum Gattungsbegriff für Fahrzeuge der Spitzenklasse.

Mercedes-Benz S-Klasse W116

Der Technologietransfer aus der S-Klasse in die anderen Mercedes-Benz Modellreihen und über die Fahrzeuge des Wettbewerbs bis hin zum allgemeinen Stand der Technik setzt sich auch in der Folgezeit konsequent fort und macht die S-Klasse zu einem wahren Trendsetter. In der 1979 vorgestellten Baureihe 126 hält der Airbag, heute ein zentrales Element der Automobilsicherheit, 1981 Einzug in den Automobilbau. Weitere Merkmale dieser S-Klasse Generation sind die aerodynamisch optimierte Form und die konsequente Gewichtsreduzierung für geringere Schadstoffemissionen, unter anderem durch neue Leichtmetall-V8-Motoren. Akzente setzt die Baureihe 126 auch im Design: Als erster Mercedes-Benz Personenwagen verzichtet sie auf die traditionellen Chrom-Stoßstangen und hat stattdessen verformbare Kunststoff-Stoßfänger, die auch einen Parkrempler unbeschadet überstehen können. Bei ihrem Erscheinen zunächst von manchem Betrachter als nüchtern und schmucklos empfunden, gilt das Design der Baureihe 126 schon bald als zeitlos-elegant.

Mercedes-Benz S-Klasse W126

Luxus in Bestform: die Baureihen 140 und 220 (1991 bis 2005)
Die S-Klasse der Baureihe 140 ist 1991 der neue Mercedes-Benz der Superlative. Seine Entwickler setzen auf maximalen Komfort – unter anderem durch großzügige Abmessungen und Doppelverglasung für eine optimierte akustische Dämmung. Mit den Topmodellen 600 SE und 600 SEL bietet zum ersten Mal ein Mercedes-Benz Serien-Personenwagen einen V12-Motor. Den Start des Leistungsspektrums markiert der 300 SD Turbodiesel, der den Luxusklasse-Diesel nun auch auf Märkten außerhalb Nordamerikas verfügbar macht. Auch diese Generation der S-Klasse führt eine bahnbrechende Sicherheits-Innovation in den Automobilbau ein: das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP®, das seit 1995 in den V12-Versionen zum Serienumfang gehört und für die V8-Modelle optional erhältlich ist. Im Folgejahr kommt der Brems-Assistent BAS hinzu.

Mercedes-Benz S-Klasse W140

Ab 1998 setzt die neue S-Klasse der Baureihe 220 äußerlich eher auf Understatement. Gewichtseinsparung bei weiterer Steigerung von Sicherheit und Komfort gehört zu den wichtigsten Entwicklungszielen. Trotz Verzicht auf die gewichtsintensive Doppelverglasung bietet die neue Modellgeneration einen nochmals gesteigerten Komfort, unter anderem durch die neue elektronisch geregelte Luftfederung AIRMATIC, das Bedien- und Anzeigesystem COMAND und den innovativen Abstandsregeltempomaten DISTRONIC. Das aktive Fahrwerk Active Body Control ABC, das ab 1999 erhältlich ist, reduziert die Wankneigung der Karosserie und ermöglicht damit ein bislang unerreichtes Maß an Fahrkultur. Die Innenraumgestaltung, die erstmals in enger Abstimmung mit dem Exterieur-Design entwickelt wird, sorgt in der S-Klasse für ein hochklassiges Ambiente. Sportlich ambitionierte Kunden spricht der S 55 AMG an: Zum ersten Mal hält ein AMG-Modell offiziell Einzug in die Preisliste der S-Klasse. Auch das reguläre Topmodell ohne AMG-Sportabzeichen, der S 600, erhält im Herbst 2002 einen Leistungsschub und erreicht zum ersten Mal die magische Leistungsgrenze von 368 kW (500 PS). Zur gleichen Zeit startet in der Baureihe 220 eine weitere bahnbrechende Innovation: das vorbeugende Insassenschutzsystem PRE-SAFE®. Mittels dieses Systems leitet das Fahrzeug selbsttätig Maßnahmen ein, um die Passagiere bei einem drohenden Zusammenstoß bestmöglich zu schützen. Im Rahmen der Modellpflege bietet Mercedes-Benz die S-Klasse darüber hinaus zum ersten Mal mit dem intelligenten Allradantrieb 4MATIC an.

Mercedes-Benz S-Klasse W220

Richtungweisende Innovationen: die Baureihe 221 (2005 bis 2013)
Die 2005 präsentierte Modellgeneration 221 verbindet ein expressives Äußeres mit luxuriösem Interieur. Der Controller des weiterentwickelten COMAND-Systems ermöglicht eine schnelle und intuitive Bedienbarkeit der zunehmend komplexen Funktionen und Menüs. Zu den richtungweisenden technischen Innovationen gehören der aktive Nachtsicht-Assistent sowie das weiterentwickelte Abstandsregelsystem DISTRONIC PLUS und der Brems-Assistent Plus, die 2006 zur PRE-SAFE® Bremse mit autonomer Teilbremsung erweitert werden. Weitere Assistenzsysteme wie der Totwinkel-Assistent, der Spurhalte-Assistent und der Geschwindigkeitslimit-Assistent entlasten den Fahrer zusätzlich und bringen die Mercedes-Benz S-Klasse der Vision vom sicheren, unfallfreien Fahren einen weiteren Schritt näher. Zudem setzt diese Generation der S-Klasse erneut Maßstäbe für die Konditionssicherheit.
2009 erscheint die aufgewertete Generation der Baureihe 221. Der S 400 HYBRID ist das erste Fahrzeug der Luxusklasse mit Hybridantrieb und der erste Serien-Personenwagen mit Lithium-Ionen-Batterie. Ein Musterbeispiel für Effizienz sind die 2010 eingeführten Versionen S 350 BlueTEC als Dieselvariante sowie S 350 und S 500 BlueEFFICIENCY mit sparsamen und leistungsstarken Direkteinspritzungs-Ottomotoren. Im S 250 CDI bringt Mercedes-Benz Anfang 2011 erstmals einen hocheffizienten Vierzylindermotor in die S-Klasse. Sein Diesel-Triebwerk ermöglicht Verbrauchswerte auf dem Niveau eines Kleinwagens, bei angemessenen Fahrleistungen und Antriebskomfort. Der Erfolg auch dieser Generation der S-Klasse ist groß: Insgesamt rollen im Werk Sindelfingen bis Mai 2013 fast 550.000 Limousinen der Baureihe 221vom Band.

Mercedes-Benz S-Klasse W140

Mit der S-Klasse in die Zukunft: die Baureihe 222 (2013 bis 2020)

Ab 2013 führt Mercedes-Benz seine über viele Generationen entwickelte Kontinuität in der Luxusklasse und Spitzenklasse mit der S-Klasse der Baureihe 222 in die Zukunft. Sie setzt technische Maßstäbe unter anderem als erstes Auto der Welt, das vollständig auf Glühlampen verzichtet und sowohl im Exterieur als auch im Interieur ausschließlich LED-Licht bietet. Für besondere Effizienz sorgen moderne Antriebe, unter anderem mit Hybrid-Technologie.

Die Entwicklungsschwerpunkte der Baureihe 222 heißen „Intelligent Drive“, „Efficient Technology“ und „Essence of Luxury“. Zum modernen Leitstern der Automobilentwicklung wird die S-Klasse insbesondere durch das System Intelligent Drive. Unter diesem Namen bündelt die Stuttgarter Marke sämtliche vernetzten Sicherheits- und Fahrerassistenzsysteme. Intelligent Drive macht Autofahren noch sicherer und komfortabler als zuvor. Dazu gehören auch Assistenzsysteme, die den Fahrer entlasten und ein teilautonomes Fahren ermöglichen können. Das Forschungsfahrzeug S 500 INTELLIGENT DRIVE zeigt bereits im August 2013 auf der historischen Bertha-Benz-Route von Mannheim nach Pforzheim, wie die Zukunft des autonomen Fahrens durch solche vernetzten Technologien aussehen kann: Seine Systeme bewältigen die hoch komplexen Anforderungen einer autonomen Fahrt über Landstraßen und durch den Stadtverkehr. Zu den S-Klasse Limousinen kommen 2014 ein Coupé und 2015 ein Cabriolet. Die Mercedes-Maybach S-Klasse hat 2014 Premiere, und der Mercedes-Maybach S 600 Pullman wird 2015 präsentiert.

Einen weiteren großen Schritt hin zum autonomen Fahren macht die nächste Entwicklungsstufe von Intelligent Drive in der modellgepflegten Variante der Baureihe 222, die im Sommer 2017 vorgestellt wird: So unterstützen der Aktive Abstands-Assistent DISTRONIC und der Aktive Lenk-Assistent den Fahrer beim Abstandhalten und Lenken nun noch komfortabler. Die S-Klasse passt ihre Geschwindigkeit beispielsweise in Kurven und vor Kreuzungen oder Kreisverkehren automatisch an. Möglich wird das, weil weiter verbesserte Kamera- und Radarsysteme die Umgebung beobachten und erstmals auch Karten- und Navigationsdaten in die Berechnung des Fahrverhaltens mit einbezogen sind. Der Fahrer ist über den Bildschirm des Kombiinstruments und im Head-up-Display jederzeit darüber informiert, welche Assistenzfunktionen gerade aktiv sind. Das innovative Intelligent Drive System von Mercedes-Benz ist modular aufgebaut. Zur Serienausstattung der S-Klasse der Baureihe 222 ab Modelljahr 2017 zählen der Aktive Brems-Assistent, der Seitenwind-Assistent, ATTENTION ASSIST, der Verkehrszeichen-Assistent, das Insassenschutzsystem PRE-SAFE® und das neue PRE-SAFE® Sound.

Mercedes-Maybach S-Klasse X222

Ab 2020 die neue S-Klasse W223 setzt neue Maßstäbe:

Die neue S-Klasse – das beste Auto der Welt

Innovationen und Fakten: Mercedes-Benz S-Klasse und Vorgängerbaureihen

Die Mercedes-Benz S-Klasse und ihre Vorgängermodelle stehen seit jeher für innovative Automobiltechnik. Immer wieder bringen sie Neuerungen in den Markt, die anschließend weite Verbreitung finden und die gesamte Fahrzeugentwicklung maßgeblich prägen. Diese Übersicht präsentiert Besonderheiten der einzelnen Baureihen.

Mercedes-Simplex 60 PS (1903 bis 1905)

  • Moderner Hochleistungsmotor: großvolumiger Vierzylinder mit hängenden Einlassventilen
  • Hocheffizienter Bienenwabenkühler
  • Langer Radstand und niedriger Schwerpunkt

 

Mercedes-Benz Nürburg (W 08, 1928 bis 1933)

  • Erster Mercedes-Benz Serien-Pkw mit Achtzylindermotor
  • Luxuriöse und geräumige Pullman-Karosserie
  • Schnellgang-Getriebe als Sonderausstattung (ab 1931, in Verbindung mit vergrößertem Hubraum)

 

Mercedes-Benz 320 (W 142, 1937 bis 1942)

  • Laufruhiger Sechszylindermotor
  • Vollsynchronisiertes Viergang-Schaltgetriebe, ab 1939 mit Fernganggetriebe
  • Sehr große Karosserieauswahl: Limousine, Pullman-Limousine (ab 1939 mit Außenkoffer), Stromlinien-Limousine, verschiedene Cabriolet-Ausführungen

 

Mercedes-Benz 220 (W 187, 1951 bis 1954)

  • Moderner Sechszylindermotor mit oben liegender Nockenwelle
  • Sicherheitszapfenschloss gegen das Aufspringen der Türen
  • Heizung mit Gebläse als Sonderausstattung
  • Produzierte Stückzahl (Limousinen): 16.066

 

Mercedes-Benz 219/220/220 S/220 SE (W 105/W 180/W 128, 1954 bis 1959)

  • Selbsttragende Karosserie
  • Gesteigerter Raumkomfort durch moderne Pontonform
  • Fahrschemel-Vorderradaufhängung
  • Eingelenkpendelachse mit tief gelegtem Drehpunkt
  • Bremstrommeln mit „Turbokühlung“
  • Heizung mit Gebläse serienmäßig, für Fahrer und Beifahrer getrennt regelbar
  • Hydraulisch-automatische Kupplung „Hydrak“ als Sonderausstattung (ab 1957)
  • Mechanisch gesteuerte Saugrohr-Benzineinspritzung (220 SE, ab 1958)
  • Produzierte Stückzahl (Limousinen): 111.021
  • Meistgebautes Modell: 220 S (55.268 Fahrzeuge)

 

Mercedes-Benz 220 bis 300 SE/300 SE lang (W 111/W 112, 1959 bis 1965)

  • Sicherheitsfahrgastzelle mit Knautschzonen (vorne und hinten)
  • Gepolstertes Lenkrad und „entschärfter Innenraum“
  • Keilzapfen-Türschlösser mit zwei Sicherheitsrasten
  • Scheibenbremsen (300 SE, ab 1961)
  • Zweikreis-Bremsanlage (ab 1963)
  • Viergang-Automatikgetriebe als Serienausstattung (300 SE) bzw. Sonderausstattung (ab 1961)
  • Luftfederung (300 SE, ab 1961)
  • Langversion lieferbar (300 SE, ab 1963)
  • Zentralverriegelung als Sonderausstattung (300 SE lang)
  • Produzierte Stückzahl (Limousinen): 344.417
  • Meistgebautes Modell: 220 S (161.119 Fahrzeuge)

 

Mercedes-Benz 250 S bis 300 SEL 6.3 (W 108/W 109, 1965 bis 1972)

  • Sicherheitslenkung (ab 1967)
  • Hydropneumatische Ausgleichsfeder an der Hinterachse
  • Luftfederung (300 SEL, 300 SEL 6.3, 300 SEL 3.5)
  • Topmodell 300 SEL 6.3 mit 184 kW (250 PS) starkem V8-Motor und Fahrleistungen auf Sportwagenniveau (ab 1968)
  • Produzierte Stückzahl: 383.341
  • Meistgebautes Modell: 280 S (93.666 Fahrzeuge)

 

Mercedes-Benz S-Klasse Baureihe 116 (1972 bis 1980)

  • Erstmals offiziell „S-Klasse“ genannt
  • Integrales Sicherheitskonzept
  • Vierspeichen-Sicherheitslenkrad
  • kollisionsgeschützt angeordneter Tank über der Hinterachse
  • Sicherheits-Türgriffe
  • großflächige Scheinwerfer und Blinkleuchten
  • verschmutzungsarme Rückleuchten
  • verschmutzungsarme Seitenscheiben
  • Anti-Blockier-System ABS als Sonderausstattung (ab 1978)
  • Tempomat als Sonderausstattung (ab 1975)
  • Doppelquerlenker-Vorderachse
  • Koppelachse mit Anfahrmomentausgleich (450 SE, 450 SEL, 450 SEL 6.9)
  • Automatikgetriebe mit Drehmomentwandler als Sonderausstattung (Serie bei 450 SE, 450 SEL, 450 SEL 6.9)
  • Hydropneumatische Federung mit Niveauregulierung (450 SEL 6.9, ab 1975)
  • Erste Oberklasse-Limousine mit Dieselmotor, erster Serien-Pkw mit Turbodieselmotor (300 SD, ab 1978)
  • Produzierte Stückzahl: 473.035
  • Meistgebautes Modell: 280 SE (150.593 Fahrzeuge)

 

Mercedes-Benz S-Klasse Baureihe 126 (1979 bis 1991)

  • Rohbaustruktur mit Gabelträger, erfüllt weltweit als erstes Serienfahrzeug das Kriterium des asymmetrischen Frontaufpralls (offset crash)
  • Niedriger Luftwiderstandsbeiwert von cW = 0,36
  • Neue V8-Motoren mit Leichtmetallblock
  • Geregelter Katalysator als Sonderausstattung (ab 1985), ab 1986 Serienausstattung
  • Elektrisch verstellbare Lenksäule als Sonderausstattung (ab 1985)
  • Fahrer-Airbag und Gurtstraffer für Beifahrer als Sonderausstattung (ab 1981)
  • Beifahrer-Airbag als Sonderausstattung (ab 1988)
  • Automatisches Sperrdifferenzial als Sonderausstattung für die Sechszylindermodelle (ab 1985)
  • Antriebs-Schlupf-Regelung ASR als Sonderausstattung für die V8-Modelle (ab 1985)
  • Die bis heute erfolgreichste Mercedes-Benz Limousine der Ober- und Luxusklasse
  • Produzierte Stückzahl (Limousinen): 818.036
  • Meistgebautes Modell: 280 SE (133.955 Fahrzeuge)

 

Mercedes-Benz S-Klasse Baureihe 140 (1991 bis 1998)

  • Niedriger Luftwiderstandsbeiwert von cW = 0,31
  • Konsequent auf Recyclingfähigkeit ausgelegt
  • Völliger Verzicht auf Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW)
  • Benzinmotoren mit Vierventiltechnik und verstellbaren Einlassnockenwellen
  • Erster Mercedes-Benz Serienpersonenwagen mit Zwölfzylindermotor, der bis dahin stärkste Personenwagenmotor der Marke (600 SE, 600 SEL)
  • Luxusklasse-Diesel 300 SD erstmals auf den Weltmärkten verfügbar
  • Fünfgang-Automatikgetriebe mit elektronischer Steuerung (Serienausstattung für V8- und V12-Modelle, ab 1995)
  • Parameterlenkung mit geschwindigkeitsabhängigem Lenkmoment
  • Doppel-Isolierverglasung der Seitenscheiben für höchsten Geräuschkomfort
  • Klimatisierungsautomatik mit Aktivkohlefilter und CO/NOX-sensiblen Sensoren als Serienausstattung (S 600, sonst Sonderausstattung)
  • Elektrisch anklappbare Außenspiegel
  • Servoschließung für Türen und Kofferraumdeckel als Sonderausstattung
  • Scheinwerfer mit Freiformreflektoren
  • Elektronikvernetzung über CAN-Bus
  • Gurtsystem mit automatischer Höhenverstellung
  • Sidebags für Fahrer und Beifahrer (ab 1996)
  • Adaptives Dämpfungs-System ADS als Sonderausstattung
  • Elektronisches Stabilitäts-Programm ESP® als Serienausstattung (S 600, ab 1995), beziehungsweise Sonderausstattung (S 420, S 500, ab 1995)
  • Brems-Assistent BAS (ab 1996)
  • Elektronische Einparkhilfe PARKTRONIC als Serienausstattung (S 600, ab 1995), beziehungsweise Sonderausstattung (ab 1995)
  • Navigationssystem Auto-Pilot-System APS als Sonderausstattung (ab 1995)
  • Sprach-Bediensystem LINGUATRONIC als Sonderausstattung (ab 1996)
  • Notrufsystem TELE-AID als Sonderausstattung (ab 1997)
  • Xenon-Scheinwerfer mit dynamischer Leuchtweitenregulierung als Sonderausstattung (ab 1996)
  • Produzierte Stückzahl (Limousinen): 406.717
  • Meistgebautes Modell: 300 SE/S 320 (98.095 Fahrzeuge)

 

Mercedes-Benz S-Klasse Baureihe 220 (1998 bis 2005)

  • Leichtbaukarosserie mit gewichtsreduzierendem Werkstoffmix (hochfester Stahl, Leichtmetall, Kunststoff)
  • Crash-Boxen aus Aluminium in der Vorbau- und Heckstruktur
  • Luftwiderstandsbeiwert cW = 0,27
  • Automatische Zylinderabschaltung als Serienausstattung (S 600), beziehungsweise Sonderausstattung (S 500)
  • Siebengang-Automatikgetriebe 7G-TRONIC mit elektronischer Steuerung (S 430, S 500, ab 2004)
  • Luftfederung AIRMATIC mit elektronisch geregeltem Adaptivem Dämpfungs-System ADS
  • Aktive Fahrwerkregelung Active Body Control ABC als Sonderausstattung (Serienausstattung im S 600)
  • Zusatzblinkleuchten in die Außenspiegel integriert
  • Automatische Fahrlichtschaltung
  • Bedien- und Anzeigesystem COMAND mit dynamischem Navigationssystem als Sonderausstattung
  • Window-Bags
  • Sidebags im Fond
  • Beifahrer-Airbag mit zweistufigem Gasgenerator
  • Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer im Fond
  • Verbundglas-Seitenscheiben
  • Mehrzonen-Klimatisierungsautomatik mit sonnenstandsabhängiger, sitzplatzindividueller Regelung
  • Komfortsitze mit Belüftung und dynamischer Multikonturlehne als Sonderausstattung
  • Abstandsregel-Tempomat DISTRONIC als Sonderausstattung
  • Schlüsselloses Zugangs- und Fahrberechtigungssystem KEYLESS GO als Sonderausstattung
  • Bi-Xenon-Scheinwerfer mit dynamischer Leuchtweitenregulierung als Sonderausstattung (ab 2002, Serienausstattung im S 600)
  • Vorbeugendes Insassenschutzsystem PRE-SAFE® (ab 2002)
  • Erstes AMG Modell der S-Klasse im offiziellen Typenprogramm (S 55 AMG, 265 kW/360 PS, ab 1999; ab 2002 mit Kompressor, 368 kW/500 PS und 700 Newtonmeter Drehmoment)
  • S 65 AMG mit 450 kW (612 PS) und 1.000 Newtonmeter Drehmoment (ab 2003)
  • V8-Dieselmotor mit Leichtmetallblock (S 400 CDI, ab 2000)
  • Allradantrieb 4MATIC als Sonderausstattung (S 350, S 430, S 500, ab 2002)
  • Produzierte Stückzahl: 484.697
  • Meistgebautes Modell: S 500 lang (108.823 Fahrzeuge)

 

Mercedes-Benz S-Klasse Baureihe 221 (2005 bis 2013)

  • Luftwiderstandsbeiwert cW = 0,26
  • Erstes Auto mit Umwelt-Zertifikat
  • Siebengang-Automatikgetriebe 7G-TRONIC mit elektronischer Steuerung und Lenkradschaltung DIRECT SELECT
  • Aktive Fahrwerkregelung Active Body Control ABC mit Seitenwindstabilisierung als Sonderausstattung (Serienausstattung im S 600)
  • Bremssystem ADAPTIVE BRAKE
  • Adaptives Bremslicht
  • Brems-Assistent Plus als Sonderausstattung
  • Weiterentwickelter Abstandsregel-Tempomat DISTRONIC PLUS (mit Abbremsung bis zum Stillstand) als Sonderausstattung
  • PRE-SAFE® Bremse mit autonomer Teilbremsung (ab 2006) bzw. autonomer Vollbremsung (ab 2009) als Sonderausstattung
  • Weiterentwickeltes COMAND-System mit Controller auf dem Mitteltunnel
  • SPLITVIEW-Anzeige als Sonderausstattung (ab 2009)
  • Park-Assistent als Sonderausstattung
  • Panorama-Schiebe-Hebe-Dach als Sonderausstattung
  • Aktiver Nachtsicht-Assistent als Sonderausstattung
  • Totwinkel-Assistent als Sonderausstattung (ab 2007, ab 2010 als Aktiver Totwinkel-Assistent)
  • Spurhalte-Assistent als Sonderausstattung (ab 2009, ab 2010 als Aktiver Spurhalte-Assistent)
  • Adaptiver Fernlicht-Assistent als Sonderausstattung (ab 2009)
  • Geschwindigkeitslimit-Assistent als Sonderausstattung (ab 2009)
  • Erstes Fahrzeug der Luxusklasse mit Hybridantrieb und Lithium-Ionen-Batterie (S 400 HYBRID, ab 2009)
  • Erste S-Klasse mit Vierzylindermotor (S 250 CDI, ab 2010)
  • Neue Xenon-Scheinwerfer mit um 20 Prozent erhöhter Farbtemperatur (5.000 Kelvin) für tageslichtnahe Lichtfarbe (2010)
  • Produzierte Stückzahl: 547.698
  • Meistgebautes Modell: S 500 lang (96.032 Fahrzeuge).

 

Mercedes-Benz S-Klasse Baureihe 222 (2013 bis 2020)

  • „Intelligent Drive“ mit neuen Assistenzsystemen und wesentlich erweiterten Funktionen:
    • DISTRONIC PLUS mit Lenk-Assistent und Stop&Go Pilot entlastet bei der Spurführung und beherrscht teilautonomes Staufolgefahren.
    • Bremsassistent BAS PLUS mit Kreuzungs-Assistent kann Auffahrunfälle und Kollisionen mit dem Querverkehr vermeiden helfen. Aktiver Spurhalte-Assistent kann das unbeabsichtigte Überfahren einer unterbrochenen Linie verhindern.
    • Daten aus Stereokamera und Radarsystem helfen, belegte Nachbarspuren zu erkennen.
    • Adaptiver Fernlicht-Assistent Plus ermöglicht blendfreies Dauerfernlicht durch Ausblenden anderer Fahrzeuge im Fernlichtkegel.
    • Weiterentwickelter Nachtsicht-Assistent Plus mit Wärmebildkamera kann bei Gefahr durch Fußgänger oder Tiere in unbeleuchteter Umgebung automatisch von der Tachoanzeige auf ein brillantes Nachtsichtbild mit Markierung der Gefahrenquellen umschalten und erkannte Fußgänger mit Spotlight Funktion anblinken.
    • ATTENTION ASSIST kann in einem erweiterten Geschwindigkeitsbereich vor Unaufmerksamkeit und Müdigkeit warnen.
    • Ab 2017 unterstützen Fahrassistenz-Systeme wie der Aktive Abstands-Assistent DISTRONIC und der Aktive Lenk-Assistent den Fahrer beim Abstandhalten und Lenken noch komfortabler. Die Geschwindigkeit wird in Kurven oder vor Kreuzungen automatisch angepasst. Die modellgepflegte Mercedes-Benz S-Klasse macht einen weiteren Schritt hin zum autonomen Fahren.
  • Das Forschungsfahrzeug S 500 INTELLIGENT DRIVE auf Basis der Baureihe 222 mit seriennaher Technik fährt im Herbst 2013 autonom die historische Bertha-Benz-Route von Mannheim nach Pforzheim. Die intern „Bertha“ genannte S-Klasse gehört seit 2016 zur Fahrzeugsammlung von Mercedes-Benz Classic.
  • Erweitertes PRE-SAFE® mit neuen Funktionen (PRE-SAFE® Bremse mit Fußgängererkennung, PRE-SAFE® PLUS und PRE-SAFE® IMPULS) kann dazu beitragen, Unfälle im Stadtverkehr zu vermeiden, Gefahrensituationen durch Folgeverkehr zu entschärfen und die Schutzfunktion des Sicherheitsgurts erweitern. Ab 2017 ist das neue PRE-SAFE® Sound serienmäßig in der modellgepflegten S-Klasse enthalten.
  • Erweitertes Sicherheitssystem für Fondpassagiere mit Gurtschlossbringer, Beltbag (beides auf Wunsch im „PRE-SAFE® Paket Fond) sowie Cushionbag (im optionalen Executive Sitz).
  • Karosserie mit Aluminium-Hybrid-Rohbau der dritten Generation hat eine um 50 Prozent höhere Leichtbaugüte (Torsionssteifigkeit im Verhältnis zu Gewicht und Fahrzeuggröße) als die Vorgängerbaureihe.
  • Erstes Auto weltweit ganz ohne Glühlampen, sondern mit fast 500 Leuchtdioden (LED) in Interieur und Exterieur. Die Mehrpegelfunktionalität für die Bremslichtregelung ist Weltpremiere. Ab 2017 ermöglichen MULTIBEAM LED Scheinwerfer die extrem schnelle und präzise Anpassung des Fahrlichts an die aktuelle Verkehrssituation. ULTRA RANGE Fernlicht erzeugt die gesetzlich maximal zulässige Lichtstärke.
  • Die S-Klasse kann als erstes Auto der Welt Bodenwellen mit ROAD SURFACE SCAN im Voraus erkennen. MAGIC BODY CONTROL regelt das Fahrwerk entsprechend ein (auf Wunsch für Achtzylindermodelle). Serienmäßig sind das kontinuierlich arbeitende Adaptive Dämpfungssystem ADS PLUS und die weiterentwickelte, volltragende Luftfederung AIRMATIC.
  • Erstmals in der Historie der S-Klasse steht die Limousine mit langem Radstand im Zentrum der Entwicklung. Die Version mit kurzem Radstand wird davon abgeleitet. Entsprechend viele Neuerungen gibt es für den Komfort und die Sicherheit der Passagiere im Fond.
  • Anzeige- und Bedienkonzept unter anderem mit zwei hochauflösenden TFT-Farbdisplays im Formatverhältnis 8:3, berührungssensitiver Telefontastatur und Sprachsteuerung LINGUATRONIC mit Speech Dialog System. Ab 2017 verschmelzen die hochauflösenden Displays zu einem Widescreen-Cockpit unter einem gemeinsamen Deckglas. Das Lenkrad erhält berührungssensitive Touch Control Buttons.
  • Klimatisierung mit AIR‑BALANCE Paket auf Wunsch: Beduftung (Weltneuheit), Ionisierung und noch leistungsfähigere Filtration. Klimatisierungsautomatik THERMOTRONIC im Fond bietet zwei zusätzliche Zonen zur Erhöhung des Komforts. Neu ist die elektrische Armlehnenheizung als Teil des Wärme-Komfort-Paket.
  • Systeme wie die ENERGIZING Massagefunktion nach dem Hot-Stone-Prinzip (Weltneuheit) und aktive Sitzbelüftung mit reversierenden Lüftern steigern den Sitzkomfort. Im Fond stehen fünf verschiedene Sitzvarianten zur Wahl. Ab September 2017 vernetzt die ENERGIZING Komfortsteuerung verschiedene Systeme im Fahrzeug für ein individuelles Wellness-Set-up.
  • Neue Multimedia-Generation mit intuitiver Bedienung und besonderer Erlebbarkeit der Funktionen durch Visualisierung und Animationen sowie Individual-Entertainment im Fond. Auf Wunsch in Zusammenarbeit mit Burmester entwickelte Audiosysteme. Ab 2017 erweiterte Messaging-Möglichkeiten für Front- und Fondpassagiere.
  • Der S 500 Plug-In HYBRID (325 kW Systemleistung) ist 2014 der erste serienmäßige Plug-in-Hybrid von Mercedes-Benz. Er kann bis zu 33 Kilometer lokal emissionsfrei fahren. 2017 wird der S 560 e (Kraftstoffverbrauch kombiniert gewichtet: 2,6-2,5 l/100 km, CO₂-Emissionen kombiniert gewichtet: 59-57 g/km, Stromverbrauch gewichtet: 20,3-20,0 kWh/100 km) mit dem speziell für das 9G‑TRONIC Plug-in-Hybridgetriebe zusammen mit Bosch entwickelten Elektromotor präsentiert.
  • Die Chauffeurlimousine Mercedes-Maybach S-Klasse ist ab 2014 das Spitzenmodell der Baureihe 222 mit einem um 200 Millimeter verlängertem Radstand (3.365 Millimeter). Der
    Mercedes-Maybach S 600 Pullman mit 4.418 Millimetern Radstand wird 2015 auf dem Genfer Automobilsalon präsentiert.
  • Premiere neuer und hocheffizienter Motoren 2017 in der modellgepflegten S-Klasse: Reihensechszylinder als Diesel und Benziner sowie Bi-Turbo-V8 mit Zylinderabschaltung. Gleichzeitig Weltpremiere richtungsweisender Technologien wie Integrierter Starter-Generator auf 48‑Volt-Basis und elektrischer Zusatzverdichter.
  • Produktionsjubiläum: Im November 2019 läuft die 500.000ste S-Klasse der Baureihe 222 im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen vom Band.
  • Sieg bei „Best Cars“: Die Mercedes-Benz S-Klasse der Baureihe 222 gewinnt im letzten Produktionsjahr die Leserwahl „Best Cars 2020“ der Fachzeitschrift „auto motor und sport“ in der Luxusklasse.

Das jesmb Youtube Video zu den Komfortinnovationen der S-Klasse gibt es hier.

 

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