Impressionen vom neuen Mercedes AMG GT 4-Türer

Auf Sylt kann man den neuen Mercedes-AMG GT 4-Türer erleben – in Live macht er eine sehr gute Figur


Noch bis zum 30.08.2026 kann man in Kampen auf Sylt noch einige neue Mercedes Modelle erleben.
Wir sind von Köln über Rømø nach Sylt angereist. Die Details dazu gibt es hier.


Nun aber zum ersten Kontakt mit dem Mercedes-AMG GT 4-Türer:


Nach der ersten Bestellfreigabe vom AMG GT 55 4matic+ sowie dem AMG GT 63 4matic+ kann man ab dem 13.08.2026 auch den AMG GT 53 4matic+ bestellen.

Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé (C590)
Serienfront ohne Lichtleiste und ohne beleuchteten Grill

Was unterscheidet die drei Modelle?


Die AMG GT 55 und 63er Modelle haben die AMG Axialflussmotoren verbaut (in Summe 3 Stück = je einer pro Hinterrad und einer an der Vorderachse). Dazu gibt es einen sehr authentischen V8 Sound (mehr dazu in den Videos). Die Leistung des 55er liegt bei 816 PS und die des 63er bei 1.169 PS.


Der AMG GT 53 4matic+ hat zwar auch die High-Performance AMG Batterie mit 106 kWh und optionaler 600 kW Schnellladefähigkeit nutzt aber die E-Motoren vom neuen Mercedes EQS Facelift. Er ist mit einer PSM-Maschine an der Vorderachse und einer an der Hinterachse ausgerüstet. Die an der Hinterachse ist mit einem 2-Gang-Getriebe gekoppelt. So kommt er auf 544 PS. Da es sich um einen 53er handelt hat er den authentischen 6-Zylinder Sound implementiert.

Optional bieten alle drei Modelle das superschnelle 600 kW Laden (10-80% in nur 11 Minuten).

In den sozialen Medien gab es Kritik am Design. Natürlich ist Design immer Geschmacksache, aber auf mich wirkt es in natura sehr stimmig. Besser als auf den ersten Bildern. Der schwarze Einsatz am Heck, welcher die Rückleuchten umfasst, wirkt nicht „billig“, sondern sportlich.

Der hochwertige Eindruck setzt sich auch im Interieur fort. Extrem hochwertige Türinnentafeln mit schönen Ziernähten.

Die optionalen Sportsitze wirken für mich etwas hart. Mir gefallen da die normalen Sitze vermutlich besser.


Das Platzangebot im Fond ist eine positive Überraschung. In welchem E-Auto sind man im Fond so angenehm? Sehr oft ist der Kniewinkel zu spitz, da im Fahrzeugboden die Batterie verbaut ist. Perfekter Kniewinkel dank Fußgaragen dagegen im flachen AMG GT Coupé 4-Türer! Auch große Menschen können im Fond sehr gut und komfortabel sitzen.

Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé (C590) Fußgarage
Die Fußgaragen in der Batterie führen zu einem tollen Sitzkomfort im Fond mit angenehmen Kniewinkel!
Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé (C590) AMG Performance Sitz hinten
Blick aus dem Fond auf die optionalen Sportsitze

Authentischer V8 Sound:


Ob man es mag oder nicht, kann jeder selbst entscheiden (zur Not einfach deaktivieren), aber AMG hat den V8 Sound sensationell authentisch umgesetzt. Sei es im Interieur oder auch außen – man kann den V8 schön hören. Der Sound hat eine ausreichende Lautstärke und ist im Gegensatz zu den anderen normaleren E-Autos sehr bassig voluminös abgestimmt. Normalerweise haben die E-Auto das Fußgängersoundmodul bis 35 km/h über kleine Lautsprecher realisiert (wie die früheren PC Speaker), die keine ordentlichen Bässe bieten. Beim AMG GT Coupé ist dies anders. Gerade durch diesen sonoren Klang wirkt der V8-Sound gar nicht künstlich. Mehr dazu gibt es im folgenden Video:

Sehr imposant ist auch der ausfahrbare Heckdiffusor.

Wer das optionale AMG Aerodynamik Plus Paket bestellt erhält den ausfahrbaren Heckdiffusor. Er trimmt das Fahrzeug mehr in Richtung Tropfenform und verbessert den cW-Wert. Im WLTP kombiniert bringt dies 8 km. Den größten Vorteil bringt dies auf der WLTP Autobahn Zyklus mit +11 km gegenüber zur Serienausstattung.

Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé (C590)
Der Heckdiffusor fährt ordentlich aus (wirkte auf den bisherigen Bilder nicht so weit)
Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé (C590) Heckdiffusor
Aeromenü - Heckflügel und Heckdiffusor lassen sich auch manuell steuern

So fährt der optionale Heckdiffusor aus (Video):

Wer also Interesse an dem Fahrzeug hat, sollte sich nicht durch die negativen Kommentare im Internet leiten lassen und sich demnächst beim Händler selbst vor Ort eine Meinung bilden.

Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé (C590) Türöffner
Türöffner in der Türarmlehne integriert
Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé (C590) Kofferraum
ausgelitert 507 Liter, VDA Methode 415 Liter + Frunk (62 Liter)

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12 Responses

  1. auf so einen Begriff wie Fussgarage muss man auch erstmal kommen. Die Mercedes Leute versuchen ja praktisch mit jedem neuen Modell ein paar neue Wortkreationen um die „unglaubliche höhere Wertigkeit“ abzubilden.
    Ab und an, machen die sich damit lächerlich, hier ist es auch nicht weit davon entfernt.

    1. ..das Fahrzeug selbst ist „cool“ und mit Elektro genau das Richtige. Es ist doch exakt der typische Sportwagen der gar keine Ultra-Reichweite benötigt, und ein Funfahrzeug.

      Mir ging es nur darum, dass nicht jeder auf die gekünstelte Sprache Wert legt oder sie gar toll findet. Für mich ist und bleibt das „Fußraum“. Ich muss aber zugeben, dass es sich bei mir auch etwas wie bei Leuten verhält, die Gendern und halte die dann direkt auch für „etwas Banane“.

  2. Tolle Bilder, vielen Dank dafür!

    Beim schwarzen Einsatz am Heck bin ich gespannt, wie der nach ein paar (hoffentlich Hand-) Wäschen aussieht. Wäre ärgerlich, wenn hier das typische B-Säulen Plastik verwendet wird.

    Interessant wäre auch, wie sich der künstliche Motorensound auf die Musikwiedergabe auswirkt. Hier werden sicherlich nicht für den ganzen Frequenzgang separate Lautsprecher und Verstärker verbaut oder doch?

    1. Genau gleich wie heute bei allen (AMG-)Verbrennern auch schon, wo seit vielen Jahren quer durch sämtliche Modelle der Motorsound „unterstützt“ wird. Das sind natürlich dieselben Lautsprecher im Innenraum (bzw. das ist ein Grund, warum beim AMG-Modell teilweise die Serienlautsprecher nicht erhältlich sind – weil die nämlich nicht gut genug für den künstlichen Motorsound wären) und die verschiedenen Quellen (Entertainment, Motorsound, Warntöne etc.) werden halt im Verstärker zusammengemischt.

        1. Welche Modelle der letzten fünf bis zehn Jahre denn nicht? Die „Sportmodelle“ (AMG, BMW M, Audi S/RS, Porsche im Panamera, Cayenne, Macan) schon seit Ewigkeiten, die normalen Motorisierungen mittlerweile auch (ok, die Diesel vielleicht nicht alle, weil die ja eh nicht sonderlich sportlich klingen).

          Von irgendwelchen Kleinserien, die sich nicht in vollem Umfang an die Emissionsvorschriften halten müssen, rede ich natürlich nicht.

          1. Klingt echt cool, stimmt aber leider halt garnicht, bspw. gibt es bei keinem einzigen Porsche Verbrenner Soundunterstützung aus den Lautsprechern, gibt es nur bei den EVs. Da gibts dieses „Google“ oder wie das heisst, ist jetzt relativ neu, kannst ja mal ausprobieren.

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