In der Hauptreisezeit geht es im 646 PS starken smart #5 BRABUS von Köln nach Rømø
Mitten in den Sommerferien geht es mit dem smart #5 BRABUS mit 646 PS von Köln nach Rømø.
Mit einer vollgeladenen Batterie (94 kWh netto nutzbar) starten wir mit dem smart #5 BRABUS morgens in Köln. Der smart #5 BRABUS ist mit einer WLTP Reichweite von 540 km angegeben.
Im Comfort Modus ist die Gaspedal Kennlinie komfortabel ausgelegt. Mit 130 km/h cruisen wir über die A1 Richtung Norden.
Bei anfangs 13 Grad fahren wir die A1 durch das Bergische Land. Der Verbrauch pendelt sich hier bei knapp 24 kWh/100 km ein.
Durch viele Baustellen haben wir die ersten 100 km nach einer Stunde zurückgelegt (obwohl wir sonst Tempomat 130 km/h fahren). Der smart #5 BRABUS fährt sich hier in jeder Lager sehr souverän. Die großen 21 Zoll Räder rollen überraschend geschmeidig ab (auch über Querfugen).
Trotz der relativ steilen Windschutzscheibe bleibt es im smart #5 angenehm leise. Wenig Abrollgeräusche, wenig Windgeräusche.
Kurzer 7 Minuten Stau um Osnabrück. Dann geht es weiter mit Baustellen, ehe um Bremen der erste große 30min Stau auf uns wartet.
Die Ladeplanung ist noch ausbaufähig
Im smart #5 kann man Ladesäulen suchen, filtern und final auswählen. Automatisch werden sie nicht in die Routen integriert, so wie man es von Mercedes gewohnt ist.
Wir kommen mit 14% bzw. 58 km Restreichweite in Ostetal Süd an. (Wird sind in Köln mit 100% gestartet und sind nach 364 km und 4 Stunden, 1 Minute am Ladepark angekommen, Durchschnittsverbrauch bis hier nun 23,3 kWh / 100 km).
Durch den langen Stau um Bremen ist der SoC höher als gedacht, obwohl nach Bremen das Tempo auf 150 km/h erhöht wurde. Mit einer dynamischen automatischen Ladeplanung hätte man vermutlich einen Ladepark weiterfahren können.
Ladeinfrastruktur in den Sommerferien am Limit?
In Ostetal Süd sind 5 von 6 ionity Schnellladesäulen belegt. Der smart #5 BRABUS parkt an der letzten feien Säule und freut sich auf seine 350 kW (er könnte ja mit 400 kW laden). Offenbar ist der Ladepark von ionity aber beim Netzanschluss begrenzt. Wir bekommen „nur“ 230 kW später sogar nur noch 156 kW. Wir parken an den gegenüberliegenden Eon Alpitronic HPC 300 Lader um. Dort ziehen wir 255 kW bei inzwischen 33% SoC. Da der 6. Ionity Lader schnell wieder belegt ist, kommt das nächste E-Auto an den zweiten Stecker der Eon Säule. Wir teilen uns nun die Ladeleistung und ziehen noch 135 kW. Da der Nachbar aber schon kurz vor seinem Ziel ist fährt er kurz darauf wieder weg. Die Ladeleistung vom smart #5 steigt sofort auf 221 kW bei 79% SoC! Wir laden daher nun zügig auf 90% weiter und stöpseln ab.
Eigentlich lädt der smart #5 in 15-18 min von 10-80%. Dafür darf er aber nicht von der deutschen Infrastruktur gebremst werden. Das schöne ist jedoch, dass er durch seine Leistungsreserven dann auch noch über 80% so flott laden kann, wie manch andere E-Auto nicht im Peak. Wir fahren dann nach rund 35 min (inkl. Umparken) und 90% weiter.
Vor Hamburg stehen wir wieder 30 min im Stau um unter der Elbe durchfahren zu können. Wir lassen Hamburg hinter uns, die A7 bietet kurzzeitig freie Fahrt.
Die 646 PS katapultieren den smart #5 auf seine Vmax (213 km/h zeigt der Tacho). (3,8s auf 100 km/h). Auch hier bleibt er überraschend leise, sodass die Beifahrerin schön weiterschlafen kann. Der smart pilot (Distronic) arbeitet bis 160 km/h, sodass man darüber hinaus selbst das Steuer übernehmen muss.
Später gibt es auf der A7 drei weitere dicke Staus bei der teilweise von 3 auf 1 Spur reduziert wurde. Diese lästigen Staus reduzierten den Verbrauch dann am Ende auf 22,3 kWh pro 100 km, sodass wir das Ziel auf Rømø mit nur einem Ladestopp erreichten.
Wie der Zufall es so will kommen wir nach 646 km (genauso viele wie der smart #5 BRABUS Pferdestärken besitzt) und 8:30 h später (Dank der unzähligen Staus) auf der wunderschönen Insel Romo an.
Auch auf dem letzten Teilstück über die Landstraße machte der smart #5 eine sehr gute Figur. Dank der 646 PS werden Überholmanöver zur Leichtigkeit.
Die weiteren Details zum smart #5 BRABUS gibt es in Kürze hier auf jesmb.de. Was man jetzt schon sagen kann: Der smart #5 BRABUS bereitet viel Freude 😊





















6 Responses
Danke für den realistischen Einblick ins Laden. Wir fahren seit April den CLA EQ 250+ und haben, auch bei Langstrecken, kaum einmal mit den stattlichen 320 kW geladen. Entweder lag es an der Infrastruktur oder die Batterie war noch nicht genügend tief entladen. Denn wenn man schon eine Kaffeepause macht, dann ist Laden grundsätzlich kein Fehler, sozusagen en passant. Es kostet dann ja wirklich gar keine zusätzliche Zeit.
Wir sind mehr als nur zufrieden mit der Ladeperformance. 50 kW maximaler Ladestrom mehr oder weniger spielen nach unseren Erfahrungen in der Praxis kaum eine Rolle. Deshalb haben wir uns auch für 250 (ohne +) als Nachfolger entschieden. Das reicht vollkommen, bzw. macht in der Praxis, wie bereits ausgeführt, kaum einen Unterschied. 😎
Da hast du vollkommen Recht. Ich fahre derzeit noch den eqa mit nur 100 kW Peak.
Da bekommt man von der Säule immer das Maximum.
War jetzt überrascht weil ionity eigentlich dafür bekannt ist dass jeder das Maximum von 350 kW bekommt.
In der Praxis ist es aber scheinbar nicht so
Schönen Urlaub Julian! Und danke für deine tolle Arbeit!
Danke 😀
Ist leider an Chinese!!
Das Design kommt aus Sindelfingen.