jesmb-IAA-News: autonomes Fahren Level 2 bis 5

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jesmb konnte auf der IAA interessante Details zum aktuellen Stand des automatisierten Fahrens und autonomenn Fahren erhalten.
Bei Mercedes sind dies intern zwei verschiedene Entwicklungsbereiche. Level 2 und 3 (automatisiertes Fahren) gelten als aktive Fahrsicherheitssysteme, während Level 4 und 5 als autonomes Fahren gilt. Hier gibt diverse Joint Venture u.a. mit Bosch und BMW.
Aktuell ist es so, dass die EURO-NCAP Behörde die Maßgaben für ein 5-Sterne Rating enorm angehoben hat. D.h. bspw. wenn ein FAhrzeug nur in Richtung Fahrbahnmarkierung unterwegs ist, muss schon der Impuls vom Auto kommen. In der aktuellen A-Klasse ist das System daher etwas „ruppiger“ unterwegs, als es Mercedes normal könnte. Dies musste so appliziert werden, da man natürlich ein 5-Sterne Rating erhalten wollte.
Normalerweise sind die Systeme von Mercedes komfortabler appliziert. Dies ist auch ein Grund, weswegen man das automatisierten Fahren ohne Hand am Lenkrad in den ersten beiden Modelljahren der E-Klasse noch auf 30s eingestellt hatte. Nun kam die Vorgabe, dies auf 15s zu reduzieren.

Aktuell gibt wird der Spurwechsel-Assistenz der Behörden kritisch gesehen. Die Sicherheitsanforderungen werden so extrem hochgeschraubt, dass sie zu dem aktuellen Preis des Fahrerassistenzsystem von rund 2.000 bis 2.500 EUR nicht mehr realisiert werden können. Es könnte dazu führen, dass diese Funktion in Zukunft nicht mehr zur Verfügung steht. Mercedes ist hier aber in intensiven Gesprächen.
Im Frühjahr 2020 wird Mercedes die neue S-Klasse W223 vorstellen. Sie wird die erste Mercedes Modellreihe sein, die nach SAE Level 3 zertifiziert wird.

Im Frühjahr 2020 wird Mercedes die neue S-Klasse W223 vorstellen. Sie wird die erste Mercedes Modellreihe sein, die nach SAE Level 3 zertifiziert wird. Aktuell geht man bei Level 4 und Level 5 (autonomes Fahren) davon aus, dass dies nicht mehr wirtschaftlich für den Endkunden darstellbar ist. Ein Level 4 oder 5 Paket wird nach heutiger Einschätzung 100.000 EUR Aufpreis kosten. Das kostspielige sind dabei nicht die unzähligen Radars, Lidar (Laser) und Kameras sonder in erster Linie der wassergekühlte Computer der diese Informationen der Sensoren alle in Echtzeit auswerten muss. Zudem müssen viele Komponenten redundant ausgelegt werden.
Mercedes rechnet damit, dass diese Systeme nur für fahrerlose Taxi/Chauffeurdienste darstellbar sind, die permanent im Einsatz sind und sich das System dann über die eingesparten Personalkosten amortisiert.
Gleichzeitig müssen neben den ethischen Fragen auch juristische Fragen geklärt werden. Darf ein minderjähriges Kind mit einem Level 5 Auto zur Schule fahren, wenn es noch nicht geschäftsfähig ist ?

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