Mercedes VAN.EA kommt im Jahr 2026

Die neue elektrische V-Klasse, Vito und ein neuer eSprinter kommen sukzessive ab 2026

  • Ab 2026 basieren alle neu entwickelten mittelgroßen und großen Vans von Mercedes‑Benz auf der modularen Elektro-Architektur VAN.EA
  • EA ermöglicht klare Differenzierung zwischen privat positionierten Vans im Luxussegment und gewerblich positionierten Vans im Premiumsegment sowie maximale Synergien
  • Lead in Electric: Mercedes-Benz Vans plant, bis 2026 den Anteil der vollelektrischen Vans am Gesamtabsatz auf bis zu 20% zu steigern, bis 2030 auf über 50%
  • Profitables Wachstum und Portfolio-Erweiterung mit VAN.EA: zum ersten Mal bringt Mercedes‑Benz vollelektrische mittelgroße Luxus-Vans in die USA und nach China
  • Komplexitätsreduzierung und signifikante Skaleneffekte: mit VAN.EA erfolgt Variantenreduzierung um mehr als 50% im Vergleich zum aktuellen Portfolio mit Verbrennungsmotor
  • Neue Modelle ab Werk geplant: mittelgroße und große elektrische VAN.EA Camper sowie spezielle VAN.EA Variante für das Premiumsegment der Kurier-, Express- und Paketdienstbranche

 

Ab 2026 werden alle neu entwickelten Vans von Mercedes‑Benz nur noch auf einer Architektur basieren: der innovativen, modularen und skalierbaren „Van Electric Architecture“, kurz VAN.EA. Ganz im Sinne der „electric-only“-Strategie wurde VAN.EA konsequent nur für Elektrofahrzeuge konzipiert, als sogenannte „Purpose BEV“-Architektur.

 

Sie ist die Basis aller künftigen mittelgroßen (eVito und elektrische V-Klasse) und großen Vans (eSprinter) sowohl für gewerblich genutzte Premium-Allrounder als auch für privat genutzte Vans im Luxussegment. Unabhängig davon, wie die VAN.EA Fahrzeuge eingesetzt werden: Im Fokus stehen der Mehrwert für die Kunden und deren individuellen Anforderungen.

Die Mercedes VAN.EA Plattform im Video anschaulich erläutert:

Die Strategie, mit nur einer Architektur Elektro-Vans in unterschiedlichen Segmenten und für unterschiedliche Anwendungsfälle zu realisieren, ermöglicht eine enorme Komplexitätsreduzierung und signifikante Skaleneffekte. Mit VAN.EA ist geplant, die Portfoliovarianten um mehr als die Hälfte im Vergleich zu den aktuellen Modellen mit Verbrennungsmotor zu reduzieren, ohne dabei die Einsatzmöglichkeiten der Kunden einzuschränken.

 

„Ab 2026 starten wir mit der Markteinführung unserer neuen Elektro-Architektur VAN.EA. Unsere mittelgroßen und großen Vans werden auf dieser einheitlichen Architektur zusammengeführt. Hierdurch erzielen wir eine deutliche Komplexitätsreduzierung und signifikante Skaleneffekte.

Mit VAN.EA unterstreichen wir unseren Anspruch, führend bei der Elektromobilität zu sein: wir schneiden unser Portfolio noch besser auf die Anforderungen unserer Kunden zu und stellen somit nachhaltig die Profitabilität sicher.“

Mathias Geisen, Leiter Mercedes-Benz Vans

VAN.EA: modulare und skalierbare Elektro-Architektur

Mercedes VAN.EA Aufbau
Die elektrische V-Klasse kommt 2026 erstmals in die USA

Besonderen Fokus legt Mercedes-Benz Vans bei VAN.EA auf Effizienz und Leistung. Alle Bereiche des Fahrzeugs werden konsequent daraufhin optimiert, unter anderem die Aerodynamik, der elektrische Antriebsstrang, die Reifen und die Karosserie. Ziel ist es, mit der für den Einsatzzweck des Kunden optimalen Batteriekapazität eine möglichst hohe Reichweite zu erzielen, denn von der Batteriegröße direkt abhängig sind Fahrzeuggewicht und Preis.

 

Eine modulare und skalierbare Architektur bedeutet auch hohe Skaleneffekte und maximale Synergien durch schlankere, einfachere und schnellere Prozesse. Ein maximal effizienter Mitteleinsatz in Entwicklung und Produktion stellt nachhaltige Profitabilität sicher.

Entscheidend dafür sind die drei Module bei VAN.EA:

Das Frontmodul besteht aus dem elektrischen Antrieb und der Vorderachse. Im Rahmen der optimierten Gleichteilestrategie ist es bei allen VAN.EA Varianten identisch. Die für den Kunden relevante Differenzierung findet in den beiden weiteren Modulen statt. Das Mittelmodul skaliert die Fahrzeuglänge. Hier ist auch das vereinheitlichte Batteriegehäuse untergebracht, in das Hochvoltbatterien mit unterschiedlichen Kapazitäten verbaut werden. Das Heckmodul gibt es in zwei Ausprägungen, mit elektrischem Motor für die Allradvarianten von VAN.EA und ohne bei den frontgetriebenen Varianten.

 

Diese Modulstrategie ermöglicht eine klare Differenzierung zwischen privat und gewerblich genutzten Vans und sorgt gleichzeitig für maximale Synergien.

VAN.EA-P: privat positionierte Vans im Luxussegment

VAN.EA-P steht für die privaten mittelgroßen Vans (elektrische V-Klasse) mit einem neuen Luxusniveau. Ob für Lifestyle-orientierte Kunden mit hohen Ansprüchen oder als VIP-Shuttle, ob als lokal CO2-emissionsfreies mobiles Büro oder für freizeitaktive Familien: VAN.EA-P ist dank Mercedes‑Benz Operating System (MB.OS) „always on“ und meistert alle Herausforderungen des Alltags. Mit einer geplanten Reichweite von deutlich über 500 Kilometern sind auf VAN.EA-P basierende Fahrzeuge auch für längere Strecken außerhalb der Stadt bestens gerüstet. Zum Marktstart wird automatisiertes Fahren nach SAE Level 2 angeboten, die Umsetzung von SAE Level 3 ist bis Ende der Dekade geplant.

 

VAN.EA-C: gewerblich positionierte Vans im Premiumsegment

VAN.EA-C steht für die mittelgroßen und großen Transporter (eVito und eSprinter) im gewerblichen Bereich. Sie sind die ideale Basis für Kunden, die Wert auf Funktionalität, Reichweite, Zuladung und Ladevolumen legen. Durch ihren modularen und skalierbaren Aufbau ist die Architektur prädestiniert für unterschiedliche Aus- und Aufbauten. Denkbar ist grundsätzlich alles, vom Kurier-, Express- und Paketdienst bis zum Krankenwagen, vom Frischedienst, Kommunalfahrzeug oder Pritschenwagen bis zum Hubsteiger oder elektrischem Camper-Van.

Für gewerbliche Kunden mit besonderen Anforderungen im Bereich Konnektivität und Telematik bietet VAN.EA-C basierend auf MB.OS die Möglichkeit der Integration von Drittanbieter-Apps. Zur Markteinführung wird automatisiertes Fahren nach SAE Level 2 verfügbar sein, die Umsetzung von SAE Level 4 ist bis Ende der Dekade geplant, um fahrerlosen Transport zu ermöglichen.

Mercedes VAN.EA elektrische Wohnmobile
Ab 2026 kommen die elektrischen Reisemobile auf eVito und dem eSprinter mit Reichweiten von über 500 km.

„Weil wir VAN.EA von Anfang an konsequent als reine Elektro-Architektur konzipiert haben, kommen die Vorteile der neuen Technologie noch stärker zum Tragen. Unser Ziel ist, den Anteil der elektrischen Vans am Gesamtabsatz bis 2030 auf über 50 Prozent zu steigern. Das führt zu einer deutlichen Senkung der CO2-Emissionen unserer Van-Neuwagenflotte über den kompletten Lebenszyklus hinweg.“

Andreas Zygan, Leiter Mercedes-Benz Vans Entwicklung

 

VAN.EA: Neue Märkte, neue Kunden

 

Mercedes-Benz Vans strebt zusätzliches, nachhaltiges Wachstum in seinen wichtigsten Absatzregionen an. Mit 60% des weltweiten Absatzes ist Europa bereits der stärkste Markt, hier möchte Mercedes‑Benz Vans seine Position weiter stärken. Für die Zukunft sieht Mercedes-Benz Vans deutliches Wachstumspotential in den USA für große Transporter im Premiumsegment sowie in China für private genutzte Vans im Luxussegment.

 

Bis 2030 möchte Mercedes-Benz Vans seinen Absatz in den USA signifikant und profitabel steigern, ein Stellhebel dafür ist die Erweiterung des Portfolios um gewerblich genutzte Transporter auf VAN.EA Basis.

 

Für die hohen Ansprüche der amerikanischen und chinesischen Kunden wird Mercedes‑Benz Vans in beiden Märkten auf VAN.EA basierte Vans mit einer vollkommen neuen Luxus-Positionierung anbieten. Damit bringt Mercedes-Benz auch zum ersten Mal in der Historie einen mittelgroßen Luxus-Van in die USA.

 

Basierend auf VAN.EA wird auch das Reisemobil-Portfolio erweitert – mit neuen Modellen mittelgroßer und großer vollelektrischer Camper ab Werk. Zusammen mit seinen internationalen Reisemobil-Partnern plant Mercedes-Benz Vans, den neuen Industriestandard für Elektro-Camper zu entwickeln.

 

Die Branche der Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP) mit einem jährlichen Wachstum von 6‑8% ist ein starker Treiber der Elektromobilität sowohl in Innenstädten als auch bei Fahrten zwischen Ballungszentren. Mercedes-Benz Vans will sich hier auf das Premiumsegment fokussieren mit einer speziellen VAN.EA Variante, die erstmals ab Werk angeboten wird.

VAN.EA: Globales Produktionsnetzwerk

 

Im Rahmen der Einführung von VAN.EA reorganisiert Mercedes-Benz Vans sein globales Produktionsnetzwerk neu, erstmals wird es einen Standort ausschließlich für die Produktion großer vollelektrischer Transporter geben. Das Werk im polnischen Jawor soll dabei neue Maßstäbe für die Fertigung von Elektro-Transportern setzen, sowohl mit Blick auf Produktivität und schlanke Prozessen als auch bei der Nachhaltigkeit. Der Standort wird, wie alle Mercedes-Benz Werke, bilanziell CO2-neutral sein. Darüber hinaus ist geplant, erstmalig den gesamten Energiebedarf des Werkes komplett mit erneuerbarer Energie zu decken. Verschiedene regenerative Energiequellen sollen dabei zum Einsatz kommen, darunter Strom aus Photovoltaik-und Windkraft-Anlagen oder Wärme aus Wärmepumpen, Geothermie- und Solarthermie-Anlagen. Kurzfristige Verbrauchsspitzen lassen sich bei Bedarf durch eine geringe Nutzung von Biogas ausgleichen.

 

In Düsseldorf werden neben dem Sprinter und dem eSprinter künftig die auf VAN.EA basierenden Chassis-Varianten des großen Premiumtransporters gebaut. Im anderen deutschen Werk Ludwigsfelde werden weiterhin Sprinter und eSprinter produziert, der Standort wird zusätzlich zum Kompetenzcenter für eVan Individualisierungen wie beispielsweise Elektro-Camper ausgebaut. Die mittelgroßen VAN.EA Fahrzeuge werden im spanischen Mercedes-Benz Werk Vitoria vom Band laufen. Weitere Standorte werden folgen.

 

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