09.10.2017 Interview zur Elektromobilität mit Ola Källenius


Herr Källenius (Daimler Vorstand für Forschung & Entwicklung), mit den elektrisch angetriebenen Studien Mercedes-Benz EQA und smart vision EQ fortwo setzt Mercedes-Benz Cars klare Zeichen der reinen Elektromobilität. Ist das der neue Königsweg?
Källenius: Ein essenzieller Teil des Weges, aber nicht der einzige. Vergessen wir bitte nicht unsere Plug-in-Hybride: Sowohl der neue S 560 e, der GLC F-CELL mit Brennstoffzellenantrieb und die Performance-Hybrid-Studie Mercedes-AMG Project ONE nutzen Strom aus der Steckdose, aber eben nicht ausschließlich. Wir nennen das EQ Power. Wir bauen auch künftig unser Plug-in-Hybridportfolio weiter konsequent aus. Das ist aber nicht alles: Mit der Einführung des 48-Volt-Bordnetzes in Kombination mit Startergeneratoren führen wir elektrische Antriebskomponenten jetzt auf breiter Front ein und steigern damit die Effizienz unserer Verbrennungsmotoren immer weiter.

Es bleibt also dabei, dass die Antriebsstrategie auf mehreren Säulen steht?
Källenius: Ja, auf dem Weg zum lokal emissionsfreien Fahren verfolgen wir weiterhin eine dreispurige Antriebsstrategie: Wir setzen auf hocheffiziente High-Tech-Verbrennungsmotoren, auf konsequente Hybridisierung und auf Elektroantriebe mit Batterie oder Brennstoffzelle. Wir stellen uns mit Blick auf unser umfangreiches Fahrzeugportfolio und die Mobilitätsanforderungen unserer Kunden ganz bewusst breit auf.

Die Zeit der Verbrenner ist also nicht vorbei?
Källenius: Ich bin ganz sicher, dass es bei den Verbrennern noch lange weiter geht. Wir sehen im Jahr 2025 einen Absatzanteil von bis zu 25 Prozent bei rein batterieelektrischen Autos. Das heißt automatisch, dass mindestens 75 Prozent weiterhin einen Verbrennungsmotor an Bord haben werden, der dann natürlich zunehmend elektrifiziert ist.

Von der Elektrifizierung profitieren also auch die Verbrenner?
Källenius: Genau, das beste Beispiel ist unsere neue S-Klasse. Dort haben wir gerade erst einen riemenlosen Reihensechszylinder mit integriertem Startergenerator eingeführt. Damit haben wir einen gewaltigen Sprung in Sachen Fahrbarkeit, Performance und Verbrauch gemacht. Übrigens sind wir der einzige Autohersteller, der einen solchen integrierten Startergenerator mit 48-Volt-Technik in Kombination mit einem riemenlosen Motor heute in Serie anbietet. Schrittweise führen wir die 48-Volt-Technologie im gesamten Portfolio ein - als nächstes noch in diesem Jahr im Vierzylinder mit unserer E-Klasse (E 350 Coupé).

Ist der Diesel dabei ein Auslaufmodell?
Källenius: Definitiv nein, wir brauchen den Diesel weiterhin und werden auch in Zukunft die Weiterentwicklung vorantreiben. Er bietet Vorteile bei den CO2-Emissionen und ist im Güterverkehr sowie in zahlreichen Märkten, allen voran in Europa, aus gutem Grund weiterhin relevant. Mit unserer neu entwickelten Premium-Dieselfamilie haben wir bewiesen, dass der Diesel sauber sein kann. Im OM 654 beispielsweise reduzieren wir die NOX-Werte im realen Fahrbetrieb um bis zu 80 Prozent.

smart plant bis 2020 die Umstellung seines Modellprogramms in Europa und den USA komplett auf Elektroantrieb. Wann folgen die entsprechenden batterieelektrischen Modelle von Mercedes-Benz?
Källenius: Hier stehen jetzt alle Ampeln auf grün. Mit unserer neuen Produkt- und Technologiemarke EQ starten wir nicht nur eine rein elektrische Modelloffensive, sondern etablieren auch schrittweise ein elektromobiles Ökosystem, das unter anderem die nötige Ladeinfrastruktur umfasst. Allein in den Ausbau unseres EQ-Fahrzeugportfolios investieren wir mehr als zehn Milliarden Euro.

Und wann geht es konkret mit dem ersten EQ-Modell los?
Källenius: 2018 feiert unser erstes EQ SUV Weltpremiere, den wir EQC nennen werden. Er kommt im ersten Halbjahr 2019 zu den Kunden.

Der EQC bildet aber nur den Auftakt der Elektrooffensive, oder?
Källenius: Ja, bis 2022 werden wir insgesamt mehr als zehn rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge auf den Markt bringen. Darüber hinaus werden wir das gesamte Mercedes-Benz Portfolio elektrifizieren und unseren Kunden so in jeder Mercedes-Benz Baureihe mindestens eine elektrifizierte Alternative anbieten - vom Kompaktwagen bis zum großen SUV. Insgesamt über 50 elektrische Fahrzeugvarianten. Wir bieten dem Kunden die Wahl - je nach individueller Präferenz und Nutzungsverhalten.

Wie passt zu dieser Strategie die Brennstoffzelle?
Källenius: Die Brennstoffzelle ist und bleibt eine wichtige Technologie auf unserem Weg zu null Emissionen. Der GLC F-CELL ist dabei fester Teil unserer Elektrooffensive. Mit der Weltpremiere der Vorserienfahrzeuge haben wir gerade erst einen wichtigen Schritt gemacht. Die Markteinführung ist für nächstes Jahr geplant. Die hohe Reichweite dank der Kombination von Brennstoffzelle und Batterie, kurze Betankungszeiten und die Alltagstauglichkeit eines SUVs werden ihn zum perfekten Begleiter machen. Ein echter Mercedes - rein elektrisch!

Auf welcher Plattform werden die EQ-Fahrzeuge basieren?
Källenius: Unser modularer Systembaukasten ist die Basis für unsere Elektrifizierungsstrategie. So schaffen wir für unsere EQ-Fahrzeugfamilie eine modellübergreifende Elektrofahrzeug-Architektur, die in jeder Hinsicht skalierbar und flexibel einsetzbar ist. Übrigens gilt das nicht nur für die Pkw-Modelle: Bei der Elektrifizierung von Sprinter und Vito greifen die Kollegen von Mercedes-Benz Vans auf das modulare Baukastensystem von Mercedes-Benz Cars zurück.

Was tut sich bei den Batterien?
Källenius: Hier stehen die Zeichen auf Wachstum. Insgesamt investiert Daimler mehr als eine Milliarde Euro in den Aufbau eines globalen Batterie-Produktionsverbundes. Dazu gehört mit einer Investition von rund 500 Millionen Euro der Bau einer zweiten Fabrik für Batterien bei unserer Tochter Accumotive in Kamenz (Sachsen). Hinzu kommen weitere Standorte in Stuttgart-Untertürkheim, Peking und Alabama. Insgesamt streben wir eine Produktionskapazität von einer Million Batterien im Jahr an.

Und technologisch?
Källenius: Zunächst einmal wird es bei der Lithium-Ionen-Technologie bleiben. Da wird es in den nächsten Jahren weitere evolutionäre Performance-Steigerungen geben, aber keine Revolution. Wenn man aber 10, 20 oder gar 30 Prozent Steigerung der Leistungsfähigkeit schaffen könnte, wäre das schon erheblich. Mit Einführung der Post-Lithium-Ionen-Technologie, beispielsweise Lithium-Schwefel- oder Festkörper-Akkus sind noch einmal größere Sprünge möglich, aber aus heutiger Sicht nicht innerhalb der nächsten fünf Jahre.

Wie sieht es mit Lademöglichkeiten aus, ohne entsprechende Infrastruktur wird die Elektromobilität den Durchbruch kaum schaffen?
Källenius: Keine Frage, intelligent-vernetzte Ladelösungen denken wir von Anfang an mit. Denn die Kundenakzeptanz ist eng mit der Verfügbarkeit einer entsprechenden Infrastruktur verknüpft. Wir wollen dem Kunden ein ganzheitliches Premiumangebot im Bereich der E-Mobilität machen. Ob Laden zu Hause, unterwegs, bei der Arbeit oder ultraschnell: Wir schauen uns alle Szenarien ganz genau an und stellen uns mit ausgewählten Partnerschaften und Kooperationen breit auf. So arbeiten wir gemeinsam mit anderen OEMs zum Beispiel in einem Joint Venture an der Errichtung des leistungsstärksten Ladenetzes an wichtigen europäischen Verkehrsachsen.

06.09.2017 33. H2 Tankstelle eröffnet


Deutsches Wasserstoff(H2)-Tankstellennetz wächst auf 33 Standorte

Daimler, Linde und TOTAL bekräftigen ihr Engagement für den sauberen Kraftstoff

H2-Produktion vor Ort durch innovative Elektrolysetechnik und Sonnenenergie

Wichtiger Schritt auf dem Weg zur CO2-neutralen Elektromobilität

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bewilligte für die Station eine Förderung von rund 970.000 €

&xnbsp; Mit einer neuen Wasserstofftankstelle in Karlsruhe nimmt die Infrastruktur für eine umweltfreundliche Elektromobilität mit Wasserstoff(H2)- und Brennstoffzellentechnologie weiter Fahrt auf. Die TOTAL Tankstelle an der Karlsruher Südtangente wurde am Mittwoch in Betrieb genommen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bewilligte für die Wasserstoffanlage eine Förderung von rund 970.000 Euro im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP). Diese H2-Tankstelle – die elfte im Netz von TOTAL und die insgesamt zehnte in Baden-Württemberg – zeichnet sich durch ein innovatives Energiekonzept aus: Per Elektrolyse wird vor Ort aus dem Strom einer Solaranlage Wasserstoff gewonnen. Ein Beispiel dafür, wie erneuerbare Energie im Verkehr zum Einsatz kommen kann.&xnbsp;

Brennstoffzellen-Fahrzeuge, die aus Wasserstoff Strom für den Antrieb ihres Elektromotors erzeugen, sind eine wichtige Komponente für die Elektromobilität der Zukunft. Ihre Vorteile sind hohe Reichweiten von mehr als 400 Kilometern und Betankungszeiten von weniger als fünf Minuten. Der Betrieb eines wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellenfahrzeugs verursacht weder lokale Schadstoffe noch Kohlendioxid (CO2)-Emissionen. Die meisten führenden Automobilhersteller arbeiten daher an dieser Technologie. So präsentiert Daimler in Kürze die neueste Brennstoffzellenfahrzeuggeneration auf Basis des Mercedes-Benz GLC.&xnbsp; Im Rahmen der Clean Energy Partnership (CEP) wurde gemeinsam zwischen öffentlicher Hand und Unternehmen der Grundstock für den Aufbau eines Tankstellennetzes in Deutschland gelegt. In Karlsruhe ist Daimler der Investor der Anlage, während die Betankungstechnik von Linde stammt. Betreiber wird das neue Gemeinschaftsunternehmen H2 MOBILITY sein, in dem sich die Industriepartner Daimler, Air Liquide, Linde, Shell, OMV und TOTAL zusammengeschlossen haben, um bis zum Jahr 2023 das bundesweite Wasserstoffnetz auf bis zu 400 Stationen auszubauen.

&xnbsp; Norbert Barthle, Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Wir unterstützen den Hochlauf der alternativen Antriebe technologieoffen. Wir wollen die Entwicklung an der Spitze gestalten. Dabei ist die Brennstoffzelle eine Schlüsseltechnologie bei der Antriebswende zur Elektromobilität. Weniger Emissionen, schnelles Tanken und eine hohe Reichweite, das ist die Zukunft der Elektromobilität. Jede neue Wasserstofftankstelle bringt uns einen Schritt weiter beim Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur. Damit bringen wir mehr saubere Fahrzeuge auf die Straße und sorgen für mehr Mobilität bei weniger Emissionen.“&xnbsp;

TOTAL engagiert sich bereits seit 15 Jahren in der Entwicklung der Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland. „Gerade kurz vor der Internationalen Automobilausstellung ist es uns wichtig, mit dieser Tankstelle ein Signal für die Wasserstoffmobilität zu setzen. Brennstoffzellenfahrzeuge fahren umweltfreundlich elektrisch mit großen Reichweiten und kurzen Betankungszeiten“, betonte der Geschäftsführer der TOTAL Deutschland GmbH, Bruno Daude-Lagrave. „ Mit der Produktion von Wasserstoff aus dem Strom einer Solaranlage hier vor Ort zeigen wir, wie klimaneutrale Mobilität von morgen funktionieren kann.“

Weitere Wasserstoffprojekte bei TOTAL sind in Köln, Ingolstadt, Hamburg, Leipzig, Potsdam, Neuruppin und Hasbergen in Bau bzw. Planung.&xnbsp;
Prof. Dr. Christian Mohrdieck, Leiter Brennstoffzelle bei der Daimler AG, erklärte bei der Eröffnungsfeier: „Der Countdown läuft. In wenigen Tagen präsentieren wir unsere nächste Generation Brennstoffzellenfahrzeuge auf Basis des Mercedes-Benz GLC. Batterie- und Brennstoffzellentechnik&xnbsp;in einem voll elektrischen Plug-in-Hybriden kombiniert – das ist weltweit bisher einmalig. Die Serienversion soll Mitte 2018 in den Verkauf gehen. Daimler plant ca. 1.000 Fahrzeuge pro Jahr zu verkaufen. Der zügige Ausbau des H2-Tankstellennetzes steht damit für uns ganz besonders im Fokus. Nicht zuletzt dank des konkreten Aufbauplans unseres H2 MOBILITY Joint Ventures wird die Anzahl von H2-Tankstellen in Deutschland rasch ansteigen und damit die Alltagstauglichkeit der Wasserstoffmobilität immer weiter steigen.“

&xnbsp; H2 MOBILITY plant für die kommenden Monate die Inbetriebnahme weiterer Wasserstofftankstellen und hat kürzlich zu Vorschlägen für weitere Tankstellenstandorte aufgerufen: Gleich mehrere Stationen sollen in den Regionen mit dem größten potentiellen Wasserstoffabsatz durch Brennstoffzellen-PKW (700 bar) gebaut werden. Dazu erklärte Nikolas Iwan, Geschäftsführer der H2 MOBILITY GmbH & Co.KG: „Die H2 MOBILITY hat den Auftrag, eine deutschlandweite Wasserstoffinfrastruktur zu errichten und zu betreiben. Das ist einzigartig: Weltweit gibt es keine vergleichbare unternehmerische Initiative, die das Henne-Ei-Problem so nachhaltig löst. Bis Ende 2018 sollen 100 Wasserstoffstationen eine Basisversorgung sicherstellen. Ist dann die Einführung von Wasserstoff als Kraftstoff erfolgreich und nimmt die Zahl der Brennstoffzellen-Pkw zu, erweitern wir das Netz bis 2023 auf bis zu 400 Wasserstoff-Stationen.“

&xnbsp; Markus Bachmeier, Leiter Hydrogen Solutions bei Linde sagte: „ Dies ist eine spannende Zeit für die Wasserstoffmobilität, denn derzeit machen sowohl die Infrastruktur als auch das Fahrzeugangebot sprunghafte Fortschritte. Linde wird die saubere H2-Technologie auch weiterhin in ihrer ganzen Bandbreite – von der Erzeugung bis zur Anwendung – vorantreiben.“

&xnbsp;&xnbsp;&xnbsp; „Grüner Wasserstoff“ durch Elektrolyse mit Solarstrom&xnbsp;
&xnbsp; An der Wasserstofftankstelle wird erstmalig eine Dampf-Elektrolyseanlage im flexiblen Betrieb zur Herstellung von Wasserstoff eingesetzt, die vom BWPLUS Programm des Landes Baden-Württemberg gefördert und vom Europäischen Institut für Energieforschung (EIFER) betreut wird. Dampf-Elektrolyseure sind sehr gut geeignet, um elektrische Energie in chemische Energie zu wandeln. Aufgrund ihrer hohen Betriebstemperatur von bis zu 850°C sowie der Möglichkeit, die benötigte Energie in Form von Wärme zuzuführen, können deutlich höhere elektrische Wirkungsgrade als mit Niedertemperatur-Elektrolyseuren erreicht werden. „Dieses Projekt ermöglicht EIFER, die Technologie der Dampf-Elektrolyse, die bereits seit mehreren Jahren auf Zell- und Stackebene in unseren Laboren getestet und bewertet wurde, auf Systemebene im Rahmen einer industriellen Anwendung zu untersuchen,“ erläutert Dr. Annabelle Brisse, Leiterin des EIFER-Projekts "Elektrolytischer Wasserstoff".

Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung der Wasserstofftankstelle wird die Lastfolgenbetriebsfähigkeit des Elektrolyseurs von über 5000 Stunden erprobt. Mit Hilfe eines Monitoringsystems werden sämtliche Systemparameter der Anlage gesammelt und anschließend von EIFER ausgewertet und analysiert. Als Lieferant der Elektrolyseanlage arbeitet das Dresdner Unternehmen Sunfire daran, erneuerbare Energien auf effiziente Weise in den Mobilitätssektor zu bringen. „Das kann direkt als Wasserstoff an der Tankstelle oder durch die Zuführung von grünem Wasserstoff, Synthesegas oder synthetischem Rohölersatz (e-Crude) in Raffinerien zur Herstellung klassischer Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren auf Basis von Wasser, Ökostrom und CO2 passieren“, so Nils Aldag, Chief Commercial Officer von Sunfire. „Die Wasserstofftankstelle in Karlsruhe ist ein herausragender Beleg dafür, dass die Elektrolyse-Technologie von Sunfire vielfältig einsetzbar ist.“

25.07.2017 Autonomes Parken im Mercedes-Museums Parkhaus


Selber parken war gestern. Gemeinsam haben Bosch und Daimler im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart das fahrerlose Parken (Automated Valet Parking) realisiert. Per Smartphone-Befehl fahren Autos nun fahrerlos in den zugewiesenen Stellplatz, ohne dass der Fahrer das Manöver noch überwachen muss. Das automatisierte Valet Parken ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum autonomen Fahren. Die Pilotlösung im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums gilt weltweit als die erste infrastrukturgestützte Lösung für einen automatisierten Vorfahr- und Einpark-Service im realen Mischbetrieb. Gäste im Museums-Parkhaus können den komfortablen Service ab Anfang 2018 live erleben und sich die Zeit fürs Parken sparen.

„Wir nähern uns dem autonomen Fahren schneller, als viele vermuten. Das fahrerlose Parken im Mercedes-Benz Museum zeigt eindrücklich, wie weit die Technologie bereits ist“, sagte Dr. Michael Hafner, Leiter Automatisiertes Fahren und Aktive Sicherheit in der Mercedes-Benz Cars Entwicklung. „Durch den Einsatz intelligenter Parkhausinfrastruktur und ihrer Vernetzung mit Fahrzeugen ist es uns gelungen, das fahrerlose Parken deutlich früher als geplant zu realisieren“, sagte Gerhard Steiger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control.&xnbsp;

Wie von Geisterhand: Automatisiert zum Parkplatz und zurück
Mit dem Smartphone kann sich jedermann via App ein Auto reservieren. Zum Antritt der Fahrt kommt das Fahrzeug selbständig in die „Pick-up Area“ vorgefahren. Die Rückgabe erfolgt genauso bequem, indem der Kunde das Fahrzeug in der „Drop-off Area“ des Parkhauses abstellt und es per Smartphone-App wieder zurückgibt. Vom intelligenten System des Parkhauses erfasst, wird das Auto gestartet und zu einem zugewiesenen Parkplatz geführt. (vorerst nur mit den Testflotte in der Pilotphase, obwohl viele Mercedes-Benz Pkw bereits die Sensorik an Bord haben)

Möglich wird das fahrerlose Parken mithilfe einer intelligenten Parkhaus-Infrastruktur von Bosch im Zusammenspiel mit der Fahrzeugtechnik von Mercedes-Benz. Dabei überwachen die installierten Sensoren im Parkhaus den Fahrkorridor und dessen Umfeld und steuern das Fahrzeug. Die Technik im Auto setzt die Befehle von der Parkhaus-Infrastruktur sicher in Fahrmanöver um und stoppt das Fahrzeug gegebenenfalls rechtzeitig. Die Sensoren für die Parkhausinfrastruktur sowie die Kommunikationstechnik kommen von Bosch. Daimler stellt das private Museums-Parkhaus und Pilotfahrzeuge, definiert zusammen mit Bosch die Schnittstelle zwischen Infrastruktur und Fahrzeug und passt die Sensorik und Software in den Fahrzeugen entsprechend an.

Weltweit erste Betriebsgenehmigung für fahrerloses Parken
An die Premiere am 24. Juli 2017 schließt sich eine intensive Test- und Inbetriebnahmephase an. Das Projekt wurde von lokalen Behörden – Regierungspräsidium Stuttgart und Landesverkehrsministerium – sowie von Gutachtern des TÜV Rheinlands von Beginn an begleitet, mit dem Ziel, den sicheren Betrieb der Fahrzeug- und Parkhaustechnik zu bewerten. Bevor Anfang&xnbsp;2018 – als weltweit erste Anwendung – der fahrerlose Kundenbetrieb im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums startet, bedarf es noch der finalen Abnahme durch die Zulassungsbehörde. Damit sind dann die Randbedingungen gegeben, sodass das automatisierte Valet Parken ab Anfang 2018 im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums für jedermann nutzbar wird. Bosch und Mercedes-Benz sammeln auf diese Weise Erfahrungen über den Umgang der Nutzer mit dem automatisierten Valet Parken. Bestandsparkhäuser können mit der Infrastruktur-Technik nachgerüstet werden. Für den Parkhausbetreiber bedeutet das fahrerlose Parken eine effizientere Parkraumnutzung: Bis zu 20&xnbsp;Prozent mehr Fahrzeuge passen auf die gleiche Fläche.

Im autonomen Parkmodus wird die 3. Bremsleute und die Blinker in den Spiegel auf Dauerlicht in hellblau geschaltet um etwaige Passanten zu informieren, dass das Fahrzeug im autonomen Modus unterwegs ist.

29.06.2017 Mehr Co2-Klimaanlagen bei Mercedes


Daimler hatte sich lange gegen das leicht brennbare R1234yf gewehrt. Das alte R134a Kältemittel ist klimaschädlich und wurde von der EU verboten. Das neue R1234yf ist klimafreunlicher aber teilweise gefährlich. Die neue CO2-Klimaanlage soll einen kleinen dreistelligen Millionenbetrag in der Entwicklung gekostet haben und wird langsam ausgerollt. Seit Oktober 2016 wird der S 400 Coupé mit C02-Klimaanlage gebaut.
Jetzt werden der S 350d, S 400d sowie der S 560 mit der Co2-Klimaanlage ausgeliefert.

Bei der E-Klasse wird der 200d und 220d (OM654) in Verbindung mit der Klimatronic (3-Zonen-Klimaanlage Code 581) ab sofort ausgeliefert. Weitere Motorvarianten werden im Dezember zum ÄJ2017-2 folgen.

19.06.2017 Grundsteinlegung im MB-Motorenwerk in Polen


Mercedes-Benz hat mit der offiziellen Grundsteinlegung im polnischen Jawor den Bau eines neuen Motorenwerks begonnen, das durch modernste Fertigungsmethoden und innovative Industrie 4.0 Technologien den Maßstab in der weltweiten Powertrain-Produktion setzen wird. „Das neue Motorenwerk in Polen ist ein wichtiger Teil der Wachstumsstrategie von Mercedes-Benz Cars. Mit dem neuen Standort in Jawor stellen wir die effiziente Belieferung unserer Fahrzeugwerke mit hocheffizienten Motoren sicher“, so Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain. „Wir richten unser globales Produktionsnetzwerk auf die Zukunft aus und zeigen, dass wir beides können, Sprint und Marathon: Aufgrund der weltweit hohen Nachfrage produzieren wir in den nächsten Jahren konventionelle Motoren für Hybridfahrzeuge und Verbrenner in steigender Stückzahl und in bewährter Mercedes-Benz Top Qualität, gleichzeitig machen wir unser Produktionsnetzwerk langfristig fit für die Elektromobilität.“

Der neue Standort in Jawor, der auf einer Fläche von rund 50 Hektar entsteht, ist das erste Werk von Mercedes-Benz in Polen. Daimler investiert in den neuen Produktionsstandort von Vierzylindermotoren für Mercedes-Benz Pkw rund 500 Millionen Euro; dadurch werden rund 500 Arbeitsplätze entstehen. „Alle unsere Standorte sind eng verzahnt und profitieren vom gegenseitigen Knowhow-Transfer. So stellen wir die bewährte Mercedes-Benz Qualität sicher.“ Die Qualifizierung der polnischen Mitarbeiter soll im Lead-Werk Untertürkheim sowie im thüringischen Kölleda stattfinden. Außerdem soll es Vor-Ort-Einsätze von Mitarbeitern aus Deutschland geben, die als Multiplikatoren ihr Knowhow an die polnischen Kollegen weitergeben. Zum Qualifizierungskonzept des neuen Motorenwerks soll außerdem eine enge Zusammenarbeit mit lokalen polnischen Berufsschulen gehören.

Der Standort Jawor soll außerdem Maßstäbe im Bereich der ressourcenschonenden Produktion setzen: gemeinsam mit Energieversorgern und lokalen Behörden werden Lösungen für eine CO2-neutrale Motorenproduktion, beispielsweise durch Nutzung von Windkraft, Solarstrom oder Biogas- Anwendungen, erarbeitet.

Im Jahr 2019 soll die Motorenproduktion am neuen Standort in Betrieb gehen.

29.05.2017 CO2-Klimaanalage bei Mercedes bereits im Einsatz

Ende 2016 wurde das S-Klasse Coupé C217 als erster Mercedes mit einer CO2-Klimaanlage ausgerüstet (manche sprechen auch nur vom S 400 Coupé). 2017 folgen einige E-Klasse Modelle sowie einige S-Klasse Facelift Modelle. Welche genau ist aktuell nicht bekannt. Daimler hatte sich lange gegen das leicht brennbare R1234yf gewehrt. Das alte R134a Kältemittel ist klimaschädlich und wurde von der EU verboten. Das neue R1234yf ist klimafreunlicher aber teilweise gefährlich. Die neue CO2-Klimaanlage soll einen kleinen dreistelligen Millionenbetrag in der Entwicklung gekostet haben und wird langsam ausgerollt. Es ist perfekt in Bezug auf die Umweltfreundlichkeit und die Sicherheit. Weil die neue Klimatechnologie in vielen Punkten leistungsfähiger ist als herkömmliche Systeme, kann sie den Fahrgastraum zudem schneller herunterkühlen und spart so Energie. Das Verbrauchermagazin „Guter Rat“ hat die CO2-Klimaanlage von Mercedes-Benz deshalb zur „Innovation der Vernunft“ gekürt.

18.05.2017 Diesel-Plug-In-Hybrid von Mercedes

Mercedes wird vermutlich schon auf der IAA 2017 den Diesel-Plug-In-Hybrid vorstellen. Er wird mit der neuen Batterie-Generation (wie S-Klasse Facelift) sowie dem 220d mit OM654 ausgestattet. Daneben kommt das P2-Elektromotormodul zum Einsatz. In welcher Ausbaustufe ist aktuell nicht bekannt. In der S-Klasse kommen der 122 PS starke neue E-Motor zum Einsatz.
Zu erst wird der Diesel-Plug-In-Hybrid im E 300e angeboten. Er könnte dann aber auch in weitere Baureihen wie den GLC erscheinen.

Dieser Triebstrang ist insbesondere für Europa sehr interessant und das zeitnahe erscheinen vermutlich Anfang 2018 ist auch vor dem Hintergrund der aktuellen Elektromobilitätsförderung sinnvoll.

Die größeren Batterien sind ebenfalls notwendig, da man ab 2018 für die Zulassung mittels E-Kennzeichen eine elektrische Reichweite von über 40 km erforderlich ist.

Der Diesel-Plug-In-Hybrid wird ebenfalls Mitte Oktober auf dem Aachener Motorenkolloquium vorgestellt.
Daneben wird auch noch der neue Hochleistungs-4-Zylinder Diesel (OM654) als 300d dort vorgestellt (vielleicht auch schon auf der IAA 2017 im September) sowie der neue kleine 1,4 Liter 4-Zylinder Benzinmotor M282 für die neue MFA2 Familie (zuerst im W177 neue A-Klasse in 2018). Dieser Motor basiert im Wesentlichen auf einem Renault-Triebwerk.

15.02.2017 Mercedes beginnt 2017 Kleinserie des eTrucks

Mercedes-Benz Trucks bringt den weltweit ersten vollelektrischen, schweren Verteiler-Lkw noch dieses Jahr in Kleinserie auf den Markt. Nach der Vorstellung des Urban eTruck mit 25 t zulässigem Gesamtgewicht und bis zu 200 km Reichweite auf der IAA 2016 gehen bereits dieses Jahr die ersten Fahrzeuge in Kundenhand.

Stefan Buchner, Leiter Mercedes-Benz Lkw weltweit, erläutert dazu: "Nach der Weltpremiere im September 2016 auf der IAA war die Kundenresonanz hervorragend. Wir sprechen derzeit mit rund 20 potenziellen Kunden aus der Entsorgungs-, Lebensmittel- und Logistikbranche. Mit der Kleinserie machen wir jetzt zügig den nächsten Schritt in Richtung Serienprodukt. Bis 2020 wollen wir mit der Seriengeneration am Markt sein."

Null Emissionen, flüsterleise und 12,8 t Zuladung: Der Urban eTruck bietet ein überzeugendes wirtschaftliches und umweltfreundliches Konzept. Das Fahr­zeug wird zunächst in einer niedrigen zweistelligen Stückzahl an Kunden in Deutschland - später aber auch in Europa - gehen. Dort wird es im realen Transporteinsatz unterwegs sein. Ziel ist es, anhand realer Einsatzszenarien und Anforderungsprofilen gemeinsam mit dem Kunden das Fahrzeugkonzept und die Systemauslegungen des Elektro-Lkw weiter zu optimieren. Getestet werden sollen beispielsweise der Einsatz im Schichtbetrieb, Ladezeiten sowie Batterie- und Reichweitenmanagement. Stefan Buchner weiter: "Wir haben bei technologischen Zukunftsthemen die Maßstäbe in der Branche gesetzt, etwa beim elektrischen und autonomen Fahren sowie bei Konnektivität. 2017 wird nun unser Umsetzungsjahr: Wir entwickeln die Fahrzeuge und Systeme Schritt für Schritt zur Marktreife." Um die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten abbilden zu können, werden 18- und 25-Tonner mit Kühlaufbau, als Trockenkoffer und als Pritschenfahrzeug aufgebaut. Die Fahrzeuge werden den Kunden, zusammen mit einem speziel­len Ladegerät, das die erhöhten Anforderungen eines Lkw berücksichtigt, für einen Zeitraum von zwölf Monaten zur Nutzung überlassen und durch den Mercedes-Benz Trucks Fahrversuch betreut. Während dieser Zeit werden Daten über die Nutzungsprofile und Einsatzbereiche gesammelt und die gewonnenen Erkenntnisse und Erwartungen abgeglichen.

Der Urban eTruck ist Teil einer umfassenden Elektro-Offensive von Daimler Trucks. Der leichte Elektro-Lkw Fuso eCanter wird 2017 in einer global angelegten Kleinserie zum Einsatz kommen. Rund 150 Fahrzeuge werden an ausgewählte Kunden in Europa, Japan und den USA übergeben. Damit deckt Daimler Trucks ein breites Einsatzportfolio an Elektro-Lkw weltweit ab.

Zunehmende Urbanisierung und bessere Wirtschaftlichkeit der Batterietechnik ebnen den Weg für vollelektrische Lkw Bessere Luftqualität, geringerer Lärmpegel und Einfahrrestriktionen sind inzwischen wichtige Schlagworte in den großen Metropolen weltweit. In Zukunft gilt es, für immer mehr Menschen Güter in urbanen Räumen zu transportieren - und dies möglichst emissionsfrei und leise. Daher werden künftig in vielen Ballungsräumen vollelektrische Lkw die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln oder anderen Gütern des täglichen Bedarfs sicherstellen. Die rasante technische Entwicklung unterstützt diesen Trend: Daimler Trucks erwartet, dass die Kosten für die Batterien eines vollelektrischen Lkw von 1997 bis 2025 um den Faktor 2,5 sinken werden - von 500 Euro/kWh auf 200 Euro/kWh. Gleichzeitig steigt die Energiedichte der verfügbaren Batterien in diesem Zeitraum um den gleichen Faktor von 80 Wh/kg auf 200 Wh/kg.

30.12.2016 Mercedes erhält Genehmigung für DAVOS

Pünktlich zu Weihnachten bekommt Mercedes-Benz ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art: Das Regierungspräsidium Stuttgart erteilte dem Autobauer die Genehmigung, autonome Fahrzeuge der nächsten Generation auf öffentlichen Straßen zu testen. Aktueller Entwicklungsschwerpunkt der neuen Testwagenflotte: Das autonome Auto, das bequem per App zu mir kommt – ohne Fahrer. Ziel der autonomen Testwagenflotte auf Basis von Mercedes-Benz V-Klassen ist es, die neueste Sensorgenerationen sowie das DAVOS-Betriebssystem (Daimler Autonomous Vehicle Operating System) intensiv im realen Verkehr zu erproben. Neu an Bord sind dabei neben Lidar-Sensoren auch Deep Learning-Technologien sowie bisher im Automobilbereich kaum verwendete Grafikprozessoren (GPUs). Die Erprobung des vollautomatisierten Fahrens wird auch künftig aus Sicherheitsgründen immer von zwei speziell geschulten Fahrern im Auto überwacht.

Bereits 2011 hatte Mercedes-Benz die Genehmigung für das Testen autonomer Fahrzeuge auf deutschen Straßen erhalten und damit erfolgreich die Bertha- Benz-Fahrt im August 2013 absolviert. Basierend auf diesen damals gesammelten Erfahrungen sowie aus zahllosen weiteren Erprobungsfahrten weltweit hat Mercedes-Benz das sogenannte Daimler Autonomous Vehicle Operating System (DAVOS) für autonom fahrende Fahrzeuge entwickelt.
Mit dieser neuen Testwagenflotte hat Mercedes-Benz einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum autonomen Fahren erfolgreich hinter sich gelassen.

20.12.2016 Mercedes Pkw sind besonders allergikerfreundlich

Von der A- bis zur S-Klasse tragen alle Baureihen von Mercedes-Benz das Siegel der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF). Das Siegel besagt, dass die Werte im Autoinnenraum die strengen Anforderungen der Stiftung erfüllen und dies durch Prüfverfahren nachgewiesen wurde. Ein neues, von Mercedes-Benz entwickeltes und zum Patent angemeldetes Prüfverfahren ergab, dass die Aktivkohle-Feinstaubfilter &xnbsp;im Fahrzeug sogar kleinste allergene Partikel zurückhalten. Bestätigt wurden die Ergebnisse von einer medizinischen Studie der ECARF Institute GmbH, die in einer innovativen, mobilen Pollenkammer auf dem Gelände der Berliner Charité durchgeführt wurde.

Allergien sind in industrialisierten Ländern mittlerweile die häufigste chronische Erkrankung. So sind in Europa rund 30 Prozent der Bevölkerung davon betroffen. Nicht nur der Pollenflug von Frühjahr bis Herbst, sondern auch Ausdünstungen von Materialien und Hautkontakte mit diesen können zu einer verstärkten Abwehrreaktion führen, mit Krankheitssymptomen wie Schwellungen der Nasenschleimhaut und der Bronchien oder geschwollenen, juckenden Augen. Autofahrer mit Allergien können in einem Mercedes-Benz Pkw aufatmen: Zahlreiche Bauteile im Innenraum der Fahrzeuge werden vor dem Serienstart auf Inhalationsallergene getestet. Ferner wird der Pollenfilter in neuem und gebrauchtem Zustand auf seine Funktion überprüft. Eine überdurchschnittliche Luftqualität im Innenraum ist Teil von „Fit & Healthy“, dem ganzheitlichen Konzept von Mercedes-Benz für mehr Wohlbefinden und Fitness. Vision von Mercedes-Benz ist ein Auto, das sich aktiv um das Wohlbefinden seiner Passagiere kümmert. „Was wir wollen, ist typisch Mercedes-B enz: Ein Automobil, das den Bedürfnissen unserer Kunden individuell gerecht wird“, erläutert Anke Kleinschmit, Leiterin der Daimler Konzernforschung. „Sicherheit und Wohlbefinden stehen in einer engen Wechselbeziehung zueinander: Wer sich gut fühlt, fährt sicherer; und wer sich sicher fühlt, fühlt sich besser.“

Zum Patent angemeldet: Laborprüfverfahren von Mercedes-Benz
„Seit vielen Jahren überprüfen wir in allen Baureihen den Abscheidegrad der Klimaanlagen-Filter“, erklärt Dr. Andreas Wiegers, Design for Environment, Innenraumemissionen bei Mercedes-Benz. „Wir legen diese Filter so aus, dass sie sowohl im Frischluft- wie im Umluft-Betrieb so gut wie keinen Feinstaub und keine Pollen in den Innenraum durchlassen. Die antiallergene Wirkung unserer Filter in Bezug auf Pollen ist längst wissenschaftlich belegt. Aber besonders kleine allergene Partikel waren bislang leider nicht messbar.“ Zu den kleinsten Partikeln zählen fragmentierte Birkenpollen, Katzenhaarallergene und Schimmelpilze. Sie sind bis zu 1 µm klein, also 50- bis 100-mal dünner als das Haar eines Menschen.

Die Fachleute von Mercedes-Benz haben darum ein aufwendiges Laborprüfverfahren entwickelt, das zum Patent angemeldet ist. Zum Einsatz kommt eine Filtrationsapparatur mit einer Vakuumsaugflasche. Kleine Prüfpartikel werden über ein Rohr in einen Kolben gesaugt. In diesem befindet sich ein Filtermedium – ein ca. 5 cm großes, kreisförmiges Stück aus dem Klimaanlagen-Filter. In einem Reagenzglas am Boden der Saugflasche sammelt sich die Auffanglösung. Wie effizient der Filter arbeitet, wird durch einen Vorher-Nachher-Vergleich ermittelt: Der Allergengehalt vor und hinter dem Filter wird bestimmt. Bei Tests mit Pilzsporen haben die Mercedes-Benz Forscher dazu eine Verdünnungsreihe gebildet und den Sporengehalt in einer Petri-Schale ausgezählt. Bei Katzenhaarepithelen und Feinstaub wurde der Allergengehalt im so genannten Durchschlupf mit dem ELISA-Test (Enzyme Linked Immunosorbent Assay) bestimmt. Je nach Allergengehalt findet eine unterschiedlich starke Farbreaktion einer Flüssigkeit statt.

Ergebnis der aufwendigen Labortests: Der Feinstaubfilter in den Fahrzeugen von Mercedes-Benz hält auch diese kleinsten allergenen Partikel zurück. „Die Abscheiderate liegt bei über 95 Prozent“, so Dr. Andreas Wiegers. „Damit erfüllen die Filter unsere Zielvorgabe bereits aus dem Stand.“ Der Aktivkohle-Feinstaubfilter (serienmäßig in der S-Klasse, in vielen Baureihen als Sonderausstattung verfügbar) bietet eine optimierte Filterung der Außen- und Innenluft, darüber hinaus werden durch die Aktivkohle Gerüche vom Innenraum ferngehalten. Auf Wunsch lässt sich der Fahrzeuginnenraum mit dem AIR-BALANCE Paket individuell beduften. Vier hochwertige Raumdüfte stehen je nach persönlicher Präferenz und Stimmung zur Wahl. Zudem kann die Luftqualität durch Ionisierung verbessert werden.

Mobile Pollenkammer: Medizinische Studien an jedem Ort
Eine medizinische Studie der ECARF Institute GmbH mit Asthmatikern als Probanden hat die antiallergene Wirkung der Filter bestätigt. Die Tests wurden mit einem Teilaufbau der Klimaanlage der aktuellen S-Klasse in der mobilen Pollenkammer auf dem Gelände der Charité in Berlin durchgeführt. Die mobile Pollenkammer gilt als ein Meilenstein in der Allergieforschung. Denn bei einer Feldstudie, in der die Patienten täglich zu Hause Tagebuch führen, können die Mediziner nicht sicher sein, ob die Probanden dem Allergen wirklich ausgesetzt waren. Große, fest gebaute Expositionskammern erlauben dagegen keine multizentrischen Studien mit verschiedenen Patiententypen und einem Querschnitt der Bevölkerung. In der modernen Expositionskammer können Tests mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Aeroallergenen und verschiedenen Patiententypen durchgeführt werden. „Die mobile Pollenkammer besteht aus zwei großen Normcontainern, die miteinander verbunden sind und sich einfach auf- und wieder abladen lassen“, erläutert Professor Dr. med. Dr. h. c. Torsten Zuberbier, Leiter der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) mit Sitz an der Charité in Berlin. „ Dadurch ist es möglich, eine medizinische Studie überall durchzuführen.“

In einem der beiden Container sitzen die Wissenschaftler zur Überwachung der Tests. Die zweite Einheit ist die eigentliche Kammer, in der sich Sitzplätze für die Probanden befinden. Über jedem Sitz ist ein Auslass, durch den die Pollen durch einen Luftkegel lasergezählt herausgelassen werden. Innerhalb der Kammer lässt sich für jeden Probanden individuell einstellen, ob der Luftstrom Pollen enthalten soll oder nicht. So ist auch eine Placeboprüfung möglich. Die Probanden notieren alle zehn Minuten auf einem standardisierten Symptombogen ihre etwaigen Beschwerden. Zudem werden in Intervallen die Lungen- und Nasenfunktion getestet sowie die Augenrötung kontrolliert.

Innenraumemissionen: Aufwendiger Test vieler Bauteile und aller Autos
Zahlreiche Experten in Entwicklung und Werkstofftechnik beschäftigen sich bei Mercedes-Benz mit der Qualität der Innenraumluft in neuen Modellen. Schon in der frühen Entwicklungsphase eines Fahrzeugs, bis zu sechs Jahre vor Produktionsstart, wird beim Werkstoff-Konzept auf eine Minimierung der Innenraumemissionen geachtet.
Dass Mercedes-Benz im Dezember 2015 im Mercedes-Benz Technology Center in Sindelfingen eine neue Prüfkammer für Innenraumemissionen eröffnet hat, unterstreicht den Stellenwert dieses Themas. In diesem knapp 300 Kubikmeter großen Raum durchläuft ein Fahrzeug innerhalb einer Woche genau definierte Temperaturprofile und wird dabei auf mehrere hundert Substanzen geprüft. In mehreren Zyklen werden über 100 Luftproben aus dem Fahrzeuginnenraum entnommen und in Speziallabors analysiert. Neben der Gesamtemission können auch die Emissionen einzelner organischer Verbindungen gemessen werden. Seit 1992 führt Mercedes-Benz derartige Analysen durch. Bei der Bauteilmessung werden zahlreiche Komponenten pro Ausstattungsvariante einer Baureihe getestet – Türverkleidungen und Sitze ebenso wie Dachhimmel oder Zierteile. Um einen realistischen Eindruck zu bekommen, werden dabei keine Musterteile, sondern serienwerkzeugfallende Teile, also mit dem später in der Serienproduktion eingesetzten Werkzeug produzierte Teile, verwendet. Das Prüfverfahren gibt dabei unter anderem die Norm VDA 276 vor – in einer 1 m3 großen Prüfkammer werden die Bauteile bei definierter Temperatur, Feuchte und Luftwechsel gelagert und vermessen. Mit Hilfe gezogener Luftproben werden dann gasförmige Luftinhaltsstoffe qualitativ und quantitativ bestimmt. Noch aufwendiger ist die Untersuchung des Gesamtfahrzeugs. Allein für die entsprechende Vorbereitung des Fahrzeugs, also die Bestückung mit dem Messequipment, benötigt das eingespielte Team eine dreiviertel Stunde, die Messungen selbst dauern eine volle Woche. Die Prüfkammer ist mit Edelstahl ausgekleidet, um Eigenemissionen zu vermeiden. Große Wärmestrahler simulieren die Sonne und heizen den Fahrzeuginnenraum auf. Denn unter Hitzeeinwirkung ist das Emissionsverhalten aus physikalischen Gründen stärker. Die Bestrahlungsstärke ermitteln dabei so genannte Pyranometer.

Im Fahrzeuginnenraum erfassen bis zu zehn Messfühler die Temperaturen in verschiedenen Bereichen wie beispielsweise der Oberseite des Armaturenbretts. Ein sich drehendes Paddel wirbelt die Innenraumluft durcheinander und sorgt für eine gleichmäßige Durchmischung. Die Gesamtemission im Fahrzeug wird mit Hilfe eines Messracks mit Flammenionisationsdetektor ermittelt. Das Rack ragt über die geöffnete und mit Alufolie luftdicht und emissionsneutral verkleidete Seitenscheibe des Fahrers in den Innenraum.

Wird beispielsweise nach Prüfmethode FAT AK 26 gemessen, können die Messungen beginnen, sobald 65 Grad Celsius auf Höhe der Nase des Fahrers erreicht sind. Luftproben werden aus dem Innenraum gezogen und der Luftstrom in Prüfröhrchen geleitet. Im Analyselabor wird anschließend die chemische Zusammensetzung der ausgedünsteten Substanzen ermittelt.

ECARF-Siegel: Umfangreicher Test auf Allergene
„Nach meiner Einschätzung ist Mercedes-Benz derzeit Vorreiter für die Allergenvermeidung bei Fahrzeugen“, so Professor Dr. med. Dr. h. c. Torsten&xnbsp;Zuberbier, Leiter der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF). Alle Baureihen von der A- bis zur S-Klasse erfüllen die Kriterien des ECARF-Siegels für allergikerfreundliche Autoinnenräume. Die Voraussetzungen dafür sind umfangreich: So wird die Luft mehrerer Ausstattungsvarianten eines Fahrzeugs auf Inhalationsallergene getestet. Ferner wird der Pollenfilter in neuem und gebrauchtem Zustand auf seine Funktion überprüft. Hinzu kommen Probandentests, die vorab von der Ethik-Kommission der Charité Berlin freigegeben werden. So fanden Fahrversuche mit an starkem Asthma leidenden Personen statt, bei denen Lungenfunktionstests Aufschluss über die Belastung des bronchialen Systems gaben.

Zusätzlich wurden alle Materialien mit potentiellem Hautkontakt dermatologisch überprüft. Bei so genannten Epikutan-Tests wurden dabei an Kontaktallergien erkrankte Versuchspersonen auf die Unverträglichkeit bekannter Kontaktallergene wie Chromnickel und Farbstoffe getestet. Dazu wurden Substanzen aus dem Innenraum als potenzielle Allergene mit Pflastern für 72 Stunden auf die Haut geklebt und die Reaktion darauf nach 48 und 72 Stunden ausgewertet.

02.12.2016 Neues HD-Licht bei Mercedes mit 2 Mega-Pixeln

Die Zukunft des Autolichts liegt für die Mercedes-Entwickler im blendfreien Fernlicht in HD-Qualität. Die revolutionäre Scheinwerfer­technologie glänzt mit höchster Performance und ermöglicht Kommunikation und wegweisende Fahrerassistenz. Im neuen Scheinwerfer in HD-Qualität arbeiten Chips mit über einer Million Mikrospiegeln, also über zwei Millionen insgesamt pro Fahrzeug. Die für die Lichtsteuerung notwendige intelligente Ansteuerungslogik wurde von Mercedes-Benz selbst entwickelt. Algorithmen erhalten über die Fahrzeugsensoren detaillierte Informationen über die Umgebung und berechnen daraus in Echtzeit den Helligkeitswert für jedes der über zwei Millionen Pixel. Mit dieser Dynamik und Präzision schafft dieses intelligente System nahezu unbegrenzte Möglichkeiten einer idealen, hochaufgelösten Lichtverteilung, die sich optimal an die Umgebungsbedingungen anpasst. „Entscheidend ist nicht die Technologie im Scheinwerfer, sondern die digitale Intelligenz dahinter“, betont Gunter Fischer, Leiter Karosserieentwicklung Exterieur und Fahrzeugbetriebssysteme bei der Daimler&xnbsp;AG. Die Innovation wurde von Mercedes-Benz gemeinsam mit zwei Partnerfirmen entwickelt und ist ein gutes Beispiel für die intern enge Zusammenarbeit zwischen der Daimler Forschung und der Pkw-Entwicklung auf dem Weg zur Serienreife.

Sensoren wie Kameras oder Radar erkennen andere Verkehrsteilnehmer, leistungsstarke Rechner werten die Daten sowie digitale Karten in Millisekunden aus und geben den Scheinwerfern die Kommandos zur Anpassung der Lichtverteilung in allen Situationen. Das Resultat: optimale Sicht für den Fahrer ohne Blendung anderer Verkehrsteilnehmer sowie innovative Funktionen mit einem Plus an Sicherheit. „Wir streben mit unserer Strategie „DIGITAL LIGHT“ nicht nach Weitenrekorden, sondern wollen mit digitalem Licht beste Sicht und höchste Brillanz ohne Blendwirkung erreichen. Innovative Funktionen zur Unterstützung des Fahrers und Inszenierungen zur Kommunikation mit anderen Verkehrsteilnehmern optimieren die Sicherheit bei Nachtfahrten deutlich“, betont Gunter Fischer.

Mercedes-Benz will mit „DIGITAL LIGHT“ nicht nur für jede Fahrsituation die ideale Lichtverteilung erzielen, sondern den Fahrer in kritischen Situationen wie beispielsweise einer engen Baustellendurchfahrt gezielt führen und unterstützen. Dazu wird es möglich sein, Lichtspuren auf die Straße zu projizieren, die fehlende Fahrbahnmarkierungen ersetzen. Zudem können digitale Lichtsysteme Botschaften wie Richtungspfeile oder Warnhinweise auf die Straße beamen. Via „DIGITAL LIGHT“ kommuniziert das Auto künftig auch mit anderen Verkehrsteilnehmern: So können beispielsweise Symbole oder ein Zebrastreifen für Fußgänger projiziert werden. Damit liefert „DIGITAL LIGHT“ wichtige Beiträge zur Verkehrssicherheit und Bausteine auf dem Weg zum unfallfreien und autonomen Fahren – als integraler Bestandteil der Gesamtstrategie INTELLIGENT DRIVE. Was 2015 im Forschungsfahrzeug F015 noch als Vision vorgestellt wurde, ist jetzt in Demofahrzeugen umgesetzt und in naher Zukunft auf der Straße.

Der Scheinwerfer wird zum Beamer
Im neuen Scheinwerfer in HD-Qualität arbeiten Chips mit über einer Million Mikrospiegeln. Dabei wird das Licht in winzige Pixel aufgeteilt. Je kleiner diese Lichtpixel werden, desto besser kann das System auf unterschiedliche Situationen reagieren, desto präziser können Objekte und Passanten angeleuchtet und gleichzeitig einzelne Bereiche gezielt ausgeblendet oder abgedimmt werden. Das schafft beste Sicht für den Fahrer, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Seine neu entwickelte HD-Software-Lichtverteilung wird Mercedes-Benz im Rahmen von „DIGITAL LIGHT“ künftig mit zwei Hardware-Scheinwerfer­systemen einsetzen: Für maximale Auflösung und Performance setzt Mercedes-Benz auf mehr als eine Million Lichtpunkte pro HD-Scheinwerfer mit einer neuartigen Beamertechnologie. Angeregt von Hochstrom-Leuchtdioden strahlen insgesamt über zwei Millionen Mikrospiegel auf die Fahrbahn – jeder einzelne Spiegel kann bewegt werden. Erste Prototypen sind bereits in Demonstrationsfahrzeugen verbaut und wurden im November 2016 der Öffentlichkeit im Rahmen von Nachtfahrten präsentiert.

Der im Oktober 2016 vorgestellte neue, hocheffiziente und sehr kompakte LED-Chip aus dem Verbundforschungsprojekt µAFS wird sich in absehbarer Zukunft in Mercedes-Benz Fahrzeugen wiederfinden (neuer CLS 2018). Vier jeweils mit 1.024 einzeln ansteuerbaren Lichtpunkten versehene LED-Chips sind hier pro Scheinwerfer verbaut. Im Fahrzeug ergeben sich damit 8.192 einzeln ansteuerbare Lichtpixel.

30.11.2016 Neue Sicherheitszentrum für Daimler in Sindelfingen

Mit dem neuen Technologiezentrum Fahrzeugsicherheit (TFS) eröffnet Mercedes-Benz in Sindelfingen das modernste Crashtest-Zentrum der Welt. Das neue Gebäude mit seinen zahlreichen Prüfeinrichtungen bietet ganz neue Möglichkeiten, etwa bei Fahrzeug-Fahrzeug-Tests, bei der Auslegung von Assistenzsystemen und PRE-SAFE® und bei der Absicherung von Fahrzeugkonzepten mit alternativen Antrieben. Unter anderem durch das Technologiezentrum bleibt Mercedes-Benz auch in Zukunft bei der Fahrzeugsicherheit Taktgeber der globalen Autoindustrie. Die Investitionssumme beläuft sich auf einen dreistelligen Millionenbetrag.

„In den letzten Jahren haben wir das Mercedes-Benz Technology Center in Sindelfingen umfangreich ausgebaut: Nach Fahrsimulator, Windkanälen und Antriebsintegrationszentrum ist seit kurzem das Technologiezentrum Fahrzeugsicherheit in Betrieb“, sagt Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars. „Das zeigt einmal mehr: In Sindelfingen schlägt das Herz der Automobilindustrie. Und damit das so bleibt, stärkt Mercedes-Benz mit diesen Zukunftsinvestitionen den Hightech-Standort Deutschland und sichert die Technologie- und Innovationsführerschaft im Premium-Segment.“ Prof. Dr. Thomas Weber, Vorstandsmitglied der Daimler AG für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung, ergänzt: „Mit dem neuen Technologiezentrum Fahrzeugsicherheit setzt Mercedes-Benz ein weiteres deutliches Zeichen zur Sicherung seines Markenkernwertes ‚Sicherheit‘ und des Innovationsstandortes Deutschland. Die enge Verzahnung von Forschung, Entwicklung, Planung und Produktion am Standort Sindelfingen sorgt dabei für noch mehr Effizienz und Innovationsgeschwindigkeit.“

Auch in Zeiten intelligenter Assistenzsysteme und mit der Perspektive des autonomen Fahrens bleibt die Passive Sicherheit, also die Minderung von Unfallfolgen für die Fahrzeuginsassen, eine zentrale Aufgabe der Fahrzeugentwicklung. Dafür sorgen nicht nur die gesetzlichen Bestimmungen, sondern auch die Tatsache, dass noch auf Jahrzehnte hinaus Fahrzeuge verschiedener Generationen gemeinsam auf den Straßen unterwegs sein werden. „Als Sicherheitspionier hat Mercedes-Benz entscheidend dazu beigetragen, dass Crashtests in der Automobilindustrie heute weltweit etabliert sind“, sagt Thomas Merker, Direktor für Karosserie und Sicherheit Mercedes-Benz Cars Entwicklung. „Auch im Zeitalter der Computersimulation bleiben sie unverzichtbar und stellen das hohe Niveau an Insassen- und Partnerschutz unserer Fahrzeuge sicher.“

Neue Testmöglichkeiten für die Schrittmacherfunktion von Mercedes-Benz
Das flexible, effiziente Crashbahnkonzept im neuen Technologiezentrum Fahrzeugsicherheit bietet nicht nur die Möglichkeit klassischer Crashtests, sondern schafft auch die Voraussetzungen für ganz neue Versuchsanordnungen: Fahrzeug-Fahrzeug-Kollisionen (Car2Car) unter allen Winkeln, die Evaluierung von PRE-SAFE®, automatisiert gefahrene Manöver mit anschließendem Crash, Crashtests mit Lkw. Insgesamt sind rund 70 verschiedene Crashtest-Konfigurationen möglich. Hinzu kommen das Schlittenprüffeld zur Erprobung von Komponenten und neue Methoden zur Vermessung der Fahrzeuge vor und nach dem Crash.

Das Technologiezentrum Fahrzeugsicherheit bietet ausreichende Platzverhältnisse für die zukünftigen Anforderungen, so misst die längste Crashbahn über 200 m. Insgesamt sind fünf Crashblöcke vorhanden, wovon einer im Raum flexibel verfahrbar und ein weiterer um die Hochachse drehbar ist. Diese beiden Crashblöcke sind für den effizienten Betrieb an jeder der vier Seiten mit einer anderen Barriere vorkonfiguriert. Zusammen mit einem mobilen Trennwandsystem ermöglicht die Anlage den gleichzeitigen und unabhängigen Betrieb von bis zu vier Crashbahnen. Dank des neuen Betriebskonzepts und des flexiblen Anlagenlayouts können im Jahr rund 900 Crashtests durchgeführt werden. Hinzu kommen etwa 1.700 Schlittenversuche pro Jahr.

Schon immer hat Mercedes-Benz mehr und anspruchsvollere Crashtests durchgeführt, als es Gesetze vorschreiben und Ratings erfordern. Die vielfältigen Testmöglichkeiten im neuen TFS unterstützen Mercedes-Benz bei dieser Schrittmacherfunktion. Hinzu kommt: In den nächsten Jahren werden in den wichtigen Automärkten der Welt neue Vorschriften wirksam. Mercedes-Benz arbeitet daran, den Ablauf von Unfällen noch realistischer im Crashtest darzustellen und auch die PRE-SAFE® Systeme in die Versuchsdurchführung einzubinden. Außerdem gilt das Ziel, Unfälle durch den Einsatz von Assistenzsystemen in der Schwere zu reduzieren oder möglicherweise ganz zu vermeiden.

„Mit den Testmöglichkeiten im neuen TFS decken wir nicht nur heutige Gesetzes- und Ratinganforderungen ab, sondern sind auch für die Zukunft gerüstet“, unterstreicht Prof. Dr.-Ing. Rodolfo Schöneburg, Leiter Fahrzeugsicherheit Mercedes-Benz Cars. „Das gilt einerseits für zukünftige Crashtest-Konfigurationen und andererseits für neue Fahrzeuge beispielsweise mit alternativen Antrieben oder mit neuartigen Assistenzsystemen. Auch was in der Vorunfallphase abläuft, können wir genauestens analysieren und so unsere PRE-SAFE®- und Assistenzsysteme noch leistungsfähiger machen.“

Der Neubau: Extrem ebener Boden als Herausforderung
Der Neubau des Technologiezentrums Fahrzeugsicherheit (TFS) war ein aufwendiges Bauprojekt und kostete einen dreistelligen Millionenbetrag. Erste Vorplanungen begannen bereits vor über zehn Jahren, der Baubeginn war im Herbst 2013, Richtfest wurde am 12. Mai 2015 gefeiert, der erste produktive Crashtest wurde am 30. September 2016 durchgeführt.

Die Herausforderungen bestanden unter anderem darin, dass in der großen Crashtesthalle keine Säulen stehen durften und der Boden der Crashbahnen extrem eben sein sollte. Zu den baulichen Besonderheiten zählt ebenso die Temperierung mit Hilfe der Abwärme der benachbarten Klimawindkanäle.

Die Dimensionen und der Materialeinsatz beim Bau des TFS sind beeindruckend: Der stützenfrei überdachte Teil der Crashhalle ist mit 90 Metern mal 90 Metern deutlich größer als die Fläche eines Fußballplatzes. Verbaut wurden insgesamt über 7.000 Tonnen Stahl. Und der Einsatz von insgesamt 36.000 m³ Beton lässt sich illustrieren mit einer rund 40 Kilometer langen Schlange von Betonmischer-Fahrzeugen.

Mehr als 200 Meter misst die längste Anlaufbahn von Crashblock zu Crashblock. Für die exakte Durchführung der Versuche ist eine extreme Ebenheit des Bodens erforderlich. In einem Streifen von ±4 Meter um die Mitte der Crashbahnen beträgt die Toleranz ±2 mm/m, auf die gesamte Bahnlänge sind es ±5 mm/100 m. Die Bodenplatte ruht auf ca. 500 Betonsäulen, die bis zu 18 m tief in den Boden reichen. Sie wird ähnlich einer Fußbodenheizung temperiert, um die geforderte Temperaturkonstanz in der Halle sicherzustellen.

Die Fakten:
Bauzeit: Herbst 2013 – Herbst 2016
Standort: im Mercedes-Benz Technology Center (MTC) in Sindelfingen
Investition: dreistelliger Millionenbetrag
Mögliche Crashkonfigurationen: rund 70 verschiedene mit Pkw und Lkw; u.a. Frontalcrash (mit verschiedenen Überdeckungen), Heck-, Seitenaufprall mit bewegten Barrieren sowie seitlicher Pfahlaufprall, Rollover-Versuch und Fahrzeug-Fahrzeug-Crash
Dokumentation: mit Hochgeschwindigkeitskameras (bis zu 1.000&xnbsp;Bilder/Sekunde), auch von unten (Filmgruben mit Glasabdeckung)
Wichtigste Testeinrichtungen: innenliegende Crashhalle mit Winkelbahnen und PRE-SAFE® Fläche, vier Crashbahnen, Schlittenprüffeld, Böschungs-/ Überschlagsrampe für Rollover-Versuche, Prüfstand für Kopfaufprallversuche
Besonderheiten: erstmals Crashversuche, bei denen die Fahrzeuge mit eigenem Antrieb zum Hindernis fahren (auch Elektro- und Wasserstofffahrzeuge), Nachstellen realistischer Unfälle einschließlich Notbremsungen möglich, ein dreh- und ein frei beweglicher Crashblock sowie drei stationäre Blöcke, Luftkissenfahrzeuge für ruckfreien Transport von Karossen für Versuche im Schlittenprüffeld, Drohnen-Einsatz zur Sicherheits-Überprüfung der Crashhalle, integriertes Lager für Dummys und Schlittenkarossen, hochpräzise und automatisierte Messsysteme (u.a. Koordinatenmesssystem und Flächenscan)
Abmessungen des Gebäudes: 170 m x 279 m x 23 m
Fläche: 55.000 m2
Größte Crashbahnlänge: über 200 m
Abmessung des stützenfreien Teils der Crashhalle: 90 m x 90 m
Klimatisierung: Nutzung der Abwärme der benachbarten Klimawindkanäle

29.10.2016 Neue Mercedes-Motoren im Überblick & Roll-Out Plan

Seit 2016 beginnt Mercedes mit dem 2,0 Liter Diesel die Motoren komplett zu modernisieren. Weiter geht es in 2017 mit dem R6 Diesel OM656, dem gefaceliftetem R4-Benziner M264, dem brandneuen M256 R6-Benziner sowie dem M176 V8-BiTurbo.
Hier der Roll-Out Fahrplan für die neuen Motoren:


Weitere Details zum OM654 2,0 R4 Liter Diesel
Weitere Details zum OM656 R6 3,0 Liter Diesel
Weitere Details zum M264 R4 2,0 Liter Benziner
Weitere Details zum M256 R6 3,0 Liter Benziner
Weitere Details zum M176 V8 4,0 Liter Benziner

48 Volt für M256 und M264
Mit der durchgehenden Elektrifizierung der Hightech-Motoren erreichen diese ein neues Effizienzniveau. Kerntechnologien sind die Integration von Lichtmaschine und Anlasser zu Starter-Generatoren sowie ein Bord-Teilnetz mit einer Spannung von 48 Volt. Damit werden Hybridfunktionen wie Boost, Rekuperation und Stopp/Start möglich. Das leistungsfähigere Bordnetz erlaubt außerdem die Anwendung neuer Technologien wie elektrischer Zusatzverdichter (eZV) sowie die Elektrifizierung wichtiger Komponenten, zum Beispiel des Klimakompressors.

Der Integrierte Starter-Generator (ISG) vereint Anlasser und Lichtmaschine in einem leistungsfähigen Elektromotor zwischen Motor und Getriebe und kommt auch beim Kaltstart zum Einsatz. Der integrierte Elektromotor unterstützt den Verbrennungsmotor, etwa beim Beschleunigen, und speist mittels hocheffizienter Rekuperation die Batterie mit Energie. Insbesondere in Kombination mit einem 48-Volt-System rentieren sich die nötigen Anpassungen der Antriebsarchitektur langfristig durch höhere Kraftstoffersparnisse.

Zudem ist die Haltbarkeit eines solchen Starterkonzepts so gut, dass der Motor viel häufiger und damit jederzeit abgeschaltet werden kann, wenn er nicht benötigt wird: Sei es beim Ausrollen oder beim so genannten Segeln, also einem kraftstoffsparenden Rollen bei höheren Geschwindigkeiten, sobald der Fahrer vom Fahrpedal geht. Und dies mit höchstem Komfort. Denn ein 48-Volt-System mit Starter-Generator kann einen Verbrennungsmotor sehr gleichmäßig auf Leerlaufdrehzahl andrehen. Das NVH-Verhalten (Noise, Vibration, Harshness) profitiert davon, der Übergang beim Motorstart wird noch unmerklicher: Der Motor läuft einfach wieder, als ob er gar nicht aus gewesen wäre.

Die Vorteile auf einen Blick:
Boosten: 14 PS (RSG) bis 20 PS (ISG) zusätzliche Leistung
Rekuperieren: Rückgewinnung von über 80 % der Bremsenergie
CO2-Emissionen: Verminderung um 7 bis 12 g/km (0,28 bis 0,5 Liter auf 100 km)
Deutlich verbesserter Anlasskomfort
Segel-Funktion
Ermöglicht Lastpunktverschiebung in verbrauchsgünstigeres Kennfeld

Viele der Vorteile eines ISG bietet auch der Riemengetriebene Starter-Generator (RSG). Das System nutzt bestehende Generator-Befestigungen und greift so nicht in das Design des Antriebsstrangs ein.

Mit der Einführung der neuen Antriebsgeneration verwischen die Grenzen zwischen Benziner und Hybrid. Perspektivisch wird jeder Mercedes-Benz Pkw elektrifiziert, denn das Unternehmen treibt zugleich konsequent die Entwicklung des 48-Volt-Bordnetzes voran. Sukzessive wird die Technologie in verschiedenen Baureihen Einzug halten, zunächst als Teilnetz für die im Motorraum konzentrierten Funktionen.
Das 48-Volt-Bordnetz bietet bei gleichen Strömen die vierfache Leistung seines 12-Volt-Vorgängers, vermeidet aber die zusätzliche Sicherheitsarchitektur eines Hochvolt-Netzes. So werden Verbrauchseinsparungen möglich, die bisher der Hochvolt-Hybridtechnologie vorbehalten waren. Denn die wichtigen Hybridfunktionen „Rekuperieren“ und „Boosten“ können damit ohne Hochvolt-Komponenten dargestellt werden. Den Ingenieuren eröffnen sich auch neue Spielräume bei der Auslegung der Betriebsstrategien des Hightech-Motors, so dass dieser noch häufiger in einem verbrauchsgünstigen Kennfeld betrieben werden kann. Hinzu kommen ganz neue Technologien wie der elektrische Zusatzverdichter (eZV), der als Bestandteil der intelligenten Aufladung des neuen Reihensechszylinder-Ottomotors (M 256) seine Premiere feiert. Dieser Verdichter sorgt unabhängig von Motordrehzahl und -last in Sekundenbruchteilen für Ladedruck. In Reihe mit einem großen Abgasturbolader geschaltet, stellt der eZV ein ausgewogenes Ansprechverhalten in allen Drehzahlbereichen sicher und schließt das Turboloch. Durch die Integration eines 48-Volt-Bordnetzes ergeben sich auch Vorteile für Verbraucher im Fahrzeug wie Klimaanlage, elektrische Heizelemente oder Sauglüfter – auch diese könnten künftig mit höherer Spannung betrieben werden. Der Vorteil: Bei gleicher Leistung treten nur noch ein Viertel so große Ströme auf. Leitungen können dadurch dünner und somit leichter ausgelegt werden, was indirekt zur Kraftstoffeinsparung beiträgt. Das 48-Volt-Bordnetz ist ferner Wegbereiter beim weiteren Ausbau von Infotainment- und Assistenzsystemen.

Otto-Partikelfilter: Noch sauberer dank Filter
Als erster Hersteller setzt Mercedes-Benz zur weiteren Verbesserung der Umweltverträglichkeit auf den großflächigen Einsatz von Partikelfiltern auch für Benziner. Nach über zwei Jahren positiver Felderfahrung im S 500 werden 2017 weitere Varianten der S-Klasse mit den neuen Ottomotoren M 256 und M 176 mit dieser Technologie ausgerüstet. Danach folgt die schrittweise Umsetzung in weiteren neuen Fahrzeugmodellen, Modellpflegen und neuen Motorgenerationen wie dem M 264. Im Anschluss daran ist der Einsatz des Partikelfilters auch bei den aktuellen Baureihen geplant.

Bereits 1985 hat Mercedes-Benz als weltweit erste Automobilmarke Diesel-Limousinen in Kalifornien auf Wunsch mit Partikelfiltersystem ausgeliefert. Jetzt übernimmt das Unternehmen die Vorreiterrolle bei den Benzinern, denn der Otto-Partikelfilter reduziert die Emission von feinen Rußpartikeln. Die Funktionsweise des Filters entspricht dabei der bei Diesel-Fahrzeugen eingesetzten Technologie: Der Abgasstrom wird in ein Partikelfiltersystem geleitet, das bei der S-Klasse im Unterboden des Fahrzeugs sitzt. Der Filter hat eine wabenförmige Struktur mit wechselseitig verschlossen Ein- und Auslasskanälen. Dadurch wird das Abgas gezwungen, durch eine poröse Filterwand zu strömen. Hierbei kommt es zu einer Abscheidung des Rußes, wobei der Filter unter entsprechenden Fahrbedingungen wieder kontinuierlich regeneriert werden kann.

Während Mercedes-Benz bei Dieseln keramische Partikelfilter aus Siliziumkarbid (SiC) einsetzt, basiert die Otto-Partikelfiltertechnologie dagegen auf dem besonders hitzebeständigen Cordierit. Mercedes-Benz setzt einen gegendruckoptimierten Partikelfilter mit hoher Filtrationseffizienz ein, der zudem wartungsfrei und selbstregulierend ist.


Glossar:
48-Volt-Bordnetz: bietet bei gleichen Strömen die vierfache Leistung seines 12-Volt-Vorgängers und ermöglicht die Elektrifizierung wichtiger Komponenten (z.B. Klimakompressor) oder die Einführung neuer Technologien (z. B. àElektrischer Zusatzverdichter und damit Verbrauchseinsparungen. Dabei vermeidet das Niedrigvolt-System die zusätzliche Sicherheitsarchitektur eines Hochvolt-Netzes.

AGR (Abgasrückführung): Die NOx-Entstehung wird primär durch die Verbrennungstemperatur beeinflusst. Durch Zuführen eines inerten Gases werden die Maximaltemperaturen im Brennraum abgesenkt und dadurch die NOx-Entstehung gemindert. Ein solches inertes Gas ist beispielsweise Abgas, von dem ein kleiner Teil zurück in den Brennraum geleitet wird. Beim OM&xnbsp;654/656 verwendet Mercedes-Benz eine Mehrweg-AGR. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Niederdruck-AGR (die Entnahme erfolgt nach der Abgasnachbehandlung, die Einleitung vor dem Turbolader) und Hochdruck-AGR (die Entnahme erfolgt vor der Turbine des Turboladers und der Abgasnachbehandlung, die Einleitung nach dem Ladeluftkühler und der Drosselklappe). So werden bei allen Betriebspunkten sowohl Stickoxide als auch Partikelbildung schon vor der Abgasreinigung reduziert. Die Mehrweg-AGR wurde erstmals beim Mercedes-Benz OM 651-Motor für die Fahrzeugbaureihe A-Klasse im A 220 CDI/A 220 d eingesetzt (dadurch könnte bei diesen Modellen auf Adblue und SCR-Kat verzichetet werden).

Brillenhonung: Die mechanische Oberflächenbehandlung der Laufbuchsen wird hier im so genannten „ verschraubten“ Zustand durchgeführt. Hierfür wird anstelle des später montierten Zylinderkopfs eine Art Brille auf das Kurbelgehäuse geschraubt. Somit werden eventuelle Zylinderverzüge bei der Endmontage bereits während der Honung der Zylinderlaufbahnen berücksichtigt beziehungsweise eliminiert.

Closed-Deck-Bauweise: Die Deckplatte des Kurbelgehäuses ist in dem Bereich um die Zylinder weitgehend geschlossen. Sie wird nur von kleineren Öffnungen für das Kühlmittel durchbrochen. Vorteil der Bauweise ist die höhere Steifigkeit der Deckplatte, die sich positiv auf Deckplattenverformung, Zylinderverzug und Akustik auswirkt.

Common Rail: Alle Zylinder des Diesel-Direkteinspritzers werden hier von einer gemeinsamen Verteilerleitung („common rail“) mit dem Kraftstoff versorgt. In der Hochdruck-Leitung wird ein permanenter Druck von 2.000 bar und mehr erzeugt, der Dieselkraftstoff gespeichert und an die Einspritzdüsen verteilt.

Effizienzlabel: Im Rahmen der Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungs-verordnung (Pkw-EnVKV) muss seit 1. Dezember 2011 jeder Neuwagen mit einem solchen Label gekennzeichnet sein. Die CO2-Effizienzklassen werden in Abhängigkeit vom Fahrzeuggewicht vergeben. Der Gesetzgeber hat dazu für jedes Fahrzeuggewicht einen Referenzwert des CO2-Ausstoßes festgelegt. Je mehr ein Auto wiegt, desto höher ist der Referenzwert. Um die Effizienzklasse zu bestimmen, muss man den tatsächlichen CO2-Ausstoß eines Modells mit dem Referenzwert vergleichen. Entspricht der CO2-Ausstoß genau dem Referenzwert, dann bekommt das Auto die Effizienzklasse E. Die Effizienzklassen A+ bis D werden an Autos vergeben, deren CO2-Ausstoß geringer als der Referenzwert ist. Fahrzeuge, deren CO2-Ausstoß deutlich über dem Referenzwert liegt, bekommen die Effizienzklassen F oder G.

&xnbsp; Elektrischer Zusatzverdichter (eZV): Bestandteil der intelligenten Aufladung des neuen Reihensechszylinder-Ottomotors (M 256). Dieser vom 48-Volt-Bordnetz angetriebene Verdichter sorgt unabhängig von Motordrehzahl und -last für Ladedruck. In Reihe mit einem großen Abgasturbolader geschaltet, stellt der eZV ein ausgewogenes Ansprechverhalten in allen Drehzahlbereichen sicher und schließt das Turboloch.

„Heißes Innen-V“: Die (beiden) Turbolader sind bei dieser Bauweise nicht außen an den Zylinderbänken, sondern dazwischen im Zylinder-V angeordnet. Die Vorteile: kompakte Motor-Bauweise, bemerkenswert direktes Ansprechverhalten und geringe Abgasemissionen.

Dieselpartikelfilter: entfernt Rußpartikel zu mehr als 95 % aus dem Abgas. Die Rußteilchen werden im Dieselpartikelfilter abgeschieden und zyklisch verbrannt. Ab 2017 kommt auch der Otto-Partikelfilter bei Mercedes-Benz.

Integrierter Starter Generator (ISG): in einer elektrischen Maschine kombinierte Funktionen von Anlasser und Lichtmaschine. Im Unterschied zu àRSG sind diese Startergeneratoren nicht riemengetrieben, sondern werden direkt von der Kurbelwelle angetrieben und sitzen zwischen Motor und Getriebe. ISG ermöglichen zudem Hybridfunktionen wie Boost, Rekuperation und Stopp/Start.

NANOSLIDE®: innovatives und ökonomisches Verfahren von Mercedes-Benz und der Gebr. Haller GmbH zur Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und von CO2-Emissionen bei Hightech-Verbrennungsmotoren. Die Zylinderinnenflächen in Aluminium-Kurbelgehäusen werden dabei mit einer extrem dünnen und reibungsarmen Beschichtung versehen. Da insbesondere in Teillastbereichen bis zu 25 Prozent der Kraftstoffenergie zur Überwindung der innermotorischen Reibung genutzt werden, sind mit NANOSLIDE® Verbrauchseinsparungen von mehreren Prozent zu erzielen.

NEFZ: Der Neue Europäische Fahrzyklus, eingeführt Mitte der 1990er-Jahre, ist eine standardisierte, rund 20-minütige Abgasmessung auf dem Rollenprüfstand mit einer festgelegten Abfolge von Beschleunigungen und Bremsvorgängen. Zwei Drittel der Zeit wird eine Stadtfahrt simuliert, ein Drittel der Zeit eine Überlandfahrt. Der Kraftstoffverbrauch wird aus der dabei ermittelten Abgasmenge errechnet. Zielsetzung des NEFZ war es, einen Standard zur Überprüfung von Schadstoffemissionsgrenzwerten zu definieren und für den Kraftstoffverbrauch einen herstellerübergreifenden Vergleich zu ermöglichen.

Otto-Partikelfilter: Reduzieren den Partikelausstoß insbesondere bei Ottomotoren mit Direkteinspritzung. Bei Mercedes-Benz seit 2014 im S 500 im Einsatz.

Piezo-Einspritzung: Einspritzsystem, dessen Injektoren mit einem Keramikelement ausgerüstet sind. Sie nutzen die Eigenschaft einer Piezo-Keramik, um ihre Kristallstruktur – und damit ihre Dicke – unter elektrischer Spannung nanosekundenschnell zu verändern. Piezo-Einspritzdüsen ermöglichen kleinere und genauer dosierbare Einspritzmengen bei hohen Systemdrücken und arbeiten bis zu drei Mal schneller als Magnetventile.

RDE: (Real Driving Emissions): Abgasmessung im realen Betrieb auf der Straße. Dazu werden die Fahrzeuge mit mobiler Messtechnik (Portable Emissions Measurement System, PEMS) ausgestattet und die Emissionen (z. B. Stickoxide) im Fahrbetrieb gemessen. Rekuperation: Bewegungsenergie wird vom Generator wieder in elektrische Energie umgewandelt (recuperare, lat. wiedergewinnen), zum Beispiel beim Bremsen oder im Schubbetrieb. Die zurückgewonnene Energie wird in der Batterie gespeichert und steht bei künftigen Beschleunigungsvorgängen zur Verfügung.

Riemengetriebener Starter-Generator (RSG): Kombination von Starter und Generator, die wie herkömmliche Lichtmaschinen als Anbauteil über einen Riemenantrieb mit dem Kurbeltrieb des Motors verbunden ist.

Schränkung: Versatz der Kurbelwellen-Längsachse gegenüber der Mittelachse der Zylinder. Die Schränkung hat zwei Vorteile: Die Kolbenseitenkraft im Moment der Zündung wird verringert und das Kurbelgehäuse kann kompakter gebaut werden.

Stufenmulde: Ein charakteristisches Merkmal der Kolben von Dieselmotoren mit direkter Einspritzung ist eine Mulde im Kolbenboden, in der der eingespritzte Kraftstoff mit der Luft verwirbelt und vermischt wird. Die Gestaltung als Stufenmulde (anstatt der herkömmlichen Omega-Mulde) hat eine Reihe von Vorteilen, z. B. die sehr gute Luftausnutzung bei geringer Partikelemission und ein höherer Wirkungsgrad durch gesteigerte Brenngeschwindigkeit. Aufgrund der geänderten Strömungsverhältnisse im Brennraum ergibt sich ein geringerer Wärmeabfluss über die Zylinderwand sowie eine gleichmäßigere Temperaturverteilung am Zylinderkopf und eine Entlastung der hochbeanspruchten Ventilstege. Insgesamt resultieren daraus verringerte Wandwärmeverluste, was ebenfalls zur Wirkungsgradsteigerung beiträgt.

Twin-Scroll-Turbolader: unterscheiden sich von anderen Ladern durch die abweichende Gestaltung des Turbinengehäuses und stellen eine Alternative zu Bi-Turbo-Konzepten mit zwei parallel angeordneten Abgasturboladern dar. Das Spiralgehäuse der Twin-Scroll-Turbine wird durch einen Flutenteiler in zwei parallel verlaufende Strömungskanäle eingeteilt. In Verbindung mit einem zweiflutigen Abgaskrümmer ermöglicht dies eine getrennte Zuführung der Abgase auf das Turbinenlaufrad. Ziel hierbei ist, eine gegenseitige negative Beeinflussung der einzelnen Zylinder beim Ladungswechsel möglichst zu unterbinden.

WLTP: neues globales Testverfahren (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure) zur Messung von Emissionen und Verbrauch. Die Definition des neuen Tests basiert auf umfangreichen realen Fahrdaten aus allen Regionen der Welt. Die Messungen erfolgen zur Sicherstellung von Reproduzierbarkeit und Vergleichbarkeit unter klar definierten Randbedingungen auf dem Rollenprüfstand. Der neue Testzyklus unterscheidet sich vom NEFZ vor allem durch dynamischere Fahrprofile mit höheren Geschwindigkeiten, eine längere Strecke und Prüfdauer sowie fahrzeugspezifische Schaltpunkte. Große Änderungen ergeben sich darüber hinaus aus geänderten Randbedingungen bei Testtemperaturen, Berücksichtigung von Sonderausstattungen, Ermittlung der Fahrwiderstände und Fahrzeugtestgewichten. Die Europäische Kommission strebt die Einführung des WLTP ab September 2017 an.

24.10.2016 Daimler erweitert Batterieproduktion in Kamenz

Daimler startet die Bauphase für eine zweite Batteriefabrik bei der hundertprozentigen Tochter ACCUMOTIVE am Standort Kamenz und geht damit einen weiteren konsequenten Schritt in Richtung Elektromobilität. Mit einer Investition von rund 500 Millionen Euro entsteht in Kamenz eine der modernsten und größten Batteriefabriken Europas. Zum offiziellen Spatenstich trafen sich Prof. Dr. Thomas Weber (Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung), Markus Schäfer (Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain Management) und Frank Blome (Geschäftsführer Deutsche ACCUMOTIVE GmbH & Co. KG) mit Stanislaw Tillich (Ministerpräsident des Freistaates Sachsen) und weiteren Vertretern aus Politik und Wirtschaft.

Bis 2025 werden wir allein im Pkw-Segment mehr als zehn reine Elektrofahrzeuge im Portfolio haben. Parallel treiben wir unsere Plug-in-Hybrid Offensive und die Einführung von 48-Volt-Systemen (Mild-Hybrid mit 15 kw E-Motor) konsequent voran. Hocheffiziente Batterien sind ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie. Sie sind integraler Teil der Fahrzeugarchitektur und kein Produkt von der Stange. Die Entwicklung, Fertigung und Integration dieser komplexen Systeme in unsere Fahrzeuge zählt zu unseren Kernkompetenzen“, so Weber. Schon heute hat das Unternehmen eine Vielzahl elektrifizierter Fahrzeuge auf dem Markt und das Produktportfolio wird weiter wachsen. Auf dem diesjährigen Autosalon in Paris präsentierte Mercedes-Benz seine neue Produktmarke für Elektromobilität, EQ. Diese bietet ein umfassendes elektromobiles Ökosystem aus Produkten, Services, Technologien und Innovationen. Vorbote der neuen Marke ist das seriennahe „EQ“-Showcar, das in Paris Weltpremiere feierte. Noch in dieser Dekade startet das erste EQ Serienmodell im SUV-Segment mit einer Reichweite bis zu 500 Kilometern. Es folgt eine Modelloffensive, die sukzessive das Portfolio von Mercedes-Benz Cars mit elektrifizierten Modellen ergänzen wird. Für die Produktion des ersten EQ Serienfahrzeugs liefert die ACCUMOTIVE die Batterien.

Insgesamt investiert Daimler rund eine Milliarde Euro in die weltweite Produktion von Batteriesystemen. „Wir bauen einen globalen Produktionsverbund für Lithium-Ionen-Batterien auf. Kamenz wird das Kompetenzzentrum in diesem Verbund. Das flexible und effiziente Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Cars vertieft mit der neuen Batteriefabrik entscheidendes Knowhow für die Fertigung zukunftsträchtiger Technologien. Damit stärken wir unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit und sind für die Mobilität der Zukunft sehr gut aufgestellt“, so Schäfer. Das neue Produktionswerk soll Mitte 2018 in Betrieb genommen werden. Das Grundstück von rund 20 Hektar liegt in unmittelbarer Nähe der bestehenden Batteriefabrik im rund 50 Kilometer von Dresden gelegenen Kamenz. Die bisherige Produktions- und Logistikfläche wird sich durch den Aufbau der zweiten Fabrik auf insgesamt rund 80.000 Quadratmeter vervierfachen. Die ACCUMOTIVE wird die Anzahl der Mitarbeiter in den nächsten Jahren schrittweise erhöhen. Bis Ende der Dekade wird die Mitarbeiterzahl am Standort mehr als verdoppelt. „Wir haben bereits 2012 in Kamenz mit der Batterieproduktion für Fahrzeuge von Mercedes-Benz und smart begonnen. Seit rund einem Jahr produzieren wir darüber hinaus stationäre Batteriespeicher für industrielle Anwendungen und Privathaushalte. Mit dem Know-how und der Motivation unserer Mitarbeiter haben wir uns für einen weiteren Entwicklungsschritt qualifiziert und entwickeln uns zum Kompetenzzentrum der weltweiten Batterieproduktion“, so Blome, der künftig auch verantwortlich für den globalen Batterie-Produktionsverbund ist. „In unserer neuen Fabrik in Kamenz denken wir im Sinne der Elektromobilität ganzheitlich und setzen bereits in der Produktion auf Nachhaltigkeit.“

Das neue Werk soll als CO2-neutrale Fabrik errichtet werden. Ein Blockheizkraftwerk und eine Photovoltaik-Anlage werden in Verbindung mit stationären Batteriespeichern die Produktionsanlagen mit Energie versorgen. Hierfür werden auf dem Dach der neuen Fertigungshalle Solarmodule auf einer Fläche mit der Größe von zwei Fußballfeldern installiert. Das entspricht einer Leistung von 2 Megawatt. Die neue Batteriefabrik wird außerdem mit modernsten Anlagen und Technologien Maßstäbe im Bereich Industrie 4.0 setzen.

Künftig werden in Kamenz Lithium-Ionen-Batterien für alle elektrifizierten Fahrzeuge von Mercedes-Benz und smart gefertigt – vom Plug-in Hybrid bis zu den reinen Elektromodellen. Außerdem werden dort Batterien für die stationären Mercedes-Benz Energiespeicher sowie für 48-Volt-Systeme produziert. Sukzessive wird das 48-Volt-Bordnetz in verschiedenen Baureihen Einzug halten. Das 48 Volt-System wird mit dem Facelift der S-Klasse bei einigen Motoren eingeführt. Der Mild-Hybrid kann kriechen sowie segeln und hilf im NEFZ den Co2 Ausstoß zu reduzieren.

19.10.2016 2x Siegerpodest beim MATERIALICA-Award 2016

Nur noch 13,9 kg wiegt das Carbon-Gelenkwellengehäuse (Torque Tube) im neuen Mercedes-AMG-GT R und ist damit 40 Prozent leichter als das bereits gewichtsoptimierte Bauteil aus Aluminium im Mercedes-AMG GT. Das innovative Carbon-Faserverbundbauteil wurde am 18. Oktober 2016 mit dem MATERIALICA Design+Technology Award in Silber in der Kategorie „ Product“ ausgezeichnet. Ebenfalls prämiert wurde das von der Daimler AG entwickelte Mikrosandwich mit dem Silber Award in der Kategorie „CO2 Efficiency“. Mit ökologischen Ausgangsstoffen, dem synergetischen Schichtaufbau und einem hocheffizienten Verarbeitungsverfahren eröffnen sich mit dem neuen Materialsystem enorme Leichtbaupotenziale im Fahrzeuginterieur und bis zu 50 Prozent Gewicht pro Bauteil lassen sich sparen.

Bei der Torque Tube aus CFK beeindruckte die Jury, dass der rohrförmige Grundkörper samt der hochbelasteten Anschlussflansch nun aus einem Stück monolithisch gefertigt wird. Der Verzicht auf metallische Anschlussflansche markiert einen neuen Meilenstein in der Composite-Fertigung und ermöglicht extremen Leichtbau. Hergestellt wird das Carbon-Faserverbundbauteil im wirtschaftlichen RTM-Verfahren (ResinTransferMoulding). Erstmals eingesetzt werden höchstfeste und hochsteife Carbonfasern aus der Luftfahrt, um alle Lasten betriebssicher aufzunehmen.

Das neuartige Carbon-Gelenkwellenrohrgehäuse ermöglicht eine sehr direkte und fahrdynamisch günstige, äußerst biege- und torsionssteife Verbindung zwischen Motor und Getriebe in Transaxle-Bauweise. Damit sorgt das Strukturbauteil für ein äußerst direktes Ansprechverhalten und trägt zur ausgewogenen Gewichtsverteilung im Fahrzeug bei. Problemlos beherrscht die monolithische Einhausung aus Carbon gemeinsam mit der ebenfalls aus CFK hergestellten Antriebswelle das enorme Drehmoment von 700 Nm im 585 PS starken Mercedes-AMG GT R. Dabei nimmt die Torque Tube nicht nur die hohen Kräfte und Momente im Fahrbetrieb auf, sondern hält auch die bei sportlicher Fahrweise dynamischen Lastwechsel und Belastungsspitzen aus. Zudem überzeugt die ausgezeichnete Innovation im Extremfall durch ihr gutmütiges Versagensverhalten ohne Ausbrechen oder Ausknicken. Weil das Schwingungsverhalten der ebenfalls aus Kohlefaserverbundwerkstoff hergestellten Antriebswelle optimal auf die Torque Tube abgestimmt ist, werden höchste NVH-Anforderungen (NoiseVibrationHarshness) erfüllt.

Das innovative Faserverbund-Bauteil wurde unter der Federführung von Mercedes-AMG in enger Zusammenarbeit mit den Materialspezialisten der Daimler Forschung und des Faserverbundkunststoff-Lieferanten ACE GmbH entwickelt.

Mikrosandwich spart 50 Prozent Gewicht pro Bauteilträger
Ob Hutablage oder andere Verkleidungsteile – im Fahrzeuginterieur überzeugt das innovative Mikrosandwich der Daimler AG mit vielseitigen Einsatzmöglichkeiten und seinen thermisch isolierenden Eigenschaften. Pro Bauteil lassen sich bis zu 50 Prozent Gewicht sparen. Gleichzeitig halbiert der geringe Materialeinsatz die CO2-Emissionen und den Energiebedarf in der Produktionsphase. Kern des Sandwiches ist ein thermoplastischer Schaumkern, eingebunden in eine Deckschicht aus Hybridnadelvliesen. Dieser Schichtaufbau bietet beste Umformeigenschaften zur Herstellung zahlreicher Interieurbauteile. Hergestellt wird der Mikrosandwichverbund in einem Arbeitsschritt im One Shot. Formpresswerkzeuge mit kurzen Zykluszeiten erledigen in einem Arbeitsgang das Umformen des temperierten Sandwichverbundes, die Konsolidierung des Hybridnadelvlieses und das Aufbringen des Dekors parallel zur Verbindung der einzelnen Schichten, dem Kantenverschluss und dem Bauteilbeschnitt. Über 20 Patente zu Materialaufbau, Herstellungsprozessen und Konstruktionsprinzipien sind bereits angemeldet.

07.10.2016 Multibeam LED bald mit 1024 Pixel

Die E-Klasse W213 sezt mit ihren einzeln ansteuerbaren 84 Pixeln je Hauptscheinwerfer die aktuelle Benchmark. Die nächste LED-Multibeam Generation wird jedoch schon 1024 Pixel haben und somit eine noch feinere Ausleuchtung bzw. Ausblendung ermöglichen.

Ein deutscher Forschungsverbund mit namhaften Mitgliedern aus Industrie und Forschung hat die Grundlagen für einen intelligenten LED-Fahrzeugscheinwerfer mit hoher Auflösung entwickelt, der so genanntes adaptives Fahrlicht in eine neue Dimension bringt. Das Demonstrationsmodell wurde vom Gesamtprojektleiter Osram gemeinsam mit den Projektpartnern Daimler, Fraunhofer, Hella und Infineon entwickelt. Jeder Scheinwerfer enthält drei neuartige LED-Lichtquellen mit jeweils 1.024 einzeln ansteuerbaren Punkten. Dadurch lässt sich das Scheinwerferlicht sehr genau an die jeweilige Verkehrssituation anpassen, so dass immer optimale Lichtverhältnisse herrschen, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Das Licht kann an jeden denkbaren Kurvenverlauf so angepasst werden, dass es keine dunklen Randbereiche gibt. Mithilfe von Sensoren im Fahrzeug kann zudem das Umfeld analysiert werden, um andere Verkehrsteilnehmer ausreichend anzuleuchten. Dies macht sie für den Fahrer deutlicher wahrnehmbar. Gleichzeitig können aber die Köpfe entgegenkommender Verkehrsteilnehmer vom Lichtstrahl ausgespart werden, um zuverlässig deren Blendung zu vermeiden. Solch ein variables Fernlicht bräuchte daher auf der Landstraße nie mehr abgeblendet zu werden. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt wurde mit der Herstellung und dem Feldtest von Scheinwerfer-Demonstratoren jetzt nach dreieinhalb Jahren erfolgreich abgeschlossen. Für die Umsetzung entwickelte Osram Opto Semiconductors mit Infineon und dem Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) einen neuartigen LED-Chip mit 1.024 einzeln ansteuerbaren Lichtpunkten. Bisher wurden bei adaptiven Scheinwerfern mehrere LED-Komponenten neben- und übereinander eingesetzt. Um das Ein- und Ausschalten von Licht-Segmenten zu bewerkstelligen, waren zusätzliche elektronische Komponenten notwendig. Die Zahl der Segmente war infolge des begrenzten Platzes im Scheinwerfer limitiert. Im neuen Ansatz ist die Elektronikansteuerung der LED in den Chip integriert. Für das neuartige intelligente Autolicht entwickelte der Geschäftsbereich Osram Specialty Lighting in einem zweiten Schritt rund um den hochauflösenden LED-Chip ein LED-Modul, das mit seiner elektrischen und thermischen Schnittstelle die direkte Anbindung an die Fahrzeugelektronik ermöglicht. Beim Einsatz eines intelligenten und hochauflösenden Scheinwerfers, dessen Machbarkeit nun in dem Projekt erfolgreich demonstriert wurde, werden die Fahr- und Wettersituationen kontinuierlich analysiert: Wie ist der Straßenverlauf, wie hoch die Geschwindigkeit, kommt Gegenverkehr und wie ist der Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern? Darauf basierend sorgt die variable und adaptive Lichtverteilung in jeder Situation für eine passgenaue Beleuchtung. Bei höherer Geschwindigkeit vergrößert sich beispielsweise automatisch auch die Reichweite des Lichtkegels. Im Stadtverkehr bringt hingegen eine breitere Lichtverteilung mehr Sicherheit, die zusätzlich zur Straße auch den Bürgersteig und Randbereiche besser ausleuchtet. Diese Funktionen werden vollelektronisch ohne mechanische Stellmotoren realisiert. Beim blendfreien Fernlicht bekommt der Fahrer stets die bestmögliche Sicht bei Nacht – ohne andere Verkehrsteilnehmer zu beeinträchtigen. Das bedeutet für den Autofahrer ein deutliches Plus an Wahrnehmung und ist ein wichtiger Beitrag zur Verringerung des Unfallrisikos bei Nachtfahrten. „Wir wollen diese neue Art hochauflösender LED-Lichtquellen nun zur Serienreife bringen und sehen großes Potenzial für die Anwendung im Fahrzeuglicht“, sagte Stefan Kampmann, Technikvorstand der OSRAM Licht AG.

Die Infineon Technologies AG entwickelte die intelligente Treiberschaltung im neuartigen LED-Chip. Dank ihr lässt sich jeder einzelne der 1.024 Lichtpunkte individuell ansteuern. Dem Halbleiterhersteller ist es gelungen, sie so zu designen, dass sie im LED-Chip direkt mit dem über ihr liegenden lichtemittierenden LED-Array zu verbinden ist. Technisch fordernd war es dabei, die speziellen Anforderungen dafür mit Fertigungstechnologien für LED-Treiber in Einklang zu bringen. Mit der intelligenten Treiberschaltung und seinem breiten Anwendungswissen für Automobilanwendungen unterstützt Infineon den Trend zu hochinnovativen, adaptiven Frontlichtsystemen.

Die HELLA KGaA Hueck & Co spezifizierte ausgehend von den funktionalen Anforderungen von Daimler die wesentlichen technischen Anforderungen an die Lichtquelle. Der Licht- und Elektronikspezialist entwickelte das gesamte optische System der Lichtmodule sowie deren Entwärmungskonzept und baute die Prototypenscheinwerfer auf. Diese erzielen eine sehr hohe Systemeffizienz und erzeugen ein ausgesprochen homogenes Lichtbild bei gleichzeitig guter Abbildungsqualität der einzelnen Lichtpunkte. Die unterschiedlichen Lichtbilder können damit rein elektronisch und somit ganz ohne mechanische Aktoren erzeugt werden. Dies ist ein Schritt in Richtung Digitalisierung im Lichtbereich. Mit der Entwicklung wird Hella dem eigenen Anspruch gerecht, innovative Lichtsysteme mit und für Kunden zu entwickeln und diese nicht nur in der geforderten Genauigkeit und Qualität in Serie zu bringen, sondern technologisch auch immer einen Schritt voraus zu denken. Von der Daimler AG wurden im Forschungsprojekt die funktionalen Anforderungen und die zukünftigen Fahrzeugeigenschaften für das Scheinwerfer-Gesamtsystem spezifiziert. Daraus ergaben sich die Komponenten und die Moduleigenschaften für das Scheinwerfer-Gesamtsystem, das unter Berücksichtigung künftiger Sensoren und Fahrzeug-Architekturen die optimale Lichtverteilung berechnet und an die Pixel-Scheinwerfer weitergibt. Im Hinblick auf zukünftige Elektrofahrzeuge stellte auch das Thema Energieeffizienz eine wesentliche Anforderung an die neu entwickelte LED. Für die Erprobungstests im Realverkehr war ein Fahrzeug von Daimler mit den intelligenten LED-Scheinwerfern im Einsatz.

In der aktuellen Mercedes-Benz E-Klasse arbeiten MULTIBEAM LED Scheinwerfer von Hella mit je 84 einzeln ansteuerbaren Osram-Hochleistungs-LED. Daimler treibt die Entwicklung von LED-Scheinwerfern mit immer mehr und immer feineren Pixeln voran und baut seine Vorreiterrolle im Lichtsektor weiter aus. Fraunhofer brachte in das Projekt seine Kompetenz zu Verbindungstechnik (LED & ICs) und Materialien sowie zur Erkennung und Isolation von Defekten ein. Die sehr hohe Auflösung gelang durch eine noch feinere Strukturierung mit einer außergewöhnlichen, miniaturisierten Anschlusstechnik. Hierzu wurden am Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM in Berlin LED-Arrays von Osram mit 1.024 Pixeln auf eine aktive Treiberschaltung von Infineon montiert, die jeden Pixel individuell ansteuert. Bei einer extrem guten Entwärmung wurden die Chips so aufgebaut, dass sie den Ausgleich einiger Mikrometer Höhenunterschied ermöglichen. Dabei wurden zwei Technologievarianten parallel untersucht: das Thermokompressions-Bonden mit nanoporösem Goldschwamm und das Reflowlöten mit hoch zuverlässigem Gold-Zinn. Beide Montagetechniken wurden erfolgreich mit hoher Ausbeute angewandt und bewiesen ein robustes Interface für nachfolgende LED-Prozesse. Zu den technologischen Herausforderungen des hochauflösenden LED-Scheinwerfers gehört der vergleichsweise große Chip mit 1.024 einzeln ansteuerbaren Pixeln. Denn mit zunehmender LED-Chipgröße steigt bei der Herstellung das Risiko für ein Versagen oder eine niedrigere Leuchtkraft einzelner Lichtpunkte innerhalb der Pixel-Matrix. Um dieser Problematik zu begegnen, hat das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF in Freiburg eine neue Technologie zur Reparatur von Defekten während des laufenden Herstellungsverfahrens entwickelt. Sie baut auf ultravioletter Laser-Mikrobearbeitung auf und ermöglicht die Reparatur von Defekten in LED-Chips im laufenden Herstellungsprozess. Und so funktioniert das Verfahren: Die mikroskopischen Defektbereiche werden identifiziert und mit einem UV-Laser durch behutsame Materialabtragung entfernt oder elektrisch isoliert, ohne dass der Laser versehentlich neue Defekte, sogenannte „Leckstrom-Pfade“, verursacht. Nach der Bearbeitung erstrahlen die reparierten Pixel wieder mit voller Leuchtkraft – das „Lumineszenzbild“ ist wieder homogen.

Der wirtschaftliche Nutzen der Laser-Mikrobearbeitung des Fraunhofer IAF liegt nicht nur in der Reduzierung der Defekte während der Produktion und in der Folge sinkendem Ausschuss, was niedrigere Herstellungskosten der großflächiger LED-Chips bedeutet: Das Verfahren kann die durchschnittliche Lebensdauer der LED erhöhen, was einen wichtigen Wettbewerbsvorteil darstellt und für mehr Kundenzufriedenheit sorgt.

Das Projekt µAFS wurde durch das BMBF unter dem Förderkennzeichen 13N12510 gefördert und lief von Februar 2013 bis September 2016. Die Projektpartner haben das Forschungsziel erreicht und eine intelligente Lichtlösung entwickelt, die als technische Grundlage für eine neue Klasse energieeffizienter LED-Frontscheinwerfer mit ergänzenden Verkehrssicherheitsfunktionen gelten kann. Auf dieser Basis können adaptive Frontbeleuchtungssysteme (AFS) entstehen, die Fahrern und Insassen ein Plus an Sicherheit bringen.

05.10.2016 Mercedes auf der Taxi-Messe

Mercedes-Benz zeigt auf der Europäischen Taximesse am 4. und 5. November in Köln die ganze Bandbreite seiner Taxiexpertise. Auf über 430 Quadratmeter sind in Halle 4.1 (Stand C4) insgesamt acht Fahrzeugmodelle mit dem Stern zu sehen. Darunter erstmals auch das Sondermodell »Das Taxi« als E-Klasse Limousine und T-Modell. Mit Mercedes-Benz Link Taxi erwartet die Messebesucher eine weitere Neuheit aus dem Hause Daimler: Ab Messestart ist die integrierte Lösung für die B-Klasse als Sonderausstattung bestellbar. Abgerundet wird der Mercedes-Benz Messeauftritt mit einem C-Klasse T-Modell, einem Vito Tourer mit Taxiausstattung. Ein besonderes Highlight für die Fachbesucher der Messe ist die Verlosung einer E-Klasse »Das Taxi«.

Die neue E-Klasse – »Das Taxi« als Limousine und T-Modell
Eine Vielzahl an Innovationen macht die neueste Generation der Mercedes-Benz E-Klasse zur intelligentesten Limousine der Welt, die in puncto Effizienz, Sicherheit, Komfort und Fahrspaß neue Maßstäbe in ihrer Klasse setzt. Seit Herbst ist das neue E-Klasse T-Modell verfügbar, das wie die Limousine bereits ab Werk als Sondermodell »Das Taxi« erhältlich ist.

Das Sondermodell »Das Taxi« verfügt über umfangreiche Ausstattungen wie die Vorrüstung für die Funkfreisprechanlage samt Lautsprecher inklusive speziell integriertem Mikrofon, Antenne und Funkgerätehalterung. Fondsitze mit integrierten Kindersitzen, Multifunktionslenkrad in Leder Nappa mit Touch-Control Buttons, Polsterung Ledernachbildung ARTICO schwarz, Lackierung in hellelfenbein und eine Notalarmanlage. Letztere kann jetzt im Schlüssel fernausgelöst werden. Das Taxi-Dachzeichen in LED-Technologie und die Positionierung der Taxameter Vorrüstung in der Dachbedieneinheit runden das Taxi-Paket ab.

Für bequemen Fahrkomfort sorgt die neue ergonomische Sitzanlage inklusive der schnell ansprechenden Sitzheizung, die beim Sondermodell »Das Taxi« Serie ist. Die komfortable Fondsitzanlage der Limousine kann auf Wunsch mit einer dreiteiligen Rücksitzbank geliefert werden, die im Verhältnis 40:20:40 Prozent geteilt umlegbar ist. Das erleichtert den Transport von langen oder sperrigen Gütern erheblich.

Weite Öffnungswinkel und großzügige Türausschnitte im Fond erleichtern den Mitfahrern das Ein- und Aussteigen. Ein 65 Millimeter längerer Radstand sorgt zudem für mehr Platz im Innenraum. Die neue Armaturentafel kombiniert glasklare Analoganzeigen mit einem hochauflösenden Zentraldisplay.

Neue und weiterentwickelte Fahrassistenz- und Sicherheitssysteme in der neuen E-Klasse sorgen für maximale Sicherheit. Einer der wichtigsten Bausteine ist der serienmäßig verbaute Aktive Brems-Assistent, der den Fahrer vor drohenden Kollisionen warnt, ihn bei Notbremsungen unterstützt und notfalls autonom stoppen kann. Neben langsamer fahrenden, anhaltenden oder stehenden Fahrzeugen erkennt er auch querende Fußgänger. Das ist ideal für die Herausforderungen des Stadtverkehrs. Ebenfalls serienmäßig ab Werk sind der ATTENTION ASSIST, der vor Unaufmerksamkeit und Müdigkeit warnt und sich in der Empfindlichkeit einstellen lassen kann. Darüber hinaus macht das optionale Fahrassistenzpaket die E-Klasse noch sicherer.

Mercedes-Benz Link Taxi ab sofort für die B-Klasse verfügbar
In Zusammenarbeit mit fms Austrosoft, dem Marktführer für Taxi-Ausrüstungen in Deutschland, wurde Mercedes-Benz Link Taxi für den professionellen Einsatz in der B-Klasse mit Taxiausstattung entwickelt und ist ab Messestart als Sonderaus-stattung erhältlich. Als erste integrierte Lösung für Vermittlungs- und Abrechnungssysteme zeichnet sich das System durch eine moderne Optik aus. Ein spezielles Endgerät für das Vermittlungssystem ist damit nicht mehr nötig. Die Steuerung erfolgt ausschließlich über die Anzeigen- und Bedienelemente des Fahrzeugs und ermöglicht so eine einfache und sichere Bedienung auch während der Fahrt. Mercedes-Benz Link Taxi wird optimal durch den Spiegeltaxameter ergänzt, da der Fahrpreis vom Spiegeltaxameter in das Vermittlungssystem übernommen wird. Ein weiterer Pluspunkt ist die rückstandslose und unkomplizierte Rückrüstbarkeit dank Mercedes-Benz Link Taxi.

Die bereits mehrfach ausgezeichnete B-Klasse verbindet dynamische Sportlichkeit mit einem Höchstmaß an Sicherheit, Komfort und Nutzwert. Zur umfangreichen Serienausstattung zählen unter anderem die Assistenzsysteme COLLISION PREVENTION ASSIST PLUS und ATTENTION ASSIST. Der COLLISION PREVENTION ASSIST PLUS verringert die Gefahr von Auffahrunfällen und unterstützt mit einer autonomen Bremsung den Fahrer bei ausbleibender Fahrerreaktion. Der Aufmerksamkeits-Assistent ATTENTION ASSIST visualisiert mit fünfstufiger Balkenanzeige den aktuellen Aufmerksamkeitszustand (Attention Level) des Fahrers und warnt vor Müdigkeit.

Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell
Die C-Klasse präsentiert sich auf der Europäischen Taximesse in der Kombiversion mit einer umfangreichen, speziell auf die Anforderungen im Taxieinsatz abgestimmten Ausstattung. Dank herausragendem Komfort, einem großzügigen Platzangebot für Fondpassagiere und einem hohen Laderaumvolumen empfiehlt sich das C-Klasse T-Modell als ideales Fahrzeug zur Personenbeförderung. Das intelligente Leichtbaukonzept, eine exzellente Aerodynamik und sparsame Motoren sorgen für höchste Effizienz. Zahlreiche Assistenzsysteme bieten Sicherheit auf höchstem Niveau, ein neues Fahrwerk sorgt für beispielhaften Federungs- und Abrollkomfort und agile Fahreigenschaften. Optisch setzt die C-Klasse mit ihrem klaren und gleichzeitig emotionalen Design sowie ihrem hochklassigen Interieur progressive gestalterische Akzente.

Vito Tourer
Der Vito Tourer bietet Platz für bis zu acht Personen und zeichnet sich durch hohe Variabilität der Sitzkonstellationen aus. Neben Kraftstoffeffizienz ist der Vito bereits serienmäßig mit zahlreichen Sicherheitsfeatures ausgestattet, wie beispielsweise einer Reifendruck-Überwachung, dem Aufmerksamkeits-Assistenten sowie dem Seitenwind-Assistenten. Dieser kompensiert Einflüsse von Windböen auf das Fahrzeug nahezu vollständig.
Ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal ist der serienmäßig verbaute aktive Feststeller der Schiebetür. Seine Funktion: Die Schiebetür wird geöffnet in der Endposition verriegelt und muss über die Betätigung des Türgriffs entriegelt werden. Versehentliches Zufallen der Schiebetür – etwa an Steigungen – ist damit aus-geschlossen. Eine optional erhältliche elektrische Schiebetür schließt besonders geräuscharm und ermöglicht den Fahrgästen einen komfortablen Zugang zum Fahrgastraum. Die Betätigung erfolgt über Bedienschalter an der Mittelkonsole, an der B-Säule sowie über eine Taste an der Funkfernbedienung.

Mercedes-Benz als Partner der Taxibranche
Die Marke Mercedes-Benz kann auf eine fast 120jährige Geschichte in der Entwicklung und im Vertrieb von Taxi-Fahrzeugen zurückblicken. Umfangreiche Sonderausstattungen für die besonderen Transportanforderungen im Taxigewerbe sind seit jeher ein Kennzeichen von Mercedes-Benz Fahrzeugen. Diese zeichnen sich durch Qualität und Zuverlässigkeit, innovative Technik und hervorragende Wirtschaftlichkeit aus. Nicht zufällig bewähren sie sich seit Jahrzehnten unter Dauerbelastung im Taxibetrieb auf deutschen Straßen. Taxiunternehmer profitieren zudem von einem außergewöhnlichen Wiederverkaufswert der Fahrzeuge. Die markenspezifischen Mercedes-Benz Tugenden Premium-Komfort und ein Höchstmaß an Sicherheit durch modernste Assistenzsysteme sind entscheidende Pluspunkte im Wettbewerb um die Gunst der Kunden.

29.09.2016 Vision EQ bis zu 500 km elektrisch

Mit "Generation EQ" zeigt Mercedes-Benz, wie das Elektro-Auto schon bald auf die Überholspur wechseln kann: Die Studie im Look eines sportlichen SUV-Coupés gibt einen Ausblick auf eine neue Fahrzeuggeneration mit batterieelektrischem Antrieb. Das dynamische Exterieur-Design mit neuer Elektro-Ästhetik unterstreicht die Fokussierung auf den kraftvollen E-Antrieb: Zwei Elektromotoren, deren Systemleistung dank skalierbarer Batteriekomponenten auf bis 300 kW / 408 PS gesteigert werden kann, und ein permanenter Allradantrieb sorgen für hohe Fahrdynamik. Mit bis zu 500 Kilometern Reichweite sowie den Mercedes-typischen Stärken bei Sicherheit, Komfort, Funktionalität und Konnektivität erfüllt "Generation EQ" alle Anforderungen an moderne, nachhaltige Mobilität. Auch innen bietet das Fahrzeug innovative Lösungen, darunter ein völlig neues Interieurkonzept. " Generation EQ" feiert auf dem Pariser Automobilsalon Weltpremiere und ist der Vorbote der neuen Produktmarke von Mercedes-Benz für Elektromobilität EQ. Dabei steht der Name EQ für " Electric Intelligence" und leitet sich von den Mercedes-Benz Markenwerten "Emotion und Intelligenz" ab.

Die Serienversion soll ca. 2019 (vermutlich auf der IAA 2019) auf der technischen Basis des GLC auf den Markt kommen.

"Die Mobilität der Zukunft bei Mercedes-Benz stützt sich auf vier Säulen: Connected, Autonomous, Shared und Electric. ‚Generation EQ' bringt all das konsequent zusammen", so Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars. "Emissionsfreie Automobile sind die Zukunft. Und unsere neue Marke EQ geht weit über das E-Fahrzeug hinaus. EQ steht für ein umfassendes elektrisches Ökosystem aus Services, Technologien und Innovationen."

Modellübergreifende Elektrofahrzeugarchitektur
Die neue Generation von Elektrofahrzeugen wird auf einer eigens für batterieelektrische Modelle entwickelten Architektur basieren, die in jeder Hinsicht skalierbar und modellübergreifend einsetzbar ist: Radstand und Spurweite sowie alle übrigen Systemkomponenten, insbesondere die Batterien, sind dank des modularen Systembaukastens variabel. Das Fahrzeugkonzept ist damit für alle Anforderungen einer zukunftsorientierten, batterieelektrischen Modellfamilie optimiert. Die Basisarchitektur eignet sich für SUVs, Limousinen, Coupés und weitere Modellreihen.

Die Fahrzeugstruktur baut - ähnlich wie bei modernen Serienmodellen von Mercedes-Benz - auf einen intelligenten Multi-Materialmix aus Stahl, Aluminium und Carbon. So werden die Anforderungen an Leichtbau, Stabilität und Kosteneffizienz optimal erfüllt.

Die monolithische Grundform des "Generation EQ" verbindet SUV-Gene mit einem dynamischen Coupé-Charakter und Shooting Brake Anleihen am Heck. Durch das flache und gestreckte Greenhouse entstehen kraftvoll-puristische Proportionen. Für die neue Elektro-Ästhetik sorgt der fließende Übergang von der glänzend schwarzen Motorhaube über die Windschutzscheibe bis zum dunkel getönten Panoramadach - ein spannender Kontrast zur Lackierung in Alubeamsilber. Kaum wahrnehmbare Karosseriefugen, verdeckte Scheibenwischer, Kameras anstatt Außenspiegel und der Verzicht auf gewöhnliche Türgriffe unterstreichen die gestreckte und dynamische Silhouette, lassen das SUV-Crossover wie aus einem Guss wirken und verringern den Luftwiderstand. Die bewusst reduzierte Seitenansicht, breite Schultern und große Leichtmetallräder im 21-Zoll-Format erzeugen Dynamik schon im Stand.

Fahrerorientiertes Cockpit mit neuer Elektro-Ästhetik
Im fahrerorientierten Cockpit liegt der Fokus auf einer unkomplizierten, touch-basierten Bedienung und einer neuartigen Elektro-Ästhetik, die den Look des Exterieurs konsequent in den Innenraum überträgt. Die Instrumententafel mit dem großen, schwebenden Widescreen-Display ist durch ihr asymmetrisches Design auf den Fahrer zugeschnitten. Mit dem innovativen, digitalen Bedienerlebnis differenziert sich "Generation EQ" von der bekannten Bedienlogik heutiger Fahrzeuge und gibt einen Ausblick in die Zukunft der User Interaction bei Mercedes-Benz.

Interieur mit neuer, touch-basierter Bedienung ohne Knöpfe
Das Interieur des "Generation EQ" ist geprägt von modernem Luxus, der sich vor allem in einem völlig neuen User Interface ausdrückt - es verbindet Emotionalität mit Intelligenz und Anwenderfreundlichkeit und kommt bis auf die Mercedes-typische, elektrische Sitzverstellung ohne klassische Schalter und Knöpfe aus. In zwei der drei schmalen Lenkradspeichen sind Touch Controls installiert, die in OLED-Displays integriert sind (OLED = organic light emitting diode, dt.: organische Leuchtdiode). Sie zeigen im jeweiligen Menü passende Icons und Symbole an; dank Touch-Funktion kann der Fahrer durch die verschiedenen Menüs scrollen und per Klick seine Auswahl bestätigen.

Der 24 Zoll (53 x 11 cm) große TFT-Widescreen in High Definition Qualität rückt alle relevanten Informationen wie Geschwindigkeit, Reichweite, Fahrdaten oder die Navigations- und Kartenthemen ins Blickfeld. Die Innovation zeigt sich an der Differenzierung zwischen einer sehr reduzierten und einer komplexen Darstellung inklusive Zwischenschritten. Ob die Informationsdichte gering und damit das Design sehr clean dargestellt wird, oder Mehrinhalte angezeigt werden sollen, bleibt dem persönlichen Geschmack des Fahrers überlassen.

User Interface Design mit individualisierten Inhalten
Die Informationsdichte kann von einer digitalen Anzeige Schritt für Schritt erhöht werden und sich zu einem ein- bzw. auch zweitubigen Instrument aufbauen, welches detailliertere Informationen und Feedback über Tempo und Reichweite beinhaltet. Diese modular aufgebauten Anzeigen erlauben eine individualisierte Einstellung der Inhalte. Für ein attraktives User Interface Design sorgt unter anderem die Farbwelt in electric blue, weiß und roségold - die Instrumentenanzeigen passen sich farblich je nach Fahrmodus oder Ladevorgang an und erlauben damit eine schnelle und intuitive Erfassung. Die roségold eingerahmte Mittelkonsole scheint zu schweben: Sie kommt ohne mechanische Bedienelemente aus und ist mit berührungssensiblen Touch-Elementen ausgestattet. Analog den Touch Controls im Lenkrad bedient der Fahrer auch dort mit einem Finger die Klimaautomatik und das Infotainmentsystem. Da " Generation EQ" auf herkömmliche Außenspiegel verzichtet, projizieren Kameras das Bild des rückwärtigen Verkehrs auf integrierte Displays in den Türen. Sowohl die Türöffner als auch die elektrischen Fensterheber werden mit Touch-Elementen bedient.

Die seriennahe Studie "Generation EQ" gibt den Ausblick auf eine modellübergreifende Elektrofahrzeugarchitektur für batteriegetriebene Fahrzeuge. Dieter Zetsche: "Der Elektro-smart war 2007 ein Pionier des elektrischen Fahrens. Jetzt legen wir den Schalter um. Wir sind bereit für den Start einer Elektro-Offensive, mit der wir alle Fahrzeugsegmente von der Kompakt- bis zur Luxusklasse abdecken werden."

Außen wie innen: Neue Lichtsignatur für Elektro-Autos
Mit einer neuen Lichtsignatur im Exterieur und Interieur zeigt der Erfinder des Automobils den Design-Trend kommender E-Fahrzeuge mit Stern: Als Erkennungszeichen des "Generation EQ" dient der "Black Panel"-Frontgrill: In diesem nahtlos verglasten Designelement sind der weiß beleuchtete Mercedes Stern und sämtliche Lichtelemente integriert. Der blau beleuchtete Rahmen interpretiert den Mercedes-typischen Kühlergrill in einer völlig neuen Form. Illuminierte LED-Lichtleiter in electric blue erzeugen eine Lichtinszenierung mit spannenden Farbakzenten.

Das umlaufende Lichtband des "Black Panels" ist ebenso typisch für "Generation EQ". Eingebettet darin befinden sich die weißen, leuchtstarken LED Scheinwerfer. In der Seitenansicht rahmen die fließende E-Linie und Bordkante den Sockel der Spiegelkamera ein. Dabei wird mit Roségold-Applikationen im verchromten E-L inienzierstab und den Speichen der 21-Zoll-Räder ein besonderer Blickfang aus dem Interieur auch ins Exterieur übertragen.
Passend dazu haben die Mercedes Designer die Heckleuchten gestaltet: Sie nehmen die Kontur des "Black Panels" auf und werden von einem LED-Lichtleiter in electric blue umrahmt, der im Fahrbetrieb auf rot wechselt und als Rückleuchte fungiert. Der zentrale Mercedes Stern am Heck ist ebenfalls weiß beleuchtet. Analog zur Front ändert sich die spangenförmige Lichtsignatur außen auf orange, sobald der Blinker betätigt wird.

Lichtstimmung: Vom Welcome-Szenario zu electric blue
Nähert sich der Fahrer dem Auto, aktiviert es sich selbst und begrüßt ihn mittels einer spezifischen Farbstimmung im Interieur. Digitales Licht in den perforierten Türinnenverkleidungen komplettiert das Welcome-Szenario. Sobald der Fahrer seinen Platz eingenommen hat, wechselt die Lichtstimmung zu electric blue: Die Lichter in den Türen und an den Sitzen dimmen langsam hoch. Nach und nach baut sich auf dem Widescreen-Display die Anzeige des Energielevels auf. Sämtliche Fahrziele, die mit der aktuellen Batterieladung erreicht werden können, werden auf der Navigationskarte angezeigt.

Adaptive Ambientebeleuchtung für Wohlfühlatmosphäre
Für eine besondere Wohlfühlatmosphäre sorgt die adaptive Ambientebeleuchtung an Bord des "Generation EQ". Leuchtelemente befinden sich im Lichtband unterhalb der Windschutzscheibe, an den seitlichen und mittleren Luftdüsen, den Sitzen, Türgriffen und Türinnenverkleidungen, an der Mittelkonsole und rund um den Mercedes Stern im Lenkrad.

Kraftvoller Elektroantrieb: 408 PS Gesamtleistung und bis zu 500 Kilometer Reichweite
"Generation EQ" verkörpert mit zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse und einer in den Fahrzeugboden integrierten Batterie ein kraftvolles Fahrzeugkonzept. Grundlage für eine hohe Fahrdynamik und -sicherheit ist der elektrische Allradantrieb mit achsvariabler Momentenverteilung und die tief im Fahrzeugboden zwischen den Achsen installierte Batterie. Mit einer Gesamtleistung, die in der stärksten Ausbaustufe bis zu 300 kW / 408 PS betragen kann, und einem maximalen Drehmoment von bis zu 700 Newtonmeter erreicht "Generation EQ" Tempo 100 in weniger als fünf Sekunden. In Kombination mit der intelligenten Betriebsstrategie von Mercedes-Benz erzielt "Generation EQ" eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern.

Bei der Serienumsetzung profitiert Mercedes-Benz neben der internen Entwicklungs- und Produktionskompetenz auch von der konzern- und baureihenübergreifenden Modulstrategie für alternative Antriebe und dem direkten Zugriff auf Schlüsselkomponenten für die Elektromobilität. Die hocheffiziente Lithium-Ionen-Batterie stammt von der Daimler-Tochter Deutsche ACCUMOTIVE. Durch die modulare Bauweise verfügen die innovativen Batteriesysteme über eine modellspezifische Gesamtkapazität von über 70 kWh.

Komfortables Laden zu Hause und unterwegs
"Generation EQ" vereint die Ladetechnologien der neuesten Generation. Das Fahrzeug ist sowohl für das Laden zu Hause via Induktion oder Wallbox als auch für das Schnellladen vorbereitet. Eine ideale Symbiose mit dem kabellosen Ladesystem via Induktion oder Wallbox könnten künftig die Mercedes-Benz Energiespeicher bilden. Haushalte, die über eine eigene Photovoltaikanlage verfügen und ihren überschüssigen Solarstrom in einem Mercedes-Benz Energiespeicher zwischenpuffern, profitieren damit von einer vom Energiemarkt weitgehend unabhängigen Versorgungsmöglichkeit mit " grünem Strom".
Deutlich reduzierte Ladezeiten gehen mit der Einführung des Schnellladens via Combined Charging System (CCS) einher. Der europäische Ladestandard ermöglicht ein Schnellladen mit weit größerer Leistung als heute. Aktuell sind bereits Ladeleistungen von 50 bis vereinzelt 150 kW möglich. Mittel- bis langfristig sind sogar Ladeleistungen von bis zu 300 kW vorgesehen. Innerhalb von fünf Minuten könnte somit Strom für 100 lokal emissionsfreie Kilometer nachgeladen werden. Fahrerassistenzsysteme für höchste Sicherheit

Selbstverständlich verfügt "Generation EQ" auch über die neuesten Fahrerassistenzsysteme von Mercedes-Benz. Zusammen mit dem hochpräzisen Kartenmaterial unseres Partners HERE kennen die Systeme so zum Beispiel die genauen Kurvenradien sowie die Position und Größe eines Kreisverkehrs. Das Fahrzeug kann daraufhin die Geschwindigkeit und Fahrdynamik automatisch einregeln, damit der Fahrer noch mehr Komfort und Entlastung erfährt. Damit geht EQ einen weiteren Schritt auf dem Weg zum autonomen Fahren, immer unter der Prämisse Sicherheit und im Einklang mit den gesetzlichen Regelungen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem optimierten Zusammenspiel der einzelnen Features, der sogenannten "Sensor Fusion", also der intelligenten Verknüpfung von Daten aus unterschiedlichen Sensoren. Diese zählt nach Einschätzung der Mercedes-Benz Experten zu einer der wichtigsten Voraussetzungen in Richtung automatisiertes Fahren.

3D-Echtzeit-Kartendarstellung von HERE
Das digitale Interface kann aber noch wesentlich mehr: Ein weiteres Highlight ist die hochdetaillierte 3D-Stadtansicht mit zukunftsweisendem Design. Die technische Grundlage dafür bildet die Kartenplattform von HERE. So können zum Beispiel bei der Suche nach Point-Of-Interests Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten besonders hervorgehoben werden. Andere Gebäude treten elegant in den Hintergrund. Ein weiterer Schwerpunkt bei der Gestaltung der neuen HERE-Karten liegt in der Reduktion der visuellen Komplexität während der Fahrt: So sieht der Fahrer lediglich die für die Navigation relevanten Gebäude und Informationen. Hierbei zeigt sich das Zusammenspiel von Cockpit und Karte in außergewöhnlicher Weise - so spiegeln die Gebäude in der Karte detaillierte Reflektionen der Instrumentenbeleuchtung wider. Zugleich gibt die Kartendarstellung auch einen Ausblick auf neue Funktionen speziell für Elektrofahrzeuge: Der Fahrer bekommt Hinweise auf Ladestationen sowie Informationen, wo induktives Laden entlang der Route möglich ist. Auch eine Anzeige des aktuellen Energieverbrauchs entlang der gefahrenen Strecke ist in der hochdetaillierten Anzeige integriert.

Intelligente Fahrerunterstützung
Im Fokus des User Interface steht eine optimale Unterstützung des Fahrers: etwa wenn es darum geht, den vorhandenen Energiegehalt der Batterien und die daraus resultierende Reichweite optimal zu nutzen. Die innovative Verbrauchsanzeige gibt dem Fahrer Feedback über seine Fahrweise und vermittelt ihm Energiesparpotenziale.
Denkbar sind zudem weitere Anreize für den Fahrer: Eine Anzeige auf dem Widescreen-Display signalisiert ihm, dass er mit der aktuellen Reichweite nicht nur sein Fahrziel erreicht, sondern auch noch einen Umweg für einen Spontanbesuch bei Freunden ermöglicht. Zusätzlich kann der Fahrer Bonus-Kilometer sammeln, wenn er betont effizient mit der Antriebsbatterie umgeht - eine ähnliche Funktionalität, wie sie bereits von heutigen Modellen bekannt ist. Der Clou: Über die gesammelten Bonuskilometer erkennen die Insassen, welche Attraktionen oder interessante Städte sie aufgrund ihrer Fahrweise vom aktuellen Standort erreichen können.

20.09.2016 Mercedes urban eTruck für schweren Verteilerverkehr

Mercedes gibt auf der IAA 2016 Nfz in Hannover einen Ausblick wie die Elektromobilität im Nfz Sektor Einzug erhalten wird.
Dabei wurde für 2018 ein völlig elektrischer Mercedes-Benz Sprinter und Citaro City-Bus angekündigt.
Der urban eTruck kommt etwas später.


Keine Einschränkungen bei Nutzlast und Alltagstauglichkeit
Einer der entscheidenden Faktoren für den Erfolg von Elektroantrieben im gewerblichen Einsatz ist neben der Reichweite die Gewichtsbilanz – bei Nutzfahrzeugen müssen elektrisch angetriebene Fahrzeuge auch in diesem Punkt die Performance eines Lkw mit Dieselmotor erreichen. Der Urban&xnbsp;eTruck muss sich vor seinen Kollegen mit Verbrennungsmotor nicht verstecken. Sein Mehrgewicht beläuft sich auf lediglich etwa 1700&xnbsp;kg. Da die EU-Kommission eine Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichts für Lkw mit Alternativantrieb um maximal eine&xnbsp;Tonne befürwortet, wird der Gewichtsnachteil des Elektroantriebs größtenteils ausgeglichen.

Elektromotoren: Volle Durchzugskraft bereits vom Start weg
Die Entwickler haben von der ursprünglichen Niederflurachse für den Urban&xnbsp;eTruck die Antriebsmodule mit je einem flüssigkeitsgekühlten hoch­tourigen Asynchron-Dreiphasenmotor pro Seite übernommen. Die Nenn­spannung beläuft sich auf 400&xnbsp;V, die Maximalleistung auf 2&xnbsp;x&xnbsp;125&xnbsp;kW. Die Motoren erreichen ein maximales Drehmoment von 2&xnbsp;x&xnbsp;500&xnbsp;Nm. In Ver­bindung mit der Übersetzung erreicht das Drehmoment am Rad 11&xnbsp;000&xnbsp;Nm.
Ein entscheidender Vorteil von Elektromotoren: Da die volle Durchzugskraft technisch bedingt bereits aus dem Stand voll zur Verfügung steht, liegt die Fahrdynamik des Urban&xnbsp;eTruck auf dem Niveau eines vergleichbar starken Lkw mit Dieselmotor.

Batterie sichert bis zu 200&xnbsp;km Reichweite
Wichtig für die Praxistauglichkeit des Elektroantriebs ist die Reichweite, definiert vor allem durch die Batteriekapazität. Sie ist beim Urban&xnbsp;eTruck modular aufgebaut und trägt damit den unterschiedlichsten Ansprüchen Rechnung. Als Basisbestückung des Urban&xnbsp;eTruck dient ein Batteriepaket aus drei Modulen mit einer Gesamtkapazität von 212&xnbsp;kWh. Daraus resultiert eine Reichweite von bis zu 200&xnbsp;km. Das ist üblicherweise ausreichend für eine Tagestour im Verteilerverkehr. Verwendet werden Lithium-Ionen-Akkus. Sie sind gleichermaßen leistungsstark wie langlebig. Hinzu kommt im Fahr­betrieb als Aufladung Rekuperation, also die Umwandlung von Bremsener­gie in Strom. Beim Bremsen dienen die Elektromotoren des Urban&xnbsp;eTruck als Generatoren und können so die Batterien nachladen. Durch dieses Verfahren werden gleichzeitig die Betriebsbremsen geschont.

Die durchdachte Konstruktion des Urban&xnbsp;eTruck ermöglicht auch andere Varianten der Batteriebestückung. Ist weniger Reichweite erforderlich, kann der Urban&xnbsp;eTruck mit einem kompakten Batteriesatz mit niedrigerer Kapazität bestückt werden. Wünschen Kunden eine höhere Reichweite, ist ein zusätzliches Batteriepaket möglich. Somit kann jeder Nutzer den Urban&xnbsp;eTruck auf das individuelle Einsatzprofil auslegen und sein passendes Gleichgewicht aus Reichweite, Nutzlast und Anschaffungskosten definieren.

Reibungslos funktionierendes Gesamtsystem durch Vernetzung
Fahrzeuginformationen des Urban&xnbsp;eTruck, Umgebungsdaten, Telematik und Antriebssteuerung, Fahrer und Disposition – diese intelligente Vernetzung ermöglicht ein reibungslos funktionierendes Gesamtsystem. Es sichert mit seiner Antriebs- und Energiesteuerung maximale Leistungsfähigkeit und höchstmögliche Reichweite im Verteilerverkehr. Den Fahrer unterstützen bei seiner Tätigkeit revolutionäre Anzeige- und Bedienelemente.

Revolutionäre Anzeige- und Bedientechnik mit Zentraldisplay
An die Stelle herkömmlicher Instrumente tritt im Urban&xnbsp;eTruck auf der Basis von zwei Displays eine vollkommen neue Anzeige- und Bediensystematik. Der Fahrer blickt direkt auf ein Zentraldisplay im Format 12,3&xnbsp;Zoll. Es bietet auf übersichtliche Weise alle wichtigen Informationen. An die Stelle der klassischen Daten zur Kontrolle und Überwachung des Fahrzeugs treten im Urban&xnbsp;eTruck detaillierte Daten und Fakten zur Route.

Sie basieren auf hinterlegten dreidimensionalen Karten mit allen wesent­lichen Informationen zur Routenführung einschließlich Kurvenverlauf und Topografie sowie Verkehrsschilderkennung, und sie sind mit der Antriebs­steuerung des Urban&xnbsp;eTruck vernetzt.
Im mittleren Segment des Zentraldisplays wird auf der linken Seite die Geschwindigkeit angezeigt. Die zentrale Anzeige besteht aus einer stili­sierten Straße. Hier sind vielfältige Informationen zusammengefasst, beginnend mit der Streckenführung: Die Form der Straße gibt den realen Verlauf der unmittelbar vorausliegenden Strecke wieder, einschließlich der Kurven. Vorausfahrende Fahrzeuge werden mit ihrem Abstand und ihrer aktuellen Geschwindigkeit angezeigt. Dank der hinterlegten Karte werden auch bevorstehende Brems- und Beschleunigungsphasen der automatischen Antriebssteuerung des Lkw frühzeitig signalisiert, ebenso anstehende Ereignisse wie Ampeln. Auf Basis einer Verkehrsschilderkennung passt der Urban&xnbsp;eTruck seine Geschwindigkeit automatisch an.

Der Fahrer hat die Batteriekapazität stets im Blick
Der obere Bereich des Displays informiert den Fahrer mit einer farbigen Horizontlinie, ob die aktuelle Batteriekapazität der Planung entspricht. Sollte eine vorab kalkulierte Toleranzschwelle unterschritten werden, wechselt die Farbe der Anzeige von grün auf rot. In diesem Fall kann der Urban&xnbsp;eTruck von sich aus Gegenmaßnahmen einleiten und die Fahrstrategie verändern. Sollte der Energievorrat so weit sinken, dass ein Erreichen der nächsten Ladestation in Gefahr ist, leuchtet eine zusätzliche Warnung auf. Sowohl der Fahrer als auch der Disponent können nun frühzeitig eingreifen und das Antriebsmanagement auf den reichweitenorientierten Eco-Modus umstellen. Zusätzlich kann der Disponent die Routenplanung optimieren.

Tablet informiert über Energiefluss, Reichweite und Verbrauch
Ein zusätzliches Tablet – ähnlich dem bekannten Fahrer-Tablet DispoPilot.guide von FleetBoard – übermittelt dem Fahrer weitere nützliche Daten. So erhält er vor seiner Abfahrt detaillierte Informationen über seine Tour. Er erkennt die berechneten Fahrzeiten zu den Ladestellen und die voraussichtliche Aufenthaltsdauer dort. Auch die vorgeschriebene Lenk­zeitpause ist bereits eingetragen.

Range Potato: Reichweite in Form einer Streckenkarte
Die geplante Tour wird außerdem in einem „Range Potato“ innerhalb einer Umkreiskarte präsentiert. Sie zeigt dem Fahrer über seine Tour hinaus die maximale Reichweite mit der aktuellen Batterieladung. Die dynamische Anzeige passt sich fortlaufend den Gegebenheiten an. Die Berechnungen orientieren sich an realen Straßenverbindungen, einschließlich Topografie. Auf diese Weise kann der Fahrer die Reichweite mit den aktuellen Energie­reserven erkennen. Die dritte Darstellung präsentiert eine dynamische Vorschau des Energiebedarfs während der Tour. Hier ist in Form von zwei Linien eine Bandbreite angegeben, innerhalb derer sich der Stromverbrauch bewegen kann, damit Fahrer und Urban&xnbsp;eTruck ihre Tour vollständig beenden können. Eine farbige Kennzeichnung unterstützt die Darstellung. Bewegt sich der Urban&xnbsp;eTruck im „grünen Bereich“, bestehen keinerlei Risiken. Sollte sich der tatsächliche Energiebedarf außerhalb dieses Bandes bewegen, wird der Fahrer durch eine rote Kennzeichnung gewarnt. Die entsprechenden Berechnungen erfolgen fortlaufend auf Basis der aktuellen Betriebsstrategie, der drei­dimensionalen Karte, der Routenplanung sowie der Verkehrssituation.

Auto, agile oder eco: Drei Modi für die Fahrstrategie wählbar
Die Fahrstrategie und der damit verbundene Energieverbrauch lassen sich durch unterschiedliche Fahrmodi beeinflussen. Im Normalfall ist der Urban&xnbsp;eTruck im „auto“-Modus unterwegs. Er regelt den Energieverbrauch so, dass der Urban&xnbsp;eTruck die vorgegebene Tour problemlos zu Ende bringen kann. Abhängig vom tatsächlichen Energieverbrauch werden die Einstellungen in diesem Modus fließend verändert. Somit ist ein Gleich­gewicht aus Reichweite und verfügbarer Leistung gesichert. Der Fahrer kann in diesem Modus mehrere Parameter verändern. Um nicht in die Kühlkette der Ladung einzugreifen, bleiben Eingriffe in die Kühlung des Aufbaus jedoch tabu.

Der zweite Modus Namens „agile“ entspricht einer „Power“ -Stellung – hier steht volle Leistung zur Verfügung. Das kann – genug Reichweite voraus­gesetzt – in gebirgigen Regionen nützlich sein, oder wenn zugunsten des Zeitplans die Geschwindigkeit erhöht werden soll.
Ist maximale Reichweite erforderlich – zum Beispiel bei unerwartet hohem Energieverbrauch – wird der Energiespar-Modus „eco“ gewählt. Hier wird das Drehmoment des Motors zugunsten eines minimalen Verbrauchs und maximaler Reichweite deutlich reduziert und die Rekuperationsleistung angehoben, also die Rückgewinnung von Energie beim Bremsen. Auch werden Nebenverbraucher heruntergefahren.
Auf Tastendruck hat der Fahrer ebenfalls den Energiefluss detailliert im Blick. Zum aktuellen Stand der Batteriekapazität gesellen sich hier Anzeigen für den Abfluss von Energie in Kilowatt zur Kühlung des Aufbaus, für Neben­verbraucher im Fahrerhaus sowie vor allem zu den beiden Antriebsmotoren.

Vernetzung und der Telematikdienst FleetBoard for urban distribution
Hinter den Anzeigen verbergen sich Mechanismen, die alle Komponenten und alle Beteiligten intelligent vernetzen und so die notwendige Transport­leistung, die Routenplanung und die Reichweite in einen Gleichklang bringen. Einen maßgeblichen Beitrag liefert Daimler FleetBoard mit dem zukunftsweisenden Telematikdienst „ FleetBoard for urban distribution“. Das Daimler-Tochterunternehmen gehört zu den europaweit führenden An­bietern von Telematiklösungen. Derzeit sind rund 180&xnbsp;000 Fahrzeuge bei rund 6000 Kunden mit FleetBoard unterwegs. Durch den Telematikdienst FleetBoard for urban distribution sind Fahrer und Spedition per FleetBoard App auf dem Tablet verbunden. Hier findet die von FleetBoard gewohnte Kommunikation zwischen Fahrer und Disposition statt. Sie umfasst die Übermittlung von Nachrichten, Tourenplanung, Ladeinformationen und die Navigation.

Aber FleetBoard for urban distribution leistet mehr: Erstmals werden Telematik und die Steuerung des Antriebsstrangs miteinander vernetzt. Damit wachsen Fahrer, Fahrzeug und die Disposition mehr denn je zu einer Einheit zusammen. Das beginnt bereits in der Disposition: An die Stelle klassischer fester Touren aus der Lebensmittel-Logistik tritt mit dem Urban&xnbsp;eTruck und FleetBoard for urban distribution ein flexibles System. Es stellt sicher, dass alle vorgesehenen Transportaufgaben des Fuhrparks erledigt werden können und die Reichweite der Lkw dabei weder überstrapaziert noch unzureichend ausgenutzt wird. Touren werden durch die Disposition jeden Tag neu zusammengestellt. Variablen sind dabei neben den vorliegenden Aufträgen die Palettenplätze der Lkw und das Ladungsgewicht, die Reichweite der Fahrzeuge sowie die erlaubten Lenkzeiten der Fahrer. Sofern sich aus den Berechnungen mehrere mögliche Varianten für unterschiedliche Lkw ergeben, schlägt das Telematiksystem eine Priorisierung vor. Die für eine Tour am besten geeigneten Fahrzeuge werden am Bildschirm des Disponenten farbig markiert.

Das System verarbeitet für eine exakte Planung sogar Wetterdaten – schließlich spielt für den Energieverbrauch eines Frischdienst-Aufbaus neben der Öffnungsdauer der Türen zum Laderaum auch die Außen­temperatur eine wichtige Rolle: Je heißer es ist, desto höher ist der Kühl­bedarf für die Ladung. Das Telematiksystem arbeitet mit einem zusätzlichen Programm, einem virtuellen Beobachter. Er greift ein, falls sich durch unvorhersehbare Ereig­nisse die Reichweite verändern sollte, zum Beispiel durch unerwartete Rück­ladungen. Stößt der Lkw dadurch an seine Reichweitengrenzen, gibt der virtuelle Beobachter einen Warnhinweis. Dann übernimmt entweder ein weiterer Lkw mit ausreichender Reichweite die Zusatzleistung oder sie wird für die nächste Tour fest mit eingeplant.

Wettbewerbsfähige Gesamtkosten durch smart energy services
Neben mangelnder Reichweite hielt bisher die fehlende Gesamtwirtschaftlichkeit den Durchbruch des elektrischen Antriebs im Verteilerverkehr mit Nutzfahrzeugen auf. Eine wichtige Rolle in der Kostenkalkulation spielt dabei die Energieversorgung der eTrucks im Betrieb des Spediteurs. Daimler&xnbsp;Trucks betrachtet dabei den gesamten Energiekreislauf und ermittelt individuell für jeden Kunden die wirtschaftlichste Lösung. Stromversorgung und Stromtarife sind ein hochkomplexes Thema. Auch darf der Einsatz von Lkw nicht von Uhrzeiten günstiger Stromtarife abhängen – Frischdienstfahrzeuge müssen zeitgenau Waren ausliefern. Erschwerend: Wenn Flotten die Batterien mehrerer elektrisch angetriebener Lkw gleichzeitig aufladen, kann die Stromversorgung eines Unternehmens in die Knie gehen. Bei einer Ladeleistung von bis zu 150&xnbsp;kW pro Fahrzeug ist bei zehn Lkw bereits eine Gesamtleistung von 1,5&xnbsp;Megawatt erforderlich – das entspricht einem kompakten Kraftwerk.

smart energy services: Kosten senken, Verfügbarkeit steigern
Die simpelste Variante der Energieversorgung für Elektrofahrzeuge ist mit Blick auf die Stromrechnung auch die teuerste: Wer den Urban&xnbsp;eTruck oder andere elektrisch angetriebene Fahrzeuge bei Bedarf einfach an die Steckdose hängt, muss den Strom besonders teuer bezahlen. Deutlich günstiger wird es, wenn der Betreiber die Ladung intelligent regelt und über definierte Ladezyklen teure Lastspitzen vermeidet.
In einigen Fällen wird die Stromrechnung nochmals deutlich günstiger bei der Kombination von geregelter Ladung in Verbindung mit einem stationä­ren Batteriespeicher. Er kann kontinuierlich und ohne Lastspitzen geladen werden, wenn der Strom am günstigsten ist. Die Aufladung der Antriebs­batterien der Lkw-Flotte erfolgt dann ganz nach Bedarf. Damit sinken die Kosten und die Verfügbarkeit steigt. Unabhängig davon, ob im individuellen Fall ein Batteriespeicher sinnvoll ist, können die Kosten eines Elektrofahrzeugs in Verbindung mit smarten Energielösungen deutlich günstiger liegen als bei einem Lkw mit Dieselantrieb. Fahrzeuge plus Stromspeicher aus einem Konzern
Für den bei Bedarf passenden stationären Batteriespeicher entwickelt Daimler individuell zugeschnittene Lösungen. Verantwortlich dafür zeichnet die Mercedes-Benz Energy&xnbsp;GmbH. Sie bezieht die Energiespeicher von der Daimler Tochter Deutsche&xnbsp;Accumotive. Dabei handelt es sich um hochwertige Lithium-Ionen-Batterien. Sie werden je nach Einsatz und Leistungs­anforderung individuell kombiniert.

Zum Einsatz können dabei auch Batterien als Zweitverwertung aus elektrisch angetriebenen Fahrzeugen kommen. Sie verfügen noch über ca. 80&xnbsp;Prozent ihrer Ausgangskapazität. Während damit die Grenze für den mobilen Einsatz erreicht ist, sind die Batterien beim Einsatz in Stationärspeichern über viele Jahre verwendbar.

Stromkosten verringern - der Weg zum Energiedienstleister
Der Einsatz von stationären Batteriespeichern eröffnet zahlreiche Möglichkeiten. Als Puffer vermeiden sie teure Spitzenleistungen und senken so die Stromkosten. Dies wird besonders beim Einsatz einer ganzen Flotte von Fahrzeugen spür­bar, die gleichzeitig geladen werden muss. Schließlich kann ein Unternehmen, das batterieelektrische Lkw einsetzt, sogar selbst als Energiedienstleister auftreten. Etwa an Wochenenden oder Feiertagen, wenn die Fahrzeuge nicht im Einsatz sind und selbst keine Versorgung benötigen. Dabei werden entweder die Batterien der Fahrzeuge – man spricht dann von „vehicle2grid“ – oder der ggf. vorhandene Stationär­speicher genutzt, um mit Energiedienstleistungen Geld zu verdienen. So wird auch mit dem stehenden Fahrzeug Umsatz generiert.
Weitere Möglichkeiten für Stationärspeicher ergeben sich, wenn diese nicht nur aus dem öffentlichen Netz geladen werden, sondern auch durch selbst­erzeugten Strom von Solaranlagen auf den großflächigen Dächern von Lagerhäusern. Somit können Betreiber von Lkw-Flotten ihre Fahrzeuge zum Teil mit eigener Energie versorgen und gewinnen damit nochmals erheblich an Unabhängigkeit.

27.07.2016 Mercedes eTruck für schweren Verteilerverkehr

Der weltweit erfolgreichste Lkw Hersteller Daimler Trucks präsentierte heute in Stuttgart mit dem Mercedes-Benz Urban eTruck erstmals einen vollelektrischen Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 26 Tonnen. Damit können im städtischen Verteilerverkehr künftig auch schwere Lkw lokal emissionsfrei und flüsterleise fahren. Die Markteinführung dieser Technologie ist für Daimler Trucks Anfang des nächsten Jahrzehnts vorstellbar. Im leichten Verteilerverkehr beweist Daimler Trucks mit dem Fuso Canter E-Cell bereits seit 2014 in Kundentests eindrucksvoll die Alltagstauglichkeit eines vollelektrischen Lkw. Die Entwicklung der Elektro Lkw bis hin zur Serienreife ist fester Bestandteil der Strategie von Daimler Trucks zum weiteren Ausbau der Technologieführerschaft. Dazu fließt ein erheblicher Teil künftiger Investitionen der Lkw-Sparte im Bereich Forschung und Entwicklung in die Weiterentwicklung des vollelektrischen Antriebs.

„Bislang war der Einsatz von Elektroantrieben im Lkw extrem limitiert. Mittlerweile entwickeln sich Kosten, Leistung und Ladedauer so rasant weiter, dass wir für den Verteilerverkehr jetzt eine Trendwende sehen: Die Zeit ist reif für den Elektro-Lkw. Bei leichten Verteiler-Lkw sind wir mit dem Fuso Canter E-Cell bereits seit 2014 in intensiver Kundenerprobung. Mit dem Mercedes-Benz Urban eTruck elektrifizieren wir jetzt den schweren Verteilerverkehr bis 26 Tonnen. Wir wollen das elektrische Fahren so konsequent besetzen wie das autonome und vernetzte Fahren“, betont Dr. Wolfgang Bernhard, Vorstand Daimler Trucks und Buses.

Zunehmende Urbanisierung erfordert vollelektrische Lkw
Bessere Luftqualität, geringerer Lärmpegel und Einfahrrestriktionen sind inzwischen wichtige Schlagworte in den großen Metropolen weltweit. Denn weltweit ziehen immer mehr Menschen in die Stadt. Seit 2008 leben weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land und der Trend setzt sich fort: Die UN rechnen für das Jahr 2050 mit neun Milliarden Bewohnern auf der Erde, davon werden etwa 70 Prozent in Städten wohnen. Künftig gilt es, für immer mehr Menschen Güter in urbanen Räumen zu transportieren – und dies möglichst emissionsfrei und leise. Metropolen wie London oder Paris erwägen inzwischen, künftig Verbrennungsmotoren aus den Stadtzentren zu verbannen. Das bedeutet: in Zukunft werden dort vollelektrische Lkw die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln oder anderen Gütern des täglichen Bedarfs sicherstellen.

Rasante Steigerung der Batteriekapazität zu deutlich geringeren Kosten macht Einführung Anfang des nächsten Jahrzehnts vorstellbar
Bis vor kurzem schien der Einsatz vollelektrischer Antriebe im Lkw undenkbar – vor allem aufgrund der hohen Kosten für die Batterien gepaart mit einer geringen Reichweite. Inzwischen ist die Technik deutlich ausgereifter. Insbesondere die Batteriezellen entwickeln sich rasant weiter: Daimler Trucks erwartet, dass die Kosten für die Batterien eines vollelektrischen Lkw von 1997 bis 2025 um den Faktor 2,5 sinken werden – von 500 Euro/kWh auf 200 Euro/kWh. Gleichzeitig steigt die Leistung in diesem Zeitraum um den gleichen Faktor von 80 Wh/kg auf 200 Wh/kg.

Innovative Batterietechnik für Mercedes-Benz Urban e Truck
Die technische Ausgangsposition des Mercedes-Benz Urban eTruck bildet ein schwerer dreiachsiger Verteiler-Lkw von Mercedes-Benz. Darüber hinaus haben die Entwickler von Daimler Trucks das Antriebskonzept völlig neu erdacht: An die Stelle des konventionellen Antriebsstrangs tritt eine elektrisch angetriebene Hinterachse mit Elektromotoren unmittelbar neben den Radnaben. Die neue Achse wurde abgeleitet aus der E-Achse des Mercedes-Benz Citaro Hybrid Busses. Die Energieversorgung sichert ein Batteriepaket aus drei Modulen von Lithium-Ionen-Batterien. Daraus resultiert eine Reichweite von bis zu 200 km – ausreichend für eine typische Tagestour im Verteilerverkehr. Dank des integrierten Konzepts der Antriebsachse mit radnabennahen Motoren finden die Batterien ihren Platz crashsicher innerhalb des Rahmens.

Da die EU-Kommission eine Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichts für Lkw mit Alternativantrieb um bis zu eine Tonne unterstützt, wird das zusätzliche Gewicht durch den Elektroantrieb in Höhe von 1,7 Tonnen größtenteils ausgeglichen, denn das zulässige Gesamtgewicht des Urban eTruck steigt so von 25 auf 26 Tonnen. Die Nutzlast ist damit nur noch 700 kg geringer als bei einem unmittelbar vergleichbaren Lkw mit Verbrennungsmotor.

Fuso Canter E-Cell: rein elektrischer Antrieb seit 2014 im Kundeneinsatz
Für leichte Lkw ist der vollelektrische Antrieb bereits Gegenwart. Das beweist der Fuso Canter E-Cell. Die erste Generation des rein elektrisch angetriebenen Canter präsentierte Fuso bereits 2010. Im Jahr 2014 folgte die zweite Generation, die sich bereits bei ersten Flottentests in Portugal bewährt hat. Mit Reichweiten von über 100 Kilometern übertrafen die Fahrzeuge die durchschnittliche Distanz, die viele Lkw im leichten Verteilerverkehr pro Tag zurücklegen. Die Lkw absolvierten insgesamt unter verschiedensten Einsatzbedingungen innerhalb eines Jahres mehr als 50.000 km. Die Fahrzeuge fuhren dabei lokal völlig emissionsfrei und senkten die CO2-Emissionen unter Berücksichtigung der Stromproduktion um 37 Prozent im Vergleich zu Dieselmotoren. Die Betriebskosten waren im Schnitt um 64 Prozent günstiger.

Marc Llistosella, Leiter Daimler Trucks Asia und Präsident & CEO Mitsubishi Fuso Trucks and Bus Cooperation (MFTBC): „Mit der aktuellen Generation des Canter E-Cell sind unsere Kunden nicht nur umweltfreundlich, sondern auch kostengünstig unterwegs. In unserem Test in Lissabon ließen sich im Vergleich zum Diesel-Lkw immerhin rund 1.000 Euro auf 10.000 Kilometer sparen.“

„Wir bei Fuso haben inzwischen langjährige Erfahrung in der Entwicklung lokal emissionsfreier Nutzfahrzeuge und diese Entwicklung treiben wir auch in Zukunft konsequent weiter voran. Ganz konkret öffnen wir auf der IAA Nutzfahrzeuge im September die Tür nochmal ein Stückchen weiter in Richtung Serienfertigung – mit der dritten Generation des Fahrzeugs unter seinem neuen Namen: dem Fuso eCanter“, so Llistosella weiter.

Aktuelle Flottentests mit dem Fuso Canter E-Cell in Deutschland
Seit April 2016 erproben die Stadt Stuttgart sowie der Paketdienstleister Hermes fünf Fuso Canter E-Cell in Deutschland. Insbesondere der Einsatz im topografisch höchst anspruchsvollen Stuttgarter Stadtgebiet liefert Daimler Trucks wichtige Erkenntnisse aus dem Kundeneinsatz mit Blick auf die Weiterentwicklung des vollelektrischen Antriebs. Erste Ergebnisse dieses Kundentests werden für Anfang 2017 erwartet.

Dirk Rahn, Geschäftsführer Operations bei der Hermes Germany, sagte am Rande der heutigen Veranstaltung: „Wir sind sehr stolz, seit vielen Jahren erfolgreich mit Daimler bei der Entwicklung relevanter Zukunftstechnologien zusammenzuarbeiten. Auch im aktuellen Projekt sind wir gerne wieder der Einladung von Daimler gefolgt, die Erprobung des Fuso Canter E-Cell aus unserem logistischen Alltag heraus tatkräftig zu unterstützen. Die Ergebnisse des Testlaufs sind dabei äußerst positiv. Mit Blick auf die wachsenden Anforderungen in der City Logistik freuen wir uns jetzt, in Kürze auch weitere Fahrzeugklassen zu erproben und zur Marktreife zu bringen. Unser gemeinsames Ziel: E-Mobilität wirtschaftlich zu gestalten.“

18.07.2016 Mercedes Roadmap 2016 & 2017

Mercedes hat nun offziell die Rollout Map für 2017 präsentiert. Im Wesentlich gibt es keine großen Überraschungen. Aufgrund der schnittigen Form ist das GLA Facelift im März/April 2017 als GLA Coupé bezeichnet.
Des Weiteren wird eine neue Motorenvariante für den AMG GT eingeführt. Er wird als AMG GT C bezeichnet. Dazu wird Anfang des Jahres der AMG GT C Roadster eingeführt.

Im 1. Quartal 2017 kommt das E-Klasse Coupé C238. Kurz darauf (2. Quartal 2017) folgt das E-Klasse T-Modell All Terrain. Im 3. Quartal 2017 folgt das E-Klasse Cabrio A238.
Ebenfalls im 3. Quartal 2017 folgt der Mercedes Pickup der Sparte MB Vans.
Im August 2017 wird das S-Klasse Facelift an die Kunden ausgeliefert.

18.07.2016 Mercedes-Benz Future Bus mit CityPilot

Megacities, Verkehrskollaps, Umweltprobleme – die Schlagworte sind auf allen Kontinenten der Welt identisch. Das Bedürfnis der Menschen nach Mobilität für Arbeit, Schule und Freizeit lässt sich unter diesen Voraussetzungen nicht allein mit Individualverkehr lösen. Daimler als Mobilitätsanbieter zeigt unterschiedliche Lösungswege auf. Ein wesentliches Angebot sind Omnibusse, besonders als komplettes, individuell abgestimmtes Verkehrssystem für den städtischen Lebensraum. Wie der Nahverkehr in Zukunft aussehen wird zeigt der teilautomatisiert fahrende Stadtbus mit CityPilot – er ist noch sicherer, effizienter und komfortabler unterwegs als herkömmliche Omnibusse. Konnektivität, Kamera- und Radarsysteme sowie Datenfusion katapultieren den Stadtbus in die Zukunft. Mercedes-Benz zeigt die spektakuläre Technik in einem ebenso spektakulären Technologieträger, dem Mercedes-Benz Future Bus mit CityPilot. Beides zusammen ist ein Meilenstein, sowohl in der Geschichte des Omnibusses als auch auf dem Weg zum autonomen und unfallfreien Fahren. Daimler ist führender Hersteller von Fahrzeugen mit automatisierten Fahrfunktionen. Mit dem Mercedes-Benz Future Bus präsentiert Daimler Buses nun seine ganz konkrete Idee des Stadtbusses von morgen.

Vorteile für Fahrgäste, Fahrer und Betreiber gleichermaßen
Der Mercedes-Benz Future Bus mit CityPilot baut die Attraktivität des Verkehrsträgers Stadtbus weiter aus. Das betrifft vor allem die Fahrgäste, aber auch Fahrer und Betreiber. Alle drei Gruppen profitieren von einem revolutionären Design und einer wegweisenden Technik. Der Omnibus wird eins mit seiner Umwelt, das gilt sowohl für das Außen- und Innendesign als auch für die Technik, mit der er sich auf seiner Trasse bewegt und mit der Umgebung kommuniziert.

CityPilot: faszinierende Technik erhöht Sicherheit, Effizienz und Komfort
Die Technik des CityPilot im Mercedes-Benz Future Bus basiert auf dem vor zwei Jahren vorgestellten autonom fahrenden Lkw Mercedes-Benz Actros mit Highway Pilot. Sie wurde jedoch für den spezifischen Einsatz in einem Stadtomnibus entscheidend weiterentwickelt und mit zahlreichen Funktionen ergänzt. So kann der CityPilot Ampeln erkennen, mit ihnen kommunizieren und fährt sicher über Ampelkreuzungen. Er kann ebenfalls Hindernisse und vor allem Fußgänger auf der Fahrbahn erkennen und bremst selbstständig. Ebenso fährt er automatisch an Haltestellen heran, öffnet und schließt dort die Türen. Nicht zuletzt durchquert er Tunnel.

Ein knappes Dutzend Kameras scannt Fahrbahn und Umgebung, Fern- und Nahbereichsradarsysteme tasten ständig die vorausliegende Strecke ab. Hinzu kommt ein GPS-System. Alle Daten zusammen ergeben durch Datenfusion ein extrem präzises Bild und ermöglichen eine zentimeter­genaue Positionierung des Omnibusses. Dies funktioniert in der Praxis bereits bei der Weltpremiere des CityPilot auf einer anspruchsvollen, knapp 20 km langen Strecke mit teils engen Kurven, mit Tunneln, zahlreichen Haltestellen und bei hohen Geschwindigkeiten für einen Stadtbus.

Der teilautomatisiert fahrende Stadtbus erhöht die Sicherheit, denn er entlastet den Fahrer, und seinen Kameras sowie Radarsystemen bleibt nichts verborgen. Er verbessert die Effizienz, denn die sanfte und vorausschauende Fahrweise schont die Aggregate, senkt den Kraftstoffverbrauch und damit gleichermaßen die Emissionen. Er erhöht durch seine fließend gleichmäßige Fahrt ebenfalls den Komfort der Fahrgäste an Bord.

Mercedes-Benz Future Bus: spektakulärer Technologieträger mit wegweisendem Design
Präsentiert wird der CityPilot im Technologieträger Mercedes-Benz Future Bus. Der rund zwölf Meter lange Solobus auf Basis des Weltbestsellers Citaro weist völlig neue Wege für das Außen- und Innendesign. Seine harmonische Linienführung orientiert sich mit einer asymmetrischen Gestaltung an der städtischen Architektur. Ob Design, Beleuchtung, Türanordnung oder Informationssysteme – der einzigartige Mercedes-Benz Future Bus macht seinem Namen alle Ehre.

Dies gilt ebenfalls für das Interieur, das sich in seiner offenen Gestaltung an Plätzen und Parks orientiert. Der Fahrgastraum entpuppt sich als wahrer Fahrgasttraum. Er ist für die unterschiedliche Verweildauer im Bus in drei Zonen geteilt. An den Wänden reihen sich jeweils Sitze in Form von Designerstühlen in lockerer Anordnung auf. Neuartige Haltestangen nehmen die Idee des Parks auf, sie verästeln sich baumartig nach oben zur zweifarbigen Decke. Dort ähnelt die Beleuchtung an ein Blätterdach. Informationen und Unterhaltung können Betreiber über großflächige Monitore im mittleren Segment des Fahrgastraums einspielen. Das völlig neu gestaltete Cockpit ist integrierter Bestandteil des Raums. Der Fahrer erhält die für ihn notwendigen Informationen auf einem großen Display in einer innovativen Darstellung.

20 km Fahrt ohne lenken, ohne Gas geben und Tritt auf die Bremse
Seine erste Fahrt in der Öffentlichkeit absolviert der Mercedes-Benz Future Bus mit CityPilot auf einem Teilstück der längsten BRT-Linie Europas (BRT = Bus Rapid Transit) in den Niederlanden. Sie verbindet den Flughafen Amsterdam Schiphol mit der Stadt Haarlem. Die knapp 20 km lange Strecke bedeutet für den Mercedes-Benz Future Bus eine echte Herausforderung: Sie ist kurvenreich, führt durch Tunnels und über Ampelkreuzungen.

Der Mercedes-Benz Future Bus mit CityPilot meistert die Anforderungen souverän: er fährt auf freier Strecke bis zu 70 km/h schnell, kann Hindernisse sowie Fußgänger auf der Fahrbahn erkennen, hält zentimetergenau an Haltestellen, öffnet und schließt seine Türen, fährt automatisch an und kommuniziert mit Ampelschaltungen. Der Fahrer muss auf der gesamten Strecke kein einziges Mal Gas und Bremse betätigen und muss nur bei Gegenverkehr entsprechend den Verkehrsvorschriften zum Lenkrad greifen. Er kann indes jederzeit eingreifen und im Bedarfsfall sofort die Kontrolle übernehmen.

Mercedes-Benz Future Bus mit CityPilot – die Zukunft des Stadtbusses hat begonnen. Er eignet sich ideal für BRT-Systeme, mit denen sich weltweit Verkehrsprobleme in Ballungsgebieten und Metropolregionen lösen lassen. Er fährt hocheffizient, steigert das Sicherheitsniveau signifikant und entlastet den Fahrer. Daimler Buses entwickelt damit das Omnibus-Verkehrssystem von morgen. (Fotos Daimler AG)

11.06.2016 Road to the future - alternative Antriebe

Mercedes wird in den nächsten Jahren rund 7 Mrd. EUR in den nächsten Jahren in neue umweltfreundlichere Triebstränge investieren. Darind machen den größten Teil die neuen Motorenfamilie aus (Diesel R4 OM654 & R6 OM656 sowie der R6 Benziner M256).

4-Zylinder Benziner:
Die aktuellen 4-Zylinder M270 (quer) und M274 (Längseinbau) erhalten ein "Facelift" und laufen dann als M260/M264 weiter. Dabei erhält der 4-Zylinder 2017 einen RSG (riemengetriebenen Startergenerator). Er ist deutlich kraftvoller als ein Anlasser und erhöht den Komfort des Startstopp-System. Rekuperation wird dadurch noch besser möglich. Er ist bereits aus den alten smart fortwo (451) mhd Modellen bekannt. So schön und kraftvoll springt kaum ein Motor an. Der neue fortwo 453 hat leider wieder ein Anlasser (Kostengründe).
Die ganz neues Generation von 4-Zylinder die mit der neuen Generation M256/OM654/OM656 mit jeweils 0,5 Liter Hubraum pro Zylinder verblockt ist, startet als letztes 2019/2020 als M250/M254 (quer/längs).

4-Zylinder Diesel OM654:
Er setzt Maßstäbe bei den Stickoxiden (NOX) und hat bewiesen (im AMS Test), dass er auch im realten Fahrbetriebe die NOX EU6 Grenzwerte um bis zu 50% unterschreitet. Ab 20. Juni 2016 ist er auch im E 200 d mit 150 PS bestellbar. Die gesamte Mercedes Flotte wird bis spätestens 2019 (auch Mercedes-Benz Vans (V-Klasse, Vito, Sprinter) mit dem neuen OM654 (quer/längs) umgerüstet. Aufgrund der motornahen Anordnung aller Abgasreinigungssysteme wird die Abgasanlage sich deutlich verändern ggü dem bekannten OM651. Dazu wird es unter dem Fahrzeug keine Abgasnachbehandlungssysteme mehr geben. Daher ist auch die Umrüstung / Integration des OM654 in die bestehenden Modelle etwas aufwendiger. Der 300 d mit Registeraufladung wird im 4.Quartal 2017 mit 231 PS folgen.

6-Zylinder Diesel OM656:
Basiert auf dem OM654, jedoch hier mit 6-Zylinder in Reihe und knapp 3 Liter Hubraum. Debüt in der S-Klasse Facelift im August 2017. Es wird 2 Varianten mit 313 und 395 PS geben.

6-Zylinder Benziner M256:
Der M256 ist ebenfalls ein R6 mit 3,0 Liter Hubraum. Er verfügt über eine Turboaufladung. Er kommt zum ersten Mal im S-Klasse Facelift zum Einsatz. Mitte 2018 kommt er dann auch in die E-Klasse und kurz vorher in den neuen CLS. Er verfügt über einen Partikelfilter wie der aktuelle S 500.
Dies ist eigentlich nicht so super außergewöhnlich. Schon der CLS 350 CGI / E 350 CGI mit 292 PS und 365 im C219/W211 hatten den M272 DES 35 mit Schichtladung. Im Teillastbereich gab es somit ein sehr mageres spritsparendes Gemisch. Dadurch erhöhte sich die NOX-Partikel. Daher waren diese Modelle schon mit Schichtladung schon 2006 mit DENOX Speicherkats ausgerüstet.
Kombiniert wird der M256 mit dem neuen 48 Volt-Bordnetz. Hier kommt dann ein ISG (integrierter Startergenerator) zum Einsatz der auf der Kurbelwelle sitzt (einen Prototyp kommte jesmb.de schon auf der IAA 2005 probefahren. Es war der CLK 500 ISG mit M273 DE 55 und 388 PS. Jetzt kann man aber durch das 48 Volt Bordnetz mehr Strom beim Bremsen rekuperieren ohne dabei die teuren Absicherungen für ein Hochvoltbornetz (400V) wie bspw beim C 300 h oder S 300 h / S 400h zu verbauen. Der ISG wird ca. 15 KW / 20 PS leisten und kann sehr gut rekuperieren und ermöglicht langsames kriechen bzw. Segeln mit ausgeschaltetem Verbrennungsmotor (ICE).
2. Generation Plug-In-Hybrid
Dieses Jahr erscheint noch der E 350e und GLC 350e Coupé. Sie gehören aber noch zur 1. Generation Plug-In-Hybrid Fahrzeuge bei Mercedes. Im August 2017 debütiert im S-Klasse Facelift die 2. Generation Plug-In-Hybrid Fahrzeuge. Eine neue Batterie mit mehr kwh ermöglicht dann statt 33 km mehr als 50 km elektrische Reichweite. Des Weiteren ist dann die 9G-Tronic NAG3 für den konsequenten Hybrideinsatz fertig. Zudem wird wohl der M276 DE 35 AL V6 durch den M256 DE 30 AL R6 ersetzt. Zudem erhäl die S-Klasse in Kombination mit der 2. Plug-In-Hybrid Generation mit dem Facelift im August 2017 das induktive Laden. Die Ladeeffizienz soll bei rund 90% liegen.

Im Januar 2018 wird dann auch die E-Klasse Plug-In-Hybrid auf die 2. Generation umgestellt. Die C-Klasse W205 folgt mit dem Facelift 2018.
2019/2020 werden dann wohl noch neuere Batterien zum Einsatz kommen die eine E-Reichweite der Plug-In-Hybriden von 80 bis 100 km ermöglichen.

Brennstoffzelle: GLC Plug-In-F-Cell:
Mercedes präsentiert auf der IAA im September 2017 den GLC als Brennstoffzellen Version als Plug-In-Version. Er verfügt wie der GLC 350e 4matic über eine rund 9 kwh große Batterie. Sie kann an einer Steckdose geladen werden, dient aber gleichzeitig auch als Pufferspeicher für die Brennstoffzelle. So kann sie besser im optimalen Betriebsbereich bleiben und die Spitzen oder geringen Lastanforderungen werden von der Batterie weggepuffert. Die Gesamtreichweite soll rund 500 km betragen. Der Tankvorgang dauert 3 min. Insgesamt werden 4kg Wasserstoff in mit carbonummantelten Tanks gespeichert. Der GLC F-Cell Plug-In wird über einen E-Motor an der Hinterachse angetrieben. 4matic ist nicht verfügbar. Die Produktionszahlen sollen bei 1.000 F-Cell Fahrzeugen im Jahr liegen. Problematisch sind in Deutschland aktuell die geringe Anzahl an Wasserstofftankstellen (34 Stück). Die Brennstoffzelle produziert aus Wasserstoff elektrische Energie und Wasser. Sie wurde gemeinsam mit Renault/Nissan, Ford und Daimler entwickelt. Enorme Kosteneinsparungen konnten erzielt werden. Der benötigte Bauraum wurde um rund 30 Prozent ggü bisherigen Brennstoffzellen reduziert. Die Systemleistung ist um 40% gestiegen und der Plantinanteil (sehr relevant für die Kosten) ist um 90% gesunken.

Electric drive:
Im Oktober feiert der smart fortwo (coupé/cabrio) sowie der forfour als electric drive auf dem Pariser Autosalon Premiere. Er kommt dann Anfang 2017 zu den Händlern. Der E-Motor wird von Renault zugeliefert. Die Batterie wird von der Deutschen Accumotive in Sachsen produziert (100% Daimler Tochter). Ebenfalls in Paris wird Mercedes eine electric drive Studie mit zwei E-Motoren (Limousine) mit einer Reichweite von 500 km präsentieren. Sie wird aber nicht vor 2020 in Serie gehen. (Fotos Daimler AG)

29.04.2016 Werk Kecskemet wird für MFA2 erweitert

Das Mercedes-Benz Werk Kecskemét wird auch die nächste Mercedes-Benz Kompaktfahrzeug-Generation (MFA 2) produzieren. Bis 2018 wird die Daimler AG in die technologische Weiterentwicklung sowie in den Ausbau der Produktion am Standort rund 580 Millionen Euro investieren. Neben einer neuen Halle für den Karosseriebau wird in effiziente und innovative Anlagen investiert. Zusätzlich werden die Kapazitäten der Fabrik erneut erweitert.

Allein in die neue Karosseriebauhalle mit hochmoderner Technologie fließen 250 Millionen Euro. Sie entsteht auf einer Grundfläche von 99.000 Quadratmetern und ist so gestaltet, dass möglichst viel Tageslicht in die Halle gelangt und damit helle und freundliche Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Durch die Gesamtinvestition werden zusätzliche Erweiterungen im Werk, zum Beispiel im Presswerk durchgeführt. Weiterhin erhält das Produktionsband verschiedene Anpassungen und Roboter zur Oberflächenbehandlung. Auch in der neuen Endmontage für die nächste Kompaktfahrzeug-Generation wird das Material nur noch von fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF) vollautonom mit vorbereiteten Warenkörben aus den Logistik- und Kommissionierzonen in vorkommissionierten Warenkörben ans Band gebracht. Damit entfallen nicht nur Laufwege für den Werker: Ein Blick in den Warenkorb zeigt am Ende, ob alle Teile verbaut wurden – ein weiterer, ebenso einfacher wie effektiver Beitrag zur Qualitätssicherung. Diese und andere Innovationen überträgt Mercedes-Benz auch in andere Werke des globalen Produktionsnetzwerks.

Über die globale Kompaktfahrzeug-Produktion von Mercedes-Benz
Das Mercedes-Benz Werk Kecskemét ist Teil des Kompaktfahrzeug-Produktionsverbunds innerhalb von Mercedes-Benz Cars. Zum Produktions-Verbund der aktuellen Kompaktfahrzeug-Generation gehört neben Kecskemét das Lead-Werk Rastatt sowie BBAC in Peking/China. Außerdem nutzt Mercedes-Benz Cars den finnischen Auftragsfertiger Valmet Automotive für die Produktion zusätzlicher A-Klassen. Aufgrund der gemeinsamen Kompaktfahrzeug-Architektur können die Kapazitäten jederzeit entsprechend der aktuellen Marktnachfrage flexibel und effizient im Verbund verteilt werden. Ab 2019 wird auch im Joint-Venture Werk zwischen Daimler und Nissan in Mexiko Fahrzeuge der MFA 2 Familie in Mexiko produziert werden.

Über das Mercedes-Benz Werk Kecskemét
Das Mercedes-Benz Werk Kecskemét beschäftigt mehr als 4.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2015 wurden mehr als 180.000 Mercedes-Benz Kompaktfahrzeuge produziert. Als erstes Modell lief 2012 in Kecskemét die Mercedes-Benz B-Klasse vom Band. Es folgte im Jahr 2013 das viertürige kompakte Coupé CLA und im Jahr 2015 der CLA Shooting Brake. Diese beiden Modelle werden in Kecskemét exklusiv für die ganze Welt produziert.

28.04.2016 Werk Hamburg steigt in Hightech-Produktion für E-Mobilität ein

Die Daimler AG richtet das Mercedes-Benz Werk Hamburg mit einer Investition von 500 Millionen Euro neu aus und erweitert das Produktportfolio um Schlüsselkomponenten der Elektromobilität. Dies ist Bestandteil des Zukunftsbilds, das die Werkleitung gemeinsam mit dem Betriebsrat beschlossen hat. Mit der Vereinbarung in Hamburg hat Mercedes-Benz Cars die Zukunftsbilder für alle Werke in Deutschland erfolgreich auf den Weg gebracht. Das Zukunftsbild Hamburg sichert die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und hält die Beschäftigung stabil. Außerdem sieht das Maßnahmenpaket Vereinbarungen für eine hochflexible Produktion durch moderne Schichtmodelle vor.

„Für die Belegschaft ist das jetzt vereinbarte Zukunftsbild ein klares, gutes Signal: Das Werk nimmt an der erfolgreichen Wachstumsstrategie des Unternehmens teil und profitiert von den Zukunftschancen der Branche. Die Sicherung von Zukunftsprodukten für den Standort war unser zentrales Anliegen in den Verhandlungen. Die Erhöhung der Zahl der Ausbildungsplätze und Festeinstellungen zeigen, dass das Unternehmen auch künftig auf den Standort Hamburg setzt“, so Jörg Thiemer, Vorsitzender des Betriebsrats Mercedes-Benz Werk Hamburg. Integraler Bestandteil des Produktportfolios am Standort ist und bleibt die traditionelle Produktion von Achsen und Achskomponenten, Leichtbaustrukturteilen und Lenksäulen sowie Komponenten der Abgastechnologie. Mit der Vereinbarung erhält das Werk zusätzliche Umfänge für Achsen- und Achskomponenten. Auch die dritte Generation der Lenksäulen wird zukünftig hier produziert. In jedem Mercedes-Benz Pkw wird somit weiterhin ein Produkt aus Hamburg verbaut. Auch die Leichtbaustrukturteile werden mit der Produktion des Cockpit-Querträgers für die C- und E-Klasse weiterhin aus Hamburg kommen. Diese hochmodernen und mit umweltfreundlichen Fertigungstechnologien hergestellten Komponenten leisten einen maßgeblichen Beitrag zur CO2-Reduzierung am Fahrzeug.

Über das Mercedes-Benz Werk Hamburg
Im globalen Powertrain-Produktionsverbund von Mercedes-Benz Cars entwickelt und produziert das Werk Hamburg Achsen und Achskomponenten, Lenksäulen und Leichtbaustrukturteile sowie Komponenten der Abgastechnologie. In jedem Mercedes-Benz Pkw wird mindestens ein Produkt aus dem Hamburger Werk verbaut. Mit seinen über 2.500 Mitarbeitern ist das Werk seit Jahren hoch ausgelastet.

13.04.2016 Neues Presswerk u.a. für MFA2

Mercedes-Benz hat im Presswerk Kuppenheim eine der weltweit modernsten Karosseriepressen offiziell gestartet und verfügt damit im badischen Murgtal über einen enorm wettbewerbsfähigen Verbund eng verzahnter Fertigungsstätten für die aktuelle Kompaktwagengeneration. In den Ausbau von Kuppenheim investiert Mercedes-Benz 170 Millionen Euro und schafft 200 zusätzliche Arbeitsplätze am Standort. Zur Inbetriebnahme der neuen Servo-Pressenlinie trafen sich Vertreter von Mercedes-Benz, aus der Politik und zahlreiche Gäste im Werk. „Kuppenheim II schließt an die Wachstumsstrategie von Mercedes-Benz Cars an. Mit dem Ausbau von Kuppenheim und der Integration in unseren globalen Presswerk-Verbund bündeln wir die Pressteilfertigung für das Mercedes-Benz Werk Rastatt und stellen die Weichen für zukünftiges Wachstum unserer aktuellen Kompaktwagengeneration. Bei der Erweiterung des Presswerks standen Effizienz und Flexibilität der Anlagen an erster Stelle“, so Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain Management. „Dadurch können wir auf Kundenwünsche und Marktanforderungen flexibel reagieren und stärken damit unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit.“

Die neue Anlage versorgt die Mercedes-Benz Werke Rastatt und Kecskemét sowie den finnischen Auftragsfertiger Valmet Automotive mit Karosseriepressteilen aus unterschiedlichsten Stahl- und Aluminiumsorten. Sie ergeben in der aktuellen Kompaktwagengeneration einen idealen Mix aus Design, Crash-Sicherheit, Leichtbau und Qualität. Das Presswerk Kuppenheim ist Teil eines Presswerk-Produktionsverbunds mit den weiteren Standorten Sindelfingen, Bremen, Hamburg und Kecskemét. Der Presswerkverbund gehört zur Technologiefabrik von Mercedes-Benz Cars.

„Wir werden in das Werk Kuppenheim weiter investieren. In der nächsten Ausbaustufe erhält der Standort einen Karosserierohbau, der Module und Komponenten für die nächste Kompaktwagen-Generation von Mercedes-Benz produzieren wird“, kündigte Schäfer an. Das Presswerk Kuppenheim stellt bereits seit 2011 auf 92.000 Quadratmetern Karosserieteile für Kompaktfahrzeuge und Daimler Trucks her. Das bestehende Presswerk wurde mit der Inbetriebnahme der neuen Pressenlinie um nochmals 25.000 Quadratmeter Produktions- und Lagerfläche erweitert.

Zahlreiche effizienzsteigernde Neuerungen umgesetzt
Kernstück der Erweiterung ist eine hochmoderne sechsstufige XL-Servopresse mit einer Gesamtpresskraft von insgesamt 9.100 Tonnen und beeindruckenden Dimensionen. Sie ist 120 Meter lang, 12 Meter hoch und wiegt insgesamt 3.850 Tonnen. Schwingungsdämpfer aus riesigen Stahlfedern auf dem Fundament sorgen dafür, dass die Vibrationen, die bei der Arbeit solch immenser Pressen entstehen, komplett absorbiert werden. In dieser Presse werden künftig große und komplexe Außenhautteile wie Seitenwände, Motorhauben und Türen der Kompaktfahrzeuge in Perfektion geformt. Der Vorbereitung neuer oder überarbeiteter Werkzeuge für die Produktion dient eine neue Tryout-Presse im gleichen Gebäude.

Bei der Erweiterung des Presswerks kommen zahlreiche Maßnahmen zu Industrie 4.0 zur Anwendung. Beispielsweise arbeitet das Warensystem zu 100 Prozent beleglos. Alle Vorgänge werden elektronisch dokumentiert und weitergeleitet, von der Bestellung durch das Werk Rastatt über die Fertigung und die Logistikprozesse bis zur Auslieferung an den Rastatter Karosserierohbau. Technische Neuerungen wurden auch an der neuen XL-Presse umgesetzt. So senkt ihr Servoantrieb den Stromverbrauch pro produziertem Teil und steigert die Ausbringung. Der neue automatische „Front-of-line“-Bereich vor der Presse stellt die reibungslose Versorgung mit zugeschnittenen Blechplatinen sicher. Effizienz kennzeichnet auch den „End-of-Line“-Bereich durch das fein abgestimmte Zusammenwirken von Mensch und Maschine. Herausragendes Beispiel ist die hier integrierte computergestützte Qualitätskontrolle. Dabei prüft ein mit einem speziellen Kamerasystem und besonderer Software ausgerüsteter Roboter zunächst alle produzierten Teile. Die hoch qualifizierten Mitarbeiter nutzen diese Prüfergebnisse bei der abschließenden Beurteilung der Teile. Diese maschinelle Unterstützung der Mitarbeiter bei ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit wurde erstmals 2014 im Werk Bremen eingeführt und trägt seither zur gleichbleibend hohen Qualität der gefertigten Bauteile bei. Auch die neue Fertigteilstapelanlage in Kuppenheim entlastet die Mitarbeiter, denn sie platziert die zum Teil sperrigen Teile vollautomatisch in die bereitgestellten Sonderladungsträger. Über eine Barcode-Kennzeichnung am Ladungsträger erfahren die Logistikmitarbeiter anschließend, an welchen Umschlagplatz sie die Behälter bringen sollen.

Eine völlige Neuentwicklung ist schließlich die so genannte Laser-Blanking-Line. Diese Anlage schneidet Alu- und Stahlteile zu, bevor sie in der Presse zu Platinen umgeformt werden. Das Besondere hieran: Der Zuschnitt geschieht per Laser unter kontinuierlichem Vorschub des Materials. So entfällt die aufwändige Fertigung der bisher erforderlichen großen Schneidwerkzeuge komplett, auch dies ist ein signifikanter Beitrag zu effizienter Fertigung und zur Flexibilisierung der Produktion.

In seiner Ansprache bedankte sich der Projektleiter der Werkserweiterung, Alexander Knittel, für die Unterstützung durch die Projekt-Mannschaft und die konstruktive Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden. „In den letzten zwei Jahren haben wir 90.000 Kubikmeter Erde bewegt und 6.000 Kubikmeter Beton in Fundamente gegossen. Wir haben große Hallen gebaut und komplexe Einrichtungen installiert – und all das ohne Auswirkungen auf die rund um die Uhr laufende Produktion im bestehenden Werksteil direkt nebenan. Wir sind im Zeitplan geblieben und haben das Budget eingehalten. Das schafft man in dieser Größenordnung nur, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen.“

04.04.2016 9G-Tronic jetzt auch aus Rumänien

Daimler hat im rumänischen Sebes die Produktion des 9-Gang-Automatikgetriebes 9G-TRONIC NAG3 gestartet und baut damit die Kapazitäten in der Getriebefertigung neben Stuttgart Untertürkheim (Werksteil Hedelfingen) aus. Mit der Erweiterung der Getriebefertigung in Sebes kann Mercedes die steigende Nachfrage nach Automatikgetrieben noch flexibler und effizienter bedienen. Für den globalen Powertrain-Produktionsverbund mit dem Lead-Werk in Untertürkheim ist der Ausbau der Getriebeproduktion in Rumänien eine optimale Ergänzung.

In den Kapazitätsausbau investiert Daimler insgesamt mehr als 300 Millionen Euro und schafft etwa 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze bei der rumänischen Daimler-Tochter Star Assembly. Die neu entstandene Produktionsfläche entspricht der Größe von circa zehn Fußballfeldern. Rund 500 Kilometer Kabel und 5.000 Tonnen Metall wurden verbaut.

Aktuell beschäftigt Daimler bei den rumänischen Tochtergesellschaften Star Transmission und Star Assembly an insgesamt zwei Standorten mehr als 1.800 Mitarbeiter. Die 2001 gegründete Star Transmission fertigt am Standort Cugir Zahnräder, Wellen sowie mechanisch bearbeitete Komponenten für Motoren, Getriebe und Lenkungen. Zudem befinden sich hier das Technologiezentrum sowie eine Ausbildungsstätte. Das Schwesterunternehmen Star Assembly wurde 2013 am Standort Sebes gegründet, der Produktionsstart des Fünfgang-Automatikgetriebes erfolgte noch im selben Jahr. Im Jahr 2014 lief das erste Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (F-DCT) vom Band.

„Unsere beiden rumänischen Tochterunternehmen sind eine wichtige Säule in unserem globalen Powertrain-Produktionsverbund. Sie produzieren zuverlässig, flexibel und in Top-Qualität. Der Anlauf des volumenstarken 9G-Tronic Getriebes bei den rumänischen Kollegen stärkt die Wettbewerbsfähigkeit in unserem internationalen Produktionsnetzwerk nachhaltig“, so Frank Deiß, Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars und Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Untertürkheim. Mercedes-Benz fertigt Automatikgetriebe im flexiblen Produktionsverbund mit dem Standort Untertürkheim als Lead-Werk und der Getriebemontage in Rumänien. Die Mitarbeiter der rumänischen Tochtergesellschaft wurden im Rahmen eines mehrmonatigen Qualifizierungsprogramms in der Untertürkheimer Getriebeproduktion intensiv zu allen Montageprozessen geschult.

Über die Neunstufen-Automatik 9G-TRONIC von Mercedes-Benz
Mercedes-Benz entwickelt und produziert seit über 50 Jahren hochwertige Automatikgetriebe mit ausgezeichnetem Schaltkomfort, bester Energieeffizienz und zuverlässiger Dauerhaltbarkeit. Der weltweit erste Neun-Stufen-Automat für Premiumfahrzeuge mit Heck-, Allrad-, Hybrid- oder Plug-In-Hybrid-Antrieb überzeugt durch ausgezeichneten Antriebskomfort und die kaum wahrnehmbaren Schaltvorgänge. Dies wirkt sich vor allem auf die Effizienz sowie den Geräuschkomfort positiv aus. Bei Markteinführung war die 9G-TRONIC zunächst im E 350 BlueTEC verfügbar. Das GLE Coupé (C 292) war die erste Baureihe, die von Beginn an mit dem innovativen Automatikgetriebe auf den Markt kam. Aktuell sind alle zur Markteinführung verfügbaren Motorisierungen der neuen E-Klasse serienmäßig mit dem neuen Neungang-Automatikgetriebe 9G-TRONIC ausgerüstet. Die 9G-TRONIC wird in den kommenden Jahren in nahezu allen Baureihen mit längs eingebautem Motor zum Einsatz kommen.

15.02.2016 Neuer Prüfzyklus WLTP statt NEFZ

2017 soll ein neues Verfahren für Verbrauchs- und Abgastests in der Automobilindustrie eingeführt werden. Der neue WLTP-Zyklus (Worldwide Harmonized Light Vehicle Test Procedure) hat die weltweite Harmonisierung der Testverfahren zum Ziel. Er soll näher am realen Fahrgeschehen orientierte Testergebnisse liefern als das bisherige NEFZ-Verfahren (Neuer Europäischer Fahrzyklus). Dieses wurde 1992 beschlossen und 1996 von der Europäischen Kommission eingeführt.

Der NEFZ löste den Euromix mit seinen Konstantfahrten bei 90 und 120 km/h ab und umfasste erstmals genau definierte, auf normierten und kalibrierten Prüfständen zu absolvierende Fahrzyklen. Der Vorteil: Die Ergebnisse der Prüfungen sind über alle Hersteller und Prüfstände hinweg vergleich- und reproduzierbar. Und es wird nicht nur der Kraftstoffverbrauch gemessen, sondern auch Emissionen zum Beispiel von Stickoxiden oder Partikeln. Erst so war es möglich, gesetzliche Grenzwerte zu definieren.

Doch der NEFZ hat auch eine Reihe von Nachteilen. So ist zum Beispiel der Effekt der Aerodynamik eines Pkw – ein entscheidender Effizienzfaktor im realen Überlandverkehr – bei den vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten im NEFZ unterrepräsentiert. Hinzu kommt: NEFZ gilt in wichtigen Märkten außerhalb Europas nicht, bedeutende Regionen wie USA/Kanada oder Japan haben eigene Zyklen, China hat zusätzliche Verfahren neben dem NEFZ. Das führt bei global tätigen Autoherstellern zu einem enormen Prüf- und Entwicklungsaufwand und zu einer Vielzahl technischer Varianten eigentlich gleicher Automobile.

Aus all diesen Gründen unterstützt Mercedes-Benz von Anfang an die Bemühungen, einen realitätsnäheren und möglichst weltweit gültigen Prüfzyklus einzuführen. Die Entwicklung des OM654 ist bereits nach den WLTP Kriterien erfolgt.

Der WLTP im Vergleich zum NEFZ

Grenzen eines einheitlichen Zyklus: Zwischen lokal und global
Der WLTP ist näher am realen Verkehrsgeschehen und bietet eine genauere Testmethode als der aktuelle NEFZ. Er definiert eindeutige Testrandbedingungen und schafft dadurch genauere, konsistentere und wiederholbarere Ergebnisse. Dennoch: Mit keinem genormten Zyklus lässt sich die Bandbreite der realen Verbräuche und Emissionen auf der Welt komplett abdecken. Zu unterschiedlich sind beispielsweise die
•klimatischen Bedingungen zwischen den tropischen Verhältnissen in Asien und den langen Wintern in Russland. Hinzu kommen jahreszeitliche Schwankungen.
•Verkehrsverhältnisse und Verkehrsdichte in Mega-Metropolen, verglichen mit wenig befahrenen Autobahnen oder Landstraßen.
•Straßenprofile von den Bergregionen der Schweiz bis zur norddeutschen Tiefebene.
•Fahrzeuge – von Basis-Kleinwagen in Indien bis hin zu ausgewachsenen SUV und Pick-ups.
•Fahrergewohnheiten und –temperamente.
•Nutzung von Nebenverbrauchern wie Klimaanlage oder Beleuchtung.

Zusätzlich soll in Europa ein Messverfahren für die Real Driving Emissions (RDE) eingeführt werden, was ebenfalls von Mercedes-Benz aktiv unterstützt wird. Dabei werden mit mobiler Messtechnik (Portable Emissions Measurement System, PEMS) die Schadstoffemissionen während des realen Fahrbetriebs gemessen.

CO2-Ausstoß von Mercedes-Benz: Seit 1995 fast halbiert
Die europäische Gesetzgebung gibt anspruchsvolle Ziele für die weitere Senkung von Verbrauch und CO2-Emission im Straßenverkehr vor: Bis 2020 soll der durchschnittliche Ausstoß der Neuwagenflotte auf 95 g CO2/km sinken (entspricht 4,0 Liter Benzin oder 3,5 l Diesel/100 km) – gemessen nach NEFZ. Das Umrechnungsverfahren der NEFZ-Ziele in zukünftige gültige WLTP-Ziele wird derzeit unter Federführung der EU-Kommission erarbeitet. Dabei gilt der Grundsatz der „comparable stringency“, was bedeutet, dass es durch die Einführung des WLTP zu keiner Zielverschärfung für die Hersteller kommen soll.

Mercedes-Benz ist auf einem guten Weg. In zwei Jahrzehnten seit 1995 sank der Durchschnittsverbrauch der Pkw-Flotte von 9,2 l/100 km (230 g CO2 /km) auf 5,0 Liter (125 g CO2/km) fast um die Hälfte. Schon heute emittieren 68 Modelle von Mercedes-Benz Cars unter 120 g/km. Und 108 Modelle tragen das Effizienzlabel A+ oder A.

03.12.2015 20. Mio Pkw aus Sindelfingen

Im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen ist das 20-millionste Fahrzeug vom Band gelaufen. Das Jubiläumsfahrzeug, ein S 500 Plug-In Hybrid, wurde von Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, sowie von Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain Management, entgegengenommen.

„Die zwanzig Millionen Autos aus dem Mercedes-Benz Werk Sindelfingen reichen 2,5 Mal um die Erde. Für Mercedes-Benz ist dieses Jubiläum ein historischer Wert. Jedes dieser zwanzig Millionen Fahrzeuge steht für einen zufriedenen Mercedes-Benz Kunden – das ist ein großer Vertrauensbeweis gegenüber unserer Marke. Gleichzeitig ist das für uns eine Verpflichtung, in diesem Sinne weiterzumachen und nicht nachzulassen“, so Zetsche.

Zeitgleich mit dem Produktionsjubiläum verzeichnet Mercedes-Benz auf Facebook 20 Millionen Fans und verfügt damit über die größte Fan-Gemeinde in der Geschichte der Marke Mercedes-Benz. „Wir danken unseren treuen Kunden und Fans ebenso wie unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in all den Jahren einen Spitzenjob gemacht haben und heute noch immer machen. Ohne sie wäre dieses historische Jubiläum nicht erreichbar gewesen“, so Zetsche weiter.

Im globalen Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Cars ist das Werk Sindelfingen das Kompetenzzentrum für Pkw der Ober- und Luxusklasse. Der Standort feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Nach einer wechselvollen Geschichte, die mit dem Bau von Flugzeugen und Flugzeugmotoren im Jahr 1915 begann und sich mit der Fertigung von Fahrzeugkarosserien fortsetzte, startete Mercedes-Benz 1946 in Sindelfingen die Produktion kompletter Fahrzeuge. Die aktuelle S-Klasse und ihre Vorgängerbaureihen werden seit dem Erscheinen des Mercedes-Benz 220 im Frühjahr 1951 im Werk Sindelfingen gebaut. Die S-Klasse Limousine ist die meistverkaufte Luxuslimousine der Welt.

„Wir sind zuversichtlich, dass wir die nächsten zwanzig Millionen Fahrzeuge deutlich schneller produzieren. Bis 2020 investieren wir insgesamt 1,5 Milliarden Euro in eine hochmoderne und flexible Produktion hier am Standort Sindelfingen. Damit können wir unseren Kunden in Zukunft noch mehr Individualisierungsmöglichkeiten bieten und unsere Top-Qualität sichern“, so Schäfer. „Unsere Belegschaft steht dabei weiter im Mittelpunkt – wir fahren den Automatisierungsgrad zurück. Gleichzeitig setzen wir auf moderne Roboter, die ohne Schutzzäune Hand in Hand mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeiten und sie bei anstrengenden Tätigkeiten entlasten.“

Künftig haben Fans und Mercedes-Benz Mitarbeiter Gelegenheit, die Geschichte des Jubiläumsfahrzeugs weiterzuschreiben: Der obsidianschwarzen S 500 e wird für besondere Anlässe genutzt. Die daraus entstehenden Geschichten, Filme und Fotos werden vor allem in sozialen Medien für weitere Aufmerksamkeit sorgen.

Wachsendes Hybrid-Portfolio
Der S 500 e hat einen zertifizierten Verbrauch von 2,8 Litern/100 km (65g CO2/km). Die konsequente Hybridisierung ist ein fester Bestandteil der Antriebsstrategie von Mercedes-Benz. Der Plug-In Hybridantrieb ist die Erfolgstechnologie mindestens der nächsten Dekade. Am Gesamtabsatz von Mercedes-Benz haben Hybridfahrzeuge einen wachsenden Anteil. Im Jahr 2017 werden zehn Plug-In Hybrid Modelle auf dem Markt sein. Aktuell wurden bereits fünf Plug-In Hybride vorgestellt: Der S 500 e kam Ende September 2014 auf den Markt. Im März 2015 feierte der C 350 e Markteinführung – als Limousine und T-Modell. Dazu kommen die beiden neuen Modelle im Bereich SUV: der GLE 500 e 4MATIC und der GLC 350 e 4MATIC.

Legendäre Fahrzeuge aus Sindelfingen
In Sindelfingen entstehen seit jeher legendäre Produkte. Dazu gehören vor dem Jahr 1946 der Mercedes-Benz 170 mit der sicherheitsfördernden neuen Schwingachse und der „Große Mercedes“, der bevorzugtes Fahrzeug mehrerer Päpste und gekrönter Häupter war. Der Mercedes-Benz Kompressor-Sportwagen Typ K läutete die Ära eleganter und komfortabler Automobile ein. Außerdem entstand in Sindelfingen der 260 D, der erste in Serie gefertigte Diesel-Pkw mit bereits 45 PS. Zu den ersten komplett produzierten Fahrzeugen aus dem Mercedes-Benz Werk Sindelfingen zählt das 170 S Cabriolet A, das zwischen 1949 und 1951 gebaut wurde. Weitere legendäre Fahrzeuge sind der 300 SL „Gullwing“, der 190 SL und der „Ponton“, der als erster Mercedes-Benz über eine selbsttragende Karosserie verfügte. In der jüngeren Vergangenheit sorgte der Mercedes-Benz SLS AMG als Flügeltürer und Roadster für Aufsehen, seit 2014 der Mercedes-AMG GT.

Über das Mercedes-Benz Werk Sindelfingen
Das Mercedes-Benz Werk Sindelfingen beschäftigt rund 26.000 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr liefen 367.313 Pkw der Mercedes-Benz C-, E-, S-Klasse sowie des CLS, des CLS Shooting Brake, des SLS AMG und des Mercedes-AMG GT vom Band. Allein im Sindelfinger Mercedes-Benz Kundencenter werden täglich über 250 Fahrzeuge ausgeliefert.

25.11.2015 Neue Mercedes Modelle bis 2018

März 2016 GLS (GL Facelift X166)
März/April 2016 CLA Facelift (C/X117)
April 2016 SL Facelift (R231)
April 2016 SLC (SLK Facelift R172)
April 2016 E-Klasse W213
2Q 2016 S-Klasse Cabrio A217
2Q 2016 C-Klasse Cabrio A205
September 2016 E-Klasse T-Modell (S213)
2016 AMG GT3 Straßenversion mit ca. 550 PS C190
1Q 2017 E-Klasse Coupé C238
1Q 2017 weiteres E-Klasse Derivat X213
1Q 2017 GLA Facelift (X156)
2Q 2017 AMG GT Roadster (R190)
3Q 2017 E-Klasse Cabrio (A238)
3Q 2017 S-Klasse Facelift (W/V/X222) mit 9G-Tronic in Kombination mit Plug-In-Hybrid, neue 6-Zylinder Diesel und Benzin Motoren, sowie 48 Volt Bordnetz
Ende 2017 neue B-Klasse
1Q 2018 C-Klasse W/S205 Facelift
2Q 2018 neue A-Klasse W177
2Q 2018 S-Klasse Cabrio/Coupé Facelift (C/A217)
2018 neuer CLS (C257), es ist kein Shooting Brake mehr geplant.

05.11.2015 sechs Mercedes unter den Top 10 beim TÜV

Sechs Fahrzeuge eines einzigen Herstellers in den Top 10 der Gesamtwertung – das ist Rekord in der Geschichte des TÜV Reports. Der Auto Bild TÜV Report 2016 stellt Mercedes-Benz auf der Grundlage von 8,5 Millionen Hauptuntersuchungen (HU) ein eindrucksvolles Qualitätszeugnis aus. Erster der Gesamtwertung wurde die B-Klasse, auf den nächsten Rängen folgen GLK (2. Platz), SLK (3. Platz) und die M-Klasse (4. Platz). Auch die C-Klasse (Platz 6) und das E-Klasse Coupé/Cabrio (Platz 8) schafften es in die Top 10. Darüber hinaus wurden drei Mercedes-Benz Pkw auch Sieger in ihrer Fahrzeugklasse: die B-Klasse (VAN), die C-Klasse (Mittelklasse) und der GLK (SUV).

Bei den mehr als 8,5 Millionen HU aus den Jahren 2014 und 2015, die in den aktuellen TÜV Report einflossen, wurden die Verkehrssicherheit der Fahrzeuge und deren Vorschriftsmäßigkeit hinsichtlich der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) untersucht. Überprüft wurden unter anderem die Lenkrad- und die Bremsfunktion – beispielsweise im Hinblick darauf, ob die elektronischen Sicherheitsassistenten des Fahrzeugs aktiviert sind und ordnungsgemäß ansprechen. Mercedes-Benz Pkw erwiesen sich dabei als die Fahrzeuge mit den geringsten Mängeln.

Zu diesem Schluss kam auch die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) in ihrem diesjährigen Gebrauchtwagenreport: Gleich fünf Mercedes-Benz Modelle belegten den 1. Platz ihrer Fahrzeugklasse – ein Novum in der Geschichte des GTÜ-Reports. Mehr als fünf Millionen Hauptuntersuchungen wertete die GTÜ aus. Als die zuverlässigsten Modelle erwiesen sich dabei die Mercedes-Benz A-, B-, C-, E-Klasse und der SLK.

Für die Qualität der Mercedes-Benz Modelle steht auch die erfolgreiche Gebrauchtfahrzeugmarke „Junge Sterne“: Mit einem „Jungen Stern“ erhält der Kunde ein zertifiziertes Gebrauchtfahrzeug, dessen solide Verarbeitung, Langlebigkeit und hoher Werterhalt mit einem umfassenden Garantie- und Servicepaket verbrieft werden. Dazu gehören eine Zweijahresgarantie, zwölf Monate Mobilitätsgarantie Mobilo, ein HU-Siegel jünger als drei Monate, zehn Tage Umtauschrecht, eine Wartungsfreiheit von mindestens sechs Monaten oder 7.500 Kilometern sowie die garantierte Kilometerlaufleistung.

28.10.2015 Concept Tokyo

Der Vision Tokyo ist die neueste richtungsweisende Raumerfahrung von Mercedes-Benz: Mit seinem monolithischen Körper, der futuristischen Designsprache und der einzigartigen Lounge-Landschaft im Innenraum ist er luxuriös, jung und progressiv – er erweist damit der modernen Megacity und Trendmetropole Tokyo seine Reverenz. Raumeffizient, wandlungsfähig und intelligent vernetzt ist der wahlweise autonom fahrende Vision Tokyo ein Urban Transformer, der die Verjüngung der Marke Mercedes-Benz widerspiegelt. Zugleich setzt der innovative Fünfsitzer die Reihe der visionären Design-Showcars wie Vision Ener-G-Force (Los Angeles, November 2012), AMG Vision Gran Turismo (Sunnyvale, 2013) und G-Code (Peking, November 2014) fort.

In Japans Hauptstadt Tokyo leben rund neun Millionen Menschen auf 622 Quadratkilometern – eine Fläche kleiner als Paris, aber mit mehr als viermal so vielen Menschen. Die Megacity kombiniert auf eine faszinierende Weise Tradition mit Hightech-Moderne und erfindet dabei ständig neue Trends – damit bildet sie den idealen Premierenort für den Mercedes-Benz Vision Tokyo. Auf der Tokyo Motor Show (30. Oktober bis 7. November 2015) zeigt er sich erstmals der Weltöffentlichkeit.

Gorden Wagener, Leiter Design Daimler AG: „Der Mercedes-Benz Vision Tokyo verkörpert das Konzept einer automobilen Lounge für eine zukünftige Generation von Megacities. Das klare, sinnliche Design des Vision Tokyo definiert eine neue Ausprägung des modernen Luxus von Mercedes-Benz.“ Mit seiner konzeptionellen Botschaft spiegelt das Fahrzeug die Verjüngung der Marke Mercedes-Benz und die Wahrnehmung als stilprägende Designmarke wider. Entworfen haben den Vision Tokyo die Designer des globalen Advanced Design Studio-Netzwerks von Mercedes-Benz.

Nach dem Forschungsfahrzeug F 015 Luxury in Motion als autonom fahrender Luxuslimousine zeigt Mercedes-Benz jetzt mit dem Vision Tokyo, wie das Auto der Zukunft zu einem hippen Lebensraum wird – zu einer Chill-Out-Zone im quirligen Straßenverkehr von Megacities.

Der Vision Tokyo ist eine Hommage an die urbane Generation Z, die nach 1995 geboren und mit den neuen Medien groß geworden ist. Für diese globale Generation hat das Fahrzeug einen neuen Stellenwert: Es ist nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern vielmehr ein digitaler, automobiler Begleiter. Und der Vision Tokyo geht noch einen Schritt weiter: Dank innovativer Algorithmen entwickelt er sich ständig weiter, bei jeder Fahrt lernt er dank Deep Machine Learning und einer intelligenten Predictive Engine seine Insassen und deren Wünsche und Vorlieben besser kennen. Damit ist der Vision Tokyo ein perfekter Gefährte für die Generation Z.

Mit seinem großen Fahrzeugvolumen ist der Vision Tokyo ein neues Konzept für Mercedes-Benz Cars. Betont werden diese Proportionen durch die monochrome Lackierung in Alubeam und die im Siebdruck-Verfahren in Wagenfarbe bedruckten Seitenscheiben. Diese sorgen für eine private Atmosphäre, lassen gleichzeitig aber genügend Licht in den Innenraum und gewähren so den freien Blick nach draußen.

Beleuchtete blaue Flächen und Linien – unter anderem den 26 Zoll großen Felgen und den Seitenschwellern – setzen überraschende farbige Akzente und signalisieren den emissionsfreien Elektroantrieb der Studie. Einen Hinweis auf den möglichen autonomen Betrieb und die dazu nötige umfangreiche Umfeldsensorik, unter anderem mit einer 360-Grad-Kamera, gibt die Finne auf dem Fahrzeugdach.

Statt einer klassischen Frontscheibe besitzt der Vision Tokyo eine durchgehende Glasfläche – ähnlich der Cockpitverglasung eines Powerboats. Wie beim AMG Vision Gran Turismo sind die Frontscheinwerfer weit nach außen gerückt und schräg gestellt. Auf dem Feld an der Front des Fahrzeugs können unterschiedliche Leuchtfunktionen dargestellt werden. Läuft Musik im Fahrzeug, visualisiert das Display beispielsweise wie ein Sound-Analyser das Klangbild. Die Heckscheibe ist mit roten LED-Kuben ringförmig umrandet, was für eine optische Tiefe sorgt. Auch hier lässt sich das LED-Feld – zur Anzeige des Blinkers oder der Analyser-Funktion – nutzen.

Die Abmessungen des Vision Tokyo (Länge/Breite/Höhe: 4.803/2.100/1.600 mm) entsprechen denen eines Mittelklasse-Fahrzeugs. Die bis zu fünf Passagiere gelangen über die nach oben schwingende Türe auf der linken Seite in den Innenraum – ideal für den Linksverkehr in Japans Megacity. Die klassische Sitzordnung in Reihen ist somit aufgehoben, auch ein „vorne“ und „hinten“ gibt es nicht mehr: Platz genommen wird stattdessen auf einer großen oval geformten Couch. In dieser einzigartigen Lounge-Landschaft können alle Passagiere die Vorteile des autonomen Fahrens genießen. Denn auch wenn die „Generation Z“ häufig die sozialen Medien nutzt, bevorzugt sie, so möglich, den persönlichen Kontakt. Und für diese Face-to-Face-Kommunikation wurde die Sitzanordnung optimiert. Als moderne Club-Lounge bringt der Vision Tokyo Menschen zusammen. Im autonomen Fahrmodus können sie entspannen und chatten, ohne sich um die Fahrt durch den dichten Verkehr kümmern zu müssen.

Hinter den Passagieren befinden sich große LED-Bildschirme im Wrap-around-Design. Die perforierten Sitze sind hinterleuchtet, was ein High-Tech-Ambiente erzeugt, ein gewollter Kontrast zur weichen Oberfläche des hellen Leders. Apps, Landkarten und Anzeigen des Entertainment-Systems werden mit einem Projektor als dreidimensionale Hologramme im Raum dargestellt.

Soll der Vision Tokyo nicht autonom fahren, sondern von Hand gesteuert werden, lässt sich in Fahrtrichtung vorne mittig ein Sitz aus der Couch herauslösen, ähnlich dem „Jump Seat“ in Flugzeug-Cockpits. Auch das Lenkrad wird aus der Standby-Position in Fahrlage gebracht.

Zudem wurde die Karosserie des Vision Tokyo so konzipiert, dass ein Elektroantrieb mit Brennstoffzelle aufprallgeschützt integriert werden kann. Dieser basiert auf dem wegweisenden F-CELL PLUG-IN HYBRID des F 015 Luxury in Motion und kombiniert die Stromerzeugung an Bord mit einer besonders leistungsfähigen und kompakten Hochvoltbatterie, die berührungslos per Induktion aufgeladen werden kann. Zur Wasserstoffspeicherung sieht das Konzept Drucktanks aus CFK vor. Die Gesamtreichweite dieses Elektro-Hybridsystems beträgt 980 Kilometer, davon können rund 190 Kilometer mit der Batterie gefahren werden und ca. 790 Kilometer mit dem on-board generierten Strom aus der Brennstoffzelle.

Der Vision Tokyo setzt die Reihe der visionären Design-Showcars wie Vision Ener-G-Force (Los Angeles, November 2012), AMG Vision Gran Turismo (Sunnyvale, 2013) und G-Code (Peking, November 2014) fort. Dank des weltweit aufgestellten Mercedes-Benz Designs greifen diese Studien lokale Design-, Kultur- und Mobilitätstrends auf und stellen sie in den Fokus der Mobilitätskonzepte. Zugleich blicken diese Showcars weit über die nächsten Fahrzeuggenerationen hinaus.

20.10.2015 CO2-Klimaanlage ab 2017

Zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben ab 2017 wird Mercedes-Benz seine Fahrzeuge mit Klimaanlagen ausrüsten, die alle Anforderungen hinsichtlich Leistungsfähigkeit und Sicherheit erfüllen. Der Stuttgarter Automobilhersteller wird die Anforderungen der EU zum Klimaschutz übertreffen und in Europa ab 2017 für die S- und E-Klasse (W213) als weltweit erste PKW-Serienfahrzeuge CO2-Klimaanlagen anbieten. Diese komplett neu entwickelten Systeme basieren auf den vom Normenausschuss Automobil im Verband der Automobilindustrie (VDA) definierten DIN-Spezifikationen. Dank ihrer besonders schnell verfügbaren und hohen Kälteleistung sorgen CO2-Klimaanlagen selbst bei sehr heißen Außentemperaturen in kurzer Zeit für ein angenehmes Wohlfühlklima im Fahrzeuginnenraum. Kombiniert mit ihrer hohen Umweltverträglichkeit macht sie das zur nachhaltigen Premiumlösung unter den Klimasystemen.

Der Einsatz von CO2 als Kältemittel erfordert die Neuentwicklung wesentlicher Komponenten. CO2-Klimaanlagen arbeiten mit über 100 bar bei einem rund zehnfach höheren Druck als bisherige Systeme. Daher müssen alle Komponenten sowie Leitungen und Dichtungen neu entwickelt werden. Standards dazu hat Mercedes-Benz gemeinsam mit allen deutschen Automobilherstellern und zahlreichen Zulieferern im Normenausschuss Automobil im VDA (Verband der Automobilindustrie) erstellt. Die öffentlich zugänglichen DIN-Spec Dokumente bieten auch anderen Unternehmen die Chance, kurzfristig ihrerseits Entwicklungsaktivitäten zu starten. Damit wären die Voraussetzungen für eine schnelle Marktdurchdringung dieses Hightech-Klimasystems geschaffen. Mercedes-Benz hat hier die Vorreiterrolle übernommen und als erster Automobilhersteller nicht nur Entwicklungs-, sondern auch Produktionsaufträge für CO2-Klimaanlagen und deren Komponenten erteilt.

Nächste Stufe der EU-Richtlinie greift ab 2017
Für die Neuentwicklung konnte das von Mercedes-Benz angestrebte hohe Qualitätsniveau für CO2-Klimaanlagen trotz des außergewöhnlich kurzen Zeitrahmens bereits für seine Top-Modelle realisiert werden. Ein flottenweiter Einsatz ist bis zum Stichtag der neuen EU-Richtlinie am 1. Januar 2017 nicht darstellbar. Um auch bei allen weiteren Baureihen die EU-Vorgaben fristgerecht zu erfüllen, hat das Unternehmen sichere Lösungen für den Einsatz eines synthetischen Kältemittels entwickelt, das innerhalb der gesamten Automobilbranche zur Anwendung kommt.

Neben CO2 ist R1234yf das bislang einzige in industriellem Maßstab produzierte Kältemittel, mit dem die zukünftige Vorgabe der EU-Richtlinie für Fahrzeug-Klimaanlagen in Neufahrzeugen erfüllt werden kann. Danach liegt der Grenzwert für das Global Warming Potential (GWP) bei 150.

Das Kältemittel R1234yf weist bekanntlich ein anderes Entflammungspotential als das bislang in der Industrie zum Einsatz gekommene R134a auf. Um seinen Kunden auch zukünftig ein gewohnt hohes Sicherheitsniveau zu bieten, hat Mercedes-Benz intensive Untersuchungen an all seinen Fahrzeugmodellen durchgeführt.

Ergebnis ist ein umfassendes Paket an fahrzeugspezifischen Maßnahmen, die bei Modellen mit dem Kältemittel R1234yf für Sicherheit auf Mercedes-Benz Niveau sorgen und die bedarfsgerecht zum Einsatz kommen.

Dazu gehört zum Beispiel auch eine speziell entwickelte Schutzeinrichtung, die je nach Fahrzeugkonfiguration verwendet wird. Im Fall eines schweren Frontalaufpralls sorgt das inzwischen zum Patent angemeldete System dafür, dass das entstehende Kältemittel-/Luftgemisch im Motorraum von den heißen Motor-Teilen separiert wird und diese zudem sehr wirksam gekühlt werden. Ermöglicht wird dies durch einen Gasgenerator, der Argonschutzgas gezielt an den entsprechenden Heißstellen freisetzt. So kann einer Entflammung entgegen gewirkt werden.

Damit wird dem berechtigten Sicherheitsbedürfnis der Kunden und dem hohen Sicherheitsanspruch von Mercedes-Benz auch in Zukunft Rechnung getragen. Darüber hinaus leistet das Unternehmen so einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz.

13.10.2015 400 H2 Tankstellen bis 2023

Mit der Gründung des branchenübergreifenden Gemeinschaftsunternehmens H2 MOBILITY Deutschland GmbH & Co.KG haben die sechs Industrieunternehmen Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und Total die Weichen für den stufenweisen Ausbau des bundesweiten Wasserstoff (H2) -Tankstellennetzes auf insgesamt rund 400 Stationen bis 2023 gestellt. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin hat seine Geschäftstätigkeit aufgenommen und bereitet mit Hochdruck die erste Phase des gemeinsamen Aktionsplanes vor. Dieser sieht die zügige Installation von zunächst 100 Tankstellen in den nächsten Jahren vor. Hochrangige Vertreter der H2 MOBILITY Partnerunternehmen trafen sich heute im Rahmen eines Auftaktgespräches mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und berieten die nächsten Schritte. Die Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung „Wasserstofftankstellen für Deutschland“ untermauert dabei das Engagement der Partner aus Industrie und Politik.

Bis zum Jahr 2023 sieht der Aktionsplan von H2 MOBILITY für das Bundesgebiet ein flächendeckendes Netzwerk von H2-Stationen vor. Deutschland wäre damit das erste Land, das über ein überregionales Netz zur Betankung von Brennstoffzellenfahrzeugen mit Wasserstoff verfügt. Dazu sind Investitionen von insgesamt rund 400 Millionen Euro geplant.

Als zentraler Industrieakteur für den Ausbau der H2-Infrastruktur in Deutschland ist die H2 MOBILITY mit ihrem Geschäftsführer Frank Sreball für die Errichtung und den Betrieb eines bundesweiten H2-Tankstellennetzes zuständig. Darüber hinaus ist sie in Forschungsvorhaben zur Weiterentwicklung der Wasserstoff-Mobilität eingebunden. Das Unternehmen ist international Vorreiter und hat das Potenzial, auch anderen Ländern Schub beim Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur zu verleihen. So ist es beispielsweise Teil des kürzlich gegründeten „Hydrogen Mobility Europe“-Netzwerks.

Die Joint Venture-Partner verfügen über langjährige Erfahrungen, sowohl auf dem Gebiet der Elektromobilität mit Brennstoffzelle als auch der Betankungstechnik und Tankstelleninfrastruktur. Auch in Fragen der Normung und Standardisierung haben die Industriepartner erhebliche Fortschritte erzielt.

Die ersten Fahrzeughersteller haben heute bereits serienmäßig produzierte Brennstoffzellenfahrzeuge auf dem deutschen Markt, weitere folgen sukzessive.

Deutschland zum Leitmarkt für nachhaltige Mobilitätslösungen und effiziente Technologien zu machen, ist das erklärte Ziel der Bundesregierung. Elektromobilität mit Brennstoffzellenfahrzeugen wird insbesondere bei Verwendung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien dazu beitragen, die CO2-Emissionen erheblich zu mindern; denn Brennstoffzellen-Fahrzeuge fahren lokal emissionsfrei. Diese Zielerreichung wird durch die NOW GmbH, die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, eng begleitet. Die NOW GmbH koordiniert die Programme des BMVI zur Förderung der Mobilität mit Batterie und Brennstoffzelle.

Zahlreiche assoziierte Partner unterstützen die Aktivitäten der H2 MOBILITY. Über den H2 MOBILITY Beirat sind die Automobilhersteller BMW, Volkswagen, Honda und Toyota sowie das Technologieunternehmen Intelligent Energy an dem Joint Venture beteiligt.

Die H2 MOBILITY steht zudem in enger Partnerschaft mit der Clean Energy Partnership* (CEP), dem größten Wasserstoffmobilitätsprojekt Europas.

*Mitglieder der CEP: Air Liquide, BMW, Daimler, EnBW, Ford, GM/Opel, Hamburger Hochbahn, Honda, Hyundai, Linde, Shell, Siemens, die Stuttgarter Straßenbahnen SSB ,Total, Toyota, OMV, Volkswagen und Westfalen.

16.09.2015 5fach-Sieg beim Gebrachtwagenreport

Qualität, Langlebigkeit und ein hoher Wertbestand sind sprichwörtlich für Mercedes-Benz. Über fünf Millionen Hauptuntersuchungen der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) bestätigen dieses Bild eindrucksvoll: Gleich fünf Mercedes-Benz Modelle belegen im größten Gebrauchtwagenreport auf dem deutschen Markt den 1. Platz. Die zuverlässigsten Modelle ihrer Klasse sind die A-, B-, C-, E- und SLK-Klasse.

Der fünffache Sieg eines Herstellers, wie er jetzt Mercedes-Benz gelungen ist, stellt in der Geschichte des Gebrauchtwagenreports ein Novum dar. Über fünf Millionen Hauptuntersuchungen wurden für den GTÜ-Report ausgewertet. Aus den Daten ermitteln die Experten der Stuttgarter Prüf- und Sachverständigenorganisation jeweils die Stärken und Schwächen von 240 Pkw-Modellen. Ein umfangreiches Qualitätsranking, unterteilt nach Fahrzeugalter, enthüllt in allen Fahrzeugklassen die Mängelzwerge und Qualitätsriesen.

Die Qualität und Langlebigkeit der Mercedes-Benz Modelle werden auch durch die erfolgreiche Gebrauchtfahrzeugmarke „Junge Sterne“ garantiert: Mit einem „Jungen Stern“ erhält der Kunde ein zertifiziertes Gebrauchtfahrzeug, dessen solide Verarbeitung, Langlebigkeit und hoher Werterhalt mit einem umfassenden Garantie- und Servicepaket verbrieft werden. Dazu gehören eine Zweijahresgarantie, zwölf Monate Mobilitätsgarantie Mobilo, ein HU-Siegel jünger als drei Monate, zehn Tage Umtauschrecht, eine Wartungsfreiheit von mindestens sechs Monaten oder 7.500 Kilometern sowie die garantierte Kilometerlaufleistung.

13.09.2015 Concept IAA

Mercedes präsentiert auf der IAA das Concept IAA. Dabei handelt es sich um ein 4-türiges Coupé welches im Interieur einen Ausblick auf die neue E-Klasse W213 geben soll und zum anderen einen neuen Weltrekord beim cW-Wert von 0,19 liefern. Daher bedeutet IAA hier in diesem Zusammenhang "Intelligent Aerodynamic Automobile". Weitere Bilder und Infos gibt es am Montagabend.

10.09.2015 Discover Connect me in Stuttgart

Für vier Tage hat sich der Kleine Schlossplatz mitten in Stuttgart in eine Mercedes me Erlebniswelt verwandelt. Unter dem Motto „Discover me“ lädt die angesagte Bar Waranga in Kooperation mit Mercedes me vom 10. bis 13. September 2015 alle Stuttgarter zu einem Lifestyle-Event ein. Zahlreiche Ausstellungen, Kunstaktionen, Live-Musik und „Inspiration Talks“ bieten den Besuchern die Möglichkeit, die digitale Marke Mercedes me zu entdecken und ihre vielfältigen, inspirierenden Lifestyle-Angebote mit allen Sinnen zu erleben. Im Anschluss findet im Rahmen der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt ein weiteres Mercedes me Event statt.

„Mercedes me ist ein digitales Ökosystem, in dem der Mensch mit seinen Mobilitätsbedürfnissen – auch wenn er noch keinen Mercedes fährt – im Mittelpunkt steht. Kern von Mercedes me sind Vernetzung und Inspiration. Mit ‚connect me‘ verbinden wir die Anforderungen moderner Mobilität mit dem multimedialen Alltagsleben. Mit ‚inspire me‘ bieten wir vom Reiseguide bis hin zur Community eine Vielzahl von Lifestyle-Angeboten, die das persönliche Leben inspirieren und bereichern“, sagte Dr. Jens Thiemer, Leiter Marketing Mercedes-Benz Pkw, bei der gestrigen Eröffnung des Mercedes me Events in Stuttgart. „All das machen wir jetzt mitten in Stuttgart im urbanen Umfeld erlebbar. Wir wollen mit unserem ersten Mercedes me-Event seiner Art die Marken- und Dienstewelt von Mercedes-Benz erklären, mit den Menschen in den Dialog gehen und Mercedes me noch bekannter machen.“

In und um die Bar Waranga auf dem Kleinen Schlossplatz in Stuttgart können die Besucher entdecken, wie vielfältig, spannend und inspirierend die Welt von Mercedes-Benz ist – vom vernetzten Fahrzeug und dem künftigen Wandel der Mobilität bis hin zum Engagement in der Welt des Sports und der Mode. Die gesamte Veranstaltung steht unter dem Leitthema „Inspiration“.

An aktuellen Mercedes-Benz Fahrzeugen lernen die Besucher die Bandbreite der„connect me“-Services kennen, mit denen sich die Kunden jederzeit und überall via Smartphone mit ihrem Auto vernetzen können. Highlight ist die neue Mercedes me App, die erst auf der IAA offiziell vorgestellt wird und im Herbst in die App-Stores kommt. Sie ermöglicht die bequeme Tür-zu-Tür-Navigation mit iOS- und Android-Smartphone sowie der Apple Watch. Darüber hinaus lassen sich mit der App via Smartphone aus der Ferne die Türen öffnen und schließen, die Standheizung programmieren oder viele Informationen zum Auto abrufen, wie Füllstand des Tanks und Luftdruck der Reifen.

Verschiedene „Inspiration Talks“ laden die Besucher ein, mit prominenten Gästen zu diskutieren. So gibt am Donnerstag der Daimler-Zukunftsforscher Alexander Mankowsky einen Ausblick darauf, wie sich die Mobilität in Zukunft verändern wird. Dazu können die Besucher in einer Ausstellung ein Modell des autonom fahrenden Forschungsfahrzeugs F 015 Luxury in Motion von Mercedes-Benz erleben, das in diesem Jahr auf der CES in Las Vegas für Furore gesorgt hat.

Zusätzlich sprechen der ehemalige Nationalspieler und Mercedes-Benz Markenbotschafter Jens Lehmann und der Fotograf Paul Ripke über die Motivation zu sportlichen Höchstleistungen. Ergänzend hierzu macht die legendäre Ausstellung „One Night in Rio“ Station in Stuttgart. Sie zeigt eine Vielzahl der beeindruckenden Bilder, die der Hamburger Fotograf von der feiernden Fußballnationalmannschaft nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 in Rio gemacht hat. Der Kick, extremen Herausforderungen gewachsen zu sein, ist auch das Thema des „Inspiration Talk“ mit dem Abenteurer und Extremsportler Mike Horn. Der Markenbotschafter von Mercedes-Benz ist erst vor wenigen Wochen von seiner Expedition „Drive 2 Explore“ zurückgekehrt.

Auf einem täglichen „Designer Market“ präsentieren regionale und nationale Designer ihre Mode- und Accessoire-Kollektionen. Mit dabei sind unter anderem das Taschenlabel Kvinna und das Modelabel Untiteled aus Stuttgart, die in Stuttgart geborene Berliner Schmuckdesignerin Kiki Dieterle sowie die Berliner Modedesigner Hien Le und Sissi Götze, die beide regelmäßig ihre Kreationen auf der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin zeigen. Abgerundet wird das Mercedes me Event mit Musik von regionalen und international bekannten DJs wie Tiefschwarz und Turntablerocker.

Im Rahmen der IAA in Frankfurt macht Mercedes-Benz an zehn ausgewählten Hot-Spots vom 14. bis 19. September den individuellen Reiseführer und Routenplaner „Mein Guide“ des Mercedes me Portals in der hessischen Metropole erlebbar. Zu den täglichen Veranstaltungen erhält Eintritt, wer den für das jeweilige Event farblich passenden Mercedes-Benz Stern hat. Die Sterne werden per direkter Einladung, durch spezielle Promotion-Teams auf der IAA oder in den Urban Hot Spots selbst vergeben. Am 14. September besucht beispielsweise Nico Rosberg den HUGO BOSS Store, zwei Tage später findet über den Dächern von Frankfurt ein exklusives Akustik-Konzert für geladene Gäste mit Joy Denalane und Lea Porcelainstatt. Und am 18. September verführt ein Gourmet-Abend im Maxie Eisen. Weitere Details stehen ab 14. September auf der Mercedes me Website.

30.07.2015 Neu: GLC und GLE mit Flottenpaketen

Mit neuen Flottenpaketen für den Mercedes-Benz GLE und den Mercedes-Benz GLC bietet die Marke mit dem Stern wichtige Sonderausstattungen mit einem attraktiven Preisvorteil. In den Paketen sind verschiedene Komfort- und Sicherheitsausstattungen sinnvoll miteinander kombiniert, welche die Mercedes-Benz Modelle zusätzlich aufwerten. Bestellbar sind die Pakete bereits jetzt.

Hier die Pakete aller Baureihen im Überblick:

Bei einem Fuhrpark von mindestens fünf Personenkraftwagen, einem Gesamtfuhrpark von mindestens zehn Fahrzeugen oder bei einer Abnahmemenge von mindestens drei Mercedes-Benz Pkw oder fünf Mercedes-Benz Nutzfahrzeugen jährlich stehen Kunden alle Vorteile des Mercedes-Benz FlottenSterne 5+ Programms offen - schon ab der Bestellung des ersten Mercedes-Benz Fahrzeugs. Dazu zählen attraktive Konditionen wie neun Prozent Mengenrabatt oder spezielle Flotten Leasing Angebote. Zu mehr Effizienz tragen die Mercedes-Benz FlottenSterne Management- und Serviceleistungen bei. Flottenkunden profitieren zudem von der hohen Wertbeständigkeit der Mercedes-Benz Fahrzeuge – sowie von Sicherheit, Komfort und Wirtschaftlichkeit. Zu den besonderen Vorteilen zählen außerdem exklusive Ausstattungspakete und das KomplettService-Paket Flotte, das alle Wartungs- und Serviceleistungen umfasst.

Mit der Erweiterung des Programmes Mercedes-Benz FlottenSterne1+ um die Flotten-und Businesspakete kommen nun auch gewerbliche Einzelkunden sowie Handelsvertreter, Franchisenehmer und Freiberufler in den Genuss attraktiver Flotten-Vorteile, die vorher den klassischen Großkunden vorbehalten waren.

Die Mercedes-Benz Bank und Daimler Fleet Management ermöglichen die bequeme Integration von Fuhrparkfinanzierung und Flottenmanagement. Daimler Fleet Management berät umfassend in allen Fragen der Business-Mobilität, von Planung über Carsharing-Konzepte bis zur Integration alternativer Antriebe. Garantierte Mobilität sowie kompetente Betreuung für Flottenkunden wird durch ein bundesweit dichtes Betreuungsnetz von rund 1.200 Vertriebs- und Servicestützpunkten sichergestellt.

30.06.2015 Rastatt wird auch MFA2 produzieren

Das Mercedes-Benz Werk Rastatt wird auch die nächste Mercedes-Benz Kompaktwagen-Generation (MFA2 bzw JC1) produzieren. Bis 2020 wird die Daimler AG in die technologische Weiterentwicklung sowie in den Ausbau der Produktion am Standort rund eine Milliarde Euro investieren. Gleichzeitig haben das Unternehmen und der Betriebsrat im Rahmen des „Zukunftsbilds Rastatt“ ein Maßnahmenpaket vereinbart, das die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts deutlich verbessert und die Beschäftigung auf Jahre hinaus sichert. Dazu gehört eine flexiblere Gestaltung der Arbeitszeit und in Summe eine Kostenentlastung im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Außerdem schafft das Mercedes-Benz Werk Rastatt 250 neue unbefristete Arbeitsplätze. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit bis Ende 2024.

„Mit dem Zukunftsbild für das Mercedes-Benz Werk Rastatt haben wir das Fundament für die erfolgreiche Produktion unserer nächsten Kompaktwagen-Generation gelegt. Wir gewinnen deutlich an Flexibilität und Effizienz. Gleichzeitig stärken wir die Rolle des Standorts als Lead-Werk für Kompaktfahrzeuge in unserem globalen Produktionsnetzwerk“, sagt Markus Schäfer, Bereichsvorstand Produktion und Supply Chain Management Mercedes-Benz Cars.

Das Mercedes-Benz Werk Rastatt mit seinen rund 6.500 Mitarbeitern ist hoch ausgelastet. Im Jahr 2014 hat das Werk mit 292.784 Fahrzeugen einen Produktionsrekord aufgestellt und damit einen wichtigen Beitrag zum Wachstum des erfolgreichen Kompaktwagensegments geleistet: Der Absatz stieg im Jahr 2014 um 24,7 Prozent auf 463.152 Kompaktmodelle - nie zuvor hat Mercedes-Benz so viele A- und B-Klassen, CLA und GLA in einem Jahr an Kunden ausgeliefert. Auch 2015 konnte in den ersten fünf Monaten ein neuer Absatzrekord mit 215.148 verkauften Fahrzeugen erzielt werden. Die Erfolgsgeschichte der Kompaktwagen von Mercedes-Benz begann 1997 mit der Markteinführung der A-Klasse. Seitdem haben sich mehr als vier Millionen Kunden für eine A-Klasse, B-Klasse, einen CLA oder GLA entschieden.

Mit Blick auf die Wachstumsstrategie Mercedes-Benz 2020 wird das Mercedes-Benz Werk Rastatt die Produktion in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. „Durch das Zukunftsbild des Mercedes-Benz Werks Rastatt ist es uns gelungen, die Zusage für die Produktion der nächsten Kompaktwagen-Generation zu erhalten. Unser Wachstumskurs verbessert signifikant die Wirtschaftlichkeit und sichert darüber hinaus die Beschäftigung am Standort langfristig ab. Die Investition von rund einer Milliarde Euro ist ein klarer Vertrauensbeweis für die Motivation und Kompetenz der Mannschaft hier am Standort, die tagtäglich Top-Qualität produziert“, sagt Stefan Abraham, Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Rastatt.

Außerdem wird das Werk Rastatt über mehrere Jahre seine bisherigen Ausbildungszahlen erhalten und den Auszubildenden bei erfolgreichem Abschluss die Chance auf eine Festanstellung eröffnen. Derzeit bildet der Standort jährlich 70 Azubis und duale Hochschulstudenten aus. Die Vereinbarung enthält auch umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung der ergonomischen Arbeitsbedingungen. Dafür stehen aus der Gesamtinvestition jährlich eine Viertelmillion Euro für kurzfristig umsetzbare Ergonomie-Maßnahmen bereit. Dazu kommt ein Gesundheitszentrum, das sich derzeit in Planung befindet und weitere Investitionen erfordert.

Ullrich Zinnert, Vorsitzender des Betriebsrates Mercedes-Benz Werk Rastatt:„Mit den erheblichen Investitionen, den Festeinstellungen und dem Erhalt unserer bisherigen Ausbildungszahlen hat der Standort Rastatt eine sichere Basis für eine gute Zukunft erhalten. Wir sind sehr froh, dass wir diese Punkte durchsetzen und vereinbaren konnten. Das ist ein ausgesprochen positives Zeichen für die Belegschaft. Besonders wichtig war uns, dass am Standort auch in die Verbesserung der Ergonomie und in die Gestaltung des demografischen Wandels investiert wird.“

26.06.2015 Werbekampagne zum autonomen Fahren gestartet

Unter dem Motto „Quality Time“ startet Mercedes-Benz eine Kampagne zur Vision vom autonomen Fahren. Am Beispiel des visionären Forschungsfahrzeugs F015 Luxury in Motion gibt die Marke mit dem Stern einen ganzheitlichen Ausblick auf die Zukunft der Mobilität und zeigt, wie das autonome Fahren unsere Gesellschaft verändern wird. Mit subtilem Humor und Augenzwinkern regt die Kampagne zum Nachdenken über das kostbare Gut Zeit an. Denn Zeit zu haben, ist der größte Luxus für den modernen Menschen. Beim autonomen Fahren wird das Auto der Zukunft zum Lebensraum mit einer neuen Interpretation von Komfort und Luxus, mit vielfältigen Möglichkeiten zur Interaktion und einer neuen Art, die Zeit angenehm zu gestalten. Kurz gesagt: Das Fahrzeug wird zur „Quality Time Machine“, die dem Menschen in einer hektischen Welt Zeit zurückgibt.

„Mit dem F015 Luxury in Motion beweist Mercedes-Benz einmal mehr seine Vorreiterrolle bei der Entwicklung visionärer Mobilitätskonzepte der Zukunft“, so Dr. Jens Thiemer, Leiter Marketing Mercedes-Benz Pkw. „In unserer Kampagne ‚Autonomes Fahren‘ stellen wir die Menschen konsequent in den Mittelpunkt und bringen ihnen die Vorteile dieser neuartigen Form der Fortbewegung näher: Mehr Privatsphäre und mehr Zeit. Damit setzen wir neue Standards für modernen Luxus.“

Im Mittelpunkt der digitalen Kampagne steht ein humorvoller Spot. Unter dem Claim „Verändert alles. Unsere Vision vom autonomen Fahren“ zeigt er mit einem Augenzwinkern die Dimensionen des autonomen Fahrens auf. Ein Vater setzt sein Baby in einen futuristischen Autositz und steigt dann selbst ein. Der Wagen fährt los und die Lichter der nächtlichen Stadt ziehen vorbei. Der Zuschauer erkennt, dass das Baby am Steuer sitzt. Der Vater hat es sich auf dem Rücksitz bequem gemacht, beschäftigt sich mit seinem Tablet und summt die Melodie des Beatles-Klassikers „Baby you can drive my car“ mit. Beide – Baby und Vater - machen einen glücklichen und entspannten Eindruck. Ein letzter Blick zum Vater zeigt, dass er zufrieden eingeschlafen ist.

Auf Sylt ist im August ein Printmotiv auf einer großen LED-Wand zu sehen. Die Kampagne läuft bis Ende September 2015.

09.06.2015 Verkaufsstart: Mercedes Energiespeicher

Stationäre Energiespeicher von Mercedes-Benz für den Einsatz in privaten Haushalten sind ab sofort bestellbar. Unter www.schlauerspeichern.de können sich Interessenten ab sofort unverbindlich vormerken lassen.

Entwickelt für den anspruchsvollen Einsatz im Automobil, erfüllen die privaten Mercedes-Benz Energiespeicher höchste Sicherheits- und Qualitätsanforderungen. Bis zu acht Batteriemodule mit einem Energieinhalt von jeweils 2,5 kWh lassen sich zu einem Energiespeicher mit 20 kWh kombinieren. So lässt sich in Haushalten, die über eine eigene Photovoltaikanlage verfügen, der überschüssige Solarstrom nahezu verlustfrei zwischenspeichern.

Daimler präsentiert die Mercedes-Benz Energiespeicher für privaten und gewerblichen Einsatz vom 10. bis 12. Juni auf der Intersolar in München (Messestand B1.530).

Vom Auto ans Netz: Mercedes-Benz Energiespeicher
Mit ihrer hundertprozentigen Tochter Deutsche ACCUMOTIVE bietet die Daimler AG stationäre Energiespeicher für den privaten und gewerblichen Einsatz an. Der erste Lithium-Ionen-Speicher im industriellen Maßstab ist bereits am Netz. Sowohl in Deutschland als auch international strebt Daimler die Zusammenarbeit mit weiteren Vertriebspartnern an.

Die im Jahr 2009 gegründete Deutsche ACCUMOTIVE GmbH und Co. KG, entwickelt, produziert und vertreibt hochkomplexe Antriebsbatterien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und smart auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie. Mit dem Einstieg in das neue Geschäftsfeld der stationären Energiespeicher für Industriekunden und private Anwendungen eröffnen sich der Deutschen ACCUMOTIVE neue Wachstumschancen. Gleichzeitig trägt die Daimler AG aktiv zur Energiewende bei und schreibt die Erfolgsgeschichte der Batterieproduktion am Standort Deutschland fort.

28.05.2015 Batterie-Technologie von Daimler beschleunigt Energiewende

Daimler steigt mit der hundertprozentigen Tochter Deutsche ACCUmotive in das Geschäft mit stationären Energiespeichern ein. Der erste Lithium-Ionen-Speicher im industriellen Maßstab ist bereits am Netz und wird von den Partnerunternehmen The Mobility House AG und GETEC Energie AG betrieben. Für das Privatkundengeschäft im Bereich Speicherlösungen in Deutschland plant die Daimler AG eine Zusammenarbeit mit der EnBW AG. Sowohl in Deutschland als auch international strebt Daimler die Zusammenarbeit mit weiteren Vertriebspartnern an. „Mercedes-Benz Energiespeicher sind das beste Beispiel dafür, dass Lithium-Ionen Batterien Made in Germany ein Zukunftsmodell sind“, so Harald Kröger, Leiter Entwicklung Elektrik/Elektronik & E-Drive Mercedes-Benz Cars. „Mit unserem umfassenden Batterie Know-how bei der Deutschen ACCUmotive beschleunigen wir die Energiewende sowohl auf der Straße als auch bei der Stromversorgung von Unternehmen und Privathaushalten. Was sich auf Millionen zurückgelegten Kilometern unter widrigsten Bedingungen wie Hitze und Kälte bewährt hat, bringt auch für einen stationären Einsatz die besten Voraussetzungen mit. Auf diesem Gebiet haben wir bereits seit 2012 erste Erfahrungen gesammelt.“

Die im Jahr 2009 gegründete Deutsche ACCUmotive GmbH und Co. KG, entwickelt, produziert und vertreibt hochkomplexe Antriebsbatterien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und smart auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie. Mit dem Einstieg in das neue Geschäftsfeld der stationären Energiespeicher für Industriekunden und private Anwendungen eröffnen sich der Deutschen ACCUmotive neue Wachstumschancen. Gleichzeitig trägt die Daimler AG aktiv zur Energiewende bei und schreibt die Erfolgsgeschichte der Batterieproduktion am Standort Deutschland fort. Der erste industrielle Großspeicher von Daimler im deutschen Stromnetz wird von den Partnern The Mobility House und GETEC über das gemeinsame Joint Venture Coulomb betrieben und an der deutschen Strombörse vermarktet. Coulomb setzt den Energiespeicher aus dem sächsischen Kamenz zur Netzstabilisierung und Glättung von Lastspitzen ein. Eine Aufgabe die üblicherweise von Kohlekraftwerken und Atomkraftwerken übernommen wird. 96 Batteriemodule mit einer Gesamtkapazität von mehr als 500 kWh des Mercedes-Benz Energiespeichers sind bereits am Netz, der weitere Ausbau auf 3000 kWh erfolgt Schritt für Schritt in den kommenden Wochen mit den Partnern The Mobility House und GETEC.

Vom industriellen Einsatz bis zur Privatnutzung
Das von Daimler Business Innovation entwickelte Konzept geht weit über den industriellen Einsatz hinaus. Der Betrieb im mittelständischen Gewerbe, wie beispielsweise Supermärkten, gehört ebenfalls zum Geschäftsmodell. Auch dort können die stationären Energiespeicher Verbrauchsspitzen, etwa an heißen Tagen, abpuffern.

Zudem eignen sich Mercedes-Benz Energiespeicher auch für die private Nutzung. So lässt sich in Haushalten, die über eine eigene Photovoltaikanlage verfügen, der überschüssige Solarstrom nahezu verlustfrei zwischenspeichern. Erste Anlagen laufen bereits erfolgreich im Testbetrieb.

Die EnBW bietet interessierten Privatkunden auf Wunsch Komplettlösungen zur dezentralen Energieversorgung an.

High-Tech Batteriemodule Made in Germany
Entwickelt für den anspruchsvollen Einsatz im Automobil, erfüllen die Mercedes-Benz Energiespeicher höchste Sicherheits- und Qualitätsanforderungen. Die Batteriemodule mit einem Energieinhalt von jeweils 2,5 kWh (privat) bzw. 5,9 kWh (industriell) werden bei der Deutschen ACCUmotive im sächsischen Kamenz mit modernsten Fertigungsmethoden produziert. Für den Einsatz im privaten Bereich lassen sich bis zu acht Batteriemodule zu einem Energiespeicher mit 20 kWh kombinieren. Für die gewerbliche und industrielle Nutzung sind die Systeme beliebig skalierbar.

Die Mercedes-Benz Energiespeicher sind ab Juni bestellbar und werden ab Herbst dieses Jahres ausgeliefert.

Über die Deutsche ACCUmotive
Die im Jahr 2009 gegründete Deutsche ACCUmotive GmbH und Co. KG ist eine hundertprozentige Tochter der Daimler AG. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt hochkomplexe Antriebsbatterien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie. Die Unternehmenszentrale der Deutschen ACCUmotive hat ihren Sitz in Nabern im Großraum Stuttgart, wo auch die Forschung und Entwicklung angesiedelt ist. Die Fertigung erfolgt im sächsischen Kamenz. Die Daimler-Tochter beschäftigt über 250 Mitarbeiter – davon rund 170 in Kamenz und zirka 80 in Nabern. In Kamenz wird die Produktion derzeit ausgebaut und die Zahl der Mitarbeiter bis 2016 nahezu verdoppelt. Die Daimler AG investiert in den nächsten Jahren rund 100 Millionen Euro in die Deutsche ACCUmotive. Mit der Fertigstellung einer dritten Produktionshalle in diesem Jahr verfügt das Unternehmen in Kamenz über fast 20.000 m² Produktions- und Logistikflächen - das bedeutet eine Vervierfachung der Flächen seit dem Produktionsstart im Jahr 2011. Bis heute hat die Deutsche ACCUmotive mehr als 60.000 Lithium-Ionen-Batterien ausgeliefert. Das Unternehmen rechnet mit steigenden Produktionszahlen von Batteriesystemen für automobile Anwendungen sowie im neuen Geschäftsfeld der stationären Batteriespeicher.

06.01.2015 Mercedes Forschungsfahrzeug F015 Luxury in Motion

Mit dem S 500 INTELLIGENT DRIVE und dem Future Truck 2025 hat Mercedes-Benz die Vision des autonomen Fahrens bereits Wirklichkeit werden lassen. An welchen konkreten und visionären Ideen das Unternehmen für das autonome Fahren der Zukunft arbeitet, beweist das neue Forschungsfahrzeug F 015 Luxury in Motion, das bei der Consumer Electronics Show in Las Vegas Weltpremiere hat. Mit dieser autonom fahrenden Luxuslimousine zeigt Mercedes-Benz wie das Auto über seine Rolle als Transportmittel hinauswächst und sich zum privaten Rückzugsraum wandelt. Mit der neuen Art des Reisens werden die Passagiere die Freiheit haben, die Zeit unterwegs vielfältiger zu nutzen.

Auf dem Weg vom selbst bewegten („automobilen“) zum selbstständigen („autonomen“) Fahrzeug geht Mercedes-Benz als Pionier weit über die rein technische Realisierung des automatisierten Fahrens hinaus. Vielmehr antizipieren die Experten des Unternehmens unterschiedliche Perspektiven und gesellschaftliche Trends. Dabei steht der Mensch immer im Mittelpunkt der Betrachtungen. Denn so wie der Benz Patent-Motorwagen 1886 und seine Nachfolger die individuelle Mobilität und damit die Gesellschaft revolutioniert haben, werden auch die ersten autonom fahrenden Autos große Veränderungen mit sich bringen.

„Wer nur an die Technik denkt, hat noch nicht erkannt, wie das autonome Fahren unsere Gesellschaft verändern wird. Das Auto wächst über seine Rolle als Transportmittel hinaus und wird endgültig zum mobilen Lebensraum“, erläutert Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars.

Mit maximalem Platzangebot und Lounge-Charakter im Interieur hebt der Mercedes-Benz F 015 Luxury in Motion das Thema Komfort und Luxus auf ein neues Niveau. In all seinen Facetten spiegelt er die Mercedes-typische Interpretation von „modernem Luxus“, Emotion und Intelligenz in besonderem Maße wider. Der innovative Viersitzer ist Vorbote einer Mobilitätsrevolution und zeigt dies unmittelbar durch seinen futuristischen Auftritt.

Die Vision eines neuartigen Fahrzeugkonzepts signalisiert der F 015 schon mit seinen außergewöhnlichen Proportionen (Länge/Breite/Höhe: 5.220/2.018/1.524 Millimeter), mit seinem monolithischen Exterieur aus einem Guss sowie mit großflächigen LED-Leuchtmodulen an Front und Heck. Über diese LED-Felder können unterschiedliche Leuchtfunktionen dargestellt werden. Zugleich kommuniziert und interagiert das Fahrzeug über sie mit der Außenwelt. Sie zeigen zum Beispiel an, ob der F 015 im autonomen (Blau) oder manuellen (Weiß) Fahrmodus unterwegs ist.

Die niedrige Front, die straff durchgezogene Dachlinie, die flache Frontscheibe und das tief sitzende Heck verleihen dem F 015 Luxury in Motion eine gestreckte, ausgesprochen dynamische Silhouette. Der außergewöhnlich großzügige Radstand des F 015 Luxury in Motion von 3.610 Millimetern zeigt in Kombination mit den kurzen Überhängen klar, dass ein maximales Platzangebot für die Passagiere im Fokus der Entwicklung stand.

Wohlfühlambiente mit Lounge-Charakter
Im Innenraum des F 015 Luxury in Motion haben die Designer ein von Eleganz, Hochwertigkeit und Leichtigkeit geprägtes Wohlfühlambiente mit Lounge-Charakter geschaffen. Sinnlich-fließende Übergänge und warme, organische Materialien wie offenporiges Nussbaumholz mit formfolgendem Furnier und extrem weiches Nappa-Leder in Ice-White kontrastieren mit technisch-kühl anmutenden Metall- und Glasoberflächen in klaren Linien.

Dreh- und Angelpunkt des innovativen Interieur-Konzepts ist das variable Sitz-System mit vier drehbaren Lounge-Chairs, das eine Vis-à-Vis-Konstellation der Sitze ermöglicht. Für den bequemen Aus- oder Einstieg drehen sich die Sitze elektrisch angetrieben um jeweils 30 Grad nach außen, sobald die Türen geöffnet werden. Bei Bedarf können Fahrer und Beifahrer den Blick und Bedienfokus nach vorne richten – als Voraussetzung für manuelles Fahren. Dafür fährt das Lenkrad automatisch aus der Armaturentafel heraus.

Die lederbezogenen Sitzpolster der Lounge-Chairs sind in eine geschwungene Schale aus hochglanzpoliertem Aluminium eingebettet. Jede Sitzschale wird von einem blau leuchtenden LED-Band kontrastreich umrandet und ist auch manuell drehbar.

Eine zentrale Idee des Forschungsfahrzeugs ist ein kontinuierlicher Informationsaustausch zwischen Fahrzeug, Passagieren und Außenwelt. Hierzu dienen sechs rundum installierte, harmonisch in die Armaturentafel sowie die Rück- und Seitenwände integrierte Displays, die das Interieur des F 015 Luxury in Motion zu einem digitalen Erlebnisraum machen.

Die Passagiere können über Gesten, Eye-Tracking oder Berührung der hochauflösenden Bildschirme intuitiv mit dem vernetzten Fahrzeug interagieren. Dabei erkennen Sensoren die Hände der Passagiere und bieten ihnen bequem erreichbare Bedienoberflächen mit jeweils für die Situation passenden Bedienoptionen. Partikelströme auf den Displays visualisieren die Bewegung des Fahrzeugs.

Revolutionäre Fahrzeugstruktur
Die hochstabile Karosserie des F 015 Luxury in Motion gewährleistet bestmögliche Sicherheit und höchsten Komfort für die Passagiere. Gleichzeitig bildet die Struktur der Rohkarosserie die ideale Basis für das besonders ein- und ausstiegsfreundliche Türkonzept und für die kommunikative Sitzanlage der vier Lounge-Chairs in Vis-à-Vis-Anordnung.

Durch den Einsatz neuer Materialien und Strukturen wurde für den F 015 eine hocheffiziente „Smart Body Structure (SBS)“ entwickelt. Mit einer exakt auf die jeweilige Anforderung abgestimmten Kombination aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK), Aluminium und hochfesten Stählen konnten die Leichtbau-Experten eine um 40 Prozent leichtere Rohkarosserie im Vergleich zu heutigen Serienfahrzeugen realisieren.

Ein weiteres Kernelement des Karosseriekonzepts ist das neuartige „Saloon Doors“-System mit gegenläufig öffnenden Türen. Front- und Fondportale können unabhängig voneinander betätigt werden. Die Türöffnungswinkel von jeweils 90 Grad erlauben auf beiden Fahrzeugseiten einen sehr komfortablen Zugang zum großzügigen Innenraum. Auf eine B-Säule konnte verzichtet werden. Ein hochstabiles Verbundsystem mit mechanischen Verriegelungselementen gewährleistet vorbildliche Sicherheit. Diese verzahnen Front- und Fondtüren im geschlossenen Zustand stabil miteinander und binden sie zusätzlich fest an Dachrahmen sowie Seitenschwellern an. Der so entstandene Lastpfad-Verbund ermöglicht eine extrem hohe Energieaufnahme im Falle eines Front- oder Seitenaufpralls bei geringsten Intrusionen in den Fahrgastinnenraum.

Auch die Türen selbst haben eine wesentliche Rolle bei der Passiven Sicherheit. Entscheidend dafür sind die crashaktiven Bordkanten unterhalb der Seitenfenster. Diese bereits beim Experimental-Sicherheitsfahrzeug ESF 2009 vorgestellte und jetzt weiterentwickelte Innovation PRE-SAFE Structure ermöglicht maximale Sicherheit bei minimalem Bauraum: Bei einem seitlichen Aufprall „pumpen“ sich diese Karosserieelemente, ähnlich wie ein Airbag, blitzartig auf und können so die Aufprallenergie maximal absorbieren.

Zudem wurde die Karosserie des F 015 Luxury in Motion so konzipiert, dass ein Elektroantrieb mit Brennstoffzelle aufprallgeschützt integriert werden kann. Dieser basiert auf dem wegweisenden F-CELL PLUG-IN HYBRID des Forschungsfahrzeugs F 125! aus dem Jahr 2011 und kombiniert die Stromerzeugung an Bord mit einer besonders leistungsfähigen und kompakten Hochvoltbatterie. Zur Wasserstoffspeicherung sieht das Konzept Drucktanks aus CFK vor.

Die Gesamtreichweite dieses Elektro-Hybridsystems beträgt 1.100 Kilometer, davon können rund 200 Kilometer mit der Batterie gefahren werden und ca. 900 Kilometer mit dem Strom aus der Brennstoffzelle. Damit ausgerüstet, hat der F 015 Luxury in Motion den Aktionsradius eines vergleichbaren Dieselfahrzeugs, allerdings voll elektrisch und ohne lokale Emissionen.

Weiterentwickeltes Brennstoffzellen-System
Der in puncto Leistung, Effizienz und Dauerhaltbarkeit weiter optimierte Brennstoffzellen-Stack kann den Fahrstrom für zwei jeweils 136 PS starke Elektromotoren liefern. Sie sind raumsparend im Heck angeordnet und übertragen ihre Antriebskraft auf die Hinterräder. Insgesamt erreicht das elektrische Antriebssystem eine Spitzenleistung von 272 PS. Das maximale Drehmoment von jeweils 200 Nm steht bereits ab dem Start zur Verfügung und sorgt für kraftvolle Beschleunigung: Den Spurt von 0 auf 100 km/h absolviert der F 015 in 6,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 200 km/h abgeregelt.

Der Verbrauch liegt umgerechnet bei nur 0,60 Kilogramm Wasserstoff pro 100 Kilometer, das entspricht 2,0 Liter Dieseläquivalent. (Alle Verbrauchswerte kombiniert nach Neuem Europäischen Fahrzyklus (NEFZ)). Die Vision: Mehr Lebensqualität für alle Stadtbewohner
Als Grundlage für den F 015 Luxury in Motion haben die Experten von Mercedes-Benz interdisziplinär das Zukunftsszenario „Stadt der Zukunft 2030+“ entwickelt, das viele Aspekte des mobilen Lebens berücksichtigt.

Die Urbanisierung ist weiter vorangeschritten, der Wunsch der Menschen nach Privatsphäre und Rückzugsmöglichkeiten wächst. Autonomes Fahren wird selbstverständlich sein. Da es den Fahrer in Situationen entlastet, in denen Fahren wenig Spaß macht, bekommt die gewonnene Zeit im Auto eine völlig neue Qualität. Zeit und Raum wird zum Luxus der Zukunft.

Neue Technologien und Formen der Kommunikation bieten zahlreiche neue Möglichkeiten zur Interaktion zwischen Fahrzeug und Passagieren sowie zwischen dem Fahrzeug und anderen Verkehrsteilnehmern.

Autonom fahrende Fahrzeuge eröffnen auch neue Möglichkeiten für die Gestaltung der urbanen Infrastruktur. So können nach dem Vorbild heutiger Umweltzonen in den Stadtzentren spezielle „Sicherheitszonen“ entstehen, in denen sich nur autonome Fahrzeuge bewegen dürfen. Stadtraum könnte durch selbstständiges Parken autonomer Fahrzeuge an der Peripherie zurückgewonnen werden.

Im Shared Space der Zukunft teilen sich Mensch und Maschine die Straßen. Die „autogerechte Stadt“ wandelt sich mehr und mehr in die „menschengerechte Stadt“, ohne dass die individuelle Freiheit und die Möglichkeit das Auto zu nutzen, verloren gehen. Die Trennung von Wohn-, Erholungs- und Verkehrsflächen löst sich auf. So entsteht mehr Lebensqualität für alle Stadtbewohner.

Der Weg zum autonomen Fahren
Schon heute können die Fahrzeuge von Mercedes-Benz viele gefährliche Situationen im Straßenverkehr erkennen und situationsgerecht darauf reagieren – etwa durch autonomes Bremsen. Und bereits heute fahren Mercedes-Benz Modelle von der C- bis zur S-Klasse teilautonom im öffentlichen Straßenverkehr, etwa mithilfe der DISTRONIC PLUS mit Lenk-Assistent und Stop&Go Pilot, der teilautonomes Staufolgefahren beherrscht. Der Aktive Park-Assistent mit PARKTRONIC ermöglicht automatisches Einparken mit aktiven Lenk- und Bremseingriffen in Längs- und Querparklücken.

Und dass autonomes Fahren schon heute selbst im komplexen Stadt- und Überlandverkehr möglich ist, hat Mercedes-Benz im August 2013 eindrucksvoll bewiesen. Der seriennahe Mercedes-Benz S 500 INTELLIGENT DRIVE bewältigte die rund 100 Kilometer lange Route von Mannheim nach Pforzheim, die Bertha Benz 1888 als erste automobile Fernfahrt der Geschichte zurückgelegt hatte, komplett autonom.

Auch im Lkw-Bereich bestimmt Mercedes-Benz als Innovator durch die Einführung intelligenter Assistenzsysteme den Takt der Entwicklung. Auf der Nutzfahrzeug-IAA im September 2014 präsentierte die Marke mit dem Future Truck 2025 den ersten autonom fahrenden Lkw der Welt. Die Studie auf Basis des Mercedes-Benz Actros 1845 war im Juli 2014 mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h in realistischen Verkehrssituationen auf einem Teilstück der Autobahn A14 bei Magdeburg unterwegs.

Als globales Unternehmen hat Mercedes-Benz das autonome Fahren weltweit im Blick. Um die Unterschiede von Verkehr und Infrastruktur in anderen Märkten einzubeziehen, testen die Experten beispielsweise auch in den USA. Seit Mitte September 2014 besitzt Mercedes-Benz als einer der ersten Automobilhersteller die offizielle Lizenz des US-Bundesstaats Kalifornien, selbstständig fahrende Fahrzeuge dort auf öffentlichen Straßen zu testen. Zusätzlich nutzt das Unternehmen die Concord Naval Weapons Station (CNWS) als größtes Testgelände in den USA.

31.12.2014 Neues Forschungsauto für autonomes Fahren

Mercedes wird auf der CES in Las Vegas am 5. Januar 2015 ein knapp 5m langes Forschungsauto zum Thema autonomes Fahren präsentieren. Dabei sitzen sich die Insassen gegenüber. Hier ist nun ein erstes Teaserbild zum Exterieur von Mercedes veröffentlich worden.

Die Bilder zum Interieurkonzept wurden bereits am 18.11.2014 veröffentlicht (siehe nächste News weiter unten)

18.11.2014 Neues Forschungsauto für autonomes Fahren

Mercedes wird auf der CES in Las Vegas im Januar 2015 ein knapp 5m langes Forschungsauto zum Thema autonomes Fahren präsentieren. Dabei sitzen sich die 4 Insassen vis-à-vis. Die vorderen beiden können sich bei Bedarf/Wunsch um 180° in die Fahrrichtung drehen (siehe Foto).


Entspannende Reise-Lounge oder mobiles Büro: Die Luxuslimousine der Zukunft fährt auf Wunsch autonom und bietet den Menschen dadurch ganz neue Freiheiten. Stärker denn je wird das Auto künftig zum individuellen Rückzugsort im urbanen Verkehr. Einen virtuellen Ausblick darauf gibt Mercedes-Benz jetzt anlässlich des TecDays „Autonome Mobilität“ mit einem innovativen Innenraum-Konzept eines autonomen Luxusfahrzeugs. Zugleich zeigt das wegweisende „Interieur der Zukunft“ neue Dimensionen in der Kommunikation und Interaktion mit dem Fahrzeug. Mercedes-Benz hat bereits mit dem S 500 INTELLIGENT DRIVE sowie dem Future Truck 2025 die Vision des autonomen Fahrens Wirklichkeit werden lassen und arbeitet weiter an konkreten Ideen für das autonome Fahren der Zukunft.

In der Stadt der Zukunft sind autonome Fahrzeuge selbstverständlich und gesellschaftlich akzeptiert. Die neue Dimension der Mobilität bringt sowohl soziale als auch technische Veränderungen mit sich. So wird mit dem neuen Interieur-Konzept der Luxusklasse das Automobil der Zukunft mehr sein als ein reines Transportmittel – ein wertvoller, privater Rückzugsraum im immer dichter werdenden urbanen Verkehr. Aufgrund der neuen Art zu reisen, werden die Passagiere autonom fahrender Automobile die Freiheit haben, die Zeit unterwegs noch vielfältiger zu nutzen.

Als konkreten Ausblick präsentiert Mercedes-Benz beim TecDay „Autonome Mobilität“ im kalifornischen Sunnyvale das Interieur-Konzept einer autonom fahrenden Luxuslimousine als virtuelles 360°-Erlebnis. Für die Gestaltung des Innenraums haben die Ingenieure, Designer und Zukunftsforscher ein interdisziplinär entwickeltes Szenario entworfen und die Freiheiten weitergedacht, die erst durch das autonome Fahren entstehen: mehr Raum, mehr Zeit, mehr Interaktionsmöglichkeiten. Das Interieur spiegelt dabei die Mercedes-typische Interpretation von „Modernem Luxus“ wider – großzügig, elegant und intuitiv.

Dreh- und Angelpunkt des innovativen Interieur-Konzepts ist das variable Sitz-System mit vier drehbaren Lounge-Chairs, das eine Vis-à-Vis-Konstellation der Sitze ermöglicht. So können die Front-Passagiere während der Fahrt mit den anderen Passagieren von Angesicht zu Angesicht kommunizieren. Oder bei Bedarf den Blick und Bedienfokus nach vorne richten -- als Voraussetzung für manuelles Fahren. Dafür bietet ein ausfahrbares Lenkrad dem Fahrer je nach Wunsch die entsprechende Option.

Neben der Gestaltung liegt besonderes Augenmerk auf der Innenraumnutzung. Eine zentrale Idee des innovativen Interieur-Konzepts ist ein kontinuierlicher Informationsaustausch zwischen Fahrzeug, Passagieren und der Außenwelt: Der Innenraum wird zum „digitalen Erlebnisraum“, der als integraler Bestandteil des intelligenten Fahrzeugsystems umfassend vernetzt ist. Die Insassen können über Gesten oder Berührung der Displays intuitiv mit dem Fahrzeug interagieren. Die Wünsche der einzelnen Passagiere bezüglich Information oder Auswahl von Bedienfunktionen erkennt das System automatisch über die sensorische Erfassung von Augen-, Hand- und Fingerbewegungen. Und auch die Fahrzeugumgebung – seien es Passanten, andere Verkehrsteilnehmer oder die Gebäude der Stadt – werden auf Displays ins Fahrzeuginnere geholt und als fließende visuelle Rundum-Information dargestellt. Eingebettet in ein völlig neuartiges Fahrzeugraumgefühl verfolgt Mercedes-Benz mit seiner User Experience Strategie das Ziel, intuitive Nutzung und Designsprache konsequent miteinander zu verbinden. Information, Interaktion und Kommunikation sind die Verbindungslinien zwischen Mensch, Fahrzeug und Umfeld.

Intelligent Drive: Auf konsequentem Weg zum autonomen Fahren
Als Erfinder des Automobils ist für Mercedes-Benz die Pionierrolle auch beim autonomen Fahren selbstverständlich. Erklärtes Ziel ist es, das Automobil vom selbst bewegten („automobilen“), zum selbstständigen („autonomen“) Fahrzeug weiterzuentwickeln. Mercedes-Benz geht in Forschung und Entwicklung weit über die rein technische Realisierung des automatisierten Fahrens hinaus und antizipiert unterschiedliche Szenarien. Dabei steht der Mensch immer im Mittelpunkt. Das Ziel: Im Sinne des ganzheitlichen Ansatzes als wichtigem Teil der Innovationskultur des Unternehmens technisch machbare und gesellschaftlich wünschenswerte Antworten auf die Fragen der Mobilität der Zukunft zu geben. Für diese Revolution der Mobilität sind evolutionäre Schritte notwendig. So werden auch in den kommenden Jahren weitere und weiterentwickelte Assistenzsysteme die klar vorgezeichnete Marschroute zum autonomen Fahren ebnen.

Schon heute findet im öffentlichen Straßenverkehr teilautonomes Fahren statt – beispielsweise mit Mercedes-Benz Modellen der S-, E-, C- und CLS-Klasse. Dazu gehört etwa der Stau-Assistent, der im Stop-and-Go-Verkehr Anschluss hält und auch beim Lenken unterstützt. Beim Einparken mit dem Aktiven Parkassistenten übernimmt die Technik die Auswahl der passenden Parklücke und das Lenken. Der Fahrer muss nur noch Gas geben und bremsen. Mit zahlreichen Assistenzsystemen und wesentlich erweiterten Funktionen setzt Mercedes-Benz seine Strategie „Intelligent Drive“ fort und erhöht so konsequent Komfort und Sicherheit.

Dass autonomes Fahren keine Utopie, sondern heute technisch auch im komplexen Stadt- und Überlandverkehr möglich ist, hat Mercedes-Benz bereits eindrucksvoll gezeigt. Im August 2013 fuhr der Mercedes-Benz S 500 INTELLIGENT DRIVE, basierend auf der neuen S-Klasse und ausgestattet mit seriennaher Technologie, die rund 100 Kilometer lange historische Bertha-Benz-Route von Mannheim nach Pforzheim komplett autonom. Seine Rolle als Innovator hat Mercedes-Benz auch im Lkw-Bereich verdeutlicht: Im Sommer 2014 präsentierte die Marke mit dem Stern den Future Truck 2025 als ersten autonom fahrenden Lkw der Welt. Ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten demonstrierte die seriennahe Studie auf Basis des Mercedes-Benz Actros 1845 mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h in realistischen Verkehrssituationen auf einem Teilstück der Autobahn A14 bei Magdeburg.

Die Experten von Mercedes-Benz führen aber nicht nur in Deutschland umfangreiche Tests auf der Straße durch. Um die unterschiedlichen Verkehrsbedingungen und Infrastrukturgegebenheiten in anderen Märkten in die Entwicklung einbeziehen zu können, testen die Ingenieure weltweit, beispielsweise auch in China und den USA. Als einer der ersten Automobilhersteller hat Mercedes-Benz eine entsprechende Lizenz erhalten und darf seit Mitte September autonom fahrende Autos auf öffentlichen Straßen im US-Bundesstaat Kalifornien testen. Zusätzlich nutzt das Unternehmen die Concord Naval Weapons Station als größtes Testgelände in den USA für die weitere Erprobung dieser Zukunftstechnologie. Das Testgelände im Südwesten der USA verfügt über ein befestigtes, stadtähnliches Straßennetz und ist damit ein idealer Standort für die Erprobung selbstfahrender Fahrzeuge in einer möglichst realistischen Umgebung.

13.11.2014 Neues Multibeam LED-Licht in der Entwicklung

Licht-Vorreiter Mercedes-Benz gibt einen Ausblick in die Zukunft: Statt der 24 LED des Raster-Fernlichtmoduls im CLS-Scheinwerfer, sorgen schon bald 84 LED pro Scheinwerfer für eine noch bessere Lichtqualität und noch mehr Sicherheit bei Nacht (ab März 2016 in der neuen E-Klasse W213). Mittelfristig werden sogar 1.024 Pixel pro LED die optimale Ausleuchtung der Fahrbahn bei jeder Geschwindigkeit und allen Verkehrsverhältnissen erlauben - und das, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden.

Dieser Vorsprung durch Licht hat Tradition: Erstmals bei einem Serienautomobil übernahmen bei der S-Klasse 2013 rund 500 LED sämtliche Beleuchtungsfunktionen. 2014 eröffneten die MULTIBEAM LED Scheinwerfer der neuen CLS-Klasse mit ihren Präzisions-LED-Rastermodulen abermals neue Dimensionen. Wie wichtig das ist, zeigt die Statistik: Nachts steigt das Unfallrisiko drastisch: Dann werden fünfmal so viele Fußgänger auf Landstraßen getötet wie tagsüber, dabei finden nur 20 Prozent der Fahrleistungen bei Nacht und auf dieser Straßenkategorie statt – aber 40 Prozent aller tödlichen Unfälle (Quelle: BASt, Bundesanstalt für Straßenwesen). Über 120 Jahre Scheinwerfertechnik bei Mercedes-Benz stehen daher für kontinuierlichen Fortschritt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie für die Einführung von Innovationen zum Nutzen der Kunden und anderer Verkehrsteilnehmer.

Das Sicherheitsplus der MULTIBEAM LED Technologie zeigt sich vor allem im realen Verkehrsgeschehen: Im Gegensatz zu rein statischen Fernlichtsystemen mit teilweise hohen Reichweiten, unterstützt MULTIBEAM LED den Fahrer auch dann, wenn sich andere Fahrzeuge im Ausleuchtungsbereich der Scheinwerfer befinden. Durch die völlig unabhängige Steuerung der einzelnen LED der Raster-Lichtquelle blendet der MULTIBEAM LED Scheinwerfer innerhalb von Sekundenbruchteilen andere Verkehrsteilnehmer gezielt aus seiner Lichtverteilung aus und ermöglicht eine dauerhafte Aktivierung des Fernlichts. Somit steht dem Fahrer immer die bestmögliche Lichtperformance zur Verfügung, ohne dass andere Verkehrsteilnehmer geblendet werden.

In naher Zukunft wird Mercedes-Benz seine LED-Scheinwerfer um ein HIGH RANGE LED-Fernlicht erweitern. Das Zusatzfernlicht sorgt dank moderner Hochleistungs-LED in Fahrsituationen ohne entgegenkommende oder vorausfahrende Verkehrsteilnehmer für Fernlichtreichweiten von über 600 m. Im Gegensatz zu aktuellen „Laser-Scheinwerfern“ gelingt dies mit LED-Technik zu deutlich geringeren Kosten und mit vertretbarem Aufwand. Zugleich schöpft Mercedes-Benz damit die in Europa gesetzlich erlaubte Beleuchtungsstärke nahezu voll aus. Diese gilt unabhängig von der im Scheinwerfer eingesetzten Lichtquelle für alle Hersteller.

LED Technik heute, morgen, übermorgen
Mit der Pixelzahl in LED-Scheinwerfern verhält es sich wie mit der Zahl der Lichtpunkte in Digitalkameras: Je mehr, desto besser. Denn je höher die Zahl der einzeln ansteuerbaren Pixel, umso feiner kann das Licht geregelt und damit besser auf unterschiedliche Verhältnisse angepasst werden. Eine hohe Auflösung ermöglicht es, zugleich Präzision und Brillanz zu steigern. Hier ein Überblick über die LED-Technologie heute, morgen und übermorgen:

2014 hat Mercedes-Benz die innovativen MULTIBEAM LED Scheinwerfer in der CLS-Klasse eingeführt. Sie sind mit 24 einzelnen Hochleistungs-LED bestückt. Jede einzelne dieser LED kann elektronisch und individuell angesteuert werden. Durch diese Rasterung des Scheinwerferlichts kann die Lichtverteilung des rechten und des linken Scheinwerfers unabhängig voneinander gesteuert und mit höchster Dynamik an das Verkehrsgeschehen angepasst werden. So lassen sich die einzelnen Bereiche der Fahrbahn sehr gezielt ausleuchten. Die Scheinwerfer-Steuerungstechnologie kombiniert die Raster-Lichtquelle mit der bewährten, mechanischen Technik des LED Intelligent Light Systems und die Hochleistungs-LED sorgen für 485 m Reichweite.

Schon bald wird Mercedes-Benz MULTIBEAM LED-Scheinwerfer mit einer Raster-Lichtquelle mit 84 LED vorstellen, die eine noch höhere Auflösung des Lichtbilds ermöglichen. Andere Verkehrsteilnehmer können damit, bei besserer Fahrbahnausleuchtung für den Fahrer, noch präziser vor Blendung geschützt werden. Durch die völlig frei konfigurierbare Lichtverteilung können erstmals sämtliche Funktionen des Intelligent Light Systems im Abblend- und Fernlichtbetrieb rein digital und ohne mechanische Aktorik dargestellt werden. Dadurch wird eine Vielzahl neuer, adaptiver Lichtfunktionen möglich, die das Fahren bei Nacht für den Fahrer, aber auch für die Partner im Straßenverkehr erneut sicherer machen.

Diese Technologie wird rasant voranschreiten: Mittelfristig erlauben 1.024 einzeln ansteuerbare Pixel pro LED-Chip eine weitere Steigerung der Sichtverhältnisse bei Nacht und damit einen weiteren Zugewinn an Sicherheit.

Im Forschungsprojekt „µAFS“ ist den Partnern Infineon, Osram, Fraunhofer Gesellschaft IZM, Hella und Daimler gerade ein Durchbruch gelungen: ein neuartiger LED-Chip mit extrem feiner Strukturierung. Monolithisch strukturierte Pixel-LED-Halbleiterschichten wurden dabei auf einem Siliziumsubstrat aufgebaut, das durch die Integration von Schaltungsteilen eine selektive Ansteuerung von mehr als 1.024 individuell adressierbaren Lichtpixeln pro LED-Chip gestattet. Die im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts entwickelte LED-Technologie wird 2015 in ein Mercedes-Benz Versuchsfahrzeug eingebaut und getestet.

LED und Teilfernlicht: Erfindungen schreiben Wissenschaftsgeschichte
Ein Stück Nobelpreis fährt in jedem Mercedes-Benz mit LED-Scheinwerfern mit: Die Physiker Shuji Nakamura (*1954), Isamu Akasaki (*1929) und Hiroshi Amano (*1960) erhalten nächsten Monat den weltweit wohl renommiertesten Wissenschaftspreis für ihre Entwicklung von blauen LED. Die Erfindung ermöglichte die Verkleinerung der Lichtquellen und damit auch die Verwendung von LED in Autoscheinwerfern. So können aktuell bis zu 100 LED mit millimeterkleinen Leuchtflächen hinter einer Linse montiert werden.

Die Idee des Teilfernlichts ist indes noch älter: Als die Verkehrsdichte in den 1950er Jahren immer mehr zunahm, machte Computerpionier Konrad Zuse (1910-1995) einen Vorschlag, wie sich maximale Ausleuchtung der Straße mit minimaler Störung des Gegenverkehrs kombinieren ließen. Zuse setzte auf mehrere Scheinwerfer, die jeweils einen Teil der Straße beleuchteten und die durch Photozellen ausgeschaltet werden konnten, falls diese in ihrem Bereich andere Autos erkannten. 1958 ließ er diese „Fotoelektrisch durch Gegenlicht steuerbare Beleuchtungseinrichtung“ vom Deutschen Patentamt unter der Nummer 1190413 registrieren. In Serie ging dieses Teilfernlicht jedoch erst in diesem Jahr mit der Weltpremiere der MULTIBEAM LED Scheinwerfer im Mercedes-Benz CLS.

Meilensteine der Lichttechnik von Mercedes-Benz
Mercedes-Benz steht seit jeher für Innovationen, die sich am Kundennutzen orientieren. Viele Innovationen finden von Forschungsprojekten oder über Innovationsträger wie E-, CLS- und S-Klasse ihren Weg in die Volumenbaureihen. Hier eine kurze Chronik der wichtigsten Meilensteine der Mercedes-Benz Lichttechnik der letzten 20 Jahren:

1991: Premiere der Xenon-Scheinwerfer mit Gasentladungslampen im Mercedes-Forschungsfahrzeug F 100
1995: Xenon-Scheinwerfer mit dynamischer Leuchtweitenregulierung in der E-Klasse
1999: Premiere der Bi-Xenon-Technik in der CL-Klasse
2003: Weltpremiere des aktiven Kurvenlichts in der E-Klasse
2004: Weltpremiere der Bi-Xenon-Scheinwerfer mit aktivem Kurvenlicht und Abbiegelicht in der CLS-Klasse
2005: Premiere des Aktiven Nachtsicht-Assistenten in der S-Klasse
2006: Weltpremiere des Intelligent Light Systems in der E-Klasse
2009: Weltpremiere des Intelligent Light Systems mit Adaptivem Fernlicht-Assistenten in der E-Klasse
2009: Premiere des Aktiven Nachtsicht-Assistenten Plus in der S- und E-Klasse
2010: Weltpremiere der LED High Performance-Scheinwerfer mit allen Lichtfunktionen des Intelligent Light Systems in der CLS-Klasse
2010: Neue Xenonbrenner mit 20 Prozent höherer Farbtemperatur, die damit noch näher am Tageslicht ist, in der S- und E-Klasse
2011: Serienstart der Spotlight-Funktion (Weltpremiere)
2013: Neue E-Klasse serienmäßig mit energieeffizientem LED-Abblendlicht (34 Watt/Fahrzeug)
2013: Neue S-Klasse ist als erstes Auto serienmäßig ausschließlich mit LED-Scheinwerfern ausgerüstet
2014: Weltpremiere der MULTIBEAM LED Scheinwerfer in der neuen CLS-Klasse

07.10.2014 B-Klasse F-Cell (W245) 300.000 km Erprobung

Eine B-Klasse F-CELL (vorige B-Klassen Generation W245) aus der aktuellen Brennstoffzellenflotte von Mercedes-Benz hat mit mehr als 300.000 km einen Dauerlaufrekord unter ganz normalen Alltagsbedingungen erzielt. Der weltweit einmalige und noch immer laufende Test zeigt, dass Brennstoffzellenautos zuverlässig auch unter extremen Belastungen und über mehrere Jahre hinweg einsetzbar sind. Für diesen Rekord wurde die Daimler AG mit dem "f-cell Award 2014" ausgezeichnet und konnte somit bereits zum dritten Mal mit ihren Entwicklungen auf dem Gebiet der Brennstoffzellentechnologie im Wettbewerb um den Innovationspreis Brennstoffzelle überzeugen. "Der Test ist ein Schritt in Richtung serientaugliche Anwendung des Brennstoffzellenantriebsstranges", heißt es in der Begründung der Jury, besetzt mit Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Die unter Serienbedingungen produzierte Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL ist bereits seit 2010 auf dem europäischen und amerikanischen Markt bei Kunden im Alltagseinsatz. Der Gesamtkilometerstand der Daimler-Brennstoffzellenflotte, die zusammen mit einer Vielzahl an Forschungsfahrzeugen mittlerweile mehr als 300 Fahrzeuge zählt, hat heute weit mehr als neun Millionen Kilometer erreicht. Von den aktuellen und ausstehenden Ergebnissen versprechen sich die Mercedes-Ingenieure, weitere Optimierungspotenziale zu identifizieren, die direkt in die Entwicklung der nächsten Generation von Brennstoffzellenfahrzeugen einfließen. Denn das Unternehmen verfolgt das klare Ziel, in Kooperation mit Ford und Nissan einen gemeinsamen Antriebsstrang zu entwickeln und ab 2017 wettbewerbsfähige Brennstoffzellenfahrzeuge in großen Stückzahlen auf die Straßen zu bringen. Mit Hochdruck arbeitet Daimler deshalb an dessen Marktvorbereitung - und engagiert sich in mehreren Initiativen, wie H2 Mobility, auch für den Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur. "Dass der Brennstoffzellenantrieb reif für die Straße ist, haben wir mittlerweile eindeutig bewiesen", so Prof. Herbert Kohler, Leiter Konzernforschung & Vorentwicklung; Umweltbevollmächtigter der Daimler AG. "Die letzten Hürden werden wir in intensivem branchen- und länderübergreifendem Teamwork bewältigen."

01.10.2014 Mercedes erprobt autonomes Fahren in Kalifornien

Als einer der ersten Automobilhersteller darf Mercedes-Benz seit September autonom fahrende Autos auf öffentlichen Straßen im US-Bundesstaat Kalifornien testen. Zusätzlich dazu nutzt das Unternehmen ab sofort Concord Naval Weapons Station (CNWS) als größtes Testgelände in den USA für die weitere Erprobung seiner Zukunftstechnologie.

„Auf dem Testgelände in Concord, Kalifornien, können wir auf sichere Art und Weise Tests mit selbstfahrenden Fahrzeugen u.a. auch in besonderen Gefahrensituationen durchführen", erklärt Dr. Axel Gern, Leiter Autonomes Fahren bei Mercedes-Benz Research and Development North America, Inc. (MBRDNA). „Diese Tests helfen uns, zusammen mit den Ergebnissen unserer Fahrten auf öffentlichen Strassen, bei der Weiterentwicklung unserer autonomen Autos.“ Dennoch liege der Fokus der Forschung weiter auf den Tests im realen Umfeld, betont er.

Bereits im vergangenen Jahr hat der Automobilkonzern eindrucksvoll bewiesen, dass autonomes Fahren schon heute technisch auch im komplexen Stadt- und Überlandverkehr möglich ist: Im August 2013 hatte der Mercedes-Benz S 500 INTELLIGENT DRIVE, eine neue S-Klasse, ausgestattet mit seriennaher Technologie, die rund 100 km lange historische Bertha Benz-Route von Mannheim nach Pforzheim komplett autonom bewältigt.

Seit Mitte September besitzt Mercedes-Benz als Pionier im autonomen Fahren auch die offizielle Lizenz des US-Bundesstaats Kalifornien, um dort selbstständig fahrende Fahrzeuge auch auf öffentlichen Straßen zu testen. Mit den zusätzlichen Erprobungsfahrten auf dem CNWS-Gelände erweitert das Unternehmen seine Forschungsmöglichkeiten nochmal deutlich.

Das Testgelände im Südwesten der USA verfügt über ein befestigtes, stadtähnliches Straßennetz und ist damit ein idealer Standort für die Erprobung selbstfahrender Fahrzeuge in einer möglichst realistischen Umgebung. Das Testgelände, das die US Navy in Zusammenarbeit mit der Contra Costa County Transportation Authority sowie der Stadt Concord betreibt, ist aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich zugänglich. Mit einem Erprobungsbereich von 8,5 km² ist das CNWS-Gelände derzeit das größte und sicherste Testgelände in den USA.

22.09.2014 Mercedes Hybrid/Plug-In-Hybrid Strategie

Nach S 400 HYBRID und S 300 BlueTEC HYBRID ist der S 500 PLUG-IN HYBRID bereits das dritte Hybridmodell in der neuen S-Klasse. Weitere Hybridmodelle sind der C 300 BluetecHybrid (9/2014), der E 300 BluetecHybrid (Okt 2012) sowie der E 400 Hybrid (über Überseemärkte). Die Serieneinführung dieser Technologie begann bei Mercedes-Benz im Jahr 2009. 2014 verkauft Mercedes-Benz mehr Hybrid-Automobile als alle anderen deutschen Hersteller zusammen. Auch bei der reinen Elektromobilität ist das Unternehmen ganz vorne dabei. In den kommenden Jahren wird der Schwerpunkt auf Plug-in-Hybriden liegen.

Basierend auf dem Automatikgetriebe 7G-TRONIC PLUS entstand das Hybridgetriebe der zweiten Generation. Es erlebte seine Premiere 2012 im E 300 BlueTEC HYBRID, dem ersten Diesel-Hybrid im Premiumsegment weltweit. Mit der Verbindung der Effizienz eines Dieselmotors mit den Vorteilen des Hybridantriebes hat Mercedes-Benz einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung des Automobils gesetzt und ist im Segment der Oberklasselimousinen in Verbrauchsbereiche von 4 Liter Diesel pro 100 km vorgestoßen.

Ebenfalls 2012 im E 400 Hybrid und 2013 im neuen S 400 Hybrid hat Mercedes-Benz die Tradition der Hybride mit direkteinspritzenden Sechszylinder-Ottomotoren fortgeführt und im gleichen Jahr mit dem S 300 BlueTEC HYBRID den zweiten Diesel-Hybrid auf den Markt gebracht.

Mit dem C 300 BlueTEC Hybrid rundet Mercedes-Benz sein Hybridportfolio unterhalb der Oberklasse ab.

Bis 2017 sollen insgesamt 10 Plug-in-Hybridfahrzeuge verfügbar sein. Nach dem in diesem Monat startenden S 500 Plug-In-Hybrid, debütiert im Frühjahr 2015 der C 350 Plug-In-Hybrid mit dem M274 DE 20 AL und 211 PS 2,0 Liter 4-Zylinder sowie dem P260 mit 82 PS E-Motor. Danach wird in 2016 die neue E-Klasse W213 als Plug-In-Hybrid verfügbar sein. Danach folgen die SUV-Modell. Plug-In-Hybrid Modelle innerhalb der aktuellen Kompaktwagenfamilie (MFA) wird es leider nicht geben, obwohl sie vermehrt in der Stadt bewegt werden und somit am Besten mit der elektrischen Reichweite harmonieren würden. Hier wird man wohl erst auf die Nachfolgergeneration JC1 ab 2018 (Plug-In-Hybrid vermutlich nicht ab Marktstart) warten müssen.
Der C 350 Plug-In-Hybrid soll rund 30 km eletrische Reichweite schaffen.


Auch auf dem Bereich der reinen Elektromobilität hat die Daimler AG mit dem smart fortwo electric drive und dem Mercedes-Benz SLS AMG Coupé Electric Drive Pionierarbeit geleistet. Seit 2014 ist außerdem die B-Klasse Electric Drive auf dem Markt. Für den leisen und lokal emissionsfreien Antrieb sorgt hier ein 130 kW starker Elektromotor, der – für Elektroantriebe typisch – bereits ab dem ersten Antippen des Gaspedals sein maximales Drehmoment von 340 Newtonmetern bereitstellt. Das entspricht in etwa dem Drehmoment eines modernen Benzin-Saugmotors mit drei Liter Hubraum. Ergebnis ist eine ausgesprochen kraftvolle Beschleunigung aus dem Stand. Auch beim Normsprint von null auf 100 km/h benötigt die elektrisch angetriebene B-Klasse nur 7,9 Sekunden. Souveränes Fahrverhalten und begeisternder Fahrspaß auf hohem dynamischem Niveau sind damit in jeder Situation garantiert. Die Höchstgeschwindigkeit ist zu Gunsten der Reichweite elektronisch auf 160 km/h begrenzt. Diese liegt – je nach Fahrzyklus – bei rund 200 Kilometern.

Die Elektrofahrzeuge und die Hybride teilen sich im Bereich der elektrischen Antriebstechnik die Komponenten aus dem Mercedes-Benz Modulbaukasten.

Serienfahrzeuge (Hybrid und Electric Drive)
•2009: S 400 HYBRID (20.000 Käufer weltweit)
•2009: ML 450 HYBRID
•2012: smart electric drive
•2012: E 300 BlueTEC HYBRID
•2012: E 400 HYBRID
•2013: SLS AMG Coupé Electric Drive
•2013: S 400 HYBRID
•2013: S 300 BlueTEC HYBRID
•2014: C 300 BlueTEC Hybrid
•2014: B-Klasse Electric Drive
•9/2014: S 500 PLUG-IN HYBRID
•2015: C 350 PLUG-IN HYBRID

31.07.2014 Weitere Bestellfreigaben: GLK, A & C-T-Modell

Ab heute ist für den GLK das Premium-Paket bestelltbar. Es kombiniert die folgenden Sonderausstattungen und bietet einen Preisvorteil von 49,1%.



Bei der A-Klasse kommt nun der A 220 4matic Benziner mit 184 PS und 300 NM für 32.278 EUR auf den Markt. Er verfügt über den 4matic Allrandantrieb in Kombination mit dem 7G-DCT Doppelkupplungsgetriebe (F-DCT). Er verbraucht 6,3 Liter Benzin auf 100 km/h. Der 2,0 Liter 4-Zylinder M270 DE 20 AL beschleunigt ihn in 7,4s auf 100 km/h.

Des Weiteren gibt es auf Basis des A 180 und A 180 CDI die Sonderedition 2Style welche auf der Ausstattungslinie Style basiert.
Es beinhaltet die folgenden Extras:
-Instrumententafel in Ledernachbildung ARTICO mit Kontrast-Ziernaht
-Multifunktionslenkrad in Leder im 3-Speichen-Design mit 12 Bedientasten
-Schalthebel in Leder mit Applikation in Silberchrom
-Audio 20 CD
-aktiver Park-Assistent inklusive PARKTRONIC
-Kombiinstrument mit silberfarbenen Rundinstrumenten in Zielflaggenoptik und roten Zeigern sowie farbigem 11,4 cm (4,5") TFT-Multifunktions-Display
-Fußmatten Velours mit Einfassung in Ausstattungsfarbe
-Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer
-Bi-Xenon-Scheinwerfer
45,7 cm (18") Leichtmetallräder im 5-Doppelspeichen-Design, schwarz lackiert und glanzgedreht mit 225/40 R 18, Code 01R
-2-flutige Abgasanlage mit Endrohrblenden verchromt

Der Mehrpreis der 2Style Edition beim A 180 bzw. A 180 CDI gegenüber einem normalen Style liegt bei 2.303 EUR.
Der Gegenwert durch die bestellbaren Extra (nicht alle Extra sind einzeln zu bestellen) liegt bei 3.862 EUR.


Beim C-Klasse T-Modell (S205) ist heute die Bestellfreigabe der Basis-Diesel (1,6 Liter OM626 DE 16 AL) erfolgt. Der C 180 Bluetec leistet 116 PS sowie 280 Nm und kostet 35.581 EUR. Der C 200 Bluetec leistet 136 PS sowie 320 NM. Er ist ab 37.961 EUR erhältlich. Beide Motoren erfüllen die EU6-Abgasnorm.

03.07.2014 Mercedea zeigt den Future Truck 2025

"Der Lkw der Zukunft ist ein Mercedes-Benz und fährt autonom.“ Diese kurze und prägnante Formel wählte Dr. Wolfgang Bernhard, Vorstand der Daimler AG für Lkw und Busse, für den „Mercedes-Benz Future Truck 2025“, der heute der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurde. Der Truck verfügt über das hochintelligente Assistenzsystem „Highway Pilot“ und kann damit bei Autobahn-Geschwindigkeiten bis zu 85 km/h komplett selbstständig („autonom“) fahren. Auf einem Teilabschnitt der Autobahn A14 in der Nähe von Magdeburg lieferte Daimler Trucks heute den entsprechenden Beweis und zeigte den Future Truck im Einsatz bei vollkommen realistischen Fahrsituationen.

„Der ‚Future Truck 2025‘ ist unsere Antwort auf die großen Herausforderungen und Chancen, die der Straßentransport von Gütern in Zukunft mit sich bringt“, sagte Wolfgang Bernhard. Die umfassenden Vorteile eines autonom fahrenden Lkw liegen auf der Hand: Der Future Truck steht für mehr Effizienz, Sicherheit und Vernetzung – und damit für nachhaltigeren Transport, von dem Wirtschaft, Gesellschaft und Verbraucher gleichermaßen profitieren.

Im Mittelpunkt steht die Vernetzung des Lkw mit seiner gesamten Umwelt: Vom Fahrer und Spediteur bis hin zur Infrastruktur und anderen Verkehrsteilnehmern. „Mit dem ‚Future Truck 2025‘ unterstreicht Daimler Trucks erneut seine Vorreiterrolle bei innovativen Technologien und läutet ein neues Zeitalter im Lkw-Verkehr ein. In diesem Zukunftsmarkt mit attraktivem Umsatz- und Ertragspotenzial wollen wir die Nummer eins sein“, so Bernhard weiter.

Neben der beeindruckenden technologischen Demonstration vor mehreren hundert Vertretern aus Medien, Politik, Wirtschaft und dem Kapitalmarkt veranstaltete die Daimler AG einen Kongress zur Zukunft des Güterverkehrs unter Beteiligung namhafter Experten. Ziel der Veranstaltung ist es, eine dauerhafte Diskussion unter Beteiligung aller Anspruchsgruppen über die Rahmenbedingungen des Transports der Zukunft anzustoßen. Autonom fahrende Lkw werden dabei eine zentrale Rolle spielen.

„Wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen für autonomes Fahren zügig geschaffen werden, ist eine Markteinführung des ‚Highway Pilot‘ Mitte des kommenden Jahrzehnts vorstellbar“, sagte Wolfgang Bernhard. „Daimler Trucks treibt deshalb den Dialog mit Politik, Behörden und allen anderen Beteiligten engagiert voran. Wir sehen hier sehr gute Chancen, denn beim autonomen Fahren gehen wirtschaftliche und technologische Ambitionen Hand in Hand mit dem Nutzen für Gesellschaft und Umwelt.“

Transport-Herausforderungen von Morgen
Die Experten von ProgTrans gehen in ihrer Studie „World Transport Reports“ von einer Steigerung des Güterverkehrs in der EU um rund 20 Prozent in den Jahren 2008 bis 2025 aus. Die Verteilung auf die Verkehrsmittel wird sich dabei nicht nennenswert ändern. Auch künftig werden rund drei Viertel aller Güter in der EU auf der Straße transportiert. Für Deutschland prognostiziert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur eine Steigerung des Güterverkehrs von heute 3,7 auf fast 5,5 Milliarden Tonnen im Jahr 2050. Sinken hier die Kosten, ergeben sich Wachstumsimpulse.

Dies gilt umso mehr, als der Wettbewerbs- und Kostendruck für Unternehmen im Güterverkehr wächst. Steigende Kraftstoffpreise, Mautabgaben und schärfere Umweltauflagen verteuern Kauf und Betrieb eines Lkws. Gleichzeitig werden gut ausgebildete Fahrer immer mehr zur Mangelware.

Die Lösung im Fernverkehr: der autonom fahrende Lkw
Der „Future Truck 2025“ bietet hier Lösungen an und baut dabei auf dem umfassenden technologischen Know-how von Daimler auf. Schon heute ist Mercedes-Benz bei Assistenzsystemen in Lkw branchenweit Vorreiter: Abstandsregeltempomaten, automatische Bremsassistenten, Stabilitätsregelungs- oder Spurhalteassistenten werden hundertausendfach installiert. Der neue „vorausschauende“ Tempomat „Predictive Powertrain Control“ vernetzt Informationen über Topographie und Streckenverlauf mit dem Antriebsstrang und sorgt so für eine kraftstoffsparende Fahrweise des Lkw.

In den kommenden Jahren werden zusätzliche und weiter verbesserte Assistenzsysteme Einzug im Lkw halten. Miteinander kommunizierend versetzen sie das Fahrzeug in die Lage, künftig insbesondere auf Autobahnen und Fernstraßen ohne Fahrereingriff zu fahren. Dieses hochintelligente Assistenzsystem „Highway Pilot“ ist mit einem Autopiloten vergleichbar – und damit der heute wohl am weitesten entwickelten Form autonomer Mobilität.

Optimierte Beschleunigungs- und Bremsphasen unterstützen einen homogenen Verkehrsfluss und senken Verbrauch und Emissionen des „Future Truck 2025“. Zugleich werden Transportzeiten kalkulierbarer. Miteinander kommunizierende Lkw benötigen darüber hinaus geringere Sicherheitsabstände, somit weniger Straßenfläche. Die Staugefahr sinkt, die staubedingten Kosten damit ebenfalls. Das niedrigere Unfallrisiko könnte günstigere Versicherungsprämien mit sich bringen, da unfallverursachende menschliche Fehler minimiert werden.

Autonomes Fahren: Chance für zukünftiges Berufsbild des Fahrers
Mit dem „Highway Pilot“ wird schließlich das Berufsbild des Lkw-Fahrers deutlich aufgewertet. Das System entlastet den Fahrer nicht nur von monotonen Tätigkeiten, vielmehr gewinnt dieser Zeit für Aufgaben, die beispielsweise bisher der Disposition vorbehalten sind. Aufstiegsmöglichkeiten von der reinen Fahrtätigkeit zum Transportmanager sind damit vorstellbar. Der Beruf des Lkw-Fahrers wird attraktiver – autonomes Fahren ist deshalb auch eine Antwort auf den Fahrermangel.

Im „Future Truck 2025“ kommen neben zahlreichen neuen Komponenten auch bereits im Fahralltag bewährte Bauteile – etwa aus dem Pkw-Bereich – zum Einsatz. Damit beweist Daimler einmal mehr die Fähigkeit zu effizientem Technologietransfer innerhalb des Konzerns. Als erster Anbieter weltweit wird Daimler Trucks autonomes Fahren bei Lkw mit dem „Highway Pilot“ zur Serienreife entwickeln.

20.04.2014 Mercedea auf der Auto China 2014

Nach einem Absatzplus von 47 Prozent im ersten Quartal stellt Mercedes-Benz auf der „Auto China 2014“ die Weichen für sein weiteres Wachstum im Reich der Mitte. Zwei Weltpremieren lassen den Stern auf der wichtigsten Automesse Asiens besonders hell glänzen: Das betont sportliche Concept Coupé SUV steht in der langjährigen Tradition der großen Mercedes Coupés. Die faszinierende Studie kombiniert Onroad-Fahrdynamik mit der typischen Offroad-Kompetenz eines Mercedes SUV. Den dynamischen Aufgalopp im Jahr des Pferdes verstärkt die speziell für China entwickelte und hier produzierte Langversion der neuen C-Klasse. Im Fond bietet sie die größte Beinfreiheit im Segment, das hochwertige Interieur macht modernen Mercedes Luxus erlebbar. Mit acht weiteren Modellneuheiten für den lokalen Markt sowie der Ausweitung des Vertriebsnetzes um 100 Händlerbetriebe in 40 Städten schafft Mercedes-Benz die Voraussetzungen, um seinen Absatz im Jahr 2015 auf 300.000 Einheiten zu steigern.

„Das chinesische Wort für Benz heißt ‚ben-chi‘ und bedeutet auch ‚galoppieren‘. Und genau das gelingt uns hier in China – passend zum ‚Jahr des Pferdes‘ – seit Beginn des ersten Quartals, das wir mit einer Verkaufssteigerung um 47 Prozent sehr erfolgreich abgeschlossen haben. Heute präsentieren wir ein spezielles Auto. Unser Concept Coupé SUV beweist: Mercedes galoppiert weiter auf der Überholspur“, so Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, auf der Auto China in Peking.

Die viertürige, allradgetriebene Coupé-Studie streckt sich elegant auf eine Länge von knapp fünf Meter und erreicht mit breiten Schultern und ausmodellierten Radläufen eine Breite von gut zwei Meter. Die flache Dachlinie, die Powerdomes in der Motorhaube, die unverwechselbar gestaltete Heckscheibe und der Lamellengrill mit Zentralstern verkörpern den typischen Charakter eines Mercedes Sportcoupés. Muskulöse Kotflügel, große Radausschnitte, üppige 22 Zoll-Räder, die hohe Gürtellinie und die große Bodenfreiheit betonen dagegen die SUV-Seite des innovativen Concept Cars.
Zetsche: „Natürlich gibt es bereits einige SUV-Crossover im Markt. Aber wir haben einen anderen, eigenständigen Ansatz gewählt: Unser Ausgangspunkt war ein durch und durch sportliches Coupé, dem wir unsere umfangreiche Offroad-Expertise hinzugefügt haben.“
Beispielhaft dafür stehen die serienmäßige Luftfederung und die intelligente Vernetzung von Antriebsstrang, Fahrwerk und Interieur. Diese Kombination ermöglicht ein hochexklusives Fahrerlebnis on- und offroad. Den Antrieb übernimmt ein leistungsstarker und effizienter V6-Biturbomotor, der mit der neuen Neunstufen-Automatik von Mercedes-Benz gekoppelt ist. Die variable Fahrdynamikregelung „Dynamic Select Control“ bietet mit vier verschiedenen Fahrprogrammen und einem individuell programmierbaren Set-up die optimale Auslegung für jede Fahrsituation. Angetrieben wird das Concept Coupé SUV vom M276 DE 30 AL V6-BiTurbo mit 367 PS sowie der neuen 9G-Tronic NAG3.

Die neue C-Klasse mit langem Radstand: aus China für China
Speziell für den chinesischen Markt ist die Langversion der neuen C-Klasse konzipiert, die ebenfalls auf der Auto China ihre Weltpremiere feiert. „Der Großbuchstabe ‚C‘ steht bei der C-Klasse verstärkt für China. Die gestreckte Version haben wir speziell für unsere anspruchsvollen Kunden in China entwickelt. Und sie wird exklusiv für den chinesischen Markt gebaut und auch hier in China produziert, gemeinsam mit unserem langjährigen Kooperationspartner BAIC“, so Hubertus Troska, Vorstandsmitglied der Daimler AG, verantwortlich für die Aktivitäten Greater China. Mit mehr als 150.000 verkauften Einheiten zählt das Vorgängermodell der neuen C-Klasse zu den wichtigsten Säulen des China-Geschäfts von Mercedes-Benz. Das neue Modell wird zu den wichtigsten Wachstumsfaktoren für Mercedes-Benz im Reich der Mitte zählen: Mit 4766 Millimeter Länge und einem Radstand von 2920 Millimeter überragt die Langversion die Standardausführung um 80 Millimeter. Von diesem Raumgewinn profitieren vollständig die Fahrgäste im Fond: Sie genießen die größte Beinfreiheit im gesamten Segment.

Weil die lange C-Klasse überwiegend als Chauffeurslimousine eingesetzt wird, lässt sich der Beifahrersitz auch vom Fond aus elektrisch verstellen. Zudem erleichtert die größere Fußeinstiegsfreiheit das Ein- und Aussteigen der Passagiere. Für ein repräsentatives und angenehmes Ambiente sorgt die hochwertige Ausstattung, unter anderem mit Privacy-Glas im Fond und der um 25 Millimeter verlängerten Rücksitzbank. Mit neuen, hocheffizienten Motoren von 156 PS bis 367 PS (M276 DE 30 AL mit erhöhter Leistung statt 333 PS ) Leistung und innovativen Fahrer-Assistenzsystemen kombiniert die Neuauflage der erfolgreichen Business-Limousine effizienten Fahrspaß und aktive Sicherheit auf höchstem Niveau. Und das innovative Touchpad erkennt selbstverständlich auch chinesische Schriftzeichen.

S 63 AMG Coupé: Atemberaubend und unwiderstehlich
An der Spitze des Produktportfolios feiert das S 63 AMG Coupé seine Asienpremiere. „Das neue AMG-Coupé verkörpert die schönste S-Klasse aller Zeiten in ihrer dynamischsten Ausführung. Mit dem High-Performance-Modell treiben wir die Mercedes-Benz Offensive in der Luxusklasse voran“, so Prof. Thomas Weber, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung.

Ihren weltweiten Erfolg im Vorjahr hat die neue S-Klasse eindrucksvoll bestätigt: Im ersten Quartal 2014 entschieden sich 25.000 Kunden für die Luxus-Limousine, das sind 50 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Jede vierte S-Klasse wird mittlerweile in China verkauft. „Ich bin sicher, dass das S-Klasse Coupé den überragenden Erfolg der Limousine weiterführen wird“, so Prof. Weber weiter.

Mit der beeindruckenden Kombination aus faszinierender Linienführung, hoher Fahrdynamik, ambitioniertem Leichtbau und wegweisender Effizienz setzt das S 63 AMG Coupé neue Maßstäbe im Segment der dynamischen Premium-Luxuscoupés. Eine Weltneuheit ist die aktive Kurvenneigefunktion bei MAGIC BODY CONTROL. „Damit“, so Prof. Weber, „legt sich das S 63 AMG Coupé ähnlich einem Motorradfahrer in die Kurve und reduziert so die auf die Insassen wirkende Querbeschleunigung. Besonders auf Landstraßen bedeutet das mehr Fahrspaß und Komfort für unsere Kunden.“

Als stärkstes Mitglied der BlueDIRECT Motorenfamilie sorgt der AMG 5,5-Liter-V8-Biturbomotor für hohe Souveränität. Mit 585 PS sowie 900 Newtonmetern Drehmoment bietet das S 63 AMG Coupé 41 PS und 100 Newtonmeter mehr als das Vorgängermodell. Auf Wunsch ist erstmals der Performance-orientierte AMG Allradantrieb 4MATIC lieferbar – für noch mehr Traktion und Fahrvergnügen unter allen Fahrbahnbedingungen.

Acht neue Modelle für den drittgrößten Pkw-Markt der Welt

Mit insgesamt acht neuen Modellen, darunter der CLA 260 4MATIC, der CLA 45 AMG, das neue S-Klasse Coupé und die S 600 Limousine, setzt Mercedes-Benz seine Produktoffensive in China mit Hochdruck fort. Bis 2015 werden insgesamt rund 20 neue oder gründlich überarbeitete Fahrzeuge auf den Markt kommen, als Höhepunkt der neue GLA, der ab 2015 auch in China vom Band rollen wird.

100 neue Händlerbetriebe in 40 Städten

Gleichzeitig wächst das Vertriebsnetz in China schneller als je zuvor. Allein in 2014 werden 100 neue Händlerbetriebe in 40 Städten eröffnen. Quantität geht dabei Hand in Hand mit Qualität: Im Juni wird in Shanghai das größte Mitarbeiter-Trainingszentrum außerhalb Deutschlands eröffnet. Hubertus Troska: „Alle Aktivitäten stehen unter dem Leitgedanken – die besten Produkte, die besten Dienstleistungen und das Beste für den Kunden“.

Bei seinem dynamischen Wachstumskurs setzt Mercedes-Benz vertrauensvoll auf seine langjährigen und starken chinesischen Partner. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Beijing Automotive Industry Corporation (BAIC) besteht bereits seit einem Jahrzehnt, die Expansion der gemeinsamen Produktionsgesellschaft Beijing Benz Automotive Co., Ltd. (BBAC) setzt sich ungebremst fort. Die Daimler AG hat erst kürzlich eine Vereinbarung unterzeichnet, allein für die Ausweitung der lokalen Produktion von Fahrzeugen und Motoren bis 2015 eine Milliarde Euro zu investieren. Das gemeinsame Investment bei BBAC wird dann vier Milliarden Euro betragen.
Troska: „Die neuen Produkte, das schnell wachsende Vertriebsnetz und der steigende lokale Produktionsanteil machen uns zuversichtlich, dass wir das angestrebte Ziel von 300.000 verkauften Einheiten in 2015 erreichen werden.“

16.04.2014 Fit für den Frühling die neuen Mercedes LM-Räder

Nicht nur kalendarisch ist bereits Frühjahr: Nach dem milden deutschen Winter sind die Temperaturen tagsüber schon längst wieder zweistellig. Sobald sie dauerhaft über 10 Grad Celsius liegen, ist es Zeit auf Sommerreifen umzurüsten. Das ist der richtige Moment, um mit einem Satz attraktiver Leichtmetallräder das eigene Auto aufzuwerten. Mercedes-Benz Accessories präsentiert jetzt verschiedene neue Räder, einige davon im sportlichen 19-Zoll-Format und glanzgedreht, für viele aktuelle Fahrzeug-Baureihen.

Mercedes-Benz Leichtmetallräder lassen das Fahrzeug aber nicht nur besser aussehen, sie bieten auch höchste Sicherheit. Alle Räder sind hinsichtlich Belastung und Abmessungen präzise auf das Fahrzeug abgestimmt. Bis die Leichtmetallräder sichere Begleiter auf allen Touren sein dürfen, durchlaufen sie ein umfangreiches Entwicklungs- und Prüfprogramm. Jedes Raddesign muss dabei vielfältige Härtetests nach strengen Mercedes-Benz Richtlinien bestehen, die alle über den gesetzlichen Anforderungen liegen. Dazu gehören spezielle Prüfverfahren, die reale Herausforderungen im Straßenverkehr simulieren, sowie Untersuchungen der Werkstoffe in modernsten Röntgenanlagen. Glanzgedrehte Räder werden zusätzlichen Tests wie hoch korrosivem Salzsprühnebel oder einem 28-tägigen Klimawechselprogramm ausgesetzt. Erst nachdem alle Prüfungen bestanden sind, bekommen die Räder einen Platz im Sortiment der Original Mercedes-Benz Leichtmetallräder.

Eine Auswahl neuer Mercedes-Benz Leichtmetallräder auf einen Blick

A-Klasse (passt auch für CLA- und B-Klasse)
5-Tripel-Speichen-Rad, 45,7 cm (18 Zoll)
Oberfläche: Schwarz / glanzgedreht
Radgröße: 7,5 J x 18 ET 52,
Preis: 315 €
Artikelnummer A246 401 2202 7x23

CLA-Klasse (passt auch für A- und B-Klasse)
5-Doppelspeichen-Rad, 45,7 cm (18 Zoll)
Oberfläche: Schwarz matt / glanzgedreht
Radgröße: 7,5 J x 18 ET 52,
Preis: 315 €
Artikelnummer A246 401 2102 7x36

GLA-Klasse
5-Doppelspeichen-Rad, 48,3 cm (19 Zoll)
Oberfläche: Schwarz / glanzgedreht
Radgröße: 8 J x 19 ET 43,5,
Preis: 360 €
Artikelnummer A156 401 0400 7x23

Neue C-Klasse Limousine
10-Speichen-Rad, 48,3 cm (19 Zoll)
Oberfläche: Grau Himalaya / glanzgedreht
Radgröße: 7,5 J x 19 ET 44,
Preis: 365 €
Artikelnummer A205 401 2900 7x21
Radgröße: 8,5 J x 19 ET 56,5,
Preis: 375 €
Artikelnummer A205 401 3000 7x21

5-Doppelspeichen-Rad, 48,3 cm (19 Zoll)
Oberfläche: Schwarz / glanzgedreht
Radgröße: 7,5 J x 19 ET 44,
Preis: 365 €
Artikelnummer A205 401 2700 7x23
Radgröße: 8,5 J x 19 ET 56,5,
Preis: 375 €
Artikelnummer A205 401 2800 7x23

6-Speichen-Rad, 48,3 cm (19 Zoll)
Oberfläche: Grau Himalaya / glanzgedreht
Radgröße: 7,5 J x 19 ET 44,
Preis: 365 €
Artikelnummer A205 401 3002 7x21
Radgröße: 8,5 J x 19 ET 56,5,
Preis: 375 €
Artikelnummer A205 401 3102 7x21

E-Klasse
10-Doppelspeichen-Rad, 45,7 cm (18 Zoll)
Oberfläche: Tremolit metallic / glanzgedreht
Radgröße: 8,5 J x 18 ET 48,
Preis: 359 €
Artikelnummer A212 401 0100 7x44

SL-Klasse
5-Speichen-Rad, 45,7 cm (18 Zoll)
Oberfläche: Satinsilber matt / glanzgedreht
Radgröße: 8,5 J x 18 ET 35,5,
Preis: 407 €
Artikelnummer A231 401 2902 7x34
Radgröße: 9,5 J x 18 ET 47,5,
Preis: 415 €
Artikelnummer A231 401 3002 7x34

GL-Klasse
10-Speichen-Rad, 50,8 cm (20 Zoll)
Oberfläche: Schwarz / glanzgedreht
Radgröße: 8,5 J x 20 ET 62,
Preis: 434 €
Artikelnummer A166 401 2802 7x23

Mit dem Zubehör-Konfigurator auf der Webseite www.mercedes-benz.de lassen sich für nahezu jeden Mercedes-Benz die passenden Räder und die richtige Reifengröße finden. Alle Mercedes-Benz Vertriebspartner beraten gerne und helfen dabei, den Reifen zu finden, der am besten zum jeweiligen Mercedes-Benz Modell passt. Die idealen Kombinationen wurden in strengen Tests gemeinsam mit führenden Reifenherstellern ermittelt. Je genauer Räder und Reifen aufeinander abgestimmt sind, desto besser sind die Abroll- und Verschleißeigenschaften.

Darüber hinaus kann bei der Fahrzeugkonfiguration gleich das entsprechende Winter- oder Sommerkomplettrad mitbestellt und bei Saisonwechsel bei einem Mercedes-Benz Partner freier Wahl in Deutschland angefordert werden. Die erste Einlagerung und Lieferung sind hierbei kostenfrei.



Permanenter Check: Reifen-Druck-Kontroll-System (RDKS)
Ab dem 01.11.2014 muss in der EU jedes neu zugelassene Fahrzeug mit einem Reifen-Druck-Kontroll-System (RDKS) ausgerüstet sein. Mercedes-Benz Fahrzeuge der Baureihen X156, 205, 217 und 222 (GLA, C (neue), S-Klasse und S-Klasse Coupé) werden bereits seit Anfang 2014 serienmäßig mit dem RDKS ausgestattet. Bis/Ab Juni 2014 werden alle Baureihen auf das RDKS umgestellt. Demzufolge werden alle Mercedes-Benz Fahrzeuge mit einem direkten RDKS ausgestattet. Das bedeutet, in jedem Rad ist ein Sensor verbaut, welcher den Luftdruck permanent misst und per Funk an das Empfängersystem im Fahrzeug weiterleitet. Das System zeigt den Luftdruck jedes einzelnen Rades an und meldet, sobald sich der Luftdruck verändert.

Schutz vor Diebstahl und Schmutz: Radsicherungen und Nabenabdeckungen
Zum Schutz der wertvollen Leichtmetallräder vor Diebstahl gibt es die Mercedes-Benz Radsicherungen. Das aus vier Radsicherungen und einem Schlüssel bestehende Set, gibt es in einer praktischen Box. Passend zu den Mercedes-Benz Original Rädern gibt es den Radsicherungssatz (ab 66 €[2]) in Schwarz oder Silber.

Ebenso sind die Radnabenabdeckungen von Mercedes-Benz nicht nur ein stilvolles Element, sondern schützen die Radnabe zusätzlich vor Verschmutzung. Die Radnabenabdeckungen mit dem Stern sind in verschiedenen Ausführungen, auch in Schwarz matt, von 3,50 bis 30 €2 erhältlich und passen zu allen Mercedes-Benz Rädern.

Optische Aufwertung: Ventilzierkappen
Kleiner Aufwand, großer Effekt: Die neuen Original Mercedes-Benz Ventilzierkappen sind eine optische Aufwertung und passen mit ihrem prägnanten Design zu allen Original Mercedes-Benz Leichtmetallrädern. Sie sind verchromt und tragen auf dem Kopf einen silbernen Mercedes-Benz Stern auf schwarzem Untergrund. Die seitliche Rändelung erleichtert das Auf- und Abschrauben. Die Ventilzierkappen besitzen keinen Schaft und sind daher für alle Ventilarten sowie für Fahrzeuge mit und ohne Reifen-Druck-Kontrollsystem (RDKS) geeignet. Die Ventilzierkappen werden im 4er-Set in attraktiver Verpackung geliefert (10,90 €).

Tipps für die Pflege und Behandlung von Rädern
Der sorgfältige Umgang mit den Rädern hat großen Einfluss auf deren Werterhalt und auch auf die Sicherheit des Fahrzeugs. Wertvolle Tipps:
•Nach dem Radwechsel im Frühjahr die Winterräder, gleich ob Stahl- oder Leichtmetallräder, gründlich reinigen.
•Keine aggressiven Reiniger verwenden. Von Mercedes-Benz empfohlene Produkte säubern die Räder schonend und effektiv.
•Keine scharfen oder groben Schwämme zur Reinigung verwenden.
•Vorgegebene Anzugsdrehmomente beachten. Zu fest oder zu locker angezogene Radschrauben schädigen auf Dauer das Rad.
•Radschrauben nicht ölen oder fetten, weil dadurch bei dem vorgegebenen Anzugsdrehmoment die Vorspannung zu hoch wird, sowohl Räder als auch Schrauben könnten beschädigt werden.
•Ausschließlich Original Mercedes-Benz Radschrauben verwenden.
•Nach heftigen Schlägen auf das Rad, z. B. nach dem Durchfahren von tiefen Schlaglöchern, die Räder kontrollieren und bei sichtbaren Verformungen den Schaden durch einen Händlerbetrieb kontrollieren lassen.
•Nur die für das Rad zugelassene Reifengröße montieren.

Bei Fahrten mit hoher Zuladung und/oder Hängerbetrieb, den Luftdruck entsprechend einstellen und unbedingt die zulässigen Radlasten beachten.

14.04.2014 Mercedes Pkw erhalten Allergie-Siegel

Mercedes-Benz erhält für seine Pkw-Modelle das Qualitäts­siegel der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF – European Centre for Allergy Research Foundation). Damit ist Mercedes-Benz der einzige Fahrzeughersteller, der dieses Siegel trägt. Mit dem ECARF-Qualitätssiegel zeichnet ECARF Produkte aus, deren Allergikerfreundlichkeit sie wissenschaftlich überprüft hat. Neben umfangreichen Tests auf Inhalations- und Kontaktallergene analysiert Mercedes-Benz seit 22 Jahren die Innenraumemissionen aller Baureihen. Und ein Team aus Olfaktorik-Experten sorgt für ein gleichbleibend angenehmes Geruchsniveau in Mercedes-Benz Fahrzeugen.

„Nach unserer Einschätzung ist Mercedes-Benz derzeit Benchmark für die Allergenoptimierung bei Fahrzeugen“, so Professor Dr. med. Dr. h. c. Torsten Zuberbier, Leiter der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) mit Sitz an der Charité in Berlin.

Die neue C-Klasse ist das jüngste Modell von Mercedes-Benz, das das ECARF-Qualitätssiegel erhalten hat. Die Bedingungen des Zertifikats erfüllen alle in den letzten Jahren auf den Markt gebrachten Baureihen von der A- bis zur S-Klasse. Auch für alle künftigen Pkw-Baureihen von Mercedes-Benz stehen die Kriterien des ECARF-Siegels im Lastenheft.

Aktuell beschäftigt sich ein gutes Dutzend Experten in Entwicklung und Werkstofftechnik mit der Qualität der Innenraumluft in neuen Modellen. Im kommenden Jahr wird das Team zudem ein neues Testzentrum im Mercedes-Benz Technology Center in Sindelfingen beziehen – auch das unterstreicht den Stellenwert dieses Themas.

Schon in der frühen Entwicklungsphase eines Fahrzeugs, bis zu sechs Jahre vor Produktionsstart, wird beim Werkstoff-Konzept auf eine Minimierung der Innenraumemissionen geachtet. Bereits 1996 hat Mercedes-Benz in internen Normen Emissionsgrenzwerte festgelegt für Materialien, die für Bauteile im Fahrgast- und Kofferraum verwendet werden. Heute befinden sich rund 8000 von der Fachabteilung freigegebene Interieurmaterialien in einer Datenbank, aus der Designer und Entwickler wählen können.

Innenraumemissionen: Aufwendiger Test vieler Bauteile und aller Autos
Steht der Serienstart eines neuen Modells unmittelbar bevor, werden die Innenraumemissionen in aufwendigen Verfahren geprüft. Seit 1992 führt Mercedes-Benz diese Analysen durch. Bei der Bauteilmessung werden zahlreiche Komponenten pro Ausstattungsvariante einer Baureihe getestet – Türverkleidungen und Sitze ebenso wie Dachhimmel oder Zierteile. Um einen realistischen Eindruck zu bekommen, werden dabei keine Musterteile, sondern serienfallende Teile, also mit dem später in der Serienproduktion eingesetzten Werkzeug produzierte Teile, verwendet. Das Prüfverfahren gibt dabei unter anderem die Norm VDA 276 vor – in einer 1 m3 großen Prüfkammer werden die Bauteile bei definierter Temperatur, Feuchte und Luftwechsel gelagert und vermessen. Mit Hilfe gezogener Luftproben werden dann gasförmige Luftinhaltsstoffe qualitativ und quantitativ bestimmt.

Noch aufwendiger ist die Untersuchung des Gesamtfahrzeugs. Allein für die entsprechende Vorbereitung des Fahrzeugs, also die Bestückung mit dem Messequipment, benötigt das eingespielte Team eine dreiviertel Stunde, die Messungen selbst dauern eine volle Woche. Die Prüfkammer ist mit Edelstahl ausgekleidet, um Eigenemissionen zu vermeiden. Große Wärmestrahler simulieren die Sonne und heizen den Fahrzeuginnenraum auf. Denn unter Hitzeeinwirkung ist das Emissionsverhalten aus physikalischen Gründen stärker. Die Bestrahlungsstärke ermitteln dabei so genannte Pyranometer.

Im Fahrzeuginnenraum erfassen bis zu zehn Messfühler die Temperaturen in verschiedenen Bereichen wie beispielsweise der Oberseite des Armaturen­bretts. Ein sich drehendes Paddel wirbelt die Innenraumluft durcheinander und sorgt für eine gleichmäßige Durchmischung. Die Gesamtemission im Fahrzeug wird mit Hilfe eines Messracks mit Flammenionisationsdetektor ermittelt. Das Rack ragt über die geöffnete und mit Alufolie luftdicht und emissionsneutral verkleidete Seitenscheibe des Fahrers in den Innenraum.

Wird beispielsweise nach Prüfmethode FAT AK 26 gemessen, können die Messungen beginnen, sobald 65 Grad Celsius auf Höhe der Nase des Fahrers erreicht sind. Luftproben werden aus dem Innenraum gezogen und der Luftstrom in Prüfröhrchen geleitet. Im Analyselabor wird anschließend die chemische Zusammensetzung der ausgedünsteten Substanzen ermittelt.

„Für die verschiedenen Stoffklassen, die wir analysieren, verwenden wir unterschiedliche Probenahmesysteme“, erläutert Hartmut Kovacs, Design for Environment, Leitung Innenraumemissionen bei Mercedes-Benz. „So kommen mehr als 100 Proben pro Fahrzeug zustande.“ Neben der Gesamtemission können daher auch die Emissionen einzelner organischer Verbindungen gemessen werden.

Auch das Foggingverhalten eines Fahrzeugs – also die Bildung eines Films aus kondensierbaren Stoffen an der Frontscheibe des Autos – wird von den Emissionsexperten untersucht: Am Messrack befindet sich dazu eine gekühlte Glasplatte, an der sich solche schwerflüchtigen Substanzen gegebenenfalls niederschlagen.

Neben diesem statischen Versuch wird in weiteren Versuchsreihen das Emissionsgeschehen im Innenraum bei der Nutzung des Fahrzeugs untersucht. Diese Versuche finden bei laufendem Motor und eingeschalteter Klimaanlage statt, mit und ohne Umluftschaltung. Außerdem wird einmal pro Messzyklus die Fahrertür geöffnet, um das Einsteigen zu simulieren.

Neue C-Klasse: Klimatisierung nutzt Signale aus dem All
Zur ausgezeichneten Luftqualität im Innenraum der neuen C-Klasse trägt das weiterentwickelte Klimasystem entscheidend bei. Die Klimatisierung der 2-Zonen-Klimatisierungsautomatik ist links/rechts getrennt anpassbar und bei der THERMOTRONIC zusätzlich für den Fond. Dazu führt sie die Luft allerdings nicht wie üblich durch einen Luftkanal nach hinten, sondern verfügt über ein eigenes Luftgebläse in der Mittelkonsole. Damit können die Fondpassagiere ihr eigenes Wohlfühlklima in der zweiten Sitzreihe einstellen.

Auf Wunsch wählbar ist die THERMOTRONIC als einzige echte 3-Zonen-Klimatisierungsautomatik in diesem Segment. Sie bietet neben der Rechts-/ Linkstrennung für Fahrer und Beifahrer zusätzlich die Möglichkeit zur Temperatureinstellung und zur Einstellung der Luftmenge im Fond. Außerdem kann zwischen den drei Belüftungsmodi Medium, Fokus, Diffus gewählt werden. Darüber hinaus erfolgt eine automatische Umluftschaltung mittels Schadgassensor – hilfreich beispielsweise bei Staufahrten neben Lkw.

Als einziges Fahrzeug im Segment bietet die neue C-Klasse eine Tunnelerkennung via Satellitennavigation. Anhand der Karteninformationen des Navigationssystems und den Standortdaten des GPS erkennt das System, wenn das Fahrzeug in einen Tunnel einfährt. Dann schließt es automatisch die Umluftklappe, um die abgasbelastete Luft von draußen nicht über die Lüftung in den Innenraum zu lassen. Hat das Fahrzeug den Tunnel verlassen, öffnet die Klappe und frische Luft kann wieder ins Fahrzeuginnere strömen.

Ein weiteres Highlight zur Schaffung eines Wohlfühlklimas ist das AIR-BALANCE Paket mit aktiver Beduftung, Ionisierung und einer im Vergleich zum Grundfahrzeug noch leistungsfähigeren Filtration. Es wurde aus der S-Klasse übernommen, in der das AIR-BALANCE Paket erst kürzlich Weltpremiere gefeiert hat. Die zur Verfügung stehenden Duftstoffe wurden gezielt entwickelt und genauso wie die Funktionen Ionisierung und Filtration von ECARF auf ihre Allergikerfreundlichkeit geprüft.

Die Ionisierung ist ebenfalls Bestandteil des AIR-BALANCE Pakets. Hierbei wird Luft aus der Klimaanlage über den Ionisator und anschließend in die Fahrzeugkabine geleitet. Der Ionisator erzeugt durch Hochspannung Sauerstoff-Ionen. Die auf diese Weise ionisierte Luft kann bestimmte Viren, Bakterien und Sporen eliminieren. Gleichzeitig frischt die erhöhte Konzentration an negativ geladenen Sauerstoff-Ionen die Luft auf. Beides trägt zum Wohlbefinden der Fahrzeugpassagiere bei. Bei Probandenversuchen mit Asthmatikern, die unter Leitung von Professor Zuberbier stattfanden, verspürten diese durch die Ionisierung eine deutliche Verbesserung ihres Wohlbefindens.

05.04.2014 9G-Tronic ab 2016 auch aus Rumänien

Bei Daimler und dem rumänischen Tochterunternehmen Star Transmission wurde heute ein wichtiger Meilenstein mit zahlreichen Gästen gefeiert: Im Beisein des rumänischen Ministerpräsidenten Victor Ponta sowie von Vertretern beider Unternehmen wurde in Sebes der Grundstein für ein neues Montagewerk gelegt. Ab 2016 wird hier das neue Neungang-Automatikgetriebe 9G-TRONIC (NAG3) von Mercedes-Benz montiert.

Markus Schäfer, Bereichsvorstand Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain Management: „Die zusätzlichen Montagekapazitäten in Sebes ergänzen unsere Produktion im Mercedes-Benz Werk Untertürkheim optimal. Sie leisten zudem einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit und zur Flexibilität unseres internationalen Produktionsnetzwerks Mercedes-Benz Cars. Mit dieser Aufstellung werden wir die weitere Zunahme der Nachfrage bei Automatikgetrieben erfolgreich bedienen.“

Automatikgetriebe von Mercedes-Benz werden im flexiblen Produktionsverbund des Mercedes-Benz Werkes Untertürkheim und der Star Transmission gefertigt. Das 9G-TRONIC-Getriebe wird seit dem vergangenen Jahr im Stammwerk Untertürkheim (Werksteil Hedelfingen) produziert und montiert, ab 2016 erfolgt die Montage dieses Automatikgetriebes auch am Standort Sebes. Insgesamt werden dort über 300 Millionen Euro investiert. Durch die Kapazitätserweiterung entstehen im rumänischen Werk rund 500 neue Arbeitsplätze.

Über Star Transmission SRL
Die Daimler-Tochter Star Transmission wurde im Jahr 2001 gegründet. Am Standort Cugir werden seitdem Zahnräder, Wellen sowie mechanisch bearbeitete Komponenten für Motoren, Getriebe und Lenkungen gefertigt. Zudem befindet sich in Cugir das Technologiezentrum, das die Prototypenfertigung und die Ausbildungsstätte beheimatet. Am Standort Sebes wurde 2013 die Montage von Fünfgang-Automatikgetrieben aufgenommen. Mit dem Start der Montage von Doppelkupplungs-Getrieben 7G-DCT (F-DCT) in Sebes stehen seit diesem Jahr zusätzliche Kapazitäten über die bisher ausschließlich in Stuttgart konzentrierte Fertigung hinaus zur Verfügung. Aktuell beschäftigt das Unternehmen insgesamt mehr als 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Als eines der ersten rumänischen Unternehmen bietet die Star Transmission mit Unterstützung der rumänischen Regierung ein Duales Ausbildungssystem nach baden-württembergischem Vorbild an. Ziel der Dualen Ausbildung ist es, jungen Menschen in der Region Alba eine gute berufliche Perspektive zu bieten und gleichzeitig die Nachwuchssicherung für die Star Transmission sicherzustellen. Seit September 2013 werden im Werk junge Menschen in technischen Berufen ausgebildet, beispielsweise als Elektromechaniker und Modellgießer.

Um die Arbeitsbedingungen für ihre mehr als 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter zu optimieren, bietet Star Transmission seit Ende 2013 ein Gesundheitsprogramm an. In einer auf dem Werksgelände angesiedelten Arztpraxis können sich Mitarbeiter kostenlos durchchecken und ergonomisch beraten lassen. Einmal wöchentlich stehen der Belegschaft zudem Spezialisten beratend zur Verfügung, unter anderem aus den Bereichen Kardiologie, Dermatologie und Ernährungswissenschaften.

Über das Mercedes-Benz Cars Powertrain-Produktionsnetzwerk
Das Powertrain-Produktionsnetzwerk besteht aus mehreren Standorten in Deutschland und wird im Rahmen der Wachstumsstrategie Mercedes-Benz 2020 und der damit einhergehenden zunehmenden markt- und kundennahen Produktion von Mercedes-Benz Fahrzeugen um internationale Fertigungsstätten ergänzt. Zentraler Standort ist das Mercedes-Benz Werk Untertürkheim, das in insgesamt sechs Werkteilen Motoren, Getriebe und Achsen fertigt. Motoren und Powertrain-Komponenten produziert das Mercedes-Benz Werk Berlin, Achsen und verschiedene weitere Komponenten das Mercedes-Benz Werk Hamburg. Das Tochterunternehmen MDC Power fertigt Motoren im thüringischen Kölleda.
Bei den internationalen Standorten steht die rumänische Tochtergesellschaft Star Transmission für die Fertigung von Motoren- und Getriebeteilen sowie die Montage von Automatikgetrieben. In China startete 2013 am Produktionsstandort Peking (BBAC - Joint Venture zwischen Daimler und dem chinesischen Partner BAIC) die Motorenproduktion für die Belieferung der lokalen Mercedes-Benz Pkw- und Transporterfertigung. In den USA werden Daimler und Nissan im Rahmen der strategischen Kooperation zwischen Daimler und der Renault/Nissan Allianz noch in 2014 die gemeinsame Produktion von Vierzylinder-Benzinmotoren auf Mercedes-Benz Basis im Nissan-Werk Decherd/Tennessee aufnehmen, die unter anderem für die zukünftige C-Klasse Produktion im Mercedes-Benz Werk in Tuscaloosa/Alabama vorgesehen sind.

Über die Neunstufen-Automatik 9G-TRONIC von Mercedes-Benz
Die erste Neunstufen-Wandlerautomatik für Premiumfahrzeuge überzeugt durch ausgezeichneten Antriebskomfort und die kaum wahrnehmbaren Schaltvorgänge. Im Mercedes-Benz E 350 BlueTEC, der als Limousine und T-Modell serienmäßig mit der neuen 9G-TRONIC ausgestattet ist, begnügt sich der 252 PS starke V6-Dieselmotor nach NEFZ mit durchschnittlich 5,3 Liter Diesel auf 100 Kilometer (T-Modell 5,5 l/100 km), was einer CO2-Emission von 138 g/km entspricht (T-Modell 144 g/km). Damit unterbieten die neuen Modelle mit 9G-TRONIC ihre Vorgänger beim Verbrauch und bei den CO2-Emissionen.
Als nächstes wird die NAG3 bei verschiedenen Varianten des im Oktober 2014 erscheinenden CLS Facelift erscheinen.

18.03.2014 S 300 Bluetec Hybrid mit Eco Thermo Cover

Die Europäische Kommission hat die neuartige Motorraumkapselung „ECO Thermo Cover“ des Mercedes-Benz S 300 BlueTEC HYBRID als Öko-Innovation des Herstellers anerkannt. Damit bestätigt die EU-Kommission die „Real Life Efficiency“-Strategie von Mercedes-Benz, die im täglichen Fahrbetrieb Niedrigverbräuche realisiert und gleichzeitig Komfort und Fahrspaß garantiert.

Was sich umweltbewusste Bauherren bei ihrer Immobilie zunutze machen, haben Mercedes-Ingenieure jetzt erstmals ins Automobil gebracht - Energiesparen durch Isolierung. Die Idee ist so einfach wie wirkungsvoll: Dank isolierenden Trennwänden im Motorraum und einer im Stand geschlossenen Kühlerjalousie bleibt die Wärme beim Mercedes-Benz S 300 BlueTEC HYBRID dort, wo sie bleiben soll, nämlich im Motorraum. Und zwar auch, wenn das Fahrzeug über einen längeren Zeitraum abgestellt wird. Beim erneuten Anlassen ist durch die höheren Temperaturen die Reibung im Aggregat reduziert, die Kaltstartverluste werden minimiert und die CO2-Emissionen sinken. Untersuchungen bei Mercedes-Benz zeigen eine Verbrauchsverbesserung im Jahresmittel von bis zu 1,5 Liter pro Tankfüllung.

Mercedes-Benz hat in den letzten Jahren gemeinsam mit dem Joint Research Center der EU ein Nachweisverfahren für das Einsparpotential erarbeitet und als erster Automobilhersteller einen erfolgreichen Antrag auf Anrechnung von ECO-Innovation-Credits im Bereich Wärmespeicherung gestellt. Die CO2-Ersparnis durch das ECO-Thermo Cover wurde nun von der EU beglaubigt.

Bereits 2009 wurden in der CO2-Gesetzgebung so genannte „ECO-Innovations“ definiert, seither aber nur vier Öko-Innovationen von der EU anerkannt. Die EU zeichnet innovative Technologien aus, die im tatsächlichen Fahrbetrieb ein Einsparpotential bieten, im „Neuen Europäischen Fahrzyklus“ (NEFZ) aber nicht ermittelt werden können. So kommt das „ECO Thermo Cover“ beim Labor-Messverfahren des NEFZ deshalb nicht zur Wirkung, weil bei den vorgeschriebenen Verbrauchstests das Fahrzeug immer auf dieselbe Temperatur des Prüfstands abgekühlt sein muss.

14.03.2014 C & GLA Premiere sowie GLA 45 Bestellfreigabe

Gleich zwei neue Modelle von Mercedes-Benz feiern am morgigen Samstag ihre Markteinführung in Deutschland: Zur Händlerpremiere von C- und GLA-Klasse werden die Kunden in den Showrooms erwartet. Zeitgleich startet auch die Verkaufsfreigabe des GLA 45 AMG. Die Mercedes-Benz Bank bietet attraktive Finanzdienstleistungen sowie ein Komplettpaket mit Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung für die neuen Modelle an.

Die Produktion der neuen C-Klasse startet innerhalb von sechs Monaten an vier Standorten und auf vier Kontinenten: in Bremen (Deutschland), East London (Südafrika), Peking (China) sowie erstmals auch in Tuscaloosa (Alabama/USA). Mit dem GLA wird die Kompaktwagen-Produktion in Rastatt um ein SUV erweitert. Der Produktionsstart erfolgte während des Dreischichtbetriebs der A-Klasse, ohne dabei die Taktzeit zu verringern.

Mit der komplett neu entwickelten C-Klasse schlägt Mercedes-Benz ein weiteres Erfolgskapitel auf und setzt neue Maßstäbe in der Premium-Mittelklasse. Dank intelligentem Leichtbaukonzept mit bis zu 100 Kilogramm weniger Gewicht, exzellenter Aerodynamik und neuen, sparsamen Motoren markiert die C-Klasse Effizienz-Bestwerte in ihrer Klasse. Viele neue Assistenzsysteme bieten Sicherheit auf höchstem Niveau, ein neues Fahrwerk, auf Wunsch mit Luftfederung, sorgt für beispielhaften Federungs- und Abrollkomfort und leichtfüßig agile Fahreigenschaften.

Optisch setzt die neue C-Klasse mit ihrem klaren und gleichzeitig emotionalen Design sowie ihrem hochklassigen Interieur progressive gestalterische Akzente. Viele weitere Innovationen und Ausstattungsdetails unterstreichen den leistungsfördernden Komfort und die kultivierte Sportlichkeit der Limousine. In der Summe fühlt sich die Wertanmutung der neuen C-Klasse an wie ein „Upgrade auf eine höhere Klasse“.

Progressiv beim Design, souverän im Alltag und mobil auch abseits befestigter Straßen: Als Wanderer zwischen den automobilen Welten interpretiert der Mercedes-Benz GLA das Segment der kompakten SUV überzeugend neu. Leichtfüßig nimmt er alle Hürden des Alltags und ist gleichzeitig robust genug für die kleinen Fluchten zwischendurch.

Der erste Mercedes-Benz im schnell wachsenden Segment der kompakten SUV ist handlich in der Stadt (Länge x Breite x Höhe: 4.417 x 1.804 x 1.494 Milli¬meter), spritzig auf Land- und Passstraßen sowie dynamisch und effizient auf der Autobahn (cw-Wert 0,29). Die hochwertige und mit viel Liebe zum Detail entwickelte Ausstattung sowie der flexible Innenraum positionieren den GLA klar als kompaktes Premium-SUV. Als souveräner Begleiter im Alltag bietet der GLA einen flexiblen und variablen Innenraum. Als erstes Mercedes SUV verfügt der GLA auf Wunsch über die neue Generation des Allradsystems 4MATIC mit vollvariabler Momentenverteilung.

Der neue GLA 45 AMG: Multitalent mit Driving Performance
Mit dem neuen GLA 45 AMG setzt die Performance-Marke von Mercedes-Benz ein dynamisches Statement im stark wachsenden Segment der kompakten SUV. Die Kombination aus kraftvoll-markantem Design, exklusiver Ausstattung und überlegenen Motor- und Fahrleistungswerten ist einzigartig: Der stärkste in Serie produzierte Vierzylindermotor der Welt bringt 360 PS sowie 450 Newtonmeter auf die Straße. Mit einem Kraftstoffverbrauch von 7,5 Liter je 100 Kilometer (NEFZ gesamt; CO2: 175 g/km) und der Erfüllung der EU-6-Abgasnorm beweist der GLA 45 AMG erneut, dass bei Mercedes-AMG Höchstleistung nicht zu Lasten der Umweltverträglichkeit geht. Auch bei der Fahrdynamik markiert der GLA 45 AMG die Pole Position: Er beschleunigt in 4,8 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h (elektronisch begrenzt). Mit dem serienmäßigen, Performance-orientierten AMG Allradantrieb 4MATIC und dem AMG SPEEDSHIFT DCT 7 Gang Sportgetriebe überzeugt der GLA 45 AMG durch sein gleichermaßen dynamisches wie effizientes Antriebskonzept. Die Auslieferung des GLA 45 AMG (normaler GLA startet ab dem 15.03.14) startet ab dem 03.07.2014.

Die Preise für Deutschland (inkl. 19 % MwSt.):

GLA 45 AMG:
55.870,50 Euro
GLA 45 AMG „Edition 1“:
63.248,50 Euro

Des Weiteren erhält die Erdgasvariante der B-Klasse (W242) im B 200 NGD erneut (nach einem Stopp) die Bestellfreigabe.

Die Niederlassungen bereiteten sich heute schon auf den Besucheransturm für den morgigen Samstag vor. Hier und da konnte man schon einen Blick auf die neue C-Klasse und den GLA erhaschen...

10.03.2014 9G-Tronic wird ausgeliefert

Mit einer leichten Verspätung wird seit Jahresanfang die seit Juli 2013 bestellbare weltweit erste 9-Gang-Automatikgetriebe für eine Heckantriebsplattform im E 350 Bluetec (derzeit ohne 4matic) für die Limousine und das T-Modell ausgeliefert. Aktuell werden rund 50 NAG3-Getriebe pro Tag gebaut. Die Produktion wird bis Herbst weiter hoch gefahren. Im Herbst 2014 wird dem NAG3 zudem der Segelbetrieb beigebracht (was das ist siehe im Text weiter unten).
Im Oktober wird die NAG3 nach dem E 350 Bluetec im CLS Facelift debütieren. Weitere Baureihen folgen erst in 2015. Hybrid/Plug-In-Hybridvarianten werden vor 2018 mit der NAG2FE+ (7G-Tronic Plus) realisiert. Erst danach wird das NAG3 Getriebe in Kombination mit E-Motor ausgeliefert.



Das Getriebe (NAG3) ist derzeit für 700 NM (wie die 7G-Tronic Plus, NAG2FE+) ausgelegt und verfügt über 9 Vorwärtsgänge mit einer höheren Spreizung (9,16 statt 6,0). Dabei ist der erste Gang deutlich kürzer und der 9. Gang etwas länger übersetzt als im Vergleich zur NAG2FE+ (7G-Tronic Plus).
Im E 350 Bluetec wurde zudem (auch aufgrund der kürzer übersetzen ersten Gänge) eine länger übersetzte Hinterachsübersetzung verbaut (2,24 statt 2,47). Sodass im 9. Gang die Gesamtübersetzung erheblich länger ist und somit das Drehzahlniveau deutlich absenkt werden konnte (bei 100 km/h um 25%). Was insgesamt dem Spritverbrauch zu gute kommt. Durch das insgesamt abgesenkte Drehzahlniveau verbessert sich einerseits der NVH-Komfort und damit das angenehme Wohlfühlambiente an Bord der E-Klasse, andererseits reduziert sich das Außengeräusch um bis zu 4 dB(A) und entlastet so die Umwelt.


Der Sprint wird wie bei der NAG2FE+ bei der NAG3 in 6,6s auf 100 km/h absolviert. Dies liegt unter Umständen daran, dass die NAG2FE+ in Kombination mit dem 350 Bluetec im 3. Gang 100 km/h bei 3.970 U/min erreicht wird. Somit liegt noch mehr PS bei der Drehzahl an. Da die ersten Gänge der NAG3 kürzer übersetzt sind, passiert der E 350 Bluetec mit NAG3 die 100 km/h Marke erst bei 4325 U/min. In diesem Bereich liegen nicht mehr so viel PS an. Das könnte die gleichen Sprintzeiten erklären. Die kürzere Übersetzung wird im unteren Bereich ab 0 km/h bei diesem Motor nicht helfen, da hier die Traktion der limitierende Faktor ist.
Für eine zuverlässige und zugleich sehr energieeffiziente Versorgung mit dem langlebigen und scherstabilen synthetischen Fuel Economy-Leichtlauföl der 2. Generation ist die neue Automatik mit zwei Pumpen ausgestattet. Die deutlich verkleinerte, mechanische Hauptpumpe in „Off axis“-Bauweise liegt neben der Hauptwelle, wird über eine Kette angetrieben und von einer separaten, elektrischen Zusatzpumpe ergänzt. Diese Bauweise erlaubt einerseits die bedarfsgerechte, aktive Regelung des Schmier- und Kühlölvolumenstromes und macht die 9G-TRONIC andererseits Start-/Stoppfähig. D.h. die kleine mechanische Ölpumpe sichert die Grundversorgung (kleine mechanische Pumpe benötigt weniger Energie). Die elektrische Ölpumpe wird für Spitzenlasten dazugeschaltet und wird sowieso für das Start-Stopp-System benötigt.

Des Weiteren ist die Shift-by-Wire Funktion für den Direct-Select Wählhebel hinter dem Lenkrad vollständig in das Plantengetriebe integriert. Ein externes Shift-by-Wire Modul wie bei der NAG2FE+ ist nicht mehr erforderlich. Wenn man bspw. bei Zündung bei heruntergelassenen Seitenscheiben von P in N, R oder D wechselte konnte man die Arbeit dieses Modul relativ gut wahrnehmen. Dieses Geräusch wird mit der NAG3 komplett entfallen.

Das Getriebe verfügt über einen hydrodynamischen Wandler inkl. Doppeltorsionsdämpfer sowie Fliehkraftpendel. Dies ist u.a. nötig um durch die verlängerte Übersetzung keine Vibrationen entstehen zulassen, die sich dann auf den Fahrgastraum übertragen würden.
Das NAG3-Gehäuse ist wie bisher auch aus Magnesium. Die Ölwanne besteht aus Kunststoff. Sodass das Gewicht um 1 kg ggü der NAG2FE+ reduziert werden konnte.
Die 9 Vorwärtsgänge werden mit 4 Planetenradsätzen sowie 6 Schaltelementen realisiert.
Die NAG3 kann bei Bedarf Mehrfachrückschaltungen durchführen. Wie bisher verfügt die NAG3 über zwei Schaltprogramme (ökologisch sowie sportlich). Manuelle Eingriffe sind über die Direct-Select Wippen möglich. Verkürzte Schalt- und Reaktionszeiten sorgen für höchstmögliche Spontaneität bei ausgezeichnetem Schaltkomfort. Besonders im manuellen Modus und im S-Programm reagiert die 9G-TRONIC deutlich spontaner und steigert den Fahrspaß.

Insgesamt ergibt sich eine Verbrauchsreduktion von bis zu 6,5%, dies ist auch abhängig vom Motor. Beim OM642LS im E 350 Bluetec beträgt die Einsparung 3,6%.

Die NAG3 kann derzeit bei höheren Geschwindigkeiten beim Gaswegnehmen nicht in den Freilauf (Verbindung zum Motor wird getrennt) gehen (zumindest nicht automatisch). Dadurch müsste zwar geringfügig Treibstoff in den Motor eingespritzt werden (damit der Motor nicht ausgeht), aber ggü der Schubabschaltung würde aufgrund des geringeren Widerstands das Fahrzeug deutlich länger "segeln". Diese Funktion macht bei Fahrzeugen ohne Hybridantrieb erst oberhalb von 50 km/h Sinn, da bei Hybridfahrzeugen der Motor deaktiviert wird und die Komfortfunktionen (wie Klima, sowie Servolenkung) aus der Lithium-Ionen-Batterie gespeist werden können.


Das Getriebe wurde im MTC in Stuttgart Untertürkheim entwickelt und wird im Werksteil Hedelfingen produziert. Es ist daher zu 100 % Daimler.
Mercedes-Benz entwickelt und produziert seit über 50 Jahren hochwertige Automatikgetriebe mit ausgezeichnetem Schaltkomfort, bester Energieeffizienz und zuverlässiger Dauerhaltbarkeit. Insgesamt verließen bis heute rund 22 Millionen Pkw-Automatikgetriebe die Produktionsstätte Stuttgart-Hedelfingen nahe der Konzernzentrale in Stuttgart-Untertürkheim.

Die 9G-TRONIC ist für den Heck-, Allrad-, Hybrid- sowie Plug-In-Hybrid-Antrieb geeignet und wird in den folgenden Jahren in nahezu allen Baureihen und Motorisierungen zum Einsatz kommen.


Der extrem kurzübersetzte erste Gang (5,5 statt 4,38) könnte bei manchen SUV (BR 166) ein zusätzliche Untersetzung überflüssig machen und zusätzliches Gewicht sparen und somit den Verbrauch senken.


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