14.11.2019 Daimler Strategie


Der Daimler CEO Ola Källenius hat heute in London die neue Strategie vorgestellt. Insgesamt soll vor allem bei den Personalkosten (rund 10% der Führungspositionen soll ein gespart werden). Auch die Fixkosten und vor allem die variablen Kosten sollen reduziert werden. Dabei sollen mit den Zulieferindustrie überlegt werden, ob die Daimler Anforderungen an Teile nicht so komplex sind und auch einfachere, simplere Teile zu einem ähnlichen guten Ergebnis führen.

Bis 2025 wird die Komplexität gerade im Triebstrang weiter zunehmen, da man neben E-Autos, Plug-in-Hybrid, 48 Volt-Mild-Hybrid auch die bisherigen Benzin und Diesel Fahrzeuge im Portfolio haben wird. Ab 2025 soll dann die herkömmlichen Motor-Getriebe-Varianten reduziert werden. Daneben verspricht man sich dann deutliche Skaleneffekte bei den Hochvolt-Triebssträngen (Plug-In-Hybrid & E-Autos)
Die Entwicklung der Verbrennungsmotoren wird ab 2023 deutlich zurückgefahren. Ende 2020 wird das letzte Mitglied der neuen Motorenfamilie präsentiert. Dies wird der 4-Zylinder Benzinmotor M254 sein. Daneben werden alle anderen Motoren der Familie EU7-fähig gemacht.

2025 wird "MFA3" für die Kompaktwagen starten. Mercedes wird hier eine neue ganz intelligente Plattform an den Start bringen. Es soll die Komplexität um rund 30% reduzieren. Genaue Details wurde aus Wettbewerbsgründen aber nicht gegeben. Da aber EVA2 nur für die größeren Fahrzeuge angedacht ist, werden die Anfordernungen eines E-Autos an ein Packaging mehr Vorrang in Bezug auf das Layout von MFA3 zugeben. Das Stichwort ist hier ganz klar "Electric first".

Mercedes will ganz klar die Subbrand AMG, Maybach und auch die G-Klasse ausbauen. Sie haben hohe Margen und tragen überproportional zum Daimler EBIT bei.
AMG wird in naher Zukunft auch Plug-in-Hybrid mit einem P3-Hybrid Layout anbieten. Dazu sollen auch reine E-AMG Fahrzeuge angeboten werden. Die Stückzahl soll auf rund 200.000 Fahrzeuge im Jahr gesteigert werden.

Maybach wird den neuen Mercedes-Maybach GLS nächste Woche präsentieren.
In Sachen G-Klasse wird ab 2022 auch eine Elektroversion als EQG angeboten.

Das autonome Fahren ist dagegen weiter entfernt. Die Mercedes Robotaxi mit Level 5, die in der Factory 56 gebaut werden sollten, rücken eher in eine weitere Ferne.Level 5 wird zu erst bei den Daimler Trucks eingeführt.
Im Bereich der Pkws wird Level 3 im nächsten Jahr mit der neuen S-Klasse W223 eingeführt. Level 4 wird derzeit zusammen mit BMW entwickelt und wird auch für die privaten Mercedes-Pkw eingeführt. Dies wird aber noch etwas dauern.

Mercedes-Benz Cars (inkl. Vans) wird in der EU 2019 einen CO2 Ausstoß von 138g Co/km haben. Das Ziel in 2020 von 100g wird durch höhere E-Auto und Plug-in-Hybrid Quote (von 2% in 2019, auf 9% in 2020) erreicht. Dabei werden auch die 48 Volt Mild-Hybrid Triebstränge massiv ausgebaut (aktuell im C 200, C 300, E 300, E 350, CLS 450 etc). So soll die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge sich in 2020 auf 400.000 Einheiten verdoppeln. Des WEiteren wird Daimler in 2020 die "Supercredits" ziehen müssen. D.h. dass E-Autos und Plug-In-Hybrid doppelt gewichtet werden. Dieser Joker wird 2021 genauso entfallen wie der Phase-In-Effekt, dass man in 2020 5% der FAhrzeuge mit dem höchsten Ausstoß nicht zählen. In 2021 wird der BEV (E-Auto) und PHEV (Plug-In-Hybrid) weiter auf 15% Marktanteil ausgebaut. Dazu soll dann in 2021 der EQA und EQB beitragen.
So wie es aussieht, werden 2020 weitere 5 Plug-in-Hybrid Modelle an den Start gehen: Dies werden u.a. der GLA 250e, CLA 250e (Coupé/Shooting Brake) sowie der GLS und GLE Coupé sein.
Anmerkung:
48 Volt Mild-Hybrid Steigerung von 2019 nach 2020 von 200.000 auf 400.000 Einheiten
Plug-in-Hybrid Steigerung von 2019 nach 2020 von knapp 50.000 auf knapp 150.000 Einheiten
E-Autos: 2019 rund 20.000 E-smart und 2.000 EQC auf rund 70.000 in 2020 (20.000 E-smart + 50.000 EQC), d.h. 2020 nur marginale EQV Stückzahlen und definitiv noch keine Kundenauslieferungen für den EQA und EQB.

24.10.2019 Daimler macht wieder Gewinn


Starker Absatz bei Mercedes-Benz Cars (+8%) und Vans (+10%) im dritten Quartal
Umsatz bei 43,3 (Q3 2018: 40,2) Mrd. €
Konzern-EBIT bei 2,7 (Q3 2018: 2,5) Mrd. €
Konzernergebnis bei 1.813 (Q3 2018: 1.761) Mio. €
Nettoliquidität des Industriegeschäfts bei 9,6 (Q2 2019: 6,6) Mrd. €

Die Daimler AG (Börsenkürzel: DAI) hat heute die Ergebnisse für das dritte Quartal veröffentlicht, das am 30. September 2019 abgeschlossen wurde. Der Konzernabsatz legte um 6% auf 839.300 (Q3 2018: 794.700) Pkw und Nutzfahrzeuge zu. Der Umsatz stieg um 8% auf 43,3 (Q3 2018: 40,2) Mrd. €. Bereinigt um positive Wechselkurseffekte lag der Umsatz leicht über dem Vorjahresniveau. Der Daimler-Konzern erzielte im dritten Quartal ein EBIT von 2,7 (Q3 2018: 2,5) Mrd. €, ein Plus von 8%.
„Starke Absatzzahlen bei Cars und Vans haben unsere finanzielle Performance im dritten Quartal unterstützt. Um die Transformation in den nächsten Jahren zu meistern, müssen wir die Anstrengungen allerdings noch erheblich steigern: Wir müssen unsere Kosten deutlich reduzieren und den Cash Flow konsequent stärken“, sagte Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars.

Das Konzernergebnis stieg im dritten Quartal um 3% auf 1.813 (Q3 2018: 1.761) Mio. €. Das auf die Aktionäre der Daimler AG entfallende Konzernergebnis betrug 1.719 (Q3 2018: 1.689) Mio. €; dies führte zu einem Anstieg des Ergebnisses je Aktie auf 1,61 (Q3 2018: 1,58) €.
In den ersten neun Monaten 2019 betrug der Free Cash Flow des Industriegeschäfts minus 0,5 (Q1-3 2018: minus 0,06) Mrd. €. Dieser ist nach wie vor durch das Working Capital (die ganzen GLE die noch nicht ausgeliefert werden können und auf diversen Halden stehen) sowie weiterhin hohe Investitionen in künftige Produkte beeinflusst. Im Konzern verringerten sich im dritten Quartal die Investitionen in Sachanlagen auf 1,8 (Q3 2018: 2,1) Mrd. €. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen auf 2,5 (Q3 2018: 2,4) Mrd. €.

Die Nettoliquidität des Industriegeschäfts verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2018 von 16,3 Mrd. € auf 9,6 Mrd. € am Ende des dritten Quartals. Dazu trugen die Dividendenzahlung von 3,5 (2018: 3,9) Mrd. € an die Aktionäre der Daimler AG, die Effekte infolge der Einführung der Leasingnehmerbilanzierung nach IFRS 16 (3,2 Mrd. €) sowie der Free Cash Flow des Industriegeschäfts bei.

Der Absatz von Mercedes-Benz Cars stieg im dritten Quartal um 8% auf 604.700 (Q3 2018: 559.500) Pkw. Der Umsatz legte um 9% auf 23,5 (Q3 2018: 21,7) Mrd. € zu. Das EBIT verbesserte sich um 4% auf 1.423 (Q3 2018: 1.372) Mio. €. Die Umsatzrendite lag bei 6,0% (Q3 2018: 6,3%).
Daimler Trucks verzeichnete im dritten Quartal ein Absatzminus von 8% auf 125.400 (Q3 2018: 136.100) Einheiten. Der Umsatz erhöhte sich um 3% auf 10,3 (Q3 2018: 10,0) Mrd. €. Das EBIT verringerte sich um 9% auf 774 (Q3 2018: 850) Mio. €. Die Umsatzrendite sank auf 7,5% (Q3 2018: 8,5%).
Der Absatz von Mercedes-Benz Vans kletterte um 10% auf 100.300 (Q3 2018: 91.400) verkaufte Einheiten. Der Umsatz stieg um 15% auf 3,5 (Q3 2018: 3,0) Mrd. €. Das EBIT legte auf 113 (Q3 2018: minus 93) Mio. € zu. Die Umsatzrendite lag bei 3,2% (Q3 2018: minus 3,1%).
Daimler Buses steigerte die Verkäufe im dritten Quartal um 16% auf 9.000 (Q3 2018: 7.700) Einheiten. Der Umsatz stieg ebenfalls um 16% auf 1,2 (Q3 2018: 1,1) Mrd. €. Das EBIT legte um mehr als das Doppelte auf 79 (Q3 2018: 30) Mio. € zu. Die Umsatzrendite verbesserte sich auf 6,4% (Q3 2018: 2,8%).
Bei der Daimler Mobility AG (zuvor Daimler Financial Services) lag das Neugeschäft im dritten Quartal mit 18,3 Mrd. € um 10% über dem Niveau des Vorjahres (Q3 2018: 16,6 Mrd. €). Der Umsatz erhöhte sich um 11% auf 7,1 (Q3 2018: 6,4) Mrd. €. Das EBIT stieg um 5% auf 413 (Q3 2018: 392) Mio. €. Die Eigenkapitalrendite lag mit 11,9% leicht unter dem Vorjahreswert von 12,5%.

Für das Jahr 2019 rechnet Daimler weiterhin mit einem Konzernabsatz auf Vorjahresniveau, während beim Umsatz ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr erwartet wird. Mercedes-Benz Cars erwartet einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Daimler Trucks rechnet nun mit einem Umsatz in der Größenordnung des Vorjahres. Mercedes-Benz Vans und Daimler Mobility streben einen leicht steigenden Umsatz an. Daimler Buses geht von einem deutlichen Umsatzplus aus. Wie im Risiko- und Chancenbericht berichtet, ist Daimler behördlichen Anfragen, Ermittlungen, Untersuchungen, Anordnungen und Verfahren sowie Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit Dieselabgasemissionen ausgesetzt. Da rechtliche Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind, ist es möglich, dass sich die für sie gebildeten Rückstellungen im Rahmen von abschließenden Verfahrensentscheidungen teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen könnten zusätzliche Aufwendungen entstehen, die sich abhängig vom Fortgang der Verfahren negativ auf die nachfolgend genannten Renditeerwartungen, insbesondere der Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars und Mercedes-Benz Vans, auswirken könnten. Der ausführliche Risiko- und Chancenbericht, der weitergehende Ausführungen zu den Risiken aus rechtlichen Verfahren im Zusammenhang mit Dieselabgasemissionen enthält, ist auf den Seiten 20 ff. des Zwischenberichts für das dritte Quartal 2019 abgedruckt. Auf der Basis der erwarteten Marktentwicklung und der aktuellen Einschätzungen der Geschäftsfelder geht Daimler davon aus, dass das Konzern-EBIT im Jahr 2019 deutlich unter dem Vorjahreswert liegen wird. Für die folgenden Geschäftsfelder gelten für das Jahr 2019 weiterhin diese Renditeerwartungen:
Mercedes-Benz Cars: Umsatzrendite von 3% bis 5%,
Mercedes-Benz Vans: Umsatzrendite von minus 15% bis minus 17%,
Daimler Buses: Umsatzrendite von 5% bis 7%,
Daimler Mobility: Eigenkapitalrendite von 17% bis 19%.

Im Geschäftsfeld Daimler Trucks hat sich im dritten Quartal die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den Lkw-Kernmärkten Europa und Nordamerika deutlich schneller als erwartet eingetrübt, so dass der Abschwung bereits im vierten Quartal dieses Jahres Auswirkungen auf das Ergebnis des Geschäftsfelds haben wird. Vor diesem Hintergrund rechnet Daimler Trucks nun mit einer Umsatzrendite von 6% bis 8% und einem leicht sinkenden Absatz.
Der Free Cash Flow des Industriegeschäfts wird durch die weiterhin hohen Vorleistungen für neue Produkte und Technologien sowie die Kosten für das »Projekt Zukunft« zur Umsetzung der neuen Konzernstruktur belastet. Daher geht Daimler davon aus, dass der Free Cash Flow des Industriegeschäfts im Geschäftsjahr 2019 deutlich unter dem Vorjahreswert liegen wird.

24.09.2019 Daimler muss 870 Mio. EUR Bußgeld bezahlen


Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat heute einen Bußgeldbescheid gegen die Daimler AG gemäß §§ 30 Abs.1, 130 Abs.1 OWiG wegen fahrlässiger Aufsichtspflichtverletzung bei der Fahrzeugzertifizierung im Zusammenhang mit Abweichungen von regulatorischen Vorgaben bei bestimmten Mercedes-Benz Fahrzeugen erlassen. Danach fand die fahrlässige Aufsichtspflichtverletzung auf Abteilungsleiterebene statt. Das Unternehmen hat auf die Einlegung eines Rechtsmittels gegen den Bußgeldbescheid verzichtet. Das Bußgeldverfahren der Staatsanwaltschaft gegen die Daimler AG ist damit umfassend beendet.

Nach Feststellung der Staatsanwaltschaft war die fahrlässige Aufsichtspflichtverletzung mitursächlich dafür, dass bestimmte Fahrzeuge der Daimler AG im Zeitraum ab 2008 teilweise von regulatorischen Vorgaben abwichen. Dabei bezieht sich die Staatsanwaltschaft im Wesentlichen auf die bekannten Rückruf-Bescheide des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Um auch für die Zukunft Klarheit bei der Auslegung relevanter Rechtsnormen in einem komplexen technischen Umfeld zu erlangen, erhält die Daimler AG die Widersprüche gegen die KBA-Bescheide aufrecht. Daimler hat sich nach Abwägung aller Umstände dazu entschieden, im staatsanwaltschaftlichen Verfahren kein Rechtsmittel einzulegen. Es liegt im besten Unternehmensinteresse, das Bußgeldverfahren zeitnah und umfassend abzuschließen und damit Rechtsfrieden herzustellen.

Der Bußgeldbescheid sieht eine Geldbuße in Höhe von 870 Millionen Euro vor. Die Höhe der Geldbuße setzt sich aus einem Ahndungs- sowie einem Abschöpfungsanteil zusammen. Die Höhe des Ahndungsanteils beträgt 4 Millionen Euro für die von der Staatsanwaltschaft angenommene fahrlässige Aufsichtspflichtverletzung. Sie liegt also unter dem gesetzlichen Höchstbetrag. Die Höhe des Abschöpfungsanteils richtet sich maßgeblich nach der Profitabilität des Unternehmens und beträgt 866 Millionen Euro.

Die umfassende Kooperation des Unternehmens und die inzwischen etablierten, umfangreichen Qualitätssicherungsmaßnahmen im Rahmen des technical Compliance Management Systems wurden zugunsten des Unternehmens gewürdigt. Für das dritte Quartal 2019 führt die Geldbuße nicht zu einer relevanten zusätzlichen Ergebnisbelastung. Das Unternehmen hält an seiner veröffentlichten Ergebnisprognose fest.

10.09.2019 Mercedes auf IAA 2019 - alles elektrifiziert !

Im Fokus der Mercedes-Benz Pressekonferenz auf der IAA 2019 standen nachhaltige Lösungen für die Zukunft der Mobilität – die sich in den Produkten genauso wiederfinden wie in der Geschäftsstrategie. Gleichzeitig positionierte sich Mercedes-Benz weiterhin als Hersteller für Luxus-Automobile. Als Beispiel für diesen nachhaltigen Luxus feierte das Showcar Mercedes-Benz VISION EQS seine Weltpremiere. Außerdem präsentierte der Erfinder des Automobils neunzehn weitere Fahrzeuge erstmals der Weltöffentlichkeit. Zusätzliches Highlight des diesjährigen IAA-Auftritts war der komplett überarbeitete und stärker auf die Kunden ausgerichtete Messestand in Halle 2.

„Wir sind überzeugt, dass der Bedarf an individueller Mobilität in der Welt weiter zulegen wird. Speziell für die Marke Mercedes-Benz gibt es einen zweiten globalen Trend, der sich aller Voraussicht nach verstärken wird: Die Nachfrage nach dem Besonderen – nach herausragenden Produkten und Erlebnissen. Unsere Aufgabe ist es jetzt, Modern Luxury von Mercedes neu zu definieren. Dabei ist klar: begehrenswerter, zeitgemäßer Luxus muss nachhaltig sein – aber eben auch nachhaltig faszinierend“, sagte Ola Källenius, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, und stellte die zukünftige Zielrichtung der Marke mit dem Stern vor, die auf Nachhaltigkeit und E-Mobilität ausgelegt ist.

„First Move the World“ – das ist unser Purpose: Das ist der tiefere Sinn unserer Arbeit und damit richtungsweisend für die nachhaltige Geschäftsstrategie bei Mercedes-Benz Cars. Diese Ambition bedeutet, mehr zu verfolgen als das Unmittelbare. Nachhaltigkeit ist dabei ein wesentliches Element und zugleich Maßstab für den unternehmerischen Erfolg. „Pioniergeist ist Teil unserer DNA. Die Gründer unserer Firma waren Architekten einer neuen Mobilität ohne Pferde. Unsere Aufgabe ist heute die individuelle Mobilität ohne Emissionen“, erläuterte Ola Källenius die Hintergründe.

Dazu gehören unter anderem folgende Ziele:

Eine komplett CO2-neutrale Neuwagenflotte bis 2039.
Mehr als 50% der verkauften Neuwagen mit Elektroantrieb bis 2030.
CO2-neutrale Energieversorgung nahezu aller Standorte in Deutschland und eine CO2-neutrale Fahrzeugproduktion in Europa bis 2022.
Auf lange Sicht soll sich die Wertschöpfungskette zum Wertschöpfungskreislauf entwickeln.
Dabei wird die gesamte Lieferkette miteinbezogen.
Elektromobilität wird bei Mercedes-Benz zum Kerngeschäft. Künftige Fahrzeugarchitekturen sind von Anfang an für die Elektromobilität ausgelegt und erhalten ihre eigene Elektro-Plattform.


„Für die nächste Generation unserer EQ-Modelle haben wir mit unseren Lieferanten Maßnahmen ergriffen, um einen Teil der Batteriezellen CO2-neutral zu fertigen“, so Ola Källenius weiter. „Unsere Kunden bekommen von Mercedes-Benz ein durchdachtes Gesamtkonzept rund um ihr Fahrzeug.“

Showcar zeigt eine neue Dimension des nachhaltigen Luxus
Der Mercedes-Benz VISION EQS feierte seine Weltpremiere im Rahmen der Pressekonferenz und gibt einen Ausblick in die Zukunft von Mercedes-Benz. Die elektrische Luxuslimousine unterstreicht, dass Nachhaltigkeit ein zentrales Thema ist. Denn mit dem Technologieträger VISION EQS zeigt Mercedes-Benz ein Showcar auf Basis einer völlig neuen, vollvariablen elektrischen Antriebsplattform, die in vieler Hinsicht skalierbar und modellübergreifend einsetzbar ist.
Außerdem setzt Mercedes-Benz mit dem Showcar ein klares Statement für das Fortbestehen hochwertiger Fahrzeuge und selbstbestimmten Fahrens. Handwerkliche Perfektion, emotionales Design, luxuriöse Materialien und individueller Fahrspaß werden auch in Zukunft begehrenswert bleiben. Denn der Luxusgedanke steht heute und zukünftig vor allem auch für persönliche Freiheit. Das Showcar verfügt dabei durch die intelligente Betriebsstrategie über eine komfortable Reichweite von bis zu 700 km nach WLTP. Dank mehr als 350 kW Leistung und ansatzlos verfügbarem Drehmoment von ca. 760 Nm beschleunigt er in unter 4,5 Sekunden von 0-100km/h. Doch nicht nur die Fahrdynamik ist beeindruckend, auch die höchste Energieeffizienz setzt Maßstäbe. Der VISION EQS lädt bei einer Ladeleistung von 350 kW die Batterien in deutlich weniger als 20 Minuten wieder zu 80% nach.

„Wir haben unsere neue E-Plattform erstmals exklusiv für die Anforderungen an mittlere und große Elektro-Pkw entwickelt, um alle Möglichkeiten dieser Technologie voll auszunutzen“, sagte Ola Källenius bei der Weltpremiere des neuen Showcars. „Wir wollen mehr bieten als die schützende Hülle für den Transport von A nach B. Dieser Anspruch bleibt – die Ausdrucksform entwickelt sich: Design muss immer wieder neue Maßstäbe setzen. Deshalb gehen wir auch beim Vision EQS neue Wege. Das Schlüsselwort ist „One-Bow-Design“: eine klare Linie genügt, ein Bogen zeichnet die gesamte Form. Modern Luxury ist nicht Opulenz – sondern Reduktion auf das Wesentliche.“

Wichtige Meilensteine auf dem Weg zum emissionsfreien Fahren
Seine Plug-in-Hybrid-Familie erweitert Mercedes-Benz mit den Weltpremieren von drei Kompaktwagen und zwei SUV-Derivaten : Mit A 250 e (Kraftstoffverbrauch kombiniert 1,5-1,4 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert 34-33 g/km, Stromverbrauch kombiniert 15,0-14,8 kWh/100 km), A 250 e Limousine (Kraftstoffverbrauch kombiniert 1,4 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert 33-32 g/km, Stromverbrauch kombiniert 14,8 -14,7 kWh/100 km) und B 250 e (Kraftstoffverbrauch kombiniert 1,6-1,4 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert 36-32 g/km, Stromverbrauch kombiniert 15,4-14,7 kWh/100 km)1 waren drei Modelle der Kompaktwagen-Familie mit dem Hybrid-Antrieb der dritten Generation erstmals zu sehen.
Bei den neuen Kompaktfahrzeugen mit EQ Power stehen (elektrische) Fahrfreude und Alltagstauglichkeit im Vordergrund. Das zeigen die rein elektrische Reichweite von rund 70 Kilometern (nach NEFZ) und die Werte der E-Maschine: Sie leistet 75 kW – was zusammen mit dem 1,33 Liter großen Vierzylindermotor eine Systemleistung von 160 kW (218 PS) und ein Systemdrehmoment von 450 Nm ergibt. Durch die EQ Power der E-Maschine reagieren A 250 e und B 250 e besonders spontan auf den Tritt aufs Fahrpedal, die Fahrleistungen sind beachtlich: So braucht der A 250 e beispielsweise 6,6 Sekunden für den Spurt von 0 auf 100 km/h, und seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 235 km/h.

Neben den Kompakten waren ebenfalls zwei SUV-Derivate aus der Plug-in-Hybrid-Familie erstmals zu sehen: Der Mercedes-Benz GLE wird künftig als innovativer Diesel Plug-in Hybrid verfügbar sein – der dank einer Batterie mit 31,2 kWh Kapazität bei entsprechender Fahrweise rund 100 Kilometer (nach NEFZ) schafft. Seine Weltpremiere feierte der Mercedes-Benz GLE 350 de 4MATIC (Kraftstoffverbrauch gewichtet 1,1 l/100 km, CO2-Emissionen gewichtet 29 g/km, Stromverbrauch gewichtet 25,4 kW/100km), der als einziger im Segment lokal emissionsfreies Fahren mit den Vorteilen eines hocheffizienten Dieselmotors kombiniert. Der GLE besitzt den vollvariablen Allradantrieb (Torque on Demand). Das macht ihn auf der Straße noch agiler und sicherer.

Der Mercedes-Benz GLC 300 e 4MATIC (Kraftstoffverbrauch gewichtet 2,5-2,2 l/100 km, CO2-Emissionen gewichtet 57-51 g/km, Stromverbrauch gewichtet 17,8-16,5 kW/100km, Angaben vorläufig) zeigte sich ebenso erstmalig der Weltöffentlichkeit. Das Mid-Size-SUV ist die intelligente Verbindung von Funktionalität und Agilität in modernem Design. Mit seinem großen Innenraum bietet das Modell viel Komfort und Funktionalität. Aufgrund dieser Allround-Qualitäten ist der GLC für Kunden attraktiv, die ein vielseitig einsetzbares Premium-SUV fahren möchten. Ins neue Modelljahr startet der GLC mit noch markanterem Design, dem intuitiv zu bedienenden Infotainmentsystem MBUX (Mercedes-Benz User Experience) und aktuellen Fahrassistenzsystemen. Verbindung aus Sportlichkeit, Eleganz und Technik

Ihre Weltpremieren feierten ebenfalls die neuen GLE Coupés von Mercedes-Benz und von Mercedes-AMG. Das neue Modell ist ein weiteres Beispiel für die Mercedes-Benz Strategie, alle Bedürfnisse der Kunden im Premium-SUV-Segment gezielt anzusprechen. Die zum Start verfügbaren leistungsstarken Sechszylinder-Dieselmotoren sorgen zusammen mit der neuen 4MATIC mit Torque-on-Demand sowie dem gegenüber dem GLE SUV 60 mm kürzeren Radstand für ein genussvoll dynamisches Fahrerlebnis. Außerdem konnte der Luftwiderstand beim neuen GLE Coupé um neun Prozent gesenkt werden. Die Proportionen betonen die Dynamik des GLE Coupé.

Das neue Mercedes-AMG GLE 53 4MATIC+ Coupé (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 9,3 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 212 g/km) vereint sportliche Eleganz und kraftvolle Performance mit Geländetauglichkeit und dynamischem Design auf einzigartige Weise. Beeindruckende Agilität garantieren der 320 kW (435 PS) starken 3,0-Liter-Reihensechszylindermotor mit 48-Volt-Technologie, der vollvariable Allradantrieb AMG Performance 4MATIC+ und das 9-Gang-Automatikgetriebe AMG SPEEDSHIFT TCT 9G. Die AMG-spezifische Kühlerverkleidung unterstreicht optisch die Zugehörigkeit zur AMG Modellfamilie.

smart: Erwachsenes Design für eine neue Ära
Die neue Generation smart feierte ihre Weltpremiere auf der IAA 2019. Mit dem konsequenten Umstieg auf emissionsfreie, batterieelektrische Antriebe kehrt die Marke zu ihrem Ursprung zurück. In Kombination mit progressivem Design und intelligenter Vernetzung bietet smart schon heute ein nachhaltiges und vollumfassendes Konzept für urbane Mobilität – mit über 150 km Reichweite (nach NEFZ). smart war schon immer elektrisch gedacht. Um das auszudrücken, haben sich die Designer von den ikonischen Details der ersten Generationen inspirieren lassen und in die neue Ära der Elektromobilität übersetzt. Ein Beispiel: Die Front der neuen elektrischen Modelle von smart unterscheidet nun erstmals zwischen fortwo und forfour. Wo der Viersitzer einen dynamischen, vom Showcar smart Vision EQ fortwo bekannten, nach unten geöffneten „A-shape“ mit optional integrierten Nebelscheinwerfern trägt, bleibt der fortwo beim bekannten freundlichen Gesicht. Mit der Rückkehr zum emblemlosen „V-shape“-Grill in Kombination mit dem darüber liegenden smart-Schriftzug knüpft die Marke an ihre stilistischen Anfänge der ersten Modelle an.

Vielseitig, dynamisch und mit Platz für sieben Personen
Ebenfalls in einer Weltpremiere zu sehen war der Mercedes-AMG GLB 35 4MATIC (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,6-7,5 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 173-171 g/km). Das Kompakt-SUV mit 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor, AMG SPEEDSHIFT DCT 8G Getriebe und dem variablen Allradantrieb AMG Performance 4MATIC überzeugt durch hohe Funktionalität und Fahrdynamik – und ist mit Platz für bis zu sieben Personen eine konkurrenzlose Alternative in seinem Segment. Neben seiner hohen Variabilität und hohem Fahrspaß verfügt der GLB 35 über eine ausgewogene Geländegängigkeit. Erstmals bei einem 35er Modell zum Einsatz kommt die AMG-spezifische Kühlerverkleidung, die die AMG Familienzugehörigkeit betont. Bereits im Juni 2019 feierte die Serienversion des Mercedes-Benz GLB seine Weltpremiere in Utah, USA. Auf der IAA 2019 präsentiert er sich erstmals auf einer Automobilmesse der Weltöffentlichkeit. Das vielseitig einsetzbare SUV zeigt sich mit kraftvollen Proportionen, offroad-orientiertem Design sowie optionalen Allradantrieb 4MATIC und einem spezielles Offroad-Licht. Außerdem ist er auf Wunsch als Siebensitzer erhältlich – als erster Mercedes-Benz in seinem Segment. Mit leistungsstarken und effizienten Vierzylindermotoren, aktuellen Fahrassistenzsystemen mit kooperativer Unterstützung des Fahrers, dem intuitiv bedienbaren Infotainmentsystem MBUX sowie der umfassenden Komfortsteuerung ENERGIZING Komfort besitzt der neue GLB alle Stärken der aktuellen Kompaktklasse-Generation von Mercedes-Benz.

Elektrische Premium-Großraumlimousine und ein innovatives Forschungsfahrzeug
Das erste Mal der Weltöffentlichkeit präsentieren sich der neue Mercedes-Benz EQV (Stromverbrauch kombiniert: 27,0 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, Angaben vorläufig)[4] und das Mercedes-Benz Experimental-Sicherheits-Fahrzeug (ESF) 2019. Der EQV bringt den Elektro-Antrieb erstmals für Mercedes-Benz ins Segment der Premium-Großraumlimousinen. Das nächste Mitglied der Mercedes EQ Familie kombiniert emissionsfreie Mobilität mit überzeugenden Fahrleistungen, hoher Funktionalität und ästhetischem Design. Zu den technischen Highlights gehören eine Reichweite von 405 Kilometern (vorläufige Angaben)3 und das schnelle Nachladen der Hochvolt-Batterie von 10 auf 80 Prozent in weniger als 45 Minuten. Darüber hinaus bietet der Mercedes-Benz EQV höchsten Komfort im Innenraum und beispiellose Flexibilität. Kunden können zudem zwischen zwei verschiedenen Radständen wählen.

Mit dem neuen Experimental-Sicherheits-Fahrzeug ESF 2019 zeigt Mercedes-Benz, an welchen Ideen die Sicherheitsexperten des Unternehmens momentan forschen und arbeiten. Unter dem gut einen Dutzend Innovationen sind dabei sowohl seriennahe Entwicklungen als auch solche, die weit in die Zukunft reichen. Das ESF 2019 basiert auf dem neuen Mercedes-Benz GLE, fährt in vielen Situationen vollautomatisiert und hat einen Plug-in-Hybrid-Antrieb. Im Juni 2019 hat das ESF 2019 bei der ESV-Tagung in Eindhoven (Niederlande) seinen großen Auftritt vor Fachleuten. In manchen Aspekten ist das ESF 2019 eine Vorschau auf Kommendes, in anderen eine Vision, in wieder anderen ein Diskussionsbeitrag, aber auch ein Werkzeug zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in der großen Tradition von Mercedes-Benz. Ein weiteres Highlight auf dem Mercedes-Benz Messestand ist ein 3D-Modell des neuen VoloCity. Das Urban Air Mobility Fluggerät von Volocopter soll das erste kommerzielle Volocopter Flugtaxi werden. Bei der Entwicklung des Exterieurs war das Mercedes-Benz Design-Team beteiligt.

Daimler Mobility: Maximal flexible Mobilität für EQ-Modelle
Mit attraktiven Leasing- und Finanzierungsangeboten für EQ-Modelle unterstützt Daimler Mobility den Umstieg von Kunden auf neue, emissionsfreie Antriebstechnologien. Dabei bedient Daimler Mobility unterschiedliche Kundenwünsche in Hinblick auf E-Mobilität. Dies reicht vom Einsatz von Elektrofahrzeugen für On-Demand Dienste bis zu attraktiven Finanzierungs-und Leasingangeboten für Kunden.
Der Umstieg auf Elektromobilität wird damit erleichtert und das Mobilitätserlebnis kann höchsten Ansprüchen genügen. Daimler Mobility bietet mit diesem vielfältigen Serviceportfolio flexible Mobilität – auch und gerade bei der Elektromobilität.

Weitere Messepremieren aus Affalterbach
Des Weiteren erstmals auf einer Messe zu sehen sind neben GLE 53 Coupé und GLB 35 fünf weitere Derivate von Mercedes-AMG: A 45 (S) 4MATIC+ (Kraftstoffverbrauch kombiniert 8,4-8,3 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 192-189 g/km), CLA 45 (S) 4MATIC+ (Kraftstoffverbrauch kombiniert 8,3-8,1 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 189-185 g/km)5 und CLA 45 (S) 4MATIC+ Shooting Brake (Kraftstoffverbrauch kombiniert 8,4-8,2 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 191-188 g/km) sowie GLC 43 4MATIC SUV und Coupé (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 10,6-10,2 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 242-232 g/km). Über den ständig aktualisierten Mediahub auf https://media.mercedes-benz.com/iaa2019 stehen Pressematerialien, Bilder und Filme rund um die Neuheiten zur Verfügung. Dort ist auch die Mercedes-Benz Pressekonferenz mit Ola Källenius als Video-On-Demand zu finden.

08.08.2019 Mercedes IAA 2019: 1. Infos

Der Auftritt von Mercedes-Benz auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) vom 10. bis 22. September 2019 in Frankfurt steht ganz im Zeichen nachhaltiger Lösungen für die Zukunft der Mobilität. Dazu gibt Ola Källenius, neuer Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, einen Ausblick auf die Zukunft von Mercedes-Benz. Zahlreiche Weltpremieren untermauern den Anspruch des Erfinders des Automobils, auch weiterhin intelligente Mobilitätslösungen zu gestalten und anzubieten. Der Mercedes-Benz Messestand wurde dazu komplett überarbeitet und ist konzeptionell noch stärker auf die Kunden ausgerichtet.

Dabei ist die Festhalle wohl etwas reduzierter, vermutlich ohne die teuren Zwischenebenen. Auch BMW hatte bereits angekündigt die Ausstellungsfläche von 11.000m² auf rund 3.000 m² zu reduzieren.

Das Kernthema auf der IAA 2019 ist die auf Nachhaltigkeit ausgelegte Zukunft von Mercedes-Benz. Wie diese aussieht und was sie mit universellen, menschlichen Bedürfnissen zu tun hat, erläutert Ola Källenius auf der Mercedes-Benz Pressekonferenz am 10. September ab 09:20 Uhr. Der erste Auftritt des neuen Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars auf einer der großen globalen Automobilmessen wird flankiert von einer Vielzahl an neuen Fahrzeugen.

Weltpremieren: Innovatives Showcar und neue Plug-in-Hybride

Mit einem neuen Showcar feiert ein Fahrzeug Weltpremiere, das die flexible, kundenorientierte und nachhaltige Vision der Mercedes-Benz Produkt- und Technologiemarke EQ verkörpert (hierbei handelt es sich um den Vision EQS, der im Jahr 2021 in Serie gehen wird). Außerdem erstmals zu sehen sind neue Plug-in-Hybrid Derivate von Mercedes-Benz (A, B und GLE Plug-IN-Hybride) und die vollelektrische Großraumlimousine EQV. Zudem feiert der GLB seine Messepremiere. smart, der Pionier für urbane Mobilität, zeigt in der Main-Metropole erstmals die Modellpflege seiner elektrischen Stadtflitzer. Für den Einstieg in die Welt der Driving Performance von Mercedes-AMG stellt die Marke aus Affalterbach unter anderem eine Variante des Kompakt-SUV auf Basis des GLB vor.

Fahrzeuge auf der IAA 2019 bei Mercedes:

CLA Shooting Brake (X118)
GLB (Serienversion, X247)
GLB 35 AMG 4matic
Vision EQS (elektrische S-Klasse, aber auf einer eigenständigen Plattform EVA2)
EQV (Serienversion)
EQC (Serienversion)
Plug-In-Hybride der A-KLasse, A-Klasse Limousine, B-Klasse sowie GLE
GLS (Europa-Premiere)
smart eq Facelift (fortwo, fortwo cabrio & forfour)

12.07.2019 Daimler EBIT im Q2 deutlich im Minus

Aufgrund der unten beschriebenen Themen hat die Daimler AG im zweiten Quartal 2019 ein Konzern-EBIT erzielt, das signifikant unter den Markterwartungen liegt. Das Konzern-EBIT beläuft sich auf minus 1,6 Mrd. € (Q2 2018: 2,6 Mrd. €).
Das EBIT für die Geschäftsfelder beträgt:
Mercedes-Benz Cars: minus 0,7 Mrd. € (Q2 2018: 1,9 Mrd. €)
Daimler Trucks: 0,7 Mrd. € (Q2 2018: 0,5 Mrd. €)
Mercedes-Benz Vans: minus 2,0 Mrd. € (Q2 2018: 0,2 Mrd. €)
Daimler Buses: 0,1 Mrd. € (Q2 2018: 0,1 Mrd. €)
Daimler Financial Services: 0,4 Mrd. € (Q2 2018: 0,1 Mrd. €)
Überleitung: minus 0,1 Mrd. € (Q2 2018: minus 0,1 Mrd. €)

Alle angegebenen Ergebniszahlen sind noch vorläufig und ungeprüft.

Zusätzlich zu den bereits in der Ad-hoc-Mitteilung vom 23. Juni 2019 veröffentlichten Fakten hatten die folgenden Themen maßgeblichen Einfluss auf das EBIT:
Neue Informationen haben zu einer aktualisierten Risikobewertung bezüglich Rückstellungen für einen erweiterten Rückruf von Takata-Airbags in Europa und in anderen Teilen der Welt geführt. Die Rückstellungen mussten um rund 1,0 Mrd. € erhöht werden.

Zusätzlich wurde das EBIT durch eine heute vorgenommene Neueinschätzung im Zusammenhang mit laufenden behördlichen und gerichtlichen Verfahren und Maßnahmen betreffend Mercedes-Benz Dieselfahrzeuge in verschiedenen Regionen beeinflusst, was zu einem Anstieg der erwarteten Aufwendungen um rund 1,6 Mrd. € führte. Schließlich wird eine heute vom Vorstand der Daimler AG im Rahmen der Überprüfung und Priorisierung des Produktportfolios getroffene Entscheidung das Ergebnis des Geschäftsfeldes Mercedes-Benz Vans im zweiten Quartal 2019 um rund 0,5 Mrd. € negativ beeinflussen.

Bei der Neubewertung des Ergebnisausblicks für das Jahr 2019 müssen zusätzlich zu den oben genannten Faktoren ebenfalls angepasste Absatz- und Ergebnisprognosen berücksichtigt werden, die sich aus den folgenden Faktoren ergeben:
Verlangsamte Produktionshochläufe beeinflussen die Fahrzeugverfügbarkeit im gesamten Jahr 2019 und
geringer als erwartet wachsende Automobilmärkte.

Daraus resultierend hat Daimler nun die folgenden Erwartungen für das Konzern-EBIT und für die Umsatzrenditen der Geschäftsfelder für 2019:
Das Konzern-EBIT wird nun deutlich unter dem Vorjahreswert erwartet (bisher: in der Größenordnung des Vorjahres)
Mercedes-Benz Cars erwartet nun eine Umsatzrendite von 3% bis 5% (bisher: 6% bis 8%)
Daimler Trucks erwartet unverändert eine Umsatzrendite von 7% bis 9%
Mercedes-Benz Vans erwartet nun eine Umsatzrendite von minus 15% bis minus 17% (bisher: minus 2% bis minus 4%)
Daimler Buses erwartet unverändert eine Umsatzrendite von 5% bis 7%
Daimler Financial Services erwartet unverändert eine Eigenkapitalrendite von 17% bis 19%.

Der Free Cash Flow im Industriegeschäft im zweiten Quartal 2019 wird unter dem Niveau des Vorjahresquartals liegen. Für das Geschäftsjahr 2019 kann nicht länger erwartet werden, dass der Free Cash Flow im Industriegeschäft leicht über dem Vorjahreswert liegen wird.

04.07.2019 Mercedes & BMW kooperieren beim autonomen Fahren

Ziel ist zunächst die Entwicklung von Technologie für Fahrassistenzsysteme und hochautomatisiertes Fahren auf Autobahnen sowie automatisierte Parkfunktionen (jeweils bis SAE Level 4)

Ab 2024 soll die Markteinführung in Serien-Pkw möglich sein

Umsetzung der Technologie in Serienprodukte betreiben beide Unternehmen individuell

Über 1.200 Fachleute entwickeln im Rahmen der Kooperation an den Standorten Sindelfingen und Unterschleißheim

Die Daimler AG und die BMW Group starten ihre Zusammenarbeit im Bereich automatisiertes Fahren. Vertreter beider Unternehmen haben heute einen Vertrag über eine langfristige, strategische Kooperation auf diesem Gebiet unterzeichnet. Daimler und die BMW Group wollen gemeinsam die nächste Technologiegeneration für Fahrassistenzsysteme und automatisiertes Fahren auf Autobahnen sowie automatisierte Parkfunktionen (jeweils bis SAE Level 4) entwickeln. Darüber hinaus streben die Partner auch Gespräche über eine Ausdehnung des Kooperationsumfangs in der Zukunft auf höhere Automatisierungsgrade für urbane Gegenden und Städte an. Das unterstreicht den langfristig und nachhaltig angelegten Charakter der Kooperation hin zu einer skalierbaren Plattform des automatisierten Fahrens. Die nicht-exklusive Kooperation ist offen für weitere OEM- und Technologie-Partner. Die Ergebnisse der Zusammenarbeit werden zudem weiteren OEMs zur Lizenzierung angeboten. Ziel der Zusammenarbeit ist unter anderem eine schnelle Markteinführung der Technologie: Ab dem Jahr 2024 sollen entsprechende Systeme in Pkw für Privatkunden verfügbar sein. Jedes Unternehmen wird die Ergebnisse der Entwicklungskooperation individuell in seine Serienprodukte umsetzen. Im Rahmen der Kooperation werden über 1.200 Fachleute zusammenarbeiten, zum Teil auch in gemischten Teams. Zu den Standorten zählen das Mercedes-Benz Technology Center (MTC) in Sindelfingen, das Daimler Prüf- und Technologiezentrum in Immendingen und der BMW Group Autonomous Driving Campus in Unterschleißheim bei München. Die Aufgaben sind unter anderem, eine skalierbare Architektur für Fahrassistenzsysteme inklusive Sensoren zu konzipieren, ein gemeinsames Rechenzentrum zur Speicherung, Verwaltung und Weiterverarbeitung von Daten aufzubauen sowie Funktionen und Software zu entwickeln.

In dem industrieübergreifenden Whitepaper „Safety First for Automated Driving“ haben die BMW Group und Daimler zudem gemeinsam mit Aptiv, Audi, Baidu, Continental, Fiat Chrysler, HERE, Infineon, Intel und Volkswagen das Thema Sicherheit beleuchtet. Die Publikation fasst alle relevanten Sicherheitsmethoden für das automatisierte Fahren nach SAE Level 3 und Level 4 zusammen und führt eine Methode der Nachvollziehbarkeit ein. Diese erstreckt sich vom TOP Ziel - sicherer als der durchschnittliche Fahrer - bis zu den einzelnen Sicherheitszielen der jeweiligen Komponenten. Das Whitepaper wurde am 2. Juli 2019 veröffentlicht.

Automatisiertes Fahren in der Daimler AG:
Die Daimler AG arbeitet bereits seit geraumer Zeit intensiv an Serienentwicklungsprojekten sowohl für konkrete Level 3-Fahrzeuge (verfügbar ab neuer S-Klasse W223 im Frühjahr 2020) als auch für Level 4/5-Fahrzeuge. Dabei baut Daimler auf eine lange Vorreiterrolle an aktiven Sicherheitssystemen auf, deren Funktionalitäten in weiten Teilen von Beginn an in-house programmiert werden. In San José im Silicon Valley wird 2019 der erste Pilot für Tests von Mercedes-Benz und Bosch für selbstfahrende Fahrzeuge (Level 4/5) im urbanen Bereich gestartet. Damit wird ein weiterer Meilenstein in der bestehenden Kooperation zwischen beiden Partnern erreicht und die Zusammenarbeit wie geplant fortgeführt werden. Anfang der kommenden Dekade wird Mercedes-Benz sowohl hochautomatisierte (Level 3) als auch vollautomatisierte (Level 4/5) Fahrzeuge auf den Markt bringen. Als einziger OEM weltweit ist die Daimler AG aufgrund des Gesamtportfolios vom Pkw über Van und Bus bis hin zum Lkw für alle relevanten Anwendungsfälle des autonomen Fahrens bestens positioniert und setzt daher beim automatisierten Fahren auf skalierbare Lösungen.

16.05.2019 Full-Flex-Werk in Ungarn liegt auf Eis

Daimler hat im Juni 2018 den Grundstein für das 2. Werk in Ungarn (am bisherigen Standort in Kecskemét) gelegt. Es sollten zusätzlich 2.500 Arbeitsplätze entstehen. Die Investitionssumme soll bei einer Millarden geplant gewesen sein. In diesem Werk, nach Vorbild der neuen Factory 56 für die neue S-Klasse W223 in Sindelfingen, sollten MFA2 und MRA Modelle (also Front- und Heckantriebsmodelle) inkl. Elektroversionen völlig flexibel produziert werden. Aufgrund der aktuellen konjunkturellen Entwicklung (Wachstum ist aktuell vorbei) wird der Ausbau und die Fertigstellung auf Eis gelegt. Die Inbetriebenahme könnte so um mehrere Jahre nach hinten verschoben werden bzw. ist aktuell gestoppt.

26.04.2019 Daimler Ergebnis 1Q19

Konzernabsatz im ersten Quartal 2019 mit 773.800 Einheiten 4% unter Vorjahr
Umsatz auf stabilem Niveau bei 39,7 (i. V. 39,8) Mrd. €
Konzern-EBIT in Höhe von 2,8 (i. V. 3,3) Mrd. € deutlich unter dem Vorjahr
Konzernergebnis bei 2,1 (i. V. 2,4) Mrd. € leicht unter dem Vorjahr
Free Cash Flow im Industriegeschäft hauptsächlich durch Bestandsaufbau in den ersten drei Monaten bei minus 2,0 (i. V. plus 1,8) Mrd. €
Ausblick 2019: Weiterhin leichte Steigerung bei Absatz, Umsatz und Ergebnis erwartet

Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars: „Mit diesem wie erwartet verhaltenen Jahresstart können und wollen wir uns nicht zufrieden geben. Nun gilt es, mit aller Kraft auf unsere Jahresziele hinzuarbeiten. Auf Basis unserer Absatzplanung und den bereits eingeleiteten Gegenmaßnahmen sind wir zuversichtlich, diese Ziele auch zu erreichen. In den ersten Monaten haben wir weitere Bausteine unserer Strategie konsequent umgesetzt und mehrere wichtige Projekte auf den Weg gebracht: Unsere Kooperation bei smart mit Geely sowie die Entwicklung einer gemeinsamen Plattform für autonomes Fahren und die Bündelung der Mobilitätsdienste mit der BMW Group.“

Bodo Uebber, im Vorstand der Daimler AG für Finance & Controlling und Daimler Financial Services verantwortlich: „Wir sind vergleichsweise schwach ins Jahr gestartet und haben in allen automobilen Geschäftsfeldern mit zahlreichen Herausforderungen über die gesamte Wertschöpfungskette zu kämpfen. Dies hat sich negativ auf Absatz und Ertrag ausgewirkt. Vor allem hohe Lagerbestände und Engpässe in der Lieferkette haben den Cash Flow zusätzlich erheblich belastet. Dennoch werden wir weiterhin mit Augenmaß und fokussiert in unsere Zukunft investieren.“

Die Daimler AG (Börsenkürzel DAI) ist in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld mit einem stabilen Umsatz und einem moderaten Gewinn im ersten Quartal gestartet. Der Konzernabsatz verringerte sich um 4% auf 773.800 Pkw und Nutzfahrzeuge. Der Umsatz betrug 39,7 (i. V. 39,8) Mrd. €. Auch bereinigt um positive Wechselkursveränderungen lag der Umsatz auf Vorjahresniveau.

Der Daimler-Konzern erzielte im ersten Quartal ein EBIT von 2.802 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 3.335 Mio. €. Das Konzernergebnis schwächte sich nur leicht ab auf 2.149 (i. V. 2.354) Mio. €. Das auf die Aktionäre der Daimler AG entfallende Konzernergebnis betrug 2.095 (i. V. 2.273) Mio. €; dies führte zu einem Rückgang des Ergebnisses je Aktie auf 1,96 (i. V. 2,12) €.

In allen automobilen Geschäftsfeldern ging das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück, während Daimler Financial Services von einem positiven Bewertungseffekt profitierte. Das Ergebnis von Mercedes-Benz Cars lag insbesondere aufgrund eines rückläufigen Absatzvolumens und einer veränderten Absatzstruktur unter dem Vorjahresquartal. Bei Daimler Trucks sorgten unter anderem Mehrkosten, die sich im Wesentlichen aus gestiegenen Rohmaterialpreisen und Engpässen in der Zulieferkette ergaben, für eine Ergebnisbelastung. Die Ergebnisse von Mercedes-Benz Vans und Daimler Buses waren negativ. Bei den Vans sorgten Aufwendungen im Zusammenhang mit der Anpassung von Produktionskapazitäten sowie Vorleistungen für neue Technologien und Produkte für ein Minus. Bei Daimler Buses belasteten Lieferverzögerungen aufgrund eines geänderten internen Zulassungsprozesses bei Reise- und Überlandbussen. Dagegen legte das EBIT von Daimler Financial Services im ersten Quartal deutlich zu. Ausschlaggebend hierfür war die Zusammenlegung der Mobilitätsdienste von Daimler und der BMW Group, die sich mit 718 Mio. € positiv auf das Ergebnis auswirkte.

Der Free Cash Flow des Industriegeschäfts führte im ersten Quartal zu einem Zahlungsmittelabfluss von 2,0 (i. V. Zahlungsmittelzufluss von 1,8) Mrd. €. Der starke Rückgang resultierte insbesondere aus dem Bestandsaufbau vor allem bei Mercedes-Benz Cars infolge von Modellwechseln sowie eines Absatzrückgangs aufgrund der allgemeinen Marktentwicklung und Einschränkungen bei der Fahrzeugverfügbarkeit in einigen internationalen Märkten. Zudem wirkte insbesondere bei Daimler Trucks die Entwicklung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen negativ auf das Working Capital. Des Weiteren sind die Investitionen in Sachanlagen im Konzern gestiegen.

Die Netto-Liquidität des Industriegeschäfts verringerte sich zum 1. Januar 2019 um 3,2 Mrd. € auf 13,1 Mrd. €. Grund dafür war die Einführung der Leasingnehmerbilanzierung nach IFRS 16 und dem damit verbundenen Ansatz von Leasingverbindlichkeiten für ausstehende Mietzahlungen. Darüber hinaus reduzierte sich in den ersten drei Monaten die Netto-Liquidität des Industriegeschäfts um weitere 1,7 Mrd. € auf 11,3 Mrd. €. Ursächlich für diesen Rückgang war insbesondere der negative Free Cash Flow des Industriegeschäfts.

„Wir sind vergleichsweise schwach ins Jahr gestartet und haben in allen automobilen Geschäftsfeldern mit zahlreichen Herausforderungen über die gesamte Wertschöpfungskette zu kämpfen. Dies hat sich negativ auf Absatz und Ertrag ausgewirkt. Vor allem hohe Lagerbestände und Engpässe in der Lieferkette haben den Cash Flow zusätzlich erheblich belastet. Dennoch werden wir weiterhin mit Augenmaß und fokussiert in unsere Zukunft investieren“, sagte Bodo Uebber, im Vorstand der Daimler AG für Finance & Controlling und Daimler Financial Services verantwortlich.

Zum Ende des ersten Quartals waren im Daimler-Konzern weltweit 299.956 (Jahresende 2018: 298.683; Q1 2018: 294.029) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 174.368 (Jahresende 2018: 174.663; Q1 2018: 173.882) in Deutschland tätig; 26.444 (Jahresende 2018: 26.310; Q1 2018: 24.426) waren es in den USA, 10.766 (Jahresende 2018: 10.307; Q1 2018: 10.027) in Brasilien und 9.902 (Jahresende 2018: 9.918; Q1 2018: 9.898) in Japan. Bei den konsolidierten Tochtergesellschaften in China waren Ende März 4.442 (Jahresende 2018: 4.424; Q1 2018: 4.150) Beschäftigte tätig.

Der Absatz von Mercedes-Benz Cars lag im ersten Quartal mit 555.300 verkauften Einheiten um 7% unter dem hohen Niveau des Vorjahres. Gründe für den Absatzrückgang waren unter anderem die allgemeine Marktentwicklung, Modellwechsel, Einschränkungen bei der Fahrzeugverfügbarkeit in einigen internationalen Märkten sowie eine hohe Wettbewerbsintensität.

In Europa gingen die Verkäufe um 4% auf 235.300 Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und smart zurück. Davon entfielen 78.100 Einheiten auf den Heimatmarkt Deutschland, was einem Minus von 1% entspricht. In China, dem größten Absatzmarkt von Mercedes-Benz Cars, verringerte sich der Absatz um 3% auf 173.200 Einheiten. In den USA sank der Absatz um 9% auf 64.300 Einheiten. Dagegen entwickelten sich die Verkäufe der Kompaktwagen durch den bereits im Frühjahr 2018 mit der neuen A-Klasse eingeleiteten Modellwechsel sehr positiv: Der Absatz der A-Klasse, der B-Klasse, des CLA und des CLA Shooting Brake stieg um 11% auf 108.800 Einheiten und markierte damit einen Bestwert für das erste Quartal. Der Absatz der SUVs lag mit 178.600 Einheiten um 16% unter dem Vorjahresniveau. Dennoch war in den ersten drei Monaten des Jahres erneut jedes dritte verkaufte Fahrzeug der Marke Mercedes-Benz ein SUV. Die G-Klasse verzeichnete zum Jahresauftakt einen Absatzanstieg um 53% und damit das beste erste Quartal aller Zeiten.

Der Umsatz von Mercedes-Benz Cars sank um 8% auf 21.200 (i. V. 22.998) Mio. €. Das EBIT belief sich auf 1.298 (i. V. 2.060) Mio. €. Die Umsatzrendite lag mit 6,1% unter dem Vorjahreswert von 9,0%. Ergebnisbelastend wirkten das rückläufige Absatzvolumen und eine veränderte Absatzstruktur. Darüber hinaus drückten eine schwächere Preisdurchsetzung, Wechselkurseffekte sowie Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge auf das EBIT.

Mercedes-Benz Vans steigerte die Verkäufe im ersten Quartal um 4% und verzeichnete mit 97.000 Einheiten das bisher absatzstärkste erste Quartal. In der Region EU30 stieg der Absatz um 10% auf 66.600 (i. V. 60.400) Einheiten auf einen Bestwert im ersten Quartal. In der NAFTA-Region lag der Absatz mit 11.700 (i. V. 11.300) Einheiten leicht über dem Vorjahr. In Lateinamerika stieg der Absatz um 9% auf 4.200 (i. V. 3.800) Einheiten. Dagegen schwächten sich die Verkäufe in China um 6% auf 6.100 Einheiten ab. Auch in Russland und in einem schwierigen Marktumfeld in der Türkei lagen die Verkäufe deutlich unter dem Vorjahr. Der Umsatz stieg aufgrund des höheren Absatzes um 9% auf 3.369 (i. V. 3.098) Mio. €. Das EBIT betrug minus 98 (i. V. plus 172) Mio. €. Die Umsatzrendite sank auf minus 2,9 (i. V. plus 5,6)%. Das EBIT war geprägt von Aufwendungen im Zusammenhang mit der Anpassung von Produktionskapazitäten in Russland und Argentinien. Nach Prüfung der Wirtschaftlichkeit und in Abstimmung mit dem Kooperationspartner wird auf die Produktion der Mercedes-Benz X-Klasse in Argentinien verzichtet. Darüber hinaus belasteten Vorleistungen für neue Technologien, Anlaufkosten für neue Produkte, Wechselkurseffekte und Aufwendungen für Garantien und Kulanz das Ergebnis. Des Weiteren haben laufende behördliche Verfahren und Maßnahmen für Dieselfahrzeuge das Ergebnis negativ beeinflusst. Bei Daimler Financial Services ging das Neugeschäft im ersten Quartal vor dem Hintergrund des geringeren Fahrzeugabsatzes im Konzern im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3% auf 17,3 Mrd. € zurück. Das Portfolio von Daimler Financial Services umfasste Ende März 5,3 Mio. Fahrzeuge; das entspricht einem Vertragsvolumen von 157,4 Mrd. € und damit einem Anstieg von 2% gegenüber dem Jahresende 2018. Eine positive Entwicklung verzeichnete auch das Versicherungsgeschäft. Weltweit wurden im ersten Quartal 539.000 (i. V. 523.000) Versicherungsverträge über Daimler Financial Services abgeschlossen. Das EBIT belief sich auf 1.209 (i. V. 548) Mio. €. Die Eigenkapitalrendite lag mit 35,7% über dem Vorjahreswert von 17,9%. Ausschlaggebend hierfür war die Zusammenlegung der Mobilitätsdienste des Daimler-Konzerns und der BMW Group, die sich mit 718 Mio. € positiv auf das Ergebnis auswirkte. Weitere positive Effekte ergaben sich aus dem gestiegenen Vertragsvolumen. Gegenläufig wirkten sich steigende Kreditrisikokosten in einzelnen Märkten sowie das gestiegene Zinsniveau aus. Die Daimler AG und die BMW Group haben ihre Mobilitätsdienste gebündelt und einen Verbund von fünf Joint Ventures gegründet. Das Closing erfolgte am 31. Januar 2019. Der Verbund umfasst die fünf Joint Ventures REACH NOW (Plattform für On-Demand Mobility und Multimodalität), CHARGE NOW (Laden), FREE NOW (Ride-Hailing), PARK NOW (Parken) und SHARE NOW (Carsharing). An den einzelnen Joint Ventures sind die BMW Group und die Daimler AG zu gleichen Teilen beteiligt. Die Mobilitätsangebote von BMW und Daimler haben seit ihrer Gründung eine starke Kundenbasis aufgebaut und verfügen derzeit über rund 66 Mio. Kunden. „Mit der Bündelung der Mobilitätsdienste mit der BMW Group haben wir uns im Wachstumsmarkt der urbanen Mobilität eine sehr gute Ausgangsbasis verschafft. Aus der Zusammenlegung konnten wir einen positiven Ergebniseffekt verbuchen. Dieser spiegelt den hohen Wertzuwachs unserer Mobilitätsdienste wider, von dem wir als Pionier des stationsunabhängigen Carsharing mit car2go nun profitieren. Auch in Zukunft werden wir in aussichtsreiche Geschäftsmodelle investieren. Effizienz und eine nachhaltige Profitabilität sind dafür unumgänglich“, sagte Uebber.

Ausblick Geschäftsfelder
Auf Basis der Annahmen für die Entwicklung der für Daimler wichtigen Märkte und der aktuellen Einschätzungen der Geschäftsfelder erwartet das Unternehmen für das Jahr 2019 einen leichten Anstieg des Konzernabsatzes.
Mercedes-Benz Cars kalkuliert für das Gesamtjahr 2019 mit einer leichten Zunahme der Verkäufe. Die Absatzentwicklung wird maßgeblich von Lebenszykluseffekten bestimmter Baureihen beeinflusst. Insgesamt beabsichtigt Mercedes-Benz, im Jahr 2019 über ein Dutzend neue und überarbeitete Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Vor allem die neuen Kompaktwagen, unter anderem die neue B-Klasse, die A-Klasse Limousine sowie der neue GLB, das achte Modell im Kompaktwagensegment, dürften sich positiv im Absatz niederschlagen. Absatzimpulse sind vor allem in der zweiten Jahreshälfte auch im wachstumsstarken Segment der SUVs zu erwarten. Daimler Trucks geht für das Jahr 2019 von einer leichten Steigerung des Absatzes gegenüber dem Vorjahr aus. Sowohl in der NAFTA-Region als auch in der Region EU30 erwartet das Geschäftsfeld im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Verkaufsplus. In Japan dürften die Verkäufe in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen. In Brasilien wird mit einem Absatz gerechnet, der das niedrige Niveau des Vorjahres deutlich übertrifft. In Indien sollten die Verkäufe den Vorjahresabsatz übersteigen. Angesichts der weiterhin bestehenden erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten geht Daimler Trucks in der Türkei von deutlich rückläufigen Verkäufen aus. Auch in Indonesien wird mit einem Absatzminus gerechnet.

Die insgesamt eher verhaltene Ergebnisentwicklung im Automobilgeschäft wird sich auch im Free Cash Flow des Industriegeschäfts niederschlagen. Belastend werden sich die weiterhin hohen Vorleistungen für neue Produkte und Technologien auswirken. Hinzu kommen die Kosten für das „Projekt Zukunft“ zur Umsetzung der neuen Konzernstruktur. Unter diesen Voraussetzungen geht Daimler davon aus, dass der Free Cash Flow des Industriegeschäfts leicht über dem Vorjahreswert liegen dürfte. „Das Erreichen der Ziele für 2019 ist nach dem ersten Quartal nicht einfacher geworden. Um diese Ziele und unsere strategischen Renditeansprüche in allen Geschäftsfeldern wieder zu erfüllen, sind in diesem Jahr und in den nächsten Jahren große Kraftanstrengungen und ein fokussierter Mitteleinsatz unumgänglich. Wir müssen daher im gesamten Unternehmen die Lieferbereitschaft steigern, die Kosten senken und Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz sowie der Flexibilität verstärken. Denn angesichts der großen Veränderungen in der Automobilbranche und bei der individuellen Mobilität führt an kurzfristigen Sparmaßnahmen und langfristigen Weichenstellungen kein Weg vorbei. Mit der neuen Konzernstruktur schaffen wir bereits jetzt die Basis, um den neuen Tochtergesellschaften einen größeren unternehmerischen Gestaltungsspielraum zu geben, um weitere Erlös- und Geschäftspotenziale zu erschließen. Wir werden den Konzern in allen Dimensionen noch stärker in Richtung Nachhaltigkeit ausrichten“, sagte Zetsche.

27.03.2019 Mercedes & BMW, smart & Geely ?

Die Elektromobilität stellt die Autohersteller vor eine große Zerreißprobe. Während VW mit den Submarken Audi, VW, Skoda und Seat einen neuen markenübergreifenden Elektrobaukasten MEB entwickelt haben, der ab dem 08.05.2019 in Form des VW id.3 (Projekt ID neo) vorbestellt werden kann, können sich Hersteller wie Mercedes und BMW nicht so ohne weiteres die parallele Entwicklung von Verbrenner und E-Plattformen aufgrund geringerer Stückzahlen leisten.
So baut der EQC bspw. als EVA 1 auf dem GLC auf. Die EQA und EQB Modelle (EVA1.5) basieren zu einem Großteil auf der MFA2 Plattform der neuen A (W/V/Z177), B (W247), CLA (C/X118) Plattform (zur IAA im September kommt noch der GLB (X247)). Der EQV basiert auf der V-Klasse.
Erst die Modelle EQS, EQE sowie der elektrische GLE basieren auf der EVA2 Plattform die rein für Elektroautos entwickelt wird. Sie sind nicht vom einer Verbrennerplattform abgeleitet. Hier muss man weniger Kompromisse bei der Unterbringung der Batterien eingehen.
BMW steht vor ähnlichen Problemen. Daher haben BMW und Mercedes nun beschlossen einen gemeinsamen Elektrokleinwagen zu bauen. Bei BMW wird dieser "i2" den teuren Carbon i3 ersetzen. Bei Mercedes wird das Fahrzeug leicht unterhalb der A-Klasse bzw. EQA positioniert. Der Einstiegspreis soll unter 30.000 EUR betragen. Der Markstart der beiden Fahrzeuge ist für das Jahr 2024 vorgesehen.

Bei smart sieht die Situation etwas bedrohlicher aus. Die Bestellungen der Verbrenner des fortwo und forfour werden am 30.06.2019 eingestellt. Der Vertrieb muss dann mit deutlich weniger verkauften Autos praktisch die gleichen Vertriebs- und Marketingkosten tragen. Erst zur IAA wird das Facelift des smart EQ fortwo und EQ forfour vorgestellt, welche dann ab dem 4. Quartal ausgeliefert werden. Ein Batterieupdate wäre wünschenswert. Die Meldungen gehen jedoch auseinander, ob es wirklich kommt.

Aufgrund der Entwicklungszeiten von 3-4 Jahren muss man sich aber nun schon Überlegungen für ein komplett neues Modell hingeben. Renault wird wohl als weiterer Kooperationspartner mit dem Twingo ausscheiden. Da soll der neue Daimler Anteilseigner Geely (dem schon Volvo gehört) ins Spiel kommen. Geely produziert in China viele Kleinwagen mit Elektroantrieb. Es gibt hier also Überlegungen smart zu 50% an Geely zu verkaufen und die Produktion in ein Geely Werk nach China zu verlagern. Das Werk Hambach würde sich dann auf die Produktion des EQB (2021) vollständig konzentrieren.
Im schlimmsten Fall würde smart mit Auslaufen der Baureihe 453 komplett vom Markt verschwinden.

06.02.2019 Daimler Ergebnis 2018 & Produktionsprobleme

Konzernabsatz plus 2,4% auf 3,4 (i.V. 3,3) Mio. Fahrzeuge

Konzernumsatz steigt um 2% auf 167,4 (i. V. 164,2) Mrd. €

Konzern-EBIT mit 11,1 (i. V. 14,3) Mrd. € auf hohem Niveau

Konzernergebnis von 7,6 (i. V. 10,6) Mrd. €

Dividende in Höhe von 3,25 (i.V. 3,65) € pro Aktie vorgeschlagen

Ausblick 2019: Leichte Steigerung bei Absatz, Umsatz und EBIT erwartet

Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz in den automobilen Geschäftsfeldern

Unterdessen hat Dr. Zetsche eingeräumt, dass es Produktionsprobleme beim neuen Sprinter im Werk Düsseldorf und Charleston (USA) gibt. Die Produktionszahlen sind noch nicht so wie gedacht. Dies führte zu einem deutlichem Rückgang der EBIT im Bereich Mercedes-Benz Vans von 1,1 Mrd. EUR auf 312 Mio. EUR.

Ähnliches Probleme gibt es auch bei der A-Klasse Limousine (V177). Sie wird im neuen Werk in Mexiko gebaut. Die Hochlaufkurve ist hier deutlich flacher als angenommen.

Weitere Anlaufprobleme gibt es auch beim neuen GLE (V167). Man hat im Werk Tuscaloosa die Automation und Digitalisierung deutlich erhöht und hat nun auch erst einmal mit Problemen zu kämpfen. So wurde auch die Markeinführung von 16.02.19 auf den 23.03.2019 verschoben. Es ist also insgesamt damit zu rechnen, dass die Verkäufe im 1. Quartal 2019 geringer ausfallen könnten.


Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars: „Für Daimler war 2018 ein Jahr mit starkem Gegenwind. Das hat sich auch in unseren Ergebnissen und unserem Aktienkurs niedergeschlagen. Trotzdem haben wir dem Gegenwind standgehalten und sind bei zentralen Zukunftsthemen substanziell vorangekommen. Das verdanken wir nicht zuletzt unserem starken Kerngeschäft. Für alle Divisionen gilt: Ein profitables Geschäft ist die Voraussetzung, um auch künftig in neue Technologien und Produkte investieren zu können.“

Bodo Uebber, Vorstand der Daimler AG für Finance & Controlling und Daimler Financial Services: „Daimler verfügt weiterhin über eine hohe Nettoliquidität und eine robuste Bilanz. Damit wir auch in Zukunft konsequent in weiteres Wachstum und neue Technologien investieren können, müssen wir unsere Effizienz weiter verbessern. Die Vorbereitungen für unser »Projekt Zukunft« kommen gut voran und laufen planmäßig.“

Das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars umfasst die Marken Mercedes-Benz mit den Submarken Mercedes-AMG, Mercedes-Maybach und Mercedes me sowie die Marke smart und die neue Marke EQ für Elektromobilität. Im Berichtsjahr hat sich das Geschäftsfeld in einem wettbewerbsintensiven Umfeld gut behauptet: Der Absatz erreichte im Jahr 2018 trotz schwieriger Rahmenbedingungen insgesamt 2.382.800 (i. V. 2.373.500) Fahrzeuge und damit abermals ein Rekordniveau. Der Umsatz lag mit 93,1 (i. V. 94,4) Mrd. € nahezu auf dem hohen Vorjahresniveau. Beim EBIT war nach dem Rekordwert im Vorjahr ein Rückgang um 18% auf 7.216 (i.V. 8.843) Mio. € zu verzeichnen. Die Umsatzrendite betrug 7,8 (i.V. 9,4)%.

„Mercedes-Benz hat beim Absatz das achte Rekordjahr in Folge erzielt. Damit sind wir weiter die führende Premiummarke. Die hohe Kundennachfrage zeigt, dass wir mit unserem Modellportfolio und der strategischen Ausrichtung richtig unterwegs sind“, sagte Zetsche. Die Pkw der Marke Mercedes-Benz erfreuten sich im Berichtsjahr weiterhin einer ungebrochen hohen Nachfrage. Die Absatz-entwicklung wurde maßgeblich von Lebenszykluseffekten bei verschiedenen Baureihen beeinflusst. Dazu zählten die Modellwechsel in der Kompaktklasse und die Modellpflege bei der volumenstarken C-Klasse. Hinzu kamen erhöhte Einfuhrzölle für in den USA produzierte Fahrzeuge im chinesischen Markt sowie Auslieferstopps bei einzelnen Dieselmodellen. Auch die Fahrzeugzertifizierung dauerte teilweise länger als üblich und wirkte sich auf die Verfügbarkeit aus.

Die negative Ergebnisentwicklung war auf Aufwendungen im Zusammenhang mit den laufenden behördlichen Verfahren und Maßnahmen für Dieselfahrzeuge zurückzuführen. Darüber hinaus belasteten Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge sowie eine schwächere Preisdurchsetzung das EBIT. Eine ungünstige Wechselkursentwicklung und höhere Aufwendungen für Rohstoffe wirkten sich ebenfalls ergebnismindernd aus. Gegenläufig ergab sich ein positiver Effekt aus der Bewertung der Anteile an der Aston Martin Lagonda Global Holdings plc zum beizulegenden Zeitwert (111 Mio. €). Im Vorjahr war das Ergebnis durch Aufwendungen im Zusammenhang mit freiwilligen Servicemaßnahmen sowie einer Rückrufaktion (425 Mio. €) belastet gewesen. Gegenläufig hatten im Jahr 2017 Erträge im Rahmen der Beteiligung eines neuen Investors am digitalen Kartendienst HERE (183 Mio. €) das Ergebnis positiv beeinflusst.

Investitionen in Zukunft nochmals erhöht Um das Kerngeschäft zu stärken und die Chancen aus der Transformation der Automobil-industrie zu nutzen, wurden im Berichtsjahr die Investitionen nochmals erhöht. Daimler will aus einer führenden Position heraus den tiefgreifenden technologischen Wandel in der Automobilindustrie federführend mitgestalten und bei der Entwicklung der Zukunftsfelder CASE (Connectivity, Autonomous, Shared & Services und Electric) auch künftig eine Vorreiterrolle einnehmen. Dies erfordert umfangreiche Investitionen in innovative Produkte und neue Technologien sowie in die Erweiterung des weltweiten Produktionsnetzwerks. Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen im Geschäftsjahr auf 9,1 (i.V. 8,7) Mrd. €. Diese stehen in erster Linie im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Modelle sowie der Modellpflege, mit der Weiterentwicklung von effizienten und umweltschonenden Antriebsarten sowie Sicherheitstechnologien, mit dem autonomen Fahren und mit der digitalen Vernetzung der Produkte. Die Investitionen in Sachanlagen wurden von einem bereits hohen Niveau ausgehend nochmals deutlich auf 7,5 (i. V. 6,7) Mrd. € erhöht. Umfangreiche Mittel flossen bei Mercedes-Benz Cars in die Zukunftsfähigkeit und Modernisierung der deutschen Produktionsstandorte, in die Erweiterung des globalen Produktionsnetzwerks sowie die Vorbereitung der Produktion auf die Elektromobilität. Daimler Trucks investierte unter anderem in neue Produkte sowie die Optimierung des weltweiten Produktionsnetzwerks. Bei Mercedes-Benz Vans standen die Investitionen in die Produktion der neuen Sprinter-Generation im Vordergrund.

Erfolgreiche Strategie: CORE, CASE, CULTURE, COMPANY, CUSTOMER
Durch fünf eng miteinander verknüpfte Bausteine treibt Daimler den größten Wandel in der Unternehmensgeschichte voran. Im Rahmen der 5C-Strategie soll das globale Kerngeschäft gestärkt (CORE) und gleichzeitig eine führende Rolle in den Zukunftsfeldern (CASE) besetzt werden. Darüber hinaus werden die Unternehmenskultur erneuert (CULTURE) sowie die kunden- und marktorientierten Strukturen gestärkt (COMPANY). Im Zentrum der Aktivitäten steht das fünfte und wichtigste C: der Kunde (CUSTOMER). Ziel ist es, die Prozesse und die Organisation noch stärker kundenzentriert auszurichten, um die besten Produkte und Lösungen für die vielfältigen Mobilitätsbedürfnisse der Kunden zu entwickeln.

„Ziel der 5C-Strategie von Daimler ist es, das Unternehmen für die Herausforderungen und Chancen des neuen Mobilitätszeitalters aufzustellen, ein führender Fahrzeughersteller zu bleiben und gleichzeitig ein führender Anbieter von Mobilitätsdiensten zu werden“, sagte Uebber. „Auch die Vorbereitungen für unser »Projekt Zukunft« mit der Umwandlung der automobilen Geschäftsfelder in rechtlich selbstständige Einheiten und der Daimler AG als Dachgesellschaft kommen gut voran und laufen planmäßig.“

Im Oktober 2017 hatte Daimler das »Projekt Zukunft« erstmals angekündigt. Die Zustimmung der Aktionäre zur Umsetzung der neuen Struktur soll auf der Hauptversammlung am 22. Mai 2019 eingeholt werden. Das Projekt sieht die Umwandlung der heutigen Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars und Mercedes-Benz Vans in die Mercedes-Benz AG sowie Daimler Trucks und Daimler Buses in die Daimler Truck AG als jeweils rechtlich selbstständige Unternehmen vor. Die bereits rechtlich selbstständige Daimler Financial Services AG, die schon heute für die Mobilitätsangebote innerhalb des Konzerns steht, wird voraussichtlich ab Juli 2019 Daimler Mobility AG heißen.

Die Daimler AG als Dachgesellschaft wird Governance-, Strategie- und Steuerungsfunktionen wahrnehmen sowie konzernübergreifende Dienstleistungen anbieten und bestehende Synergien sichern. Die Verantwortung für die konzernweite Finanzierung wird weiterhin bei der allein börsennotierten Daimler AG als operativer Management-Holding liegen.

Mit rechtlich selbstständigen Geschäftseinheiten schafft Daimler eine größere Nähe zum Kunden und ermöglicht eine punktgenauere Marktbearbeitung. Damit können die einzelnen Geschäftseinheiten schneller und präziser auf neue Trends, Technologiesprünge und unvorhergesehene Marktentwicklungen reagieren. Durch die Zuweisung größerer Verantwortung an das Management in den neuen rechtlichen Einheiten unterhalb der Daimler AG erhöhen sich zudem unternehmerische Handlungsspielräume und das Innovationstempo. Gleichzeitig will das Unternehmen dem immer schnelleren technologischen Wandel Rechnung tragen. Im Verbund des Daimler-Konzerns sollen weiterhin Größenvorteile und Synergien erhalten werden.

„Unser Anspruch ist klar: Wir wollen den technologischen Wandel von der Spitze weg gestalten. Dazu haben wir bereits eine neue Unternehmens- und Führungskultur etabliert. Darüber hinaus arbeiten wir an unserem Selbstverständnis, unserem Purpose. Für unser größtes Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars ist der Leitsatz: »First move the world«. In den anderen Geschäftsfeldern sind wir ebenfalls dabei, ein Selbstverständnis zu erarbeiten“, sagte Zetsche. Unternehmen mit einem tieferen Sinn sind nachweislich erfolgreicher: Purpose inspiriert Innovation, steigert die Leistung und Kundenzufriedenheit und motiviert Mitarbeiter. Mehr dazu: https://www.daimler.com/konzern/corporate-governance/vorstand/zetsche/linkedin/why.html

Ausblick: Weltwirtschaft mit solidem Wachstum
Zu Jahresbeginn 2019 weist die Weltwirtschaft ein etwas schwächeres Wachstumstempo auf als im Vorjahr, entwickelt sich aber insgesamt weiterhin solide. Daimler geht davon aus, dass sich diese moderate Verlangsamung auch im weiteren Jahresverlauf fortsetzen wird. Dabei sind vor allem die Wachstumsperspektiven für die Industrieländer etwas verhaltener als im Vorjahr, während sich die Schwellenländer in Summe auf einem ähnlichen Wachstums-niveau entwickeln sollten. Insgesamt dürfte die Weltwirtschaft im Jahr 2019 mit einem Wachstum von knapp 3% zwar immer noch solide, aber spürbar langsamer expandieren als im Vorjahr. Daimler rechnet damit, dass die weltweite Pkw-Nachfrage im Jahr 2019 auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Die Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw dürfte in den für Daimler relevanten Regionen unterschiedlich ausfallen, insgesamt wird aber mit weiterhin günstigen Marktbedingungen gerechnet.

Ausblick: Automobilabsatz wird weiter steigen
Mit einem attraktiven und innovativen Modellportfolio strebt Mercedes-Benz Cars an, den Wachstumskurs im Jahr 2019 fortzusetzen. Insgesamt soll der Absatz leicht gesteigert und damit abermals ein Rekordwert erreicht werden. Im Jahr 2019 beabsichtigt Mercedes-Benz mehr als ein Dutzend neue und überarbeitete Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Vor allem die neuen Kompaktwagen dürften sich positiv im Absatz niederschlagen. Auch im wachstumsstarken Segment der Geländewagen ist Mercedes-Benz mit den neuen GLE und GLS sowie der Modellpflege des beliebten GLC gut positioniert. Mercedes-AMG sollte im Jahr 2019 ein Garant für den Erfolg im Performance-Segment sein.

Unter der Produkt- und Technologiemarke EQ, die für »Elektrische Intelligenz« steht, werden sowohl Fahrzeuge als auch Services rund um die Elektromobilität angeboten. Bis zum Jahr 2022 will Mercedes-Benz Cars das gesamte Portfolio elektrifizieren. Ziel ist es, den Kunden in jedem Segment unterschiedliche elektrifizierte Alternativen anbieten zu können: vom smart über die Kompaktwagen bis zum großen SUV. Im Jahr 2019 kommt der erste vollelektrische SUV von Mercedes-Benz, der EQC (Stromverbrauch kombiniert: 22,2 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, vorläufige Angaben), auf den Markt. Insgesamt soll das Portfolio bis zum Jahr 2022 mehr als 130 elektrifizierte Varianten umfassen. Darin enthalten sind vollelektrische Fahrzeuge, Plug-in-Hybride und Modelle mit 48-Volt-Technologie. Bis zum Jahr 2025 sollen, abhängig vom Ausbau der öffentlichen Infrastruktur und von den Kundenpräferenzen, 15 bis 25% der verkauften Pkw rein elektrisch sein. Dafür plant Mercedes-Benz Cars mehr als zehn reine Elektro-Pkw auf den Markt zu bringen. Als Pionier des elektrischen Fahrens strebt die Marke smart als erste Automobilmarke den konsequenten Umstieg vom Verbrenner auf den Elektroantrieb an. Nach der Umstellung in den USA und Kanada wird die Marke smart bis zum Jahr 2020 auch in Europa vollständig auf den elektrischen Antrieb setzen. Der Rest der Welt soll kurz darauf folgen.

Ausblick: Konzern-EBIT leicht über dem Niveau des Vorjahres
Auf Basis der erwarteten Marktentwicklung sowie der Planungen der Geschäftsfelder rechnet Daimler damit, dass das Konzern-EBIT im Jahr 2019 leicht über dem Niveau des Jahres 2018 liegen wird. Darin enthalten ist auch ein signifikanter, positiver Bewertungs- und Ergebniseffekt im Geschäftsfeld Daimler Financial Services aus der Zusammenlegung der Mobilitätsdienste der Daimler AG und der BMW Group. Das erwartete Absatz- und Umsatzwachstum in allen Geschäftsfeldern wird positiv zur Ergebnisentwicklung beitragen.

Dämpfend auf das Konzern-EBIT wirken sich die weiterhin sehr hohen Vorleistungen aus: für die Modelloffensiven, für innovative Technologien, insbesondere zur Senkung von Verbrauchswerten und zur Elektrifizierung, für die Digitalisierung der Produkte und Prozesse sowie für den Ausbau und die Modernisierung der weltweiten Produktionskapazitäten. Dazu kommen der signifikante Anstieg der Materialkosten durch höhere Rohstoffpreise sowie negative Wechselkurseffekte bei Mercedes-Benz Cars und Mercedes-Benz Vans. Außerdem ist für das Jahr 2019 auf Konzernebene ein mittlerer dreistelliger Millionenbetrag für die Umsetzung der neuen Unternehmensstruktur (»Projekt Zukunft«) eingeplant. Bei Daimler Financial Services dürfte das Ergebnis durch die Normalisierung der Kreditrisikokosten sowie durch weitere Investitionen in den Ausbau der Digitalisierung sowie der Mobilitätsdienst-leistungen belastet werden.

Für die Prognose der Profitabilität der Geschäftsfelder wird Daimler ab sofort anstelle des EBIT die Umsatzrendite (Return on Sales – RoS) und für Daimler Financial Services die Eigenkapitalrendite (Return on Equity – RoE) heranziehen. Damit wird eine Verbindung der Prognose für das laufende Geschäftsjahr und den strategischen Zielrenditen hergestellt. Die einzelnen Geschäftsfelder haben für das Jahr 2019 die folgenden Renditeerwartungen:
Mercedes-Benz Cars: Umsatzrendite 6% bis 8%
Daimler Trucks: Umsatzrendite 7% bis 9%
Mercedes-Benz Vans: Umsatzrendite 5% bis 7%
Daimler Buses: Umsatzrendite 5% bis 7%
Daimler Financial Services: Eigenkapitalrendite 17% bis 19%

Ausblick: Zukunftsinvestitionen auf hohem Niveau „Daimler verfügt weiterhin über eine hohe Nettoliquidität und eine robuste Bilanz. Damit wir auch in Zukunft konsequent in weiteres Wachstum und neue Technologien investieren können, müssen wir unsere Effizienz weiter verbessern und daran arbeiten, Daimler so flexibel wie möglich aufzustellen“, sagte Uebber. Insgesamt wird Daimler 2019 und 2020 knapp 15 Mrd. € in Sachanlagen sowie mehr als 18 Mrd. € in Forschungs- und Entwicklungsprojekte investieren. Über alle industriellen Geschäftsfelder hinweg treibt Daimler die Entwicklung von neuen, emissionsarmen Verbrennungsmotoren, der Elektromobilität sowie der Konnektivität der Fahrzeuge voran und arbeitet an innovativen Sicherheitstechnologien für das automatisierte und autonome Fahren. Bei Mercedes-Benz Cars fließt ein Großteil der Investitionen in die Erneuerung des Produktportfolios. Die wichtigsten Einzelprojekte sind die Nachfolgemodelle für die neue C-Klasse, die S-Klasse, die neuen Kompaktfahrzeuge sowie der weitere Ausbau der Modellpalette der Produkt- und Technologiemarke EQ. Bei Daimler Trucks spielen zusätzlich maßgeschneiderte Produkte und Technologien für wichtige Wachstumsmärkte eine große Rolle.

22.01.2019 9. Batteriewerk von Mercedes wird in Polen gebaut

Im Zuge der Elektrooffensive baut Mercedes-Benz Cars eine Batteriefabrik am polnischen Standort Jawor und erweitert damit den globalen Batterie-Produktionsverbund auf neun Fabriken. „Wir werden bis 2022 das gesamte Portfolio elektrifizieren und unseren Kunden in jedem Segment verschiedene elektrifizierte Alternativen anbieten. Dazu gehören auch mehr als zehn reine Elektro-Pkw. Die Batterien dafür produzieren wir selbst und sehen darin einen wichtigen Erfolgsfaktor im Zeitalter der Elektromobilität. Nach der Produktion von Hightech-Motoren bringen wir nun eine weitere Zukunftstechnologie nach Polen. Die Batteriefabrik in Jawor ist das zweite große Investment an diesem neuen Mercedes-Benz Standort“, sagt Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain.

In Jawor, rund 100 km von der Grenze zu Deutschland entfernt, entsteht derzeit eine hochmoderne Motorenfabrik, in der Vierzylinder-Motoren für Hybridfahrzeuge und konventionell angetriebene Pkw hergestellt werden sollen. Die erste Produktionsstätte von Mercedes-Benz Cars in Polen wird über 1.000 Mitarbeiter beschäftigen. „Die Entscheidung von Mercedes-Benz Cars, die Produktion von Elektrobatterien für neue Fahrzeugtypen in Jawor zu starten, zeigt, dass Unternehmen, die in unserem Land produzieren, das Investitionsklima positiv bewerten und weiter wachsen wollen. Wir erleben die industrielle Revolution 4.0 mit, in der Polen eine führende Rolle spielt. Umso mehr freuen wir uns, dass in Jawor nicht nur traditionelle Motoren, sondern auch die Herzen der Autos der Zukunft, nämlich elektrische Batterien, produziert werden“, sagt Mateusz Morawiecki, Ministerpräsident Polen.

Die neue Motorenproduktion in Jawor wird im Jahr 2019 anlaufen, versorgt werden die Pkw-Werke von Mercedes-Benz Cars in Europa und der ganzen Welt. Mit der Erweiterung um eine Batteriefabrik auf dem bestehenden Werksgelände entstehen dort rund 300 zusätzliche neue Arbeitsplätze. Die Batteriemontage wird mit modernsten Technologien ausgestattet sein. Die Serienproduktion von Batterien für Fahrzeuge der Produkt- und Technologiemarke EQ soll Anfang der nächsten Dekade starten.

Mercedes-Benz Cars gehört zu den ersten großen Industrieunternehmen in Polen, die Verträge mit lokalen Ökostrom- und Wärmeversorgern abgeschlossen haben. Sowohl die Motorenfabrik als auch die Batteriefabrik werden CO2-neutral mit Energie versorgt. Innerhalb des globalen Produktionsnetzwerks von Mercedes-Benz Cars gehört Jawor damit zu den Vorreitern.

Globaler Batterie-Produktionsverbund
Daimler investiert mehr als eine Milliarde Euro in einen globalen Batterie-Produktionsverbund innerhalb des weltweiten Produktionsnetzwerks von Mercedes-Benz Cars. Aktuell besteht der Batterie-Produktionsverbund aus acht Fabriken an sechs Standorten auf drei Kontinenten:
In Kamenz läuft die Batterieproduktion bereits seit 2012. Zudem entsteht derzeit eine zweite Batteriefabrik am Standort. Die Serienproduktion startet im Frühjahr 2019.
Im Mercedes-Benz Werk Untertürkheim ist in den Werkteilen Brühl und Hedelfingen jeweils eine Batteriefabrik geplant.

Daimler und BAIC bauen aktuell gemeinsam eine lokale Batterieproduktion am bestehenden Standort im Yizhuang Industrial Park in Peking (China).

In der Nähe des bestehenden Mercedes-Benz Werks in Tuscaloosa (USA) wurde mit dem Bau einer Batteriefabrik begonnen.

Gemeinsam mit dem lokalen Partner Thonburi Automotive Assembly Plant (TAAP) errichtet Mercedes-Benz Cars eine Batterieproduktion in Bangkok (Thailand).

Im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen wird eine neue Batteriefabrik entstehen.

Mit Jawor wächst der globale Batterie-Produktionsverbund auf neun Fabriken an sieben Standorten auf drei Kontinenten.

Kauf von Zellen sichert bestmögliche Technologie
Die Intelligenz der Batterie steckt in einem hochkomplexen Gesamtsystem. Daimler konzentriert sich daher auf die Kernkompetenz der Batteriemontage. Zellen sind eine wichtige Komponente der Batterie. Daimler kauft die Zellen auf dem Weltmarkt zu und beauftragt die Lieferanten nach speziellen Vorgaben zu fertigen. So sichert sich das Unternehmen die bestmögliche Technologie. Mit dem Kauf von Batteriezellen für mehr als 20 Milliarden Euro schafft das Unternehmen die Voraussetzung für den konsequenten Wandel hin zur elektrischen Zukunft. Eingesetzt werden die Zellen in der Elektroflotte, vom Elektro-smart und SUV, über Transporter und Busse bis hin zu Lkw der Leicht- und Schwerklasse, sowie Fahrzeugen der nächsten Generation der Produkt- und Technologiemarke EQ.

12.12.2018 Daimler bekommt Windenergie für EQC & Batterieproduktion

Mercedes-Benz Cars geht gemeinsam mit Statkraft den ersten Schritt auf dem Weg zur Umsetzung einer CO2-neutralen Energieversorgung der deutschen Werke. Dies ist ein weiterer Baustein der Produktionsstrategie von Mercedes-Benz Cars - digital, flexible, green. Der Stromabnahmevertrag ermöglicht Mercedes-Benz Cars den direkten Bezug von Strom aus Windkraftanlagen in Deutschland, deren Förderung aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nach 2020 ausläuft. Damit sichert Mercedes-Benz Cars den wirtschaftlichen Betrieb von Bestandsanlagen, die so weiterhin ihren Beitrag zum Erreichen der Klimaziele in Deutschland leisten können. Der Stromabnahmevertrag ist damit ein wichtiger Beitrag zur deutschen Energiewende.

Der norwegische Energieversorger Statkraft liefert den regenerativ erzeugten Strom aus insgesamt sechs Bürgerwindparks. Dieser wird für die Energieversorgung des Mercedes-Benz Werks in Bremen sowie für die deutschen Batteriestandorte wie beispielsweise Kamenz und Stuttgart-Untertürkheim eingesetzt werden.

„Wir verfolgen bei Mercedes-Benz Cars die Strategie digital, flexible, green in unserer weltweiten Produktionsorganisation. Dazu gehört unter anderem, dass wir alle unsere deutschen Werke bis 2022 mit CO2-neutraler Energie versorgen werden. Als erstes Industrieunternehmen in Deutschland nutzen wir Strom aus sechs Windparks und sichern so schon heute den Weiterbetrieb. Damit gehen wir einen wichtigen Schritt in der Umsetzung unserer CO2-neutralen Produktion und unterstreichen unsere gesellschaftliche Verantwortung“, so Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain. Statkraft ist Europas größter Erzeuger erneuerbarer Energie und ein bedeutender Akteur im Energiehandel. Als führender PPA-Anbieter (Power Purchase Agreement) bringt der Konzern europaweit Stromerzeuger und Unternehmen aus Gewerbe und Industrie zusammen und entwickelt neue Konzepte, die einen Mehrwert für beide Seiten bieten. In Deutschland vermarktet Statkraft erneuerbare Anlagen mit einer Leistung von 10.000 MW und ist damit Marktführer. Die Lieferung des Stroms aus den Windparks wird in die bestehende Stromversorgung durch die Enovos Energie Deutschland GmbH eingebunden. Enovos stellt vor allem die Abrechnung, die Netznutzung und die Integration der Grünstrommengen in das Stromportfolio der Mercedes-Benz Werke sicher.

„Die Kooperation mit innovativen Unternehmen wie Daimler, Enovos und Windpionieren wie den Bürgerwindparks ermöglicht es uns, die Marktintegration von erneuerbaren Energien in Deutschland und Europa voranzutreiben“, sagt Dr. Carsten Poppinga, Geschäftsführer von Statkraft in Deutschland. „Dieser Vertrag untermauert unsere führende Position in Europa bei der direkten Versorgung von Industriekunden mit Strom aus nicht geförderten, erneuerbaren Anlagen. Wenn marktorientiertes Handeln, eine gezielte Vermarktung und ein effizienter Anlagenbetrieb zusammenkommen, ist in vielen Fällen ein Betrieb ohne Förderung möglich“, so Poppinga weiter.

„Die Integration der nicht EEG-geförderten erneuerbaren Energien in klassische Energieliefermodelle ist zukünftig von zentraler Bedeutung für unsere Zielgruppe der großen Industrieunternehmen. Vor diesem Hintergrund ist die erfolgreiche Abwicklung der Grünstrombelieferung unseres langjährigen Energiekunden Daimler gemeinsam mit Statkraft ein wichtiger Schritt“, erläutert Andreas Loh, Geschäftsführer von Enovos Energie Deutschland GmbH.

Die insgesamt sechs Windparks mit 31 Turbinen stehen in einem Umkreis von rund 25 Kilometern um die niedersächsische Hauptstadt Hannover sowie in Bassum, 30 Kilometer südlich von Bremen. Die Anlagen erzeugen ca. 74 GWh pro Jahr und haben eine installierte Leistung von 46 MW. Zwischen 1999 und 2001 in Betrieb genommen, wird deren Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz nach 20 Jahren auslaufen.

Der im Windpark erzeugte Grünstrom wird nach Inkrafttreten des Vertrags in das Netz eingespeist und zeitgleich von den Mercedes-Benz Werken aus dem Netz entnommen. Die Stromleistung ist entsprechend dem unterschiedlichen Ende der EEG-Förderung der einzelnen Anlagen gestaffelt, für 2021 sind 33,1 Millionen Kilowattstunden (KWh) geplant. In den Jahren 2022 bis 2024 werden es voraussichtlich 74 Millionen KWh sein und 2025 sieht der Vertrag eine Lieferung von 21,8 Millionen KWh vor. Genutzt wird dieser grüne Strom beispielsweise für die Produktion des Elektroautos EQC im Mercedes-Benz Werk Bremen. Die Elektro-Offensive von Mercedes-Benz wird mit dem Ansatz einer CO2-neutralen Energieversorgung der Werke konsequent fortgeführt.

Ende der EEG-Förderung ab 2021
Das EEG garantierte den Windpark-Betreibern bisher eine feste geförderte Vergütung für die Abnahme des Stroms. Ab dem 1. Januar 2021 läuft bei etwa 6.000 deutschen Windkraftanlagen die EEG-Förderung aus. Insgesamt entspricht dies einer installierten Leistung von 4,5 GW, genug um den Strombedarf von etwa 2,1 Millionen Haushalten zu decken. Ab 2022 fallen jedes Jahr weitere Anlagen aus der EEG-Vergütung. Nach aktuellem Datenstand könnten dies im Zeitraum 2022 bis 2026 jährlich etwa 1.600 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von zirka oder 2,5 Gigawatt installierter Leistung betreffen.

CO2-neutrale Energieversorgung der deutschen Mercedes-Benz Cars Werke
In Deutschland verfügt Mercedes-Benz Cars über acht Fahrzeug- und Powertrain-Werke (Bremen, Rastatt, Sindelfingen, Berlin, Hamburg, Kamenz, Kölleda, Stuttgart-Untertürkheim), die Strom zukaufen oder eigene Kraftwerke betreiben. Künftig stammt der zugekaufte Strom zu nachweisbar 100 Prozent aus regenerativen Quellen, wie beispielsweise aus Wind- und Wasserkraft. Dies entspricht circa drei Vierteln des benötigten Strombedarfs in den deutschen Werken. Der Rest des Strombedarfs wird in eigenen hocheffizienten Gas-KWK Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplung) erzeugt. Die dabei entstehenden CO2-Emissionen werden durch qualifizierte Kompensationsprojekte ausgeglichen.

Neue Fabriken in Deutschland und Europa sollen von Beginn an über eine CO2-neutrale Energieversorgung verfügen: So wird derzeit in Jawor (Polen) ein neues, CO2-neutrales Motorenwerk gebaut. Das Werk wird 2019 den Betrieb aufnehmen und bezieht Windstrom über einen langfristigen Liefervertrag aus dem rund zehn Kilometer entfernten Windpark Taczalin.

Statkraft ist Europas größter Erzeuger erneuerbarer Energie. Der Konzern erzeugt Strom aus Wasser, Wind, Biomasse und Gas, produziert Fernwärme und ist ein bedeutender Akteur im Energiehandel. Statkraft beschäftigt 3.500 Mitarbeiter in 16 Ländern. Als führender PPA-Anbieter bringt der Konzern europaweit Stromerzeuger und Unternehmen aus Gewerbe und Industrie zusammen und entwickelt neue Konzepte, die einen Mehrwert für beide Seiten bieten. In Deutschland ist Statkraft mit einem Portfolio von 10.000 MW Marktführer in der Direktvermarktung.

25.10.2018 Daimler EBIT Q3 2019

Konzernabsatz mit 794.700 Einheiten leicht unter Vorjahr (-4%)
Umsatz mit 40,2 (i. V. 40,7) Mrd. € nahezu auf Vorjahresniveau
Konzern-EBIT in Höhe von 2,5 (i. V. 3,4) Mrd. €
Konzernergebnis erreicht 1,8 (i. V. 2,2) Mrd. €
Free Cash Flow im Industriegeschäft von Januar bis September bei -60 Mio. € (i. V. 5,8 Mrd. €)
Für Gesamtjahr 2018 leichter Anstieg bei Absatz und bei Umsatz sowie Konzern-EBIT deutlich unter dem Niveau des Vorjahres erwartet

Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars: „Die Automobilindustrie und damit auch Daimler befinden sich weiterhin in einem sehr herausfordernden Umfeld. Die nach wie vor hohe Nachfrage unserer Kunden stimmt uns für das vierte Quartal zuversichtlich.“

Bodo Uebber, Vorstand der Daimler AG für Finance & Controlling und Daimler Financial Services: „Trotz des volatilen Umfelds ist es für Daimler wichtig und richtig, in die Zukunft zu investieren. Dabei profitieren wir von unserer starken Bilanz sowie unseren globalen und vielfältigen Refinanzierungsmöglichkeiten.“

Die Daimler AG (Börsenkürzel DAI) hat auch im dritten Quartal 2018 die strategische Weichenstellung für die Zukunft des Konzerns konsequent fortgeführt. Die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns war wie erwartet stark von externen Einflussfaktoren geprägt. Daimler hat von Juli bis September weltweit mit 794.700 Pkw und Nutzfahrzeugen 4% weniger als im Vorjahr (i. V. 824.100) abgesetzt, wobei Daimler Trucks und Daimler Buses ihren Absatz jeweils steigern konnten. Der Konzernumsatz lag im Berichtsquartal bei 40,2 (i. V. 40,7) Mrd. €. Bereinigt um Wechselkursveränderungen blieb der Umsatz auf Vorjahreshöhe.

Der Daimler-Konzern erzielte im dritten Quartal 2018 ein EBIT von 2.488 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 3.409 Mio. €. Das Konzernergebnis lag mit 1.761 Mio. € deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahresquartals von 2.237 Mio. €. Der Anteil der Aktionäre der Daimler AG am Konzernergebnis betrug 1.689 (i. V. 2.146) Mio. €; dies führte zu einem Rückgang des Ergebnisses je Aktie auf 1,58 (i. V. 2,01) €.

Das EBIT im Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars lag insbesondere aufgrund eines Volumenrückgangs und Aufwendungen im Zusammenhang mit laufenden behördlichen Verfahren und Maßnahmen für Diesel-Fahrzeuge deutlich unter dem Vorjahresquartal. Daimler Trucks erzielte im Wesentlichen aufgrund des Absatzanstiegs in der NAFTA-Region ein Ergebnis deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Mercedes-Benz Vans konnte das EBIT aus dem dritten Quartal 2017 nicht erreichen. Das Ergebnis von Daimler Buses lag im dritten Quartal 2018 leicht unter dem Vorjahreswert. Bei Daimler Financial Services führte vor allem das gestiegene Zinsniveau zu einer Belastung des Ergebnisses. Wechselkurseffekte wirkten sich in Summe negativ auf das operative Ergebnis aus.

Zum Ende des Berichtsquartals waren im Daimler-Konzern weltweit 300.367 (Jahresende 2017: 289.321; Q3 2017: 292.121) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 176.287 (Jahresende 2017: 172.089) in Deutschland tätig; 26.079 (Jahresende 2017: 23.513) waren es in den USA. Bei den konsolidierten Tochtergesellschaften in China waren Ende September 4.410 (Jahresende 2017: 4.099) Beschäftigte tätig.

Der Absatz von Mercedes-Benz Cars lag im dritten Quartal 2018 mit 559.500 verkauften Einheiten deutlich unter dem hohen Niveau des Vorjahres. In Europa wurden von Juli bis September 223.600 Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und smart verkauft (-12%), davon gingen 72.100 Einheiten nach Deutschland (-13%). In China, dem größten Markt von Mercedes-Benz Cars, konnte von Juli bis September ein neuer Absatzrekord von über 170.400 Einheiten erzielt und der Bestwert aus dem Vorjahr um 11% übertroffen werden. In den USA sank der Absatz auf 76.000 Einheiten (-8%).

Der Umsatz sank um 7% auf 21,7 Mrd. €. Das EBIT des Geschäftsfelds lag mit 1.372 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert von 2.105 Mio. €. Die Umsatzrendite belief sich auf 6,3 (i. V. 9,0)%. Im Berichtsquartal 2018 wirkten sich ein Volumenrückgang aufgrund von Einschränkungen bei der Fahrzeugverfügbarkeit infolge von Verzögerungen bei der Zertifizierung sowie eine temporär schwächere Preisdurchsetzung ergebnisbelastend aus. Des Weiteren belasteten Aufwendungen im Zusammenhang mit den laufenden behördlichen Verfahren und Maßnahmen für Diesel-Fahrzeuge das Ergebnis. Darüber hinaus wurde das Ergebnis durch Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge sowie durch eine ungünstige Wechselkursentwicklung negativ beeinflusst. Auch Aufwendungen im Zusammenhang mit der möglicherweise erforderlichen Umrüstung bestimmter Fahrzeuge, die noch mit dem früher verwendeten Kältemittel R134a ausgerüstet sind, verringerten das Ergebnis. Erträge von 185 Mio. € aus der Bewertung der Anteile an der Aston Martin Lagonda Global Holdings plc wirkten sich positiv auf das EBIT aus. Im Vorjahr wurde das Ergebnis durch Aufwendungen im Zusammenhang mit einer Rückrufaktion (230 Mio. €) sowie für freiwillige Maßnahmen für Diesel-Antriebe (223 Mio. €) belastet.

Investitionen in die Zukunft
Der Daimler-Konzern hat im dritten Quartal 2,1 (i. V. 1,5) Mrd. € in Sachanlagen investiert. Der größte Anteil entfiel mit 1,6 (i. V. 1,0) Mrd. € auf das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars. Die Forschungs- und Entwicklungsleistungen des Daimler-Konzerns beliefen sich im dritten Quartal auf 2,4 (i. V. 2,3) Mrd. €. Mit 1,8 (i. V. 1,7) Mrd. € entfielen rund drei Viertel der Forschungs- und Entwicklungsleistungen auf das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars.

Ausblick
Auf Basis der Annahmen für die Entwicklung der für Daimler wichtigen Märkte und der aktuellen Einschätzungen der Geschäftsfelder erwartet das Unternehmen, dass der Konzernabsatz im Jahr 2018 insgesamt leicht gesteigert werden kann.
Mercedes-Benz Cars plant für das Gesamtjahr 2018 einen Absatz in der Größenordnung des Vorjahres. Die Absatzentwicklung wird maßgeblich von Lebenszykluseffekten bestimmter Baureihen beeinflusst. Dazu gehören der Hochlauf der neuen A-Klasse, die Modellpflege der C-Klasse und die anstehende Ablösung der seit 2011 auf dem Markt befindlichen B-Klasse durch die nächste Fahrzeuggeneration. Hinzu kommen erhöhte Einfuhrzölle für US-Fahrzeuge im chinesischen Markt sowie die bekannten Auslieferstopps einzelner Diesel-Modelle. Die Fahrzeugzertifizierung dauert teilweise länger als üblich und wirkt sich ebenfalls auf die Verfügbarkeit aus. Absatzimpulse erwartet die Pkw-Sparte weiterhin durch die SUVs. In Europa ist seit Mai die neue A-Klasse als Vorbote der nächsten Generation an Kompaktfahrzeugen erhältlich. Ende des Jahres wird das viertürige Stufenheckmodell der A-Klasse neue Impulse setzen. Weitere Absatztreiber bilden die Familien der E- und S-Klasse. Das Absatzwachstum der S-Klasse Familie wird unter anderem durch den besonders starken Anstieg der Absatzzahlen bei der Luxusmarke Mercedes-Maybach fortgeführt. Darüber hinaus führt Mercedes-Benz Cars kontinuierlich und weltweit neue Modelle ein. So bietet Mercedes-AMG als Performance-Marke unter anderem die neuen 53er-Modelle des CLS und der E-Klasse Familie an. Mit der Einführung des Mercedes-AMG GT 4-Türer ist die AMG Sportwagen-Familie um ein weiteres Modell gewachsen.

Mercedes-Benz Vans plant für das Jahr 2018 einen deutlichen Absatzanstieg. Besonders starkes Wachstum erwartet die Transporter-Sparte in China und in den USA. In der Region EU30 rechnet das Geschäftsfeld nun mit einem Absatz auf dem Vorjahresniveau. Im Rahmen der Geschäftsfeldstrategie »Mercedes-Benz Vans goes global« wurde das Portfolio um die Mercedes-Benz X-Klasse, einen Premium-Pickup für Märkte in Europa, Südafrika, Australien und Neuseeland erweitert. In Brasilien und Argentinien ist die Markteinführung für das Jahr 2019 vorgesehen.

Die einzelnen Geschäftsfelder haben für das Jahr 2018 folgende Erwartungen für das EBIT:
– Mercedes-Benz Cars: deutlich unter Vorjahresniveau,
– Daimler Trucks: deutlich über Vorjahresniveau,
– Mercedes-Benz Vans: deutlich unter Vorjahresniveau,
– Daimler Buses: deutlich unter Vorjahresniveau und
– Daimler Financial Services: in der Größenordnung des Vorjahres.

Trotz nochmals höherer Vorleistungen für neue Produkte und Technologien dürfte der Free Cash Flow des Industriegeschäfts deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen und auch die Dividendenausschüttung im Jahr 2018 übertreffen. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass der Free Cash Flow des Industriegeschäfts im Jahr 2017 durch eine außerordentliche Zuführung in Höhe von 3 Mrd. € in das deutsche Pensionsvermögen der Daimler AG geschmälert wurde. Um die anspruchsvollen Wachstumsziele zu erreichen, werden die bereits sehr hohen Investitionen in Sachanlagen (i. V. 6,7 Mrd. €) im Jahr 2018 leicht erhöht. Sowohl Mercedes-Benz Cars als auch Daimler Trucks werden im Jahr 2018 vor allem in Folgegenerationen für bestehende Produkte, in neue Produkte, in globale Komponentenprojekte, in den Ausbau der Produktionskapazitäten und in die Optimierung des internationalen Produktionsnetzwerks investieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei Mercedes-Benz Cars auf dem Ausbau des weltweiten Produktionsnetzwerks für die Elektromobilität.

Auch bei den Forschungs- und Entwicklungsleistungen erwartet das Unternehmen Umfänge leicht über dem Niveau des Vorjahres von 8,7 Mrd. €. Zu den wesentlichen Einzelprojekten bei Mercedes-Benz Cars gehören die Nachfolgemodelle der aktuellen S-Klasse sowie der C-Klasse. Außerdem wird in neue effizientere Motoren, alternativ angetriebene Fahrzeuge und Antriebssysteme, autonomes Fahren und in Konnektivität investiert. Bei Daimler Trucks liegen die Schwerpunkte auf Aktivitäten in den Bereichen Kraftstoffeffizienz und Emissionsreduzierung sowie bei Aufwendungen für maßgeschneiderte Produkte und Technologien für wichtige Wachstumsmärkte. Außerdem gewinnen die Zukunftstechnologien Elektromobilität, Konnektivität und automatisiertes Fahren weiter an Bedeutung. Vor dem Hintergrund weiterer Effizienzsteigerungen im Rahmen der mittel- und langfristig ausgerichteten Programme zur strukturellen Verbesserung der Geschäftsprozesse geht Daimler davon aus, dass die Wachstumsziele mit einem nur geringfügig wachsenden Personalbestand erreicht werden können.

19.10.2018 Daimler mit 2. Gewinnwarnung

Die Daimler AG hat heute wegen aktueller Entwicklungen eine Neueinschätzung der Ergebniserwartungen für das Geschäftsjahr 2018 für die Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars, Daimler Buses und den Daimler-Konzern vorgenommen. Dies ist auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen:

Maßgeblich ist ein Anstieg der erwarteten Aufwendungen im Zusammenhang mit den laufenden behördlichen Verfahren und Maßnahmen in verschiedenen Regionen betreffend Mercedes-Benz Dieselfahrzeuge.

Zudem sind bei Mercedes-Benz Vans geringere Absätze infolge von Auslieferungsverzögerungen zu verzeichnen.

Des Weiteren wurde aus Anlass einer aktuellen Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs Risikovorsorge für eine möglicherweise erforderliche Umrüstung bestimmter Fahrzeuge getroffen, die noch mit dem früher verwendeten Kältemittel R134a ausgestattet sind.

Darüber hinaus ist im Geschäftsfeld Daimler Buses eine rückläufige Nachfrage in einzelnen Märkten zu verzeichnen.

Unter Berücksichtigung dieser Faktoren liegen die vorläufigen Ergebnisse für das dritte Quartal 2018 nun auch deutlich unter den Markterwartungen.
Das Konzern-EBIT beläuft sich auf 2.488 (i. V. 3.409) Mio. EUR.

Die EBIT-Werte der Geschäftsfelder belaufen sich auf:
Mercedes-Benz Cars: 1.372 (i. V. 2.105) Mio. EUR
Daimler Trucks: 850 (i. V. 614) Mio. EUR
Mercedes-Benz Vans: minus 93 (i. V. 214) Mio. EUR
Daimler Buses: 30 (i. V. 32) Mio. EUR
Daimler Financial Services: 392 (i. V. 508) Mio. EUR
Überleitung: minus 63 (i. V. minus 64) Mio. EUR

Der Free Cash Flow des Industriegeschäfts von Januar bis September 2018 liegt bei minus 60 (i. V. 5.771) Mio. EUR.
Alle genannten Zahlen sind vorläufig und ungeprüft.
Infolgedessen geht Daimler nunmehr von folgenden Erwartungen für das EBIT im Geschäftsjahr 2018 aus:

Mercedes-Benz Cars: deutlich unter Vorjahresniveau
Daimler Trucks: unverändert deutlich über Vorjahresniveau
Mercedes-Benz Vans: unverändert deutlich unter Vorjahresniveau
Daimler Buses: deutlich unter Vorjahresniveau
Daimler Financial Services: unverändert in der Größenordnung des Vorjahres
und Daimler Konzern: deutlich unter Vorjahresniveau

Die Erwartung für den Free Cash Flow im Industriegeschäft für das Geschäftsjahr 2018 bleibt unverändert.
Die operative Ergebnisgröße EBIT stellt das Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern dar.

06.10.2018 Mercedes Absatz per Sept 18

Per September lag der Absatz von Mercedes-Benz mit 1.715.087 Fahrzeugen auf dem hohen Vorjahresniveau (-0,1%)

Weltweit verkaufte Mercedes-Benz im September 202.819 Einheiten (-8,2%).

Im dritten Quartal wurden 526.255 Fahrzeuge mit dem Stern weltweit an Kunden ausgeliefert (-8,2%).

Der Absatz in China erreichte per September über 500.000 Einheiten (+13,1%).

Im September setzte Mercedes-Benz weltweit 202.819 Fahrzeuge ab (-8,2%) und lag beim Absatz seit Jahresbeginn mit 1.715.087 Einheiten auf dem hohen Vorjahresniveau (-0,1%). Im gesamten dritten Quartal wurden insgesamt 526.255 Fahrzeuge mit dem Stern ausgeliefert (-8,2%). Der September war für Mercedes-Benz als Automobilhersteller im Premiumsegment mit einem Absatz von über 200.000 Fahrzeugen besonders volumenstark. Zudem hat Mercedes-Benz zum 1. September die gesamte Flotte für Europa nach dem WLTP-Standard zertifiziert. Die entsprechenden Fahrzeuge befinden sich bereits auf dem Weg in den Handel, jedoch konnten im September trotz unverändert hoher Nachfrage noch nicht alle Kundenwünsche kurzfristig erfüllt werden. Im Vergleich zum bisher besten September-Absatz aus dem Vorjahr wirkten sich darüber hinaus Verzögerungen bei der Zertifizierung in einigen internationalen Märkten sowie Modellwechsel auf den Absatz aus. Im September behauptete die Marke mit dem Stern in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld dennoch die Marktführerschaft als zulassungsstärkste Premiummarke unter anderem in den Märkten Großbritannien, Italien, Frankreich, Russland, Schweiz, Portugal, Schweden, Türkei, Japan, Australien, USA und Mexiko.

Absatz Mercedes-Benz nach Regionen und Märkten
In Europa konnte Mercedes-Benz im September 91.609 Fahrzeuge absetzen (-9,4%). Seit Jahresbeginn lagen die Verkaufszahlen insgesamt bei 688.956 Einheiten (-4,7%). Auf dem Heimatmarkt in Deutschland hat Mercedes-Benz im vergangenen Monat 22.780 Fahrzeuge mit Stern ausgeliefert (-16,7%). Seit Anfang des Jahres wurden in Deutschland insgesamt 217.943 Pkw an Kunden übergeben (-5,6%). In Spanien, Schweden, Polen, Dänemark und Ungarn sind per September mehr Fahrzeuge mit Stern verkauft worden als jemals zuvor in diesem Zeitraum.

In der Region Asien-Pazifik erreichte der Absatz seit Jahresbeginn mit 714.598 Einheiten einen neuen Bestwert (+8,1%). Im September konnten sich dort 75.414 Kunden über die Auslieferung eines Fahrzeugs mit dem Stern freuen (-4,4%). Im größten Absatzmarkt China wurde mit 54.632 verkauften Pkw eine neue September-Bestmarke erreicht (+6,9%). Insgesamt wurden dort bereits 500.707 Fahrzeuge an Kunden übergeben – so viele, wie noch nie in den ersten neun Monaten eines Jahres (+13,1%). Mercedes-Benz erreichte seit Jahresbeginn weitere Absatzrekorde in den Märkten Thailand und Malaysia.
In der NAFTA-Region wurden im vergangenen Monat insgesamt 31.273 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert (-9,9%). Per September beläuft sich der dortige Absatz auf 271.944 Mercedes-Benz Pkw (-6,0%). Im September wurden in den USA 26.169 Fahrzeuge an Kunden übergeben (-9,8%). In den vergangenen neun Monaten des Jahres lieferte Mercedes-Benz 225.384 Fahrzeuge in den USA aus (-7,0%). Dank weiterhin starker Wachstumsraten erzielte Mercedes-Benz in Mexiko im und per September erneut Verkaufsbestwerte.

Absatz Mercedes-Benz nach Modellen
Bei den SUVs konnte per September ein neuer Bestwert erreicht werden: Weltweit wurden über 612.186 SUVs mit Stern ausgeliefert. Das entspricht einem Plus von 3,4% beim Absatz von GLA, GLC, GLC Coupé, GLE, GLE Coupé, GLS und der G-Klasse. Der Midsize SUV GLC erreichte dabei im September (+9,1%) und per September (+24,5%) beim Absatz einen neuen Bestwert. In den vergangenen 10 Jahren wurden im beliebten Segment der Midsize SUVs bei Mercedes-Benz über 1,6 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert.
Per September konnten über 58.000 Einheiten der S-Klasse Limousine verkauft werden, das entspricht einem Wachstum von rund 24%. Auch die Mercedes-Maybach S-Klasse Limousine ist weiter beliebt und erzielte per und im September neue Absatzbestwerte. Allein in China wurden seit Jahresbeginn von der Mercedes-Maybach S-Klasse Limousine rund 500 Fahrzeuge monatlich ausgeliefert.
Seit Jahresbeginn wurden über 442.660 Modelle der A-, B-Klasse, des CLA und CLA Shooting Brake sowie GLA weltweit verkauft (-4,6%). Im Mai 2018 startete die neue A-Klasse als Vorbote der nächsten Kompaktwagen-Generation: Die A-Klasse verzeichnete im vergangenen Monat beim weltweiten Absatz einen neuen September-Bestwert (+1,7%).

smart
Seit Jahresbeginn wurden über 96.000 Fahrzeuge der Marke smart verkauft (-4,2%). Im September konnten sich insgesamt 10.850 Kunden über die Auslieferung eines neuen zwei- oder viertürige Stadtflitzers freuen (-15,0%). Bei smart schreitet zudem der Umbau zur rein elektrischen Marke erfolgreich voran: Nie zuvor wurden im und per September so viele Einheiten der elektrischen smart Modelle verkauft wie in 2018.

02.10.2018 Mercedes in Paris 2018

Auf der Mondial de l‘Auto Paris 2018 präsentiert Mercedes-Benz gleich fünf neue Fahrzeuge der Weltöffentlichkeit. Den Anfang machte bereits am Vorabend der neue GLE. Der Premium-SUV begeistert mit zahlreichen Innovationen und strahlt luxuriös-elegante Ästhetik und robuste Progressivität aus. Für einen besonderen Höhepunkt sorgte der neue rein batterieelektrisch betriebene Mercedes-Benz EQC (Stromverbrauch kombiniert: 22,2 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, vorläufige Angaben), der nach seiner Weltpremiere Anfang September in Stockholm seine Messepremiere in Paris feierte. Er ist Sinnbild für den Beginn einer neuen Mobilitätsära bei Daimler.

Ebenfalls Weltpremiere feierte die neue B-Klasse. Sie schafft ein völlig neues Kundenerlebnis mit Funktionen, die sonst nur der Luxusklasse vorbehalten waren. Den perfekten Einstieg in die Welt der Driving Performance bieten der neue Mercedes-AMG A 35 4MATIC (Kraftstoffverbrauch kombiniert 7,4-7,3 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 169-167 g/km) und das Mercedes-AMG GT 43 4MATIC+ 4-Türer Coupé (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 9,4-9,1 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 215-209 g/km), die beide weltweit erstmals in Paris zu sehen waren. Mit den beiden Showcars smart forease und Vision EQ Silver Arrow gab der Erfinder des Automobils einen Ausblick in die Zukunft der Elektromobilität.

Mit dem EQC präsentiert Mercedes-Benz das erste Fahrzeug der Marke EQ. Außen wie innen verkörpert der EQC die Designsprache des Progressiven Luxus. Er besitzt ein komplett neu entwickeltes Antriebssystem mit je einem kompakten elektrischen Antriebsstrang (eATS) an Vorder- und Hinterachse. Damit hat der EQC die Fahreigenschaften eines Allradantriebs. Außerdem erhält er das wegweisende Multimediasystem MBUX – Mercedes-Benz User Experience, ergänzt um zahlreiche EQ spezifische Inhalte wie beispielsweise die Anzeige von Reichweite, Ladezustand und Energiefluss. EQ optimierte Navigation, Fahrprogramme, Ladestrom und Abfahrtszeit lassen sich ebenfalls über MBUX bedienen und einstellen. Mit Mercedes me bietet EQ umfassende Services und macht Elektromobilität bequem und alltagstauglich.

„98,3 Prozent der Kunden in der Europäischen Union haben sich im zweiten Quartal dieses Jahres gegen den Kauf eines reinen Elektrofahrzeugs entschieden“, sagt Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars. „Mit dem EQC haben wir jetzt einen brandneuen elektrischen Mercedes, der eine echte Alternative zu einem Mercedes mit Verbrennungsmotor ist. So haben unsere Kunden eine faire Wahl bei der Entscheidung, welche Option am besten zu ihrem täglichen Mobilitätsbedarf passt.“

Die neue B-Klasse – Das perfekte Fahrzeug für die gesamte Familie
Die neue Mercedes-Benz B-Klasse betont den Sport im Sports Tourer: Sie sieht dynamischer aus als der Vorgänger, fährt sich agiler und bietet dabei mehr Komfort. Ihr avantgardistisches Interieur sorgt mit dem eigenständigen Design der Instrumententafel für ein einzigartiges Raumgefühl. Besonderheit ist ein Grundvolumen. Dieses fällt zu den Insassen hin ab und ist im Fahrer- und Beifahrerbereich ausgeschnitten. Wegweisend ist die intuitiv bedienbare Benutzeroberfläche des lernfähigen Multimediasystems MBUX. Dank moderner Fahrassistenz-Systeme bietet die B-Klasse bei der Aktiven Sicherheit eines der höchsten Niveaus im Segment mit Funktionsumfängen aus der S-Klasse. Dazu sind auch der Innenraum geräumiger und die Motoren effizienter und sauberer geworden. Seine Premiere feiert das Doppelkupplungsgetriebe mit acht Gängen.

Neu ist auch der in den ENERGIZING Paketen enthaltene ENERGIZING COACH. Dieser auf einem intelligenten Algorithmus basierende Service empfiehlt situativ und individuell passend eines der in den Paketen enthaltenen Programme. Ist ein kompatibles Wearable eingebunden, optimieren persönliche Werte wie Stresslevel oder Schlafqualität die Passgenauigkeit der Empfehlung. Ziel ist es, sich auch bei anspruchsvollen oder eher monotonen Fahrten gut zu fühlen und entspannt anzukommen. „Die neue B-Klasse zeichnet sich unter anderem durch eine bessere Rundumsicht, mehr Ellbogen- und Kopffreiheit sowie eine optimierte Kofferraumnutzung aus“, sagt Britta Seeger, Vorstandsmitglied der Daimler AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb. „Das frische und sportliche Design sorgt zudem für die beste Aerodynamik in seinem Segment und die aktiven Sicherheitssysteme befinden sich auf dem Niveau der S-Klasse.“

Moderner Luxus auf und abseits der Straße: der neue GLE
Bereits am Vortag feierte das neuste Mitglied der Mercedes-Benz SUV-Familie seine Weltpremiere. Der neue GLE erreicht mit cw-Werten ab 0,29 nicht nur den Bestwert in seinem Segment, er begeistert auch mit Innovationen wie der E-ACTIVE BODY CONTROL. Das voll vernetzte hydropneumatische, aktive Fahrwerk auf 48-Volt-Basis gibt es erstmals in Kombination mit der ebenfalls neu entwickelten Luftfederung. Weiteres Highlight des Premium-SUVs sind die weiter entwickelten Fahrassistenzsysteme. Mit dem Aktiver Stau-Assistent kann der GLE Staus frühzeitig erkennen, den Fahrer im Stop-und-Go-Verkehr bis ca. 60 km/h aktiv unterstützen und sogar beim Bilden einer Rettungsgasse assistieren. Besteht beim Abbiegen über die Fahrbahn entgegenkommender Fahrzeuge Kollisionsgefahr, sorgt die Abbiegefunktion des Aktiven Brems-Assistenten dafür, dass die für das Abbiegen typische Geschwindigkeit abgebremst wird.
Außerdem wird der GLE so geländetauglich wie noch nie: Erstmals wird bei Fahrzeugen mit Sechs- und Achtzylindermotoren sowie beim Plug-in-Hybrid ein vollvariabler Allradantrieb (Torque on Demand, TonD) angeboten, der die Momentenverteilung zwischen der Vorder- und Hinterachse von 0-100 % entsprechend dem ausgewählten Fahrprogramm regelt. Der deutlich größere Abstand (plus 80 mm) sorgt für ein noch großzügigeres Platzangebot. Besonderen Komfort bietet die auf Wunsch vollelektrisch verstellbare zweite Sitzreihe, als Option gibt es eine dritte Sitzreihe.
Emotional, agil und digital: Der neue Mercedes-AMG A 35 4MATIC
Ebenfalls Weltpremiere feierte das komplett neue Einstiegsmodell in die Welt der Driving Performance. Der Mercedes-AMG A 35 4MATIC basiert auf der neuen Mercedes Frontantriebsplattform und wird von einem neu entwickelten 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor mit 225 kW (306 PS) Leistung angetrieben. Rohbau, Fahrwerk, Allradantrieb, Getriebe, Fahrprogramme, Feinabstimmung – jedes Detail wurde auf maximale Fahrdynamik ausgelegt, ohne dabei den Alltagskomfort zu vernachlässigen. „Er ist schnell, er ist agil und er liefert immer Höchstleistungen – der A 35 ist unser eigener Heißsporn und der neue Einstieg in die Welt von Mercedes-AMG“, sagt Britta Seeger, Vorstandsmitglied der Daimler AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb.

26.09.2018 Ab Mai 2019 Ola Källenius CEO beim Dailmer

Das Mandat von Manfred Bischoff als Vorsitzender des Aufsichtsrats endet regulär mit Ablauf der Hauptversammlung im Jahr 2021. Der Aufsichtsrat will in Anbetracht der Herausforderungen der Transformation in der Automobilbranche frühzeitig die Weichen für eine geeignete Nachfolge stellen. Der Aufsichtsrat beabsichtigt, der Hauptversammlung zu diesem Zeitpunkt die Wahl von Dieter Zetsche in den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Manfred Bischoff wird die Wahl von Dieter Zetsche als seinen Nachfolger im Vorsitz des Aufsichtsrates im Anschluss an die Hauptversammlung 2021 empfehlen.

Zur Wahrung der zweijährigen Cooling-off-Periode wird Dieter Zetsche zum Ende der Hauptversammlung im Jahr 2019 sein Vorstandsmandat bei der Daimler AG und die Leitung von Mercedes-Benz Cars niederlegen. Infolgedessen hat der Aufsichtsrat der Daimler AG in seiner heutigen Sitzung beschlossen, im Anschluss Ola Källenius als Vorsitzenden des Vorstands zu bestellen und ihm die Leitung des Geschäftsfelds Mercedes-Benz Cars für eine neue Amtszeit von fünf Jahren zu übertragen. „Dieter Zetsche hat die Daimler AG als langjähriges Vorstandsmitglied und Vorstandsvorsitzender maßgeblich geprägt und strategisch hervorragend für die Mobilität der Zukunft positioniert. Seine Expertise und seine Erfahrung sind für unser Unternehmen äußerst wertvoll. Dieter Zetsche ist prädestiniert auch den Aufsichtsrat des Unternehmens umsichtig und erfolgreich zu leiten. Er hat als Vorstandsvorsitzender bewiesen, dass er die Daimler AG auch in schwierigem Terrain führen und die Mitarbeiter für anspruchsvolle Ziele begeistern kann. Mit der angestrebten Übernahme des Vorsitzes im Aufsichtsrat durch Dieter Zetsche sichern wir Kontinuität für den nachhaltigen Erfolg der Daimler AG. Mit Ola Källenius berufen wir einen anerkannten, international erfahrenen und erfolgreichen Manager aus dem eigenen Haus als Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars. Zugleich setzen wir auf die bewährte doppelte Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden als Leiter des größten Geschäftsfelds“, sagte Manfred Bischoff, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Daimler AG.

Michael Brecht, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Daimler AG und Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Daimler AG: „Mit den heute gefassten Beschlüssen und Empfehlungen hat der Aufsichtsrat kraftvolle und gute Entscheidungen getroffen. Wir stellen einerseits den Vorstand der Daimler AG jünger auf und geben damit neue Impulse. Mit der Empfehlung zur Wahl von Dieter Zetsche in den Aufsichtsrat wird andererseits die erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit ihm fortgesetzt. Im Aufsichtsrat werden wir den Wandel zu einem Mobilitätsunternehmen weiterhin unterstützen und so den erfolgreichen Kurs des Konzerns sichern.“

Zur Nominierung von Ola Källenius durch den Aufsichtsrat sagte Dieter Zetsche: „Ola Källenius hat sich in vielfältigen Funktionen bei Daimler nicht nur meine Wertschätzung verdient, sondern auch die Anerkennung der Kolleginnen und Kollegen verschiedenster Bereiche. Gleichzeitig bringt er eine wertvolle internationale Perspektive mit. Deshalb begrüße ich es sehr, dass der Aufsichtsrat diese zukunftsweisende Personalentscheidung getroffen hat.

Als Nachfolger von Ola Källenius wird Markus Schäfer dem Beschluss des Aufsichtsrats zufolge das Ressort Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung im Vorstand der Daimler AG übernehmen. Markus Schäfer zeigte in verschiedenen technischen Leitungspositionen im Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars herausragende Führungsqualitäten und strategischen Weitblick. Er wurde im Januar 2014 als Bereichsvorstand Mercedes-Benz Cars ernannt und ist seitdem für Produktion und Supply Chain Management zuständig. Sein Vertrag wurde im Jahr 2017 bis zum Februar 2022 verlängert.

Ola Källenius wurde zum Januar 2015 in den Vorstand der Daimler AG berufen und ist seit Januar 2017 Mitglied des Vorstands für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung. Der Aufsichtsrat der Daimler AG verlängerte seinen Vertrag im Februar 2017 um fünf Jahre bis Ende Dezember 2022.

Dieter Zetsche ist seit Dezember 1998 Vorstandsmitglied und wurde zum Januar 2006 als Vorstandsvorsitzender der damaligen DaimlerChrysler AG bestellt. Er ist darüber hinaus seit dem Jahr 2005 Leiter des Geschäftsfelds Mercedes-Benz Cars. Der Aufsichtsrat verlängerte im Februar 2016 den Vertrag von Dieter Zetsche um drei Jahre bis Ende Dezember 2019.

Manfred Bischoff ist seit 2006 Mitglied des Aufsichtsrates und seit 2007 Vorsitzender des Gremiums. 2016 wählte der Aufsichtsrat Manfred Bischoff bis zum Ablauf der Hauptversammlung im Jahr 2021 erneut zu seinem Vorsitzenden.

In Folge dieser Personalentscheidungen des Aufsichtsrats und der Beschlüsse des Vorstands der Daimler AG werden folgende Besetzungen im Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars getroffen: Die Position von Markus Schäfer soll Jörg Burzer, Leiter Qualitätsmanagement Mercedes-Benz Cars, übernehmen. Zum 01. Oktober 2018 wird Wilko Stark, bisher Leiter Daimler Strategie & MBC Produktstrategie und -planung & CASE, die Position Leiter Mercedes-Benz Cars Einkauf und Lieferantenqualität übernehmen. Zum 1. Oktober 2018 wird die CASE/EVA Organisation als Bereich im Mercedes-Benz Cars Bereichsvorstand geführt. Die Leitung übernimmt Sajjad Khan, Head of Digital Vehicle & Mobility, neben seiner aktuellen Funktion. Ab dem 1. Oktober 2018 wird Tobias Moers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH, direkt an den Leiter Mercedes-Benz Cars berichten, um der wachsenden Bedeutung dieses Geschäftszweiges Rechnung zu tragen.

24.09.2018 EQC, GLE, B & A 35 in Paris 2018

Mercedes zeigt vom 4. bis 14. Oktober 2018 die folgenden Highlights auf dem Pariser Autosalon 2018:
Mercedes EQC 400 4matic (408 PS, 450 km Reichweite nach NEFZ)
Mercedes GLE (V167) neue Generation inkl. 2x12,3 Zoll MBUX
Mercedes B-Klasse (W247), neue Generation auf Basis von MFA2 inkl. MBUX
AMG GT 4-Türer (X290)
Mercedes A-Klasse Limousine (V177)
Mercedes AMG A35 4matic (306 PS)
smart edition pureblack

Das Showcar EQ Silver Arrow ist ein emotionaler Wegweiser in die Zukunft des Designs. Der Einsitzer ist zugleich eine Hommage an den erfolgreichen Rekordwagen W 125 von 1937.

Mit der Weltpremiere des smart Showcars gibt smart dem Lebensgefühl und der Haltung von smart einen spielerischen Ausdruck: einfach, reduziert und pur, aber nie langweilig, sondern unkonventionell gedacht. Zum 20-jährigen Jubiläum der Marke nimmt das Showcar zugleich Bezug auf die früheren Studien Crossblade (2002) und forspeed (2011). Speziell letzter war als radikal offenes Elektrocabrio ein natürliches Vorbild für den neuen Messestar.

Die neue Mercedes-Benz B-Klasse betont den Sport im Sports Tourer: Sie sieht dynamischer aus als der Vorgänger, fährt sich agiler und bietet dabei mehr Komfort. Dazu sind auch der Innenraum geräumiger und die Motoren effizienter und sauberer geworden. Ihr avantgardistisches Interieur sorgt mit dem eigenständigen Design der Instrumententafel für ein einzigartiges Raumgefühl. Wegweisend ist die intuitiv bedienbare Benutzeroberfläche des lernfähigen Multimediasystems MBUX. Dank moderner Fahrassistenz-Systeme bietet die B-Klasse bei der Aktiven Sicherheit eines der höchsten Niveaus im Segment mit Funktionsumfängen aus der S-Klasse.

Des Weiteren sollen auch die E-Klasse & S-Klasse Plug-In-Hybrid Modelle auf der Messe stehen.





12.09.2018 MB Absatz leicht gebremst

Mercedes-Benz Absatz ist per August um 1,1% auf 1.512.268 Pkw gestiegen.
Im August wurden 155.918 Fahrzeuge weltweit verkauft (-8,5%).
E-Klasse Limousine und T-Modell erreichten mit 25.367 Einheiten neuen Verkaufsbestwert im August (+0,4%).
Weltweiter Absatz der Marke smart verzeichnete im August mit 8.470 verkauften Fahrzeugen ein Plus von 9,8%.

Mercedes-Benz hat seit Jahresbeginn 1.512.268 Fahrzeuge an Kunden weltweit ausgeliefert und damit einen neuen Höchstwert erzielt (+1,1%). Noch nie zuvor in der Unternehmensgeschichte wurde der Meilenstein von 1,5 Millionen verkauften Pkw innerhalb eines Jahres früher erreicht. Im vergangenen Monat setzte Mercedes-Benz weltweit 155.918 Fahrzeuge ab (-8,5%) und markierte aufgrund der weiterhin hohen Nachfrage nach Modellen mit dem Stern den 30. Monat in Folge mit einem weltweiten Absatz über 150.000 Pkw. Wie erwartet wirkten sich im August jedoch Herausforderungen in der Fahrzeugverfügbarkeit auf den Absatz aus, darunter Modellwechsel und Verzögerungen bei der Zertifizierung in einigen Märkten. Mercedes-Benz behauptete in den ersten acht Monaten des Jahres dennoch die Position als absatzstärkste Premiummarke weltweit.

In Europa konnte Mercedes-Benz im letzten Monat 54.989 Fahrzeuge absetzen (-10,7%). In den ersten acht Monaten des Jahres lagen die Verkaufszahlen insgesamt bei 597.347 Einheiten (-3,9%). Auf dem Heimatmarkt Deutschland hat Mercedes-Benz im August 21.442 Fahrzeuge mit Stern ausgeliefert (-14,8%). Seit Anfang des Jahres wurden in Deutschland insgesamt 195.163 Pkw an Kunden übergeben (-4,2%). In Frankreich, Spanien, Schweden, Polen und Dänemark sind in den ersten acht Monaten des Jahres mehr Fahrzeuge mit Stern verkauft worden als jemals zuvor in diesem Zeitraum.

In der Region Asien-Pazifik führte die Nachfrage nach Modellen von Mercedes-Benz per August zu einem neuen Bestwert von 639.184 Einheiten (+9,8%). Die Marke mit dem Stern lieferte dort im vergangenen Monat 72.342 Fahrzeuge aus und blieb leicht unter dem starken Vorjahresniveau (-1,3%). Im größten Absatzmarkt China wurde mit 53.295 verkauften Pkw eine neue August-Bestmarke erreicht (+5,5%). Insgesamt wurden dort bereits 446.075 Fahrzeuge an Kunden übergeben – so viele, wie noch nie in den ersten acht Monaten eines Jahres (+13,9%). Mercedes-Benz erreichte seit Jahresbeginn weitere Absatzrekorde in den Märkten Japan, Indien, Thailand und Malaysia.

In der NAFTA-Region wurden im vergangenen Monat insgesamt 24.538 Fahrzeuge mit Stern an Kunden ausgeliefert (-19,5%). Seit Jahresbeginn beläuft sich der dortige Absatz auf 240.671 Mercedes-Benz Pkw (-5,5%). Per August lieferte Mercedes-Benz 199.215 Fahrzeuge in den USA aus (-6,6%); im August waren es 20.339 Einheiten (-19,8%). Die Marke mit dem Stern behauptete die Marktführerschaft in den USA im Premiumsegment per August. Dank weiterhin starker Wachstumsraten erzielte Mercedes-Benz in Mexiko im und per August erneut Verkaufsbestwerte.

Die E-Klasse Limousine und das T-Modell erzielten im vergangenen Monat einen neuen Bestwert mit einem Absatz von 25.367 Einheiten (+0,4%). Seit der Markteinführung der aktuellen Modelle konnten sich bereits über 700.000 Kunden weltweit über die Auslieferung einer E-Klasse Limousine oder eines T-Modells freuen. Mercedes-Benz steigerte die Verkaufszahlen der S-Klasse Limousine im August um 30,3% auf 5.254 Einheiten. Von Januar bis August konnten über 53.000 Einheiten der S-Klasse Limousine verkauft werden (+26,6%). Die Mercedes-Maybach S-Klasse Limousine erzielte dank eines hohen zweistelligen Wachstums weltweit den bisher höchsten Absatz per August.

Bei den SUVs konnte in den ersten acht Monaten des Jahres ein neuer Bestwert erreicht werden: Weltweit wurden insgesamt 541.120 SUVs mit Stern ausgeliefert, ein Plus von 5,4%. Ein wichtiger Treiber hierfür war die weltweite Beliebtheit des GLC und GLC Coupés. Auf dem Absatz-Erfolg der Midsize SUVs von Mercedes-Benz setzt auch der EQC auf, der in Stockholm als erster vollelektrischer SUV der Produkt- und Technologiemarke EQ der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurde.

8.470 Kunden konnten sich weltweit im August über die Auslieferung eines neuen zwei- oder viertürigen Stadtflitzers der Marke smart freuen (+9,8%); insgesamt wurden seit Jahresbeginn 85.534 Fahrzeuge verkauft (-2,6%). Der Umbau zur rein elektrischen Marke schreitet bei smart weiter erfolgreich voran: Nie zuvor wurden im und per August so viele Einheiten der elektrischen smart Modelle verkauft wie in 2018.

07.07.2018 Daimler Q2 18 EBIT & neue Struktur

Konzernabsatz auf 833.000 Einheiten (+1%) gestiegen
Umsatz bei 40,8 (i. V. 41,2) Mrd. €
Konzern-EBIT in Höhe von 2,6 (i. V. 3,7) Mrd. €
Konzernergebnis von 1,8 (i. V. 2,5) Mrd. €
Free Cash Flow im Industriegeschäft im ersten Halbjahr bei 1,8 (i. V. 3,0) Mrd. €

Für Gesamtjahr 2018 leichter Anstieg beim Absatz und beim Umsatz, Konzern-EBIT leicht unter dem Niveau des Vorjahres erwartet

Anbei die Auflistung der Premieren in 2018 (wobei die neue B-Klasse W247 und der neue GLE W167 unter die noch nicht dargestellten "others" fallen):


Die Daimler AG (Börsenkürzel DAI) hat ihr Wachstum im zweiten Quartal 2018 fortgesetzt und den Konzernabsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal erneut gesteigert. Insgesamt hat Daimler von April bis Juni weltweit mit 833.000 Pkw und Nutzfahrzeugen 1% mehr als im Vorjahr (i. V. 822.500) abgesetzt. Dazu haben vor allem Mercedes-Benz Vans mit einem neuen Bestwert in einem zweiten Quartal von 110.900 verkauften Einheiten und Daimler Trucks beigetragen. Der Konzernumsatz lag im Berichtsquartal bei 40,8 (i. V. 41,2) Mrd. €. Bereinigt um Wechselkursveränderungen stieg der Umsatz um 2%.

Der Daimler-Konzern erzielte im zweiten Quartal 2018 ein EBIT von 2.640 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 3.747 Mio. €. Das Konzernergebnis lag mit 1.825 Mio. € deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahresquartals von 2.512 Mio. €. Der Anteil der Aktionäre der Daimler AG am Konzernergebnis betrug 1.726 (i. V. 2.444) Mio. €; dies führte zu einem Rückgang des Ergebnisses je Aktie auf 1,61 (i. V. 2,28) €.

Das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars konnte das Vorjahresergebnis wegen einer temporär schwächeren Preisdurchsetzung inklusive Zöllen nicht erreichen. Das Ergebnis von Daimler Trucks lag auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Mercedes-Benz Vans und Daimler Buses erzielten ein EBIT deutlich unter dem Vorjahreswert. Bei Daimler Financial Services führte die Einigung über die Beendigung der Toll Collect-Schiedsverfahren zu einer wesentlichen Belastung des Ergebnisses. Wechselkurseffekte wirkten sich in Summe negativ auf das operative Ergebnis aus. Die Überleitung der Segmentergebnisse auf das Konzern-EBIT zeigt im zweiten Quartal 2018 ein Ergebnis über dem Wert des Vorjahresquartals.

Zum Ende des Berichtsquartals waren im Daimler-Konzern weltweit 300.777 (Jahresende 2017: 289.321; Q2 2017: 290.867) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 177.082 (Jahresende 2017: 172.089) in Deutschland tätig; 25.959 (Jahresende 2017: 23.513) waren es in den USA. Bei den konsolidierten Tochtergesellschaften in China waren Ende Juni 4.332 (Jahresende 2017: 4.099) Beschäftigte tätig.
Anbei eine Übersicht über die Produkte die in China für China hergestellt werden. Demnächst startet zudem die lange A-Klasse Limousine (Z177):


Der Absatz von Mercedes-Benz Cars lag im zweiten Quartal 2018 mit 590.700 verkauften Einheiten auf dem hohen Niveau des Vorjahres (-1%). In Europa wurden von April bis Juni 7% weniger Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und smart verkauft. In Deutschland ging der Absatz um 4% zurück. In China, dem größten Markt des Geschäftsfelds, konnte mit einem Plus von 11% ein Absatzrekord erzielt werden. Südkorea (+9%) und Indien (+34%) verbuchten ebenfalls neue Verkaufsbestwerte. In den USA lag der Absatz auf Vorjahresniveau (+1%). Die Marke Mercedes-Benz kann auf das absatzstärkste Quartal der Unternehmensgeschichte im Retail zurückblicken. Von April bis Juni konnten 594.528 Kunden ihren neuen Mercedes-Benz Pkw in Empfang nehmen (+2%). Mercedes-Benz verkaufte damit im ersten Halbjahr mehr Fahrzeuge, als je zuvor in einem Halbjahr: Seit Jahresbeginn wurden 1.188.832 Fahrzeuge mit dem Stern an Kunden weltweit ausgeliefert. Im zweiten Quartal 2018 lag das EBIT des Geschäftsfelds mit 1.901 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert von 2.365 Mio. €. Der Umsatz fiel um 4% auf 22,6 Mrd. €. Die Umsatzrendite belief sich auf 8,4 (i. V. 10,0)%. Maßgeblichen Einfluss auf den Ergebnisrückgang hatte eine temporär schwächere Preisdurchsetzung inklusive Zöllen. Des Weiteren belastete der Brand bei einem Zulieferer in den USA und damit verbundene Produktionsausfälle das EBIT. Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge sowie eine ungünstige Wechselkursentwicklung wirkten sich ebenfalls ergebnisbelastend aus. Aufwendungen im Zusammenhang mit veranlassten Servicemaßnahmen für Dieselfahrzeuge wirkten ergebnismindernd. Dagegen konnten durch die technische Weiterentwicklung von Komponenten Rückstellungen für Garantiemaßnahmen reduziert werden. Auf Basis der Annahmen für die Entwicklung der für Daimler wichtigen Märkte und der aktuellen Einschätzungen der Geschäftsfelder erwartet das Unternehmen, dass der Konzernabsatz im Jahr 2018 insgesamt leicht gesteigert werden kann. Aufgrund von Herausforderungen in der Lieferkette sowie einer längeren Zertifizierung von Fahrzeugen als üblich in einigen internationalen Märkten wird es im weiteren Jahresverlauf zu vorübergehenden Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von Fahrzeugen kommen. Mercedes-Benz Cars plant für das Gesamtjahr 2018 daher nun einen Absatz in der Größenordnung des Vorjahres. Im chinesischen Markt wird weiteres Wachstum erwartet. Der Absatzausblick wird weiterhin durch das attraktive und innovative Modellportfolio, dessen Vielfalt im Jahr 2018 größer ist als je zuvor, unterstützt. Absatzimpulse werden durch die SUVs erwartet. Die neue A-Klasse als Vorbote der neuen Generation der Kompaktwagen sowie die modellgepflegte C-Klasse und die E-Klasse Familie gehören im Jahresverlauf neben den SUVs – allen voran dem GLC – ebenfalls zu den Hauptabsatztreibern. Das viertürige Stufenheckmodell der A-Klasse wird Ende 2018 neue Impulse setzen. Die batterie-elektrischen smart Modelle sind seit Mai die ersten vollelektrischen Vertreter der EQ-Familie auf den Straßen und sind mit optionalem 22-kW-Boardlader mit Schnellladefunktion perfekt für die urbane Mobilität. Darüber hinaus führt die Pkw-Sparte weltweit neue attraktive Mercedes-Benz Modelle ein. Dazu gehören von der Performance-Marke Mercedes-AMG die neuen 53er-Modelle des CLS sowie die AMG Modelle der C- und E-Klasse Baureihen. Die AMG Sportwagen-Familie wird dieses Jahr durch den Mercedes-AMG GT 4-Türer erweitert.

Die folgende Darstellung zeigt die einzelnen Architekturen:
MFA (A, B, CLA, GLA, GLB)
MRA (C, E, CLS und W223 auf MRA2)
MHA (neuer GLE und GLS, GLS Maybach)
MSA (neuer SL ca. 2021 sowie neuer AMG GT)


Auf der Basis dieser Effekte sowie der erwarteten Marktentwicklung und der aktuellen Einschätzungen der Geschäftsfelder geht Daimler davon aus, dass das Konzern-EBIT im Jahr 2018 leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen wird.

Die einzelnen Geschäftsfelder haben für das Jahr 2018 folgende Erwartungen für das EBIT:
– Mercedes-Benz Cars: leicht unter Vorjahresniveau,
– Daimler Trucks: deutlich über Vorjahresniveau,
– Mercedes-Benz Vans: deutlich unter Vorjahresniveau,
– Daimler Buses: in der Größenordnung des Vorjahres und
– Daimler Financial Services: in der Größenordnung des Vorjahres.


Neue Struktur:
Vorstand und Aufsichtsrat der Daimler AG haben ihre Zustimmung zur neuen Konzernstruktur der Daimler AG gegeben. Die damit verbundenen weltweiten Prüfungen der organisatorischen und steuerlichen Auswirkungen sind erfolgreich verlaufen. Im Herbst 2017 wurden erste vorbereitende Maßnahmen eingeleitet, um das Pkw- und Van-Geschäft sowie das Lkw- und Bus-Geschäft des Konzerns in rechtlich selbstständigen Einheiten zu bündeln. In diesem Rahmen wurde die umfangreichste Due Diligence der 130-jährigen Unternehmensgeschichte von Daimler durchgeführt. In der neuen Aufstellung will Daimler seinen Divisionen mehr unternehmerische Freiheiten geben, noch markt- und kundenorientierter werden und Kooperationen einfacher und schneller ermöglichen. Nach den positiven Beschlüssen von Vorstand und Aufsichtsrat kann das Unternehmen das „PROJEKT ZUKUNFT“ genannte Vorhaben nun umsetzen. Die Umsetzungsschritte sollen in den Jahren 2018 und 2019 auf Basis klarer wirtschaftlicher und technischer Kriterien erfolgen. Die heute beschlossenen Maßnahmen bedürfen im nächsten Schritt der finalen Zustimmung der Aktionäre. Eine Vorlage zur Zustimmung soll auf der ordentlichen Hauptversammlung der Daimler AG im Jahr 2019 erfolgen.

Voraussetzung für diese Zusagen ist, dass die zur Umsetzung der neuen Struktur erforderlichen Ausgliederungen von den Aktionären auf der Hauptversammlung im kommenden Jahr gebilligt werden. Aufgrund der Größe und Komplexität des Projekts findet die nächste ordentliche Hauptversammlung der Daimler AG am 22. Mai 2019 statt. Nach einem positiven Votum der Aktionäre und der Eintragung ins deutsche Handelsregister könnte der Vollzug der Ausgliederungen im Herbst 2019 erfolgen. Die mit PROJEKT ZUKUNFT angestrebte fokussierte und flexible Unternehmensstruktur wird voraussichtlich zum 1. Januar 2020 erreicht.

07.07.2018 Rekordserie gerissen - MB Verkäufe im Juni

Nach 63 Verkaufsrekorden in Folge ist und erstmals ein Monat dabei der rund 2,2% unter dem Vorjahresmonat liegt.

Mercedes-Benz kann auf das absatzstärkste Quartal der Unternehmensgeschichte zurückblicken. Von April bis Juni konnten 594.528 Kunden ihren neuen Mercedes-Benz in Empfang nehmen (+1,9%). Dadurch verkaufte Mercedes-Benz im ersten Halbjahr mehr Fahrzeuge, als je zuvor in einem Halbjahr: Seit Jahresbeginn wurden 1.188.832 Fahrzeuge mit dem Stern an Kunden weltweit ausgeliefert. Damit lagen die Verkaufszahlen nochmal 3,9% über dem Ergebnis des bisher höchsten ersten Halbjahres aus dem Vorjahr. Per Juni war Mercedes-Benz unter anderem in den Märkten Deutschland, Frankreich, Russland, Schweiz, Portugal, Südkorea, Australien, USA und Kanada die zulassungsstärkste Premiummarke.

Mit 203.783 verkauften Pkw weltweit war der Juni der Monat mit dem zweithöchsten Absatz, der seit Jahresbeginn erzielt wurde (-2,6%). Beeinflusst wurden die Verkaufszahlen im vergangenen Monat unter anderem durch einen Brand bei einem Zulieferer in den USA. Dadurch konnten deutlich weniger SUVs im Mercedes-Benz Werk in Tuscaloosa für den Weltmarkt produziert und abgesetzt werden als geplant.

„Dank einer herausragenden Teamleistung können wir auf das erfolgreichste Halbjahr in der Geschichte von Mercedes-Benz zurückschauen: Mit über 1,18 Millionen verkauften Pkw in den ersten sechs Monaten haben wir eine gute Basis für ein erfolgreiches Jahr 2018 gelegt“, so Britta Seeger, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb. „Die neue A-Klasse ist sehr erfolgreich in den Märkten angelaufen und im Juli bringen wir die neue C-Klasse auf den Markt. Diese beiden Volumenmodelle werden maßgeblich zum Absatzerfolg von Mercedes-Benz im zweiten Halbjahr beitragen.“

In Europa hat Mercedes-Benz seit Jahresbeginn 476.790 Pkw ausgeliefert (-1,5%), etwas weniger als im bisher besten ersten Halbjahr aus dem Vorjahr. Rund ein Drittel der Fahrzeuge gingen nach Deutschland, wo über 150.000 Kunden ihren neuen Mercedes-Benz in Empfang nehmen konnten (-0,2%). In Frankreich, Spanien, Schweden, Polen und Dänemark konnten mehr Fahrzeuge mit dem Stern verkauft werden als je zuvor in den ersten sechs Monaten eines Jahres.

Mit einem neuen Bestwert hat Mercedes-Benz das erste Halbjahr in der Region Asien-Pazifik abgeschlossen. Der Absatz stieg zweistellig um 12,5% auf 493.358 Einheiten. Der größte Wachstumsbeitrag kam dabei aus China: 340.164 Pkw mit Stern wurden seit Jahresbeginn ausgeliefert, ein Plus von 16,2%. Ebenfalls mehr Fahrzeuge als je zuvor in einem ersten Halbjahr konnte Mercedes-Benz in den Märkten Südkorea, Japan, Indien, Thailand und Malaysia verkaufen. In der NAFTA-Region wurden von Januar bis Juni 191.249 Mercedes-Benz Fahrzeuge an Kunden übergeben (-1,1%). In den USA lag der Absatz mit 158.848 verkauften Fahrzeugen im ersten Halbjahr 1,9% unter dem sehr hohen Vorjahreswert. In Kanada und Mexiko erreichte Mercedes-Benz per Juni neue Verkaufshöchstwerte.

Die Verkaufszahlen der S-Klasse Limousine stiegen im ersten Halbjahr um 27,5% auf 43.106 Einheiten. In den größten Märkten des Flaggschiffs – in China, USA, Südkorea und Deutschland - war das Absatzplus der Luxuslimousine besonders hoch. Die Mercedes-Maybach S-Klasse Limousine erreichte per Juni einen neuen Bestwert. Seit ihrer Markteinführung wurden bereits mehr als 30.000 Fahrzeuge in Kundenhand übergeben.

Die E-Klasse Limousine und das T-Modell sind so gefragt wie nie zuvor: Seit Jahresbeginn stiegen die Verkaufszahlen auf den neuen Bestwert von 182.135 Einheiten (+0,1%). Besonders beliebt war in den ersten sechs Monaten die Langversion der E-Klasse Limousine, die genau wie die Langversion der C-Klasse Limousine ein sehr starkes Wachstum und einen neuen Absatzrekord verbuchen konnte.

Trotz der eingeschränkten SUV-Produktion des GLE und GLS (Brand bei einem Zulieferer) im vergangenen Monat konnten die SUVs von Mercedes-Benz seit Jahresbeginn einen neuen Höchstwert beim Absatz erzielen: In den vergangenen sechs Monaten wurden 422.645 Einheiten des GLA, GLC, GLC Coupé, GLE, GLE Coupé, GLS und der G-Klasse an Kunden weltweit ausgeliefert (+9,8%). Dazu beigetragen hat vor allem der Bestseller unter den SUVs, der GLC.

Vom smart fortwo und dem smart forfour wurden im vergangenen Monat mit über 13.000 Einheiten 5,0% mehr Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert als im Vorjahresmonat. Weltweit sind seit Jahresbeginn 65.660 smart abgesetzt worden (-6,0%), wobei im größten Markt Deutschland ein zweistelliges Absatzplus erzielt werden konnte (+21,2%), was vor allem am Erfolg der elektrischen smart Modelle liegt. Ende Juni feierte smart seinen 20. Geburtstag: Am 01.07.1998 rollte der erste smart im Werk Hambach vom Band. Seither sind bereits über 2,2 Millionen Einheiten des Stadtflitzers in Kundenhand übergeben worden.

05.06.2018 Grundsteinlegung 2. Ungarn-Werk für MFA2&MRA

Mercedes-Benz Cars wird auch die nächste Generation der C-Klasse (W206, ab 2021) in East London (Südafrika) produzieren und erweitert das Werk mit einer Investition von 600 Millionen Euro. Dazu gehören eine neue Lackiererei und eine neue Rohbauhalle, der Ausbau der bestehenden Montagehalle und neue Logistikeinrichtungen. Insgesamt wird eine Fläche von ca. 100.000 m² für den Neubau genutzt, dies entspricht einem Zuwachs von zwei Dritteln der bereits bestehenden Pkw-Produktionsfläche. Die Einrichtungen nutzen moderne und umweltfreundliche Technologien.

„Mit der Investition von 600 Millionen Euro bauen wir unser Werk in East London deutlich aus und machen es fit für die Zukunft. Die Entscheidung, die neue Generation der C-Klasse in East London zu bauen, ist eine Bestätigung für das Werk und Mercedes-Benz South Africa. Die Investition ist auch ein Zeichen für unser anhaltendes Engagement in Südafrika sowie für unseren Beitrag zur Belebung des Wirtschaftswachstums und der sozioökonomischen Entwicklung der Region East London“, sagte Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands von Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain, anlässlich des Besuchs von Cyril Ramaphosa, Präsident von Südafrika, im Mercedes-Benz Werk in East London.

„Die Förderung neuer, bedeutender Investitionen in unsere Wirtschaft steht in unserer Regierung an zentraler erster Stelle in diesem Jahr. Diese benötigen wir zur Steigerung des Wirtschaftswachstums und der Beschäftigung sowie für den Abbau von ungleichen Lebensverhältnissen. Die Investition von Mercedes-Benz Cars von zehn Milliarden Rand in die südafrikanische Wirtschaft trägt zu unserem ehrgeizigen Ziel bei, die Neuinvestitionen um 1,2 Billionen Rand zu erhöhen und signalisiert die positive Dynamik dieses Vorhabens“, so Präsident Cyril Ramaphosa.

In diesem Jahr feiert East London das sechzigjährige Jubiläum der Mercedes-Benz Pkw-Produktion am Standort. Im Laufe der Jahre hat das Werk einen bedeutenden Beitrag zur Handelsbilanz Südafrikas geleistet und ist ein Katalysator für die wirtschaftliche Entwicklung. Darüber hinaus engagiert sich das Werk in der Region East London und Eastern Cape. Ein Beispiel hierfür ist die Mercedes-Benz Learning Academy (MBLA), die als Vorzeigeprojekt das Engagement von Mercedes-Benz Südafrika für Empowerment und Nachwuchsförderung im Automobilbau demonstriert. MBLA ist eine nachhaltige, öffentlich-private Partnerschaft in Kooperation mit dem Finanzministerium und dem Beschäftigungsfonds. Seit 2004, bietet die Learning Academy eine erstklassige Ausbildung an und es wurden schon hunderte von talentierten Facharbeitern dort ausgebildet.

„Mit Initiativen wie der Mercedes-Benz Learning Academy fördern wir die gesamte industrielle und kommerzielle Entwicklung des Eastern Capes. Nur mit dem Engagement und der Leidenschaft unserer Mitarbeiter sowie der tragfähigen Beziehung zu unserer Belegschaft, die uns weiter in Bezug auf Qualität, Liefertreue und Kosten wettbewerbsfähig machen, war es in East London möglich gewesen, eine Produktionstradition zu begründen“, sagte Andreas Engling.

Die Investition von 600 Millionen Euro fließt in die umfassende Erweiterung und Modernisierung des Werks. Dies betrifft viele verschiedene Bereiche des Werks, sowohl Green- als auch Brownfield. Dazu gehört ein neuer Rohbau mit mehr als 500 Industrie-4.0-fähigen Robotern. Außerdem wird die bestehende Montagehalle erweitert und dabei 700 Tonnen Stahl verbaut, so dass drei zusätzliche Montagelinien installiert werden können. Drittes großes Bauprojekt ist die neue Lackiererei, die durch neueste Technologien energieeffizienter und umweltfreundlicher wird: Damit sinkt der Energieverbrauch pro produziertem Fahrzeug im Werk East London um 25 Prozent. Dies steht im Einklang mit dem Engagement des Standorts für eine grüne Produktion, zu der unter anderem Batterie-Lagercontainer im Werk und die Regenwasserwiederverwertung gehören. Außerdem werden eine Million Liter Wasser gespeichert und Grünflächen auf den Dächern geschaffen.

Mercedes-Benz Cars Operations (MO) verantwortet die Pkw-Produktion an weltweit mehr als 30 Standorten. Drei davon befinden sich derzeit im Aufbau. Innerhalb eines flexiblen und effizienten Produktionsnetzwerks mit rund 78.000 Beschäftigten gehören dazu die zentralen Funktionen Produktionsplanung, TECFABRIK, Logistik und Qualitätsmanagement. Im vergangenen Jahr hat Mercedes-Benz Cars mehr als 2,4 Millionen Pkw der Marken Mercedes-Benz und smart produziert und damit den siebten Rekord in Folge eingefahren. Das Netzwerk orientiert sich an den Produktarchitekturen Frontantrieb (Kompaktwagen) und Heckantrieb (zum Beispiel S-, E- und C-Klasse) sowie den SUV- und Sportwagenarchitekturen. Dazu kommt ein Produktionsverbund für den Powertrain (Motoren, Getriebe, Achsen, Komponenten). Im Mittelpunkt eines jeden Architektur-Produktionsverbunds steht ein Lead-Werk, das als Kompetenzzentrum für Neuanläufe, Technologie und zur Qualitätssicherung dient. Mercedes-Benz Cars ist bereit für die Elektromobilität: Rund um den Globus entstehen aktuell Elektro-Hubs für die Fertigung von E-Fahrzeugen und Batterien. In der täglichen Arbeit liegt der Fokus auf der kontinuierlichen Verbesserung sowie der Weiterentwicklung von modernen Fertigungsverfahren, die eine effiziente, flexible und umweltfreundliche Produktion künftiger Hightech-Fahrzeuge in typischer Mercedes-Benz Qualität ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrem Know-how, deren Arbeit durch eine gezielte ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes sowie durch eine intelligente Automatisierung unterstützt wird. Neben eigenen Produktionswerken setzt Mercedes-Benz im Rahmen des Wachstumskurses verstärkt auf Kooperationen.

Über Mercedes-Benz Südafrika und das Werk East London
Das Werk East London nahm 1958 die Produktion von Mercedes-Benz Pkw auf. Heute wird hier die C-Klasse Limousine für den Export in Märkte mit Rechts- und Linksverkehr produziert. Im vergangenen Jahr sind mehr als 110.000 Fahrzeuge vom Band gelaufen. Außerdem startete das Werk im Jahr 1962 mit der Produktion von Lkw der Marke Mercedes-Benz. Aktuell werden Lkw und Busse der Marken Mercedes-Benz sowie Lkw der Marke Fuso gefertigt. Insgesamt beschäftigt der Standort mehr als 3.300 Mitarbeiter, die Mehrzahl davon in der Pkw-Produktion. Das Werk East London ein wichtiger Bestandteil des weltweiten Produktionsnetzwerkes der C-Klasse. Neben dem südafrikanischen Werk und dem Lead-Werk in Bremen (Deutschland) umfasst das Netzwerk die Mercedes-Benz Werke in Tuscaloosa (USA) und bei BBAC (China).

05.06.2018 Grundsteinlegung 2. Ungarn-Werk für MFA2&MRA

Mercedes-Benz Cars startet im ungarischen Kecskemét den Bau des ersten „Full-Flex Werks“. Insgesamt investiert das Unternehmen in das neue Pkw-Werk eine Milliarde Euro und schafft mehr als 2.500 Arbeitsplätze. Das „Full-Flex Werk“ ist der nächste Schritt auf dem Weg zur smarten Produktion: Es baut auf der im Februar vorgestellten „Factory 56“ auf, ist damit vollständig digitalisiert, auf nachhaltige Produktion ausgelegt und stellt den Menschen in den Mittelpunkt.

„Wir bauen in Ungarn mit einer Investition von einer Milliarde Euro das erste ‚Full-Flex Werk‘ im globalen Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Cars. In einem ‚Full-Flex Werk‘ können verschiedenste Fahrzeugarchitekturen vom Kompaktmodell bis zur heckgetriebenen Limousine und unterschiedlichen Antriebsformen inklusive Elektrofahrzeugen flexibel auf einem Band produziert werden. Wir entwickeln damit das Produktionskonzept der ‚Factory 56‘ weiter“, so Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain.

Das neue Pkw-Werk in Kecskemét besteht aus Presswerk, Rohbau, Oberflächenbearbeitung und Montage. Das Werk ist hocheffizient und verfügt über eine CO2-neutrale Energieversorgung. Mit dem „Full-Flex Werk“ schafft Mercedes-Benz Cars neue Kapazitäten und die technischen Voraussetzungen für die flexible Produktion der Fahrzeuge der Zukunft. Dies umfasst Pkw mit verschiedensten Aufbau- und Antriebsvarianten. Produziert werden können sowohl Pkw mit konventionellen Antrieben als auch Elektrofahrzeuge mit dem neuesten Technologiestand beim automatisierten Fahren –unter Einhaltung der geltenden Sicherheitsvorschriften und gesetzlichen Bestimmungen.

Zur Grundsteinlegung für das zweite Werk am ungarischen Standort Kecskemét trafen sich am 5. Juni 2018 Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Neben Markus Schäfer nahmen auch Péter Szijjártó, Außenminister von Ungarn, Klaudia Szemereyné Pataki, Bürgermeisterin der Stadt Kecskemét, sowie Christian Wolff, CEO Mercedes-Benz Manufacturing Hungary Kft. und Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Kecskemét, an den Feierlichkeiten teil.

Grundidee der „Factory 56“ wird auf kompletten Standort übertragen
Mercedes-Benz Cars präsentierte im Februar mit der „Factory 56“ in Sindelfingen eine der modernsten Automobilproduktionen der Welt. Der Mensch steht im Mittelpunkt und sie ist „Digital, flexible, green“. Kernelemente sind die vollständige Vernetzung aller Anlagen und Prozesse, die durchgängige Umsetzung der papierlosen Fabrik sowie die digitale Steuerung des Materialflusses. Tablets, Handhelds, Smartphones und Smartwatches unterstützen die Mitarbeiter in der täglichen Arbeit. Dabei ist die „Factory 56“ im Sinne von Industrie 4.0 durchgängig digitalisiert und mit anderen Fertigungen des globalen Produktionsnetzwerks verbunden.

Die Grundidee der „Factory 56“ überträgt das Unternehmen nun auf einen kompletten Standort. Weil alle Werksteile – vom Presswerk bis zur Montage – neu entstehen, lässt sich die komplette Prozesskette optimal aufeinander abstimmen. Neben der vollflexiblen Produktion von Fahrzeugen mit Front- oder Heckantrieb können auf der gleichen Linie auch andere Antriebsformen, wie z.B. elektrische Antriebe, produziert werden. Die Produktion startet Anfang des nächsten Jahrzehnts. Für das neue „Full-Flex Werk“ werden 972.700 m3 Erde bewegt. Die bebaute Fläche ist 382.033 m2 groß. Das entspricht circa 54 Fußballfeldern. Mehr als 17.000 Tonnen Stahl werden beim Bau des zweiten Werks am Standort Kecskemét verbaut. Mit der Stahlmenge könnte man rund 1,7 Pariser Eiffeltürme bauen.

„Unser bestehendes Mercedes-Benz Werk in Kecskemét ist seit dem Produktionsstart im Jahr 2012 eine echte Erfolgsgeschichte. Wir produzieren hier Kompaktfahrzeuge mit Frontantriebsarchitektur für den Weltmarkt. Heute schreiben wir die Geschichte weiter, da das zweite Werk in Kecskemét nicht nur zum Aufschwung der ungarischen Automobilindustrie beiträgt, sondern auch für die künftige Generationen einen unmittelbaren Zugang zum internationalen Fachwissen gewährt, und langfristig attraktive Arbeitsplätze schafft“, so Christian Wolff, CEO Mercedes-Benz Manufacturing Hungary Kft. und Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Kecskemét.

Bereits in der Planungsphase wird das „Full-Flex Werk“ vollständig digital abgebildet und optimiert. Ein neues Presswerk, der Karosserie-Rohbau, die Oberflächenbearbeitung und ein flexibles Montagesystem für zukünftige Anforderungen schaffen mit Industrie 4.0 die Voraussetzungen für eine flexible Produktion unabhängig von Fahrzeugarchitektur und Antriebsform.
Die Produktion basiert auf den Vorgaben der „Lean Production“ und beinhaltet ein ideales Werkslayout mit kurzen Wegen und Durchlaufzeiten für maximale Effizienz mit einem gemeinsamen Pulsschlag durch die gesamte Produktion. Dies umfasst auch Mensch-Maschinen-Kooperationen und digital unterstützte Prozesse inklusive der Arbeitsorganisation sowie Logistik und Qualitätssicherung.

Auch der Karosserierohbau verfügt über neue Fertigungskonzepte: Bereits vom ersten Bauteil an ist die Produktionssequenz wie in einer Perlenkette definiert. Im Rohbau der Zukunft, lassen sich die einzelnen Stationen flexibel kombinieren. Durch diese Flexibilität können unterschiedliche Derivate einer Baureihe gleichzeitig gefertigt werden. Heute sind hierfür mehrere spezifische Produktionslinien nötig.

Integriert werden auch moderne Logistik-Konzepte. In den Kommissionierzonen werden modernste Pick-by-Light oder Pick-by-Voice Technologien eingesetzt. Während bei Pick-by-Light dem Kommissionierer die zuzuteilenden Artikel und Mengen über eine direkt am Entnahmefach angeordnete Fachanzeige übermittelt wird, erhält der Mitarbeiter bei Pick-by-voice die Aufträge vom Lagerverwaltungssystem mittels Funk direkt ins Ohr.

Bei allen Aktivitäten steht der Mensch im Mittelpunkt. Die Beschäftigten arbeiten an ergonomisch optimierten Arbeitsplätzen und werden durch digitale Tools optimal in ihren Tätigkeiten unterstützt. Mit intelligenten Mensch-Maschine-Kooperationen ist eine Teilautomatisierung zur Entlastung der Menschen möglich. Die Gestaltung von Arbeitsplätzen und Pausenzonen orientiert sich an ergonomischen Grundsätzen und ermöglicht neue Kommunikationsformen in einem modernen Ambiente.

Die Automobilproduktion von Mercedes-Benz Cars ist nachhaltig und energieeffizient
Kennzeichnend für die Automobilproduktion der Zukunft und damit auch für das zweite Werk am Standort Kecskemét sind modulare Gebäudestrukturen, die sich sowohl über eine energieeffiziente als auch eine umweltfreundliche und somit grüne Gestaltung verfügen. Weiterhin sind die Vermeidung von Abfall und die Reduzierung des Wasserverbrauchs eine Vorgabe, die sich durch den gesamten Betrieb des Standorts zieht. Schließlich nutzt das zweite Werk am Standort Kecskemét erneuerbare Energien und wird somit über eine CO2-neutrale Energieversorgung verfügen.
Mercedes-Benz Cars hat in Deutschland und Europa die Weichen für eine grüne Produktion gestellt. Alle deutschen Werke sollen bis 2022 über eine CO2-neutrale Energieversorgung verfügen. Neue Fabriken in Europa werden schon heute von Anfang an mit einer CO2-neutralen Energieversorgung geplant.

28.05.2018 E-Auto / Plug-In-Hybrid: Bordlader und Wallbox was muss man beachten ?

Wenn man ausreichend Geld, Nerven und noch genügend Zeit hat bis das E-Auto / Plug-In-Hybrid geliefert wird empfiehlt sich folgendes:

400 Volt, 3-phasig, 6mm² Leitungsquerschnitt sowie eine 32 Ampere Absicherung die beim Auslösen direkt alle 3 Sicherungen der 3 Phasen raushaut. Denn 400 Volt * 32 A * Wurzel aus 3 = ergeben 22 KW Ladeleistung. Das ist das Maximum was man zu Hause laden kann und was aktuell auch das höchste ist, was die E-Auto aus Wechselstrom heraus holen können mit ihren Bordlader (smart fortwo, forfour mit 22 KW-Bordlader Option für 840 EUR oder Renault Zoe).

Das Problem ist jedoch, dass der Netzbetreiber, 22KW Wallboxen, nicht ohne Untersuchung/Gutachten freigibt. D.h. die Elektrofachkraft muss erst beim Netzbetreiber anfragen. Beim Mobiltyhouse kostet der Service knapp 300 EUR extra. Dann kann es dauern bis der Netzbetreiber es geprüft hat. Es kann dann vorkommen, dass er einen Ausbau des regionalen Netzes vorsieht und darum bittet sich an diesen Kosten anteilig zu beteiligen.

Somit entscheidet man sich für die 11 KW Installation. Bei der 11 KW Installation wird die 400 Volt Wallbox mit 16 Ampere abgesichert und eine andere Jumperkonfiguration in der Wallbox gewählt. Sie läuft somit nur auf 50% der maximalen technischen Möglichkeit. Der Vorteil ist nun, dass die Elektrofachkraft hier kein Gutachten bzw. Stellungnahme beim Netzbetreiber einholen muss. Es geht deutlich schneller mit der Inbetriebnahme der Wallbox.

Es gibt eh nicht viele E-Autos die mit 22 KW Wechselstrom laden können und Plug-in-Hybrids schon gar nicht.

Das Problem tritt jedoch erst dann in Erscheinung wenn man dann zu spät realisiert, dass die Folgerung 11 KW ist größer als 7,2 KW Bordlader also keine Einschränkung nicht aufgeht. Mathematisch gilt 11 ist größer als 7,2 , aber beim Strom ist das nicht so einfach ;-)

Man kann beobachten, dass die Hersteller sich auf das Gleichstromladen konzentrieren. Dies macht durchaus Sinn, da viele Fahrzeugbesitzer Mieter sind oder zu Hause im Mehrfamilienhaus nicht die Möglichkeit einer Wallboxinstallation haben.

Beim Gleichstromladen wird der Strom direkt am Konverter im Auto vorbeigeschleust und geht direkt in die Batterie. Der Lader ist quasi in der öffentlichen Ladesäule. Hier wird mit DC geladen (Gleichstrom). Zu Hause wird immer mit Wechselstrom geladen (AC) und dieser wird über den Bordlader in Gleichstrom umgewandelt. Jetzt ist es so, dass die Hersteller neben dem günstigen Gleichstrom laden mittels CCS Stecker (Lader ist nicht im Auto, sondern in der Ladesäule) nur einen einphasigen 230 Volt Bordlader mit Typ2 Stecker verbauen und somit Kosten sparen.

Bspw. ist im Jaguar I-Pace oder im smart (nur ohne 22 KW Bordlader Option) ein 1-phasiger 7,2 KW Bordlader verbaut. Wenn man jetzt die smart Batterie 17,6 kwh durch 7,2 KW teilt ergibt sich eine Ladezeit von 2 Stunden und rund 30 Minuten. Dies gilt jedoch leider nur im Ausland. Denn in Deutschland möchte der Netzbetreiber Schieflasten im Netz vermeiden. D.h. wenn Phase 2 und 3 nicht abgenommen werden (da es ja nur ein einphasiger 230 Volt Bordlader ist und nicht 400 Volt) würde die gesamten 7,2 KW über eine Phase laufen und die maximale Phasendifferenz ist in Deutschland auf 4,6 KW begrenzt. Somit lädt der smart in Deutschland in 4 Stunden, also ne deutliche Ecke langsamer als im Ausland. Beim Jaguar ist es noch extremer, da er eine 90 kwh Batterie hat. Hier ist man dann trotz Wallbox mit 20 Stunden dabei. Jaguar hat schon bekannt gegeben, dass für Deutschland ein neuer Bordlader in Zukunft erscheinen wird.

Wer jetzt aber seine Wallbox nur im 11 KW Modus betreiben darf und dann denkt für den 7,2 KW Bordlader reicht es noch aus, hat sich leider getäuscht. Denn der einphasige 230 Volt Bordlader zieht nur an einer Phase. Also 11 KW durch 3 = 3,7 KW. Somit lädt der smart hier dann in 4 Stunden 45 min auf.

Mercedes wird den smart 7,2 KW Bordlader (der in Deutschland mit 4,6 KW angegeben ist) auch in die neuen Plug-In-Hybrid Modelle bringen (S 560e, C 300e, C 300de, E 300e, E 300de, GLC & GLC-F-Cell). Aber am meisten bringt die Steigerung nur etwas den Kunden im Ausland. Die deutschen Kunden laden quasi genauso schnell wie mit den alten 3,7 KW Bordlader.

Die Lösung wäre ganz klar einen 3-phasigen 400 Volt Bordlader zu verbauen und die Wallboxbesitzer nicht im Regen stehen zu lassen. Der muss ja nicht auf 22 KW ausgelegt werden, da die 13,7 kwh Batterie dadurch zu sehr gestresst würde.
Aktuell sagt man, dass man eine Batterie mit dem maximal 1,5 fachen an Leistung im Verhältnis zur Kapazität laden darf. D.h. eine 100 kwh Batterie wird an einer öffentlichen Ladestation nicht mit mehr als 150 KW geladen.

PS: durch die neuen Verordnungen in 2018 wird das Laden über Schuko-Haushaltsteckdosen von 12 A auf 10 A gedrosselt. Da wohl auch bei der Schukosteckerlösung inszwischen ein DC-Fehlstromerkennung vorgeschrieben ist. Somit reduziert sich die Ladeleistung an der Haushaltssteckdose 2,7 kw auf 2,3 kW.
Denn nur schnelleres Laden führt dazu, dass die relativ kleinen Plug-In-Hybrid Batterien wieder schnell voll ist.

Nach über 18.000 km hat der E 350e einen Verbrauch von 2,4 Liter auf 100 km. Also immer schön anleinen ;-)

18.05.2018 EQB kommt aus dem smart Werk in Hambach

Mercedes-Benz Cars erweitert die Kapazitäten für Elektrofahrzeuge in Europa. Das Werk Hambach wird wohl den EQB (EVA 1.5) von Mercedes-Benz unter der neuen Produkt- und Technologiemarke EQ fertigen. Der EQB könnte nach dem EQA, der ab Juni 2020 an die Kunden ausgeliefert und in Rastatt produziert wird, das Modell sein, welches aus Hambach kommt. „Wir haben vor 20 Jahren mit der Einweihung des smart Werks in Hambach ein beispielhaftes deutsch-französisches Projekt gestartet. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt und bringen erstmals in unserer über 100-jährigen Geschichte die Produktion von Mercedes-Benz nach Frankreich. Mit dem kompakten EQ-Modell aus Hambach setzen wir unsere Elektro-Offensive fort“, sagt Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter von Mercedes-Benz Cars, nach einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron im Élysée-Palast in Paris. (Fotos zeigen den EQA, der EQB könnte die Elektroversion des neuen Kompakt-SUV GLB sein)

Bis 2022 will Mercedes-Benz Cars mehr als zehn Elektro-Pkw auf den Markt bringen: in allen Segmenten von smart bis zum großen SUV. Das Unternehmen geht davon aus, dass in 2025 der Anteil der Elektromodelle am Gesamtabsatz von Mercedes-Benz zwischen 15 und 25 Prozent liegen wird. Ab 2020 wird die Marke smart in Europa und den USA nur noch Elektrofahrzeuge anbieten. smart wird damit die erste Automobilmarke der Welt, die von Verbrennungsmotoren komplett auf elektrische Antriebe umsteigt. „Wir wollen die langjährige Erfahrung des Standorts Hambach beim Bau von Elektrofahrzeugen nutzen und das Werk für die Produktion eines elektrischen Mercedes-Benz fit machen. Insgesamt investieren wir in das Werk Hambach und in das Produkt rund 500 Millionen Euro. Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zahlt sich damit nun aus, dass sie bereits vor zwei Jahren mit dem ‚Pacte 2020‘ zu einer deutlich verbesserten Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Hambach beigetragen haben“, so smart Chefin Dr. Annette Winkler. Der im Jahr 2016 mit der Belegschaft vereinbarte „Pacte 2020“ beinhaltet die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf 39 Stunden und eine Gehaltsanpassung.

Mit dem smart Standort Hambach verfügt Mercedes-Benz Cars über ein langjähriges Kompetenzzentrum zur Produktion von Elektro-Fahrzeugen: Bereits 2007 hat smart als Pionier der E-Mobilität ein batterieelektrisch betriebenes Fahrzeug auf den Markt gebracht und produziert seit 2012 elektrische smart in Serie. Aktuell laufen dort mit dem smart EQ fortwo coupé und dem smart EQ fortwo cabrio zwei Elektro-Fahrzeuge vom Band. Die Marke smart ist im ersten Quartal in Deutschland Marktführer unter den vollelektrischen Fahrzeugen. Das smart Werk in Hambach bezieht schon heute den kompletten Strombedarf aus erneuerbaren Energiequellen und ist somit CO2-neutral.

„Mit der Produktion eines kompakten Elektrofahrzeugs in Hambach schaffen wir weitere Kapazitäten für unsere Elektro-Offensive an sechs Standorten auf drei Kontinenten. Das smart Werk Hambach wird künftig Teil unseres Kompaktwagen-Produktionsverbunds mit dem Lead-Werk Rastatt“, sagt Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars Produktion und Supply Chain. Zum Produktionsverbund der neuen Kompaktwagen-Generation gehören das Werk im ungarischen Kecskemét, der chinesische Produktionsstandort BBAC in Peking, das COMPAS-Werk in Aguascalientes (Mexiko) sowie der finnische Fertigungsdienstleister Valmet Automotive.

Die Vorbereitungen für das neue Modell in Hambach starten in Kürze. Die Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro fließen zu verschiedenen Teilen in neue Hallen mit hochmoderner Technologie für den Karosseriebau und Oberflächenbehandlung sowie in das Produkt selbst. Durch die Gesamtinvestition wird zusätzlich die Montage erweitert und die Infrastruktur des Standorts angepasst.

„Wir im smart Werk Hambach freuen uns auf die Produktion des ersten Mercedes-Benz Modells. Unsere neue Aufgabe ist ein Beweis für die hervorragende Kompetenz am Standort und die hohe Motivation unserer Mitarbeiter“, sagt Serge Siebert, Standortverantwortlicher smart Werk Hambach.

Über das smart Werk Hambach
Das smart Werk im lothringischen Hambach mit seinen über 800 Beschäftigten konzentriert sich aktuell auf die Produktion des smart fortwo. Die Montagelinie in Form eines Plus-Zeichens erfüllt die Anforderungen von Logistik und Montage optimal und sorgt für eine effiziente Gestaltung der Produktionsabläufe. Das Werk wurde am 27. Oktober 1997 vom damaligen französischen Staatspräsident Jacques Chirac und dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl eingeweiht. Seit diesem Tag steht das Werk für die Erfolgsgeschichte eines innovativen Fertigungskonzepts, das bis heute Maßstäbe in der Automobilindustrie setzt. Bis heute sind rund zwei Millionen smart fortwo in Hambach vom Band gelaufen.

Elektro-Offensive von Mercedes-Benz Cars
Mercedes-Benz Cars hat im Jahr 2017 wichtige strategische Weichen für die Elektromobilität gestellt:
Rund um den Globus entstehen aktuell Elektro-Hubs für die Fertigung von E-Fahrzeugen und Batterien. Bis 2022 will Daimler das gesamte Mercedes-Benz Portfolio elektrifizieren. Das bedeutet, dass den Kunden in jeder Mercedes-Baureihe mindestens eine elektrifizierte Alternative angeboten wird. Dazu wird Mercedes-Benz die Entwicklung von Plug-in-Hybriden und die Einführung von 48-Volt-Systemen kontinuierlich vorantreiben. Von den mehr als 130 elektrifizierten Fahrzeugen werden mehr als zehn Modelle reine Elektro-Pkw sein – in allen Segmenten, vom smart bis zum großen SUV. In den nächsten Jahren investiert Mercedes-Benz Cars zehn Milliarden Euro in den Ausbau seiner Elektroflotte und zusätzlich rund eine Milliarde Euro in einen globalen Batterie-Produktionsverbund innerhalb des weltweiten Produktionsnetzwerks. So wird ein globaler Batterie-Produktionsverbund geschaffen, der aus sechs Batteriefabriken auf drei Kontinenten bestehen wird.

Im smart Werk Hambach wird seit 2017 mit dem smart EQ fortwo und dem smart EQ fortwo Cabrio bereits die vierte Generation von Elektrofahrzeugen der Stadtflitzer gefertigt. Das erste Mercedes-Benz Elektrofahrzeug der neuen Produkt- und Technologiemarke EQ läuft im Mercedes-Benz Werk Bremen vom Band: Der Produktionsstart des EQC, einem vollelektrischen SUV, ist im Jahr 2019. Kurz darauf wird der EQC auch bei BBAC in Peking, dem Joint Venture von Daimler und BAIC Motor, produziert werden. Weitere Standorte für künftige Mercedes-Benz EQ-Modelle sind die Mercedes-Benz Werke Rastatt, Sindelfingen und Tuscaloosa (USA).

14.05.2018 Mercedes Produktion wird Co2 neutral

Mercedes-Benz Cars stellt in Deutschland und Europa die Weichen für eine grüne Produktion. Alle deutschen Werke sollen bis 2022 über eine CO2-neutrale Energieversorgung verfügen. Die Vorbereitungen für die Nutzung von ausschließlich grünem Strom für eine klimafreundliche Produktion in Europa sind bereits weit fortgeschritten. „Unsere Mercedes-Benz Werke in Deutschland werden ab 2022 CO2-neutral produzieren. Wir verzichten damit komplett auf Kohlestrom und beziehen unsere elektrische Energie nur noch aus regenerativen Quellen. Neue Fabriken in Europa werden schon heute von Anfang an mit einer CO2-neutralen Energieversorgung geplant. Dieser Vorstoß passt zu unserer gesamten Strategie: Im Zuge der Elektro-Offensive setzt Mercedes-Benz Cars auf lokal emissionsfreie Fahrzeuge. Mit einer CO2-neutralen Energieversorgung der Werke führen wir diesen Ansatz konsequent fort und treiben das Thema Nachhaltigkeit in der Produktion aktiv voran“, dies kündigte Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain, beim 6. Effizienz-Gipfel des Instituts für Energieeffizienz in der Produktion der Universität Stuttgart im Center of Excellence des Mercedes-Benz Werks Sindelfingen an.

Mit diesem Beschluss stellt Mercedes-Benz Cars seine Produktion noch nachhaltiger auf – dies ist eine erste konkrete strategische Weichenstellung im Rahmen der „Purpose“-Initiative, die in den vergangenen Monaten innerhalb der Pkw-Sparte von Daimler angestoßen wurde.

Die Purpose-Initiative beschäftigt sich mit der essentiellen Frage nach dem tieferen Sinn („Purpose“) des Unternehmens: Wofür existiert Mercedes-Benz eigentlich? Denn die Erfindung des Automobils hat Millionen von Menschen Mobilität und letztlich persönliche Freiheit ermöglicht. Gleichzeitig ist mit dem großen Erfolg des Automobils auch eine immense Verantwortung verbunden. Wie kann ein Unternehmen dieser Verantwortung nachhaltig und dauerhaft gerecht werden? In komprimierter Form ist aus diesen Diskussionen der neue Leitsatz „First Move the World“ entstanden, der Pioniergeist und Verantwortung gleichermaßen abbildet. Lesen Sie mehr zum „Purpose“ von Mercedes-Benz auf Dieter Zetsche’s LinkedIn-Profil: https://www.linkedin.com/pulse/first-move-world-dieter-zetsche/ (in englischer Sprache). Eine erste konkrete Entscheidung, die sich aus „Purpose“ ableitet, ist die Umstellung auf CO2-neutrale Produktion.

In Deutschland verfügt Mercedes-Benz Cars über acht Fahrzeug- und Powertrain-Werke (Bremen, Rastatt, Sindelfingen, Berlin, Hamburg, Kamenz, Kölleda, Stuttgart-Untertürkheim), die Strom zukaufen oder eigene Kraftwerke betreiben. Künftig stammt zugekaufter Strom zu 100 Prozent nachweisbar aus regenerativen Quellen, wie beispielsweise aus Wind- und Wasserkraft. Dies entspricht circa drei Vierteln des benötigten Strombedarfs in den deutschen Werken. Der Rest des Strombedarfs wird in eigenen hocheffizienten Gas-KWK Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplung) erzeugt. Die dabei entstehenden CO2-Emissionen werden durch qualifizierte Kompensationsprojekte ausgeglichen.

Neue Fabriken in Deutschland und Europa sollen von Beginn an über eine CO2-neutrale Energieversorgung verfügen:
Bereits heute bezieht das smart Werk in Hambach (Frankreich) den kompletten Strombedarf aus erneuerbaren Energiequellen.
Am Standort Kecskemét (Ungarn) entsteht ein zweites hochflexibles und effizientes Werk, das CO2-neutral versorgt werden wird.
In Jawor (Polen) wird ein neues CO2-neutrales Motorenwerk gebaut. Das Werk wird 2019 den Betrieb aufnehmen.

Im Werk Sindelfingen (Deutschland) entsteht aktuell die „Factory 56“. Gemäß ihres Slogans – digital, flexible, green – wird sie Maßstäbe in der weltweiten Automobilproduktion setzen. Die Produktionshalle nutzt erneuerbare Energien und reduziert den Wasserverbrauch und den Abfall deutlich. Auf dem Dach der „Factory 56“ befindet sich eine Photovoltaikanlage, die die Halle zusätzlich mit selbst erzeugtem grünem Strom versorgt.

Mercedes-Benz Cars treibt die Nachhaltigkeit in den Werken voran und setzt weltweit auf eine grüne Produktion. Seit langem richten die Mercedes-Benz Cars Werke ihre Produktion umweltfreundlich aus. Ziel ist es, die komplette Wertschöpfungskette nachhaltig zu gestalten. Dazu gehört ein optimierter Ressourcenverbrauch durch die möglichst effiziente Nutzung von Energie und Wärme. Schon heute wird Energieeffizienz gelebt und umgesetzt: Alle Mercedes-Benz Werke in Deutschland sind nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Ein Energiemanagement zur kontinuierlichen Reduzierung des Energieverbrauchs ist implementiert. Mit vielfältigen Maßnahmen wird die Belegschaft in den Werken sensibilisiert. Dazu gehören allgemein sichtbare Energiespar-Tipps, Schulungen und Energie-Messen in der Produktion. Verschiedene technische Maßnahmen wie die Installation von energiesparenden LEDs, die automatische Abschaltung von Verbrauchern in den Pausen und in der produktionsfreien Zeit oder hocheffiziente Turboverdichter zur zentralen Drucklufterzeugung tragen zur weiteren Energieeinsparung bei. Unterstützt werden die Maßnahmen durch eine effiziente Steuerung der elektrischen Energieversorgung.

Der Energieeffizienz-Gipfel findet in diesem Jahr im Center of Excellence des Mercedes-Benz Werks Sindelfingen statt. Begleitet wird die Veranstaltung durch eine Ausstellung mit Beispielen nachhaltiger und grüner Projekte in der globalen Produktionsorganisation von Mercedes-Benz Cars. In verschiedensten Projekten wird Nachhaltigkeit in der globalen Produktionsorganisation als ganzheitlicher Ansatz thematisiert:

Im Rahmen des EU-Forschungsprojektes „AREUS“ und des Projektes „ DC-INDUSTRIE“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wird an der nächsten Generation intelligenter und offener Energienetze für die Produktionstechnik geforscht. Um die anspruchsvollen Ziele in Bezug auf Energieeffizienz, Energieflexibilität und Netzstabilität erreichen zu können, müssen dabei die Chancen, die sich durch eine Digitalisierung der Energienetze ergeben, konsequent genutzt werden. Ein Kernelement des Wandels ist hierbei eine Umstellung der Produktionsnetze von Wechselstrom auf Gleichstrom, die Umsetzung sogenannter „Industrial Smart DC Grids“. Die Idee: Vom Rechner über industrielle Antriebe, Roboter und Fertigungstechnologien bis hin zur Hallenbeleuchtung – nahezu alle elektrischen Verbraucher in der Produktion benötigen bereits heute Gleichstrom. Aus der „Steckdose“ kommt aber Wechselstrom, der erst umgewandelt werden muss. Neben den geringeren Wandlungsverlusten bieten gleichstrombasierte Netze weitere erhebliche Potenziale, unter anderem bei der Nutzung regenerativer Energie, die beispielsweise über Photovoltaikanlagen auf den Produktionshallen für die Eigenversorgung erzeugt werden kann. Der aus dem Sonnenlicht erzeugte Gleichstrom kann direkt in der Produktion genutzt oder in industriellen Energiespeichern zwischengespeichert werden, um die volatile Verfügbarkeit regenerativer Energien auszugleichen. Ähnlich wie in Hybrid- oder Elektrofahrzeugen werden zudem die Vorteile der sogenannten Rekuperation genutzt: Energie, die beim Abbremsen der Roboter in der Anlage entsteht, kann dabei effizient zurückgewonnen werden.

Stationäre Stromspeicher in Industriestromnetzen: Der Technologieentwicklungs- und Planungsbereich starteten ein Pilotprojekt zur Entwicklung, Standardisierung und Erprobung eines stationären Batteriecontainers zur Stromspeicherung. Mit Energiespeichersystemen von Mercedes-Benz Energy soll regenerative Energie, die beispielsweise über eigene Photovoltaikanlagen gewonnen wird, zwischengespeichert und bei Bedarf in die Versorgung des Werks integriert werden. Somit kann eine sichere Stromversorgung auch in schwankenden Netzen gewährleistet werden. Ein weiterer zentraler Anwendungsfall: Batterien aus Elektrofahrzeugen können nach ihrer Verwendung im Fahrzeug (1st Life) ein zweites Mal (2nd Life) als stationärer Stromspeicher weiter verwendet werden.

Mercedes-Benz Cars Operations (MO) verantwortet die Pkw-Produktion an weltweit mehr als 30 Standorten. Drei davon befinden sich derzeit im Aufbau. Innerhalb eines flexiblen und effizienten Produktionsnetzwerks mit rund 78.000 Beschäftigten gehören dazu die zentralen Funktionen Produktionsplanung, TECFABRIK, Logistik und Qualitätsmanagement. Im vergangenen Jahr hat Mercedes-Benz Cars mehr als 2,4 Millionen Pkw der Marken Mercedes-Benz und smart produziert und damit den siebten Rekord in Folge eingefahren. Das Netzwerk orientiert sich an den Produktarchitekturen Frontantrieb (Kompaktwagen) und Heckantrieb (zum Beispiel S-, E- und C-Klasse) sowie den SUV- und Sportwagenarchitekturen. Dazu kommt ein Produktionsverbund für den Powertrain (Motoren, Getriebe, Achsen, Komponenten). Im Mittelpunkt eines jeden Architektur-Produktionsverbunds steht ein Lead-Werk, das als Kompetenzzentrum für Neuanläufe, Technologie und zur Qualitätssicherung dient. Mercedes-Benz Cars ist bereit für die Elektromobilität: Rund um den Globus entstehen aktuell Elektro-Hubs für die Fertigung von E-Fahrzeugen und Batterien. In der täglichen Arbeit liegt der Fokus auf der kontinuierlichen Verbesserung sowie der Weiterentwicklung von modernen Fertigungsverfahren, die eine effiziente, flexible und umweltfreundliche Produktion künftiger Hightech-Fahrzeuge in typischer Mercedes-Benz Qualität ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrem Know-how, deren Arbeit durch eine gezielte ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes sowie durch eine intelligente Automatisierung unterstützt wird. Neben eigenen Produktionswerken setzt Mercedes-Benz im Rahmen des Wachstumskurses verstärkt auf Kooperationen.

07.05.2018 Rekord April - 63. Rekordmonat in Folge

Mercedes-Benz hat in den ersten drei Monaten des Jahres das absatzstärkste Quartal aller Zeiten abgeschlossen und die Spitzenstellung im Premiumsegment behauptet. An diesen erfolgreichen Jahresstart knüpfte das Unternehmen mit dem Stern im April nahtlos an: 192.558 Pkw wurden rund um den Globus an Kunden ausgeliefert (+6,6%), mehr als je zuvor zu Beginn des zweiten Quartals. Seit Jahresbeginn stieg der Absatz auf einen neuen Bestwert von 786.862 verkauften Fahrzeugen mit dem Stern (+6,2%). Bereits seit 62 Monaten wächst Mercedes-Benz Monat für Monat ohne Unterbrechung. Mercedes-Benz war im April, unter anderem in Deutschland, Spanien, Schweden, Südkorea, Australien, USA, Mexiko und Brasilien die zulassungsstärkste Premiummarke.

In Europa hat Mercedes-Benz in den ersten vier Monaten einen neuen Absatzbestwert verbucht und 312.966 Pkw an Kunden ausgeliefert (+1,2%). Im April lag der Absatz mit 74.835 verkauften Pkw in etwa auf dem sehr hohen Niveau des Vorjahres. Ein Drittel aller Auslieferungen gingen dabei an den größten europäischen Markt Deutschland (25.303 Einheiten, +3,0%). Neue Bestwerte erzielten per April die Märkte Spanien, Schweden, Polen und Portugal – nie zuvor wurde in diesem Zeitraum mehr Mercedes-Benz Fahrzeuge verkauft. Auch im aufstrebenden Markt Ungarn hat Mercedes-Benz die besten ersten vier Monate eines Jahres mit deutlich zweistelligem Wachstum abgeschlossen.

Erneut zweistelliges Wachstum erzielte Mercedes-Benz in der Region Asien-Pazifik: Mit 80.243 ausgelieferten Einheiten stieg der Absatz im April auf einen neuen Bestwert (+17,2%). Der größte Wachstumsbeitrag kam aus China – hier stieg die Zahl der Auslieferungen im vergangenen Monat um 20,1% auf 57.221 Einheiten. Erstmals wurde im Reich der Mitte nach nur vier Monaten die 200.000er Marke beim Absatz erreicht (227.153 Einheiten, +18,0%). Mehr als zwei Drittel aller dort verkauften Mercedes-Benz Fahrzeuge werden auch vor Ort produziert. Bestwerte erzielte Mercedes-Benz seit Jahresbeginn zudem in Südkorea, Indien, Thailand und Malaysia. In der NAFTA-Region hat Mercedes-Benz seit Jahresbeginn 126.518 Pkw an Kunden ausgeliefert – mehr als je zuvor in den ersten vier Monaten eines Jahres (+0,3%). Im April konnte das Unternehmen mit dem Stern in der Region mehr Fahrzeuge ausliefern als im Vorjahresmonat (33.143 Einheiten, +3,4%). In den USA stieg der Absatz im vergangenen Monat um 1,0% an und 27.207 Kunden konnten sich über ihren neuen Mercedes-Benz freuen. Mercedes-Benz USA und Mercedes-Benz Financial Services USA LLC haben angekündigt ‚Mercedes-Benz Collection‘ einzuführen, ein Aboservice für Premiumfahrzeuge, mit dem Kunden je nach Bedarf und Lebensstil zwischen verschiedenen Fahrzeugen wechseln können. In Zusammenarbeit mit den Mercedes-Benz Händlern wird der Service im Juni als Pilot in zwei Märkten eingeführt: Nashville, TN und Philadelphia, PA. In Kanada (+7,4%) und Mexiko (+44,2%) verbuchte Mercedes-Benz sogar jeweils einen neuen Bestwert im April.

Im April wurden 68.129 SUVs von Mercedes-Benz verkauft und damit 14,0% mehr als im Vorjahresmonat. Der neue Bestwert ist vor allem auf die starke Nachfrage nach dem GLC zurückzuführen, dessen Absatz im April um 37,2% gestiegen ist. Neben dem GLC gehört der GLA zu den meistverkauften Fahrzeugen im SUV Segment von Mercedes-Benz.
Die S-Klasse Limousine hat zu Beginn des zweiten Quartals eine Absatzsteigerung von 26,1% verbuchen können. 6.977 Einheiten des Flaggschiffs von Mercedes-Benz sind im April ausgeliefert worden. Die Verkäufe des Mercedes-Maybach stiegen im April sogar auf einen neuen Bestwert an. Auf der „Auto China 2018“ in Peking präsentierte Mercedes-Benz den Vision Mercedes-Maybach Ultimate Luxury. Das Design des Crossovers aus einer exklusiven High-end-Limousine und einem SUV folgt der Philosophie der Sinnlichen Klarheit.

Die A-Klasse steht vor ihrem Modellwechsel. Trotzdem wurden von den Kompakten im April mehr als 46.000 Einheiten an Kunden weltweit ausgeliefert. Seit Jahresbeginn lag der Absatz der A- und B-Klasse, des CLA, CLA Shooting Brake und GLA mit über 197.000 verkauften Einheiten sogar über dem Vorjahresniveau (+0,2%). Die neue A-Klasse wird seit April im Werk Rastatt (Deutschland) produziert und seit Anfang Mai an Kunden in Europa ausgeliefert. Vor kurzem wurde auf der Messe in Peking zudem das sechste Kompaktmodell vorgestellt: Die neue A-Klasse Limousine mit langem Radstand ist speziell auf die Bedürfnisse der chinesischen Kunden ausgerichtet und das sechste Kompaktmodell im Portfolio von Mercedes-Benz. Insgesamt soll die Kompaktwagenfamilie auf acht Modelle wachsen.

Die aktuelle Generation des smart fortwo ist bereits seit vier Jahren auf dem Markt. Bereits das dritte Jahr in Folge sind in den ersten vier Monaten über 40.000 smart Modelle an Kunden in alle Welt verkauft worden. Im vergangenen Monat hat die Marke smart 10.128 Einheiten des smart fortwo und forfour an Kunden übergeben (-7,5%). Im größten Einzelmarkt Deutschland konnte der Absatz der Marke im April gesteigert werden. Die elektrischen smart Fahrzeuge kommen vor allem in Europa hervorragend an – nie zuvor wurden von diesen Modellen in den ersten vier Monaten eines Jahres mehr Einheiten verkauft.

27.04.2018 Daimler Q1 2018 EBIT

Konzernabsatz mit 806.900 Einheiten um 7% über Vorjahr

Umsatzanstieg um 3% auf 39,8 Mrd. €, wechselkursbereinigt plus 8%

Konzern-EBIT in Höhe von 3,3 (i. V. 3,8) Mrd. € deutlich unter Vorjahr; im Vorjahreszeitraum positive Sondereffekte in Höhe von 700 Mio. € enthalten

Konzernergebnis bei 2,4 (i. V. 2,7) Mrd. €

Free Cash Flow im Industriegeschäft in den ersten drei Monaten bei 1,8 (i. V. 1,9) Mrd. €

Für Gesamtjahr 2018 leichte Steigerung von Absatz, Umsatz und Konzern-EBIT erwartet

Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars: „Wir setzen unseren profitablen Wachstumskurs nachhaltig fort und haben mehr Fahrzeuge in einem ersten Quartal verkauft als jemals zuvor. Daran wollen wir weiter anknüpfen und setzen unsere Strategie mit den fünf Säulen CORE, CASE, CULTURE, COMPANY und CUSTOMER konsequent um.“

Bodo Uebber, im Vorstand der Daimler AG für Finance & Controlling und Daimler Financial Services verantwortlich: „ Wir sind gut ins Jahr gestartet und haben weiter in die Zukunft investiert. Mit unserer starken Bilanz und unseren guten Ergebnissen stellen wir die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens und der Mobilität.“

Das auf die Aktionäre der Daimler AG entfallende Konzernergebnis betrug 2.273 (i. V. 2.557) Mio. €; dies führte zu einem Rückgang des Ergebnisses je Aktie auf 2,12 (i. V. 2,39) €.

Das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars konnte das Vorjahresergebnis leicht verbessern. Der Ergebnisanstieg ist vor allem auf die sehr positive Absatzentwicklung der S-Klasse und der SUV-Modelle zurückzuführen. Daimler Trucks erzielte ein EBIT auf Vorjahresniveau. Das Vorjahresquartal war hierbei durch den Verkauf von Immobilien durch die Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation in Japan mit 267 Mio. € positiv beeinflusst. Mercedes-Benz Vans und Daimler Buses erzielten jeweils ein EBIT deutlich unter dem Vorjahresniveau. Bei Daimler Financial Services führte das gestiegene Vertragsvolumen zu einem leichten Anstieg des Ergebnisses. Wechselkurseffekte wirkten sich in Summe leicht negativ auf das operative Ergebnis aus. Die Überleitung der Segmentergebnisse auf das Konzern-EBIT zeigt im ersten Quartal 2018 ein negatives Ergebnis. Das positive Ergebnis im Vorjahresquartal war dabei insbesondere auf die Wertaufholung des At-equity-Buchwerts der BAIC Motor Corporation Ltd. (BAIC Motor) zurückzuführen.

Seit dem 31. Dezember 2017 erhöhte sich die Netto-Liquidität des Industriegeschäfts um 2,1 Mrd. € auf 18,7 Mrd. €. Ursächlich für den Anstieg war insbesondere der positive Free Cash Flow.

„Wir sind gut ins Jahr gestartet und haben weiter in die Zukunft investiert. Mit unserer starken Bilanz und unseren guten Ergebnissen stellen wir die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens und der Mobilität“, sagte Bodo Uebber, im Vorstand der Daimler AG für Finance & Controlling und Daimler Financial Services verantwortlich. „Mit dem Projekt Zukunft verfolgen wir eine neue Aufstellung des Unternehmens, um die Geschäftsfelder noch agiler und damit wettbewerbsfähiger zu machen. Und mit dem geplanten Joint Venture mit BMW wollen wir unseren Kunden ein umfassendes Ökosystem für Mobilitätsdienste schaffen, das individuelle Mobilität auf Knopfdruck ermöglicht.“

Der Daimler-Konzern hat sich im Berichtsquartal 2018 erneut zu attraktiven Bedingungen auf den internationalen Geld- und Kapitalmärkten refinanziert. Von Januar bis März 2018 sind Daimler aus der Emission von Anleihen liquide Mittel in Höhe von 4,7 (i. V. 6,7) Mrd. € zugeflossen. Aufgrund der Tilgung von Anleihen flossen 4,4 (i. V. 4,8) Mrd. € ab. Ein wesentlicher Teil des Emissionsvolumens wurde in Form sogenannter Benchmark-Anleihen (Anleihen mit hohem Nominalvolumen) durchgeführt. Im Januar platzierte die Daimler AG eine sogenannte Panda-Anleihe mit einem Volumen von 3,0 Mrd. RMB im chinesischen Kapital­markt. Darüber hinaus wurden zwei Asset-Backed Securities (ABS)-Transaktionen in den USA durchgeführt. Dabei konnte ein Refinanzierungsvolumen von 2,3 Mrd. US-$ generiert werden.

Beschäftigte Zum Ende des ersten Quartals 2018 waren im Daimler-Konzern weltweit 294.029 (Jahresende 2017: 289.321; Q1 2017: 285.810) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 173.882 (Jahresende 2017: 172.089) in Deutschland tätig; 24.426 (Jahresende 2017: 23.513) waren es in den USA. Bei den konsolidierten Tochtergesellschaften in China waren Ende März 4.150 (Jahresende 2017: 4.099) Beschäftigte tätig.

Der Absatz von Mercedes-Benz Cars stieg im ersten Quartal 2018 um 5% auf 594.300 Einheiten auf einen neuen Bestwert. In Europa wurde mit 244.200 Fahrzeugen der Marken Mercedes-Benz und smart erneut ein Rekordwert erzielt (+1%). Dabei lagen die Verkaufszahlen in Deutschland (+6%), Frankreich (+7%) und Spanien (+4%) über dem Vorjahreswert. Auch in China wurde der Absatz auf einen neuen Höchstwert gesteigert (+16%). Südkorea (+18%), Indien (+26%) und Malaysia (+29%) trugen ebenfalls mit neuen Verkaufsbestwerten zu dem Erfolg bei. Der Absatz in den USA lag um 10% unter dem Vorjahresquartal, während in Kanada (+2%) und Mexiko (+7%) mehr Fahrzeuge verkauft wurden als jemals zuvor im vergleichbaren Zeitraum.

Der Umsatz des Geschäftsfelds nahm um 2% auf 23,0 Mrd. € zu. Im Berichtsquartal lag das EBIT mit 2.060 Mio. € leicht über dem Vorjahreswert von 1.998 Mio. €. Die Umsatzrendite belief sich auf 9,0 (i. V. 8,9)%. Insbesondere die sehr positive Absatzentwicklung der S-Klasse sowie der SUV-Modelle hatte einen maßgeblichen Einfluss auf den Ergebnisanstieg im ersten Quartal 2018. Gegenläufige Effekte entstanden durch Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge sowie höhere Aufwendungen für Rohstoffe. Zudem wirkten sich erhöhte Aufwendungen im Zusammenhang mit der Bewertung des Leasing-Portfolios in Deutschland ergebnismindernd aus. Das Vorjahresquartal war durch einen aperiodischen Effekt (236 Mio. €) im Zusammenhang mit der Umstellung auf IFRS 15 belastet. Des Weiteren hatten im ersten Quartal 2017 Erträge im Rahmen der Beteiligung eines neuen Investors am digitalen Kartendienst HERE (183 Mio. €) das EBIT positiv beeinflusst.

Ausblick Geschäftsfelder
Auf Basis der Annahmen für die Entwicklung der für Daimler wichtigen Märkte und der aktuellen Einschätzungen der Geschäftsfelder erwartet das Unternehmen, dass der Konzernabsatz im Jahr 2018 insgesamt leicht gesteigert werden kann. Mercedes-Benz Cars plant für das Gesamtjahr 2018 eine leichte Steigerung des Absatzes gegenüber dem Vorjahr auf ein neues Rekordniveau. Als stärksten Wachstumstreiber sieht das Geschäftsfeld dabei den chinesischen Markt. Die Basis für die angestrebte weltweite Steigerung der Verkaufszahlen ist weiterhin das attraktive und innovative Modellportfolio, dessen Vielfalt im Jahr 2018 größer ist als je zuvor. Wesentliche Absatzimpulse erwartet die Pkw-Sparte durch die SUVs. Die neue A-Klasse als Vorbote der neuen Generation der Kompaktwagen sowie die modellgepflegte C-Klasse und die E-Klasse Familie gehören im Jahresverlauf neben den SUVs – allen voran der GLC – ebenfalls zu den Hauptabsatztreibern. Mit der Markteinführung des S-Klasse Coupés sowie des Cabriolets im ersten Quartal ist die neue S-Klasse Familie vollständig im Markt erhältlich. Die batterieelektrischen smart Modelle werden ab Mai die ersten vollelektrischen EQ-Modelle auf den Straßen sein. Darüber hinaus werden weitere neue attraktive Modelle in den Markt eingeführt. Dazu gehören von der Sportwagen- und Performance-Marke Mercedes-AMG die neuen 53er-Modelle des E-Klasse Coupés und Cabrios sowie die kürzlich auf der New York International Auto Show vorgestellten AMG Modelle der C-Klasse Baureihe wie C 63 und C 43. Der Mercedes-AMG GT 4-Türer, der in Genf vorgestellt wurde, erweitert die AMG Sportwagen-Familie.

Ende März 2018 haben Daimler und die BMW Group die Absicht bekannt gegeben, vorbehaltlich der Prüfung und Freigabe durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden, ihre bestehenden Angebote für On-Demand-Mobilität in den Bereichen Carsharing, Ride-Hailing, Parking, Charging und Multimodalität zusammenzuführen und künftig strategisch weiter auszubauen. Dazu haben die beiden Unternehmen eine Vereinbarung zur Zusammenlegung ihrer Geschäftseinheiten für Mobilitätsdienste unterzeichnet. Beide Unternehmen sollen jeweils 50% der Anteile an den geplanten Gemeinschaftsunternehmen der Mobilitätsdienste beider Konzerne halten. Die Gründung der Gemeinschaftsunternehmen wird bei Daimler Financial Services zu einem signifikanten positiven Bewertungs- und Ergebniseffekt führen. Für den Fall einer Zustimmung der Wettbewerbsbehörden in diesem Jahr ergeben sich dadurch Auswirkungen für den EBIT-Ausblick des Konzerns und des Geschäftsfelds Daimler Financial Services. Auf der Basis dieser Effekte sowie der erwarteten Marktentwicklung und der aktuellen Einschätzungen der Geschäftsfelder geht Daimler nun davon aus, dass das Konzern-EBIT im Jahr 2018 leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen wird.

Die einzelnen Geschäftsfelder haben nun für das Jahr 2018 folgende Erwartungen für das EBIT:
– Mercedes-Benz Cars: leicht über Vorjahresniveau,
– Daimler Trucks: deutlich über Vorjahresniveau,
– Mercedes-Benz Vans: leicht unter Vorjahresniveau,
– Daimler Buses: leicht über Vorjahresniveau und
– Daimler Financial Services: deutlich über Vorjahresniveau.

Die erwartete Ergebnisentwicklung in den Automobilgeschäftsfeldern wird sich auch im Jahr 2018 positiv im Free Cash Flow des Industriegeschäfts niederschlagen. Trotz nochmals höherer Vorleistungen für neue Produkte und Technologien dürfte der Free Cash Flow aus dem Industriegeschäft deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen und auch die Dividendenausschüttung im Jahr 2018 übertreffen. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass der Free Cash Flow des Industriegeschäfts im Jahr 2017 durch eine außerordentliche Zuführung in Höhe von 3 Mrd. € in das deutsche Pensionsvermögen der Daimler AG geschmälert wurde. Vor dem Hintergrund weiterer Effizienzsteigerungen im Rahmen der mittel- und langfristig ausgerichteten Programme zur strukturellen Verbesserung der Geschäftsprozesse geht Daimler davon aus, dass die Wachstumsziele mit einem nur geringfügig wachsenden Personalbestand erreicht werden können.

20.03.2018 Daimler & Google forschen am Quantencomputer

Künftige Mobilität erfordert die Bewältigung hochkomplexer Fragestellungen, die aktuelle Rechnergenerationen und Serversysteme an ihre Leistungsgrenzen bringen oder sogar überfordern können. Mit Quantencomputern ist die Erwartung verbunden, diese Aufgaben weitaus schneller oder überhaupt erst lösen zu können. Daimler setzt daher auf strategische Forschungskooperationen im Bereich des Quantencomputings und hat eine weitere Zusammenarbeit auf diesem Gebiet mit Google vereinbart. Mit dem 72-Qubit-Chip Bristlecone hat Google gerade den Quantencomputer mit der höchsten Anzahl an Quantenbits gebaut. Qubits sind die kleinstmögliche Speichereinheit und dienen als Maß für die Leistungsfähigkeit von Quantencomputern.

Spezialisten-Teams aus der Daimler Konzernforschung und der IT nutzen in dieser Kooperation Quantencomputer von Google, um konkreten Fragestellungen der Mobilität der Zukunft nachzugehen. Die Initiative zahlt konsequent auf die Vision von Daimler ein, Kunden künftig nicht nur als Fahrzeughersteller, sondern als Mobilitätsdienstleister umfassend zu unterstützen.

„Innovation und Erfindergeist sind seit jeher Teil unserer DNA bei Daimler. Mit der Erfindung des Automobils vor 132 Jahren haben wir einen wegweisenden Transformationsprozess für die individuelle Mobilität der Menschen eingeleitet“, so Ola Källenius, Vorstandsmitglied der Daimler AG, Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung. „Quantencomputing könnte in Zukunft eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von nachhaltigen und effizienten Mobilitätslösungen, aber auch in unterschiedlichsten Anwendungsbereichen innerhalb unseres Unternehmens spielen.“ Daimler CIO Jan Brecht ergänzt: „Quantencomputing hat das Potential, die gesamte IT-Branche zu revolutionieren – und damit auch alle anderen Industriebereiche. Noch befindet sich diese Technologie im frühen Forschungs- und Entwicklungsstadium – aber die Möglichkeiten sind enorm. Wir wollen frühzeitig Erfahrungen mit dieser neuen Technologie sammeln. Daher bringen wir in die Forschungskooperationen konkrete Use Cases aus dem Automobil- und Mobilitätsbereich ein.“

Neue Rechendimension: Quantencomputer
Vereinfacht gesagt ist ein Quantencomputer ein unmittelbar mit den Gesetzen der Quantenphysik operierender Rechner. Anders als heutige Computer arbeitet er nicht nur in einem binären Zahlensystem (0 oder 1), sondern kennt weitere Zustände, die so genannten Superpositionen. Diese Zwischenzustände lassen sich mit klassischen Rechnern nicht darstellen und erweitern die Rechenmöglichkeiten des Computers enorm. Dadurch können manche komplexe Berechnungen in Geschwindigkeiten ausgeführt werden, die bisher undenkbar sind.

Zu den zahlreichen möglichen Einsatzfeldern für Quantencomputer zählen
-die auf Quantenchemie basierende Wahl neuer Materialien, z.B. für die Entwicklung von Batteriezellen
-die effiziente und komfortable Bereitstellung individueller Mobilität. Dabei können autonome Fahrzeuge im urbanen Umfeld und in Megacitys eingesetzt werden, was gleichzeitig die Verkehrsinfrastruktur entlastet.
-die Logistikplanung im Van-Bereich. Abhängig von einer Vielzahl von Variablen müssen dort Routen geplant und in Echtzeit aktualisiert werden.
-die Optimierung von Fertigungsplanung und Produktionsprozessen
-das maschinelle Lernen zur Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz.

Die breit aufgestellten Forschungsaktivitäten im Bereich Quantencomputing sind Bestandteil der CASE-Strategie und unterstreichen den Wandel der Daimler AG vom Fahrzeughersteller zum Mobilitätsdienstleister. CASE steht dabei für die Felder Vernetzung (Connected), autonomes Fahren (Autonomous), flexible Nutzung (Shared&Services) und elektrische Antriebe (Electric). Ziel ist es, durch intelligente Verzahnung der CASE-Themen intuitive Mobilität für die Kunden zu gestalten.

Wussten Sie, dass…

… Quanten weder Teilchen noch Wellen sind? Teilchen sind Objekte, die klar definierte Grenzen haben. Zwei wesentliche Eigenschaften sind, dass sich Teilchen lokalisieren und zählen lassen. Klassische Wellen bestehen aus vielen Einzelteilchen, die sich an verschiedenen Orten befinden und mit verschiedenen Impulsen vorkommen, Wellen bilden außerdem Interferenzen. Quanten können die Eigenschaften klassischer Wellen und die klassischer Teilchen annehmen, man spricht von Welle-Teilchen-Dualismus.

…in der Quantenwelt Gesetzmäßigkeiten auftreten, die den Gesetzen der klassischen Physik widersprechen und schwer zu greifen sind? Zum Beispiel ist es aus der Alltagswelt nicht zu verstehen, wie sich ein und dasselbe Teilchen an zwei verschiedenen Stellen gleichzeitig befinden kann. Oder wie zwei Teilchen über eine beliebig große Entfernung in eine Wechselwirkung miteinander treten, ohne dass man eine Kraftbeziehung dafür messen kann. Eine der Besonderheiten der Quantenphysik ist, dass sich von den unbeobachteten Quanten weder eine genaue Position noch eine genaue Bewegungsrichtung bestimmen lässt.

…Quanten in der mikroskopischen Physik Größen sind, die nicht beliebige Werte, sondern nur bestimmte diskrete Werte annehmen können? Dazu zählen beispielsweise Energie und Drehimpuls. Oft bezeichnet man mit Quanten auch einfach Objekte wie Atome oder Elektronen, für die die Quantenphysik gilt, die also z.B. die Phänomene Superposition und Verschränkung aufweisen.

…Superposition (deutsch: „Überlagerung“) bei Quanten heißt, dass sie sich in einem Zustand befinden, in dem sich mehrere einander klassisch ausschließende Eigenschaften in gewissem Sinne „ überlagern“? So kann sich beispielsweise ein Elementarteilchen in Superposition von mehreren unterschiedlichen Orten befinden. Das heißt, dass sich das Teilchen zwar an keinem Ort definitiv befindet, aber dass es bei einer Ortsmessung mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit an dem einen oder anderen Ort festgestellt wird.

…Verschränkung bedeutet, dass zwei Quantenobjekte ihre Individualität verlieren und dass die Eigenschaften des einen von denen des anderen abhängen? Eine Operation an dem einen Objekt wirkt sich unmittelbar auf das andere Objekt aus. Diese Abhängigkeit wirkt über beliebige Entfernungen und benötigt kein bekanntes physikalisches Trägermedium.

…Qubits mikroskopische Quantensysteme sind, die zwei unterschiedliche Basiszustände enthalten? Diese entsprechen der 0 und der 1 beim klassischen Bit. Diese Quantensysteme weisen die typischen Quanteneigenschaften wie Superposition oder Verschränkung auf. Wie bei klassischen Bits gibt es verschiedene Möglichkeiten, woraus man Qubits bauen kann, z.B. mithilfe von Photonen, Elektronen, Atomen oder so genannten supraleitenden Schwingkreisen. Ziel ist, eine hohe zeitliche Stabilität der Qubits zu erreichen (so genannte Kohärenzzeit), um möglichst viele Operationen durchführen zu können, bevor durch Wechselwirkung mit der Umgebung die gespeicherte Information fehlerhaft wird. Des Weiteren sind eine hohe Präzision (= geringe Fehlerraten) bzw. eine gute Fehlerkorrektur Ziel der aktuellen Entwicklung.

…man sich ein Qubit wie die Erdoberfläche vorstellen kann? Ist der Nordpol die 0 und der Südpol die 1, so gibt es bei einem Qubit auch alle anderen Punkte der Erdoberfläche, während bei einem klassischen Bit nur Nord- und Südpol existieren.

…sich die Suche nach dem Ausgang aus einem Irrgarten gut als Illustration für die unterschiedliche Arbeitsweise von Supercomputern und Quantencomputer eignet? Ein heutiger Computer prüft alle Ausgänge seriell, bis er den Ausgang gefunden hat. Ein Quantencomputer würde alle möglichen Pfade parallel absuchen und viel schneller das Ergebnis des richtigen Weges ausgeben. Manche Arten von Berechnungen können dadurch stark beschleunigt werden.

…ein Quantencomputer dennoch nicht in jedem Fall besser als ein heutiger Supercomputer ist? Ein Quantencomputer kann genau dieselben Probleme berechnen wie ein klassischer Rechner. Er ist aber nicht in allen Fällen besser darin. Ein Quantencomputer ist dann besser, wenn er Rechenaufgaben in akzeptabler Zeit lösen kann, für die der klassische Rechner unakzeptabel lange braucht oder für die er so große Mengen an Speicher benötigen würde, dass sie physikalisch unmöglich zu realisieren sind, wie es z.B. in der Quantenchemie auftritt. Dabei ist auch die auf klassischen Rechnern stattfindende Vor- und Nacharbeit an den Daten mit einzuberechnen.

...sich durchaus überprüfen lässt, ob ein Quantencomputer richtig gerechnet hat, auch wenn diese Berechnungen für Supercomputer nicht mehr nachvollziehbar sind? Man kann den Quantencomputer kleinere Probleme rechnen lassen, die sich noch mit klassischen Supercomputern behandeln lassen, und die Ergebnisse vergleichen. Einige Berechnungsprobleme sind außerdem von der Art, dass es zwar sehr schwierig ist, auf eine Lösung zu kommen, aber andererseits sehr einfach zu überprüfen ist, ob eine vorgeschlagene Lösung korrekt ist. Die Ergebnisse des Quantencomputers kann man dann relativ einfach überprüfen. Für Optimierungsprobleme gilt Ähnliches: Wird vom Quantencomputer eine Lösung vorgeschlagen, kann man überprüfen, wie gut sie ist, indem man sie mit dem Lösungsvorschlag des klassischen Rechners vergleicht. Bei größeren Berechnungsproblemen kann der klassische Computer allerdings nur Näherungslösungen liefern, die auf den besten verfügbaren klassischen Algorithmen basieren. In weiterer Zukunft ist es denkbar, dass man die Ergebnisse mit denen eines Quantencomputers des gleichen Typs oder auch eines anderen Typs vergleichen bzw. abgleichen kann.

19.03.2018 Mercedes baut Produktionsnetzwerk auf knapp 3 Mio Pkw aus

Mercedes Benz Cars wird aufgrund der anhaltenden Verkaufsrekorde und der Erweiterung der Produktpalette das Produktionsnetzwerk bis 2020 auf knapp 3,0 Mio. Pkw Einheiten jährlich steigern.

Dazu sollen drei größere neue Werke im Ausland entstehen und ans Netz gehen.

Im 3. Quartal 2018 wird das Daimler-Nissan Joint Venture Compas in Mexiko den Betrieb aufnehmen. Daimler hat hier wie auch Nissan 500 Mio. EUR investiert. Ab dem 3. Quartal 2018 werden hier dann MFA2 Fahrzeug wie bspw. die A-Klasse Limousine V177 produziert. Welches Fahrzeug später dazu kommt ist noch nicht klar. Vermutlich wird es sich um einen Kompakt-SUV GLA oder GLB für die NAFTA Region handeln.

Bis Ende 2019 wird im ungarischen Kecskemét ein zweites hochmodernes Mercedes Werk inkl. Presswerk entstehen. Die Kapazität soll angeblich von heute rund 180.000 Fahrzeugen verdoppelt werden. Das zweite Werk auf dem Gelände soll so flexibel sein, dass nicht nur MFA2 Modell, sondern auch MRA Modelle (Heckantriebsmodelle) dort vom Band laufen könnten.

In China soll das Werk in Peking für 1,5 Mrd. EUR umgebaut und erweitert werden und zusätzlich ein neuer Standort eröffnet werden. Dies soll weitere 150.000 bis 200.000 Einheiten produzieren können.

06.03.2018 60. Rekordmonat in Folge

Seit fünf Jahren kennen die Absatzzahlen von Mercedes-Benz Monat für Monat nur eine Richtung: nach oben. Der Februar hat die fünf Jahre komplettiert: Er war der 60. Monat in Folge, in dem Mercedes-Benz weltweit mehr Fahrzeuge ausgeliefert hat als im Vorjahresmonat. Insgesamt gingen 163.580 Fahrzeuge in Kundenhand über und das weltweite Wachstum betrug 6,3%. Besonders erfolgreich war das Stuttgarter Unternehmen mit dem Stern in der Schweiz, Australien, den USA, Kanada und Brasilien wo Mercedes-Benz sich im Februar als die zulassungsstärkste Premiummarke behauptete.

„Den 60. Absatzrekord in Folge haben wir im Februar mit über 163.500 verkauften Mercedes-Benz Fahrzeugen erreicht. Dieser Erfolg spornt uns an, unsere Kunden weiterhin mit unseren Produkten nicht nur überzeugen zu wollen – wir wollen sie begeistern. Dafür sorgt auf dem Genfer Auto Salon das neuentwickelte viertürige Mercedes-AMG GT Coupé – und das nicht nur bei unseren Performance-Fans“, so Britta Seeger, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb. „In Genf präsentieren wir außerdem die elektrischen smart Modelle, die ab sofort zur Marke EQ gehören und zeigen, wie viel Spaß Elektromobilität in der Stadt macht. Die Kunden können sich über eine verkürzte Ladezeit sowie eine neue App rund um die Elektromobilität freuen. Eine weitere Neuheit bietet Mercedes-Benz mit dem neuen Mobilitätsangebot „Mercedes me Flexperience“, bei dem Kunden quasi im Abonnement unsere Fahrzeuge nutzen können“, so Seeger weiter.

In der Region Europa wurden im vergangenen Monat mehr Fahrzeuge abgesetzt als jemals zuvor in einem Februar. Insgesamt 63.593 Kunden nahmen ihren neuen Stern in Empfang (+1,8%). In Deutschland lag die Verkaufszahl im Februar bei 21.543 Modellen von Mercedes-Benz (-2,8%). In Spanien, Belgien, der Schweiz, Portugal und Polen konnten sowohl im als auch per Februar neue Bestwerte erzielt werden.

In der Region Asien-Pazifik stieg der Absatz von Mercedes-Benz im Februar um 12,9% auf den neuen Bestwert von 65.691 verkauften Einheiten. Das Unternehmen mit dem Stern verbuchte in China mit 43.036 ausgelieferten Fahrzeugen (+18,6%) ebenso einen Absatzrekord wie in Südkorea (+8,5%), Indien (+25,7%) und Malaysia (+32,1%). Auch in der NAFTA-Region hat Mercedes-Benz mehr Fahrzeuge als jemals zuvor in einem Februar verkauft (+2,4%): Insgesamt wurden 29.934 Fahrzeuge ausgeliefert. Sowohl die USA als auch Kanada und Mexiko trugen mit Absatzrekorden zu diesem Erfolg für den Monat Februar bei. In den USA nahmen 24.760 Kunden ihren neuen Mercedes-Benz in Empfang (+1,0%). Das Plus in Kanada lag bei 5,2%, in Mexiko bei 22,1%.

Die E-Klasse Limousine und das T-Modell blieben unbeirrt auf der Erfolgsspur. Im vergangenen Monat wurden mit 25.781 Einheiten mehr Modelle abgesetzt als jemals zuvor in einem Februar (+9,1%). Die hohe Zahl der Auslieferungen ist unter anderem auf die starke Nachfrage nach den beiden Modellen im größten Markt China zurückzuführen.

Der Absatz der neuen S-Klasse Limousine übertraf im Februar den Vorjahresmonat um 28,8%. Insgesamt nahmen 6.010 Kunden ihre neue Luxuslimousine im Empfang. Die meisten Modelle gingen dabei an Kunden in China und den USA. Obwohl die Mercedes-Maybach S-Klasse Limousine kurz vor ihrem Modellwechsel steht, konnte sie im vergangenen Monat einen neuen Verkaufsrekord erzielen.

Die SUVs von Mercedes-Benz verzeichneten im Februar einen neuen Absatzrekord von 59.807 Einheiten. Damit wurde der Bestwert aus dem Vorjahresmonat um 13,9% übertroffen. Ein besonders starkes Plus verbuchte der GLC mit einer Absatzsteigerung von 36,8%. Neben dem GLC wurden auch von dem GLA, dem GLC Coupé und der G-Klasse mehr Einheiten verkauft als in jedem Februar zuvor.

Im Februar entschieden sich 8.360 Kunden für einen Stadtflitzer der Marke smart, seit Jahresbeginn wurden bereits 17.589 smart fortwo und smart forfour ausgeliefert. Die Verkaufszahlen der beiden Modelle stiegen besonders stark in Deutschland: Im vergangenen Monat konnte ein Plus von 37,8% verbucht werden. Auf dem Heimatmarkt verzeichnete das Unternehmen eine besonders hohe Nachfrage nach den elektrischen Modellen des Stadtflitzers.

04.03.2018 Produktoffensive 2018 (Auszug)

Aktuell finden die Verkäuferschulungen auf Ibiza statt (Global Training Europe). Dabei wurde ein Teil der Produktoffensive gezeigt. G-Klasse und die große Motorenumstellung in der E-Klasse (zum Sommer) fehlen auf der Folie.

Ansonsten: VF = Verkaufsfreigabe, ME = Markteinführung, FL = Facelift

Des Weiteren scheint die Darstellung auf der Folie nicht vollständig. Bspw fehlt der C 43 AMG und der C 300e.


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