07.07.2018 Rekordserie gerissen - MB Verkäufe im Juni


Nach 63 Verkaufsrekorden in Folge ist und erstmals ein Monat dabei der rund 2,2% unter dem Vorjahresmonat liegt.

Mercedes-Benz kann auf das absatzstärkste Quartal der Unternehmensgeschichte zurückblicken. Von April bis Juni konnten 594.528 Kunden ihren neuen Mercedes-Benz in Empfang nehmen (+1,9%). Dadurch verkaufte Mercedes-Benz im ersten Halbjahr mehr Fahrzeuge, als je zuvor in einem Halbjahr: Seit Jahresbeginn wurden 1.188.832 Fahrzeuge mit dem Stern an Kunden weltweit ausgeliefert. Damit lagen die Verkaufszahlen nochmal 3,9% über dem Ergebnis des bisher höchsten ersten Halbjahres aus dem Vorjahr. Per Juni war Mercedes-Benz unter anderem in den Märkten Deutschland, Frankreich, Russland, Schweiz, Portugal, Südkorea, Australien, USA und Kanada die zulassungsstärkste Premiummarke.

Mit 203.783 verkauften Pkw weltweit war der Juni der Monat mit dem zweithöchsten Absatz, der seit Jahresbeginn erzielt wurde (-2,6%). Beeinflusst wurden die Verkaufszahlen im vergangenen Monat unter anderem durch einen Brand bei einem Zulieferer in den USA. Dadurch konnten deutlich weniger SUVs im Mercedes-Benz Werk in Tuscaloosa für den Weltmarkt produziert und abgesetzt werden als geplant.

„Dank einer herausragenden Teamleistung können wir auf das erfolgreichste Halbjahr in der Geschichte von Mercedes-Benz zurückschauen: Mit über 1,18 Millionen verkauften Pkw in den ersten sechs Monaten haben wir eine gute Basis für ein erfolgreiches Jahr 2018 gelegt“, so Britta Seeger, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb. „Die neue A-Klasse ist sehr erfolgreich in den Märkten angelaufen und im Juli bringen wir die neue C-Klasse auf den Markt. Diese beiden Volumenmodelle werden maßgeblich zum Absatzerfolg von Mercedes-Benz im zweiten Halbjahr beitragen.“

In Europa hat Mercedes-Benz seit Jahresbeginn 476.790 Pkw ausgeliefert (-1,5%), etwas weniger als im bisher besten ersten Halbjahr aus dem Vorjahr. Rund ein Drittel der Fahrzeuge gingen nach Deutschland, wo über 150.000 Kunden ihren neuen Mercedes-Benz in Empfang nehmen konnten (-0,2%). In Frankreich, Spanien, Schweden, Polen und Dänemark konnten mehr Fahrzeuge mit dem Stern verkauft werden als je zuvor in den ersten sechs Monaten eines Jahres.

Mit einem neuen Bestwert hat Mercedes-Benz das erste Halbjahr in der Region Asien-Pazifik abgeschlossen. Der Absatz stieg zweistellig um 12,5% auf 493.358 Einheiten. Der größte Wachstumsbeitrag kam dabei aus China: 340.164 Pkw mit Stern wurden seit Jahresbeginn ausgeliefert, ein Plus von 16,2%. Ebenfalls mehr Fahrzeuge als je zuvor in einem ersten Halbjahr konnte Mercedes-Benz in den Märkten Südkorea, Japan, Indien, Thailand und Malaysia verkaufen. In der NAFTA-Region wurden von Januar bis Juni 191.249 Mercedes-Benz Fahrzeuge an Kunden übergeben (-1,1%). In den USA lag der Absatz mit 158.848 verkauften Fahrzeugen im ersten Halbjahr 1,9% unter dem sehr hohen Vorjahreswert. In Kanada und Mexiko erreichte Mercedes-Benz per Juni neue Verkaufshöchstwerte.

Die Verkaufszahlen der S-Klasse Limousine stiegen im ersten Halbjahr um 27,5% auf 43.106 Einheiten. In den größten Märkten des Flaggschiffs – in China, USA, Südkorea und Deutschland - war das Absatzplus der Luxuslimousine besonders hoch. Die Mercedes-Maybach S-Klasse Limousine erreichte per Juni einen neuen Bestwert. Seit ihrer Markteinführung wurden bereits mehr als 30.000 Fahrzeuge in Kundenhand übergeben.

Die E-Klasse Limousine und das T-Modell sind so gefragt wie nie zuvor: Seit Jahresbeginn stiegen die Verkaufszahlen auf den neuen Bestwert von 182.135 Einheiten (+0,1%). Besonders beliebt war in den ersten sechs Monaten die Langversion der E-Klasse Limousine, die genau wie die Langversion der C-Klasse Limousine ein sehr starkes Wachstum und einen neuen Absatzrekord verbuchen konnte.

Trotz der eingeschränkten SUV-Produktion des GLE und GLS (Brand bei einem Zulieferer) im vergangenen Monat konnten die SUVs von Mercedes-Benz seit Jahresbeginn einen neuen Höchstwert beim Absatz erzielen: In den vergangenen sechs Monaten wurden 422.645 Einheiten des GLA, GLC, GLC Coupé, GLE, GLE Coupé, GLS und der G-Klasse an Kunden weltweit ausgeliefert (+9,8%). Dazu beigetragen hat vor allem der Bestseller unter den SUVs, der GLC.

Vom smart fortwo und dem smart forfour wurden im vergangenen Monat mit über 13.000 Einheiten 5,0% mehr Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert als im Vorjahresmonat. Weltweit sind seit Jahresbeginn 65.660 smart abgesetzt worden (-6,0%), wobei im größten Markt Deutschland ein zweistelliges Absatzplus erzielt werden konnte (+21,2%), was vor allem am Erfolg der elektrischen smart Modelle liegt. Ende Juni feierte smart seinen 20. Geburtstag: Am 01.07.1998 rollte der erste smart im Werk Hambach vom Band. Seither sind bereits über 2,2 Millionen Einheiten des Stadtflitzers in Kundenhand übergeben worden.

05.06.2018 Grundsteinlegung 2. Ungarn-Werk für MFA2&MRA


Mercedes-Benz Cars wird auch die nächste Generation der C-Klasse (W206, ab 2021) in East London (Südafrika) produzieren und erweitert das Werk mit einer Investition von 600 Millionen Euro. Dazu gehören eine neue Lackiererei und eine neue Rohbauhalle, der Ausbau der bestehenden Montagehalle und neue Logistikeinrichtungen. Insgesamt wird eine Fläche von ca. 100.000 m² für den Neubau genutzt, dies entspricht einem Zuwachs von zwei Dritteln der bereits bestehenden Pkw-Produktionsfläche. Die Einrichtungen nutzen moderne und umweltfreundliche Technologien.

„Mit der Investition von 600 Millionen Euro bauen wir unser Werk in East London deutlich aus und machen es fit für die Zukunft. Die Entscheidung, die neue Generation der C-Klasse in East London zu bauen, ist eine Bestätigung für das Werk und Mercedes-Benz South Africa. Die Investition ist auch ein Zeichen für unser anhaltendes Engagement in Südafrika sowie für unseren Beitrag zur Belebung des Wirtschaftswachstums und der sozioökonomischen Entwicklung der Region East London“, sagte Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands von Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain, anlässlich des Besuchs von Cyril Ramaphosa, Präsident von Südafrika, im Mercedes-Benz Werk in East London.

„Die Förderung neuer, bedeutender Investitionen in unsere Wirtschaft steht in unserer Regierung an zentraler erster Stelle in diesem Jahr. Diese benötigen wir zur Steigerung des Wirtschaftswachstums und der Beschäftigung sowie für den Abbau von ungleichen Lebensverhältnissen. Die Investition von Mercedes-Benz Cars von zehn Milliarden Rand in die südafrikanische Wirtschaft trägt zu unserem ehrgeizigen Ziel bei, die Neuinvestitionen um 1,2 Billionen Rand zu erhöhen und signalisiert die positive Dynamik dieses Vorhabens“, so Präsident Cyril Ramaphosa.

In diesem Jahr feiert East London das sechzigjährige Jubiläum der Mercedes-Benz Pkw-Produktion am Standort. Im Laufe der Jahre hat das Werk einen bedeutenden Beitrag zur Handelsbilanz Südafrikas geleistet und ist ein Katalysator für die wirtschaftliche Entwicklung. Darüber hinaus engagiert sich das Werk in der Region East London und Eastern Cape. Ein Beispiel hierfür ist die Mercedes-Benz Learning Academy (MBLA), die als Vorzeigeprojekt das Engagement von Mercedes-Benz Südafrika für Empowerment und Nachwuchsförderung im Automobilbau demonstriert. MBLA ist eine nachhaltige, öffentlich-private Partnerschaft in Kooperation mit dem Finanzministerium und dem Beschäftigungsfonds. Seit 2004, bietet die Learning Academy eine erstklassige Ausbildung an und es wurden schon hunderte von talentierten Facharbeitern dort ausgebildet.

„Mit Initiativen wie der Mercedes-Benz Learning Academy fördern wir die gesamte industrielle und kommerzielle Entwicklung des Eastern Capes. Nur mit dem Engagement und der Leidenschaft unserer Mitarbeiter sowie der tragfähigen Beziehung zu unserer Belegschaft, die uns weiter in Bezug auf Qualität, Liefertreue und Kosten wettbewerbsfähig machen, war es in East London möglich gewesen, eine Produktionstradition zu begründen“, sagte Andreas Engling.

Die Investition von 600 Millionen Euro fließt in die umfassende Erweiterung und Modernisierung des Werks. Dies betrifft viele verschiedene Bereiche des Werks, sowohl Green- als auch Brownfield. Dazu gehört ein neuer Rohbau mit mehr als 500 Industrie-4.0-fähigen Robotern. Außerdem wird die bestehende Montagehalle erweitert und dabei 700 Tonnen Stahl verbaut, so dass drei zusätzliche Montagelinien installiert werden können. Drittes großes Bauprojekt ist die neue Lackiererei, die durch neueste Technologien energieeffizienter und umweltfreundlicher wird: Damit sinkt der Energieverbrauch pro produziertem Fahrzeug im Werk East London um 25 Prozent. Dies steht im Einklang mit dem Engagement des Standorts für eine grüne Produktion, zu der unter anderem Batterie-Lagercontainer im Werk und die Regenwasserwiederverwertung gehören. Außerdem werden eine Million Liter Wasser gespeichert und Grünflächen auf den Dächern geschaffen.

Mercedes-Benz Cars Operations (MO) verantwortet die Pkw-Produktion an weltweit mehr als 30 Standorten. Drei davon befinden sich derzeit im Aufbau. Innerhalb eines flexiblen und effizienten Produktionsnetzwerks mit rund 78.000 Beschäftigten gehören dazu die zentralen Funktionen Produktionsplanung, TECFABRIK, Logistik und Qualitätsmanagement. Im vergangenen Jahr hat Mercedes-Benz Cars mehr als 2,4 Millionen Pkw der Marken Mercedes-Benz und smart produziert und damit den siebten Rekord in Folge eingefahren. Das Netzwerk orientiert sich an den Produktarchitekturen Frontantrieb (Kompaktwagen) und Heckantrieb (zum Beispiel S-, E- und C-Klasse) sowie den SUV- und Sportwagenarchitekturen. Dazu kommt ein Produktionsverbund für den Powertrain (Motoren, Getriebe, Achsen, Komponenten). Im Mittelpunkt eines jeden Architektur-Produktionsverbunds steht ein Lead-Werk, das als Kompetenzzentrum für Neuanläufe, Technologie und zur Qualitätssicherung dient. Mercedes-Benz Cars ist bereit für die Elektromobilität: Rund um den Globus entstehen aktuell Elektro-Hubs für die Fertigung von E-Fahrzeugen und Batterien. In der täglichen Arbeit liegt der Fokus auf der kontinuierlichen Verbesserung sowie der Weiterentwicklung von modernen Fertigungsverfahren, die eine effiziente, flexible und umweltfreundliche Produktion künftiger Hightech-Fahrzeuge in typischer Mercedes-Benz Qualität ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrem Know-how, deren Arbeit durch eine gezielte ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes sowie durch eine intelligente Automatisierung unterstützt wird. Neben eigenen Produktionswerken setzt Mercedes-Benz im Rahmen des Wachstumskurses verstärkt auf Kooperationen.

Über Mercedes-Benz Südafrika und das Werk East London
Das Werk East London nahm 1958 die Produktion von Mercedes-Benz Pkw auf. Heute wird hier die C-Klasse Limousine für den Export in Märkte mit Rechts- und Linksverkehr produziert. Im vergangenen Jahr sind mehr als 110.000 Fahrzeuge vom Band gelaufen. Außerdem startete das Werk im Jahr 1962 mit der Produktion von Lkw der Marke Mercedes-Benz. Aktuell werden Lkw und Busse der Marken Mercedes-Benz sowie Lkw der Marke Fuso gefertigt. Insgesamt beschäftigt der Standort mehr als 3.300 Mitarbeiter, die Mehrzahl davon in der Pkw-Produktion. Das Werk East London ein wichtiger Bestandteil des weltweiten Produktionsnetzwerkes der C-Klasse. Neben dem südafrikanischen Werk und dem Lead-Werk in Bremen (Deutschland) umfasst das Netzwerk die Mercedes-Benz Werke in Tuscaloosa (USA) und bei BBAC (China).

05.06.2018 Grundsteinlegung 2. Ungarn-Werk für MFA2&MRA


Mercedes-Benz Cars startet im ungarischen Kecskemét den Bau des ersten „Full-Flex Werks“. Insgesamt investiert das Unternehmen in das neue Pkw-Werk eine Milliarde Euro und schafft mehr als 2.500 Arbeitsplätze. Das „Full-Flex Werk“ ist der nächste Schritt auf dem Weg zur smarten Produktion: Es baut auf der im Februar vorgestellten „Factory 56“ auf, ist damit vollständig digitalisiert, auf nachhaltige Produktion ausgelegt und stellt den Menschen in den Mittelpunkt.

„Wir bauen in Ungarn mit einer Investition von einer Milliarde Euro das erste ‚Full-Flex Werk‘ im globalen Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Cars. In einem ‚Full-Flex Werk‘ können verschiedenste Fahrzeugarchitekturen vom Kompaktmodell bis zur heckgetriebenen Limousine und unterschiedlichen Antriebsformen inklusive Elektrofahrzeugen flexibel auf einem Band produziert werden. Wir entwickeln damit das Produktionskonzept der ‚Factory 56‘ weiter“, so Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain.

Das neue Pkw-Werk in Kecskemét besteht aus Presswerk, Rohbau, Oberflächenbearbeitung und Montage. Das Werk ist hocheffizient und verfügt über eine CO2-neutrale Energieversorgung. Mit dem „Full-Flex Werk“ schafft Mercedes-Benz Cars neue Kapazitäten und die technischen Voraussetzungen für die flexible Produktion der Fahrzeuge der Zukunft. Dies umfasst Pkw mit verschiedensten Aufbau- und Antriebsvarianten. Produziert werden können sowohl Pkw mit konventionellen Antrieben als auch Elektrofahrzeuge mit dem neuesten Technologiestand beim automatisierten Fahren –unter Einhaltung der geltenden Sicherheitsvorschriften und gesetzlichen Bestimmungen.

Zur Grundsteinlegung für das zweite Werk am ungarischen Standort Kecskemét trafen sich am 5. Juni 2018 Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Neben Markus Schäfer nahmen auch Péter Szijjártó, Außenminister von Ungarn, Klaudia Szemereyné Pataki, Bürgermeisterin der Stadt Kecskemét, sowie Christian Wolff, CEO Mercedes-Benz Manufacturing Hungary Kft. und Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Kecskemét, an den Feierlichkeiten teil.

Grundidee der „Factory 56“ wird auf kompletten Standort übertragen
Mercedes-Benz Cars präsentierte im Februar mit der „Factory 56“ in Sindelfingen eine der modernsten Automobilproduktionen der Welt. Der Mensch steht im Mittelpunkt und sie ist „Digital, flexible, green“. Kernelemente sind die vollständige Vernetzung aller Anlagen und Prozesse, die durchgängige Umsetzung der papierlosen Fabrik sowie die digitale Steuerung des Materialflusses. Tablets, Handhelds, Smartphones und Smartwatches unterstützen die Mitarbeiter in der täglichen Arbeit. Dabei ist die „Factory 56“ im Sinne von Industrie 4.0 durchgängig digitalisiert und mit anderen Fertigungen des globalen Produktionsnetzwerks verbunden.

Die Grundidee der „Factory 56“ überträgt das Unternehmen nun auf einen kompletten Standort. Weil alle Werksteile – vom Presswerk bis zur Montage – neu entstehen, lässt sich die komplette Prozesskette optimal aufeinander abstimmen. Neben der vollflexiblen Produktion von Fahrzeugen mit Front- oder Heckantrieb können auf der gleichen Linie auch andere Antriebsformen, wie z.B. elektrische Antriebe, produziert werden. Die Produktion startet Anfang des nächsten Jahrzehnts. Für das neue „Full-Flex Werk“ werden 972.700 m3 Erde bewegt. Die bebaute Fläche ist 382.033 m2 groß. Das entspricht circa 54 Fußballfeldern. Mehr als 17.000 Tonnen Stahl werden beim Bau des zweiten Werks am Standort Kecskemét verbaut. Mit der Stahlmenge könnte man rund 1,7 Pariser Eiffeltürme bauen.

„Unser bestehendes Mercedes-Benz Werk in Kecskemét ist seit dem Produktionsstart im Jahr 2012 eine echte Erfolgsgeschichte. Wir produzieren hier Kompaktfahrzeuge mit Frontantriebsarchitektur für den Weltmarkt. Heute schreiben wir die Geschichte weiter, da das zweite Werk in Kecskemét nicht nur zum Aufschwung der ungarischen Automobilindustrie beiträgt, sondern auch für die künftige Generationen einen unmittelbaren Zugang zum internationalen Fachwissen gewährt, und langfristig attraktive Arbeitsplätze schafft“, so Christian Wolff, CEO Mercedes-Benz Manufacturing Hungary Kft. und Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Kecskemét.

Bereits in der Planungsphase wird das „Full-Flex Werk“ vollständig digital abgebildet und optimiert. Ein neues Presswerk, der Karosserie-Rohbau, die Oberflächenbearbeitung und ein flexibles Montagesystem für zukünftige Anforderungen schaffen mit Industrie 4.0 die Voraussetzungen für eine flexible Produktion unabhängig von Fahrzeugarchitektur und Antriebsform.
Die Produktion basiert auf den Vorgaben der „Lean Production“ und beinhaltet ein ideales Werkslayout mit kurzen Wegen und Durchlaufzeiten für maximale Effizienz mit einem gemeinsamen Pulsschlag durch die gesamte Produktion. Dies umfasst auch Mensch-Maschinen-Kooperationen und digital unterstützte Prozesse inklusive der Arbeitsorganisation sowie Logistik und Qualitätssicherung.

Auch der Karosserierohbau verfügt über neue Fertigungskonzepte: Bereits vom ersten Bauteil an ist die Produktionssequenz wie in einer Perlenkette definiert. Im Rohbau der Zukunft, lassen sich die einzelnen Stationen flexibel kombinieren. Durch diese Flexibilität können unterschiedliche Derivate einer Baureihe gleichzeitig gefertigt werden. Heute sind hierfür mehrere spezifische Produktionslinien nötig.

Integriert werden auch moderne Logistik-Konzepte. In den Kommissionierzonen werden modernste Pick-by-Light oder Pick-by-Voice Technologien eingesetzt. Während bei Pick-by-Light dem Kommissionierer die zuzuteilenden Artikel und Mengen über eine direkt am Entnahmefach angeordnete Fachanzeige übermittelt wird, erhält der Mitarbeiter bei Pick-by-voice die Aufträge vom Lagerverwaltungssystem mittels Funk direkt ins Ohr.

Bei allen Aktivitäten steht der Mensch im Mittelpunkt. Die Beschäftigten arbeiten an ergonomisch optimierten Arbeitsplätzen und werden durch digitale Tools optimal in ihren Tätigkeiten unterstützt. Mit intelligenten Mensch-Maschine-Kooperationen ist eine Teilautomatisierung zur Entlastung der Menschen möglich. Die Gestaltung von Arbeitsplätzen und Pausenzonen orientiert sich an ergonomischen Grundsätzen und ermöglicht neue Kommunikationsformen in einem modernen Ambiente.

Die Automobilproduktion von Mercedes-Benz Cars ist nachhaltig und energieeffizient
Kennzeichnend für die Automobilproduktion der Zukunft und damit auch für das zweite Werk am Standort Kecskemét sind modulare Gebäudestrukturen, die sich sowohl über eine energieeffiziente als auch eine umweltfreundliche und somit grüne Gestaltung verfügen. Weiterhin sind die Vermeidung von Abfall und die Reduzierung des Wasserverbrauchs eine Vorgabe, die sich durch den gesamten Betrieb des Standorts zieht. Schließlich nutzt das zweite Werk am Standort Kecskemét erneuerbare Energien und wird somit über eine CO2-neutrale Energieversorgung verfügen.
Mercedes-Benz Cars hat in Deutschland und Europa die Weichen für eine grüne Produktion gestellt. Alle deutschen Werke sollen bis 2022 über eine CO2-neutrale Energieversorgung verfügen. Neue Fabriken in Europa werden schon heute von Anfang an mit einer CO2-neutralen Energieversorgung geplant.

28.05.2018 E-Auto / Plug-In-Hybrid: Bordlader und Wallbox was muss man beachten ?

Wenn man ausreichend Geld, Nerven und noch genügend Zeit hat bis das E-Auto / Plug-In-Hybrid geliefert wird empfiehlt sich folgendes:

400 Volt, 3-phasig, 6mm² Leitungsquerschnitt sowie eine 32 Ampere Absicherung die beim Auslösen direkt alle 3 Sicherungen der 3 Phasen raushaut. Denn 400 Volt * 32 A * Wurzel aus 3 = ergeben 22 KW Ladeleistung. Das ist das Maximum was man zu Hause laden kann und was aktuell auch das höchste ist, was die E-Auto aus Wechselstrom heraus holen können mit ihren Bordlader (smart fortwo, forfour mit 22 KW-Bordlader Option für 840 EUR oder Renault Zoe).

Das Problem ist jedoch, dass der Netzbetreiber, 22KW Wallboxen, nicht ohne Untersuchung/Gutachten freigibt. D.h. die Elektrofachkraft muss erst beim Netzbetreiber anfragen. Beim Mobiltyhouse kostet der Service knapp 300 EUR extra. Dann kann es dauern bis der Netzbetreiber es geprüft hat. Es kann dann vorkommen, dass er einen Ausbau des regionalen Netzes vorsieht und darum bittet sich an diesen Kosten anteilig zu beteiligen.

Somit entscheidet man sich für die 11 KW Installation. Bei der 11 KW Installation wird die 400 Volt Wallbox mit 16 Ampere abgesichert und eine andere Jumperkonfiguration in der Wallbox gewählt. Sie läuft somit nur auf 50% der maximalen technischen Möglichkeit. Der Vorteil ist nun, dass die Elektrofachkraft hier kein Gutachten bzw. Stellungnahme beim Netzbetreiber einholen muss. Es geht deutlich schneller mit der Inbetriebnahme der Wallbox.

Es gibt eh nicht viele E-Autos die mit 22 KW Wechselstrom laden können und Plug-in-Hybrids schon gar nicht.

Das Problem tritt jedoch erst dann in Erscheinung wenn man dann zu spät realisiert, dass die Folgerung 11 KW ist größer als 7,2 KW Bordlader also keine Einschränkung nicht aufgeht. Mathematisch gilt 11 ist größer als 7,2 , aber beim Strom ist das nicht so einfach ;-)

Man kann beobachten, dass die Hersteller sich auf das Gleichstromladen konzentrieren. Dies macht durchaus Sinn, da viele Fahrzeugbesitzer Mieter sind oder zu Hause im Mehrfamilienhaus nicht die Möglichkeit einer Wallboxinstallation haben.

Beim Gleichstromladen wird der Strom direkt am Konverter im Auto vorbeigeschleust und geht direkt in die Batterie. Der Lader ist quasi in der öffentlichen Ladesäule. Hier wird mit DC geladen (Gleichstrom). Zu Hause wird immer mit Wechselstrom geladen (AC) und dieser wird über den Bordlader in Gleichstrom umgewandelt. Jetzt ist es so, dass die Hersteller neben dem günstigen Gleichstrom laden mittels CCS Stecker (Lader ist nicht im Auto, sondern in der Ladesäule) nur einen einphasigen 230 Volt Bordlader mit Typ2 Stecker verbauen und somit Kosten sparen.

Bspw. ist im Jaguar I-Pace oder im smart (nur ohne 22 KW Bordlader Option) ein 1-phasiger 7,2 KW Bordlader verbaut. Wenn man jetzt die smart Batterie 17,6 kwh durch 7,2 KW teilt ergibt sich eine Ladezeit von 2 Stunden und rund 30 Minuten. Dies gilt jedoch leider nur im Ausland. Denn in Deutschland möchte der Netzbetreiber Schieflasten im Netz vermeiden. D.h. wenn Phase 2 und 3 nicht abgenommen werden (da es ja nur ein einphasiger 230 Volt Bordlader ist und nicht 400 Volt) würde die gesamten 7,2 KW über eine Phase laufen und die maximale Phasendifferenz ist in Deutschland auf 4,6 KW begrenzt. Somit lädt der smart in Deutschland in 4 Stunden, also ne deutliche Ecke langsamer als im Ausland. Beim Jaguar ist es noch extremer, da er eine 90 kwh Batterie hat. Hier ist man dann trotz Wallbox mit 20 Stunden dabei. Jaguar hat schon bekannt gegeben, dass für Deutschland ein neuer Bordlader in Zukunft erscheinen wird.

Wer jetzt aber seine Wallbox nur im 11 KW Modus betreiben darf und dann denkt für den 7,2 KW Bordlader reicht es noch aus, hat sich leider getäuscht. Denn der einphasige 230 Volt Bordlader zieht nur an einer Phase. Also 11 KW durch 3 = 3,7 KW. Somit lädt der smart hier dann in 4 Stunden 45 min auf.

Mercedes wird den smart 7,2 KW Bordlader (der in Deutschland mit 4,6 KW angegeben ist) auch in die neuen Plug-In-Hybrid Modelle bringen (S 560e, C 300e, C 300de, E 300e, E 300de, GLC & GLC-F-Cell). Aber am meisten bringt die Steigerung nur etwas den Kunden im Ausland. Die deutschen Kunden laden quasi genauso schnell wie mit den alten 3,7 KW Bordlader.

Die Lösung wäre ganz klar einen 3-phasigen 400 Volt Bordlader zu verbauen und die Wallboxbesitzer nicht im Regen stehen zu lassen. Der muss ja nicht auf 22 KW ausgelegt werden, da die 13,7 kwh Batterie dadurch zu sehr gestresst würde.
Aktuell sagt man, dass man eine Batterie mit dem maximal 1,5 fachen an Leistung im Verhältnis zur Kapazität laden darf. D.h. eine 100 kwh Batterie wird an einer öffentlichen Ladestation nicht mit mehr als 150 KW geladen.

PS: durch die neuen Verordnungen in 2018 wird das Laden über Schuko-Haushaltsteckdosen von 12 A auf 10 A gedrosselt. Da wohl auch bei der Schukosteckerlösung inszwischen ein DC-Fehlstromerkennung vorgeschrieben ist. Somit reduziert sich die Ladeleistung an der Haushaltssteckdose 2,7 kw auf 2,3 kW.
Denn nur schnelleres Laden führt dazu, dass die relativ kleinen Plug-In-Hybrid Batterien wieder schnell voll ist.

Nach über 18.000 km hat der E 350e einen Verbrauch von 2,4 Liter auf 100 km. Also immer schön anleinen ;-)

18.05.2018 EQB kommt aus dem smart Werk in Hambach

Mercedes-Benz Cars erweitert die Kapazitäten für Elektrofahrzeuge in Europa. Das Werk Hambach wird wohl den EQB (EVA 1.5) von Mercedes-Benz unter der neuen Produkt- und Technologiemarke EQ fertigen. Der EQB könnte nach dem EQA, der ab Juni 2020 an die Kunden ausgeliefert und in Rastatt produziert wird, das Modell sein, welches aus Hambach kommt. „Wir haben vor 20 Jahren mit der Einweihung des smart Werks in Hambach ein beispielhaftes deutsch-französisches Projekt gestartet. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt und bringen erstmals in unserer über 100-jährigen Geschichte die Produktion von Mercedes-Benz nach Frankreich. Mit dem kompakten EQ-Modell aus Hambach setzen wir unsere Elektro-Offensive fort“, sagt Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter von Mercedes-Benz Cars, nach einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron im Élysée-Palast in Paris. (Fotos zeigen den EQA, der EQB könnte die Elektroversion des neuen Kompakt-SUV GLB sein)

Bis 2022 will Mercedes-Benz Cars mehr als zehn Elektro-Pkw auf den Markt bringen: in allen Segmenten von smart bis zum großen SUV. Das Unternehmen geht davon aus, dass in 2025 der Anteil der Elektromodelle am Gesamtabsatz von Mercedes-Benz zwischen 15 und 25 Prozent liegen wird. Ab 2020 wird die Marke smart in Europa und den USA nur noch Elektrofahrzeuge anbieten. smart wird damit die erste Automobilmarke der Welt, die von Verbrennungsmotoren komplett auf elektrische Antriebe umsteigt. „Wir wollen die langjährige Erfahrung des Standorts Hambach beim Bau von Elektrofahrzeugen nutzen und das Werk für die Produktion eines elektrischen Mercedes-Benz fit machen. Insgesamt investieren wir in das Werk Hambach und in das Produkt rund 500 Millionen Euro. Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zahlt sich damit nun aus, dass sie bereits vor zwei Jahren mit dem ‚Pacte 2020‘ zu einer deutlich verbesserten Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Hambach beigetragen haben“, so smart Chefin Dr. Annette Winkler. Der im Jahr 2016 mit der Belegschaft vereinbarte „Pacte 2020“ beinhaltet die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf 39 Stunden und eine Gehaltsanpassung.

Mit dem smart Standort Hambach verfügt Mercedes-Benz Cars über ein langjähriges Kompetenzzentrum zur Produktion von Elektro-Fahrzeugen: Bereits 2007 hat smart als Pionier der E-Mobilität ein batterieelektrisch betriebenes Fahrzeug auf den Markt gebracht und produziert seit 2012 elektrische smart in Serie. Aktuell laufen dort mit dem smart EQ fortwo coupé und dem smart EQ fortwo cabrio zwei Elektro-Fahrzeuge vom Band. Die Marke smart ist im ersten Quartal in Deutschland Marktführer unter den vollelektrischen Fahrzeugen. Das smart Werk in Hambach bezieht schon heute den kompletten Strombedarf aus erneuerbaren Energiequellen und ist somit CO2-neutral.

„Mit der Produktion eines kompakten Elektrofahrzeugs in Hambach schaffen wir weitere Kapazitäten für unsere Elektro-Offensive an sechs Standorten auf drei Kontinenten. Das smart Werk Hambach wird künftig Teil unseres Kompaktwagen-Produktionsverbunds mit dem Lead-Werk Rastatt“, sagt Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars Produktion und Supply Chain. Zum Produktionsverbund der neuen Kompaktwagen-Generation gehören das Werk im ungarischen Kecskemét, der chinesische Produktionsstandort BBAC in Peking, das COMPAS-Werk in Aguascalientes (Mexiko) sowie der finnische Fertigungsdienstleister Valmet Automotive.

Die Vorbereitungen für das neue Modell in Hambach starten in Kürze. Die Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro fließen zu verschiedenen Teilen in neue Hallen mit hochmoderner Technologie für den Karosseriebau und Oberflächenbehandlung sowie in das Produkt selbst. Durch die Gesamtinvestition wird zusätzlich die Montage erweitert und die Infrastruktur des Standorts angepasst.

„Wir im smart Werk Hambach freuen uns auf die Produktion des ersten Mercedes-Benz Modells. Unsere neue Aufgabe ist ein Beweis für die hervorragende Kompetenz am Standort und die hohe Motivation unserer Mitarbeiter“, sagt Serge Siebert, Standortverantwortlicher smart Werk Hambach.

Über das smart Werk Hambach
Das smart Werk im lothringischen Hambach mit seinen über 800 Beschäftigten konzentriert sich aktuell auf die Produktion des smart fortwo. Die Montagelinie in Form eines Plus-Zeichens erfüllt die Anforderungen von Logistik und Montage optimal und sorgt für eine effiziente Gestaltung der Produktionsabläufe. Das Werk wurde am 27. Oktober 1997 vom damaligen französischen Staatspräsident Jacques Chirac und dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl eingeweiht. Seit diesem Tag steht das Werk für die Erfolgsgeschichte eines innovativen Fertigungskonzepts, das bis heute Maßstäbe in der Automobilindustrie setzt. Bis heute sind rund zwei Millionen smart fortwo in Hambach vom Band gelaufen.

Elektro-Offensive von Mercedes-Benz Cars
Mercedes-Benz Cars hat im Jahr 2017 wichtige strategische Weichen für die Elektromobilität gestellt:
Rund um den Globus entstehen aktuell Elektro-Hubs für die Fertigung von E-Fahrzeugen und Batterien. Bis 2022 will Daimler das gesamte Mercedes-Benz Portfolio elektrifizieren. Das bedeutet, dass den Kunden in jeder Mercedes-Baureihe mindestens eine elektrifizierte Alternative angeboten wird. Dazu wird Mercedes-Benz die Entwicklung von Plug-in-Hybriden und die Einführung von 48-Volt-Systemen kontinuierlich vorantreiben. Von den mehr als 130 elektrifizierten Fahrzeugen werden mehr als zehn Modelle reine Elektro-Pkw sein – in allen Segmenten, vom smart bis zum großen SUV. In den nächsten Jahren investiert Mercedes-Benz Cars zehn Milliarden Euro in den Ausbau seiner Elektroflotte und zusätzlich rund eine Milliarde Euro in einen globalen Batterie-Produktionsverbund innerhalb des weltweiten Produktionsnetzwerks. So wird ein globaler Batterie-Produktionsverbund geschaffen, der aus sechs Batteriefabriken auf drei Kontinenten bestehen wird.

Im smart Werk Hambach wird seit 2017 mit dem smart EQ fortwo und dem smart EQ fortwo Cabrio bereits die vierte Generation von Elektrofahrzeugen der Stadtflitzer gefertigt. Das erste Mercedes-Benz Elektrofahrzeug der neuen Produkt- und Technologiemarke EQ läuft im Mercedes-Benz Werk Bremen vom Band: Der Produktionsstart des EQC, einem vollelektrischen SUV, ist im Jahr 2019. Kurz darauf wird der EQC auch bei BBAC in Peking, dem Joint Venture von Daimler und BAIC Motor, produziert werden. Weitere Standorte für künftige Mercedes-Benz EQ-Modelle sind die Mercedes-Benz Werke Rastatt, Sindelfingen und Tuscaloosa (USA).

14.05.2018 Mercedes Produktion wird Co2 neutral

Mercedes-Benz Cars stellt in Deutschland und Europa die Weichen für eine grüne Produktion. Alle deutschen Werke sollen bis 2022 über eine CO2-neutrale Energieversorgung verfügen. Die Vorbereitungen für die Nutzung von ausschließlich grünem Strom für eine klimafreundliche Produktion in Europa sind bereits weit fortgeschritten. „Unsere Mercedes-Benz Werke in Deutschland werden ab 2022 CO2-neutral produzieren. Wir verzichten damit komplett auf Kohlestrom und beziehen unsere elektrische Energie nur noch aus regenerativen Quellen. Neue Fabriken in Europa werden schon heute von Anfang an mit einer CO2-neutralen Energieversorgung geplant. Dieser Vorstoß passt zu unserer gesamten Strategie: Im Zuge der Elektro-Offensive setzt Mercedes-Benz Cars auf lokal emissionsfreie Fahrzeuge. Mit einer CO2-neutralen Energieversorgung der Werke führen wir diesen Ansatz konsequent fort und treiben das Thema Nachhaltigkeit in der Produktion aktiv voran“, dies kündigte Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain, beim 6. Effizienz-Gipfel des Instituts für Energieeffizienz in der Produktion der Universität Stuttgart im Center of Excellence des Mercedes-Benz Werks Sindelfingen an.

Mit diesem Beschluss stellt Mercedes-Benz Cars seine Produktion noch nachhaltiger auf – dies ist eine erste konkrete strategische Weichenstellung im Rahmen der „Purpose“-Initiative, die in den vergangenen Monaten innerhalb der Pkw-Sparte von Daimler angestoßen wurde.

Die Purpose-Initiative beschäftigt sich mit der essentiellen Frage nach dem tieferen Sinn („Purpose“) des Unternehmens: Wofür existiert Mercedes-Benz eigentlich? Denn die Erfindung des Automobils hat Millionen von Menschen Mobilität und letztlich persönliche Freiheit ermöglicht. Gleichzeitig ist mit dem großen Erfolg des Automobils auch eine immense Verantwortung verbunden. Wie kann ein Unternehmen dieser Verantwortung nachhaltig und dauerhaft gerecht werden? In komprimierter Form ist aus diesen Diskussionen der neue Leitsatz „First Move the World“ entstanden, der Pioniergeist und Verantwortung gleichermaßen abbildet. Lesen Sie mehr zum „Purpose“ von Mercedes-Benz auf Dieter Zetsche’s LinkedIn-Profil: https://www.linkedin.com/pulse/first-move-world-dieter-zetsche/ (in englischer Sprache). Eine erste konkrete Entscheidung, die sich aus „Purpose“ ableitet, ist die Umstellung auf CO2-neutrale Produktion.

In Deutschland verfügt Mercedes-Benz Cars über acht Fahrzeug- und Powertrain-Werke (Bremen, Rastatt, Sindelfingen, Berlin, Hamburg, Kamenz, Kölleda, Stuttgart-Untertürkheim), die Strom zukaufen oder eigene Kraftwerke betreiben. Künftig stammt zugekaufter Strom zu 100 Prozent nachweisbar aus regenerativen Quellen, wie beispielsweise aus Wind- und Wasserkraft. Dies entspricht circa drei Vierteln des benötigten Strombedarfs in den deutschen Werken. Der Rest des Strombedarfs wird in eigenen hocheffizienten Gas-KWK Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplung) erzeugt. Die dabei entstehenden CO2-Emissionen werden durch qualifizierte Kompensationsprojekte ausgeglichen.

Neue Fabriken in Deutschland und Europa sollen von Beginn an über eine CO2-neutrale Energieversorgung verfügen:
Bereits heute bezieht das smart Werk in Hambach (Frankreich) den kompletten Strombedarf aus erneuerbaren Energiequellen.
Am Standort Kecskemét (Ungarn) entsteht ein zweites hochflexibles und effizientes Werk, das CO2-neutral versorgt werden wird.
In Jawor (Polen) wird ein neues CO2-neutrales Motorenwerk gebaut. Das Werk wird 2019 den Betrieb aufnehmen.

Im Werk Sindelfingen (Deutschland) entsteht aktuell die „Factory 56“. Gemäß ihres Slogans – digital, flexible, green – wird sie Maßstäbe in der weltweiten Automobilproduktion setzen. Die Produktionshalle nutzt erneuerbare Energien und reduziert den Wasserverbrauch und den Abfall deutlich. Auf dem Dach der „Factory 56“ befindet sich eine Photovoltaikanlage, die die Halle zusätzlich mit selbst erzeugtem grünem Strom versorgt.

Mercedes-Benz Cars treibt die Nachhaltigkeit in den Werken voran und setzt weltweit auf eine grüne Produktion. Seit langem richten die Mercedes-Benz Cars Werke ihre Produktion umweltfreundlich aus. Ziel ist es, die komplette Wertschöpfungskette nachhaltig zu gestalten. Dazu gehört ein optimierter Ressourcenverbrauch durch die möglichst effiziente Nutzung von Energie und Wärme. Schon heute wird Energieeffizienz gelebt und umgesetzt: Alle Mercedes-Benz Werke in Deutschland sind nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Ein Energiemanagement zur kontinuierlichen Reduzierung des Energieverbrauchs ist implementiert. Mit vielfältigen Maßnahmen wird die Belegschaft in den Werken sensibilisiert. Dazu gehören allgemein sichtbare Energiespar-Tipps, Schulungen und Energie-Messen in der Produktion. Verschiedene technische Maßnahmen wie die Installation von energiesparenden LEDs, die automatische Abschaltung von Verbrauchern in den Pausen und in der produktionsfreien Zeit oder hocheffiziente Turboverdichter zur zentralen Drucklufterzeugung tragen zur weiteren Energieeinsparung bei. Unterstützt werden die Maßnahmen durch eine effiziente Steuerung der elektrischen Energieversorgung.

Der Energieeffizienz-Gipfel findet in diesem Jahr im Center of Excellence des Mercedes-Benz Werks Sindelfingen statt. Begleitet wird die Veranstaltung durch eine Ausstellung mit Beispielen nachhaltiger und grüner Projekte in der globalen Produktionsorganisation von Mercedes-Benz Cars. In verschiedensten Projekten wird Nachhaltigkeit in der globalen Produktionsorganisation als ganzheitlicher Ansatz thematisiert:

Im Rahmen des EU-Forschungsprojektes „AREUS“ und des Projektes „ DC-INDUSTRIE“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wird an der nächsten Generation intelligenter und offener Energienetze für die Produktionstechnik geforscht. Um die anspruchsvollen Ziele in Bezug auf Energieeffizienz, Energieflexibilität und Netzstabilität erreichen zu können, müssen dabei die Chancen, die sich durch eine Digitalisierung der Energienetze ergeben, konsequent genutzt werden. Ein Kernelement des Wandels ist hierbei eine Umstellung der Produktionsnetze von Wechselstrom auf Gleichstrom, die Umsetzung sogenannter „Industrial Smart DC Grids“. Die Idee: Vom Rechner über industrielle Antriebe, Roboter und Fertigungstechnologien bis hin zur Hallenbeleuchtung – nahezu alle elektrischen Verbraucher in der Produktion benötigen bereits heute Gleichstrom. Aus der „Steckdose“ kommt aber Wechselstrom, der erst umgewandelt werden muss. Neben den geringeren Wandlungsverlusten bieten gleichstrombasierte Netze weitere erhebliche Potenziale, unter anderem bei der Nutzung regenerativer Energie, die beispielsweise über Photovoltaikanlagen auf den Produktionshallen für die Eigenversorgung erzeugt werden kann. Der aus dem Sonnenlicht erzeugte Gleichstrom kann direkt in der Produktion genutzt oder in industriellen Energiespeichern zwischengespeichert werden, um die volatile Verfügbarkeit regenerativer Energien auszugleichen. Ähnlich wie in Hybrid- oder Elektrofahrzeugen werden zudem die Vorteile der sogenannten Rekuperation genutzt: Energie, die beim Abbremsen der Roboter in der Anlage entsteht, kann dabei effizient zurückgewonnen werden.

Stationäre Stromspeicher in Industriestromnetzen: Der Technologieentwicklungs- und Planungsbereich starteten ein Pilotprojekt zur Entwicklung, Standardisierung und Erprobung eines stationären Batteriecontainers zur Stromspeicherung. Mit Energiespeichersystemen von Mercedes-Benz Energy soll regenerative Energie, die beispielsweise über eigene Photovoltaikanlagen gewonnen wird, zwischengespeichert und bei Bedarf in die Versorgung des Werks integriert werden. Somit kann eine sichere Stromversorgung auch in schwankenden Netzen gewährleistet werden. Ein weiterer zentraler Anwendungsfall: Batterien aus Elektrofahrzeugen können nach ihrer Verwendung im Fahrzeug (1st Life) ein zweites Mal (2nd Life) als stationärer Stromspeicher weiter verwendet werden.

Mercedes-Benz Cars Operations (MO) verantwortet die Pkw-Produktion an weltweit mehr als 30 Standorten. Drei davon befinden sich derzeit im Aufbau. Innerhalb eines flexiblen und effizienten Produktionsnetzwerks mit rund 78.000 Beschäftigten gehören dazu die zentralen Funktionen Produktionsplanung, TECFABRIK, Logistik und Qualitätsmanagement. Im vergangenen Jahr hat Mercedes-Benz Cars mehr als 2,4 Millionen Pkw der Marken Mercedes-Benz und smart produziert und damit den siebten Rekord in Folge eingefahren. Das Netzwerk orientiert sich an den Produktarchitekturen Frontantrieb (Kompaktwagen) und Heckantrieb (zum Beispiel S-, E- und C-Klasse) sowie den SUV- und Sportwagenarchitekturen. Dazu kommt ein Produktionsverbund für den Powertrain (Motoren, Getriebe, Achsen, Komponenten). Im Mittelpunkt eines jeden Architektur-Produktionsverbunds steht ein Lead-Werk, das als Kompetenzzentrum für Neuanläufe, Technologie und zur Qualitätssicherung dient. Mercedes-Benz Cars ist bereit für die Elektromobilität: Rund um den Globus entstehen aktuell Elektro-Hubs für die Fertigung von E-Fahrzeugen und Batterien. In der täglichen Arbeit liegt der Fokus auf der kontinuierlichen Verbesserung sowie der Weiterentwicklung von modernen Fertigungsverfahren, die eine effiziente, flexible und umweltfreundliche Produktion künftiger Hightech-Fahrzeuge in typischer Mercedes-Benz Qualität ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrem Know-how, deren Arbeit durch eine gezielte ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes sowie durch eine intelligente Automatisierung unterstützt wird. Neben eigenen Produktionswerken setzt Mercedes-Benz im Rahmen des Wachstumskurses verstärkt auf Kooperationen.

07.05.2018 Rekord April - 63. Rekordmonat in Folge

Mercedes-Benz hat in den ersten drei Monaten des Jahres das absatzstärkste Quartal aller Zeiten abgeschlossen und die Spitzenstellung im Premiumsegment behauptet. An diesen erfolgreichen Jahresstart knüpfte das Unternehmen mit dem Stern im April nahtlos an: 192.558 Pkw wurden rund um den Globus an Kunden ausgeliefert (+6,6%), mehr als je zuvor zu Beginn des zweiten Quartals. Seit Jahresbeginn stieg der Absatz auf einen neuen Bestwert von 786.862 verkauften Fahrzeugen mit dem Stern (+6,2%). Bereits seit 62 Monaten wächst Mercedes-Benz Monat für Monat ohne Unterbrechung. Mercedes-Benz war im April, unter anderem in Deutschland, Spanien, Schweden, Südkorea, Australien, USA, Mexiko und Brasilien die zulassungsstärkste Premiummarke.

In Europa hat Mercedes-Benz in den ersten vier Monaten einen neuen Absatzbestwert verbucht und 312.966 Pkw an Kunden ausgeliefert (+1,2%). Im April lag der Absatz mit 74.835 verkauften Pkw in etwa auf dem sehr hohen Niveau des Vorjahres. Ein Drittel aller Auslieferungen gingen dabei an den größten europäischen Markt Deutschland (25.303 Einheiten, +3,0%). Neue Bestwerte erzielten per April die Märkte Spanien, Schweden, Polen und Portugal – nie zuvor wurde in diesem Zeitraum mehr Mercedes-Benz Fahrzeuge verkauft. Auch im aufstrebenden Markt Ungarn hat Mercedes-Benz die besten ersten vier Monate eines Jahres mit deutlich zweistelligem Wachstum abgeschlossen.

Erneut zweistelliges Wachstum erzielte Mercedes-Benz in der Region Asien-Pazifik: Mit 80.243 ausgelieferten Einheiten stieg der Absatz im April auf einen neuen Bestwert (+17,2%). Der größte Wachstumsbeitrag kam aus China – hier stieg die Zahl der Auslieferungen im vergangenen Monat um 20,1% auf 57.221 Einheiten. Erstmals wurde im Reich der Mitte nach nur vier Monaten die 200.000er Marke beim Absatz erreicht (227.153 Einheiten, +18,0%). Mehr als zwei Drittel aller dort verkauften Mercedes-Benz Fahrzeuge werden auch vor Ort produziert. Bestwerte erzielte Mercedes-Benz seit Jahresbeginn zudem in Südkorea, Indien, Thailand und Malaysia. In der NAFTA-Region hat Mercedes-Benz seit Jahresbeginn 126.518 Pkw an Kunden ausgeliefert – mehr als je zuvor in den ersten vier Monaten eines Jahres (+0,3%). Im April konnte das Unternehmen mit dem Stern in der Region mehr Fahrzeuge ausliefern als im Vorjahresmonat (33.143 Einheiten, +3,4%). In den USA stieg der Absatz im vergangenen Monat um 1,0% an und 27.207 Kunden konnten sich über ihren neuen Mercedes-Benz freuen. Mercedes-Benz USA und Mercedes-Benz Financial Services USA LLC haben angekündigt ‚Mercedes-Benz Collection‘ einzuführen, ein Aboservice für Premiumfahrzeuge, mit dem Kunden je nach Bedarf und Lebensstil zwischen verschiedenen Fahrzeugen wechseln können. In Zusammenarbeit mit den Mercedes-Benz Händlern wird der Service im Juni als Pilot in zwei Märkten eingeführt: Nashville, TN und Philadelphia, PA. In Kanada (+7,4%) und Mexiko (+44,2%) verbuchte Mercedes-Benz sogar jeweils einen neuen Bestwert im April.

Im April wurden 68.129 SUVs von Mercedes-Benz verkauft und damit 14,0% mehr als im Vorjahresmonat. Der neue Bestwert ist vor allem auf die starke Nachfrage nach dem GLC zurückzuführen, dessen Absatz im April um 37,2% gestiegen ist. Neben dem GLC gehört der GLA zu den meistverkauften Fahrzeugen im SUV Segment von Mercedes-Benz.
Die S-Klasse Limousine hat zu Beginn des zweiten Quartals eine Absatzsteigerung von 26,1% verbuchen können. 6.977 Einheiten des Flaggschiffs von Mercedes-Benz sind im April ausgeliefert worden. Die Verkäufe des Mercedes-Maybach stiegen im April sogar auf einen neuen Bestwert an. Auf der „Auto China 2018“ in Peking präsentierte Mercedes-Benz den Vision Mercedes-Maybach Ultimate Luxury. Das Design des Crossovers aus einer exklusiven High-end-Limousine und einem SUV folgt der Philosophie der Sinnlichen Klarheit.

Die A-Klasse steht vor ihrem Modellwechsel. Trotzdem wurden von den Kompakten im April mehr als 46.000 Einheiten an Kunden weltweit ausgeliefert. Seit Jahresbeginn lag der Absatz der A- und B-Klasse, des CLA, CLA Shooting Brake und GLA mit über 197.000 verkauften Einheiten sogar über dem Vorjahresniveau (+0,2%). Die neue A-Klasse wird seit April im Werk Rastatt (Deutschland) produziert und seit Anfang Mai an Kunden in Europa ausgeliefert. Vor kurzem wurde auf der Messe in Peking zudem das sechste Kompaktmodell vorgestellt: Die neue A-Klasse Limousine mit langem Radstand ist speziell auf die Bedürfnisse der chinesischen Kunden ausgerichtet und das sechste Kompaktmodell im Portfolio von Mercedes-Benz. Insgesamt soll die Kompaktwagenfamilie auf acht Modelle wachsen.

Die aktuelle Generation des smart fortwo ist bereits seit vier Jahren auf dem Markt. Bereits das dritte Jahr in Folge sind in den ersten vier Monaten über 40.000 smart Modelle an Kunden in alle Welt verkauft worden. Im vergangenen Monat hat die Marke smart 10.128 Einheiten des smart fortwo und forfour an Kunden übergeben (-7,5%). Im größten Einzelmarkt Deutschland konnte der Absatz der Marke im April gesteigert werden. Die elektrischen smart Fahrzeuge kommen vor allem in Europa hervorragend an – nie zuvor wurden von diesen Modellen in den ersten vier Monaten eines Jahres mehr Einheiten verkauft.

27.04.2018 Daimler Q1 2018 EBIT

Konzernabsatz mit 806.900 Einheiten um 7% über Vorjahr

Umsatzanstieg um 3% auf 39,8 Mrd. €, wechselkursbereinigt plus 8%

Konzern-EBIT in Höhe von 3,3 (i. V. 3,8) Mrd. € deutlich unter Vorjahr; im Vorjahreszeitraum positive Sondereffekte in Höhe von 700 Mio. € enthalten

Konzernergebnis bei 2,4 (i. V. 2,7) Mrd. €

Free Cash Flow im Industriegeschäft in den ersten drei Monaten bei 1,8 (i. V. 1,9) Mrd. €

Für Gesamtjahr 2018 leichte Steigerung von Absatz, Umsatz und Konzern-EBIT erwartet

Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars: „Wir setzen unseren profitablen Wachstumskurs nachhaltig fort und haben mehr Fahrzeuge in einem ersten Quartal verkauft als jemals zuvor. Daran wollen wir weiter anknüpfen und setzen unsere Strategie mit den fünf Säulen CORE, CASE, CULTURE, COMPANY und CUSTOMER konsequent um.“

Bodo Uebber, im Vorstand der Daimler AG für Finance & Controlling und Daimler Financial Services verantwortlich: „ Wir sind gut ins Jahr gestartet und haben weiter in die Zukunft investiert. Mit unserer starken Bilanz und unseren guten Ergebnissen stellen wir die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens und der Mobilität.“

Das auf die Aktionäre der Daimler AG entfallende Konzernergebnis betrug 2.273 (i. V. 2.557) Mio. €; dies führte zu einem Rückgang des Ergebnisses je Aktie auf 2,12 (i. V. 2,39) €.

Das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars konnte das Vorjahresergebnis leicht verbessern. Der Ergebnisanstieg ist vor allem auf die sehr positive Absatzentwicklung der S-Klasse und der SUV-Modelle zurückzuführen. Daimler Trucks erzielte ein EBIT auf Vorjahresniveau. Das Vorjahresquartal war hierbei durch den Verkauf von Immobilien durch die Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation in Japan mit 267 Mio. € positiv beeinflusst. Mercedes-Benz Vans und Daimler Buses erzielten jeweils ein EBIT deutlich unter dem Vorjahresniveau. Bei Daimler Financial Services führte das gestiegene Vertragsvolumen zu einem leichten Anstieg des Ergebnisses. Wechselkurseffekte wirkten sich in Summe leicht negativ auf das operative Ergebnis aus. Die Überleitung der Segmentergebnisse auf das Konzern-EBIT zeigt im ersten Quartal 2018 ein negatives Ergebnis. Das positive Ergebnis im Vorjahresquartal war dabei insbesondere auf die Wertaufholung des At-equity-Buchwerts der BAIC Motor Corporation Ltd. (BAIC Motor) zurückzuführen.

Seit dem 31. Dezember 2017 erhöhte sich die Netto-Liquidität des Industriegeschäfts um 2,1 Mrd. € auf 18,7 Mrd. €. Ursächlich für den Anstieg war insbesondere der positive Free Cash Flow.

„Wir sind gut ins Jahr gestartet und haben weiter in die Zukunft investiert. Mit unserer starken Bilanz und unseren guten Ergebnissen stellen wir die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens und der Mobilität“, sagte Bodo Uebber, im Vorstand der Daimler AG für Finance & Controlling und Daimler Financial Services verantwortlich. „Mit dem Projekt Zukunft verfolgen wir eine neue Aufstellung des Unternehmens, um die Geschäftsfelder noch agiler und damit wettbewerbsfähiger zu machen. Und mit dem geplanten Joint Venture mit BMW wollen wir unseren Kunden ein umfassendes Ökosystem für Mobilitätsdienste schaffen, das individuelle Mobilität auf Knopfdruck ermöglicht.“

Der Daimler-Konzern hat sich im Berichtsquartal 2018 erneut zu attraktiven Bedingungen auf den internationalen Geld- und Kapitalmärkten refinanziert. Von Januar bis März 2018 sind Daimler aus der Emission von Anleihen liquide Mittel in Höhe von 4,7 (i. V. 6,7) Mrd. € zugeflossen. Aufgrund der Tilgung von Anleihen flossen 4,4 (i. V. 4,8) Mrd. € ab. Ein wesentlicher Teil des Emissionsvolumens wurde in Form sogenannter Benchmark-Anleihen (Anleihen mit hohem Nominalvolumen) durchgeführt. Im Januar platzierte die Daimler AG eine sogenannte Panda-Anleihe mit einem Volumen von 3,0 Mrd. RMB im chinesischen Kapital­markt. Darüber hinaus wurden zwei Asset-Backed Securities (ABS)-Transaktionen in den USA durchgeführt. Dabei konnte ein Refinanzierungsvolumen von 2,3 Mrd. US-$ generiert werden.

Beschäftigte Zum Ende des ersten Quartals 2018 waren im Daimler-Konzern weltweit 294.029 (Jahresende 2017: 289.321; Q1 2017: 285.810) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 173.882 (Jahresende 2017: 172.089) in Deutschland tätig; 24.426 (Jahresende 2017: 23.513) waren es in den USA. Bei den konsolidierten Tochtergesellschaften in China waren Ende März 4.150 (Jahresende 2017: 4.099) Beschäftigte tätig.

Der Absatz von Mercedes-Benz Cars stieg im ersten Quartal 2018 um 5% auf 594.300 Einheiten auf einen neuen Bestwert. In Europa wurde mit 244.200 Fahrzeugen der Marken Mercedes-Benz und smart erneut ein Rekordwert erzielt (+1%). Dabei lagen die Verkaufszahlen in Deutschland (+6%), Frankreich (+7%) und Spanien (+4%) über dem Vorjahreswert. Auch in China wurde der Absatz auf einen neuen Höchstwert gesteigert (+16%). Südkorea (+18%), Indien (+26%) und Malaysia (+29%) trugen ebenfalls mit neuen Verkaufsbestwerten zu dem Erfolg bei. Der Absatz in den USA lag um 10% unter dem Vorjahresquartal, während in Kanada (+2%) und Mexiko (+7%) mehr Fahrzeuge verkauft wurden als jemals zuvor im vergleichbaren Zeitraum.

Der Umsatz des Geschäftsfelds nahm um 2% auf 23,0 Mrd. € zu. Im Berichtsquartal lag das EBIT mit 2.060 Mio. € leicht über dem Vorjahreswert von 1.998 Mio. €. Die Umsatzrendite belief sich auf 9,0 (i. V. 8,9)%. Insbesondere die sehr positive Absatzentwicklung der S-Klasse sowie der SUV-Modelle hatte einen maßgeblichen Einfluss auf den Ergebnisanstieg im ersten Quartal 2018. Gegenläufige Effekte entstanden durch Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge sowie höhere Aufwendungen für Rohstoffe. Zudem wirkten sich erhöhte Aufwendungen im Zusammenhang mit der Bewertung des Leasing-Portfolios in Deutschland ergebnismindernd aus. Das Vorjahresquartal war durch einen aperiodischen Effekt (236 Mio. €) im Zusammenhang mit der Umstellung auf IFRS 15 belastet. Des Weiteren hatten im ersten Quartal 2017 Erträge im Rahmen der Beteiligung eines neuen Investors am digitalen Kartendienst HERE (183 Mio. €) das EBIT positiv beeinflusst.

Ausblick Geschäftsfelder
Auf Basis der Annahmen für die Entwicklung der für Daimler wichtigen Märkte und der aktuellen Einschätzungen der Geschäftsfelder erwartet das Unternehmen, dass der Konzernabsatz im Jahr 2018 insgesamt leicht gesteigert werden kann. Mercedes-Benz Cars plant für das Gesamtjahr 2018 eine leichte Steigerung des Absatzes gegenüber dem Vorjahr auf ein neues Rekordniveau. Als stärksten Wachstumstreiber sieht das Geschäftsfeld dabei den chinesischen Markt. Die Basis für die angestrebte weltweite Steigerung der Verkaufszahlen ist weiterhin das attraktive und innovative Modellportfolio, dessen Vielfalt im Jahr 2018 größer ist als je zuvor. Wesentliche Absatzimpulse erwartet die Pkw-Sparte durch die SUVs. Die neue A-Klasse als Vorbote der neuen Generation der Kompaktwagen sowie die modellgepflegte C-Klasse und die E-Klasse Familie gehören im Jahresverlauf neben den SUVs – allen voran der GLC – ebenfalls zu den Hauptabsatztreibern. Mit der Markteinführung des S-Klasse Coupés sowie des Cabriolets im ersten Quartal ist die neue S-Klasse Familie vollständig im Markt erhältlich. Die batterieelektrischen smart Modelle werden ab Mai die ersten vollelektrischen EQ-Modelle auf den Straßen sein. Darüber hinaus werden weitere neue attraktive Modelle in den Markt eingeführt. Dazu gehören von der Sportwagen- und Performance-Marke Mercedes-AMG die neuen 53er-Modelle des E-Klasse Coupés und Cabrios sowie die kürzlich auf der New York International Auto Show vorgestellten AMG Modelle der C-Klasse Baureihe wie C 63 und C 43. Der Mercedes-AMG GT 4-Türer, der in Genf vorgestellt wurde, erweitert die AMG Sportwagen-Familie.

Ende März 2018 haben Daimler und die BMW Group die Absicht bekannt gegeben, vorbehaltlich der Prüfung und Freigabe durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden, ihre bestehenden Angebote für On-Demand-Mobilität in den Bereichen Carsharing, Ride-Hailing, Parking, Charging und Multimodalität zusammenzuführen und künftig strategisch weiter auszubauen. Dazu haben die beiden Unternehmen eine Vereinbarung zur Zusammenlegung ihrer Geschäftseinheiten für Mobilitätsdienste unterzeichnet. Beide Unternehmen sollen jeweils 50% der Anteile an den geplanten Gemeinschaftsunternehmen der Mobilitätsdienste beider Konzerne halten. Die Gründung der Gemeinschaftsunternehmen wird bei Daimler Financial Services zu einem signifikanten positiven Bewertungs- und Ergebniseffekt führen. Für den Fall einer Zustimmung der Wettbewerbsbehörden in diesem Jahr ergeben sich dadurch Auswirkungen für den EBIT-Ausblick des Konzerns und des Geschäftsfelds Daimler Financial Services. Auf der Basis dieser Effekte sowie der erwarteten Marktentwicklung und der aktuellen Einschätzungen der Geschäftsfelder geht Daimler nun davon aus, dass das Konzern-EBIT im Jahr 2018 leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen wird.

Die einzelnen Geschäftsfelder haben nun für das Jahr 2018 folgende Erwartungen für das EBIT:
– Mercedes-Benz Cars: leicht über Vorjahresniveau,
– Daimler Trucks: deutlich über Vorjahresniveau,
– Mercedes-Benz Vans: leicht unter Vorjahresniveau,
– Daimler Buses: leicht über Vorjahresniveau und
– Daimler Financial Services: deutlich über Vorjahresniveau.

Die erwartete Ergebnisentwicklung in den Automobilgeschäftsfeldern wird sich auch im Jahr 2018 positiv im Free Cash Flow des Industriegeschäfts niederschlagen. Trotz nochmals höherer Vorleistungen für neue Produkte und Technologien dürfte der Free Cash Flow aus dem Industriegeschäft deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen und auch die Dividendenausschüttung im Jahr 2018 übertreffen. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass der Free Cash Flow des Industriegeschäfts im Jahr 2017 durch eine außerordentliche Zuführung in Höhe von 3 Mrd. € in das deutsche Pensionsvermögen der Daimler AG geschmälert wurde. Vor dem Hintergrund weiterer Effizienzsteigerungen im Rahmen der mittel- und langfristig ausgerichteten Programme zur strukturellen Verbesserung der Geschäftsprozesse geht Daimler davon aus, dass die Wachstumsziele mit einem nur geringfügig wachsenden Personalbestand erreicht werden können.

20.03.2018 Daimler & Google forschen am Quantencomputer

Künftige Mobilität erfordert die Bewältigung hochkomplexer Fragestellungen, die aktuelle Rechnergenerationen und Serversysteme an ihre Leistungsgrenzen bringen oder sogar überfordern können. Mit Quantencomputern ist die Erwartung verbunden, diese Aufgaben weitaus schneller oder überhaupt erst lösen zu können. Daimler setzt daher auf strategische Forschungskooperationen im Bereich des Quantencomputings und hat eine weitere Zusammenarbeit auf diesem Gebiet mit Google vereinbart. Mit dem 72-Qubit-Chip Bristlecone hat Google gerade den Quantencomputer mit der höchsten Anzahl an Quantenbits gebaut. Qubits sind die kleinstmögliche Speichereinheit und dienen als Maß für die Leistungsfähigkeit von Quantencomputern.

Spezialisten-Teams aus der Daimler Konzernforschung und der IT nutzen in dieser Kooperation Quantencomputer von Google, um konkreten Fragestellungen der Mobilität der Zukunft nachzugehen. Die Initiative zahlt konsequent auf die Vision von Daimler ein, Kunden künftig nicht nur als Fahrzeughersteller, sondern als Mobilitätsdienstleister umfassend zu unterstützen.

„Innovation und Erfindergeist sind seit jeher Teil unserer DNA bei Daimler. Mit der Erfindung des Automobils vor 132 Jahren haben wir einen wegweisenden Transformationsprozess für die individuelle Mobilität der Menschen eingeleitet“, so Ola Källenius, Vorstandsmitglied der Daimler AG, Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung. „Quantencomputing könnte in Zukunft eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von nachhaltigen und effizienten Mobilitätslösungen, aber auch in unterschiedlichsten Anwendungsbereichen innerhalb unseres Unternehmens spielen.“ Daimler CIO Jan Brecht ergänzt: „Quantencomputing hat das Potential, die gesamte IT-Branche zu revolutionieren – und damit auch alle anderen Industriebereiche. Noch befindet sich diese Technologie im frühen Forschungs- und Entwicklungsstadium – aber die Möglichkeiten sind enorm. Wir wollen frühzeitig Erfahrungen mit dieser neuen Technologie sammeln. Daher bringen wir in die Forschungskooperationen konkrete Use Cases aus dem Automobil- und Mobilitätsbereich ein.“

Neue Rechendimension: Quantencomputer
Vereinfacht gesagt ist ein Quantencomputer ein unmittelbar mit den Gesetzen der Quantenphysik operierender Rechner. Anders als heutige Computer arbeitet er nicht nur in einem binären Zahlensystem (0 oder 1), sondern kennt weitere Zustände, die so genannten Superpositionen. Diese Zwischenzustände lassen sich mit klassischen Rechnern nicht darstellen und erweitern die Rechenmöglichkeiten des Computers enorm. Dadurch können manche komplexe Berechnungen in Geschwindigkeiten ausgeführt werden, die bisher undenkbar sind.

Zu den zahlreichen möglichen Einsatzfeldern für Quantencomputer zählen
-die auf Quantenchemie basierende Wahl neuer Materialien, z.B. für die Entwicklung von Batteriezellen
-die effiziente und komfortable Bereitstellung individueller Mobilität. Dabei können autonome Fahrzeuge im urbanen Umfeld und in Megacitys eingesetzt werden, was gleichzeitig die Verkehrsinfrastruktur entlastet.
-die Logistikplanung im Van-Bereich. Abhängig von einer Vielzahl von Variablen müssen dort Routen geplant und in Echtzeit aktualisiert werden.
-die Optimierung von Fertigungsplanung und Produktionsprozessen
-das maschinelle Lernen zur Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz.

Die breit aufgestellten Forschungsaktivitäten im Bereich Quantencomputing sind Bestandteil der CASE-Strategie und unterstreichen den Wandel der Daimler AG vom Fahrzeughersteller zum Mobilitätsdienstleister. CASE steht dabei für die Felder Vernetzung (Connected), autonomes Fahren (Autonomous), flexible Nutzung (Shared&Services) und elektrische Antriebe (Electric). Ziel ist es, durch intelligente Verzahnung der CASE-Themen intuitive Mobilität für die Kunden zu gestalten.

Wussten Sie, dass…

… Quanten weder Teilchen noch Wellen sind? Teilchen sind Objekte, die klar definierte Grenzen haben. Zwei wesentliche Eigenschaften sind, dass sich Teilchen lokalisieren und zählen lassen. Klassische Wellen bestehen aus vielen Einzelteilchen, die sich an verschiedenen Orten befinden und mit verschiedenen Impulsen vorkommen, Wellen bilden außerdem Interferenzen. Quanten können die Eigenschaften klassischer Wellen und die klassischer Teilchen annehmen, man spricht von Welle-Teilchen-Dualismus.

…in der Quantenwelt Gesetzmäßigkeiten auftreten, die den Gesetzen der klassischen Physik widersprechen und schwer zu greifen sind? Zum Beispiel ist es aus der Alltagswelt nicht zu verstehen, wie sich ein und dasselbe Teilchen an zwei verschiedenen Stellen gleichzeitig befinden kann. Oder wie zwei Teilchen über eine beliebig große Entfernung in eine Wechselwirkung miteinander treten, ohne dass man eine Kraftbeziehung dafür messen kann. Eine der Besonderheiten der Quantenphysik ist, dass sich von den unbeobachteten Quanten weder eine genaue Position noch eine genaue Bewegungsrichtung bestimmen lässt.

…Quanten in der mikroskopischen Physik Größen sind, die nicht beliebige Werte, sondern nur bestimmte diskrete Werte annehmen können? Dazu zählen beispielsweise Energie und Drehimpuls. Oft bezeichnet man mit Quanten auch einfach Objekte wie Atome oder Elektronen, für die die Quantenphysik gilt, die also z.B. die Phänomene Superposition und Verschränkung aufweisen.

…Superposition (deutsch: „Überlagerung“) bei Quanten heißt, dass sie sich in einem Zustand befinden, in dem sich mehrere einander klassisch ausschließende Eigenschaften in gewissem Sinne „ überlagern“? So kann sich beispielsweise ein Elementarteilchen in Superposition von mehreren unterschiedlichen Orten befinden. Das heißt, dass sich das Teilchen zwar an keinem Ort definitiv befindet, aber dass es bei einer Ortsmessung mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit an dem einen oder anderen Ort festgestellt wird.

…Verschränkung bedeutet, dass zwei Quantenobjekte ihre Individualität verlieren und dass die Eigenschaften des einen von denen des anderen abhängen? Eine Operation an dem einen Objekt wirkt sich unmittelbar auf das andere Objekt aus. Diese Abhängigkeit wirkt über beliebige Entfernungen und benötigt kein bekanntes physikalisches Trägermedium.

…Qubits mikroskopische Quantensysteme sind, die zwei unterschiedliche Basiszustände enthalten? Diese entsprechen der 0 und der 1 beim klassischen Bit. Diese Quantensysteme weisen die typischen Quanteneigenschaften wie Superposition oder Verschränkung auf. Wie bei klassischen Bits gibt es verschiedene Möglichkeiten, woraus man Qubits bauen kann, z.B. mithilfe von Photonen, Elektronen, Atomen oder so genannten supraleitenden Schwingkreisen. Ziel ist, eine hohe zeitliche Stabilität der Qubits zu erreichen (so genannte Kohärenzzeit), um möglichst viele Operationen durchführen zu können, bevor durch Wechselwirkung mit der Umgebung die gespeicherte Information fehlerhaft wird. Des Weiteren sind eine hohe Präzision (= geringe Fehlerraten) bzw. eine gute Fehlerkorrektur Ziel der aktuellen Entwicklung.

…man sich ein Qubit wie die Erdoberfläche vorstellen kann? Ist der Nordpol die 0 und der Südpol die 1, so gibt es bei einem Qubit auch alle anderen Punkte der Erdoberfläche, während bei einem klassischen Bit nur Nord- und Südpol existieren.

…sich die Suche nach dem Ausgang aus einem Irrgarten gut als Illustration für die unterschiedliche Arbeitsweise von Supercomputern und Quantencomputer eignet? Ein heutiger Computer prüft alle Ausgänge seriell, bis er den Ausgang gefunden hat. Ein Quantencomputer würde alle möglichen Pfade parallel absuchen und viel schneller das Ergebnis des richtigen Weges ausgeben. Manche Arten von Berechnungen können dadurch stark beschleunigt werden.

…ein Quantencomputer dennoch nicht in jedem Fall besser als ein heutiger Supercomputer ist? Ein Quantencomputer kann genau dieselben Probleme berechnen wie ein klassischer Rechner. Er ist aber nicht in allen Fällen besser darin. Ein Quantencomputer ist dann besser, wenn er Rechenaufgaben in akzeptabler Zeit lösen kann, für die der klassische Rechner unakzeptabel lange braucht oder für die er so große Mengen an Speicher benötigen würde, dass sie physikalisch unmöglich zu realisieren sind, wie es z.B. in der Quantenchemie auftritt. Dabei ist auch die auf klassischen Rechnern stattfindende Vor- und Nacharbeit an den Daten mit einzuberechnen.

...sich durchaus überprüfen lässt, ob ein Quantencomputer richtig gerechnet hat, auch wenn diese Berechnungen für Supercomputer nicht mehr nachvollziehbar sind? Man kann den Quantencomputer kleinere Probleme rechnen lassen, die sich noch mit klassischen Supercomputern behandeln lassen, und die Ergebnisse vergleichen. Einige Berechnungsprobleme sind außerdem von der Art, dass es zwar sehr schwierig ist, auf eine Lösung zu kommen, aber andererseits sehr einfach zu überprüfen ist, ob eine vorgeschlagene Lösung korrekt ist. Die Ergebnisse des Quantencomputers kann man dann relativ einfach überprüfen. Für Optimierungsprobleme gilt Ähnliches: Wird vom Quantencomputer eine Lösung vorgeschlagen, kann man überprüfen, wie gut sie ist, indem man sie mit dem Lösungsvorschlag des klassischen Rechners vergleicht. Bei größeren Berechnungsproblemen kann der klassische Computer allerdings nur Näherungslösungen liefern, die auf den besten verfügbaren klassischen Algorithmen basieren. In weiterer Zukunft ist es denkbar, dass man die Ergebnisse mit denen eines Quantencomputers des gleichen Typs oder auch eines anderen Typs vergleichen bzw. abgleichen kann.

19.03.2018 Mercedes baut Produktionsnetzwerk auf knapp 3 Mio Pkw aus

Mercedes Benz Cars wird aufgrund der anhaltenden Verkaufsrekorde und der Erweiterung der Produktpalette das Produktionsnetzwerk bis 2020 auf knapp 3,0 Mio. Pkw Einheiten jährlich steigern.

Dazu sollen drei größere neue Werke im Ausland entstehen und ans Netz gehen.

Im 3. Quartal 2018 wird das Daimler-Nissan Joint Venture Compas in Mexiko den Betrieb aufnehmen. Daimler hat hier wie auch Nissan 500 Mio. EUR investiert. Ab dem 3. Quartal 2018 werden hier dann MFA2 Fahrzeug wie bspw. die A-Klasse Limousine V177 produziert. Welches Fahrzeug später dazu kommt ist noch nicht klar. Vermutlich wird es sich um einen Kompakt-SUV GLA oder GLB für die NAFTA Region handeln.

Bis Ende 2019 wird im ungarischen Kecskemét ein zweites hochmodernes Mercedes Werk inkl. Presswerk entstehen. Die Kapazität soll angeblich von heute rund 180.000 Fahrzeugen verdoppelt werden. Das zweite Werk auf dem Gelände soll so flexibel sein, dass nicht nur MFA2 Modell, sondern auch MRA Modelle (Heckantriebsmodelle) dort vom Band laufen könnten.

In China soll das Werk in Peking für 1,5 Mrd. EUR umgebaut und erweitert werden und zusätzlich ein neuer Standort eröffnet werden. Dies soll weitere 150.000 bis 200.000 Einheiten produzieren können.

06.03.2018 60. Rekordmonat in Folge

Seit fünf Jahren kennen die Absatzzahlen von Mercedes-Benz Monat für Monat nur eine Richtung: nach oben. Der Februar hat die fünf Jahre komplettiert: Er war der 60. Monat in Folge, in dem Mercedes-Benz weltweit mehr Fahrzeuge ausgeliefert hat als im Vorjahresmonat. Insgesamt gingen 163.580 Fahrzeuge in Kundenhand über und das weltweite Wachstum betrug 6,3%. Besonders erfolgreich war das Stuttgarter Unternehmen mit dem Stern in der Schweiz, Australien, den USA, Kanada und Brasilien wo Mercedes-Benz sich im Februar als die zulassungsstärkste Premiummarke behauptete.

„Den 60. Absatzrekord in Folge haben wir im Februar mit über 163.500 verkauften Mercedes-Benz Fahrzeugen erreicht. Dieser Erfolg spornt uns an, unsere Kunden weiterhin mit unseren Produkten nicht nur überzeugen zu wollen – wir wollen sie begeistern. Dafür sorgt auf dem Genfer Auto Salon das neuentwickelte viertürige Mercedes-AMG GT Coupé – und das nicht nur bei unseren Performance-Fans“, so Britta Seeger, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb. „In Genf präsentieren wir außerdem die elektrischen smart Modelle, die ab sofort zur Marke EQ gehören und zeigen, wie viel Spaß Elektromobilität in der Stadt macht. Die Kunden können sich über eine verkürzte Ladezeit sowie eine neue App rund um die Elektromobilität freuen. Eine weitere Neuheit bietet Mercedes-Benz mit dem neuen Mobilitätsangebot „Mercedes me Flexperience“, bei dem Kunden quasi im Abonnement unsere Fahrzeuge nutzen können“, so Seeger weiter.

In der Region Europa wurden im vergangenen Monat mehr Fahrzeuge abgesetzt als jemals zuvor in einem Februar. Insgesamt 63.593 Kunden nahmen ihren neuen Stern in Empfang (+1,8%). In Deutschland lag die Verkaufszahl im Februar bei 21.543 Modellen von Mercedes-Benz (-2,8%). In Spanien, Belgien, der Schweiz, Portugal und Polen konnten sowohl im als auch per Februar neue Bestwerte erzielt werden.

In der Region Asien-Pazifik stieg der Absatz von Mercedes-Benz im Februar um 12,9% auf den neuen Bestwert von 65.691 verkauften Einheiten. Das Unternehmen mit dem Stern verbuchte in China mit 43.036 ausgelieferten Fahrzeugen (+18,6%) ebenso einen Absatzrekord wie in Südkorea (+8,5%), Indien (+25,7%) und Malaysia (+32,1%). Auch in der NAFTA-Region hat Mercedes-Benz mehr Fahrzeuge als jemals zuvor in einem Februar verkauft (+2,4%): Insgesamt wurden 29.934 Fahrzeuge ausgeliefert. Sowohl die USA als auch Kanada und Mexiko trugen mit Absatzrekorden zu diesem Erfolg für den Monat Februar bei. In den USA nahmen 24.760 Kunden ihren neuen Mercedes-Benz in Empfang (+1,0%). Das Plus in Kanada lag bei 5,2%, in Mexiko bei 22,1%.

Die E-Klasse Limousine und das T-Modell blieben unbeirrt auf der Erfolgsspur. Im vergangenen Monat wurden mit 25.781 Einheiten mehr Modelle abgesetzt als jemals zuvor in einem Februar (+9,1%). Die hohe Zahl der Auslieferungen ist unter anderem auf die starke Nachfrage nach den beiden Modellen im größten Markt China zurückzuführen.

Der Absatz der neuen S-Klasse Limousine übertraf im Februar den Vorjahresmonat um 28,8%. Insgesamt nahmen 6.010 Kunden ihre neue Luxuslimousine im Empfang. Die meisten Modelle gingen dabei an Kunden in China und den USA. Obwohl die Mercedes-Maybach S-Klasse Limousine kurz vor ihrem Modellwechsel steht, konnte sie im vergangenen Monat einen neuen Verkaufsrekord erzielen.

Die SUVs von Mercedes-Benz verzeichneten im Februar einen neuen Absatzrekord von 59.807 Einheiten. Damit wurde der Bestwert aus dem Vorjahresmonat um 13,9% übertroffen. Ein besonders starkes Plus verbuchte der GLC mit einer Absatzsteigerung von 36,8%. Neben dem GLC wurden auch von dem GLA, dem GLC Coupé und der G-Klasse mehr Einheiten verkauft als in jedem Februar zuvor.

Im Februar entschieden sich 8.360 Kunden für einen Stadtflitzer der Marke smart, seit Jahresbeginn wurden bereits 17.589 smart fortwo und smart forfour ausgeliefert. Die Verkaufszahlen der beiden Modelle stiegen besonders stark in Deutschland: Im vergangenen Monat konnte ein Plus von 37,8% verbucht werden. Auf dem Heimatmarkt verzeichnete das Unternehmen eine besonders hohe Nachfrage nach den elektrischen Modellen des Stadtflitzers.

04.03.2018 Produktoffensive 2018 (Auszug)

Aktuell finden die Verkäuferschulungen auf Ibiza statt (Global Training Europe). Dabei wurde ein Teil der Produktoffensive gezeigt. G-Klasse und die große Motorenumstellung in der E-Klasse (zum Sommer) fehlen auf der Folie.

Ansonsten: VF = Verkaufsfreigabe, ME = Markteinführung, FL = Facelift

Des Weiteren scheint die Darstellung auf der Folie nicht vollständig. Bspw fehlt der C 43 AMG und der C 300e.


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