28.07.2018 EQ Familie & neue Plug-in-Hybrid



Beim Daimler ist aktuell viel in Bewegung. Neben den Investitionen ins autonome Fahren sowie der allgemeinen Digitalisierung stehen auch hohe Investitionen in die Elektrifizierung des Triebsstrangs sowie der allgemeinen Entwicklung von EVA1.5 und EVA2 an. Der EQC (EVA1) ist im Endeffekt fertig entwickelt und wird am 04.09.2018 in Stockholm seine Weltpremiere haben.
Das eine ist die Entwicklung von Produkten und das andere ist die Produktion. Aktuell gibt es nicht genügend Batteriezellen und auch bei der Herstellung von Batterien aus den eingekauften Batteriezellen gibt es Engpässe im Daimler Werk in Kamenz.
Daher geht nun ein 2. größeres Werk in Kamenz in Kürze ans Netz. Weitere Batteriefabriken sollen nach 2020 in Untertürkheim im Werkteil Brühl sowie Hedelfingen sowie in Sindelfingen entstehen. Daneben kommt eine Batterieproduktion in Tuscaloosa für die SUV Fertigung sowie in Peking für das lokale Pkw Wert vor Ort.

Die sehr angespannte Batteriesituation ist Grund dafür das die ersten EQC Modelle nach heutigem Stand erst im Juni 2019 an die ersten Kunden übergeben werden können. Also rund 9 Monate nach der Weltpremiere.
Auch bei den Plug-In-Hybrid Modellen wurde die Verkaufsfreigabe der neuen Generation (stärkere E-Maschine inkl. 13,5 kwh Batterie) immer wieder verschoben.
So erhalten der E 300e und E 300 de Limousine sowie das E 300 de T-Modell und der S 560e lang erst im Herbst ihre Bestellfreigaben. Die Bestellfreigaben für C 300e & C 300de (Limousine & T-Modell) wurde gar auf Anfang 2019 verschoben. Dann sollen auch die neue Generation Plug-In-Hybrid in das GLC - Facelift einziehen.
Der GLC F-Cell läuft ab September in Bremen vom Band. Hier werden jedoch nur rund 1.000 Stück gebaut und diese auch nur über 3-4 Jahre vermietet.

Beim smart fortwo eq und forfour eq macht die Batterieknappheit ebenfalls in Lieferzeiten von 12 Monaten bemerkbar.
Im Juni 2019 sollen die smart eq Modelle ein Facelift inkl. neuer Batterie mit mehr Reichweite erhalten. Die Benziner werden dann noch bis 2020 ohne Facelift weiterproduziert. Aber spätestens dann, wenn in Hambach nicht komplett die Lichter ausgehen sollen, müssen die Batterien in ausreichender Stückzahl zur Verfügung stehen.

Bis 2022 sollen rund 130 Modelle eine elektrifizieren Triebstrang haben. Darunter sind dann 10 rein elektrische Modelle (EQ smart fortwo, EQ smart fortwo cabrio, EQ forfour, EQC, EQA, EQB vermutlich auf GLB Basis, EQS (Limousine zwischen E und S-Klasse, EVA2). Der EQC basiert im Wesentlichen auf dem GLC und teilt sich mit dem F-Cell die EVA1 Plattform. Die Proportionen sind die von normalen Autos. Gleiches gilt auch für EVA1.5 die auf den MFA Modellen aufbauen (EQA Mitte 2020 und später EQB). Ab 2021 kommt dann EVA2. EVA2 weist ganz andere für E-Autos idealere Proportionen auf. Da die E-Motoren quasi in den Achsen sitzen, benötigt man keine lange Motorhaube mehr. EVA2 kennzeichnet sich durch einen langen Radstand, hierdurch entsteht ein großes Interieur bei gleichzeitig kleinerer Außenlänge, aus. Aufgrund des großen Radstandes wird die Hinterachse ebenfalls mitlenken. Die Akkus sind im Fahrzeugboden, daher auch der lange Radstand.


Bei den Plug-In-Hybrid Modellen (EQ Power) geht es auch in eine ganz klare Richtung. Der Verbrenner wird immer kleiner und die E-Maschine (Leistung) bzw. die Batteriegröße wird dagegen zunehmen.
Ob der A 250e 4matic und B 250e 4matic (P4-Plug-In-Hybrid, vorne normaler Verbrenner (M282 mit 1,33 Liter Hubraum) für die Vorderachse und E-Antrieb komplett losgelöst an der Hinterachse; Auslieferung ab Sommer 2019) auch schon zu dem unten aufgeführten Long-Range-PHEV zählen ist unklar, da die erste Anzeige eines Pressebilds von 50km ausging. Allerdings wird die Struktur von A- & B-Klasse exakt dem auf dem Bild gleichen. Ob jedoch auch zusätzliche Batterien in den Mitteltunnel untergebrachten werden, oder bei einem späteren Facelift ist nicht klar.



Der Großteil der 130 elektrifizierten Modell sind Fahrzeuge mit 48 Voltbordnetz mit einem kleinen RSG oder einen etwas größeren ISG. Sie leisten 16 bzw. 22 PS. Können Rekuperieren und dann etwas boosten. Sie können elektrische Turbolader antrieben, oder im Stand die Klimaanlage betrieben. Elektrisches Fahren ist nicht möglich. Aktuell werden sie als ISG (zwischen Motor und Getriebe) in allen 53er AMG, S 500 (mit M256), S 450 (M256), E 450 4matic, CLS 450 4matic sowie als RSG (Riemenstartergenerator) im C 200 Facelift, C 200 4matic sowie im CLS 350 und E 350 (nur Coupé / Cabrio) eingesetzt. Ein größerer Einsatz ist aufgrund eines Mangel an 48 Volt Batterien ebenfalls derzeit noch nicht möglich.

Die 48 Volt System laufen unter dem Label EQ Boost. Die Mercedes Plug-In-Hybride erhalten den Zusatz EQ Power. Ab 2020 wird AMG ebenfalls Performance Plug-In-Hybride anbieten (wie schon in einer Studie mit 816 PS gezeigt). Als erster kommt hier der AMG GT 4 Türer. Später wird es wohl ein deutlich breiteren Einsatz geben. Diese Modelle firmieren unter EQ Power+.
Im Bereich 100% Elektrifizierung gibt es dann die reinen EQ Modell (bis 2022 10 Stück).

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